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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Zwiebel, roh

Zwiebeln wirken antibakteriell, senken Blutdruck, Blutzucker und Blutfette schwach. Fruktane kann der Dünndarm nicht verdauen, darum entstehen Gase. Siehe Text.
89/10/01  LA:ALA
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Die Zwiebel ist eine der ältesten Kulturpflanzen und gilt als Heilpflanze. Bei den Römern waren Zwiebeln ein Grundnahrungsmittel. Trotzdem gilt es einiges zu beachten.

Verwendung in der Küche:Die Zwiebelknolle oder der Zwiebellauch kann fein gehackt, in Ringe geschnitten in roher, gedünsteter oder gerösteter Form genossen werden. Das darin enthaltene sulfidhaltige ätherische Öl wirkt auf den Magen reizend und kann durch das Erhitzen abgeschwächt werden, weil dadurch aus den glykosidischen Verbindungen der Zucker freigesetzt wird, so entsteht auch der süssliche Geschmack. Ist die Zwiebel angeschnitten, sollte sie unbedingt in einem Behältnis (z.B. Käseglocke) im Kühlschrank aufbewahrt werden, weil andere Lebensmittel und auch Verpackungen den Zwiebelgeruch annehmen. Geschmacklich büsst die Zwiebel angeschnitten auch an Qualität ein, weshalb sie am Besten immer frisch verwendet werden soll.

Eine besonders kleine Sorte sind die Silberzwiebeln, sie haben einen Durchmesser von 15-35 mm und ihre schützende Schale fehlt. Um sie trotzdem verkaufen zu können, werden sie in Gläsern - hauptsächlich in Essigmarinade eingelegt. Eine weitere Besonderheit, die Gemüsezwiebel, ist eine grosse, mild schmeckende Zwiebelsorte, welche sich gut als Gemüsebeilage eignet und auch gerne im Gastro-Bereich verwendet wird.

Gefahren / Unverträglichkeiten:Obwohl die meisten Pflanzenzwiebeln für die Menschen giftig oder unbekömmlich sind, dienen uns Küchenzwiebeln sogar zur Erhaltung der Gesundheit. Für andere Säugetiere können sie jedoch giftig sein. Bei manchen Allergikern können Kontaktekzeme auftreten, als Allergene gelten niedermolekulare Schwefelverbindungen - wie beim Knoblauch. Zwiebel enthält weitere Proteine bei denen Allergien ausgelöst werden können: Lipidtransfer Protein (All c 3), Profilin (All c 4, Kreuzallergen mit Gräserpollen), Alliin-Lyase (Kreuzallergen mit anderen Laucharten).1

Lagerung:Frisch nach der Ernte (gilt auch für Jungzwiebeln), kann sie im Kühlschrank kühl gelagert und alsbald verbraucht werden. In reifer Form, bei trockener Schale, muss die Zwiebel an einem trockenen, dunklen Ort oder in einem Behälter (nicht luftdicht verschlossen) aufbewahrt werden.

Inhaltsstoffe:Zwiebeln enthalten keine Stärke, sondern Fruktane als Reservestoff. Diese werden vom menschlichen Verdauungssystem enzymatisch nicht gespalten und im Dünndarm resorbiert. Unverdaut werden sie im Dickdarm von Bakterien verstoffwechselt und dabei wird Gas produziert.

Ausserdem enthalten sie alle Vitamine (ausser Vitamin B12) - in geringen Mengen, und Mineralstoffe - vor allem Kalium (157 mg/100 g). Das Spurenelement Schwefel, ist Bestandteil des ätherischen Öls, welches für den typischen Geruch verantwortlich ist. Sie weisen auch einen hohen Gehalt an Quercetin auf, ein wirksames Flavonoid.2

Gesundheitliche AspekteDie enthaltenen Flavonoide verbessern die Blutzirkulation, verhindern Blutgerinnsel und Arteriosklerose, indem sie die Oxidation der Lipoproteine blockieren. Das ätherische Öl und die Flavonoide sollen antibiotische, bronchiale, anti-asthmatische, herz- und gefässschützende, harntreibende und krebshemmende Eigenschaften haben.2

Verwendung als Heilpflanze:Innerlich angewendet (roh, gekocht, gebraten oder als Sirup), wirken Zwiebeln gegen Atemwegserkrankungen aller Art.2

Äußerlich verwendet man Zwiebeln bei Insektenstichen, Wunden, Furunkeln und zur Nachbehandlung von Blutergüssen.

Allgemeine Informationen:Die Zwiebel (Allium cepa), auch Zwiebellauch, Bolle, Speisezwiebel, Küchenzwiebel, Gartenzwiebel, Sommerzwiebel, Hauszwiebel oder Gemeine Zwiebel genannt, gehört zur Gattung Lauch (Allium).

Es gibt sehr viele verschiedene Sorten, in allen möglichen Grössen und Farben. Hauptsächlich gibt es rote (erscheinen eher violett), gelbe (von beige bis hellbraun) und weisse Zwiebeln.

Literatur / Quellen:

  1. Enrique E, Malek T, Mateo J, Castelló J, Lombardero M, Barber D. Involvement of lipid transfer protein in onion allergy. Annals of Allergy, Asthma & Immunology. 2007;98(2):202. doi:10.1016/S1081-1206(10)60700-4.
  2. Roger P. Heilkräfte der Natur: Ein Praxishandbuch.3. Zürich: Advent Verlag; 2006:142-146.

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