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Karotte, roh

Karotten sind eine kalorienarme Gemüsesorte mit relativ hohen Gehalt an farbgebenden Carotinoiden. Sie lassen sich roh oder gekocht für viele Rezepte verwenden.
Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
88,3%
Wasser
89
Makronährstoff Kohlenhydrate 89.12%
/09
Makronährstoff Proteine 8.65%
/02
Makronährstoff Fette 2.23%
Ω-6 (LA, 0.1g)
Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
 : Ω-3 (ALA, <0.1g)
Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
 = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.
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Piktogramm Nährstofftabellen

Die Karotte (Daucus carota subsp. sativus) ist als kalorienarme Rohkost beliebt und für ihren hohen Carotingehalt bekannt.

Verwendung in der Küche:

Die Karotte kann man sehr vielseitig verwenden: Frisch und roh schmeckt sie als Snack (z.B. zu Dips), im Salat geschnitten, geraspelt oder als Saft. Gekocht verleiht sie diverse Gerichte einen süsslichen Beigeschmack. In konservierter Form findet man Karotten als Nass-, Gefrier- oder Sauerkonserve, Saft (pasteurisiert) oder Trockenprodukt. Das Gemüse ist auch beliebt als Brei für die Einführung der Beikost bei Kleinstkindern.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Nährwerte pro 100 g Karotten roh:
Brennwert 173 kJ (41 kcal), Wasser 88,2 g, Eiweiss 1,71 g, Kohlenhydrate 9,58 g - davon Zucker 4,74 g -, Ballaststoffe 2,8 g, Fett 0,2 g.

Vitamine und Mineralstoffe:
Vitamin B1 70 μg, Vitamin B2 60 μg, Vitamin B6 0,12 mg, Vitamin C 590 μg, Vitamin E 660 μg, Calcium 33 mg, Eisen 0,3 mg, Magnesium 12 mg, Phosphor 35 mg, Kalium 320 mg, Zink 0,24 mg.

​Außer den angegebenen Werten ist der Carotingehalt (vorwiegend α- und β-Carotin, „Provitamin A“) von Bedeutung, er ist der höchste unter allen Gemüsearten. Je nach Sorte und Anbaubedingungen liegt er zwischen 5 und 30 mg pro 100 g Frischsubstanz. Für den Geschmack verantwortlich sind neben dem Zuckergehalt die ätherischen Öle und Fruchtsäuren. Bei letzteren herrscht die Äpfelsäure vor, gefolgt von Citronensäure, Chinasäure, Bernsteinsäure und Fumarsäure. 1

Die Bioverfügbarkeit der Carotinoide hängt von Einflussfaktoren im Nahrungsmittel und von dessen Zu- und Aufbereitung ab. Die Einflussfaktoren im Nahrungsmittel selbst sind Gegenstand aktueller Forschungen und sind vom Konsumenten nicht beeinflussbar.2 Sie umfassen u.a. die Lokalisation (Chromo- vs. Chloroplast etc.), das Vorhandensein und die Art löslicher Nahrungsfasern, die Hydrophobizität der Carotinoide sowie die Interaktionen verschiedener Vertreter wie Lycopen, Lutein etc.3,4,5
Hingegen kann die durchdachte Zubereitung eines Nahrungsmittels die Aufnahme von Carotinoiden merklich erhöhen. So steigern Faktoren wie Fettzugabe, Zerkleinern oder Kochen ihre Zugänglichkeit und damit auch ihre Resorption.6 Dabei spielt die Zerkleinerung die grösste Rolle.2,6 Zwar erhöht das Fett in jedem Fall die Carotinoidaufnahme, doch ist es wesentlich effizienter, die Nahrungsmittel stark zu zerkleinern (gut zerkaut, püriert etc.). Bei der Fettzufuhr genügen natürliche Fette wie Nüsse (Macadamia, Walnüsse etc.) oder Avocado.2 Zusätzliche ölige Zusätze oder Butter sollten Sie vermeiden, da sie keine besseren Resultate in Bezug auf die Bioverfügbarkeit erzielen und mehr Schaden als Nutzen anrichten.
Das Kochen hilft die Zellwände zu destabilisieren und trägt somit auch zur Verfügbarkeit bei, zerstört allerdings im gleichen Zug hitzesensitive Inhaltsstoffe wie viele B-Vitamine oder Vitamin C.2,6

Gesundheitliche Aspekte:

Karotten stärken das Immunsystem, wirken blutbildend und sind förderlich für die Zahnbildung. Im Allgemeinen sind sie gut für das Verdauungssystem, bei Kleinkindern hat der Brei eine stopfende Wirkung, was auf den hohen Pektin-Gehalt und den leicht bakteriostatisch wirkenden ätherischen élen zurückzuführen ist. (Sinngemäss aus aus Wikipedia)

Allgemeine Information:

Die Karotte (Daucus carota subsp. sativus), auch bezeichnet als Möhre, Mohrrübe, Gelbrübe, Gelbe Rübe, Rüebli, Riebli oder Wurzel ist eine Gemüsepflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Sie ist die nur in Kultur bekannte Form der Möhre (Daucus carota). Man nutzt fast ausschliesslich die Rübe (= die Pfahlwurzel der Pflanze).1

Die Wurzel (Rübe) speichert Reservestoffe. ... Die meisten Inhaltsstoffe befinden sich in der Rinde. ... Im Mark, dem Zentralzylinder, befindet sich weniger Carotin, weshalb es heller als die Rinde ist, der Saccharose-Gehalt ist niedriger, der Nitrat-Gehalt höher. Die Rübe kann je nach Sorte lang, halblang, kurz, zylindrisch, kreisel- oder kegelförmig mit je spitzen oder stumpfen Enden sein. Farbvarianten sind hell- oder dunkelrot, orangefarben, weiss und violett. Die Färbung hängt von der Sorte, den Kulturbedingungen und der Witterung ab. Die Färbung geht auf Carotinoide, Anthocyane und Chlorophyll zurück.1

Wissenswertes:

Seit ca. 1900 laufen intensive Züchtungen an der Karotte, um eine ausgeglichene, gerade Wurzelform und -färbung zu erhalten. Durch Hybridzüchtungen konnte man das Verhältnis von Mark zu Rinde verbessern und den Zucker- und Carotingehalt erhöhen.

Karotten sind in der EU nach den Tomaten das am häufigsten verkaufte und verzehrte Gemüse: 8,2 % Anteil an der Gesamtgemüseproduktion (2006). Die weltweit wichtigsten Anbauländer sind China (8,4 Mio. Tonnen 2005), Russland (1,7 Mio. Tonnen), die USA (1,6 Mio. Tonnen) und Polen (0,94 Mio. Tonnen).1

Die unterschiedlich gefärbten Karotten stammen von verschiedenen Ursprungssippen ab: die weissen stammen aus dem Mittelmeergebiet, die gelben aus Afghanistan, ebenso wie die rotvioletten Formen. Die Kulturform dürfte letztendlich durch Kreuzung aller drei Formen wahrscheinlich in deren Überschneidungsgebiet in Kleinasien entstanden sein.1

Die ältesten Belege über eine Nutzung von wilden und kultivierten Möhren stammen aus der Antike Griechenlands und Roms. Dioskurides nannte um 60 n. Chr. die wilde Möhre staphylinos und erwähnte ihre Nutzung als Arzneipflanze.1

Die Bezeichnung Karotte leitet sich wie auch die englische, französische und italienische Bezeichnung vom Lateinischen carota ab. Möhre enthält die auch in anderen germanischen wie auch in slawischen Sprachen und im Griechischen enthaltene Bezeichnung für Wurzel. Das Wort entwickelte sich über die alt- und mittelhochdeutschen Namen Mokra, Morke und More. 1

Literatur - Quellen:

5 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Beschreibung und Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal (1 kcal = 4.19 kJ).

  1. Wikipedia. Karotte.
  2. A. M. B. Priyadarshani. (2017) A review on factors influencing bioaccessibility and bioefficacy of carotenoids, Critical Reviews in Food Science and Nutrition, 57:8, 1710-1717.
  3. Castenmiller, J. J. M. and West, C. E. (1998). Bioavailability and bioconversion of carotenoids. Annu. Rev. Nutr. 18:19–38.
  4. Yeum, K. J. and Russell, M. (2002). Carotenoid bioavailability and bioconversion. Annu. Rev. Nutr. 22:483–504.
  5. Unlu, N. Z., Boh, T., Clinton, S. K. and Schwartz, S.J. (2005). Carotenoid absorption from salad and salsa by humans is enhanced by the addition of avocado or avocado oil. J. Nutr. 135:431–436.
  6. Hedrén, E., Diaz, V. & Svanberg, U. (2002) Estimation of carotenoid accessibility from carrots determined by an in vitro digestion method, Eur J Clin Nutr 56, 425–430.

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