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Khorasan-Weizen oder Kamut (Triticum turgidum ssp. turanicum) gehört zu den ältesten kultivierten Getreidearten. Dieser anspruchslose 'Urweizen' ist vor allem in der biologischen Landwirtschaft beliebt.
Verwendung in der Küche
Khorasan-Weizen (Kamut oder Balady Durum) erfreut sich immer mehr an Beliebtheit, denn er ist im Vergleich zu Weizen nicht so überzüchtet. Das einzelne Korn ist fast doppelt so gross wie das normale Weizenkorn und etwas gelblicher. Der Geschmack ist mild und leicht nussig. Der Weizen schmeckt süsslich, weshalb man ihn auch als Süssweizen bezeichnet.
Wie kann man Kamut zubereiten? Die rohen Kamut-Körner verwendet man ähnlich wie Dinkel oder Weizen. Zu Flocken gepresst (Kamutflocken) oder über Nacht eingeweicht schmeckt Kamut auch im Müsli oder Porridge. Lässt man die Kamut-Körner 2 bis 4 Tage keimen, schmecken die Keimlinge als Rohkost in Salaten mit Avocado, Tomaten, Rucola und Zwiebel mit einem rohen, ölfreien Salatdressing. Gekeimten Kamut kann man auch als Topping für Eintöpfe oder Suppen verwenden oder ihn zu Müesliriegel oder ungebackenem "Brot" weiterverarbeiten. Mehr Informationen zum Thema Keimen finden Sie im Artikel Phytinsäure bzw. Phytat und das Einweichen und Keimen.
Gekochten Khorasan-Weizen verwendet man, ähnlich wie Couscous und Bulgur, als sättigende Beilage zu Gemüse. Kamut ist eine tolle Alternative zu Vollkorn-Reis.
Aufgrund der guten Klebereigenschaften eignet sich Mehl aus Khorasanweizen zum Backen von Brot, Früchtebrot, Zopf, Muffins oder anderen Kuchen und Torten. Aus dem Mehl oder Kamutgriess stellt man verschiedene Sorten von Kamutpasta her. Ebenfalls erhältlich ist 'Green Kamut', ein Weizengraspulver, das man für Smoothies und Shakes verwenden kann.
Veganes Rezept für Kamut-Gemüse-Topf
Zutaten (für 4 Personen): 200 g Kamut, 1 TL Rapsöl, 4 Karotten, 4 Frühlingszwiebeln, 8 Tomaten, je ein bis zwei Stiele Rosmarin, Thymian und Majoran (alternativ Gewürzmischung Kräuter der Provence), Salz, schwarzer Pfeffer.
Zubereitung: Kamut über Nacht in der doppelten Menge Wasser mit den Kräutern (an den Stielen) einweichen. Karotten, Frühlingszwiebeln und Tomaten waschen und klein schneiden. Rapsöl, Karotten und Frühlingszwiebeln in den Topf geben und andünsten. Kamut gut abspülen und mit etwas Wasser, gemeinsam mit den gestückelten Tomaten und gehackten Kräutern, zum Eintopf dazugeben. Bei mittlerer Hitze ca. 30 bis 40 Min. köcheln lassen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Vegane Rezepte mit Kamut finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Rewe, Edeka, Hofer, Volg, Spar, Aldi, Lidl und Billa findet man Kamut-Weizen meist nicht im Sortiment (Stand 2023). Gelegentlich gibt es Kamut in Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt und Alnatura. Auf jeden Fall bieten Reformhäuser und Online-Shops Kamut bzw. Khorasan-Weizen in Bio-Qualität an. Neben den ganzen Körnern sind auch Khorasan-Griess (Kamut-Griess), Kamut-Mehl, sowie Pasta aus Khorasan-Mehl im Handel erhältlich. Es überwiegt zwar Importware aus den USA und Kanada, man findet aber zunehmend Produkte aus dem europäischen Raum. Kamut ist aufgrund der guten Lagerfähigkeit das ganze Jahr vorrätig (Saison).
Die Verfügbarkeit von Khorasan-Weizen (Kamut) ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Die ganzen, geschroteten oder gemahlenen Körner sind, wie anderes Getreide oder Reis, trocken, kühl und vor Licht geschützt aufzubewahren. Die optimale Lagertemperatur liegt bei 15 °C. Kommen keine Schädlinge dazu, sind sie mind. ein Jahr haltbar.17
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
100 g roher Khorasan-Weizen (bio) bestehen zu 71 g aus Kohlenhydraten und haben einen Energiegehalt von 337 kcal. Sie sind mit 11 g Ballaststoffen sehr sättigend und haben einen geringen Fettanteil (2,1 g). Die 15 g Eiweiss, die im Khorasan-Weizen enthalten sind, kann man mit dem Gehalt von Dinkel (15 g) und dem Pseudogetreide Amarant (14 g) vergleichen.1
Roher Kamut (bio) ist reich an Selen. Die enthaltenen 82 µg/100g decken 148 % des Tagesbedarfs ab. Weizenprodukte wie Weizenkeime (79 µg/100g), Vollkorn-Spaghetti (78 µg/100g), Couscous (66 µg/100g) oder Weizenmehl (62 µg/100g) haben einen rel. hohen Selengehalt. Noch mehr Selen beinhalten Paranüsse (1917 µg/100g) - von denen 1 Stk. den täglichen Bedarf abdeckt.1
Der Gehalt an Mangan ist mit 2,7 mg/100g ebenfalls hoch und deckt ca. 137 % des Tagesbedarfs. Dies ist vergleichbar mit Chia-Samen, Dinkel, Bulgur und Amarant. Sehr viel Mangan enthält Teff (Zwerghirse) mit 9,2 mg/100g. Dies entspricht 462 % des Tagesbedarfs.1
Kamut hat 364 mg/100g Phosphor, was 52 % des Tagesbedarfs entspricht. Ähnliche Werte weisen Haferflocken (410 mg/100g) und Grünkern-Körner (411 mg/100g) auf. Viel Phosphor ist in getrockneten Kürbiskernen (1233 mg/100g) und Chia-Samen (860 mg/100g) enthalten.1 Da Phosphor in Form von Phosphorsäure in Softdrinks und Phosphatzusätzen in Fertigprodukten enthalten ist, hat man bei einem Konsum dieser häufig zu viel als zu wenig von diesem Mengenelement.
Khorasan-Weizen enthält zudem geringe Mengen an Thiamin (Vitamin B1), Niacin (Vitamin B3) und Vitamin B6.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Kamut, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkung auf die Gesundheit
Ist Kamut gesund? Alte Getreidesorten (Khorasan-Weizen, Gerste, Dinkel/Spelz, Roggen, Hirse und Hafer) und Pseudogetreide (Amarant, Quinoa und Buchweizen) gelten als gesundheitsfördernd, da sie mehr Ballaststoffe und Vitamine enthalten als raffiniertes Getreide. Ballaststoffe sorgen für ein gesundes Verdauungssystem, wirken positiv auf die Blutzuckerbelastung beim Verzehr von Kohlenhydraten und stärkehaltigen Nahrungsmitteln und können so das Risiko für Typ-2-Diabetes reduzieren. Ballaststoffreiche Ernährung führt zu einem längeren Sättigungsgefühl und unterstützt beim Abnehmen.12,13,14
Auch bei Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium, Phosphor, Zink und Eisen3 weist Kamut im Vergleich zu herkömmlichem Weizen höhere Werte auf. Der Proteingehalt kann bis zu 40 % höher als der Durchschnittswert von Weichweizen sein. Der erhöhte Lipidgehalt liefert mehr Energie als Kohlenhydrate und macht Kamut besonders interessant für Personen mit erhöhtem Energiebedarf, etwa im Sport oder bei einem aktiven Lebensstil.10
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Khorasan-Weizen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Khorasan-Weizen enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2,23,24
- Isoprenoide: Carotinoide: Carotine (Beta-Carotin), Xanthophylle (Lutein, Zeaxanthin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Vanillinsäure, p-Hydroxybenzoesäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Sinapinsäure, p-Cumarsäure); Flavonoide: Flavonole (Quercetin, Rutin, Kaempferol), Flavanole (Catechin), Flavanone (Naringenin), Flavone (Vitexin, Apigenin, Apigenin-Derivate, Chrysoeriol-Derivate, Luteolin)
Ernährungsphysiologisch weist Vollkorn-Kamut im Vergleich zu herkömmlichen Weizensorten häufig höhere Gehalte an Carotinoiden, insbesondere Lutein, sowie an phenolischen Verbindungen auf.2,24 Die äusseren Schalenschichten von Weizen enthalten generell höhere Mengen an antioxidativen Verbindungen, darunter Phenolsäuren und Flavonoide, die frei löslich, konjugiert oder gebunden an Zellwandbestandteile vorliegen. Ferulasäure ist die dominierende Phenolsäure. Sie macht über 90 % der gesamten Phenolsäuren aus und kommt v.a. in gebundener Form vor. Gebundene Polyphenole passieren den oberen Verdauungstrakt weitgehend unverdaut und gelangen in den Dickdarm. Dort bauen Darmbakterien sie zu bioaktiven Metaboliten ab, die zur antioxidativen Kapazität und zu entzündungshemmenden Effekten beitragen und die Darmgesundheit unterstützen können.24
Lutein und Zeaxanthin besitzen keine Provitamin-A-Aktivität, sind jedoch wesentlich für die Unterstützung der Augengesundheit und verringern das Risiko für Herz-Kreislauf- und Krebserkankungen.23 Mehrere Humanstudien zeigen bei Khorasan-Weizen im Vergleich zu modernem Weizen positive Effekte auf Stoffwechsel- und Entzündungsmarker. Randomisierte Crossover-Studien berichten zudem von Verbesserungen von Blutzucker sowie des Gesamt- und LDL-Cholesterin. Weitere grössere Untersuchungen sind notwendig, um die Effekte zu bestätigen und genaue Mechanismen zu klären.2,3,4
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Enthält Kamut Gluten? Wie alle Weizenarten enthält auch Khorasan-Weizen Gluten und Gliadin (Klebereiweiss). Er ist deshalb für Menschen mit Zöliakie (Celiac disease CD) unverträglich.2,5,6 Teilweise findet man den Hinweis, dass Personen mit einer Glutensensitivität (non-celiac gluten sensitivity NCGS) Kamut besser vertragen als Weichweizen. Dabei verweist man auf In-vitro-Untersuchungen mit T-Zellen und extrahierten Gluten-Peptiden, die zeigen, dass die T-Zellen teilweise weniger stark auf Extrakte alter Weizensorten als auf Extrakte aus moderneren Weizensorten reagierten.7,8 Es gibt jedoch auch Studien, die das Gegenteil nachweisen.5 Deshalb ist Khorasan-Weizen keine Alternative für Menschen mit Glutensensitivität. Züchtungsanstalten haben sich zum Ziel gesetzt, neue Weizensorten mit weniger Glutenproteinen auf den Markt zu bringen.8
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Alte Getreidesorten, wie Khorasan-Weizen, weisen oft eine grössere Diversität in ihren Beständen auf, was sie resistenter gegen Klimaschwankungen und Krankheiten macht. Beim modernen Weichweizen (Triticum aestivum) und Hartweizen (Triticum durum) hingegen handelt es sich oft um homogene Sorten, die das Ergebnis intensiver Züchtungsprogramme und teilweise Gentechnik sind. Dies macht sie ertragreicher, jedoch auch anfälliger für Krankheiten, Schädlinge und Klimaveränderungen.2
Kamut weist einen CO2-Fussabdruck von 1,15 kg CO2eq/kg auf, Weizen hat 0,84 kg CO2eq/kg.19 Spezifische Zahlen über die benötigte Wassermenge zur Produktion von Khorasan-Weizen liegen uns nicht vor. Daher zeigen wir die Werte von anderen Getreidesorten wie z.B. Weizen: 1827 l/kg. Für die Produktion von 1 kg Roggen benötigt man 1544 l Wasser, für 1 kg Hafer 1788 l.20
Eine Studie von 2008 zum Treibhauseffekt von konventioneller und biologischer Landwirtschaft zeigt, dass die Produktion von 1 kg Bio-Getreide um ca. 60 % weniger Treibhausgasemissionen aufweist als bei einem konventionellen Produkt.18 Khorasan-Weizen bzw. Kamut baut man vorwiegend als Bio-Getreide an. Um lange Transportwege zu vermeiden, sollte man regionale Produkte bevorzugen.
Eine vollständige Umstellung aller Agrarflächen auf biologische Landwirtschaft könnte die Emissionen um 15-20 % reduzieren. Dazu benötigt man aber 60 % mehr Fläche, bei gleicher Produktionsmenge, was z.B. in Europa nicht möglich ist. Um eine Bio-Umstellung auf der zur Verfügung stehenden Fläche umzusetzen, ist eine Reduktion der Produktion von Fleisch und Milch um 70 % notwendig. Den Grossteil der Ackerfläche benötigt man für den Anbau von Tierfutter (71 % der Treibhausgasemissionen aus der Landwirtschaft). Reduziert die konventionelle Landwirtschaft den Einsatz von Mineraldünger, könnte man auch so etwas an Treibhausgasen einsparen.18
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Weltweites Vorkommen - Anbau
Moderne DNA-Analysen belegen, dass Khorasan-Weizen (Triticum turgidum ssp. turanicum) ein natürlicher Hybrid zwischen Hartweizen (Triticum durum) und einer Weizen-Wildform (Triticum polonicum) ist, der im fruchtbaren Halbmond (Türkei, Iran, Irak, Israel, Aserbaidschan) vorkam.9 Man vermutet den Ursprung in der iranischen Provinz Chorasan, woher auch die Bezeichnung "Khorasan-Weizen" stammt. Khorasan-Weizen zählt zu den ältesten kultivierten Getreidearten und man baut ihn seit ca. 6000 Jahren an.21
1990 liess sich ein Produzent in den USA das altägyptische Wort Kamut (="Seele der Erde") für den biologischen Khorasan-Weizenanbau als Marke schützen. Die Marke garantiert bestimmte Eigenschaften in Bezug auf Protein- und Selengehalt, sowie mehrere Qualitätsspezifikationen im Zusammenhang mit den Anbaubedingungen. So muss das Getreide immer aus kontrolliert biologischem Anbau stammen und darf weder hybridisiert noch genetisch verändert sein.2,11 In Bezug auf Kamut-Weizen schreibt die Kamut International Ltd. von seiner ägyptischen Herkunft. Die Geschichte besagt, dass die ersten Körner, die ein US-Pilot seinem Vater nach Amerika schickte, aus einem altägyptischen Grab stammen. Deshalb nennt man Kamut auch "King Tut wheat".11 Beweise dazu gibt es aber nicht.
Den markengeschützten Kamut-Weizen baut man hauptsächlich in Nordamerika und zum Teil in Australien an. Es gibt Anbauversuche in Österreich, dort nennt man ihn "Pharaonenkorn".22
Anbau - Ernte
Khorasan-Weizen benötigt warme Standorte mit gut durchlüfteten Böden. Er reagiert empfindlich auf Kälte und Staunässe. Der Ertrag von biologisch produziertem Khorasan-Weizen beträgt von 1,2 t/ha bis maximal 2,6 t/ha. Er ist sehr robust gegen Schädlinge und Krankheiten und benötigt wenig Düngemittel.15 Der Anbau von Bio-Winterweichweizen bringt mit 3-5 t/ha etwas höhere Erträge.16 Unter dem Namen Kamut benötigt man eine Lizenz15 für den Anbau und die biologische Produktion ist Pflicht.11
Weiterführende Informationen
Der Khorasan-Weizen (Triticum turgidum ssp. turanicum) ist eine tetraploide Weizenunterart, was bedeutet, dass die allgemeinen biologischen Eigenschaften denen des Hartweizens (Triticum durum) ähneln. Botanisch zählt Kamut, wie alle Getreidearten, zu den Süssgräsern (Poaceae). Die Körner sind wie Nüsse, einsamige Schliessfrüchte. Die Ähren des Khorasanweizens haben lange schwarze Grannen.
Alternative Namen
Khorasan-Weizen kennt man unter seiner Markenbezeichnung Kamut, sowie den Bezeichnungen King Tut-Weizen, Orient-Weizen oder Balady Durum (moderner ägyptischer Name für Khorasan-Weizen). Auf Englisch bezeichnet man ihn als khorasan wheat, oriental wheat oder Kamut. Die Schreibweisen Khorosan oder Chorosan sind falsch.
Literaturverzeichnis - 24 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | USDA United States Department of Agriculture. | |
| 2. | * Ancient grains (khorasan wheat, barley, spelt, rye, millet, oat and sorghum) and pseudo cereals (i.e. quinoa, amaranth and buckwheat) are considered healthy due to their higher content of certain components (Wijngaard & Arendt Citation2006) and to their common use as whole grains. Whole grains contain higher amounts of positive components compared to refined grains. Most importantly, dietary fiber, vitamins and minerals, but also other bioactive molecules such as omega 3 fatty acids, prebiotic oligosaccharides, phytosterols, polyphenols, etc., and probably the interaction of all the components rather than each individual one gives whole grains their nutritional value (Slavin et al. Citation2001). The use of KAMUT® khorasan wheat flour as a substitute for other ingredients can contribute to the improvement of the nutritional value of the final product. Bread made with KAMUT® khorasan wheat flour had more carotenoid and was richer in protein compared to breads made with modern wheat (Pasqualone et al. Citation2011). Similarly, total phenolics, total flavonoids and antioxidant capacity were higher in spelt and KAMUT® flakes and muesli than in corresponding conventional products, although lower than in products made with Dickopf wheat and red wheat (Sumczynski et al. Citation2015). In addition, products made with spelt and KAMUT® wheat had the highest protein level (Sumczynski et al. Citation2015). DOI: 10.1080/09637486.2016.1247434 Study: weak evidence | Bordoni A, Danesi F, Di Nunzio M, Taccari A, Valli V. Ancient wheat and health: a legend or the reality? A review on KAMUT khorasan wheat. Int J Food Sci Nutr. 2017 May;68(3): 278-286. |
| 3. | * At a general linear model for repeated measurements adjusted for several confounders, consumption of Kamut products showed a significant reduction of metabolic risk factors such as total cholesterol (mean reduction: −8.46 mg/dl; −4%), low-density lipoprotein cholesterol (−9.82 mg/dl; −7.8%) and blood glucose. Similarly, redox status was significantly improved only after the Kamut intervention phase, as measured by a reduction in both thiobarbituric acid reactive substances (−0.17 nmol/ml; −21.5%) and carbonyl levels (−0.16 nmol/ml; −17.6%). The replacement diet with Kamut products also resulted in a significant increase of serum potassium and magnesium. Circulating levels of key pro-inflammatory cytokines (interleukin (IL)-6, IL-12, tumour necrosis factor-α and vascular endothelial growth factor) were significantly reduced after the consumption of Kamut products. Randomisierte, Crossover-Interventionsstudie mit sehr kleiner Stichprobe DOI: 10.1038/ejcn.2012.206 Study: moderate evidence | Sofi F, Whittaker A, Cesari F et al. Characterization of Khorasan wheat (Kamut) and impact of a replacement diet on cardiovascular risk factors: cross-over dietary intervention study. Eur J Clin Nutr. 2013 Feb;67(2): 190-195. |
| 4. | * A replacement diet with ancient khorasan wheat consumption provided additive protection in reducing total and LDL cholesterol, insulin, blood glucose, ROS production, and some inflammatory risk factors, which are all key factors warranting of control in secondary prevention of T2DM compared to a diet with products made with modern wheat. Klinische Interverventionsstudie mit sehr kleiner Stichprobe DOI: 10.1007/s00394-016-1168-2 Study: moderate evidence | Whittaker A, Dinu M et al. A khorasan wheat-based replacement diet improves risk profile of patients with type 2 diabetes mellitus (T2DM): a randomized crossover trial. Eur J Nutr. 2017 Apr;56(3): 1191-1200. |
| 5. | * In conclusion, our results demonstrate that (1) the ancient wheats Graziella Ra and Kamut have greater amounts of total and α-gliadin than modern accessions; (2) α-gliadins from such ancient wheats show a strong and specific binding reaction to anti-p31–49 and anti-p56–75 mAbs; (3) the (putatively) less toxic variants of p31–49, DQ2-Glia-α1 and DQ2-Glia-α2 epitopes detected in all accessions, including ancient wheats, do not seem to affect mAbs/epitope binding reactions. Therefore, we suggest that Graziella Ra and Kamut are potentially as toxic as modern wheats with reference to CD and strongly recommend that they should not be introduced in the diet of celiac patients. Laborstudie DOI: 10.1100/2012/837416 Study: weak evidence | Colomba MS, Gregorini A. Are ancient durum wheats less toxic to celiac patients? A study of α-gliadin from Graziella Ra and Kamut. Scientific World Journal. 2012;2012: 837416. |
| 6. | * Gluten is present in all wheat grains and all can induce coeliac disease (CD) in genetically susceptible individuals. Analyses of ‘ancient’ and ‘modern’ wheats show that the protein content of modern bread wheat (Triticum aestivum) has decreased over time while the starch content increased. In addition, it was shown that, compared to bread wheat, ancient wheats contain more protein and gluten and greater contents of many CD‐active epitopes. Narratives Review DOI: 10.1111/nbu.12551 Study: weak evidence | Brouns F, Geisslitz S et al. Do ancient wheats contain less gluten than modern bread wheat, in favour of better health? Nutr Bull. 2022 Jun;47(2): 157-167. |
| 7. | * In-vitro Laborstudie DOI: 10.1053/j.gastro.2004.11.003 Study: weak evidence | Molberg O, Uhlen AK et al. Mapping of gluten T-cell epitopes in the bread wheat ancestors: implications for celiac disease. Gastroenterology 2005 Feb;128(2): 393–401. |
| 8. | * Overall, the presence of the Glia-α9 epitope was higher in the modern varieties, whereas the presence of the Glia-α20 epitope was lower, as compared to the landraces. This suggests that modern wheat breeding practices may have led to an increased exposure to CD epitopes. On the other hand, some modern varieties and landraces have been identified that have relatively low contents of both epitopes. Such selected lines may serve as a start to breed wheat for the introduction of ‘low CD toxic’ as a new breeding trait. Large-scale culture and consumption of such varieties would considerably aid in decreasing the prevalence of CD. In-Vitro Laborstudie DOI: 10.1007/s00122-010-1408-4 Study: weak evidence | Van Den Broeck HC, De Jong HC et al. Presence of celiac disease epitopes in modern and old hexaploid wheat varieties: wheat breeding may have contributed to increased prevalence of celiac disease. Theor Appl Genet. 2010;121(8):1527–1539. |
| 9. | * Kamut wheat, said to have been derived from seed found in the Egyptian pyramids, appeared on the market about 25 years ago. We have investigated its taxonomic placement using microsatellite genotyping. In all, 89 accessions of 13 tetraploid wheat species, along with samples of Kamut wheat, were genotyped using two A and B genome wheat microsatellite markers per chromosome, generating 453 alleles (8–33 alleles per locus), and a mean allelic polymorphic information content (PIC) of 0.80. A diversity analysis showed that nine major accession groups could be defined, and these were inconsistent with formal taxonomic classifications of about 10% of the material. Most of these misclassifications are due to either species introgression or seed admixture. Some accessions appear to be duplicates. The Kamut wheats grouped together in a cluster containing three accessions of Triticum polonicum and three of T. durum, originating from Turkey, Iraq, Iran and Israel. We suggest that Kamut perhaps derived from a natural hybrid between T. durum and T. polonicum, which occurred in the Fertile Crescent. Laborstudie (DNA-Fingerprint) DOI: 10.1079/PGR2006120 Study: weak evidence | Khlestkina EK, Röder MS, Grausgruber H, Börner A. A DNA fingerprinting-based taxonomic allocation of Kamut wheat. Plant Genetic Resources. 2006 Dec;4(3): 172-180. |
| 10. | ● The complete nutritional analysis of Kamut brand grain substantiates that it is higher in energy than other wheats. Compared to common wheat, it is higher in eight out of nine minerals; contains up to 65% more essential amino acids; and boasts more lipids and fatty acids. The most striking superiority of Kamut brand wheat is found in its protein level—up to 40% higher than the national average for wheat. Because of its higher percentage of lipids, which produce more energy than carbohydrates, Kamut brand can be described as a ‘high energy grain’. Athletes, people with busy lives and anyone looking for quality nutrition will find Kamut brand products a valuable addition to their diet (Abdel-Aal et al., 1998). Buchkapitel/Narrativer Review DOI: 10.1016/B978-0-08-100719-8.00014-0 Book: weak evidence | Békés F, Schönlechner R, Tömösközi S. Ancient Wheats and Pseudocereals for Possible use in Cereal-Grain Dietary Intolerances, In: Wrigley C, Batey I, Mskelly D, cereal Grains (Second Edition), Woodhead Publishing Series in Food Science, Technology and Nutrition. Chapter 14. Woodhead Publishing, 2017: 353-389. |
| 11. | ● Website | Kamut Brand wheat. Kamut International Ltd & Kamut Enterprises of Europe bv. 2023. |
| 12. | * Epidemiological studies have consistently demonstrated the benefits of dietary fibre on gastrointestinal health through consumption of unrefined whole foods, such as wholegrains, legumes, vegetables and fruits. Mechanistic studies and clinical trials on isolated and extracted fibres have demonstrated promising regulatory effects on the gut (for example, digestion and absorption, transit time, stool formation) and microbial effects (changes in gut microbiota composition and fermentation metabolites) that have important implications for gastrointestinal disorders. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1038/s41575-020-00375-4 Study: weak evidence | Gill SK, Rossi M, Bajka B, Whelan K. Dietary fibre in gastrointestinal health and disease. Nat Rev Gastroenterol Hepatol. 2021 Feb;18(2): 101-116. |
| 13. | * There is a wealth of epidemiological evidence based on systematic reviews of trials and cohorts to support the higher fibre recommendation. This includes evidence of reductions in the risk for CVD (both heart disease and stroke) and lower risk of type 2 diabetes, lower blood pressure, lower LDL-cholesterol, as well as some cancers. Beneficial effects of fibre operate via a diverse range of mechanisms throughout the digestive system including the mouth, stomach and small and large intestine; some of which are still not completely understood. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1017/S0029665119000673 Study: weak evidence | Evans CEL. Dietary fibre and cardiovascular health: a review of current evidence and policy. Proc Nutr Soc. Februar 2020;79(1): 61–7. |
| 14. | * Dietary fiber intake, independently of macronutrient and caloric intake, promotes weight loss and dietary adherence in adults with overweight or obesity consuming a calorie-restricted diet. Randomisierte kontrollierte Ernährungsstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/jn/nxz117 Study: weak evidence | Miketinas DC, Bray GA et al. Fiber intake predicts weight loss and dietary adherence in adults consuming calorie-restricted diets: the pounds lost (Preventing overweight using novel dietary strategies) study. J Nutr. 2019;149(10): 1742–1748. |
| 15. | ● Ernte Der Ertrag von Khorasan Weizen beträgt laut Literatur von 1,2 to/ha bis maximal 2,6 to/ha. Besonderheiten Wichtig: die Bezeichnung „Kamut“, die für den Khorasan Weizen auch gebräuchlich ist, ist eine geschützte Markenbezeichnung und darf ohne Genehmigung nicht verwendet werden! Website | Landwirtschaftskammer Oberösterreich. Bio Khorasanweizen (Triticum turgidum x polonicum). |
| 16. | ● Ernte Die Ernte erfolgt Mitte August. Bei Winterweichweizen ist ein Ertrag von 3.000 bis 5.000 kg/ha bei optimaler Kulturführung möglich. Auf eine rasche Reinigung ist bei der gedroschenen, trockenen Ware zu achten, damit das Getreide nicht eventuell Feuchtigkeit von eventuell mitgedroschenen grünen Unkrautsamen anzieht. Website | Landwirtschaftskammer Oberösterreich. Bio-Winterweichweizen (Triticum). |
| 17. | ● Website | Bundeszentrum für Ernährung. Lebensmittellagerung im Haushalt (PDF). |
| 18. | ● Sowohl die konventionelle Landwirtschaft als auch der Ökolandbau emittieren erhebliche Mengen an Treibhausgasen. Zwar weist die ökologische Landwirtschaft pro Kilogramm Getreide um etwa 60 Prozent geringere Treibhausgasemissionen auf als die konventionelle Produktion. Der Ökolandbau an sich ist kein Klimaretter. Theoretisch könnte eine vollständige Umstellung auf klimaoptimierte ökologische Landwirtschaft die Emissionen um 15 bis 20 Prozent reduzieren. Das würde jedoch nicht ausreichen, um die langfristigen Klimaziele für die Industrieländer, eine Reduktion um 60 bis 80 Prozent bis zur Mitte des Jahrhunderts, zu erreichen. Zudem würde eine vollständige Umstellung bei gleicher Produktionsmenge 60 Prozent mehr Fläche, etwa 10 Millionen Hektar, erfordern. Diese steht in Deutschland (und in Europa) jedoch nicht zur Verfügung. Ökologische Landwirtschaft liesse sich also nur dann auf der bisherigen Fläche betreiben, wenn die Produktion und der Verzehr von Fleisch (vornehmlich Rindfleisch) und Milch um etwa 70 Prozent zurückgehen.10 Entsprechend würden sich auch die Treibhausgasemissionen in der Landwirtschaft verringern. Ausschlaggebend für den Klimabeitrag des Ökolandbaus wäre also vor allem die verminderte Produktion aufgrund geringerer Erträge auf gleicher Fläche, weniger die emissionssparenden Methoden des Ökolandbaus. Eine alternative Klimastrategie bestünde in der klimatechnischen Optimierung der konventionellen Landwirtschaft, vor allem über einen geringeren Einsatz von Mineraldünger. Diese Optimierung brächte etwa 7 Prozent Einsparungen an Treibhausgasen. Website | Foodwatch. Klimaretter Bio? Der foodwatch-Report über den Treibhauseffekt von konventioneller und ökologischer Landwirtschaft in Deutschland. 2008. |
| 19. | ● Cereal/grain/pulse products Wheat, kernels, whole/cracked 0,84 Website | CONCITO. The Big Climate Database, version 1. 2021. |
| 20. | * Ressourcenanalyse DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011; 15: 1577-1600. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Amanda Gabriel, Dr. phil. (Hauptautor:in)
- Heidemarie Alberta Pirker, Dr. nat. tech., Ökologischer Landbau und Naturschutz (Autor:in)
- Katharina Hofer, MSc Ökologische Landwirtschaft (Prüfer:in)














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