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Echter Schwarzkümmel

Echter Schwarzkümmel ist als Gewürz und Heilmittel seit Jahrhunderten in Westasien bekannt. Er wirkt verdauungsfördernd und verleiht Speisen eine scharfe Note.
  04/31/65  LA20:1ALA
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Der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa), oft nur Schwarzkümmel genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Hahnenfussgewächse (Ranunculaceae). Er ist weder mit dem echten Kümmel noch mit Kreuzkümmel verwandt. Frische, gemahlene Schwarzkümmelsamen verfügen über ein kräuterähnliches Aroma mit einer leicht pfeffrigen Note.

Allgemeine Informationen:
Aus Wikipedia: "Bereits seit mehr als 2.000 Jahren wird Schwarzkümmel im Orient als pfefferartiges Gewürz und Medizin verwendet. Geschmacklich erinnert Schwarzkümmel leicht an Sesam mit einer leichten Kreuzkümmelnote. Auch heute noch streut man die schwarzen Samen, die im asiatischen Raum auch als "black onion seed" ("schwarzer Zwiebelsamen") bezeichnet werden, ähnlich wie Sesam auf Fladenbrot. Im deutschen Handel ist er oft unter der Panjabi-Bezeichnung Kalonji erhältlich."

Inhaltstoffe:
Die Schwarzkümmelsamen enthalten bis zu 2.5 % ätherische Öle, hauptsächlich Thymochinon (etwa 30 %) und α-Pinen (etwa 5 %).
Ausserdem sind Alkaloide, wie Damascenin (syn. Nigellin) oder die wegen ihrer Betain-Struktur einzigartigen Indazol-Alkaloide Nigellicin, Nigeglanin und Nigellidin enthalten.

Die Samen besitzen bis zu 50 % fettes Öl (Oleum Nigellae sativae) das hauptsächlich aus Glycerinestern der Palmitin-, Linol-und Linolensäure besteht. Arachidonsäure konnte man nur zu 0.01 bis 0.4 % finden, weniger als bei Nachtkerzen- oder Borretschöl. Schwarzkümmel enthält zudem nebst einigen Aminosäuren, Mineralstoffen und Vitaminen, Saponine, Zucker und Gerbstoffe.

Verwendung in der Küche:
Eine traditionelle Verwendung findet der Echte Schwarzkümmel im mittleren Osten und Indien, wo er für die Fladenbrotzubereitung genutzt wird. Zudem hat sich durch seinen häufigen Einsatz bei Brotrezepten auch der Name "Brotwurz" als Synonym für den Schwarzkümmel etabliert.

  • Gewürz: Die Samen verwendet man als Gewürz in Broten, Teigwaren, für Currygerichte, Chutneys, Saucen, Gemüsegerichte und vergorene Speisen. Sie verleihen den Gerichten eine scharfe, aromatische Note. Aber auch für süssere Speisen wie Desserts oder Müesli eignet sich gemahlener Schwarzkümmel.
  • Tee: 1-2 EL Samen in einer elektrischer Kaffeemühle oder Mörser zerkleinern und mit 200-250 mL heissem Wasser übergossen für 5-10 Minuten ziehen lassen. Fertig ist der Schwarzkümmeltee. Das Aroma lässt sich z.B. durch Beigabe von Süssungsmitteln wie Honig, oder aber einem anderen Samen/Wasser Verhältnis, geschmacklich abstimmen.
  • Weitere Anwendungen: Wenn Sie Kaffe in einer Mokka Kanne bzw. einem Espressokocher zubereiten, lassen sich auch gemahlene Schwarzkümmelsamen unter die gemahlenen Kaffeebohnen mischen um einen Einfluss auf das Aroma zu nehmen, ähnlich wie dies mit Zimt der Fall ist.
  • Eiklarersatz: Gewissen Anbietern zufolge lässt sich die geleeartige Masse, entstehend aus der Vermengung von gemahlenen Samen mit Wasser, als Eiklarersatz beim Backen verwenden. Allerdings eignet sich hierfür Aquafaba wahrscheinlich besser.

- Roh oder geröstet:
Schwarzkümmelsamen lassen sich auch roh verzehren. Weil geröstete Samen ein volleres Aroma besitzen, verwendet man diese Variante bevorzugt für kulinarische Zubereitungen. Da aber bei starker Erhitzung wichtige Inhaltsstoffe zerstört werden, sollte man bei der Verwendung der Samen als Heilmittel die rohe Variante vorziehen.

Medizinische Verwendung der Samen:
Dem Schwarzkümmel schreibt man verdauungsfördernde, entzündungshemmende, immunmodulierende, antikarzinogene, antidiabetische und auch antihistamine Eigenschaften zu. Thymochinon ist der aktive Inhaltsstoff, der choleretische (Ausscheidung der Galle fördernde) Wirkungen besitzt und die Harnsäureausscheidung fördert. Die Substanz ist aber relativ toxisch. Die Literatur schreibt allgemein dem ätherischen Öl antibakterielle Eigenschaften zu.

Schwarzkümmel regt zudem die Milchbildung an und hilft gegen Darmwürmer (insbesondere bei Kindern).

Medizinische Verwendung des Öls:
"Reines Schwarzkümmelöl wird in der Naturheilkunde bei Allergien, Neurodermitis, Psoriasis (Schuppenflechte), zur Regulierung des Immunsystems, gegen Asthma, in Begleitung von Chemotherapien zur Milderung der Nebenwirkungen, bei Verdauungsproblemen, Bluthochdruck sowie in der Tiermedizin verwendet, unter anderem auch, um Zecken abzuschrecken. In der indischen Heilkunde gilt es als bevorzugtes Mittel zur Linderung von Schwangerschaftsbeschwerden.

Alleine PubMed verzeichnete (Stand: Januar 2015) 651 Artikel und Studien zur medizinischen Nutzung der Pflanze und ihrer Bestandteile. Viele dieser Studien belegen eine Wirksamkeit verschiedener Bestandteile, zum Beispiel gegen spezielle Krebsarten. Auch wird bei Autoimmunerkrankungen eine positive Wirkung angenommen. Bislang ist jedoch die Wirkungsweise nicht ausreichend verstanden."

Mögliche Nebenwirkungen durch den Ölgehalt:
"Wegen der starken Konzentrierung des Öls können ggf. kleinere Magenbeschwerden auftreten, bei Überdosierung kann es zur Reizung der Magenschleimhäute kommen."

Wo kaufen?
In Apotheken und Drogerien sind Schwarzkümmelöl-Kapseln (z.B. von Alpinamed®, Phytomed®), das Schwarzkümmelöl und Schwarzkümmelsamen erhältlich.

Des Weiteren sind die Samen oft in indischen Lebensmittelläden unter dem Namen "Kalonji" anzutreffen

  • Hinweis zum Pflanzenkauf:
    Möchten Sie Schwarzkümmel selbst kultivieren, sollten Sie beim Kauf von Pflanzen darauf achten, dass es sich auch wirklich um den echten Schwarzkümmel handelt und nicht etwa um die ihm ähnlich sehende Zierpflanze Nigella damascena, auch bekannt als "Jungfer im Grünen".

Volksnamen:
"Der Echte Schwarzkümmel (Nigella sativa) wurde wegen seiner radförmigen Blüten mit dem Volksnamen Katharinenblume belegt. Diese Blüte erinnert an das Marterrad der Heiligen Katharina."


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