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Gemüsepaprika, rot, roh (bio?)

Gemüsepaprika, rot schmeckt roh süss und enthält im Vergleich zur Chili Paprika kaum Capsaicin. Es gibt viele Sorten (bio) in den Farben grün, gelb und rot.
  Wasser 92,2%  82/14/04  LA : ALA
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Gemüsepaprika, rot (bio) schmeckt roh mild-süsslich und gehört zur Gattung der Paprika (auch Spanischer Pfeffer, Capsicum annuum L.) aus der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ihr hoher Vitamin C-Gehalt und die enthaltenen Antioxidantien machen sie sehr gesund.

Rote Gemüsepaprika Verwendung in der Küche:

Gemüsepaprika, rot und gelb haben im Gegensatz zur grünen Gemüsepaprika eine deutliche Süsse. Die rote Paprika schmeckt roh knackig frisch als Snack, klein geschnitten im selbstgemachten Dip oder im Rohkost-Salat. Ob gegrillt, in der Pfanne gebraten oder geschmort, rote Gemüsepaprika kann man vielfältig in der Küche einsetzen. Man kann sie mit Getreide (Vollkornreis, Couscous) oder getreideähnlichen Produkten (Quinoa) füllen und im Ofen backen. Rote Paprika eignet sich ausserdem zum Einlegen und Fermentieren.

Paprikapulver, das man aus getrockneter Paprika herstellt, ist ein beliebtes Gewürz. Je nach gewählter Sorte kann das Paprikapulver unterschiedliche Schärfegrade haben. Am verbreitetsten sind bei uns die Varianten rosenscharf (Rosenpaprika), halbsüss und edelsüss. Paprikapulver kann man zum Würzen einer Vielzahl von Gerichten verwenden.

Zu der süsslich, milden Frucht passen z.B. Tomate, Kartoffel, Blattsalat (z.B. Kopfsalat), Aubergine oder Couscous. Gewürze und Kräuter wie Basilikum, Chilipulver, Knoblauch und Rosmarin eignen sich geschmacklich ebenfalls sehr gut zur roten Paprika. Im Internet findet man viele Gemüsepaprika Rezepte.

Der Scoville-Wert der Gemüsepaprika, welche den Schärfegrad angibt, ist mit 0-10 Scoville-Einheiten sehr gering, da im Vergleich zu anderen Sorten nur wenig Capsaicin enthalten ist.3 Man nutzt die Gemüsepaprika daher vorrangig in der Küche und nicht in der Medizin. Mehr Informationen zur Scoville-Skala finden Sie bei schärferen Zutaten wie Chili Paprika, grün oder Jalapeños.

Veganes Rezept für eine Paprikareispfanne:

Zutaten (für 2 Personen): 200 g Langkornreis, weiss oder Vollkornreis (bio), 200 g Cherry-Tomaten, 3 rote Gemüsepaprikas, 4 EL Wasser, 2 EL Frischkäse (vegan), 1 TL Paprikapulver (edelsüss), Salz, schwarzer Pfeffer.

Zubereitung: Den Reis nach Packungsanleitung kochen. Währenddessen die Paprika (Rohkost) waschen, halbieren, entkernen und in feine Würfel schneiden. Waschen und halbieren Sie die Cherry-Tomaten und dünsten Sie sie gemeinsam mit der Paprika für ein paar Min. in einer Pfanne an. Den Frischkäse (vegan) und das Wasser hinzugeben und unterrühren. Es sollte eine cremige Sosse entstehen, die Sie im Anschluss mit Salz, Pfeffer und Paprikapulver abschmecken können. Den fertigen, abgetropften Reis hinzugeben und die Paprikareispfanne (vegan) warm servieren.

Rezept für veganen Paprika-Aufstrich:

Zutaten (für 2 Personen): 1 rote Gemüsepaprika (bio), 100 g Frischkäse (vegan), 1 Knoblauchzehe, 1 TL Paprikapulver, Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Heizen Sie den Backofen auf 250 °C (Ober- und Unterhitze) vor. Im Anschluss die rohe Paprika gründlich abwaschen, halbieren und die Kerne entfernen. Legen Sie die Paprika mit der gewölbten Seite nach oben auf ein Backblech und rösten Sie sie für 15-20 Min. Die Haut sollte Blasen werfen. Nehmen Sie das Blech heraus und decken Sie es mit einem nassen Küchenhandtuch ab. Die Knoblauchzehe schälen und gemeinsam mit dem Frischkäse, dem Paprikapulver, dem Öl und der gehäuteten Paprika in einen Mixer geben und alles gut pürieren. Den Paprikaaufstrich (vegan) mit Salz und Pfeffer abschmecken und servieren.

Vegane Rezepte mit Gemüsepaprika, rot finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo kaufen?

Gemüsepaprika, rot ist ganzjährig in Supermärkten und Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. erhältlich. Saison hat sie im mitteleuropäischen Raum allerdings von Juli bis Oktober, bei Glashauskulturen etwas früher. In Bio-Qualität ist die Rohkost-Paprika in Bio-Läden, Bio-Supermärkten (Denn's Biomarkt und Alnatura) oder Spezialgeschäften erhältlich. Einige Supermärkte bieten ebenfalls rohe Bio-Paprika an. Achten Sie beim Einkauf auf eine leuchtende Farbe, eine feste, glänzende und glatte Oberfläche und einen frischen, grünen Stängel. Matte und glasige Stellen weisen auf eine beginnende Fäulnis hin.

Lagerung:

Frische, rote Gemüsepaprika sollte nicht im Kühlschrank lagern, da sie sehr kälteempfindlich ist. Die ideale Lagertemperatur liegt bei 7-8 °C. Dann beträgt die Lagerdauer etwa 1 Woche bei roter, und 2-3 Wochen bei grüner Paprika.1 Bei Zimmertemperatur hält sich rote Gemüsepaprika etwa 2-3 Tage. Am besten eignet sich jedoch ein Keller oder ein dunkler, unbeheizter Raum für die Aufbewahrung. Gekochte Paprika, rot sollte man im Kühlschrank lagern und innerhalb weniger Tage aufbrauchen.

Rote Paprika-Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien:

100 g Gemüsepaprika, rot besitzen roh 31 kcal. Rote Paprika hat einen Wassergehalt von ca. 93 %. Mit 0,3 g Fett und 0,99 g Proteinen pro 100 g ist rote Gemüsepaprika sehr fett- und eiweissarm. Auch der Kohlenhydratgehalt ist mit 6 g/100g sehr gering.

Der Anteil an Vitamin C (Ascorbinsäure) deckt bei einer Aufnahme von 100 g roter Gemüsepaprika rund 160 % des Tagesbedarfs. Den Gehalt von 128 mg/100g kann man mit Grünkohl (120 mg/100g) vergleichen. Sehr viel von dem Vitamin haben grüne Chili Paprika (242,5 mg/100g) oder Gemüsepaprika, gelb (183,5 mg/100g).2

Der Gehalt an Folat (Folsäure) in roter Gemüsepaprika (46 µg/100g) ist mit jenem von Mango (43 µg) oder Samtfussrüblingen (48 µg) vergleichbar. Hülsenfrüchte enthalten meist sehr viel Folsäure, durch den Kochvorgang geht aber ein Grossteil davon verloren. Auch getrocknete Kräuter, wie z.B. getrockneter Bärlauch 551 µg/100g, weisen einen beträchtlichen Anteil von diesem wertvollen Vitamin auf.2

Ist Paprika roh gesund? Paprika roh enthält neben dem erwähnten Vitamin C, noch B-Vitamine (Pyridoxin, Biotin, Riboflavin), Vitamin E, Provitamin A (Beta-Carotin) und Mineralstoffe in geringen Mengen. Die Paprika Nährwerte machen die Frucht im rohen Zustand sehr gesund.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Gemüsepaprika, rot, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Paprika Piktorgamm Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Aufgrund des hohen Vitamin C-Gehalts in Gemüsepaprika, rot, kann man die Frage Ist rote Paprika ungesund? eindeutig mit "Nein" beantworten. Die enthaltene Ascorbinsäure ist mehr als doppelt so hoch, wie in Zitronen (51 mg/100g). Dieses Vitamin schützt u.a. Folsäure, Vitamin E und LDL-Partikel im Blut vor Oxidation und wandelt Kupfer in brauchbare Formen für Enzyme um. Zudem fördert es die Aufnahme von Eisen aus pflanzlichen Lebensmitteln. Eine ausreichende Vitamin C Zufuhr kann Herzinfarkte vorbeugen und Durchblutungsstörungen verbessern. Bio-Paprika weist sogar einen noch höheren Anteil an sekundären Pflanzenstoffen (v.a. Phenolen und Carotinoiden) und Vitamin C auf.4

Besonders in roter Paprika sind hohe Mengen an Carotinoiden vorhanden: z.B. Beta-Carotin, das der Körper in Vitamin A umwandelt und das Carotinoid Lycopin. Grüne Paprika weisen besonders hohe Werte an Phenolsäuren auf und gelbe Paprika enthalten viele Flavonoide. Flavonoide fungieren als Antioxidantien und als Entzündungshemmer.6 Die in Paprika enthaltenen bioaktiven Verbindungen können positiv gegen Alzheimer wirken.5

In der süssen Gemüsepaprika macht der Capsaicin-Gehalt lediglich 0,1 % aus, bei scharfer Paprika sind es 1 % und mehr. In geringen Mengen wirkt Capsaicin appetitanregend und verdauungsfördernd, in grossen Mengen kann es die Haut und Magenschleimhäute reizen.6

Rote Gemüsepaprika kann bei Verdauungsstörungen, die aufgrund von fehlender Magensäure oder Darmträgheit entstehen, durch ihre appetitanregenden, entzündungshemmenden und magensaftanregenden Eigenschaften helfen. Sie wirkt leicht abführend und kann Blähungen entgegenwirken. Für Menschen mit Diabetes und Übergewicht ist der Verzehr von Paprika unbedenklich, da nur wenige Kohlenhydrate und Kalorien enthalten sind. Auch Darmkrebs kann man durch den regelmässigen Verzehr von Paprika entgegenwirken, da Vitamin C, Vitamin A und die enthaltenen Antioxidantien Körperzellen vor Veränderung durch Krebserreger schützen.6

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Einige Menschen, die eine Unverträglichkeit gegenüber Pollen (Birken, Gräser, Getreide und Beifuss)8 aufweisen, können auf Gemüsepaprika allergisch reagieren. Die Struktur der Allergene in den Pollen und in der Paprika ist sehr ähnlich, weshalb es zu allergischen Kreuzreaktionen (Kreuzallergie) kommen kann. Bekannte Symptome sind: ein Brennen im Mund, Schwellungen der Zunge, Taubheit der Lippen bis hin zu Schwellungen im Kehlkopfbereich.7

Gemüsepaprika, rot zählt zu den Nachtschattengewächsen. Diese lösen vereinzelt allergische Reaktionen aus. Bei der sogenannten Nachtschattenallergie können Quaddeln und Schwellungen im Gesicht, Mund- und Rachenraum auftreten. Auch Unverträglichkeitsreaktionen im Verdauungstrakt, wie Blähungen und Krämpfe, sind bekannt.8

Der Verzehr von Paprika kann bei Menschen mit empfindlichem Magen zu Beschwerden führen. Meist ist die ballaststoffreiche und schwer verdauliche Schale dafür verantwortlich. Ein Häuten der Paprika kann Abhilfe schaffen.

Verwendung als Heilpflanze:

Scharfe Sorten der Art Capsicum annuum enthalten teilweise einen hohen Anteil an Capsaicin, was durchaus auch im medizinischen Bereich zur Anwendung kommt. Bei Fettleibigkeit, kardiovaskulären und gastrointestinalen Erkrankungen, Krebsarten, neurogenen Blasen und bei dermatologischen Erkrankungen soll Capsaicin positive Wirkung aufweisen.9 Auch Pflaster und Salben mit dem Wirkstoff Capsaicin gegen Nervenschmerzen, Muskelprobleme, bei "Hexenschuss" und Durchblutungsstörungen sind bekannt.10

Vorkommen - Herkunft - Ökologie:

Der Ursprung der Gattung Capsicum ist in Mittel- und Südamerika zu verzeichnen.14 Um 7'000 v. Chr. hat man Paprika als Färbemittel, Zahlungsmittel, Gewürz und Heilmittel verwendet. Damals handelte es sich allerdings um die Wildpflanze Chiltepin (die "Mutter aller Chilies") und nicht um die heutigen, kultivierten Sorten. Im 16. Jahrhundert brachte Christopher Columbus die rote Paprika nach Europa, wo man sie zunächst nur als Zierpflanze anbaute. Über die Türkei gelangte sie schliesslich nach Osteuropa. Dort hat man in den 1950er Jahren begonnen, die mildere Gemüsepaprika zu züchten, die nur wenig Capsaicin enthält.10

Heute baut man Paprika in subtropischen und gemässigten Zonen auf der ganzen Welt an, unter anderem in China, Mexiko, den USA, Spanien, Italien und in den Niederlanden. In etwas kühleren, mitteleuropäischen Ländern reift Paprika in Gewächshäusern heran.15

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Die Paprikapflanze zählt neben Melonen und Auberginen zu den wärmebedürftigsten Pflanzen und benötigt für ihr Wachstum Temperaturen von 25-28 °C. Ein Anbau im Gewächshaus bietet sich daher an. Paprika benötigt viel Licht, Wärme und ausreichend Wasser für ein gesundes Wachstum. Beim Freilandanbau sind ein warmer, geschützter Standort und ein sonnenreicher Sommer Voraussetzung.

Für die Anzucht legen Sie die Samen (ab März) in nährstoffarme Anzuchterde und bedecken sie mit einer Schicht Erde. Drücken Sie die Erde leicht an und giessen Sie die Samen gut. Um die ideale Keimtemperatur von 25 °C zu erreichen, decken Sie die Samen mit einer durchsichtigen Haube (oder Plastikbeutel) ab. Im Vierblattstadium pikiert man die Paprikapflänzchen in etwas grössere Töpfe mit nährstoffreicher Erde. Die grösseren Paprikapflanzen pflanzt man Ende April in ein Gewächshaus oder nach den Eisheiligen (Mitte Mai) in den Garten um. Bodenverhältnisse mit ausreichend organischem Dünger oder Kompost garantieren ein gesundes und schnelles Wachstum. Auch auf der Terrasse oder dem Balkon kann die Paprikapflanze in grossen Blumenkästen gedeihen. Die kleinen Pflänzchen können Sie mithilfe von Stäben oder Schnüren stützen. Mitte Juni und Ende August kann man mit organischem Gemüsedünger nachdüngen. Aufgrund des hohen Flüssigkeitsbedarfs empfiehlt sich tägliches Giessen der Pflanzen. Paprikapflanzen zählen zu den Windbestäubern, weshalb regelmässiges Lüften des Gewächshauses empfehlenswert ist. Bei hoher Luftfeuchtigkeit muss man die Blüten durch leichtes Schütteln oder von Hand selbst bestäuben. Ende Juni sind die ersten Früchte der roten Gemüsepaprika reif. Bis Ende Oktober bzw. Anfang November kann man frische Paprika ernten. Paprika ist eine mehrjährige Pflanze und könnte daher im beheizten Gewächshaus überwintern.11

Ökologische Aspekte:

Konventionell angebaute Paprika (roh) sind aufgrund des hohen Pestizideinsatzes auf dem 3. Platz der Rückstandliste für Obst und Gemüse. Bei der Durchführung von Proben waren nur 31,9 % der 567 Paprika-Muster rückstandslos. Am höchsten belastet sind Importwaren aus Thailand und Vietnam, aber auch türkische, spanische und marokkanische Paprika weisen oftmals hohe Pestizidrückstände auf. Bio-Paprikas schneiden bei der Rückstandsanalyse deutlich besser ab, derartige Rückstände sind meist auf Abdrift zurückzuführen. Im ökologischen Landbau sind keine chemisch-synthetischen Hilfsstoffe oder Spritzmittel erlaubt.12

Allgemeine Informationen:

Die Gattung Capsicum hat ca. 30 verschiedene Arten, von denen man vorwiegend 5 kultiviert. Eine davon ist die Gemüsepaprika, rot (Capsicum annuum), auch sie zählt zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae) und ist daher auch mit der Tomate und Kartoffel verwandt. Botanisch gesehen, handelt es sich bei der Paprika um eine Beere. 3-5 miteinander verwachsenen Fruchtblätter bilden den Fruchtkörper. Dieser hüllt die Samen im Inneren ein. Die Fruchtwand besteht aus drei Teilen, der festen Haut (Exokarp), dem Fruchtfleisch (Mesokarp) und der Innenwand (Endokarp). Im Inneren der Beere befindet sich das deutlich hellere plazentale Gewebe, auf dem die nierenförmigen Samen sitzen. Bei scharfen Sorten ist in diesem Gewebe der höchste Anteil an Capsaicin enthalten, nicht in den Samen.14

Paprika sind sehr form- und farbenreich. Die Farbe der Paprika stellt ein Indiz für den Reifegrad der Frucht dar. Grüne Paprika (roh) ist noch unreif und färbt sich im weiteren Reifeprozess gelb, orange oder rot. Doch auch weisse, violette und schwarze Paprikavarianten gibt es.

Es existiert eine grosse Anzahl unterschiedlichster Paprika-Sorten, die man versucht in Fruchttypen zu kategorisieren. Häufig findet man die allgemeine Unterscheidung in Gemüsepaprika und Gewürzpaprika. Die folgende Paprikasorten-Liste enthält einige der zahlreichen Variationen der Gemüsepaprika:13

  • Als Gemüsepaprika ist der Typ Blockpaprika in Deutschland am stärksten verbreitet. Blockpaprika hat drei oder vier Kammern und kann eine Länge von 15 cm und einen Durchmesser von 10 cm erreichen. Sie ist in diversen Farben wie rot, grün, orange, gelb und violett erhältlich. Aufgrund der Form findet man auch die Bezeichnung Glockenpaprika. Diese ist aber nicht mit der scharfen Glockenpaprika oder Glockenchili zu verwechseln.
  • Hornpaprika kann bis zu 30 cm lang sein. Sie ist sehr saftig und aromatisch und hat im Vergleich zu anderen Paprikasorten einen höheren Zuckergehalt.
  • Zur Spitzpaprika zählen viele milde Freilandsorten, aber auch Sorten mit einer feinen bis mittleren Schärfe sind bekannt.
  • Bratpaprika ist eine milde, kleinfruchtige Paprikasorte mit dünnen Wänden. Man erntet sie meist grün.
  • Die milde Tomatenpaprika erinnert durch ihre Form stark an die Tomate. Sie gilt als ungarische Spezialität und lässt sich gut füllen.
  • Snackpaprikas sind nur 5-10 cm lang und schmecken mild-süss. Sie enthalten weniger Samen und reifen sehr früh.
  • Die Kirschpaprika zählt zwar zu den Gemüsepaprikas, schmeckt jedoch scharf. Sie hat runde 5-6 cm lange, meist rote Früchte. Das Fruchtfleisch ist dick und fest. Man findet sie häufig mit Frischkäse gefüllt und in Öl eingelegt.

Welche ist die beste Paprikasorte? Da nicht nur die Geschmäcker, sondern auch die Paprikasorten sehr vielfältig sind, ist diese Frage nicht eindeutig zu beantworten. Die Sorten unterscheiden sich in Geschmack, Farbe, Grösse, Festigkeit, Fruchtfleischdicke und Verwendungsmöglichkeit.

Alternative Namen:

Gemüsepaprika findet man auch unter den Namen Peperoni, spanischer Pfeffer, Blockpaprika, Beissbeere (Beiß­bee­re), Schotenpfeffer und süsse Paprika.

Im Englischen bezeichnet man die Gemüsepaprika als sweet pepper, pepper, capsicum, bell pepper, pod pepper oder auch paprika.

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 15 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. Böttcher H. Frischhaltung und Lagerung von Gemüse Ulmer: Stuttgart. 1996.
  2. USDA United States Department of Agriculture.
  3. Focus.de Scoville-Skala.
  4. Hallmann E, Rembiałkowska E. Characterisation of antioxidant compounds in sweet bell pepper (Capsicum annuum L.) under organic and conventional growing systems. J Sci Food Agric. September 2012;92(12):2409–15.
  5. Thuphairo K, Sornchan P, Suttisansanee U. Bioactive compounds, antioxidant activity and inhibition of key enzymes relevant to alzheimer’s disease from sweet pepper (Capsicum annuum) extracts. Prev Nutr Food Sci. September 2019;24(3):327–37.
  6. Roger J.D.P. Heilkräfte der Nahrung, Praxishandbuch. Advent-Verlag Zürich. 3. Auflage 2008.
  7. Ernaehrung.de Nahrungsmittelallergien-Pollen.
  8. Gesundu.de Nahrungsmittelallergie Nachtschattengewächse.
  9. Sharma SK, Vij AS, Sharma M. Mechanisms and clinical uses of capsaicin. Eur J Pharmacol. 15. November 2013;720(1–3):55–62.
  10. Pflanzen-lexikon.com Capsicum.
  11. Mein-schoener-garten.de Paprikaanbau.
  12. Pini. U. Das Bio-Food-Handbuch. Ullmann: Hamburg, Potsdam. 2014.
  13. Gartenflora.de Gemüsepaprika Sorten.
  14. Brücher H.Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Deomestikation. Springer Verlag. Berlin. 1976.
  15. Rehm S, Espig G. Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Verlag Eugen Ulmer: Stuttgart. 1976.
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