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Grünkern (Triticum aestivum ssp. spelta), auch Grünkorn genannt, ist das halbreif geerntete Korn des Dinkels, das man darauf trocknet und darrt - daher ist es nie roh. Im Handel ist Grünkern auch in Bio-Qualität erhältlich.
Verwendung in der Küche
Grünkern entsteht durch die Ernte von Dinkelkörnern im Stadium der Milch-Teigreife, gefolgt von Trocknung und Entspelzung. Aufgrund seiner nährstoffreichen Zusammensetzung ist Grünkern eine wertvolle und gesunde Zutat, die besonders in der Ernährung und der Backwarenproduktion beliebt ist.2
Das Darren bei Temperaturen von 120 bis 150 °C macht das halbreif geerntete Dinkelkorn nicht nur haltbar und hart, sondern verleiht dem charakteristisch olivgrünen Korn auch das typische intensive Aroma – rauchig und leicht nussartig.
Ist Grünkern roh? Grünkern ist nicht roh, da er durch den Darren-Prozess seinen Rohkost-Status verliert. Grünkern gibt es neben den ganzen Körnern auch als Grünkernschrot, -Griess, -Flocken und -Mehl.7 In diesem Artikel fokussieren wir uns auf die ganzen Grünkernkörner.
Wie bereiten Sie Grünkern richtig zu? Spülen Sie ihn vor der Zubereitung gründlich ab. Kochen Sie ihn anschliessend mit der doppelten Menge Wasser für etwa 10 Minuten bei starker Hitze. Danach lassen Sie ihn zugedeckt bei niedriger Temperatur ca. 30–40 Minuten quellen. Wenn Sie die Grünkernkörner über Nacht in kaltem Wasser einweichen, verkürzt sich die Garzeit auf ca. 10–15 Minuten. Die gegarten Körner können Sie als Beilage, ähnlich wie Reis, Couscous, Bulgur, Kamut oder Hirse, verwenden oder weiterverarbeiten.
Beliebt ist Grünkorn für Suppen, Bratlinge und Klösse. Doch auch für "reisloses" Risotto, Salate (z.B. mit Kichererbsen, getrockneten Tomaten, Kapern und roten Zwiebeln), Aufläufe und Eintöpfe (z.B. mit verschiedenem Wurzelgemüse wie Karotten, Pastinaken, Knollensellerie und Kartoffeln) eignen sich die Körner wunderbar. Probieren Sie zudem das Rezept für das Pastinaken-Spinat-Gemüse mit Walnuss an Grünkern. Auch vegetarische oder vegane Füllungen für Kohlrouladen oder Cannelloni lassen sich damit herstellen. Ebenfalls empfehlenswert sind Brokkoli-Grünkern-Pfannen und Grünkern-Pilaw mit Spinat, Kichererbsen, Tomaten und Sumak.
Zur Verfeinerung von Grünkern-Gerichten eignen sich neben Salz und Pfeffer viele weitere Gewürze und Kräuter, wie z.B. Currypulver, Paprikapulver, Chilipulver, Ingwer, Petersilie, Thymian und Koriander.
Veganes Rezept für Chili sin Carne mit Grünkern
Zutaten (für 6 Personen): 250 g Grünkern (bio), 500 ml Gemüsebrühe, 2 Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen, 2 rote Gemüsepaprikas, 2 Karotten, 8-9 Tomaten, 250 g gekochte Kidneybohnen, 250 g gekochte Maiskörner, 1 TL Salz, 2 TL Paprikapulver, ½ TL Pfeffer, ½ TL gemahlener Kreuzkümmel, ¼ TL Chilipulver, etwas Öl zum Anbraten.
Zubereitung: Den Grünkern abspülen und in der kochenden Gemüsebrühe ca. 30–40 Minuten garen. In der Zwischenzeit Zwiebeln und Knoblauch schälen und fein hacken. Paprika, Karotten und Tomaten waschen und würfeln. Zwiebeln und Knoblauch in einer Pfanne mit etwas Öl anbraten, den gegarten Grünkern hinzufügen und kurz mitbraten. Anschliessend Paprika und Karotten zugeben und einige Minuten mitgaren. Tomaten hinzufügen und mit etwas Wasser auffüllen. Zum Schluss Kidneybohnen und Mais unterrühren. Mit Salz, Paprikapulver, Pfeffer, Kreuzkümmel und Chilipulver würzen. Alles etwa 30 Minuten köcheln lassen.
Veganes Rezept für Grünkern-Kichererbsen-Salat
Zutaten (für 4 Portionen): 200 g Grünkern, 400 g Bio-Kichererbsen (aus der Dose abgeschüttet und abgespült), 8-10 getrocknete Tomatenhälften (eingelegt in Öl, ca. 60 g, klein geschnitten), 2 EL Kapern, 1 mittelgrosse rote Zwiebel (klein geschnitten), 50 g geröstete Mandelblättchen, 1 Bund glatte Petersilie (klein geschnitten), 1 grosse Handvoll Spinatblätter (klein geschnitten), 2 EL Balsamico-Crème (Crema con Aceto Balsamico di Modena), 2 EL kaltgepresstes Rapsöl, 1–2 EL frisch gepresster Zitronensaft, ½ TL Meersalz, frisch gemahlener schwarzer Pfeffer nach Geschmack.
Zubereitung: Den Grünkern nach Packungsanweisung etwa 30 Minuten in Wasser kochen. Anschliessend in einem Sieb abgiessen und einige Minuten abkühlen lassen. Die Zutaten für das Dressing (Balsamico-Crème, Rapsöl, Zitronensaft, Meersalz und Pfeffer) in einer kleinen Schüssel gut vermengen. Den gekochten Grünkern zusammen mit den Kichererbsen, getrockneten Tomaten, Kapern, der roten Zwiebel, den gerösteten Mandeln, der Petersilie und dem Spinat in eine grosse Schüssel geben. Das Dressing darüber giessen und alles gut vermischen. Guten Appetit!
Vegane Rezepte mit Grünkern finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Grünkern ist ganzjährig in einigen Supermärkten (z.B. Migros, Spar, Rewe, Edeka, Hofer), Bio-Supermärkten (z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura) und Reformhäusern erhältlich - meist in Bio-Qualität. In anderen Supermärkten (z.B. Coop, Denner, Volg, Aldi, Lidl, Billa) ist Grünkern selten oder gar nicht im Sortiment.
Grünkern ist vegan, jedoch keine Rohkost. Häufig in Bio-Qualität kaufbar. Qualitativ hochwertiger Grünkern zeichnet sich durch seine olivgrüne Farbe aus. Eine bräunliche Färbung deutet auf Röstung und oft auf eine geringere Qualität hin.
Die Verfügbarkeit von Grünkern ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Bei richtigen Lagerungsbedingungen (dunkel, trocken, kühl) beträgt die Haltbarkeit von Grünkern etwa ein Jahr.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Grünkern enthält 347 kcal/100g. Der Anteil an Kohlenhydraten ist mit 73 g/100g relativ hoch, ebenso der Proteingehalt mit 12 g/100g. Zudem sind 2,7 g Fett und 9,9 g Ballaststoffe pro 100 g enthalten.1
Grünkern ist reich an Mangan. Der Gehalt von 3 mg/100g (150 % des Tagesbedarfs) ist mit demjenigen von Kamut (2,7 mg/100g) und Bulgur (3 mg/100g) vergleichbar. Noch höhere Werte finden sich in Weizenkeimen (13 mg/100 g) und in Teff (Zwerghirse) mit 9,2 mg/100g.1
In 100 g Grünkern sind zudem 0,12 g der Aminosäure Tryptophan vorhanden, was 47 % des täglichen Bedarfs entspricht. Ähnlich viel ist in Hirse (0,12 g/100g) und Roggen (0,11 g/100g) enthalten. Besonders tryptophanreich ist Sojagranulat mit 0,62 g pro 100 g.1
Die Aminosäure Isoleucin ist zu 0,46 g/100g enthalten (37 % des Tagesbedarfs). Einen ähnlichen Gehalt weisen geschälte Gerste und Bulgur (jeweils 0,46 g/100g) sowie Sorghumhirse (0,43 g/100g) auf. Mehr als das Dreifache an Isoleucin liefert Lupinenschrot mit 1,6 g pro 100 g.1
Weitere nennenswerte Mikronährstoffe im Grünkern sind Phosphor (411 mg/100g), Threonin (0,34 g/100g), Magnesium (130 mg/100g), Zink (3,5 mg/100g) und Phenylalanin (0,54 g/100g).1
Anmerkung: Die Inhaltsstoffe und Nährwerte der Grünkernkörner sind laut Nährstoffdatenbanken (USDA, DEBinet, ÖNWT) deckungsgleich mit denjenigen vom Grünkernschrot.
Die gesamten Inhaltsstoffe von Grünkern, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Grünkern enthält im Vergleich zu reifem Dinkel mehr Mineralstoffe wie Phosphor, Magnesium, Calcium und Zink. Zudem enthält er deutlich höhere Konzentrationen an essenziellen Aminosäuren, darunter Methionin, Leucin, Valin und Threonin, die zum Nährwert der Proteine beitragen. Grünkern weist auch höhere Gehalte an Lipiden sowie an einfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-3-Fettsäuren auf. Dagegen sind die Gehalte an Palmitinsäure, Stearinsäure und Linolsäure sowie an mehrfach ungesättigten Fettsäuren und Omega-6-Fettsäuren niedriger. Eine Studie zeigt einen verbesserten Nährwert von Brot durch die Zugabe von Grünkern.2,3,8Dinkel enthält Ballaststoffe, insbesondere lösliche wie Arabinoxylane und β-Glucane, sowie bioaktive Verbindungen, darunter Phenolsäuren und Phytinsäure. Diese Stoffe verlangsamen die Verdauung, erhöhen die Viskosität des Darminhalts, hemmen Verdauungsenzyme (z.B. α-Amylase und α-Glucosidase) und verzögern dadurch die Aufnahme von Glukose ins Blut (mehr dazu im Folgekapitel).8
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Grünkern kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Grünkern enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6,8
- Isoprenoide: Triterpene: Steroide (Beta-Sitosterol)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (4-Hydroxybenzoesäure, Vanillinsäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (p-Cumarsäure, Kaffeesäure, Ferulasäure, Sinapinsäure); Lignane (Secoisolariciresinol, Matairesinol, Syringaresinol, Lariciresinol, Pinoresinol, Medioresinol, Hydroxymatairesinol); Alkylresorcinole
- Weitere organische Verbindungen: Hydroxycarbonsäuren (Milchsäure, Chinasäure, Apfelsäure); Dicarbonsäure (Bernsteinsäure, Fumarsäure)
- Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure
Phenolische Verbindungen sind natürlich vorkommende Antioxidantien. Zahlreiche Studien weisen auf entzündungshemmende, antiallergische, antivirale und antimutagene Eigenschaften hin. Ferulasäure macht bis zu 90 % der gesamten Phenole im Dinkelkorn aus und liegt zu 99 % in gebundener Form in den äusseren Schichten des Dinkelkorns, insbesondere in der Aleuronschicht, der Samenschale und den Zellwänden, vor. Sie sind eng mit den faserreichen Strukturen des Korns wie Lignin, Zellulose, Arabinoxylanen und anderen unverdaulichen Polysacchariden verbunden, was ihre Freisetzung im Dünndarm einschränkt. Ferulasäure und Chlorogensäure können die Aufnahme von Glukose im Dünndarm verlangsamen, indem sie an Proteine binden. Gemeinsam mit den Alkylresorcinolen (phenolische Lipide) spielen sie eine wichtige Rolle im Glukosestoffwechsel, indem sie dazu beitragen, den Blutzuckerspiegel zu regulieren.6,8 Auch Phytinsäure kann Verdauungsenzyme wie α-Amylase und α-Glucosidase, die an der Kohlenhydratverdauung beteiligt sind, hemmen. Dadurch kann sich die Freisetzung von Glukose aus Stärke verlangsamen.8
Phytinsäure gehört zu den sogenannten Antinutritiva. Sie kann Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink binden und dadurch deren Bioverfügbarkeit verringern. Einweichen, Keimen und Fermentation können diesen Effekt teilweise reduzieren.8
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Grünkern enthält wie Weizen, Roggen und Gerste Gluten und ist daher nicht für Personen mit einer Glutenunverträglichkeit bzw. Zöliakie geeignet.2 Glutenfreie Alternativen sind unter anderem Mais, Vollkornreis, Hirse und Pseudogetreide wie Buchweizen, Quinoa und Amarant.
Personen, die an einer Nicht-Zöliakie-Weizensensitivität leiden, berichten oft von einer besseren Verträglichkeit von Dinkel (Triticum aestivum ssp. spelta) im Vergleich zu herkömmlichem Weizen (Triticum aestivum ssp. aestivum) in Backwaren (siehe Dinkel).9
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Grünkern aus Deutschland weist einen CO2-Fussabdruck von 0,7 kg CO2eq/kg auf,12 was dem ökologischen Fussabdruck von Weizenkörnern ähnlich ist, der bei 0,61 kg CO2eq/kg liegt.13
Eine Studie untersuchte die ökologischen Auswirkungen der Produktion von Weizen und Dinkel unter vier landwirtschaftlichen Systemen: konventionell, integriert, biologisch und biodynamisch. Die biologischen und biodynamischen Systeme hinterlassen deutlich kleinere ökologische Fussabdrücke als die anderen beiden. Dies liegt vor allem an dem Verzicht auf externe Produktionsfaktoren wie synthetische Düngemittel, Pestizide und chemische Herbizide. Die Studie kommt zu dem Schluss, dass biologische und biodynamische Landwirtschaftssysteme nachhaltige Methoden sind, um die negativen Auswirkungen der Landwirtschaft auf die Umwelt zu verringern.10
Der Wasserfussabdruck für die Herstellung von 1 kg Dinkel in Deutschland liegt bei 600 Litern.12 Andere Getreidearten benötigen deutlich mehr Wasser: Weizen 1827 l/kg, Hafer 1788 l/kg, Roggen 1544 l/kg und Gerste 1423 l/kg.14
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Die globale Nahrungsmittelproduktion hat sich in den letzten 60 Jahren mehr als verdoppelt. Ermöglicht durch Landnutzungsänderungen (z.B. Wald zu Agrarfläche), die Nutzung von synthetischem Dünger, Pestiziden, Züchtung und weitere technologische Fortschritte der 'Grünen Revolution'. Leider hatten diese Neuerungen massiv negative Effekte auf die Umwelt und verursachten den Verlust von Habitaten für die Tier- und Pflanzenwelt – die Biodiversität nahm stark ab. Eine zentrale Herausforderung für die Landwirtschaft der Zukunft besteht darin, genügend Lebensmittel zu produzieren, ohne die Umwelt weiter zu belasten.11
Weltweites Vorkommen - Anbau
Die Entdeckung von Grünkern geht auf Hungersnöte vor über 300 Jahren zurück.4,7 In Baden vernichteten Dürre und nasskalte Sommerperioden ganze Ernten. Die Bauern ernteten daher aus Verzweiflung halbreifen Dinkel, den sie anschliessend trockneten und darrten. So entstand der Grünkern.4
Vor den 1970er Jahren verzehrten die Menschen Grünkern nur sehr selten. Erst die Biobewegung weckte neues Interesse, indem sie alte Lebensmittel, historische Getreidesorten wie Dinkel und traditionelle Zubereitungen wie Grünkern wieder in den Fokus rückte.5
Die Region Bauland im Nordosten von Baden-Württemberg gilt als Heimat des Grünkerns, für dessen Erzeugung man eine geschützte Dinkelsorte, den "Bauländer Spelz", anbaut. Bauland und Schwäbische Alb sind die Hauptanbaugebiete für Dinkel in Europa.5
Informationen zum Anbau und zur Ernte finden Sie im Artikel Dinkel.
Anbau - Ernte
Grünkern, der aus Winterdinkel stammt, erntet man im Juli, also zwei bis drei Wochen vor der vollen Reife des Korns, in der sogenannten Milchreife, wenn das Korn noch weich und grün ist. Anschliessend darren die Bauern das halbreif geerntete Getreide traditionell bei 120-150 °C über Buchen- oder Eichenholz einige Stunden. Heutzutage erfolgt der Darrvorgang auch häufig in modernen Heissluftanlagen.4
Weiterführende Informationen
Der frühreif geerntete Dinkel (Triticum aestivum ssp. spelta) ist als Grünkern in verschiedene Qualitätsklassen eingestuft. Dafür sind besonders die Farbe, der Geschmack, die Kornstruktur und ein niedriger Wassergehalt entscheidend.7
Alternative Namen
Grünkern ist auch unter den Bezeichnungen Grünkorn oder "Badischer Reis" bekannt.
Im Englischen heisst Grünkern green spelt oder green grain of spelt.
Sonstige Anwendungen
Grünkern findet nicht nur in der menschlichen Ernährung Anwendung, sondern ist auch eine ideale Zutat für die Hundeernährung. Er unterstützt die Verdauung durch seinen hohen Ballaststoffgehalt und liefert mit seinen komplexen Kohlenhydraten nachhaltige Energie, die Hunden hilft, aktiv zu bleiben. Aufgrund seiner im Vergleich zu anderen Getreidearten weniger allergenen Eigenschaften ist er eine gute Wahl für Hunde mit Getreideallergien.15
Literaturverzeichnis - 15 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 2. | * An important attribute of spelt wheat is the possibility of using its grain harvested at different ripeness stages. Currently, consumers can purchase so-called “green grain” of spelt, which is considered more valuable than grain harvested at full maturity. There is an opinion that spelt grain harvested at the milk-dough stage has all nutrients and at the same time the percentage of starch is not high yet. Spelt products contain substances with antioxidant properties preventing the formation of cancer cells (Gawlik-Dziki et al., 2012; Świeca et al., 2014). Compared to common wheat, it contains more protein, gluten and fat, but less fiber. Lebensmittelanalytische Studie DOI: 10.9755/ejfa.2019.v31.i4.1931 Study: weak evidence | Kraska P, Andruszczak S et al. Green grain of spelt (Triticum aestivum ssp. spelta) harvested at the stage of milk-dough as a rich source of valuable nutrients. Emirates J Food Agric. 2019;31(4):263-270. |
| 3. | * The aim of this study was to evaluate the nutritional value of wholemeal bread prepared from the flour of spelt wheat (Triticum aestivum ssp. spelta) that was enriched by the addition of freeze-dried spelt grain (at proportions of 4%, 8%, and 12%, respectively, in relation to the flour weight). The spelt grain used in the study was harvested at the milk dough stage (the so-called green grain). Green spelt grain was characterized by a significantly higher content of minerals namely P, Mg, Ca and Zn compared to ripe spelt grain. Additionally, it contained significantly higher amounts of amino acids (Asp, Thr, Ser, Gly, Ala, Cys, Val, Met, Ile, Leu, Phe, Lys), lipids, as well as monounsaturated fatty acids (MUFA), and omega-3 and omega-9 acids. However, it had a lower content of palmitic, stearic, and linoleic acids, polyunsaturated fatty acids (PUFA), and omega-6 acids. The results showed that the nutritional value of bread was improved by the green spelt grain, however the ω6/ω3 ratio in bread enriched with green spelt grain was slightly less favorable than in control bread. Among all the products tested, bread enriched with a 12% proportion of green spelt grain was characterized by the highest content of almost all the amino acids (except for Pro, Cys, and Met), as well as in Mg, Zn, Mn, Cu and Fe. In addition, overall acceptability of this bread was the highest. Bread enriched with 8% of green grain contained the highest amount of P, Ca, Pro, linoleic acid, PUFA, and ω 6 acids, while bread enriched with 4% of green spelt grain had the highest content of palmitic acid and saturated fatty acids. Experimentelle Lebensmittelstudie DOI: 10.3390/pr8040389 Study: weak evidence | Kraska P, Andruszczak S et al. Wholemeal spelt bread enriched with green spelt as a source of valuable nutrients. Processes. 2020;8(4):389. |
| 4. | ● Book: weak evidence | Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam. 2014. |
| 5. | * The practice of harvesting green grains is known worldwide and, although it implies a higher investment of labour than collecting them ripe, it presents some advantages such as the possibility to extend the harvest time or to secure one year’s crop yield in case of, for instance, bad weather close to ripening. However, the presence of green-harvested cereals in archaeobotanical assemblages has so far never been studied. No previous work has been carried out on how charring affects the size of grains with different degrees of maturity or of immature grains that underwent different processing activities prior to charring. The main aim of the present study was to observe kernel morphology of modern ripe and unripe spelt (Triticum spelta L.) grains and apply the results to the archaeobotanical remains retrieved at the early La T�ene site of Hochdorf (Vaihingen a. d. Enz, Germany), where an archaeobotanical assemblage of charred spelt grains, apparently in different stages of maturity, was found. In order to discriminate these two maturity stages within one cereal species, modern specimens of ripe spelt and Grünkern have been charred and compared. The results of this experiment have allowed us to confirm the coexistence of spelt grains in different degrees of maturity in the early La T�ene Hochdorf assemblage. Similarly, ethnographical information on modern Grünkern production provided information on the details of the processing of unripe spelt and the human choices to produce it. Narrativer Review DOI: 10.1016/j.jas.2020.105143 Study: weak evidence | Berihuete-Azorín M, Stika HP et al. Distinguishing ripe spelt from processed green spelt (Grünkern) grains: Methodological aspects and the case of early La Tène Hochdorf (Vaihingen a. D. Enz, germany). Journal of Archaeological Science. 2020;118:105143. |
| 6. | * Spelt is an ancient hexaploid wheat species and the ancestor of the free-threshing common wheat that used to be common in Northern Europe [1]. The recent interest in “organic” and “natural” products resulted in the “rediscovery” of such ancient wheat owing to its nutritional value, high starch resistance and healing properties, which make it particularly useful for the treatment of diseases such as high blood cholesterol, colitis and allergies [2]. Furthermore, spelt has the capacity to grow on poor soils with little input, as well as its increased tolerance to biotic and abiotic challenges such as diseases, insects, extreme temperature (cold and heat), drought and salinity [3]. Consumers demand spelt wheat because it is more nutritious than common wheat [4]. Experimentelle Lebensmittelanalyse DOI: 10.3390/agriculture13102024 Study: weak evidence | Lacko-Bartošová M, Kaur A et al. Concentration of phenolic compounds and phenolic acids of various spelt cultivars in response to growing years. Agriculture. 2023;13(10):2024. |
| 7. | ● Website | Fraenkischer-gruenkern de: Das Wichtigste in Kürze. 2025. |
| 8. | * The macronutrient composition of grain plays a major Narrativer Review DOI: 10.17219/acem/61665 Study: weak evidence | Biskup I, Gajcy M et al. The potential role of selected bioactive compounds from spelt and common wheat in glycemic control. Adv Clin Exp Med. 2017;26(6):1013-1019. |
| 9. | * Individuals with suspected non-celiac wheat sensitivity (NCWS) often report better tolerance of spelt (Triticum aestivum ssp. spelta) compared to wheat (Triticum aestivum ssp. aestivum) bakery products. Randomisierte kontrollierte klinische Interventionsstudie DOI: 10.3390/nu14142800 Study: strong evidence | Zimmermann J, Longin FH et al. No Difference in Tolerance between Wheat and Spelt Bread in Patients with Suspected Non-Celiac Wheat Sensitivity. Nutrients. 2022;14(14):2800. |
| 10. | * The Industrial Revolution and intensification of agriculture have, in some cases, led to economic activities that profoundly influenced the ecosystem to the point where environmental stability and geographic political security are jeopardized. The uncertainty about oil reserves, rising energy prices and the threat of harmful climate change effects has intensified the search for alternative farming systems that reduce negative environmental impact. This study reports the ecological impact of conventional (CON), integrated (INT), organic (ORG) and biodynamic (BD) farming systems calculated from data collected in a field trial at Maribor, Slovenia, and interpreted using the SPIonExcel tool. This tool is a member of the ecological footprint family and describes the area necessary to embed a human activity sustainably into the ecosphere. Three-year results show a markedly reduced ecological footprint of the ORG and BD systems in production of wheat (Triticum aestivum L. ‘Antonius’) and spelt (Triticum spelta L. ‘Ebners rotkorn’), mainly due to the absence of external production factors. When yields were also considered, the ORG and BD systems again had a reduced overall footprint per product unit and increased ecological efficiency of production. Thus, ORG and BD farming systems present viable alternatives for reducing the impact of agriculture on environmental degradation and climate change. Nevertheless, room for improvement exists in the area of machinery use in all systems studied and yield improvement in the ORG farming system. Agrarökol. Feldstudie DOI: 10.1017/S1742170511000354 | Bavec M, Narodoslawsky M et al. Ecological impact of wheat and spelt production under industrial and alternative farming systems. Renew Agric Food Syst. 2012;27(3):242-250. |
| 11. | * Global food production has more than doubled in the past 60 years. This has been achieved through land use change and use of mineral fertilizers, pesticides, breeding of new crop varieties, and other technologies of the “Green Revolution” (1, 2). However, increased use of agrochemicals, land conversion, farm expansion, and farm specialization have a negative impact on the environment and have caused habitat and biodiversity loss, pollution, and eutrophication of water bodies, increasing greenhouse gases emissions and reduced soil quality (1, 3, 4). Thus, one of the main challenges for the future of agriculture is to produce sufficient amounts of food with minimal environmental impact (1). However, to date, there is lack of appropriate methods and tools to evaluate, design, and track the multifunctionality and sustainability of agricultural production. Feldstudie (agrarwiss.) DOI: 10.1126/sciadv.abg6995 | Wittwer RA, Bender SF et al. Organic and conservation agriculture promote ecosystem multifunctionality. Sci Adv. 2021;7(34):eabg6995. |
| 12. | ● Wasserfussabdruck und CO2-Fussabdruck. Website | Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg ifeu. 2020;1-22. |
| 13. | ● Wheat grain currently has a climate footprint of 0.61 kg CO₂e/kg. Website | Carbon Cloud: Wheat grain. 2025. |
| 14. | * Wasserfussabdruck. Umwelt- und Ressourcenanalyse DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600. |
| 15. | ● Grünkern ist reich an Vitaminen, Mineralien, essentiellen Aminosäuren und Ballaststoffen. Dieses Nährstoffprofil macht ihn zu einer attraktiven Zutat für die Ernährung von Hunden, insbesondere für diejenigen, die eine ausgewogene und nahrhafte Diät benötigen. Vorteile von Grünkern für Hunde Website | Darf-ich-mit de: Grünkern. 2025. |
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