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Lebensmittel mit Marktpreisen

Objektive Informationen über vegane Lebensmittel mit Marktpreisen, Inhaltsstoffen, Rezepten, Einkaufsmöglichkeiten, Saison etc.

Mutter und Tochter beim Auswählen und Kaufen von Früchten und Gemüse.© Bought from BearFotos, shutterstock
Mutter und Tochter beim Auswählen und Kaufen von Früchten und Gemüse.

Einleitung

Eine bewusste, ausgewogene Ernährung und ein damit verbundener gesunder Lebensstil, der auch aktive Bewegung einschliesst, kann helfen, Krankheiten zu vermeiden.1,2,3

Ein Kernproblem unseres Lebensstils ist, dass alle Lebensmittel jederzeit verfügbar sein sollen. Diese Nachfrage führt zu einem Überangebot an Lebensmitteln, was wiederum eine sehr hohe Verschwendung nach sich zieht. Ein Drittel aller Lebensmittel landet ungenutzt im Müll. Das führt in der EU zu 180 kg Nahrungsmittelverlusten pro Kopf und Jahr.4 In diesem Kontext ist es wichtig, auch auf die eigene Lebensmittelverschwendung (engl. food waste) Acht zu geben. Beispielsweise, indem man versucht, mit einer guten Planung und Organisation Lebensmittel bewusst einzukaufen und zu verbrauchen.

Für gesundheitsbewusste KonsumentInnen stehen hauptsächlich die naturgegebenen Funktionen eines Lebensmittels im Vordergrund (die funktionale Qualität): das heisst, das Vorhandensein von Inhaltsstoffen wie Vitaminen, Mineralien, Bakterienkulturen oder ungesättigten Fettsäuren. Dem gegenüber steht der Fokus auf den Dienstleistungswert (also die Convenience-Qualität), bei welcher der Hersteller mindestens eine Verarbeitungsstufe übernommen hat.

Leider ist die Bedeutung der materiellen Funktion (d.h. des Nährwerts, also des ernährungsphysiologischen Werts) und des Gesundheitswerts (also der präventivmedizinischen Qualität)5 vermehrt in Vergessenheit geraten. In der westlichen Zivilisation, zumindest bei einem höheren Einkommen, isst man also meist für den Genuss, nicht für die Gesundheit. Dabei hat z.B. eine Umstellung auf möglichst naturnahe, aber abwechslungsreiche, voll pflanzenbasierte Ernährung (vegan) grosse gesundheitliche Vorteile, wenn man die Bedürfnisse des Organismus kennt und beachtet.6 Zudem erreicht man damit grosse ökologische Vorteile. Bei den Quellen finden Sie weiterführende Literatur.7,8,9,10

Seien Sie kritisch und erarbeiten Sie sich vor dem nächsten Einkauf wichtiges Grundwissen zu den von Ihnen gekauften Produkten. Neben möglichen Zubereitungstipps und Einkaufsmöglichkeiten informieren wir auch über die Herkunft von Lebensmitteln und ihre saisonale Verfügbarkeit. Wir gehen aber auch tiefer: Zusätzlich zu den ernährungsphysiologischen Vor- und Nachteilen berichten wir über ökologische Aspekte von Lebensmitteln. Davor finden Sie Tabellen mit Marktpreisen.

Im Hinblick auf Krankheitsprävention und wegen der ökologischen Dringlichkeit ist es unserer Stiftung ein grosses Anliegen, objektiv recherchierte Informationen zur Verfügung zu stellen, v.a. über die Gesundheit und über gesunde und ökologisch vorteilhafte Lebensmittel.

Unterscheidung Lebensmittel - Nahrungsmittel

Christoph Wilhelm Hufeland (1762-1836) prägte den Begriff 'Nahrungsmittel' in seiner Abhandlung "Makrobiotik oder die Kunst, das menschliche Leben zu verlängern" aus dem Jahr 1796.

Die Unterscheidung zwischen 'Lebensmitteln' und 'Nahrungsmitteln' als 'natürliches Produkt zum Leben' versus 'industriell verarbeitete Produkte' entstand gemäss ChatGPT in den 1930er-Jahren durch den englischen Ernährungswissenschaftler Robert McCance (1898-1993) und die britische Biochemikerin und Ernährungswissenschaftlerin Elsie May Widdowson (1906-2000). Widdowson und McCance entwickelten die erste vollständige Nährwerttabelle für Lebensmittel und erkannten dabei den Unterschied zwischen natürlichen Lebensmitteln und industriell verarbeiteten Nahrungsmitteln. 1940 entstand das erste Werk "The Chemical Composition of Foods".

Nach Dr. med. Werner Kollath (1892-1970) enthalten nur möglichst unbehandelte Lebensmittel genügend essenzielle Inhaltsstoffe (Nährstoffe), die er Auxone nannte. Sein Buch "Die Ordnung unserer Nahrung" erschien 1942. Nach ihm ist ein Lebensmittel "lebende Kost", die sogenannte Fermente enthalte. Bei einem Nahrungsmittel seien diese vernichtet. Dabei unterscheidet er drei Wertgruppen (Wertstufen) für Lebensmittel (natürlich, mechanisch verändert, fermentativ verändert) und Nahrungsmittel (erhitzt, konserviert, präpariert). Er begründete damit seine Vollwertkost.

Wie suche ich nach einem Lebensmittel?

Vegane Lebensmittel, bei uns auch 'Zutaten (für Rezepte)' genannt, suchen und finden Sie direkt mit dem unten zitierten Link.

Lassen Sie sich aber vorher die Möglichkeiten der Auswahl erklären: Wenn Sie lediglich nach einer bestimmten Zutat suchen, geben Sie einfach z.B. die ersten drei Buchstaben ein - oder mehr, falls die Liste dann zu lang ausfällt. Wie Sie unterhalb des Suchfeldes erkennen, können Sie auch nach ganz verschiedenen Kriterien filtern oder sortieren (Stichwort: Sortierungen nach Gesundheitswerten). Sie finden in diesem Suchfenster auch alle nötigen Erklärungen zu Ihren Filtermöglichkeiten. Zudem geben wir verschiedene Hinweise durch "Mouse-over" bzw. Klick beim Handy.

Informationen über ein Lebensmittel

Sobald Sie ein Lebensmittel (Zutat) gefunden und ausgewählt haben, gelangen Sie zu einem Zutatenbild, gefolgt von aktuellen Lebensmittelpreisen (D-A-CH, Zusatzinformationen per Klick bzw. Mouse-over) und einer Angabe über die Saisonalität (falls relevant). Darunter haben wir ein CLICK FOR mit diversen Nährstofftabellen platziert. Meist geht es dann mit einem ausführlichen Text über das Lebensmittel weiter.

Hier lesen Sie Details über unsere Informationsstruktur bei den Zutaten und darüber, welche Angaben Sie daraus entnehmen können.

Grundinformationen zur Zusammensetzung:

Rechts über dem Bild finden Sie Grundinformationen zum entsprechenden Lebensmittel oder Nahrungsmittel. Diese beinhalten von links nach rechts den Wasseranteil, den prozentualen Anteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate, Proteine und Fette) sowie das Verhältnis zwischen den essenziellen Fettsäuren Linolsäure (LA = Omega-6) und Alpha-Linolensäure (ALA = Omega-3).

Preise:

Dazu listen wir im besten Fall je drei Preise für die einzelnen Länder (D-A-CH) auf, also Marktpreise für Deutschland, Österreich (Austria) und die Schweiz. Wir zeigen langzeitig günstige Angebote, den Normalpreis und den Bio-Preis, meist standardisiert für 100 g oder 100 ml (1 dl für Flüssigkeiten). Bei näherem Interesse öffnen Sie je ein CLICK FOR pro Land, um die Zahlen über Jahre zurückverfolgen zu können. Bei Ausnahmen finden Sie Erklärungen dazu oder können über Piktogramme Texte einsehen.

Nährstofftabellen:

Beim Aufruf des CLICK FOR Nährstofftabellen unter den Lebensmittelpreisen erwarten Sie 7 Tabellen mit einer Liste der essenziellen Nährstoffe, inkl. Mengenangaben und Abdeckung des Tagesbedarfs in Prozent (ohne Veränderung durch Sie = für 2000 kcal, also für eine Frau). Dies gilt jeweils für einen Konsum von 100 g (bei Rezepten sieht man hingegen auch die Nährwerte pro Portion). Im Text "Nährstoffe umfassend erklärt" sind diese Tabellen näher beschrieben.

Zudem lassen sich die Details zu den gezeigten Nährstoffen, mit Ausnahme der ersten Tabelle, durch einen Klick auf den Namen öffnen.

Struktur der Texte:

Nicht bei allen Zutaten, doch bei einem Grossteil bieten wir Ihnen umfangreiche Informationen. Für ein besseres Leseerlebnis und eine zeitgemässe Präsentation dieser Informationen überarbeiten wir aktuell die Struktur unserer Zutaten. Ausführliche Beschreibungen enthalten folgende Themenkomplexe:

  • Verwendung in der Küche: Hier nennen wir Beispiele für Anwendungen der Zutat in der Küche - inkl. Tipps und mindestens einem gesunden Beispielrezept.
  • Eigene Zubereitung zeigt Zubereitungsmöglichkeiten an, z.B. bei gekeimten Zutaten, Pflanzendrinks, Erdnussbutter etc.
  • Einkauf: Hier erfahren Sie mehr über die Einkaufsmöglichkeiten; mit Informationen, was es beim Kauf zu beachten gibt (z.B. Wie erkenne ich, ob eine Mango reif ist? etc.), und zur Saisonalität.
  • Wild zu finden: Falls Wildsammlungen in unseren Breitengraden oder Ferienregionen möglich sind, ist dieses Unterkapitel verfügbar.
  • Tipps zur Lagerung: Wir beschreiben, was bei der Lagerung zu beachten ist (inkl. Haltbarkeit) und welche Konservierungsmöglichkeiten (Einfrieren etc.) es gibt.

Es folgen:

  • Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien: Hier nennen wir die bekanntesten und häufigsten Nährstoffe einer Zutat. Diese und weitere Nährwerte vergleichen wir mit anderen Zutaten.
  • Wirkungen auf die Gesundheit liefert einen Überblick über die gesundheitlichen Aspekte der Zutat und belegt diese mit wissenschaftlichen Studien. Das Kapitel diskutiert auch kursierende Gerüchte zu «Superfoods».
  • Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen weist darauf hin, was Menschen mit gewissen Erkrankungen beachten sollen. Zudem nennen wir hier Inhaltsstoffe, die in hohen Dosen toxisch sind, und entkräften Falschaussagen.
  • Verwechslungsgefahr(en): Wenn Verwechslungen mit giftigen Pflanzen oder Pilzen u.ä. möglich sind, listen wir sie hier auf.
  • Verwendung als anerkannte Heilpflanze: Sofern die Zutat oder gewisse Inhaltsstoffe Anwendungen als Heilpflanze oder in der Medizin finden, lesen Sie es hier.
  • Volksmedizin und Naturheilkunde: Sie bekommen Einblick in die Wirkung von Zutaten, die seit dem Altertum Einsatz fanden, doch bei "Verwendung als anerkannte Heilpflanze" nicht vorkommen. Denn es handelt sich um die Wissensüberlieferung einer nichtärztlichen Bevölkerung. Wir fanden keine wissenschaftlichen Studien darüber, die Heilwirkungen belegen. Beispiele dafür sind: Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) und Klostermedizin. Es bedeutet aber nicht, dass sie nicht wirken, wenn wir sie da beschreiben oder aufführen.

Wichtig ist uns auch, wo zutreffend:

  • Ökologischer Fussabdruck behandelt, wo Informationen vorhanden sind, den CO2-Verbrauch eines Produktes, den Wasserverbrauch, die Anbaufläche im Vergleich zu anderen Zutaten und Transportwege, auch bei Importen ausserhalb der Saison etc. Mehr zur viel diskutierten Thematik Ökologie und Ernährung lesen Sie im HP-Text Grundwissen.
  • Tierschutz - Artenschutz liefert u.a. Informationen zum Nutzen der Zutat für Bestäuber (Bienen usw.) oder andere Pflanzen und diskutiert die Auswirkungen von Pestizideinsätzen.
  • Weltweites Vorkommen: Hier finden Sie u.a. Anbaugebiete und möglichen Genzentren (ursprüngliches Vorkommen).
  • Anbau - Ernte enthält möglichst die Unterscheidung zwischen Bio-Anbau und konventionellem Anbau und Angaben zur lokalen Erntezeit.
  • Industrielle Herstellung: Das Kapitel kann in Ausnahmefällen vorkommen.

Weitere Kapitel:

  • Weiterführende Informationen: Der Abschnitt dient den Leserinnen und Lesern als Kurz-Information zu allgemeinen Themen.
  • Alternative Namen: Hier listen wir mögliche Namensbezeichnungen auf, die vor allem in anderen deutschsprachigen Regionen Verwendung finden, aber auch die englische Bezeichnung ist hier genannt.
  • Literaturverzeichnis: Wir deklarieren hier alle verwendeten Quellen transparent und bemühen uns, die Texte mit neuen Studien auf möglichst aktuellem Stand zu halten.

Kommentare:

LeserInnen können Kommentare öffentlich einbringen (Fragen, Anmerkungen, Meinungen etc.). Wo immer möglich, beantworten wir Ihre Fragen und Kommentare.

Vegane Rezepte:

Direkt unter dem CLICK FOR Kommentare folgen vegane Rezepte, die am meisten von der behandelten Zutat beinhalten. Mehr zu unseren veganen Rezepten lesen Sie im nächsten verlinkten Text: Rezepte mit Inhaltsstoffen.

Hinweis: Mit den horizontalen Symbolpfeilen können Sie zwischen den Beiträgen (Inhalten) navigieren.

Literaturverzeichnis - 10 Quellen

1.

Zhang YB, Pan XF et al. Combined lifestyle factors, all-cause mortality and cardiovascular disease: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies. J Epidemiol Community Health. 2020 Sep 5;75(1):92-99.

2.

Zhang YB, Pan XF et al. Combined lifestyle factors, incident cancer, and cancer mortality: a systematic review and meta-analysis of prospective cohort studies. Br J Cancer. 2020 Mar 31;122(7):1085–1093.

3.

Kris-Etherton PM, Sapp PA et al. The dynamic interplay of healthy lifestyle behaviors for cardiovascular health. Curr Atheroscler Rep. 2022 Dec;24(12):969–980.

4.

WWF-Studie. Das grosse Wegschmeissen. 2015.

5.

Dürrschmid K. Lebensmittel als Kommunikationsmittel – Die semiotische Lebensmittelqualität. Ernährung. 2005;19(3):125-127.

6.

Sakkas H, Bozidis P et al. Nutritional status and the influence of the vegan diet on the gut microbiota and human health. Medicina. 2020 Feb 22;56(2):88.

7.

Assaf AR, Beresford SAA et al. Low-fat dietary pattern intervention and health-related quality of life: the women’s health initiative randomized controlled dietary modification trial. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics. 2016 Feb;116(2):259–271.

8.

Wirnitzer KC, Vegan diet in sports and exercise – health benefits and advantages to athletes and physically active people: a narrative review. Int J Sports Exerc Med. 2020;6:165.

9.

Motevalli M, Wagner KH et al. Female endurance runners have a healthier diet than males—results from the nurmi study(Step 2). Nutrients. 2022;14(13):2590.

10.

Lynch H, Johnston C, Wharton C. Plant-based diets: considerations for environmental impact, protein quality, and exercise performance. Nutrients. 2018;10(12):1841.

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