Inhaltsverzeichnis
Die Herstellung von rohem Lupinenschrot bzw. Süsslupinenschrot erfordert Samen der gezüchteten und damit ungiftigen Süsslupine (Lupinus ssp.) bzw. Wolfsbohne.
Verwendung in der Küche
Was ist Lupinenschrot? Lupinenschrot besteht aus ganzen, geschälten Lupinensamen, grob zerkleinert, bzw. geschrotet in einer Walze. Lupinenschrot ist roh, glutenfrei, körnig im Biss und hat einen süsslich getreidigen bis nussigen Geschmack. Ein vorteilhafter Aspekt der Süsslupine gegenüber Wildsorten und einigen anderen Hülsenfrüchten wie Sojabohnen: Süsslupinenerzeugnisse haben keine problematischen Inhaltsstoffe.
Lupinenschrot kochen oder einweichen? Es ist möglich, Lupinenschrot (aus Süsslupinen) roh zu essen oder zu kochen. Einweichen oder Kochen ist nicht zwingend nötig. Das eiweisshaltige Schrot ist ohne Aufweichprozess im Müesli (Müsli) oder bei der Zubereitung von Bratlingen zu verwenden.
Vorkochen (ca. 5 Minuten) und anschliessendes Aufquellen (10 Minuten) ergeben eine Art Porridge. Beliebte Zubereitungsarten umfassen Salate, Taboulé sowie den Einsatz in veganen Bolognese-Saucen oder Lasagne als Fleischalternative. Dafür weichen Sie ganze Samen über Nacht ein und kochen sie ca. 2 Stunden lang. Selbst danach behalten sie eine ausgeprägte Bissfestigkeit. Sie können Lupinensamen auch im gekochten Zustand schälen, ähnlich wie bei Mandeln oder Kichererbsen.
Alternativ kreieren Sie unerhitzte Aufstriche oder Saucen, indem Sie ca. 100 g Schrot in 250 ml Wasser mehrere Stunden (mind. 3 h) quellen lassen und danach weiterverarbeiten. Mehl ist in gewissen Rezepten durch Lupinenschrot ersetzbar, obwohl reines Lupinenmehl besser dafür geeignet ist.
Im Mittelmeerraum gelten die eingelegten Lupinensamen als besonders bekannt, vor allem als Snack in Gaststätten (Wolfsbohnen). Für vegane Ernährungsformen und dafür geeignete Produkte ist das reine Lupineneiweiss (Lupineneiweissisolat) ideal, um Milchersatzprodukte wie Joghurt, Käse oder Eis herzustellen. Dieses Eiweiss hat sehr wenig Eigengeschmack.1 Auch Lupinen-Tofu, ein Tofu-ähnliches Erzeugnis aus Lupinenmehl, ist eine besonders schmackhafte Eiweissquelle.2 Das als "Lopino" vermarktete Produkt ist nicht mehr erhältlich.
Durch Rösten der Früchte können Sie ein kaffeeähnliches, koffeinfreies Getränk herstellen. Der Altreier Kaffee, besteht zum Beispiel aus gerösteten und gemahlenen Lupinensamen. Es schmeckt z.B. mit heissem Wasser aufgegossen und mit Hafermilch verfeinert.21
Schmeckt Lupinenschrot bitter? Die heute erhältlichen Lupinen sind ungiftige Zuchtformen und schmecken nicht mehr bitter.
Veganes Rezept für Lupinen-Bratlinge
Zutaten (für 4 Personen): 200 g Lupinenschrot, 350 ml heisses Wasser, 130 g Karotten, 60 g Lauch, 30 g Zwiebeln, 1 EL Petersilie (fein gehackt), 20 g Ei-Ersatz (z.B. Okara oder Aquafaba), 60 ml kaltes Wasser, 4 EL Hefeflocken, Meersalz, Pfeffer, 2 EL Pflanzenöl zum Braten (z.B. Rapsöl).
Zubereitung: Süsslupinenschrot in eine Schüssel geben und mit heissem Wasser übergiessen, zugedeckt 15-20 Minuten quellen lassen. Die Karotten schälen und fein raspeln, Lauch und Zwiebeln fein hacken. Pürieren Sie das Gemüse zusammen mit dem gequollenen Lupinenschrot. Ist es zu trocken, geben Sie ca. 5-6 EL Gemüsebrühe bei. Den mit kaltem Wasser angerührten Ei-Ersatz zusammen mit der Petersilie und den Hefeflocken vermengen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Aus dieser Menge ca. 12 Bratlinge formen und beidseitig braten. Dazu passen z.B. Salat und Dip.
Veganes Rezept für Gurken-Taboulé
Zutaten: 44 g Süsslupinenschrot, 150 ml Zitronensaft (etwa 2 Zitronen), 1 Zwiebel, 135 g Petersilie (fein gehackt), 2 Tomaten (gewürfelt), 1 halbe Salatgurke, 50 g Minze (gehackt), 2 EL Pflanzenöl (z.B. Rapsöl), Meersalz, Pfeffer, 1 EL Sojasauce.
Zubereitung: Süsslupinenschrot 3 Minuten in Wasser kochen. Abgiessen und einige Male abspülen, Wasser abtropfen lassen. Alle Kräuter und das Gemüse in eine Schüssel geben. Lupinen, Zitronensaft, Rapsöl und Sojasauce ebenfalls in die Schüssel geben. Gut durchmischen und mit Meersalz und schwarzem Pfeffer abschmecken. Kalt servieren.
Vegane Rezepte mit Süsslupinenschrot finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Süsslupinenschrot finden Sie kaum bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa etc. Lupinen als Ganzes (getrocknet oder eingelegt), als Schrot, Flocken, Mehl oder Protein-Pulver gibt es fast ausschliesslich in Bio-Supermärkten (Denn's Biomarkt, Alnatura), Bio-Läden, Reformhäusern, Drogerien oder im Internet. Dort finden Sie auch Bio-Lupinenmilch. Verarbeitete Produkte können aufgrund der zerstörten Samenhüllen eher zu gammeln beginnen. Deshalb finden Sie diese häufig erhitzt (getoastet) und nicht mehr roh. Informieren Sie sich über die Herstellungsweise, wenn Sie Rohkost-Produkte kaufen möchten. Die geschroteten Samen stammen grossteils aus Blauen oder Weissen Süsslupinen. Abgepackt in einem Beutel zu 250 g ist Lupinenschrot ganzjährig verfügbar.
Grössere Supermärkte verkaufen Lupinen-Produkte wie veganen Käse (als Aufstrich, zum Schmelzen, gerieben und am Stück) und Eiscreme aus Lupinen. Diese Angebote enthalten oft viele Zusatzstoffe, weshalb wir empfehlen, die Inhaltsstoffliste zu lesen.
Die Verfügbarkeit von Lupinenschrot ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zu Lagerung
Lupinenschrot ist trocken, dunkel und luftdicht verschlossen einige Monate lagerfähig. Getoastete Produkte halten bis zu ein Jahr. Es ist vorteilhafter, wenn man die ganzen Körner kauft und sie bei Bedarf schrotet. Ganze, unbehandelte, keimfähige, also "lebende" Körner halten jahrelang.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Der Kaloriengehalt von Süsslupinenschrot beträgt ca. 371 kcal/100g: Der Anteil an Kohlenhydrate beträgt 40 g/100g, jender von Eiweiss: 36 g/100g. Der Fettanteil (9,7 g/100g) ist im Vergleich zur Sojabohne (20 g/100g) nicht so hoch, aber dennoch beachtlich. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen (19 g/100g) in Süsslupinenschrot kann zu einem raschen Sättigungsgefühl führen.5
100 g Lupinenschrot enthalten ca. 355 µg Folsäure. Dies deckt mehr als den durchschnittlichen Tagesbedarf.5 Der Anteil bei Kidneybohnen ist mit 394 µg/100g wie bei vielen anderen Hülsenfrüchten sogar höher (nicht roh essbar). Kochen reduziert den Folsäure-Gehalt der Kidneybohnen auf ca. 130 µg/100g.5 Folat als Folsäure-aktive Stoffgruppe ist ein wasserlösliches Vitamin und wichtig für die Zellerneuerung.
Die Lupine enthält alle essenziellen Aminosäuren. Insbesondere reichlich vorhanden ist Threonin: 100 g beinhalten 1,3 g; gleich wie ungeschälte Hanfsamen. Höhere Werte zeigen Sojagraunulat (2,1 g/100g) und Bierhefe (2,7 g/100g).5
Auch das Spurenelement Mangan ist mit 2,4 mg/100g zu einem hohen Anteil vorhanden. Ähnliche Werte haben Hirse (1,6 mg/100g) und Mandeln (2,2 mg/100g). Teff zeigt mit 9,2 mg/100g einen weitaus höheren Wert.5 Mangan ist wichtig für den Knorpelaufbau im Körper.
Die gesamten Inhaltsstoffe von rohem Lupinenschrot, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Ist Lupinenschrot gesund? Süsslupinen wie die Weisse Lupine (Lupinus albus), Blaue Lupine (Lupinus angustifolius) und Gelbe Lupine (Lupinus luteus) zählen zu den nährstoffreichsten Hülsenfrüchten. Lupinensamen lagern bevorzugt Proteine statt Öl oder Stärke ein. Je nach Sorte enthalten Lupinen bis zu 40 % Protein, etwa 30 % Ballaststoffe, zusätzlich ca. 5 % Inulin und weniger als 10 % Kohlenhydrate. Lupinen weisen ein gutes Aminosäureprofil auf, vergleichbar mit Soja. Sie ergeben eine gute pflanzliche Proteinquelle, etwa für eine vegetarische oder vegane Ernährung. Das Protein der Lupinen gleicht das Aminosäurenspektrum von Getreide durch das vorhandene Lysin aus. Hervorzuheben ist, dass Lupinen fast keine Trypsin-Inhibitoren enthalten und daher keine thermische Behandlung wie bei Soja notwendig ist.6,7,24
Mehrere Studien berichten über blutzuckersenkende (hypoglykämische), cholesterinsenkende und antioxidative Effekte sowie über einen möglichen Schutz vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Der genaue Wirkmechanismus ist jedoch noch nicht vollständig geklärt. Ebenso stellt Lupinenfaser eine glutenfreie Alternative für Menschen mit Zöliakie dar.24,26
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Lupinenschrot kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Süsslupinenschrot aus Weisser Lupine (L. albus), Blauer Lupine (L. angustifolius), Gelber Lupine (L. luteus) und Andenlupine (L. mutabilis) enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6
- Isoprenoide: Triterpene: Saponine (Soyasaponin I), Steroide (Beta-Sitosterol-Derivate)
- Alkaloide: Chinolizidin-Alkaloide (Lupanin, Spartein, Multiflorin, Lupinin, Angustifolin); Indol-Alkaloide; Piperidin-Alkaloide
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Sinapinsäure, p-Cumarsäure); Flavonoide: Isoflavone (Genistein, Hydroxygenistein, Wighteon, Luteon); Flavone (Apigenin, Orientin, Vitexin), Flavonole (Quercetin-Glykoside)
Die genannten Verbindungen zeigen in Studien antioxidative und entzündungsmodulierende Eigenschaften. Studien deuten zudem auf günstige Effekte für Blutzucker, Cholesterin und Herz-Kreislauf-Gesundheit hin.6
Unter den verschiedenen Alkaloidklassen gelten die Chinolizidin-Verbindungen als sehr bedeutsam. Sie treten in allen Sorten auf, gefolgt von Indol- und Piperidin-Alkaloiden. Indol-Alkaloide kommen v.a. in L.-luteus-Sorten vor und Piperidin-Alkaloide v.a. in L.-albus-Sorten.20 Moderne Züchtungsprogramme selektieren Lupinensorten mit niedrigem Alkaloidgehalt. Die vier süssen Arten liegen unter dem festgelegten Grenzwert (höchstens 20 mg/100g) und gelten daher als nicht toxisch für den Menschen. Neben ihrer Toxizität besitzen Alkaloide auch pharmakologische Eigenschaften, etwa als potenzielle antibakterielle und antifungale Wirkstoffe. Einweichen und Kochen reduzieren den Alkaloidgehalt.6,20,24
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Lupinen haben wie alle eiweissreichen Lebensmittel ein erhöhtes Allergiepotential.9 Manche Menschen entwickeln eine Sensibilisierung gegen Lupinenbestandteile. Diese Allergie gegen bestimmte Proteine (Conglutine)10,11 kann isoliert oder als Kreuzallergie auftreten (meist bei Sensibilisierung gegen Erdnüsse).12,13
Neben Erdnüssen gibt es auch andere Kreuzreaktionen mit Lebensmitteln aus der gleichen botanischen Familie, beispielsweise mit Kichererbsen und Bohnen. Problematisch hierbei ist die momentan geltende Deklarationspflicht für Lupinen als Inhaltsstoff, die nicht in allen Ländern gleich ist. In vielen europäischen Ländern besteht eine spezielle Kennzeichnungspflicht - selbst bei kleinsten Mengen oder bei Bestandteilen von Lupinen und daraus hergestellten Produkten.14
Wilde Lupinen oder Gartenlupinen enthalten Lupinin. Dieser giftige Bitterstoff der Chinolizidin-Alkaloide verursacht Atemlähmungen und kann im schlimmsten Fall zum Tod führen.22 Süsslupinen, geeignet für den menschlichen Verzehr, sollten einen maximalen Alkaloidgehalt von 0,02 % nicht überschreiten.3
Volksmedizin - Naturheilkunde
In der Volksmedizin gelten Lupinen als Stimulans oder zur Behandlung von Harnwegsinfektionen und Hauterkrankungen. Heute schreibt die Naturheilkunde der Lupine krebshemmende, antioxidative und antimikrobielle Wirkungen zu.6
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
In Schweden hergestellte Lupinensamen (trocken) haben einen CO2-Fussabdruck von 0,57 kg CO2eq/kg (vollständig aus der Landwirtschaft stammend).19 Der Wert schwankt je nach Anbaugebiet und Produktionsmethode. Es gibt nur wenige Informationen über den CO2-Fussabdruck von verarbeiteten Lupinenprodukten.
Gemüse, eines der klimafreundlichsten Lebensmittel, hat je nach Anbaumethode einen CO2-Fussabdruck von ca. 0,1-0,5 kg CO2eq/kg (ohne Transport).18 Der durchschnittliche CO2-Fussabdruck von pflanzlichen Lebensmitteln beträgt 0,66 kg CO2eq/kg, was nur 10,7 % der durchschnittlichen CO2-Emissionen von tierischen Produkten (6,15 kg CO2eq/kg) ausmacht.17
Trotz umfangreicher Recherchen liegen uns keine konkreten Zahlen zum Wasserfussabdruck von Lupinenschrot vor. Bei Sojabohnen beträgt der globale Wasserverbrauch 2145 l/kg.25
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Zur Blütezeit ergeben Lupinen (Wolfsbohne) eine tolle Bienenweide und das Nektarangebot zieht auch Hummeln an.8
Weltweites Vorkommen - Anbau
Es gibt ca. 300 Arten der Gattung Lupinus, die aus zwei wesentlichen Genzentren stammen: Die einen aus dem Mittelmeergebiet, die anderen aus dem mittleren Teil der Westküste von Nord-, Mittel- und Südamerika.4
Durch züchterische Massnahmen stehen folgende Arten zur Korngewinnung zur Verfügung: Sowohl die Weisse Lupine (Lupinus albus) aus dem Mittelmeergebiet als auch die Anden-Lupine (Lupinus mutabilis) aus den Hochlagen der Mittel- und Südanden kultiviert der Mensch seit Jahrtausenden. Alkaloidarme Züchtungen aus der Gelben (Lupinus luteus) und der Blauen Lupine (Lupinus angustifolius) erfolgten erst Ende der 1920er Jahre.4 Diese wachsen auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Wild zu finden
Wildformen der kultivierten Weissen Lupine (Lupinus albus) bzw. Lupini gibt es kaum mehr; Primitivformen wie L. graecus oder L. termis hingegen schon. Diese Bitterlupinen enthalten deutlich mehr Bitterstoffe in Form von Alkaloiden (Bitterlupine) als die heute verwendeten Süsslupinen.4 Bei den in den Gärten prächtig blühenden Wildarten gelten alle Pflanzenteile als giftig. Gelegentlich tauchen verwilderte Arten der Blauen oder Schmalblättrigen Lupine (Lupinus angustifolius) auf.
Anbau - Ernte
Die Lupine ist eine krautige, meist mehrjährige (manchmal einjährige), anspruchslose Pflanze, die auf sandigen und auch trockenen Böden gedeiht. Da Lupinen auch optimal auf ungedüngten Böden wachsen, gelten sie vor allem in der biologischen Wirtschaftsweise als beliebt. Lupinen haben sehr gute bodenverbessernde Wirkungen. Sie reichern als Gründüngung den Boden mit bis zu 100 kg Stickstoff pro Hektar an. Den Stickstoff binden die Knöllchenbakterien (Bradyrhizobium lupini),4 die bei Schmetterlingsblütlern an den Wurzeln in Symbiose leben, aus der Luft. Die bis zu 1,5 m langen Wurzeln lockern den Boden und verbessern die Durchwurzelbarkeit des Bodens für Folgekulturen. Bei Lupinen ist eine Anbaupause von mindestens 4 Jahren einzuhalten.15
Die Blütenfarbe erscheint je nach Sorte weiss, violett, rosa, rot oder gelb; es gibt auch zweifarbige Varianten. Der Name der Lupinenart ist nicht immer mit der Blütenfarbe identisch. Zum Beispiel ist die Blütenfarbe der Schmalblättrigen Lupine (auch Blaue Lupine genannt) vielfach weiss.7
Hülsen (Schoten) umschliessen die Samen der Lupine. Sie enthalten mehrere rundliche oder abgeflachte, raue bis glatte Samen. Je nach Sorte haben die Samen eine unterschiedliche Grösse, auch die Farbausprägung kann variieren. Die Blaue oder Schmalblättrige Lupine hat glatte, graubraune Samen mit weissen Flecken (Durchmesser ca. 7 mm), die Vielblättrige Lupine hat kugelige, gräuliche Samen mit dunklen Flecken und die Weisse Lupine hat abgeflachte, weisse Samen, manchmal mit schwarzer Zeichnung (Durchmesser ca. 8-10 mm).7
Die Ernte der Blauen und Weissen Lupine erfolgt meist Ende August. Zu diesem Zeitpunkt sollte die Lagerfeuchte bei ca. 14 % Wassergehalt liegen, auch hier ist eine Nachtrocknung erforderlich.16,23
Eine besondere Pflanzenkrankheit, die Anthraknose (Brennflecken), macht dem biologischen Lupinenanbau, speziell bei Weissen Lupinen, schwer zu schaffen. Als Auslöser gelten Pilze wie Colletotrichum acutatum oder Glomerella cingulata. Sorten der Blauen Lupine zeigen eine Resistenz gegen diese Krankheit.23
Weiterführende Informationen
Der Name der Lupine entspringt dem lateinischen "lupus" (Wolf). Deshalb ist die Lupine auch unter den Namen Wolfsbohne bekannt, manchmal nennt man sie auch Feigbohne. Sie ist eine Pflanzengattung in der Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae).8 Zu dieser Familie gehören auch Erbsen, Kichererbsen und Erdnüsse.
Durch Züchtung von Lupinensorten mit wesentlich geringeren Anteilen an Bitterstoffen und Giftstoffen (sogenannte Süsslupinen) konnte man die Nutzung der Lupine verbessern. Der Name Süsslupine deutet nicht, wie man meinen mag, auf einen süssen Geschmack hin, sondern auf die geringere Menge an Bitterstoffen gegenüber ursprünglichen Sorten.3 Bekannte Sorten umfassen die Vielblättrige Lupine (Lupinus polyphyllus), die Gelbe Lupine (Lupinus luteus), die Weisse Lupine (Lupinus albus) und die Blaue oder Schmalblättrige Lupine (Lupinus agnustifolius).8
Alternative Namen
Süsslupinen bzw. Wolfsbohnen nennt man auch Speiselupinen oder Esslupinen. Im Englischen trägt die Süsslupine die Bezeichnung sweet lupine, und geschälte, gelbe Lupinensamen heissen kernels.7
Sonstige Anwendungen
Lupinen gelten in der Futtermittelproduktion als beliebt und gewinnen vor allem im Biolandbau an wirtschaftlicher Bedeutung. Der hohe Eiweissanteil der einheimischen Körnerleguminosen kann importierten, oft gentechnisch veränderten Soja ersetzen.2 Pferde dürfen Blätter (z.B. der Vielblättrigen Lupine Lupus polyphyllus) und vor allem die Lupinensamen mit einem hohen Alkaloid-Anteil nicht essen (gelten als giftig bis stark giftig). Auch Todesfälle liegen vor. Bei Kühen führt der Verzehr von Wildlupinen, die als Gründüngung auf dem Feld stehen, zu Magen-Darm-Beschwerden, Unruhe, Atemnot, Zittern und in schweren Fällen zu Skelettmissbildungen bei Kälbern.
Literaturverzeichnis - 26 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● "pflanzliche Alternativen zu Frischkäse, Joghurt, Eis und Milch am Markt zu finden. Durch den Einsatz von Lupinenprotein können gezielt Produkteigenschaften für cremige, streichfähige oder schnittfeste Lebensmittel ermöglicht werden." "Proteinisolat als Basis für verschiedene Produktanwendungen" Website | Fraunhofer-Institut für Verfahrenstechnik und Verpackung. Pflanzliche Lebensmittel mit Lupinenprotein. 2024. |
| 2. | * "Lupin can be used to replace soybean in a number of food products including tofu" "Increase in yellowness was expected with lupin substitution because of the yellow color of lupin flour" Experimentelle Laborstudie DOI: 10.1111/j.1745-4557.2009.00290.x Study: weak evidence | Jayasena V, Khu WS, Nasar‐Abbas SM. The development and sensory acceptability of lupin‐based tofu. Journal of Food Quality. 2010;33(1):85–97. |
| 3. | ● Low alkaloid breeding lines of L. mutabilis can have seed total alkaloid levels as low as 0.001% (average 0.004%) compared to 3.3% for bitter landraces (Clements et al. 2008). Alkaloid levels in lupin crops in Australia are governed by food and feed standards, which specify an upper limit of 0.02% total alkaloids in whole seeds for varieties (Culvenor and Petterson 1986). This has allowed the use of the commercial term Australian sweet lupins for L. angustifolius seed exported from Australia, denoting that it is safe both for food and feed purposes. Buchkapitel (narrativer Fachüberblick zu Taxonomie, Genetik) DOI: 10.1007/978-3-642-14387-8_9 | Wolko B, Clements JC et al. Lupinus. In: Kole C (Ed.) Wild Crop Relatives: Genomic and Breeding Resources. Berlin/Heidelberg: Springer; 2011;153–206. |
| 4. | ● "Wildformen von Lupinus albus sind nicht mehr vorhanden, lediglich Primitivformen (L. graecus und L. termis) sind noch neben modernen Sorten stehend im Mittelmeerraum zu finden." "Damit liefert die weisse Süsslupine, neben der Sojabohne und anderen Lupinen-Arten, die eiweissreichsten und fettreichsten Samen, so dass unter zusagenden Bedingungen höchste Nährwerterträge erzielt werden können, zumal seit längerem Sorten mit einem geringen Alkaloidgehalt gezüchtet wurden. So entfallen die hohen Nährstoffverluste von 30 bis 40 %, die durch die früher notwendigen Entbitterungsverfahren entstanden." Website | Schuster W. Justus-Liebig-Universität Giessen. Gattung Lupinus L. |
| 5. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 6. | * "Lupinus is considered as a factory of various phytochemicals like flavonoids, iso-flavonoids, alkaloids, triterpenoids." "Lupinus plants have been used for heart stimulants, nerves, urinary tract infections, skin disorders, and psoriasis in folk medicine." Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/jpp/rgac058 Study: weak evidence | Ishaq AR, El-Nashar HAS et al. Genus Lupinus (Fabaceae): a review of ethnobotanical, phytochemical and biological studies. J Pharm Pharmacol. 2022;74(12):1700–1717. |
| 7. | ● "Der hohe Gehalt an Ballasstoffen (Angabe für Lebensmittel) bzw. Rohfaser, NDF und ADF (Angabe für Futtermittel) kommt aber vor allem von den dicken Schalen und dem hohen Schalenanteil der Lupinen (bezogen auf das Gewicht): L. luteus .............. 30 % L. angustifolius ...... 25 % L. albus ................. 15 % Die Ballaststoffe der Lupine sind für Lebensmittel geeignet, sie sind aber bei L. angustifolius doch so hoch, dass das Schälen sinnvoll erscheint ! Für Wiederkäuer sind die Ballaststoffe jedenfalls verwertbar. Stellt man groben, gerösteten Schrot her, so ist das Schälen unumgänglich, da die Samenschalen auch sehr hart sind und bei der Herstellung ohnehin absplittern. Bedingt durch den Gehalt an Nicht-Stärke-Polysacchariden ist der Gehalt an Ballasstoffen auch ohne Schalenanateile noch sehr hoch (lösliche Ballaststoffe)." "Weisse Lupine: 250 – 450 g, abgeflacht, grösster DM 8 - 10 mm Blaue Lupine 150 – 190 g, rund, Durchmesser ca. 7 mm" Book: weak evidence | Reiner H. Die Lupinen - Warenkundliche Grundlagen für die Müllerei. Ausarbeitung für die Mantler Mühle. Wien. 2007. |
| 8. | ● "Four lupin species, L. angustifolius, L. albus, L. luteus and L. mutabilis, have gained agricultural importance." "Well-known varieties are the many-leaved lupine (Lupinus polyphyllus), the yellow lupine (Lupinus luteus), the white lupine (Lupinus albus) and the blue or narrow-leaved lupine (Lupinus agnustifolius)."
Website | Australian Government. The Biology of Lupinus L. (lupin or lupine). 2013. |
| 9. | ● "Bestimmte Eiweisse in Lupinen können allerdings allergische Reaktionen auslösen." Website | BfR Bundesamt für Risikobewertung. Allergie durch Lupineneiweiss in Lebensmitteln. 2017. |
| 10. | * "Peanut proteins inhibited IgE binding towards alpha- conglutins, delta-conglutins, and, to a lesser degree, beta-conglutins, while no IgE cross-reaction with delta-conglutin was observed. Ara h 2 most potently inhibited IgE binding to lupine and delta-conglutins, while Ara h 1 most potently cross-reacted with beta-conglutin. Ara h 3 was apparently not involved in these mechanisms." Analytische In-vitro-Studie Study: weak evidence | Dooper MM, Plassen C et al. Immunoglobulin E cross-reactivity between lupine conglutins and peanut allergens in serum of lupine-allergic individuals. J Investig Allergol Clin Immunol. 2009;19(4):283-291. |
| 11. | * "The results showed that β-conglutin was recognized by cutaneous IgEs from 7/12 peanut-allergic children in FFSPT and serum IgEs from 5/12 in immunoblotting, while 4/12 and 8/12 patients tested positive to γ-conglutin in FFSPT and immunoblotting, respectively. No significant immunoreactive responses were observed to α- and δ-conglutins under non-reducing conditions, but they were bound in FFSPT by the sera of 5/12 and 3/12 patients, respectively." In-vivo und In-vitro Laborstudie (Allergie) DOI: 10.1111/pai.12054 Study: weak evidence | Ballabio C, Peñas E et al. Characterization of the sensitization profile to lupin in peanut-allergic children and assessment of cross-reactivity risk. Pediatr Allergy Immunol. 2013;24(3):270-275. |
| 12. | * "The frequency of cross-reactivity with lupin was 17.1% for patients with peanut allergy, 2.5% for children with current atopic disease and 1.7% for healthy children with latent atopy. In the 2,686 adults, peanut allergy was diagnosed in 1.86% of patients with cross-reactivity to lupin in 14.6%. Sensitization to lupin was detected in 3.7% of patients with current atopic disease and in 1.8% of those with latent atopy." Prospektive klinische Beobachtungsstudie Study: moderate evidence | Gayraud J, Mairesse M et al. The prevalence of sensitization to lupin flour in France and Belgium: a prospective study in 5,366 patients, by the Allergy Vigilance Network. Eur Ann Allergy Clin Immunol. 2009 Feb;41(1):17-22. |
| 13. | * "major lupin allergens, i.e., conglutins" Analytische Laborstudie DOI: 10.1021/jf302105r Study: weak evidence | Mattarozzi M, Bignardi C et al. Rapid shotgun proteomic liquid chromatography-electrospray ionization-tandem mass spectrometry-based method for the lupin (Lupinus albus L.) multi-allergen determination in foods. J Agric Food Chem. 2012 Jun 13;60(23):5841-5846. |
| 14. | ● "Lupinen und daraus gewonnene Erzeugnisse;" Website | Verordnung (EU) Nr. 1169/2011 des Europäischen Parlaments und des Rates. Anhang II der Lebensmittel-Informationsverordnung. |
| 15. | ● Website | Forschungsinstitut für biologischen Landbau FIBL. Merkblatt Biolupinen. 2012. |
| 16. | ● "Lupinen sollten zur Vermeidung von Platzverlusten nicht zu spät geerntet werden. Endständige Sorten reifen Ende August relativ gleichmässig ab, während Verzweigungstypen erst nach und nach bis Ende September abreifen und beim Drusch wegen des hohen Anteils an Nachblühern oft feuchteres Erntegut erbringen. Die geeignete Lagerfeuchte liegt bei 14 Prozent Wassergehalt. Folglich ist eine Trocknung praktisch immer erforderlich. Die Erträge im Öko-Landbau liegen zwischen fünf und 30 Dezitonnen pro Hektar." Website | Oekolandbau - Das Informationsportal. Ökologischer Lupinenanbau. 2024. |
| 17. | * "Our results indicate that the average carbon footprint of plant-based foods amounts to 0.66 kg CO2-eq kg−1, which is only 10.7% of animal-based foods (6.15 kg CO2-eq kg−1)." Meta-Analyse von Co2-Fussabdruck-Daten DOI: 10.1016/j.jclepro.2023.138939 | Feng S, Lakshmanan P et al. A comprehensive continental-scale analysis of carbon footprint of food production: Comparing continents around the world. Journal of Cleaner Production. 2023;426:138939. |
| 18. | * "The carbon footprint to produce 1 kg of intercropped vegetables (0.105 kg CO2eq kg−1) was about five times lower than that in the monoculture (0.516 kg CO2eq kg−1), mainly because of the differences in crop productivities." Modellbasierte ökologische Bilanzierungsstudie DOI: 10.1016/j.jclepro.2020.124517 | Pereira B de J, Cecílio Filho AB et al. Greenhouse gas emissions and carbon footprint of cucumber, tomato and lettuce production using two cropping systems. Journal of Cleaner Production. 2021;282:124517. |
| 19. | ● Website | Carboncloud. Lupin seeds, dry. 2024. |
| 20. | * Lupinus angustifolius cv. Tango and Lupinus luteus cv. Acos were the most stable genotypes across the environments when considering the seed and protein production, while L. luteus cv. Alburquerque and L. luteus cv. Mister showed less variation in the total alkaloid content across the environments. The edaphoclimatic conditions affected seed and protein yields, as higher rainfall resulted in high productivity. The lower temperatures observed in the first year at both locations caused a reduction in the production of alkaloids in L. luteus cv. Acos and Cardiga. Due to the high alkaloid content of some of the studied cultivars their use as food or feed can pose some safety concerns. However, these cultivars can have high levels of resistance to herbivore and insect attacks, which can be of the utmost importance for the use of these crops for recovering poor or exhausted soils. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3389/fpls.2023.1231777 Study: weak evidence | Valente IM, Sousa C, Almeida M, Miranda C, Pinheiro V, Garcia-Santos S et al. Insights from the yield, protein production, and detailed alkaloid composition of white (Lupinus albus), narrow-leafed (Lupinus angustifolius), and yellow (Lupinus luteus) lupin cultivars in the Mediterranean region. Front Plant Sci. 2023;14:1231777. |
| 21. | ● "Sobald die ersten Samen reif sind (ab etwa Ende August), werden sie geerntet und getrocknet. Danach werden sie geröstet und gemahlen – genau wie „echter“ Kaffee. Das gemahlene Pulver wird mit heissem Wasser aufgegossen und schon ist die köstliche Kaffee-Alternative fertig." Website | Suedtirol com: Altreier Alternative zum Kaffee. 2023. |
| 22. | * "Death can occur by respiratory paralysis or cardiac arrest and also by choking." Regulatorische Risikobewertung DOI: 10.2903/j.efsa.2019.5860 | Schrenk D, Bodin L et al. Scientific opinion on the risks for animal and human health related to the presence of quinolizidine alkaloids in feed and food, in particular in lupins and lupin‐derived products. EFSA J. 2019;17(11):e05860. |
| 23. | ● "It tolerates heavier soil and has a higher yield potential, but does not ripen until August/September. Important cultivation practices include the use of healthy, certified seed, sowing as early as possible and using the right cultivar to reduce the impact of the fungal disease anthracnose, which is spread through the seed." Website | Forschungsinstitut für biologischen Landbau FIBL. Cultivation of white lupin. 2020. |
| 24. | * "Similarly, lupin fibre is a gluten-free alternative for individuals with coeliac disease." "The Prusinski review [11] of white lupin concurred, stating that people who experience health conditions such as diabetes, hypertension, obesity, cardiovascular disease, hyperlipidaemia and colorectal cancer may benefit from the incorporation of this legume in the diet" "...whole lupin, its protein and its fibre component, revealed greater health benefits were observed for the consumption of the whole food. Improved health outcomes were consistent for blood pressure [25,33,35], satiety [16,17,18,24] and glycaemic control markers [15,16,17,24,26,35] in whole lupin treatment studies, indicating benefits for reducing risk and managing symptoms of hypertension, cardiovascular disease, diabetes and obesity" Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/nu14020327 Study: weak evidence | Bryant L, Rangan A, Grafenauer S. Lupins and health outcomes: a systematic literature review. Nutrients. 2022;14(2):327. |
| 25. | * Soybean Global 2145 Waterfootprint per ton of crop (m3ton−1) DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 26. | * Lupines (Lupinus spp.) have emerged as a cheap functional food with the advantages of being non-genetically modified crop, able to adapt to harsh conditions and low-input farming. Lupines are rich in protein and poor in starch, similar to soy. The factor limiting the use of lupine is the presence of quinolizidine alkaloids especially in bitter species. Nevertheless, modern breeding programs ensured the selection of sweet lupine species with reduced alkaloid content (≤0.2 g/kg DM). Numerous techniques have been employed to produce lupine protein isolates, concentrates and hydrolysates. These proteins are rich in bioactive peptides associated with health-related benefits and have been reported with interesting techno-functional properties. Lupine Protein isolates and concentrates are used mostly for developing healthy foods, while hydrolysates are more applied in nutraceutical and cosmetic industries. Further research is needed to ensure better safety and wider spectrum of application through adequate strategies for allergenicity mitigation and improving techno-functionality. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1007/s00217-021-03909-5 Study: weak evidence | Boukid F, Pasqualone A. Lupine (Lupinus spp.) proteins: characteristics, safety and food applications. Eur Food Res Technol. 2022;248(2):345–356. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Lindsay Ruth Wong; MA Sustainable Energy Policy, MA Pol. Science (Hauptautor:In)
- Michael Weber, Eidg. dipl. Apotheker, MSc Infektionsbiologie (Autor:In)
- Katharina Hofer, MSc Ökologische Landwirtschaft (Prüfer:In)
- Heidemarie Alberta Pirker, Dr. nat. tech., Ökologischer Landbau und Naturschutz (Prüfer:In)











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