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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Bockshornkleesamen (Methika, Ziegenhorn, Filigrazie)

Bockshornkleesamen (Methika, Ziegenhorn, Filigrazie) dienen als Gewürz und Heilmittel. Sie schmecken aromatisch und leicht bitter.
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Bockshornkleesamen (Trigonella foenum-graecum), auch Methika, Ziegenhorn, Filigrazie genannt, kann man frisch, gekocht oder geröstet essen. Die Samen verwendet man meistens als Gewürz. Zudem setzt man Bockshornklee als Heilmittel, unter anderem als Hustenmittel und zur Reinigung der Atemwege ein.

Verwendung in der Küche:

Bockshornkleesamen eignen sich hervorragend für orientalische Gerichte und Rezepte. Man findet sie häufig in indischen Gewürzmischungen wie Currypulver oder in der türkischen Gewürzpaste Çemen. Als Gewürz lassen sie sich aber auch in Suppen und Eintöpfen nutzen. Im Südtirol sind die Samen des Bockshornklees als Brot- und Käsegewürz sehr beliebt. Das würzig-bittere Aroma der Samen ist sehr intensiv, weshalb man mit Bedacht würzen sollte. Der Geschmack entfaltet sich erst so richtig durch den Erhitzungsvorgang. Die Bockshornklee-Blätter erfreuen sich dank ihres Heu-Aromas in der Küche einer steigenden Beliebtheit.

Teezubereitung:

Der aromatisch-bittere Tee aus Bockshornklee-Samen ist zwar geschmacklich nicht für jedermann bestimmt, man spricht ihm aber viele heilbringende Wirkungen zu. Es gibt zwei verschiedene Zubereitungsarten:

Bei der Zubereitung mit heissem Wasser genügt 1 TL (am besten mit einem Mörser) zerkleinerter Bockshornkleesamen für 1 Tasse. Die zerkleinerten Samen übergiesst man mit kochendem Wasser und lässt sie ca. 3 Minuten ziehen. Nach dem Abseihen kann man den Tee nach Belieben süssen und geniessen.

Die zweite Variante ist der Ansatz in kaltem Wasser. Diese Zubereitungsart dauert zwar länger, setzt aber die Inhaltsstoffe der Samen besser frei: Dazu benötigt man 2 EL Bockshornkleesamen in Pulverform für ca. 250 ml kaltes Wasser. Diese Mischung lässt man abgedeckt für ca. 3 Stunden bei Raumtemperatur stehen. Danach kocht man den Sud kurz auf und seiht das Pulver (ev. durch einen Kaffeefilter) ab. Nun kann man auch diesen Tee nach Belieben süssen und trinken.1

Einkauf - wo kaufen?

Bockshornkleesamen findet man als ganze Samen und als Pulver in ausgewählten Supermärkten, Reformhäusern, Bio-Läden, Apotheken, Drogerien oder im Internet. Seltener sind sie Teil des Sortiments bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. Als Tee sind die pulverisierten Samen häufig in Teebeuteln verpackt. Bockshornkleesamen in Bioqualität sind frei von Schadstoffen. Man findet auch Angebote von Nahrungsergänzungsmitteln mit Bockshornkleesamenpulver oder -konzentrat. Da man nie weiss, wie viel von der Pflanze in solchen Präparaten noch enthalten ist, raten wir, natürliche Produkte zu bevorzugen.

Wild zu finden:

Im östlichen Mittelmeerraum bis Zentralasien kommt der Bockshornklee noch verwildert vor, auch bis ins südliche und mittlere Deutschland. Man findet diesen Klee bis in Höhenlagen von 1000 m.

Lagerung:

Ganze Bockshornkleesamen haben eine weitaus längere Haltbarkeit als zerkleinerte oder gemahlene Samen. Unbeschädigte, ganze Samen halten in licht- und luftdicht verschlossenen Behältern oder Gläsern mindestens 2 Jahre. Gemahlene Produkte verlieren schon nach wenigen Monaten an Aroma und das in den Samen enthaltene Öl kann mit der Zeit einen ranzigen Geschmack bekommen.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Neben dem hohen Kohlenhydratanteil ist auch der Anteil an Fett (ca. 6 %) und Proteinen (23 %) in den Bockshornkleesamen bedeutsam. Die Proteine setzen sich aus vielen essentiellen Aminosäuren zusammen (z.B. Tryptophan, Isoleucin, Threonin, Lysin etc.). Bockshornkleesamen enthalten sehr viele Schleimstoffe (ca. 30 %), Saponine, Sterole, Flavonoide und ätherische Öle. Die Samen weisen Makroelemente wie Eisen, Kupfer, Mangan und Magnesium auf. Zudem sind Vitamine wie Pyridoxin (B6), Thiamin (B1), Folat (Folsäure), Riboflavin (B2) und kleine Mengen an Vitamin C enthalten.2 Weitere Details zu den Inhaltsstoffen entnehmen Sie bitte der Nährstofftabelle ganz unten im Text.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Der Bockshornklee-Tee als Heissgetränk getrunken, wärmt von innen heraus. Die enthaltenen Schleimstoffe beruhigen vorwiegend bei Erkältungskrankheiten, sie dienen zur Linderung des Hustenreizes und zur Reinigung der Atemwege.1

Die enthaltene Aminosäure Histidin soll angeblich Leberschädigungen und das enthaltene Cholin der Verfettung der Leber entgegenwirken. Diosgenin, ein Steroid, soll gegen Dickdarmkrebs helfen.3

Eine Studie aus dem Jahr 2014 mit Parkinsonpatienten zeigt bei einer Behandlung mit Bockshornklee-Extrakt einen signifikanten Rückgang einzelner Symptome. Bockshornklee soll die Schädigung dopaminerger Nervenzellen verzögern.4

Bockshornkleesamen sollen die Milchbildung fördern, weshalb stillende Mütter bei verzögerter oder geringer Milchbildung gerne auf Bockshornklee-Kapseln aus der Apotheke zurückgreifen. Eindeutige Ergebnisse aus relevanten medizinischen Studien zur Wirksamkeit fehlen jedoch.11

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Schwangere sollten Bockshornklee nicht in grösseren Mengen zu sich nehmen, da er verfrühte Wehen auslösen kann. Ausserdem kann der Verzehr von allzu grossen Mengen (vorwiegend bei den Samen) allgemein zu Magen-Darm-Beschwerden führen, da die Samen ableitend wirken.

2011 importierte ein deutscher Biogartenbaubetrieb kontaminierte Bockshornkleesamen aus Ägypten. Diese Samen waren vermutlich die Quelle des EHEC-Erregers für die damalige Epidemie (mit lebensgefährlichen Darminfekten). Es gab ca. 53 Tote und hunderte kranke Menschen.5

Verwendung als Heilpflanze:

Bei Diabetes mellitus finden Bockshornkleesamen als Begleitmedikation Anwendung.

Volksmedizin - Naturheilkunde:

In der Naturheilkunde setzt man Bockshornklee-Tee bei Leberbeschwerden ein. Er soll desinfizierend und entgiftend wirken, den Blutdruck regulieren und die Abwehrkräfte stärken.1

In Indien findet man die Anwendung von Bockshornkleesamen als Aromatikum, Karminativum (Mittel gegen Blähungen), Tonikum und Aphrodisiakum. Auch Hersteller von Bockshornklee-Kapseln und -Extrakten in Europa und den USA preisen häufig einen positiven Effekt auf den Testosteronspiegel und die Libido an. Neutrale Studien zu diesem Thema sucht man vergeblich.

Bei Pocken hilft ein Aufguss der Samen zur Kühlung.6

Dass Bockshornkleesamen als Haarwuchsmittel dienlich sind, ist schon seit ca. 1200 bekannt.7 Heutzutage empfiehlt man Kapseln aus Bockshornklee-Samen wieder vermehrt bei Haarausfall zur Stärkung der Haardichte und der Haardicke.

Bockshornkleesamen wendet man auch äusserlich als Breiumschlag an. Mit Wasser vermischt und kurz aufgekocht hilft die Paste bei Entzündungen der Atemwege, rheumatischen Schmerzen, Ekzemen und anderen Hautproblemen.1

Vorkommen:

Aus Persien stammend kam der Bockshornklee ins antike Griechenland und ins Römische Reich. Bockshornklee findet man heute noch im südlichen Europa, Afrika, dem Nahen Osten, Indien, China und Australien. Die Hauptanbaugebiete sind laut Wikipedia Marokko und Indien.6

Anbau, Ernte:

Man kultiviert Bockshornklee in Reihen mit einem Samenabstand von ca. 20 cm, so können sich die Pflanzen gut entwickeln. Das wärmeliebende Gewürz benötigt zur Zeit der Aussaat und Aufzucht viel Sonnenlicht, Wärme und Windschutz. Bockshornklee bevorzugt fruchtbaren, humusreichen, durchlässigen Boden. Die Pflanze verträgt aber auch viel Salz und Trockenheit. An optimalen Standorten erreicht der Bockshornklee eine Höhe von bis zu 60 cm. Die Blüten sind cremefarben bis hellgelb. Nach einer Wachstumsdauer von 4 Monaten kann man ca. 10 cm lange, dünne, beige-braune Schoten ernten, die an ein Bockshorn erinnern. In jeder Hülse sind 10-20 kleine, gelblich-bräunliche, verbeulte Samen enthalten. Bevor die Samen in den Handel kommen, muss man sie noch trocknen und reinigen. Zerreibt man die Samen zwischen den Fingern, verströmen sie einen intensiven Geruch. Die frischen, grünen, dreizähligen Blätter erntet man für die Teezubereitung oder als Gewürz nach Bedarf.8

Verwechslungsgefahr:

Bockshornklee ist mit anderen Kleearten verwechselbar. Ein naher Verwandter ist der Schabzigerklee (Trigonella caerulea) und er schmeckt auch sehr ähnlich. Allerdings unterscheiden sie sich in der Blütenform und -farbe sehr deutlich.

Allgemeine Informationen:

Der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) gehört zur Unterfamilie der Schmetterlingsblütler (Faboideae) und zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae).

In der Antike verwendete man Bockshornklee als Futter-, Nahrungs- und Naturheilmittel. Foenum-graecum bedeutet "Griechisches Heu". Auch heute ist der trockenheitstolerante Bockshornklee für Tiere in Ländern wie Spanien oder Afrika in Dürreperioden eine wichtige Futterquelle.9

Alternative Namen:

Weitere Trivialnamen für Bockshornklee sind: Methya, Methika, Piskavica, Fännezwock, Fine Gret, Grieschheu, Grünschau, Kuhhornklee, Rehkörnli, Schöne Marie, Schöne Margreth, Siebenzeit, Siebenzeiten, Stundenkraut, Zeitkraut, Ziegenhornklee, Gelblicher Schabzigerklee10, Philosophenklee oder Backhornklee etc.9 Wikipedia nennt dazu noch Rehkörner, feine Grete, Filigrazie, Siebengezeugsamen und nennt die Verwendung in der Bodybuilding-Szene.

Literatur - Quellen:

  1. Bockshornklee-info.de Bockshornklee-Tee.
  2. USDA United States Department of Agriculture.
  3. Raju J, Patlolla J, Swamy M et al. Diosgenin, a Steroid Saponin of Trigonella foenum graecum (Fenugreek), Inhibits Azoxymethane-Induced Aberrant Crypt Foci Formation in F344 Rats and Induces Aoptosis in HT-29 Human Colon Cancer Cells.Cancer Epidemiology Biomarkers & Prevention. 2004.;13(8).
  4. Nathan J, Panjwani S, Mohan V et al. Efficacy and safety of standardized extract of Trigonella foenum-graecum L seeds as an adjuvant to L-Dopa in the management of patients with Parkinson's disease. Phytotherapy research. Feb.2014;28(2). doi:10.1002/ptr.4969.
  5. Bundesinstitut für Risikobewertung. Samen von Bockshornklee mit hoher Wahrscheinlichkeit für EHEC O104:H4 Ausbruch verantwortlich. 022/2011.
  6. Wikipedia Bockshornklee.
  7. Keil G. Der Bockshornklee als altes Haarwuchsmittel. Fachprosaforschung – Grenzüberschreitungen. 2014;10:37–55.
  8. Quatmann C. Hausbuch der Kräuter. Der Gute Tip. SDK Verlag: Stuttgart. 1990.
  9. Sprossen-Keimlinge.de Bockshornklee.
  10. Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol Verlag. 2013.
  11. digitalcollection.zhaw.ch /bitstream/11475/2461 /1/Hebamme-ch_3_2015 _Loechelt_Loytved.pdf

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