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Pastinake, roh (bio)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Pastinaken in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

80%Wasser 92Makronährstoff Kohlenhydrate 92.3%/06Makronährstoff Proteine 6.16%/02Makronährstoff Fette 1.54% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die Pastinake (Pastinaca sativa), auch der Pastinak genannt, eignet sich gut für Pürees und Suppen. Roh passt sie gut in Salate - am besten in Bio-Qualität.

Verwendung in der Küche

Die Pastinake ist ein weissliches bis beiges Wurzel- resp. Knollengemüse. Mit ihrem süsslich-würzigen, herben bis nussigen Geschmack erinnert sie an Sellerie und Karotten.

Wie lassen sich Pastinaken essen? In der Küche sind sie vielfältig einsetzbar. Pastinaken lassen sich kochen, dünsten, dämpfen, braten, backen und roh zubereiten. Grundsätzlich passen sie in jedes vegetarische oder vegane Gericht, in dem sonst Karotten zum Einsatz kommen. Der Pastinak harmoniert besonders gut in cremigen Suppen (z.B. mit Äpfeln, Birnen oder Maronen), aromatischen Pürees (pur oder mit Kartoffeln), herzhaften Eintöpfen und Aufläufen. Empfehlenswert sind folgende Rezepte: Pastinaken-Vanille-Suppe mit Thymian und Mandelmilch, Pastinakensuppe mit Birne, Thymian und Walnüssen und rohvegane Topinambur-Pastinaken-Cremesuppe mit Haselnussmilch. Probieren Sie zudem orientalisches Pastinaken-Kartoffelpüree.

Schmackhafte Pommes (z.B. mit etwas Thymian oder Rosmarin gewürzt), Ofengemüse (z.B. mit Karotten, Sellerie, Randen (rote Bete), roten Zwiebeln) und Gemüsepfannen (z.B. mit Rosenkohl) lassen sich ebenfalls mit dem Wurzelgemüse zubereiten. Auch als Beilagengemüse - z.B. Pastinaken-Spinat-Gemüse mit Walnuss an Grünkern oder mit Knoblauch und gemahlener Muskatnuss kurz angebraten - schmeckt die Pastinake hervorragend. Sie eignet sich ausserdem als Bestandteil eines Currys (z.B. Pastinaken-Kokos-Curry mit Blumenkohl und Walnuss) oder für die Zubereitung eines Aufstrichs. Das Wurzelgemüse ist super kombinierbar mit Gewürzen und Aromen wie Chili, Curry, Harissa oder Senf. Die Süsse von Agavensirup passt hervorragend.

Ist die Pastinake roh essbar? Pastinaken sind roh essbar. In kleinen Streifen geschnitten oder geraspelt passt der rohe Pastinak gut zu allerlei Salaten (z.B. mit Karotten, Sellerie, Fenchel oder Äpfeln). Zudem findet er roh, in dünne Spiralen geschnitten, als Low-Carb-Pastaersatz und klein gehackt als Rohkost-Reisersatz Verwendung (z.B. Reissalat thailändischer Art mit Pastinake, Ananas und Ingwer).

Erstaunlicherweise gelingen mit dem weissen Wurzelgemüse auch Desserts. Verschiedene Cremes (z.B. mit Zitronen, Äpfeln, Orangen oder Vanille), Kuchen (z.B. mit Schokolade oder Karotten) und feine Sorbets lassen sich mit Pastinake zubereiten.

Zudem dient diese essbare Wurzel seit langem in der Küche der Herstellung von Babynahrung.4

Pastinaken sollten Sie in der Regel nicht schälen, da das meiste Aroma und viele Nährstoffe direkt unter der Schale liegen. Kleine, junge Pastinaken, die sich grob mit einer Gemüsebürste reinigen lassen, sind besonders geeignet.1 Schalen grösserer Pastinaken können dick und fest sein. Deshalb empfiehlt sich ein feines Entfernen. Zudem sollten Sie die beiden Enden der Pastinaken und dunkle Flecken (diese sind meist fad und holzig) herausschneiden.

Veganes Rezept für Rohkost-Pastinaken-Spaghetti mit Avocado-Pesto

Zutaten (für 2 Personen): 4 Pastinaken (roh, Bio), 1 reife Avocado, 1 Knoblauchzehe, Saft einer halben Zitrone, ½ Bund Basilikum, etwas Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Pastinaken abschrubben, abspülen und deren Enden abschneiden. Mit einem Spiralschneider zu Gemüsespaghetti verarbeiten. Für das Avocado-Pesto Avocado, Basilikum, Zitronensaft, Knoblauch, etwas Salz und Pfeffer in einen Mixer geben und pürieren, bis die Masse eine cremige Konsistenz hat. Veganes Avocado-Pesto über die Rohkost-Pastinaken-Spaghetti geben, gut untereinander mischen und mit ein paar Blättern frischem Basilikum anrichten.

Vegane Rezepte mit Pastinake (roh) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Pastinaken gibt es bei den meisten Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa ganzjährig zu kaufen - roh oder tiefgekühlt. Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt und Alnatura bieten das Knollengemüse in Bio-Qualität an. Die Saison des Wintergemüses reicht von Oktober bis März.2 In dieser Zeit sind besonders frische Exemplare auf Wochenmärkten erhältlich.

Die Verfügbarkeit von Pastinaken ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Die rohe Pastinake, in ein Küchentuch eingewickelt, ist im Gemüsefach des Kühlschranks bis zu zwei Wochen haltbar.2 Im Gefrierfach bleibt sie bis zu einem Jahr haltbar. Dazu die Pastinake zuerst putzen, klein schneiden und kurz in kochendem Salzwasser blanchieren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Pastinaken (roh) sind mit 75 kcal und 0,3 g Fett pro 100 g kalorien- und fettarm. Sie enthalten 18 g Kohlenhydrate, 4,9 g Ballaststoffe und 1,2 g Proteine pro 100 g.3 Es folgen drei wichtige Nährstoffe der Pastinake.

67 µg Folat stecken in 100 g rohen Pastinaken (34 % des Tagesbedarfs). Artischocken und Broccoli weisen einen ähnlichen Gehalt auf. Roher Spinat enthält mit 194 µg/100g besonders viel Folat.3

Pastinaken enthalten 22 µg/100g Vitamin K, was 30 % des Tagesbedarfs entspricht. Ähnlich viel findet sich in Avocado und Erbsen. Mit 830 µg/100g liefert Mangold besonders viel Vitamin K.3

Der Gehalt an Mangan beträgt 0,56 mg/100g (28 % des Tagesbedarfs). Dieser ähnelt demjenigen von Meerrettich und Grünkohl. Bedeutend mehr des Spurenelements ist in Pinienkernen zu finden (8,8 mg/100g).3

Die gesamten Inhaltsstoffe von Pastinake (roh), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Die Pastinake ist reich an löslichen Ballaststoffen, die zur Senkung des Cholesterinspiegels beitragen und das Risiko für Diabetes verringern können. Ballaststoffe unterstützen zudem eine gesunde Verdauung und beugen Verstopfung sowie Magen-Darm-Erkrankungen vor.14 Ausserdem enthält die Wurzel zahlreiche Vitamine, darunter Vitamin C, Vitamin E, Vitamin B1, Vitamin B2 und Folsäure.1,12 Letztere kann den Homocysteinspiegel im Blut reduzieren, der mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen verbunden ist.14

Pastinaken haben dreimal mehr Nährwert als Karotten und sind reich an Mineralstoffen. Besonders der hohe Kaliumgehalt wirkt gefässerweiternd, kann Blutdruck und Herzbelastung senken und eignet sich für Menschen mit Adipositas oder Arteriosklerose.12

Kann ich mit Pastinaken abnehmen? Dank ihres hohen Wassergehalts von 79,5 % können Pastinaken den Kalorienkonsum reduzieren und so das Gewichtsmanagement unterstützen.12

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Pastinaken kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Pastinaken enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:4

  • Isoprenoide: Monoterpene (Beta-Ocimen, Terpinolen), Sequiterpene/oide (Beta-Farnesen)
  • Weitere organische Verbindungen: Polyacetylene (Falcarinol, Falcarindiol), Cumarine (Xanthotoxin, Imperatorin, Bergapten, Psoralen, Oxypeucedanin, Osthol, Cumarin, Umbelliferon, Hydroxycumarin, Isopimpinellin, Xanthotoxin), Phenylpropanoide (Myristicin)

Pastinaken (Pastinaca sativa) enthalten bioaktive Stoffe wie Furocumarine, Cumarine, Flavonoide, Polyacetylene und ätherische Öle, die sich positiv auf die menschliche Gesundheit auswirken können. Sie wirken unter anderem entzündungshemmend, krampflösend, gefässerweiternd, antidepressiv, antimikrobiell und antimykotisch (gegen Pilze).4

Furocumarine zeigen eine Vielzahl pharmakologischer Eigenschaften. So sind sie z.B. bei der Behandlung von Multipler Sklerose einsetzbar, wirken als Antidepressivum und Beruhigungsmittel, helfen gegen Bronchospasmus und Krämpfe der glatten Bauchmuskulatur und erweitern periphere Gefässe und Koronararterien. Cumarine können das Wachstum von Krebszellen in Brust, Dickdarm, Lunge und Prostata hemmen. Die ätherischen Öle der Pastinake wirken antibakteriell gegen verschiedene Bakterien, darunter Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa, Salmonella enteritidis, Bacillus cereus, Listeria monocytogenes und Staphylococcus aureus, sowie antimykotisch gegen Candida albicans.4

Insgesamt kann Pastinaca sativa somit zur Vorbeugung und Unterstützung bei verschiedenen Erkrankungen beitragen, darunter Probleme des zentralen Nervensystems, der Atemwege, des Magen-Darm-Trakts, des Herz-Kreislauf-Systems, der Leber, der Haut und des Urogenitalsystems.4

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Welche Nebenwirkungen kann Pastinake haben? Eine bekannte Nebenwirkung von Pastinaken ist die Fototoxizität, die Eigenschaft eines chemischen Stoffes, unter Einfluss von Licht toxische Wirkungen auszulösen (meistens auf der Haut). Im Fall der Pastinake gibt es einige Fallberichte, in denen der Hautkontakt mit Pastinaca sativa und die anschliessende UV-Bestrahlung eine allergische Dermatitis verursachten. Die Stoffe, die diese Reaktionen auslösen, sind Furocumarine. Da Menschen und andere Säugetiere können Furocumarine schnell verdauen und aus dem Körper ausscheiden. Darum ist es unwahrscheinlich, dass die orale Aufnahme von Furocumarinen (ausser in hohen Dosen) Hautreaktionen verursacht. In den meisten der gemeldeten Fälle von Hautallergien durch Pastinaken war es daher der direkte Hautkontakt, der zu Kontaktdermatitis führte.4

Sind Pastinaken roh giftig? Pastinaken lassen sich bedenkenlos roh verzehren. Bio-Qualität ist vorzuziehen.

Verwendung als anerkannte Heilpflanze

Das ätherische Öl der Pastinakenpflanze hat eine ähnliche Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden wie das ätherische Kümmelöl.5

Volksmedizin - Naturheilkunde

Alte persische Gelehrte beschrieben die Pastinake (auf Persisch "Jazar" oder "Zardak" genannt) als nahrhaftes und stärkendes Nahrungsmittel, das in der Vergangenheit für Kinder und Menschen mit körperlichen Behinderungen diente. Die gebräuchlichste Verwendung der Pastinake stellt die Konfitüre dar, die im Iran noch heute beliebt ist. In der persischen Medizin galt die Pastinake zudem als Emmenagogum, ein Mittel, das den Eintritt der Monatsblutung bei Frauen anregt. Deshalb sollten schwangere Frauen sie meiden. Diese Eigenschaft nutzten Heilkundige bewusst zur Behandlung von Amenorrhoe (Ausbleiben der Regelblutung) oder Oligomenorrhoe (zu seltene Regelblutung).4

In der Volksmedizin lindert ein Tee aus zerstossenen Pastinakfrüchten Leibschmerzen, Nieren- und Blasenleiden (besonders Steinleiden), Magenbeschwerden, Fieber, Schlaflosigkeit, Libidoanregung4, Wassersucht, Rheuma sowie Lungenleiden.5

Auch in verschiedenen Ländern kommt die Pastinake zu Ernährungs- und Therapiezwecken zum Einsatz, zum Beispiel als Appetitanreger, Verdauungsmittel und harntreibendes Mittel.4

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der ökologische CO2 Fussabdruck von Pastinaken hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. So spielen Art des landwirtschaftlichen Anbaus (konventionell vs. ökologisch), durchschnittliche bzw. saisonale oder regionale Produktion, inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es sich um Frischwaren oder Tiefkühlwaren handelt, eine entscheidende Rolle.6 Regionale Pastinaken aus England verursachen laut Carboncloud einen CO2-Fussabdruck von 0,14 kg CO2eq/kg. Der grösste Anteil dieser Emissionsmenge kommt durch den Anbau zustande, gefolgt von der Lagerung.10 Damit liegt der Wert in einem ähnlichen Bereich wie bei Karotten (0,1 kg CO2eq/kg) oder Kürbissen aus Deutschland (0,2 kg CO2eq/kg).6

Aufgrund ihrer guten Lagerfähigkeit sind Pastinaken ein beliebtes Gemüse auch in den Wintermonaten.2 Dadurch kann man auch in dieser Jahreszeit auf regionales Gemüse zurückgreifen, was langwierigen Transport und entsprechende Emissionen erspart.

Zu dem Wasserfussabdruck von 1 kg Pastinaken konnten wir trotz intensiver Recherche keine genauen Zahlen finden.

Einige Inhaltsstoffe der Pastinake schützen die Pflanze auf natürliche Weise vor Insekten. Myristicin und Xanthotoxin sind für bestimmte Insekten giftig, Sesquiterpene wirken abschreckend und toxisch, und Fettsäureester können die Larven mancher Schmetterlinge und Motten töten.4 Diese natürliche Abwehr macht die Pastinake besonders widerstandsfähig und eignet sich hervorragend für den biologischen Anbau.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Intensive Landwirtschaft und industrielle Produktion führen in Mitteleuropa zu starken Verlusten bei Insektenarten, deren Anzahl und Biomasse. Zerstörte und zerschnittene Lebensräume lassen Tiere in kleine, isolierte Gebiete zurück, was das Aussterben lokaler Arten begünstigt. Pestizide und Düngemittel verschlechtern die Qualität von Lebensräumen und bedrohen besonders Arten mit speziellen Bedürfnissen.11

Früher boten extensiv genutzte Felder und Wiesen viele Lebensräume für Bestäuber, Räuberinsekten und Pflanzen. Grosse, einheitliche Agrarflächen reduzieren die Vielfalt deutlich, während der biologische Anbau auf den Einsatz der meisten chemischen Pestizide verzichtet und oft mit heterogenen Landschaften kombiniert ist, die die Artenvielfalt unterstützen.11 Einige Inhaltsstoffe der Pastinake schützen die Pflanze auf natürliche Weise vor Insekten. Diese Abwehrkraft macht Pastinaken besonders widerstandsfähig und vorteilhaft für den Bio-Anbau.4

Ökologischer Anbau steigert die Vielfalt von Pflanzen, Bestäubern und räuberischen Insekten. In Biofeldern nehmen Räuber von Blattläusen stärker zu, die Blattlauspopulation bleibt niedrig, und die natürliche Schädlingskontrolle funktioniert effektiver. In konventionellen Feldern reduzieren Pestizide Blattläuse nur kurz, während Räuber oft dauerhaft geschädigt bleiben, sodass die Schädlingskontrolle langfristig schlechter funktioniert. Feldränder enthalten mehr Pflanzen, Bestäuber und Räuber als Feldmitten und tragen wesentlich zur Biodiversität und zu den Ökosystemleistungen bei. Insgesamt fördert Bio-Landbau die Artenvielfalt und natürliche Schädlingsbekämpfung, während vorbeugender Pestizideinsatz Kosten verursacht und langfristig negative Effekte hat.13

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Herkunft der Pastinake (Pastinaca sativa) liegt vermutlich in Eurasien zwischen dem westlichen Mittelmeerraum und dem Kaukasus. Es gibt Belege dafür, dass sie in der römischen und griechischen Epoche als Nahrungsquelle diente. Der lateinische Gattungsname Pastinaca könnte vom Wort "pastino" (den Boden für die Anpflanzung von Weinreben vorbereiten) oder "pastus" (Nahrung) kommen, während der Artname sativa "säen" bedeutet und auf die Kultivierung hinweist. Es ist jedoch fraglich, ob man die Bezeichnung Pastinaca früher für Pastinaken oder Karotten (heute Daucus carota) verwendete, da die frühe Nomenklatur nicht eindeutig ist. Mit dem Zusammenbruch des Römischen Reiches verschwanden viele Gemüsesorten aus der Landwirtschaft, darunter auch die Pastinake. Es dauerte bis zum 13. Jahrhundert, bis man sie wieder in grösserem Umfang anbaute.7

Die kräftigeren, fleischigen Pastinaken, wie sie heute bekannt sind, entwickelten sich im Mittelalter. Ihr Verzehr ist in Deutschland seit dem 16. Jahrhundert dokumentiert. Ende des 16. Jahrhunderts gelangte die Pastinake auch in die Karibik, nach Venezuela und Peru. Später brachten frühe Kolonisten die Pflanze nach Nordamerika, wo man sie nachweislich 1609 und 1629 in Virginia und Massachusetts anbaute. Seitdem ist es in ganz Nord-, Süd- und Mittelamerika, in der Karibik und in Ozeanien anzutreffen.7

Die Pastinake ist in den gemässigten Regionen der Nordhalbkugel verbreitet. Sie dient sowohl dem menschlichen Verzehr als auch als Viehfutter. Zwar nimmt das Wurzelgemüse eine Nischenposition auf dem Gemüsemarkt ein, doch steigt die Nachfrage jährlich.7

Wild zu finden

Die wilde Pastinake (Pastinaca sativa) gehört zur Familie der Doldenblütler, zur Unterfamilie Apioideae, zum Stamm Peucedaneae und zur Untertribus Ferulinae. Weltweit gibt es acht Arten und vier Unterarten der Gattung Pastinaca. Die vier Unterarten der wilden Pastinake kommen in ganz Eurasien vor. P. sativa ssp. sativa ist die kultivierte Form, deren Anbau auf der gesamten Nordhalbkugel erfolgt.8

Die Unterarten P. sativa subsp. urens und P. sativa subsp. sylvestris kommen in Frankreich, Georgien, Italien, Russland, der Schweiz und der Ukraine vor, während P. sativa subsp. latifolia auf Korsika endemisch ist.7,8

Die Unterscheidung zwischen kultivierter und wilder Pastinake ist nicht immer eindeutig. Verschiedene Autoren bezeichnen die kultivierte Pflanze als P. sativa L. und die wilde Pastinake als P. sativa var. sylvestris oder var. pratensis.8

Es gibt Berichte, dass die Pastinake aus dem Anbau entwichen ist und sich in gestörten Lebensräumen, mehrjährigen Kulturen und Systemen mit reduzierter Bodenbearbeitung zu einem Unkraut entwickelte, insbesondere in Nordamerika, aber auch in Südamerika, Australien, Neuseeland, Südafrika und Teilen Asiens.7

Wie sieht eine wilde Pastinake aus? Die wilde Pastinake ist eine grosse, kräftige krautige Pflanze mit einer langen, dicken Pfahlwurzel, die bis zu 1,5 Meter tief reichen kann. Meist wächst sie zweijährig, kann aber auch mehrjährig sein und stirbt nach der Blüte und Samenbildung ab. Die Wurzel ist weiss, aromatisch, schleimig, süsslich und leicht scharf. Schon seit früher Zeit dient sie als essbare Wurzel. Eine vegetative Vermehrung findet bei der wilden Pastinake nicht statt.8

Bodennah bildet die Pflanze Blattrosetten mit gefiederten Blättern. Nach zwei oder mehr Jahren entwickelt sie einen gerillten Stängel und grosse, gelbe Doldenblüten mit einem Durchmesser von 10 bis 20 cm. Die Früchte sind flache Spaltfrüchte von 5 bis 7 mm Länge, die jeweils zwei einsamige Teilfrüchte enthalten und traditionell als verdauungsfördernd gelten.8

Die wilde Pastinake besitzt einen Chromosomensatz von 2n = 22 und trägt sowohl männliche als auch zwittrige Blüten. Die zwittrigen Blüten reifen zeitlich versetzt, was eine Selbstbestäubung innerhalb derselben Pflanze verhindert.8

Anbau im Garten

Pastinaken lassen sich gut im eigenen Garten anpflanzen. Ein sonniger bis halbschattiger Standort mit tiefgründigem, humusreichem und gleichmässig feuchtem Boden eignet sich dafür. Ideal sind Niedermoorböden oder lehmige Sandböden. Staunässe und verdichtete Böden vertragen Pastinaken nicht. Der Boden sollte zudem einen pH-Wert im leicht sauren Bereich (5,5 bis 7) aufweisen. Den Anbau von Pastinaken direkt nach anderen Doldengewächsen wie Karotten, Fenchel oder Petersilienwurzel sollten Sie vermeiden, da sonst Krankheiten oder Schädlingsbefall auftreten können. Es empfiehlt sich, eine Anbaupause von vier bis fünf Jahren einzuhalten.9

Pastinaken lassen sich auch im Hochbeet mit humusreicher Erde und guter Wasserspeicherkapazität auf dem Balkon anbauen.9

Vor der Aussaat oder dem Pflanzen von Jungpflanzen sollten Sie den Boden gut auflockern und mit Kompost oder organischem Langzeitdünger anreichern. Anschliessend legen Sie Saatrillen mit einer Tiefe von 2 bis 3 cm und einem Reihenabstand von 30 bis 40 cm an, säen die Samen in einem Abstand von 5 bis 6 cm in die Rillen und bedecken sie mit Erde. Die Ansaat giessen Sie vorsichtig an und halten den Boden bis zur Keimung feucht (aber nicht nass). Nach zwei bis drei Wochen keimen die Pastinaken. Nach vier bis fünf Wochen sollten Sie die Pflänzchen auf einen Abstand von 10 bis 15 cm vereinzeln, falls sie zu dicht wachsen.9

Da Pastinaken langsam wachsen, empfiehlt sich eine frühe Aussaat - ab Februar bis spätestens Mitte Juni. Von der Aussaat bis zur Ernte dauert es je nach Witterung und Sorte ca. 160 bis 200 Tage. Ab September können Sie die Pastinaken mit einer Grabgabel ernten.9

Verwechslungsmöglichkeiten

Optisch ist die Pastinake mit der Petersilienwurzel zu verwechseln. Petersilienwurzeln sind jedoch etwas kleiner und dünner. Zudem schmecken sie nach Petersilie und sind schärfer als Pastinaken.1

Weiterführende Informationen

Die Pastinake (Pastinaca sativa) ist eine krautige, zweijährige Pflanze (genauer ein monokarpischer Halbstrauch) aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae), die auch Karotten, Sellerie, Koriander und Petersilie umfasst.7,8

Alternative Namen

Die Pastinake, auch der Pastinak, trägt verschiedene Volksnamen: Dickmöhre, Hammelmöhre, Hirschfrass, Pastornak und Spindelwurz.5 Auch als Germanenwurzel ist sie bekannt.

Pastinaca sativa hat in verschiedenen Sprachen unterschiedliche gebräuchliche Namen: im Persischen "Zardak" und "Wildkarotte", im Französischen "Cujtive" und "Panipainais", im Arabischen "Jazar", im Indischen "Kajer" und im Englischen "Parsnip". Weitere gebräuchliche Namen im englischsprachigen Raum sind bird’s nest, hart’s-eye, heeltrot, hockweed, madnip und queen weed.4

1.

"Das Delikate und Gesunde steckt dicht unter der Schale, die deshalb nie entfernt, nur geschrubbt werden sollte; je kleiner die Pastinake, umso besser (und roh geniessbar)."

"Somit sind die meist spindelförmigen, bis zu 40 cm langen oder walzenförmigen Wurzeln mit den Ringstreifen auch als Lagergemüse im Bioladen zu finden, wo sie öfter zum Verwechseln neben ähnlich aussehender, allerdings noch schärflicher schmeckender Wurzelpetersilie liegen."

Book

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam. 2014:553-554.

2.

Saison hat das Wintergemüse von Oktober bis März. In dieser Zeit gibt es grössere Mengen aus Deutschland, Belgien und den Niederlanden.

Frische Pastinaken werden schnell weich. Im Gemüsefach des Kühlschranks hält sich das Gemüse – ohne Laub und in ein feuchtes Küchentuch gewickelt – bis zu zwei Wochen lang.

Website

BZfE Bundeszentrum für Ernährung. Pastinake für die Winterküche. 2026.

3.

Nährstofftabelle

Website

USDA United States Department of Agriculture.

4.🞽

"The most important active ingredients in Pastinaca sativa are furanocoumarins, flavonoids and polyacetylenes, and it has many pharmacological properties, including anti-inflammatory, antispasmodic, vasodilator, antifungal, antimicrobial and antidepressant."

Table 2

"Some furanocoumarins are also used in the treatment of depression and multiple sclerosis because these compounds can block potassium channels [26]. The combination of some furanocoumarins has shown different properties, including peripheral vasodilator, coronary artery expander, bronchospasm and abdominal smooth muscle spasms eliminator and sedative; so they can be used in angina pectoris, cardioneurorosis with vascular spasm, gastrointestinal cramps, gallbladder disease, kidney and urinary tract disorders [35]."

"Parsnip can inhibit the growth of cancer cells in the breast, colon, lung and prostate because of the high amounts of coumarins. In fact, it has anti-inflammatory properties and prevents angiogenesis of cancer tissue and direct invasion of cancer cells into the body."

"Parsnip contains several essential oils, including: E-β-ocimene, Z-β-ocimene, α-terpinolene, E-β-farnesene γ-palmitolactone, hexyl butanoate, lavandulyl acetate. These essential oils have an antibacterial effect on the following bacteria: Escherichia coli, Pseudomonas aeruginosa, Salmonella enteritidis, Bacillus cereus, Listeria monocytogenes, Staphylococcus aureus. These compounds also have an antifungal effect against Candida albicans."

"Different studies determined that Pastinaca sativa has pharmacological effects in CNS, respiratory, gastrointestinal, liver, skin, cardiovascular and urogenital diseases."

"A main mentioned side effect of parsnip is phototoxicity that was usually reported in direct skin contact."

"Another side effect of parsnip mentioned in the articles is phototoxicity. It was usually reported as case reports in which skin contact with parsnip and then exposure to UV irradiation caused allergic dermatitis. It has been reported in the literature that this reaction is due to the presence of furanocoumarins in parsnip commonly found in the juice. Since in mammalians furanocoumarins are rapidly digested and excreted from the body, its oral intake, except in high doses, is less likely to cause skin reactions. Therefore, most of the reported cases of skin allergies have been caused by topical contact resulted in contact dermatitis."

"Ancient Persian scholars have also described it as a nutritious and fortifying food, so it has been used in the past for children and people with physical disabilities. The most common use of Parsnip was its jam, which is still used in Iran." "Additionally, Persian medicine believed that parsnip is emmenagogue, so it was prohibited for pregnant women. Of course, this property has sometimes been used to treat amenorrhea or oligomenorrhea, which is today confirmed by the literature."

"It has various nutritional and therapeutic applications in different countries. For example, in some countries Parsnip is used as an appetizer, digestive and diuretic."

Parsnip (Pastinaca sativa) is an edible root that has long been used in cooking and preparing baby food.

Some substances in Parsnip protect the plant against insects. myristicin and xanthotoxin are toxic to some insects. Sesquiterpens also have toxic effects on insects and scare them. Fatty acid esters are also lethal to the larvae of some lepidopterans (e.g., butterflies, moths, etc.) [8].

Pastinaca sativa has different conventional names in Different languages such as Zardak and Wild carrot in Persian, Parsnip in English, Cujtive and Panipainais in French, Jazar in Arabic and Kajer in Indian [4].

The other common names of parsnip are: bird’s nest, hart’s-eye, heeltrot, hockweed, madnip and queen weed.

Systematischer Review, basierend überwiegend auf In-vitro- und Tierstudien

DOI: 10.3831/KPI.2021.24.1.14

Study: moderate evidence

Kenari HM, Kordafshari G et al. Review of Pharmacological Properties and Chemical Constituents of Pastinaca sativa. J Pharmacopuncture. 2021;24(1):14-23.

5.

"In der Schulmedizin ist der Pastinak ohne Bedeutung, obwohl das ätherische Öl dieser Pflanze in seiner Wirkung bei Magen- und Darmbeschwerden eine gewisse Ähnlichkeit mit dem ätherischen Kümmelöl hat."

"In Übereinstimmung mit diesen Angaben sind die Heilanzeigen für Pastinakfrüchte in der Volksmedizin: Wassersucht, Leibschmerzen, Nieren- und Blasenleiden (besonders Steinleiden), Magenbeschwerden und Fieber. Schlaflosigkeit, Rheuma und Lungenleiden werden in der Volksmedizin ebenfalls mit Pastinak behandelt. Verwendet wird der Tee, den man aus den zerstossenen Früchten zubereitet."

Volksnamen: Dickmöhre, Hammelmöhre, Hirschfrass, Pastornak, Spindelwurz

Book

Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol Verlagsges. mbH: Hamburg. 2013:244-245.

6.

"Im Folgenden sind die CO2-Fussabdrücke von zahlreichen Obst- und Gemüseprodukten dargestellt. Die Lebensmittelvarianten umfassen dabei insbesondere unterschiedliche Anbaumethoden, saisonale bzw. nicht-saisonale Produktion, Import aus bestimmten Ländern bzw. Eigenproduktion, unterschiedliche Verpackungsformen sowie Frischware im Vergleich zu Tiefkühlware."

Website

Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020.

7.

"Parsnip (Pastinaca sativa L.) is a monocarpic perennial typically grown as a biennial crop. A member of the Apiaceae family, it can be found throughout northern temperate regions and is grown for both human consumption and livestock feed. Today, parsnip maintains a niche position within the vegetable market, with demand growing year on year."

"Thought to be a native of Eurasia between the western Mediterranean and the Caucasus Mountains (Rubatzky and Yamaguchi 2012), there is evidence of parsnip as a food source as far back as the Roman and Greek eras (Hendrick 1919). The Latin name Pastinaca is thought to be derived from either ‘pastino’ to prepare the ground for planting of vine or ‘pastus’ food, referring to the edible root, while sativa means sown, indicating the plant has been cultivated (Averill and DiTommaso 2007). However, there is some doubt as to whether the term ‘pastinaca’ was used to refer to parsnip or carrot, as early nomenclature is confused (Hendrick 1919). When the Roman Empire collapsed many vegetables were lost from agriculture, with the parsnip not widely grown again until the thirteenth century (Laws 2004; Surhone et al. 2011). The fuller feshy forms we are more familiar with were developed during the Middle Ages, with parsnip consumption being recorded in Germany in 1536 (Hendrick 1919). Soon after, it was introduced to the Caribbean, Venezuela and Peru by the early 1600s (Cain et al. 2010), and then introduced to North America by the early colonists, with evidence it was cultivated in Virginia and Massachusetts in 1609 and 1629, respectively (Averill and DiTommaso 2007). It has since been widely distributed throughout North, South and Central America, the Caribbean and Oceania (CABI 2019)."

"The four subspecies of Pastinaca (Table 6.1) are found across Eurasia. P. sativa L. ssp. urens and ssp. sylvestris are found in several countries including France, Georgia, Italy, Russia, Switzerland and Ukraine, while ssp. Latifolia (Duby) D.C. is endemic to Corsica. None of these are currently known to be present in Canada or the United States (Averill and DiTommaso 2007). Pastinaca sativa L. ssp. sativa (wild and cultivated parsnip) is widely cultivated throughout the Northern Hemisphere. Within agriculture, parsnip (P. sativa L. var. sativa) is described as P. sativa, so for the purposes of this review wild and cultivated parsnip will both be referred to as P. sativa. While Pastinaca sativa is native to Europe, as a cultivated vegetable root crop it is now present throughout much of the temperate world (Fig. 6.2). There is evidence of P. sativa which has escaped from cultivation becoming a weed of disturbed habitats, perennial crops and reduced tillage systems, namely in North America, but also South America, Australia, New Zealand, South Africa and even parts of Asia (CABI 2019)."

"Parsnip is part of the Apiaceae family, a predominantly aromatic group consisting primarily of herbs such as coriander (Coriandrum sativum L.) and parsley (Petroselinum crispum (Mill.) Fuss) (Dirmenci 2008; Ostertag et al. 2002), as well as other more economically important crops such as carrot (Daucus carota L.) and celery (Apium graveolens L.)."

DOI: 10.1007/978-3-030-66965-2_6

Book

Chappell LHK, Dunford AJ. Parsnip (Pastinaca sativa L.) breeding for the future. In: Advances in Plant Breeding Strategies: Vegetable Crops: Volume 8: Bulbs, Roots and Tubers. Springer International Publishing. 2021:239–273.

8.🞽

Wild parsnip is an herbaceous biennial (or more correctly,
a monocarpic perennial) within the Apiaceae (Umbelliferae)
(carrot, parsley) (Zomlefer 1994), subfamily Apioideae, tribe
Peucedaneae, and subtribe Ferulinae (Peucedaninae) based on
Drude’s (1897–1898) classification of the Apiaceae (Downie
et al. 1998). However, Theobald (1971) noted that Pastinaca
shares most floral and fruit anatomical characteristics with
members of the genus Heracleum, which are classified in the
Tordyliinae subtribe. This taxonomic similarity suggests
distinct differences within the subtribes of the Peucedaneae.
In the United States and Canada, there are 94 known genera
and 440 species of Apiaceae (Zomlefer 1994). Wild parsnip is
the only known species within the Pastinaca genus in the
United States and Canada (S. J. Darbyshire, personal
communication; Menemen and Jury 2001). Worldwide,
there are eight species (Table 1) and four subspecies (Table 2)
in the Pastinaca genus (Menemen and Jury 2001).
The four subspecies of wild parsnip are found across
Eurasia. P. sativa L. ssp. sativa is widely cultivated throughout
the Northern Hemisphere; ssp. urens [Req. ex Godron] C¸ elak.
and ssp. sylvestris [Mill.] Rouy and Camus are distributed in
several countries including France, Georgia, Italy, Russian
Federation, Switzerland, and Ukraine; and ssp. latifolia
[Duby] DC., is endemic to Corsica.

Wild parsnip is a tall, stout, herbaceous plant with a long,
thick, and deep taproot [...] Wild parsnip is andromonoecious, with individual
plants bearing both male and hermaphroditic flowers. The
hermaphroditic flowers are protandrous, going through
a staminate, then a pistillate stage (Nitao and Zangerl
1987), with little or no overlap between the stages (temporal
dioecism), either within or between umbels, thus preventing
cross pollinations between flowers of the same plant (Cruden
and Hermann-Parker 1977).

Narratives Review

DOI: 10.1614/WT-05-186.1

Study: weak evidence

Averill KM, DiTommaso A. Wild parsnip (pastinaca sativa): a troublesome species of increasing concern. Weed technol. 2007;21(1):279–287.

9.

"Auf einen Blick: Welche Standort- und Bodenansprüche hat die Pastinake?

  • Sonniger bis halbschattiger Standort.
  • Tiefgründige, humusreiche, gleichmässig feuchte Böden.
  • Ideal: Lehmige Sandböden oder Niedermoorböden.
  • Bei Staunässe oder Verdichtungen: Anbau im Hochbeet oder auf Erdhügeln beziehungsweise Aufbesserung des Bodens mit Sand und Kompost; Anbau kurzwurzliger Sorten.
  • Leicht saurer pH-Wert von 5,5 – 7.
  • Ideale Vorfrüchte: Gründüngung oder Starkzehrer bei jährlichem Fruchtwechsel.
  • Anbaupause zu anderen Doldenblütlern von 4 – 5 Jahren."

"Schritt-für-Schritt-Anleitung zum Anbau von Pastinaken:

  • Beet gut auflockern, mit Kompost oder vorwiegend organischem Langzeitdünger anreichern.
  • Saatrillen mit Reihenabstand von 30 – 40 cm anlegen.
  • Saattiefe 2 – 3 cm, Saatabstand 5 – 6 cm.
  • Angiessen und feucht, aber nicht nass halten.
  • Keimdauer 2 – 3 Wochen.
  • Ggf. nach 4 – 5 Wochen auf 10 – 15 cm Abstand vereinzeln.
  • Alternativ Jungpflanzen setzen."

"Pastinaken wachsen langsam und brauchen von der Aussaat bis zur Ernte je nach Witterung und Sorte etwa 160 bis 200 Tage. Daher werden die Pastinaken bereits früh im Jahr ausgesät, schon ab Februar und spätestens bis Mitte Juni. Spätreifende Sorten sollten spätestens Anfang Mai gesät werden. Die Pflanzung von Pastinaken-Setzlingen kann nach einer guten Abhärtung ab Mitte März erfolgen."

Website

Plantura garden: Pastinaken pflanzen: Zeitpunkt, Aussaat & Mischkultur.

10.

Website

CarbonCloud: Parsnip. 2026.

11.🞽

Agricultural intensification and industrialisation have caused severe losses of insect diversity, abundance and biomass across major parts of Central Europe (Outhwaite et al. 2022; Dietzer et al. 2024). Habitat destruction and subsequent fragmentation have forced local populations to persist in small and isolated habitat patches, increasing the probability of local extinctions and consequently the gradual loss of species at the landscape level (Valente et al. 2023). In addition, the deterioration of habitat quality due to influx of fertilisers and pesticides diminishes habitat quality and threatens particularly species with specific habitat demands and restricted dispersal behaviour (Brühl and Zaller 2019; Grab et al. 2019; Sánchez-Bayo and Wyckhuys 2019).

In particular in Central Europe, agriculture caused a decrease of flora and fauna of the former natural ecosystems, and major parts of the region have been transformed into open agro-environments over past centuries (Loos et al. 2014; Culbert et al. 2017). Once, these Central European agricultural landscapes were extensively farmed and as a consequence species-rich with respect to pollinator and predatory taxa. They also provided suitable habitats for species requiring open to semi-open habitat conditions with specific microhabitat structures and food plants (Loos et al. 2014; Culbert et al. 2017). As a consequence, extensively used grasslands and in particular calcareous grasslands range among the most species rich ecosystems in temperate regions (Habel et al. 2013).

Although agriculture per se thus does not have to be negative for biodiversity (Firbank et al. 2008; Uhler et al. 2021; Montràs-Janer et al. 2024), agricultural industrialisation in recent decades has caused increasingly larger and more uniform agricultural production areas, and the use of pesticides and fertilisers has augmented dramatically, with severe negative consequences for biodiversity (Widmer et al. 2021). On the other hand, organic farming is performed without most chemical pesticides and in addition is often coupled with more heterogeneous landscapes providing the prerequisite for a higher species richness, including those with specific ecological demands.

Eine Feldstudie

DOI: 10.1007/s10592-025-01707-0

Habel JC, Ulrich W et al. Organic farming fosters arthropod diversity of specific insect guilds – evidence from metabarcoding. Conserv Genet. 2025;26(4):847–857.

12.🞽

Research has shown that parsnip has three
times the nutritional value of carrots and is
a rich source of minerals (potassium,
calcium, iron, phosphorus), the root being
rich in potassium acts as a vasodilator and
reduces blood pressure and stress on the
heart, contains numerous vitamins (C, B1,
B2, E, PP) and carotene, being recommended for people suffering from obesity
and atherosclerosis.

This vegetable also has a high-water content
of 79.5%. Studies show that when you
consume more water-rich foods, this can be
associated with decreased calorie intake and
weight loss.

Analytische Laborstudie

DOI: 10.59463/JAPT2025.1.4

Study: weak evidence

Rădulescu L, Velciov AB et al. Mineral content analysis of Pastinaca sativa: implications for nutrition and health. J Agroaliment Process Technol. 2025;31(1):45–49.

13.🞽

Organic farming is one of the most successful agri-environmental schemes, as humans benefit from high quality food, farmers from higher prices for their products and it often successfully protects biodiversity. However there is little knowledge if organic farming also increases ecosystem services like pest control. We assessed 30 triticale fields (15 organic vs. 15 conventional) and recorded vascular plants, pollinators, aphids and their predators. Further, five conventional fields which were treated with insecticides were compared with 10 non-treated conventional fields. Organic fields had five times higher plant species richness and about twenty times higher pollinator species richness compared to conventional fields. Abundance of pollinators was even more than one-hundred times higher on organic fields. In contrast, the abundance of cereal aphids was five times lower in organic fields, while predator abundances were three times higher and predator-prey ratios twenty times higher in organic fields, indicating a significantly higher potential for biological pest control in organic fields. Insecticide treatment in conventional fields had only a short-term effect on aphid densities while later in the season aphid abundances were even higher and predator abundances lower in treated compared to untreated conventional fields. Our data indicate that insecticide treatment kept aphid predators at low abundances throughout the season, thereby significantly reducing top-down control of aphid populations. Plant and pollinator species richness as well as predator abundances and predator-prey ratios were higher at field edges compared to field centres, highlighting the importance of field edges for ecosystem services. In conclusion organic farming increases biodiversity, including important functional groups like plants, pollinators and predators which enhance natural pest control. Preventative insecticide application in conventional fields has only short-term effects on aphid densities but long-term negative effects on biological pest control. Therefore conventional farmers should restrict insecticide applications to situations where thresholds for pest densities are reached.

Eine Feldstudie

DOI: 10.1371/journal.pone.0019502

Krauss J, Gallenberger I et al. Decreased functional diversity and biological pest control in conventional compared to organic crop fields. PLoS One. 2011;6(5):e19502.

14.🞽

It is rich in soluble fiber which helps lower cholesterol levels and also reduces the chances of having diabetes.4 Dietary fiber also contributes to improved digestion, preventing constipation and gastrointestinal disorders.5 The root contains a high level of potassium, which acts as a vasodilator and reduces blood pressure and stress on the heart. High levels of folate in this vegetable reduce blood homocysteine levels, which are generally associated with an increased risk of heart disease. Fiber helps lower cholesterol.

Narratives Review

DOI: 10.15406/jabb.2022.09.00277

Study: weak evidence

Flavius Augustin I, Butnariu M. A review about Pastinaca sativa L. ssp. sylvestris [Mill.] secondary metabolite diversity and inducibility. JABB. 2022;9(1):5–6.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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