Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Kamut bzw. Khorasan-Weizen, roh

Khorasan-Weizen oder Kamut, eine alte Getreidesorte, ist ein Verwandter des heutigen Weizens. Kamut-Körner sind jedoch grösser und nicht so überzüchtet.
81/17/02  LA:ALA
Kommentare Drucken
Klick Inhaltsstofftabellen

Der Khorasan-Weizen oder Kamut, zählt, wie Einkorn und Emmer, zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Kamut ist eine alte Sorte des Sommerweizens und hat seinen Ursprung im vorderen Orient und in Ägypten.

Allgemeine Informationen:

Aus Wikipedia: "Einkorn und Emmer wurden bereits vor 10.000, Khorasan-Weizen vor etwa 6.000 Jahren angebaut. Die alten Getreidearten liefern weit geringere Erträge als die neueren Kulturformen. Sie sind anspruchsloser und unempfindlicher gegenüber Krankheiten und Schädlingsbefall. Da Khorasan-Weizen kaum auf Kunstdünger anspricht, war die Sorte für die konventionelle Landwirtschaft nie interessant. Es ist ein ideales Korn für den Bio-Anbau, das allerdings warmes und trockenes Klima bevorzugt."

Das einzelne Korn dieser Urweizensorte ist etwa doppelt so gross wie das normale Weizenkorn und gelblicher.

Wo Kamut ursprünglich herkommt, ist nicht ganz klar. Man vermutet die alten Ägypter hätten das Urgetreide als Erste angebaut. Andere Hinweise geben moderne DNA-Analysen. Danach muss die eigentliche Heimat in Chorasan, der Nordostprovinz des Iran liegen, woher dann auch der Name stammt.

Fest steht auf jeden Fall, dass man bereits vor Jahrtausenden diese Weizenart kannte und schätzte. Die Hauptanbaugebiete liegen heute in Nordamerika, Kanada und Südeuropa.

Produzenten in den USA liessen sich das altägyptische Wort Kamut (=„Seele der Erde“) für den biologischen Khorasan-Weizenanbau als Marke schützen und vermarkten ihn unter dieser Bezeichnung. Dadurch bürgerte sich Kamut als weit geläufigerer Name für den Khorasan-Weizen ein.

Verwendung:

"Khorasan-Weizen wird in gleicher Weise wie Weizen und Dinkel verwendet, als ganzes Korn oder in Form von Mehl, Flocken oder Grieß und hat einen herzhaften, leicht nussigen Geschmack. Als Hartweizensorte (durum), so genannt wegen seines harten, meist glasigen Endosperms, ist er wegen des hohen Eiweißgehaltes und der Klebereigenschaften gut geeignet für elastische Teige, die sich besonders zur Herstellung von Teigwaren, insbesondere zur klassischen italienischen Pasta eignen und für Couscous und Bulgur."

Kamut eignet sich auch sehr gut zum Backen. Das fertige Brot bleibt lange frisch. Kamut findet sich heutzutage wieder häufiger im Handel.

Die ungemahlenen Körner kann man gekocht in viele Speisen integrieren. Ähnlich wie Reis passen sie auch zu Salaten oder als Beilage zu Gemüse. Am besten lässt man die Körner über Nacht einweichen und kocht sie erst am nächsten Tag. Wichtig ist dabei, das Einweichwasser nicht mitzuverwenden.

Lässt man die Körner 2-3 Tage keimen, kann man die Keimlinge als Rohkost geniessen.

Inhaltstoffe:

Kamut ist besonders reich an Polyphenolverbindungen. Polyphenole gehören zu den sekundären Pflanzenstoffen und weisen antioxidative und antikanzerogene Eigenschaften auf.

"Khorasan-Weizen enthält mehr Eiweiß und höhere Anteile an den meisten ungesättigten Fettsäuren, Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen als herkömmliche Weizensorten. ... Die Inhaltsstoffe schwanken naturgemäß, sowohl in Abhängigkeit von den Umweltbedingungen (Boden, Klima) als auch von der Anbautechnik (Düngung, Pflanzenschutz) und Lagerung.
Khorasan-Weizen enthält wie alle Weizenarten Gluten. Für Menschen, die an Zöliakie erkrankt sind, ist er daher nicht geeignet.
"

Es gibt aber Hinweise darauf, dass Menschen mit einer Glutenunverträglichkeit oder einer Weizenallergie Kamut besser vertragen als andere Weizenarten. Viele Menschen reagieren auf Weizen in Form einer Weizenallergie, die man fälschlicherweise oft als Glutenunverträglichkeit versteht.

Man weiss heute, dass sowohl Allergien wie auch Glutenunverträglichkeiten auf die Züchtung und Gentechnik der modernen Getreidesorten zurückzuführen sind. Gerade den Weizen hat man in den letzten Jahrzehnten zur Ertragssteigerung und Widerstandsfähigkeit stark verändert. Der Weizen hat nicht nur seine ursprünglichen Proteinstrukturen verloren, sondern besitzt neue künstliche Gene, die ihn gegenüber Fressfeinden widerstandsfähig machen.

Es ist also kein Wunder, wenn der moderne Weizen, der deutlich mehr Gene enthält als die alten Urgetreidesorten, zu einer erhöhten Empfindlichkeit in der Bevölkerung führt.

Zutat mit Nährstofftabellen


Kommentieren (als Gast) oder anmelden
/ 60 Zeichen

/ 4000 Zeichen

Kommentare Drucken