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Buchweizen, roh (bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Buchweizen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
10%Wasser 81Makronährstoff Kohlenhydrate 81.11%/15Makronährstoff Proteine 15.03%/04Makronährstoff Fette 3.86% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, 0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Buchweizen bezeichnet den Echten oder Gemeinen Buchweizen (Fagopyrum esculentum), im Unterschied zum Tatarischen bzw. Falschen Buchweizen. Die Samen sind sowohl roh als auch gekocht essbar und im Handel auch in Bio-Qualität erhältlich.

Verwendung in der Küche

Buchweizen ist eine getreideähnliche Pflanze, die als Pseudogetreide gilt. Die Samen sind nussig im Geschmack. Weltweit dient Buchweizen zur Herstellung von glutenfreiem Brot, Nudeln, Pasta, Kuchen, Keksen, Crêpes, Pfannkuchen und Frühstückszerealien. Zudem spielt er eine Rolle bei der Produktion von Wein, Bier, Essig und Tee.13,21

Wie lässt sich Buchweizen zubereiten? Buchweizen eignet sich für vielfältige Zubereitungsarten. Buchweizen gekocht zu essen, ist aber die Regel. Viele Reisgerichte lassen sich auch problemlos mit Buchweizen zubereiten. Echter Buchweizen passt z.B. für die Herstellung eines Risottos.

Buchweizen lässt sich gekocht zu Brei oder Desserts verarbeiten. Das alleine nicht backfähige Buchweizenmehl dient als glutenfreier Mehlersatz1 sowie zum Andicken von Suppen und Saucen. Zum Backen benötigen Sie andere Mehlsorten in doppelter Menge. Beim Kochen von Buchweizen sollten Sie ebenfalls die doppelte Menge Wasser verwenden und 15 Minuten bei kleinster Stufe ohne Umrühren garen.

Kann ich Buchweizen roh essen? Ja, geschälte rohe Buchweizensamen können Sie ungekocht verzehren. Die Blätter des Buchweizens sollten Sie jedoch nur in kleinen Mengen als Rohkost essen, da sie reizend wirken. Sie eignen sich etwa fein gehackt als würzendes Kraut im Salat. Durch kurzes Kochen der Blätter verbessert sich der adstringierende Geschmack ein wenig.1

Geschälter Buchweizen (ungekocht), zuvor in lauwarmem Wasser eingeweicht oder gekeimt, lässt sich über Salate streuen oder als Grundlage für Gemüsebratlinge oder Gemüsefüllungen verwenden. Auch Buchweizenflocken sind roh essbar, z.B. als schmackhafte Bereicherung im morgendlichen Erb-Müesli. Buchweizenmehl roh zu essen, ist nur in kleinen Mengen ein Genuss, beispielsweise in ein Gericht eingestreut.

In der russischen, ukrainischen und polnischen Küche sind Brei bzw. Grütze aus Buchweizen verbreitet. In Norditalien und der Südostschweiz lässt sich Buchweizenmehl zu Nudeln (Pizzoccheri) sowie zu Polenta verarbeiten. Pfannkuchen aus Buchweizenmehl heissen in Frankreich "Galettes", in Russland "Blinis", in den Niederlanden "Poffertjes", in Ostfriesland "Bookweiten –Janhinnerk" und in der Eifel, im Nord- und Südtirol "Schwarzplenten". Auch in den USA verwendet man für die berühmten Pancakes häufig Buchweizenmehl. In Südtirol ist die Bozner Buchweizentorte (Schwarzplentener Kuchen) bekannt, in der westfälischen Küche Panhas (Fleischpastete mit Buchweizenmehl) und in der Steiermark, in Kärnten, Slowenien sowie Luxemburg ein kräftiger Sterz aus Buchweizenmehl (ähnlich einem "Schmarrn"). Die beliebten Soba-Nudeln aus Japan bestehen traditionell aus Buchweizen.

Für gekeimten Buchweizen verwenden Sie den Link dazu. Interessant ist auch der Artikel zum Einweichen und Keimen.

Veganes Rezept für orientalischen Buchweizen-Salat

Zutaten (für 4 Personen): 200 g Buchweizen, ca. 400 ml Wasser, 100 g rote gekochte Linsen, 1 Zucchini (roh), 1 Karotte (roh), 100 g Cherrytomaten, 4 Datteln, 1 Avocado, 1 Frühlingszwiebel, frische Kräuter wie z.B. Korianderblätter, Petersilie, Grüne Minze, Basilikum. Für das Dressing: Saft einer Zitrone, 1 EL Rapsöl, 1 Prise Kurkuma (gemahlen), 1 Prise Kreuzkümmel (gemahlen), Meersalz, Pfeffer.

Zubereitung: Den Buchweizen in doppelter Menge Wasser aufkochen. Nach etwa 10-minütiger Garzeit den noch leicht bissfesten Buchweizen abseihen und abkühlen lassen. Mit dem Sparschäler die Zucchini und die Karotte in schmale Streifen schneiden. Cherry-Tomaten vierteln und die Datteln und Frühlingszwiebel klein schneiden. Nach Belieben die frischen Kräuter hacken. Für das Dressing etwas Salz, Pfeffer, Kurkuma, Kreuzkümmel, Zitronensaft und kaltgepresstes Rapsöl verrühren. Das Dressing, die gekochten Linsen und die vorgeschnittenen Zutaten mit dem Buchweizen mischen. Zum Schluss mundgerechte Stücke einer Avocado vorsichtig unter den Buchweizen-Salat heben.

Veganes Rezept für Blinis

Zutaten: 150 g Buchweizenmehl, 50 g Weizenmehl, 0,5 TL Salz, 1 Pkg. Backpulver, 2 TL Apfelessig, 200 bis 450 ml Haferdrink, etwas raffiniertes Rapsöl.

Zubereitung: Mehl, Salz und Backpulver mischen. Apfelessig und Haferdrink zugeben und einen sämigen bzw. dünnflüssigen Teig herstellen. Mit weniger Flüssigkeit entstehen luftige, etwas dickere Blini-Taler. Bei flüssigem Teig sind dünne Pfannkuchen möglich. Nach einer Quellzeit von etwa 20 Minuten Blinis in heisser Pfanne in etwas Öl beidseitig backen.

Teezubereitung

Übergiessen Sie einen Teelöffel Buchweizen-Samen oder einen Esslöffel Buchweizenkraut (Herba fagopyri) mit einer Tasse kochendem Wasser und lassen Sie die Mischung 3 Minuten köcheln. Lassen Sie den Tee anschliessend 10 Minuten ziehen und giessen Sie ihn durch ein feines Sieb ab. Trinken Sie über vier bis acht Wochen täglich zwei bis drei Tassen als Kur.

Vegane Rezepte mit Buchweizen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Geschälte Buchweizen-Samen gibt es ganzjährig bei Supermarktketten wie Edeka, Rewe, Coop, Spar, Billa, Volg oder Migros sowie in russischen Lebensmittelgeschäften. Bei Denner, Aldi, Lidl oder Hofer gehören sie kaum zum Standardsortiment. Online-Handel, Bio-Läden oder Bio-Supermarktketten wie Alnatura oder Denn's Biomarkt führen neben Buchweizen-Samen auch Buchweizenflocken, Buchweizenmehl (auch als Heidenmehl bezeichnet), Buchweizen-Cracker, Grütze und Buchweizen-Pops aus kontrolliert biologischem Anbau.

Ungeschälter Buchweizen ist weniger für den Verzehr erhältlich, sondern als Saatgut. Ungeschält ist Buchweizen nicht essbar, die Schale ist zu hart. Man erkennt ungeschälten Buchweizen an der roten Farbe (Fagopyrin) der Schale. Ein schonender Schälvorgang garantiert auch nach dem Schälen eine gute Keimfähigkeit bei ganzen Buchweizen-Samen. Gerösteter Buchweizen hat eine ähnliche Farbe wie ungeschälter. Diese Form ist in russischen Gerichten sehr beliebt.

Buchweizen-Kraut ist als loser Tee oder in Teebeuteln erhältlich, vor allem online sowie in Drogerien, Apotheken und Reformhäusern.

In Lettland, Litauen, Polen und Russland bieten Supermärkte den Buchweizen in praktischen, vorportionierten Packungen an (Griķi, Gritji, гречка), die aussehen wie Schnellkoch-Reisbeutel.

Die Verfügbarkeit von Buchweizen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

Echter Wildbuchweizen (F. esculentum ssp. ancestrale) stammt aus China. Die Entdeckung erfolgte erstmals 1990 in Yongsheng in der Provinz Yunnan. Heute kommt er in Nordwest-Yunnan, West-Sichuan und Osttibet vor, vor allem in der Region der "Drei parallelen Flüsse", in der Jinsha-Fluss (oberer Jangtse), Mekong und Salween von Norden nach Süden parallel verlaufen. Diese wilde Unterart gilt als Vorfahr des kultivierten Echten Buchweizens (F. esculentum ssp. esculentum).14

In Mitteleuropa wächst verwilderter Echter Buchweizen (Fagopyrum esculentum) an Wegen, Waldrändern sowie auf Schutt- und Unkrautfluren. Die wilden Bestände überdauern nur wenige Jahre und stammen meist aus Anbau oder Aussaat.2

Wann blüht der Buchweizen? Die Hauptblütezeit von Buchweizen ist von Juli bis September.2 Die Erntesaison ist je nach Region und Klima unterschiedlich und beginnt im Spätsommer, Mitte bis Ende September.1 Blätter und Blüten lassen sich ab Beginn der Blüte ernten und für Aufgüsse sowie Teezubereitungen trocknen.3

Tipps zur Lagerung

Roher Buchweizen (Samen), getrocknete Buchweizen-Blätter und Buchweizen-Blüten sind trocken, lichtgeschützt und dicht verschlossen aufzubewahren. So verlängert sich die Haltbarkeit und Qualitätseinbussen durch Schädlingsbefall, Schimmelbildung oder Oxidationsverluste lassen sich vermeiden. Kaufen Sie lieber kleinere Mengen, um ein Ranzigwerden der Körner zu vermeiden.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Buchweizensamen liefern 343 kcal/100g und sind reich an Kohlenhydraten (72 %), wovon 10 % Ballaststoffe sind. Sie enthalten mit 3,4 % wenig Fett und bis zu 13 % Proteine.4

Buchweizen enthält alle acht essenziellen Aminosäuren. Tryptophan ist mit 0,19 g/100g reichlich vorhanden und deckt rund 77 % des Tagesbedarfs. Weitere Aminosäuren liegen in geringeren Mengen vor: Threonin 0,51 g/100g, Valin 0,68 g/100g, Isoleucin 0,50 g/100g und Lysin 0,67 g/100g. Lysin kommt in den heimischen Getreidesorten Europas nur mässig vor und gilt deswegen in Weizen (0,32 g/100g) oder Dinkel (0,41 g/100g) als limitierende Aminosäure.1 Ein ähnlicher oder höherer Lysingehalt als in Buchweizen findet sich auch in anderen Pseudogetreiden wie Amarant, Quinoa und Chiasamen.4

Buchweizen enthält mit 1,3 mg einen guten Anteil an Mangan, was ca. 65 % des Tagesbedarfs deckt. Pistazien und Bockshornkleesamen kommen auf einen ähnlichen Wert. Ungeschälte Hanfsamen übersteigen mit 7,6 mg den Wert um ein Vielfaches.4

Auch Magnesium weist mit 231 mg/100g eine nennenswerte Menge auf, ähnlich wie Weizenkeime oder fermentierte Kakaobohnen. Kürbiskerne enthalten mit 592 mg/100g beinahe das Doppelte an diesem Mengenelement.4

Die gesamten Inhaltsstoffe von Buchweizen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Das Eiweiss im Buchweizen besitzt mit 80-93 eine hohe biologische Wertigkeit. Im Vergleich dazu liegt die biologische Wertigkeit von Vollei bei 100. Die Kombination von Buchweizen mit einem Getreide wie Weizen oder Dinkel kann zu einer biologischen Wertigkeit von 100 führen.5

Neben seiner ausgewogenen Aminosäurenzusammensetzung, die zu einer hohen Proteinqualität beiträgt, liefert Buchweizen wichtige Mineralstoffe wie Zink, Kupfer und Mangan.21

Die Kohlenhydrate bestehen zu etwa 70 % aus Stärke, davon 30–35 % resistente Stärke, was zu einem niedrigen glykämischen Index beiträgt. Die resistente Stärke und Ballaststoffe unterstützen die Darmgesundheit und fördern das Sättigungsgefühl.13

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Buchweizen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Buchweizen enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:20,21

  • Polyphenole: Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin), Flavone (Isoorientin, Isovitexin, Vitexin, Orientin), Tannine
  • Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure

Buchweizen enthält reichlich Polyphenole, die starke antioxidative, entzündungshemmende, leberschützende8 und potenziell krebshemmende Eigenschaften besitzen. Ausserdem liefert Buchweizen resistente Stärke, Tannine, Pflanzensterine und Fagopyrine.15,20

Flavonoide, Gerbstoffe und Kieselsäure finden sich in allen Pflanzenteilen. Besonders das Flavonoid Rutin kommt in hoher Konzentration vor: bis zu 5 % in den Samen1, bis zu 8 % in den Blättern, bis zu 4 % in den Blüten und bis zu 0,4 % in den Stängeln.

Die bioaktiven Verbindungen im Buchweizen tragen zur Prävention von Krankheiten wie Bluthochdruck, Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen bei.8,15

Tierversuche zeigen zudem, dass Buchweizen das Auftreten chronischer Erkrankungen wie Hypercholesterinämie und neurologischer Störungen verzögern kann.6 Darüber hinaus lassen sich eine Senkung des Blutzuckerspiegels und eine Verbesserung der Glukosetoleranz beobachten, was auf positive Effekte bei Diabetes hinweist.7,15

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Buchweizen enthält fluoreszierende phototoxische Fagopyrine, die bei einem hohen Verzehr von Buchweizensprossen, Buchweizenkraut und -blüten, sowie fagopyrinreichen Buchweizenextrakten Fagopyrismus verursachen können. Das enthaltene Fagopyrin, ein roter Farbstoff aus der Fruchtschale, kann unter Lichteinwirkung phototoxisch wirken und die Empfindlichkeit gegenüber schädigenden UV-Strahlungen erhöhen (Fotosensibilisierung). Mögliche körperliche Auswirkungen bei empfindsamen Menschen sind Verbrennungen, Kribbeln und Taubheitsgefühl in den Händen und Kälteempfindlichkeit. Normale Verzehrmengen sind aber unbedenklich.9 Zudem gilt geschälter Buchweizen, wie er im Handel erhältlich ist, als frei von solchen Effekten.10

Ungeschälter Buchweizen enthält in den Randschichten neben wertvollen Mineralien und Ballaststoffen auch Phytinsäure. Diese Substanz kann sich mit Proteinen, Mineralstoffen und Spurenelementen verbinden und ihre Verfügbarkeit im Körper verringern. Durch Einweichen oder Keimen lassen sich Antinährstoffe wie Tannine und Phytinsäure reduzieren, während gleichzeitig der Gehalt an Eiweiss, Mineralstoffen und Polyphenolen steigt.13

In diesem Beitrag erfahren Sie, wie Sie Phytinsäure reduzieren können: "Phytinsäure bzw. Phytat und das Einweichen oder Keimen".

Buchweizen zählt zu den nährstoffreichsten glutenfreien Pseudogetreiden und eignet sich dadurch besonders gut für Personen mit Zöliakie.20

Verwendung als anerkannte Heilpflanze

Der Echte Buchweizen ist Arzneipflanze des Jahres 1999, ernannt durch den interdisziplinären Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde am Institut für Geschichte der Medizin der Universität Würzburg. Die Wahl zur Arzneipflanze des Jahres soll die medizinische Bedeutung des Buchweizens und seine pharmazeutische Nutzung betonen.

Die in Buchweizen-Samen und den grünen Teilen der Pflanze enthaltenen Rutoside (Rutin) finden bei Venenleiden (chronisch-venöse Insuffizienz), bei Mikrozirkulationsstörungen und zur Prophylaxe von Arteriosklerose medizinische Verwendung.11 So kann eine Teezubereitung bei Venen- und Gefässschwäche und als begleitende Behandlung bei Arterienverkalkung und Krampfadern hilfreich sein.1

Volksmedizin - Naturheilkunde

Traditionell dient Buchweizen zur Behandlung von Diabetes und Krebs. Zudem besitzt er antibakterielle, antioxidative und anti-aging Eigenschaften.8

In der Volksheilkunde findet Buchweizen zudem Verwendung bei Blutstillung, Netzhautblutungen, Venenstauungen und zur Anregung der Milchproduktion bei Wöchnerinnen.1

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Buchweizen kommt oft aus China. Dieser hat einen langen Weg hinter sich und daher einen schlechten ökologischen Fussabdruck. Spezifische Studien über die durch den Buchweizenanbau produzierten Emissionen und den CO2-Fussabdruck liegen jedoch kaum vor. In einer polnischen Studie aus dem Jahr 2022 verglich man unterschiedliche Produktionsweisen von unterschiedlichen Varietäten von Buchweizen aus Polen miteinander. Die hier angegebenen Werte liegen zwischen 0,16 kg CO2eq/kg und 0,28 kg CO2eq/kg.17 Laut CarbonCloud liegt der CO2-Fussabdruck von Buchweizen aus China bei 0,71 kg CO2eq/kg (Stand 2025).12

Der Wasserfussabdruck von Buchweizen beträgt 3142 Liter, ähnlich der Menge für Sorghumhirse (3048 Liter), jedoch deutlich mehr als für Getreidearten wie Hafer (1788 Liter), Weizen (1827 Liter) oder Gerste (1423 Liter).18

Buchweizen weist unkrautunterdrückende Eigenschaften auf, wobei die genauen Hintergründe bisher noch ungeklärt sind. Diese Eigenschaft zeigt sich sowohl bei wachsendem Buchweizen als auch durch eingearbeitete Buchweizenrückstände im Boden. Dies könnte eine Einsparungsmöglichkeit von in der konventionellen Landwirtschaft oftmals eingesetzten Herbiziden bieten.19

Bio-Buchweizen aus heimischem Anbau überzeugt durch Umweltverträglichkeit und hohe Qualität.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Buchweizen (Fagopyrum esculentum) hängt stark von Insekten zur Bestäubung ab, da die Pflanze sich nicht selbst befruchtet. Weltweit sind 87 der 115 wichtigsten Kulturpflanzen auf biotische Bestäuber angewiesen, und Insekten steigern die landwirtschaftliche Produktion um rund 9,5 %. Die Pflanze produziert Nektar mit Zucker, Vitaminen und Aminosäuren, der Insekten wie Honigbienen, Hummeln, Wildbienen und andere Fliegen anzieht. In Europa sorgen vor allem Honig- und Wildbienen für die Bestäubung, in Japan vor allem Hummeln.16

Qualität und Menge des Nektars hängen vom Alter der Pflanze, der Blütenposition und der Blütenform ab. Pin-Blüten (langgestielte) enthalten weniger Nektar und sind daher seltener besucht als Thrum-Blüten (kurzgestielte). Dürre und Hitze mindern die Blütenqualität, erhöhen Blütenabbrüche und verringern die Pollenfähigkeit. Der Nektar enthält dann weniger Zucker, und Insekten besuchen die Pflanzen seltener. Dadurch sinken die Samenbildung und die Ernteerträge.16

Mit den bevorstehenden Klimaveränderungen könnten sich die Fortpflanzungsbiologie von Buchweizen und die Interaktion mit Bestäubern stark verändern. Nachhaltiger Anbau unterstützt sowohl die Pflanzenproduktion als auch den Schutz von Bestäubern und trägt so zum Tierschutz bei.16

Weltweites Vorkommen - Anbau

Buchweizen zählt neben Quinoa zu den weltweit am meisten angebauten und kommerziell bedeutsamen Pseudogetreide-Arten. Nach Reis ist Buchweizen in Japan eine der wichtigsten Getreidearten im Anbau und Konsum. Ursprünglich stammt Buchweizen aus Südwestchina. Im 13. Jahrhundert erfolgte der Anbau in Europa, etwa in Italien, Österreich und Deutschland. Heute gedeiht Buchweizen in vielen Ländern.8

Die Gattung Fagopyrum umfasst weniger als 30 Arten, die grösstenteils in Südchina endemisch sind. Die verbreitetsten Arten sind der Echte Buchweizen (F. esculentum Moench) und der Tartary-Buchweizen (F. tataricum (L.) Gaertn). F. esculentum kommt in Asien, Europa, Afrika, Ozeanien und Nordamerika vor. In Italien gedeiht er in den Alpenregionen Valtellina und Val Venosta und dient dort zur Herstellung typischer regionaler Lebensmittel.8

Im Jahr 2022 führte Russland die weltweite Buchweizenproduktion mit 1'222'382 Tonnen an, gefolgt von China und der Ukraine. Laut Daten der Ernährungs- und Landwirtschaftsorganisation der Vereinten Nationen (FAO) betrug die globale Buchweizenproduktion 2022 insgesamt 2'231'443 Tonnen.8

Verwechslungsmöglichkeiten

Nah verwandt mit dem Echten Buchweizen ist der Tatarische Buchweizen bzw. Falsche Buchweizen (Fagopyrum tataricum).

Im Vergleich zum Echten Buchweizen trägt Tatarischer Buchweizen stärker zur Biodiversität und nachhaltigen Landwirtschaft bei. Er stammt aus Westchina und passt sich besser an raue klimatische Bedingungen an. Der Anbau erfolgt hauptsächlich in den Bergregionen Südwestchinas. In Europa wächst Tatarischer Buchweizen unter anderem in Luxemburg, Belgien, Deutschland, Slowenien, Italien, der Ukraine und Serbien.8

Tatarischer Buchweizen zeigt eine hohe Widerstandsfähigkeit gegenüber Kälte, Trockenheit und UV-B-Strahlung, was mit seinem hohen Gehalt an Polyphenolen und Flavonoiden zusammenhängt. Diese Inhaltsstoffe schützen die Pflanze vor ungünstigen Umweltbedingungen, Krankheiten und Schädlingen.8

Zur Unterscheidung vom Echten Buchweizen dienen auch die Blätter, die beim Falschen Buchweizen breiter als lang sind. Ein weiteres Merkmal ist der Stängel, der zur Fruchtzeit beim Falschen Buchweizen grün ist und nicht rot. Inhaltsstoffe und Wirkung sind mit denen des Echten Buchweizens vergleichbar. Die Hauptblütezeit der (in der Schweiz und in Teilen Österreichs) gefährdeten Art ist von Juli bis September.1

Anbau - Ernte

Für optimales Wachstum bevorzugt Buchweizen warme klimatische Bedingungen. Er passt sich jedoch gut an unterschiedliche Bodentypen an, ausgenommen sandige Böden, die ungeeignet sind. Besonders günstig sind gemässigte und subtropische Klimazonen mit ausreichend Niederschlägen.8

Buchweizen gilt als umweltfreundliche Kulturpflanze. Er benötigt wenig Dünger, Energie und Wasser und schont dadurch Böden, Ökosysteme und Wasserressourcen. Seine weltweite Verbreitung hängt mit der kurzen Wachstumszeit, der Toleranz gegenüber schlechten Böden, der Trockenheitsresistenz und der hohen Anpassungsfähigkeit zusammen. Trotz dieser Vorteile bleiben die Erträge pro Hektar eher niedrig, vor allem wegen starkem Unkrautwuchs.8

Die Pflanze wächst am besten in gemässigten Klimazonen und eignet sich auch für mediterrane Regionen mit milden, feuchten Wintern und heissen, trockenen Sommern. Die beste Temperatur für die Blüte liegt zwischen 18 und 23 °C, während die Keimung bei etwa 10 °C erfolgt. Buchweizen bevorzugt gut durchlässige Böden, gedeiht aber auch auf sauren Böden.8

Die Ansprüche an die Bodenvorbereitung sind gering; eine rechtzeitige Aussaat unterstützt die Keimung und reduziert Unkraut. Der Aussaatzeitpunkt hängt von Region und Höhenlage ab. In Mitteleuropa liegt er meist zwischen Mai und Juli, in höheren Lagen etwas früher. Die Samen gelangen in der Regel 4–6 cm tief in den Boden. Bei trockenen Bedingungen erfolgt die Aussaat etwas tiefer, um genügend Feuchtigkeit zu erreichen.8

Der Ertrag hängt stark von der Nährstoffversorgung des Bodens ab. Buchweizen benötigt keine hohen Stickstoffmengen, reagiert aber positiv auf eine ausgewogene Düngung. Besonders wichtig sind Kalium, Phosphor und Stickstoff. Zu viel Stickstoff kann jedoch das Umknicken der Pflanzen fördern und den Ertrag verringern.8

Die Ernte erfolgt etwa zehn Wochen nach der Aussaat, sobald rund 70–75 % der Körner ausgereift sind und die Pflanzen die meisten Blätter verloren haben. Nach der Ernte folgt das Trocknen der Körner. Eine längere Lagerung ist nicht empfehlenswert, da die Körner schnell ranzig riechen oder schmecken.8

Der Echte Buchweizen ist eine schlanke, einjährige Pflanze mit aufrechten, rötlichen Stängeln. Die Blätter sind breit, dreieckig und bis zu 7 cm lang. Die Blüten erscheinen im Sommer in Büscheln und sind klein, duftend und rosa bis weiss. Die Samen der 20 bis 60 cm hohen Pflanze sind dreikantig, braun und etwa 6 mm lang.3

Weiterführende Informationen

Buchweizen ist ein Pseudogetreide aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae) und der Gattung Fagopyrum. Die am meisten angebauten Arten sind Fagopyrum esculentum (gewöhnlicher Buchweizen) und Fagopyrum tataricum (Tartary-Buchweizen), da sie sich gut an verschiedene Anbaubedingungen anpassen und weltweit verbreitet sind. Im Gegensatz zu den einkeimblättrigen Getreidearten wie Weizen, Reis oder Gerste handelt es sich bei Pseudogetreiden um zweikeimblättrige Pflanzen.8

Neben dem Knöterichgewächs Buchweizen sind die Fuchsschwanzgewächse Amarant (Amaranthus) und Quinoa (Reismelde = Chenopodium quinoa) für die Ernährung bedeutsam. Nah verwandt und ähnlich verwendet ist Kañiwa bzw. Cañihua (Chenopodium pallidicaule). Ebenfalls als Pseudogetreide bekannt sind die Samen der Mexikanischen Chia (Salvia hispanica) aus der Familie der Lippenblütler.

Alternative Namen

Geläufige bzw. weniger bekannte Namen für den Echten Buchweizen sind Gemeiner Buchweizen, Buchweizensamen, Heidenkorn, Heiden, Heidensterz, Heidekorn, Heidegraupen, Blenden, Blende, Brein, Bokert, Schwarzes Welschkorn, Schwarz-Plent, Schwarzpolenta, Gricken (lit. Grikiai), Tater, Sarazenenkorn oder Türkischer Weizen.

Lateinische Synonyme für Fagopyrum esculentum sind Fagopyrum cereale, F. sagittatum, F. sarracenicum, F. vulgare, Phegopyrum esculentum, Polygonum cereale und P. fagopyrum.

Medizinische Bezeichnungen für Buchweizenkraut sind Fagopyri herba syn. Herba Fagopyri. Buchweizenkraut, das zur Blütezeit geerntete und getrocknete Blätter und Blüten der Pflanze enthält, nennt man Fagopyrum-esculentum-Kraut.

Auf Spanisch heisst Buchweizen alforfón oder trigo sarraceno. Der englische Name lautet buckwheat bzw. Japanese/ silverhull/ common buckwheat.

Sonstige Anwendungen

Die Blütenstände des Buchweizens sind in der Imkerei sehr geschätzt und bieten eine ausgezeichnete Quelle für die Honigproduktion.8

1.

Book

Fleischhauer SG, Guthmann J et al. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage. AT Verlag: Aarau. 2013.

2.

Website

Infoflora Schweiz. Fagopyrum esculentum Moench. Echter Buchweizen

3.

Book

Bown D. Kräuter - Die grosse Enzyklopädie: Anbau und Verwendung. 2. Auflage. Dorling Kindersley Verlag: München. 2015.

4.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

5.

Website

Ugb de: Ist bei einer rein pflanzlichen Kost die Proteinqualität ausreichend? 2015;3:148.

6.🞽

Narratives Review

Overall, the animal studies and in vitro work carried out so far begin to define the mechanisms by which BW may help to prevent chronic diseases. The strong antioxidant activity exhibited by BW may help to prevent lipid and DNA oxidation, delaying the development of chronic diseases such as cancer, inflammation, hypercholesterolemia, and neurological diseases. Furthermore, newly discovered mechanisms of action, such as the ones described in this review, can help to explain the beneficial effects exerted by BW. BW protein and polyphenols, especially rutin and quercetin, have been considered partially responsible for the effects observed. Nevertheless, most animal studies described above were carried out with BW-derived extracts, which contain not only polyphenols but also fiber, sugars, and other compounds that may be responsible in whole or in part for the observed effects. Although most of the in vitro cell studies included in this review indicate that BW may prevent cancer, hypertension, or neurological disorders, some of them do not represent dietary/physiological conditions: (i) the concentrations of BW products used in some cases are higher than those described in vivo;157 (ii) in vivo, lung cells, hepatocytes, cells of the vascular wall, or cells of the nervous system are not exposed to whole extracts or original compounds, but mainly to derived metabolites formed and absorbed after gastrointestinal digestion and metabolic conjugation, including glucuronides, methyls, and sulfates.158,159 Therefore, future in vitro studies need to be carefully designed so that the results obtained can contribute to clarifying which compounds are responsible for the observed effects and the cellular and molecular mechanisms underlying the beneficial effects attributed to BW. In addition, future research should be directed to epidemiologic studies and toward consolidating the mechanisms of action, especially in humans. These studies will give a valuable approach for using this pseudocereal in the design of novel and healthy foods and enhance its consumption.

DOI: 10.1021/acs.jafc.5b02498

Study: weak evidence

Giménez-Bastida JA, Zieliński H. Buckwheat as a Functional Food and Its Effects on Health. J Agric Food Chem. 2015;63(36):7896-7913.

7.🞽

Laborstudie Untersuchung Inhaltsstoffe und in vivo-Tierunteruchung (Mäuse)

The present study demonstrated that TBF contains higher nutritional contact as compared to CBF. Furthermore, it was indicated that the oral administration of CBE and TBE could lower the blood glucose level and can increase glucose tolerance effectively

DOI: 10.32413/pjph.v9i4.415

Study: weak evidence

Ahmed A, Rani H, et al. Evaluation of buckwheat for management of diabetes. PJPH. 2020;9(4):184–189.

8.🞽

Narratives Review

Buckwheat is a pseudocereal that belongs to the Polygonaceae family and Fagopyrum genus. The most extensively cultivated species within the Fagopyrum genus are Fagopyrum esculentum Moench (common buckwheat) and Fagopyrum tataricum (L.) Gaertn (Tartary buckwheat), owing to their broad agroecological adaptability and widespread global distribution.

The consumption of buckwheat has been associated with the prevention and mitigation of various chronic non-communicable diseases, including obesity, hypertension, and cardiovascular disorders, due to its favorable nutritional profile and bioactive compound content [9]. Current research on buckwheat, both in vivo and in vitro, confirms its potential health benefits, including antitumor, anti-inflammatory, antioxidant, and hepatoprotective effects [3,10]. Buckwheat’s bioactive components may help prevent several illnesses, including diabetes, high blood pressure, cancer, glycemic disorders, and more.

Buckwheat is scientifically known as F. esculentum Moench, and it and quinoa (Chenopodium quinoa Willd) are the most widely cultivated and commercially significant pseudocereal crops worldwide [18]. Following rice, buckwheat holds the position of the second most significant grain crop in Japan in terms of cultivation and consumption [20]. Southwestern China is believed to be the primary domestication region of buckwheat [21], but also its place of origin [22]. By the thirteenth century, buckwheat cultivation had been established in several parts of Europe, including Italy, Austria, and Germany [20]. Today, it is widely cultivated in numerous countries where grain crops represent a significant component of agricultural systems [22]. Regarding buckwheat cultivation requirements, buckwheat exhibits optimal growth under warm climatic conditions and demonstrates adaptability to a wide range of soil types, except for sandy soils, which are generally unsuitable for its cultivation.

The Fagopyrum genus comprises fewer than 30 species, which are mostly endemic to southern China [24]. The most widespread species of the genus Fagopyrum are common buckwheat (F. esculentum Moench) and Tartary buckwheat (F. tataricum (L.) Gaertn) [24]. According to statistics, the most widespread species of F. esculentum is distributed in Asia, Europe, Africa, Oceania, and North America. In Italy, it thrives in the alpine regions of Valtellina and Val Venosta, where it is used for the preparation of typical regional food products.

Originating from western China, Tartary buckwheat adapts better to harsh climate conditions than common buckwheat. Tartary buckwheat is mainly grown in the mountainous areas of southwestern China [25]. In Europe, Tartary buckwheat is grown in Luxembourg, Belgium, Germany, Slovenia, Italy, Ukraine, and Serbia [25].
One of the basic characteristics of Tartary buckwheat is its resistance to cold and drought, as well as resistance to UV-B radiation. This characteristic is associated with its high content of polyphenols, rutin, quercetin, and fagopyrin, which have a protective role [26]. Researchers have shown that buckwheat has a flavonoid content 25–50 times higher than wheat and corn [27]. The presence of a high content of polyphenols in the composition of tartaric buckwheat has a role in protecting the plant against unfavorable climatic conditions, plant diseases, and pests.

In contrast to conventional cereals such as wheat, rice, and barley, which are monocotyledonous.

In 2022, Russia led global buckwheat production with 1,222,382 tons, followed by China and Ukraine [30]. According to data from the Food and Agriculture Organization (FAO), in 2022, buckwheat production was 2,231,443 tons.

"1.2. Cultivation and Production"

DOI: 10.3390/plants14142200

Study: weak evidence

Lițoiu AA, Păucean A, et al. An Overview of Buckwheat-A Superfood with Applicability in Human Health and Food Packaging. Plants (Basel). 2025;14(14):2200.

9.🞽

Systematisches Review

Buckwheat contains many healthy nutrients, and its consumption is therefore increasing. Buckwheat also contains fluorescent phototoxic fagopyrins. A systematic review of fagopyrins and the phototoxicity of buckwheat found that reliable quantitative data on fagopyrin toxicity are not yet available. Generally, buckwheat seeds, flour, and teas are safe in normal amounts. Diets extensively composed of buckwheat sprouts, herbs, and particularly flowers or of fagopyrin-rich buckwheat extracts may cause fagopyrism. A reference standard is needed, as it would enable the accurate evaluation of fagopyrin content in buckwheat products and would allow proper testing of their as yet unknown physical, chemical, and biological characteristics

DOI: 10.1021/acs.jafc.5b01163

Study: strong evidence

Benković ET, Kreft S. Fagopyrins and Protofagopyrins: Detection, Analysis, and Potential Phototoxicity in Buckwheat. J Agric Food Chem. 2015;63(24):5715–5724.

10.🞽

Narratives Review

Einen anderen Aspekt allfälliger Giftwirkung bearbeiteten einige Untersucher. Sie fanden, dass über längere Zeit mit Mais gefütterte weisse Mäuse, Meerschweinchen und Kaninchen bei Haltung im Dunklen gesund blieben, bei Haltung im Licht entwickelten sich dagegen Hautveränderungen, Darm- und nervöse Symptome. Wie Letztere gehaltene, aber pigmentierte Tiere zeigten diese Symptome nicht oder nur sehr geringfügig [31–36]. Daraus wurde geschlossen, dass der „gesunde“ Mais einen sensibilisierenden Stoff enthält, der im Dunkeln ungiftig, im Licht aber giftig ist. Für solche photodynamisch wirkenden Substanzen gibt es verschiedene Kandidaten. Tatsächlich ist eine andere Feldfrucht, die auch der Ernährung des Menschen dient, der Buchweizen (Fagopyrum esculentum, Gran saraceno, Heiden) aus der Familie der Knöterichgewächse, für sensibilisierende Stoffe bekannt. Durch Verfütterung des Buchweizens an Rinder, Schweine und Schafe entstehen charakteristische Veränderungen der dem Licht ausgesetzten unpigmentierten Hautstellen und in der Folge kann der Tod eintreten. Die Pellagra könnte also eine der Buchweizenkrankheit (Fagopyrismus) analoge Erkrankung sein. Ausschliessliche Maisfütterung der genannten Haustiere verursacht jedoch keine Erkrankungen.

DOI: 10.1007/s00508-021-01840-z

Study: weak evidence

Flamm H. Die Pellagra – vor 250 Jahren im Kaisertum Österreich erstmals beschrieben, wurde sie zu einer lebensbedrohenden Endemie in einigen Provinzen. Wien Klin Wochenschr. 2021;133(Suppl 1):1-21.

11.

Website

Arzneipflanzenlexikon info: Buchweizen.

12.

Live footprint: 0.71 kg CO₂e/kg (China)

Website

CarbonCloud: Buckwheat. 2025.

13.🞽

Interdisziplinäre Ernährungs- und Konsumentenforschungsstudie

Buckwheat belongs to the Polygonaceae family, and its seeds (groats) are used in porridges, flakes, flour (for bread, noodles, pasta, pancakes), and beverages such as tea and beer.

Carbohydrates (≈70%) are largely starch, with 30–35% resistant starch contributing to a low glycemic index (Tömösközi and Langó, 2017; Kreft et al., 2020). Groats also supply 6–8 g/100 g dietary fiber.

Resistant starch and fiber support gut health, satiety, and weight management.

Soaking and sprouting markedly reduce antinutrients like tannins and phytic acid (Zhang et al., 2015; Thakur et al., 2021) while increasing protein, minerals, and polyphenols.

DOI: 10.3389/fsufs.2025.1673883

Ranic M, Knez M, et al. Exploring buckwheat’s potential—developing innovative dishes, sensory evaluation, consumer acceptance and market integration in Europe: a cross-country analysis. Front Sustain Food Syst. 2025;9:1673883.

14.🞽

Narratives Review

Wild common buckwheat F. esculentum ssp. ancestrale was discovered at the first time in 1990 (Ohnishi 1990, 1998a) at Yongsheng, Yunnan, China. Now wild common buckwheat is found in northwestern Yunnan, western Sichuan, and eastern Tibet around the Three Parallel Rivers region where the Jinsha or upper Yangtze, Mekong, and Salween rivers flowing down north to south in parallel (Ohnishi and Konishi 2001). F. esculentum ssp. ancestrale is thought of as wild ancestor of cultivated buckwheat F. esculentum ssp. esculentum.

DOI: 10.1270/jsbbs.19028

Study: weak evidence

Ohsako T, Li C. Classification and systematics of the Fagopyrum species. Breed Sci. 2020;70(1):93-100.

15.🞽

Randomisierte, kontrollierte Cross‑Over‑Studie (20 Personen)

According to several studies, eating whole grains has been associated with a lower risk of chronic diseases. 

Buckwheat-based grains are gluten free and have a number of health benefits, including the ability to lower cholesterol and possess anti-inflammatory, anti-cancer, and anti-diabetic qualities.

The protective effects of buckwheat proteins, flavonoids, and thiamin-binding proteins on blood pressure, cholesterol, and serum glucose levels have been shown in several researches.

Conversely, buckwheat flour is rich in antioxidant polyphenols, which may help prevent oxidative stress. The health potential of buckwheat on biomarkers of cardiometabolic health is well established.

DOI: 10.1002/fsn3.4697

Study: strong evidence

Begum K, Khan I, et al. Effect of Buckwheat-Containing Bread on Postprandial Glycemia, Appetite, Palatability, and Gastrointestinal Well-Being. Food Sci Nutr. 2025;13(6):e4697.

16.🞽

Experimentelle Pflanzenbau- und Umweltforschungsstudie

Recently, the cultivation of pollinators-dependent crops has been increasing globally [32]. A total of 87 of 115 of the most cultivated crops depend on biotic pollination factors [33]. The annual increase in agricultural yield generated by insect accounts for 9.5% worldwide [33,34]. To maintain the productivity of those plants under climate change, heat- or drought-tolerant crops and climate-smart planting schemes are becoming essential to sustain agricultural yields [35].
Among the different existing entomophilous cultures, buckwheat (Fagopyrum esculentum Moench) has regained interest towards sustainable agriculture models under changing climatic conditions. This multipurpose crop is underutilized but remains important for food security in East Asia, East Europe, and the Himalayan region [36]. In recent years, this pseudocereal has regained interest for its superfood properties and its potential as a functional food ingredient. It displays a high content of dietary fibers, flavonoids, and protein, with an amino acid score of 100 [37,38,39].
Regarding its reproductive morphology, buckwheat inflorescences are compound racemes, each producing 1 to 30 uniparous cymes [40]. Fagopyrum esculentum is distylous, with each plant producing either pin (long-styled) flowers, or thrum (short-styled) flowers. Anthesis lasts one day, and there is only one ovule in each flower [41]. Pollen viability is high, but female sterility events are frequent [42]. These peculiarities make the seed yield extremely dependent on the capacity of the plant to attract pollinators, since the plant is self-incompatible [43].
Buckwheat relies on nectar as the key element among the different structures used by plants to facilitate pollination by insects. The attractiveness of buckwheat is linked to its capacity to produce high-quality nectar that is primarily composed of hexoses (including glucose and fructose) and sucrose, as well as vitamins and amino acids [43]. The production of buckwheat nectar also fluctuates with the age of the plant, the position in the raceme, and the morphology of the flower. Pin flowers are less visited and contain less nectar than do thrum flowers [44,45,46].
In terms of pollination, wind plays a minor role in the buckwheat’s reproductive process, whereas insect pollination significantly contributes to most of the yield [47]. The quality of the pollination may undergo significant changes according to the genetic background, the nectar productivity, the blooming stages of the plant, and the weather conditions [42]. In Europe, Apis mellifera and Apis cerana serve as the main pollinators for buckwheat; other secondary pollinators, including, Andrena spp., Bombus spp., Osmia spp., and various Diptera species, also contribute significantly to the overall pollination process [48,49]. The pollination guild can change with the geographic region. In Japan, the bumblebees Bombus ardens sakagamii and B. hypocrite sapporoensi are the dominant pollinating species [50]. With the upcoming environmental modifications, the reproductive physiology of buckwheat and its plant–pollinator interactions are predicted to undergo significant changes.

DOI: 10.3390/plants14010131

Defalque C, Laeremans J, et al. Drought and high temperatures impact the plant–pollinator interactions in Fagopyrum esculentum. Plants. 2025;14(1):131.

17.🞽

Experimentelle agrarwissenschaftliche Feldstudie mit ökonomischer und ökologischer Analyse

Estimated emissions from buckwheat production ranged from 160.9 kg CO2eq t−1 of dry matter for low-input Volma cultivation to 281.4 kg CO2eq t−1 for high-input Mancan cultivation

DOI: 10.3390/en16010017

Bielski S, Marks-Bielska R, et al. Investigation of Energy and Economic Balance and GHG Emissions in the Production of Different Cultivars of Buckwheat (Fagopyrum esculentum Moench): A Case Study in Northeastern Poland. Energies. 2023;16(1):17.

18.🞽

Untersuchung zum Wasserverbrauch

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

19.🞽

Review über die Unkrautunterdrückung durch Buchweizen

For centuries, farmers have used the empirically known ability of buckwheat to suppress weeds (Tominaga and Uezu, 1995; Hayashi, 1998; Kalinova et al., 2005) and
its cultivation is a widespread weed management technique in crop rotations and traditional agricultural systems

Besides strong weed suppression in growing buckwheat stands, it is known that incorporated buckwheat residues also suppress weeds

DOI: 10.2525/ecb.53.1

Falquet B, Gfeller A et al. Weed Suppression by Common Buckwheat: A Review. Environ. Control Biol. 2015;53(1):1–6.

20.🞽

Narratives Review

Polyphenolic compounds (flavonoids and phenolic acids) are bioactive ingredients in buckwheat and increase the nutraceutical potential of buckwheat. Buckwheat is a rich source of flavonoids such as rutin, isoorientin, quercetin, isovitexin, vitexin, and orientin (Raguindin et al., 2021). Among all pseudocereals, rutin is only present in buckwheat, with higher antioxidant, anti-inflammation, and anticancer properties (Zhu, 2016). The flavonoid compounds in buckwheat impart pharmaceutical and other health-related benefits (Lee et al., 2016). Buckwheat is also a good source of resistant starch, tannins, plant sterols, and fagopyrins. 

Buckwheat is a nutrient-dense pseudocereal, free from gluten protein, and the preferred diet for celiac.

DOI: 10.1002/fsn3.3166

Study: weak evidence

Sofi SA, Ahmed N, et al. Nutritional and bioactive characteristics of buckwheat, and its potential for developing gluten‐free products: An updated overview. Food Science & Nutrition. 2023;11(5):2256–2276.

21.🞽

Experimentelle agrarwissenschaftliche Feldstudie

Buckwheat is a grain-like plant, classified as a pseudocereal, that is cultivated in many countries around the world.

Globally, it is utilized to create gluten-free bread, noodles, pasta, cakes, biscuits, crepes, pancakes, and breakfast cereals [2]. The buckwheat plant plays an important role in producing various products, including wine, alcohol, vinegar, and tea. One of the notable qualities of buckwheat is its balanced amino acid composition, which contributes to its high protein quality. Additionally, buckwheat is an excellent source of dietary fiber, classified as a non-starch polysaccharide [3], and it also provides essential micro-minerals such as zinc, copper, and manganese.

Phytic acid content was detected using a myo-inositol assay kit (K-INOSL, Megazyme Intl, Wicklow, Ireland) in accordance with the instructions of the manufacturer. Approximately 1 g of sample was used in the analysis.

DOI: 10.1186/s12870-025-06921-z

Ciftci B, Akcura S, et al. Grain yield and nutritional properties of buckwheat (Fagopyrum esculentum M.) grown with varying nitrogen doses and irrigation levels. BMC Plant Biol. 2025;25(1):943.

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