Stiftung Gesundheit & Ernährung
S t i f t u n g
Gesundheit & Ernährung
Schweiz
QR Code
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Passierte Tomaten, roh?, bio? (Passata)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von passierten Tomaten in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

88%Wasser 83Makronährstoff Kohlenhydrate 82.84%/15Makronährstoff Proteine 15.22%/02Makronährstoff Fette 1.94% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Passierte Tomaten (Passata) sind gekochte, fein pürierte Tomaten ohne Schale und Kerne. Sie bieten intensiven Tomatengeschmack ohne Stückchen und sind auch in Bio-Qualität erhältlich. Wegen des Kochens ist es keine Rohkost mehr.

Verwendung in der Küche

Passierte Tomaten, ein wichtiger Bestandteil der mediterranen Ernährung, sind ein typisch italienisches Produkt und finden in der Küche vielseitige Verwendung, besonders in Gerichten, in denen keine Tomatenstücke gewünscht sind. Sie dient als Basis für Pastasaucen mit Knoblauch und Basilikum – ideal zu Vollkorn-Spaghetti, veganen Gnocchi (aus Kartoffeln) oder Tortellini. Als Pizzasauce passen getrocknete Gewürze wie Oregano, Thymian und Basilikum. In Eintöpfen und Suppen verleihen passierte Tomaten den Gerichten nicht nur Farbe, sondern auch einen fruchtigen Geschmack, wie zum Beispiel in der Erb-Lycopin-Suppe.

Sie sind zudem eine perfekte Grundlage für hausgemachte Saucen (Sossen), Dips und Salsas, die gut zu Gemüse (Zucchini, Auberginen, Paprika, Karotten, Zwiebel) passen. In Lasagne und Aufläufen, wie der veganen Zucchinilasagne, sorgen sie für Feuchtigkeit und Geschmack. Chili sin carne besteht neben passierten Tomaten auch aus gestückelten Tomaten, Tomatenmark, Bohnen, Mais und roter Gemüsepaprika.

Im Handel finden Sie Passata auch in Bio-Qualität und ungesalzen, eine gesunde Option für Ihre Küche. Wenn Sie jedoch lieber auf frische Zutaten zurückgreifen möchten, können Sie Passata ganz einfach selbst zu Hause herstellen. Die Zubereitung finden Sie im nächsten Abschnitt.

Eigene Zubereitung von passierten Tomaten

Zutaten: 1 kg reife Tomaten, 1 TL Salz (optional).

Zubereitung: Zuerst die Tomaten gründlich waschen und kreuzweise einritzen. Anschliessend für 1-2 Minuten in kochendes Wasser legen, bis sich die Haut leicht löst. Danach die Tomaten aus dem Wasser nehmen, abkühlen lassen und die Haut abziehen. Die geschälten Tomaten grob zerkleinern. Für passierte Tomaten drücken Sie die zerkleinerten Tomaten durch ein feines Sieb oder eine Passiermühle, um Kerne und Hautreste zu entfernen. Danach lassen Sie die Sauce in einem Topf für etwa 10 Minuten köcheln und rühren dabei gelegentlich um. Zum Schluss füllen Sie die fertigen passierten Tomaten in saubere Gläser oder Flaschen ab und verschliessen diese fest. So haben Sie jederzeit frische, selbstgemachte, passierte Tomaten. Die passierten Tomaten sind im Kühlschrank bis zu einer Woche haltbar, und für längere Aufbewahrung frieren Sie diese bis zu 6 Monate lang ein.

Hier finden Sie auch ein Rezept für selbstgemachtes Tomatenmark.

Veganes Rezept für Tofu-Bolognese

Zutaten: 650 g passierte Tomaten, 200 g Tofu (optional Räuchertofu), 1 Zwiebel, 1 Karotte (fein gerieben), 1 Handvoll frisches Basilikum (fein geschnitten), 2 EL Tomatenmark, 1 TL Oregano, ½ TL Paprikapulver, 1 EL Rapsöl, 1 Zehe Knoblauch, 100 g Räuchertofu (optional), Salz und Pfeffer nach Geschmack.

Zubereitung: Schneiden Sie zunächst die Zwiebel und den Knoblauch in kleine Würfel und zerdrücken den Tofu grob mit einer Gabel. Erhitzen Sie das Rapsöl in einer Pfanne und braten Sie Zwiebel und Knoblauch kurz darin an, bis sie glasig sind. Fügen Sie den zerdrückten Tofu, Tomatenmark, Paprikapulver, Oregano, Basilikum, Salz, Pfeffer und die geriebene Karotte hinzu. Braten Sie die Mischung unter Rühren für einige Minuten weiter. Geben Sie anschliessend die passierten Tomaten hinzu und lassen Sie die Sauce (Sosse) etwa 10 Minuten köcheln. Schmecken Sie die Sauce nach Belieben mit Salz und Pfeffer ab und servieren Sie diese zusammen mit der Pasta Ihrer Wahl.

Vegane Rezepte mit passierten Tomaten finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa können Sie passierte Tomaten (Passata) ganzjährig in Glas, Dose oder Tetrapak kaufen. In vielen Supermärkten, Reformhäusern und Bio-Supermärkten (Denn's Biomarkt und Alnatura) erhalten Sie passierte Tomaten auch in Bio-Qualität. Zudem sind sie in vielen Online-Shops verfügbar.

Gibt es einen Unterschied zwischen passierten Tomaten und Passata? Passierte Tomaten und Passata sind dasselbe. Der Begriff "Passata" stammt aus dem Italienischen ("Passata di pomodoro") und bedeutet übersetzt passierte Tomaten. Der Handel bezeichnet die Produkte im Glas oft als Passata und im Karton als passierte Tomaten. Zusätzlich gibt es die Variante "Passata rustica", bei der die Tomaten nur grob passiert sind. Passata besteht meist aus gekochten, pürierten Tomaten, oft mit Salz (Meersalz) oder Zusatzstoffen wie Zitronensäure. Einige Passata-Varianten enthalten auch Kräuter wie Oregano oder Basilikum.2

Die Verfügbarkeit von passierten Tomaten ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Lagern Sie das ungeöffnete Produkt an einem kühlen, trockenen Ort bei Raumtemperatur. Nach dem Öffnen bewahren Sie das Produkt im Kühlschrank auf und verbrauchen es innerhalb von 3 bis 4 Tagen.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Passierte Tomaten (Passata) enthalten 38 kcal/100g. Von den 9 g Kohlenhydraten pro 100 g entfallen 4,8 g auf Zucker. Der Proteingehalt liegt bei 1,6 g/100g und der Fettgehalt bei 0,2 g/100g. Der Salzgehalt beträgt 71 mg/100g und ergibt damit etwa die Hälfte des Salzgehalts von zweifach konzentriertem Tomatenmark (150 mg/100g).1

Mit 439 mg Kalium pro 100 g decken passierte Tomaten etwa 22 % des täglichen Kaliumbedarfs. Ähnliche Werte weisen Grünkern, Körner (447 mg/100g), Walnüsse (441 mg/100g) oder vegane Vollkorn-Spaghetti (434 mg/100g) auf. Sehr viel Kalium haben getrocknete Tomaten (3427 mg/100g).1

Vitamin E ist mit 2 mg/100g enthalten und deckt 16 % des Tagesbedarfs ab. Eine ähnliche Menge liefern Avocados, Spinat und frische Goji-Beeren. Dreifach konzentriertes Tomatenmark hat mit 9,6 mg/100 g fast das Fünffache.1

Passierte Tomaten weisen 1,8 mg/100g Eisen auf, was 13 % des Tagesbedarfs entspricht. Dieser Gehalt ist vergleichbar mit dem von Rotalgen, Mangold, getrockneten Shiitake-Pilzen und Knoblauch.1

Andere wertvolle Nährstoffe in passierten Tomaten sind Vitamin C (11 mg/100g), Niacin (1,5 mg/100g) und Vitamin B6 (0,13 mg/100g).1

Die gesamten Inhaltsstoffe von passierten Tomaten, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Tomaten sind eine gute Quelle für Kalium, Eisen, Vitamin C, Ballaststoffe und sekundäre Pflanzenstoffe. Eine tomatenreiche Ernährung hat viele gesundheitliche Vorteile – darunter krebshemmende Effekte sowie ein geringeres Risiko für kardiovaskuläre, neurodegenerative und gastrointestinale Erkrankungen. Sie unterstützt die Hautgesundheit, die Regeneration nach dem Sport und das Immunsystem. Entscheidend für die Wirkung sind Anbau, Verarbeitung, Verzehrmenge und Bioverfügbarkeit. Die Gesamtheit aller Inhaltsstoffe in Tomaten wirkt wahrscheinlich stärker als isolierte Einzelsubstanzen.9

Vitamin C ist stark an den antioxidativen und immunmodulatorischen Wirkungen von Tomaten beteiligt und schützt u.a. vor Krebs und Arteriosklerose. Ein Mangel an Vitamin C steht vermutlich auch mit einem erhöhten Risiko für Präeklampsie (Schwangerschaftserkrankung) in Verbindung. Verschiedene Studien zeigen, dass die Vitamine C, D, E und Folsäure die Fruchtbarkeit steigern. Vitamin C kommt in hoher Konzentration im männlichen Samenplasma vor und kann dort DNA-Schäden an Sperimen reduzieren.9

Der Vitamin-C-Gehalt in frischen Tomaten steigt während der Reifung zunächst an und sinkt später wieder. Bei Salattomaten aus dem Freiland liegen die Vitamin-C-Konzentrationen zwischen 15 und 21 mg/100g Frischgewicht, während industrielle Tomatensorten durchschnittlich 19 mg/100g enthalten. Die Vitamin-C-Werte von Tomaten im vollreifen Zustand sind niedriger als in solchen, die man im reifen grünen Zustand erntet und die nach der Ernte nachreifen. Der Gehalt an Vitamin C ist im Fruchtfleisch mit 22,89 mg/100g höher als in der Fruchtschale (Perikarp) mit 19,49 mg/100g.9 Eine Studie von 2008 beobachtete allerdings einen 50-%igen Verlust des Antioxidans Vitamin C in Tomatenmark im Vergleich zu frischen Tomaten. Der grösste Verlust trat während des Passierens durch die Hitzebehandlung von 2,5 bis 3 Minuten bei 60–80 °C auf.20

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von passierten Tomaten kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Passierte Tomaten enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6,7,9

  • Isoprenoide: Triterpene: Glycoalkaloide Saponine (Tomatin, Esculeosid A, Lycoperosid); Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: Lycopin, Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Phytoen, Phytofluen, Gamma-Carotin, Neurosporen; Xanthophylle: Lutein)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Chlorogensäure, Kaffeesäure, p-Cumarsäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin, Kaempferol, Kaempferol-3-O-Rutinosid), Anthocyane, Flavanone (Naringenin); Stilbene (Resveratrol)

Oxidativer Stress gilt als eine der Hauptursachen für die Entstehung chronischer Krankheiten. Eine Meta-Analyse überprüfte 25 Studien und berichtete, dass ein hoher Lycopin-Konsum die Gesamtmortalität um 37 %, Herz-Kreislauf-Erkrankungen um 14 % und Schlaganfälle um 23 % reduziert. Zudem verringert die regelmässige Aufnahme von Tomaten den Anstieg von Blutfetten und das Risiko für Atherosklerose (Ablagerung von fetthaltigen Plaques an Arterienwänden).9,19

Lycopin ist ein fettlösliches Carotinoid und starkes Antioxidans, das Tomaten die rote Färbung verleiht. Es wirkt antikanzerogen, indem es Genfunktionen und Apoptose moduliert, die Zellkommunikation fördert, sowie die Blutversorgung der Tumorzellen und Oxidation von Fetten durch freie Radikale hemmt. Zahlreiche Studien bestätigen, dass Lycopin und Beta-Carotin das Risiko für bestimmte Krebsarten wie Brustkrebs und Eierstockkrebs bei Frauen sowie Prostatakrebs bei Männern senken.3,7

Carotinoide spielen zudem eine wichtige Rolle bei der Entwicklung von Diabetes. So führt ein erhöhter Blutspiegel von β-Carotin und Lycopin zu einer besseren Blutzuckerregulation oder geringerer Glukoseintoleranz bei Typ-2-Diabetes-Erkrankungen. In experimentellen diabetischen Rattenversuchen senkte Lycopin in einer Dosis von 10 mg/kg pro Tag über 28 Tage den durch Streptozotocin induzierten Anstieg des Blutzuckerspiegels und der glykosylierten Hämoglobinwerte (HbA1c). Einige Untersuchungen an Menschen bestätigen diese Ergebnisse, sind jedoch nicht immer eindeutig. Eine weitere Studie berichtet, dass Lycopin Frauen vor einer Hyperglykämie im Zusammenhang mit Schwangerschaftsdiabetes schützt. Tomaten enthalten Glycoalkaloide Saponine wie Esculeosid A, die in Tierversuchen den Blutzuckerspiegel senken und die Glukosetoleranz verbessern. Für eine Bestätigung dieser Ergebnisse sind noch weitere klinische Forschungen am Menschen erforderlich.9

Jüngste Studien belegen, dass Lycopin positive Wirkungen auf neurodegenerative Krankheiten wie Alzheimer, Parkinson und zerebrale Ischämie (Hirninfarkt) zeigt. Es reduziert oxidativen Stress, hemmt Neuroinflammation (Entzündung des Nervengewebes) und unterstützt kognitive Funktionen.9 Tomatenprodukte, die reich an Flavonolen und Anthocyanen sind, beeinflussen die Mikrobiota-Zusammensetzung im Darm positiv, lindern entzündliche Darmerkrankungen wie chronische Kolitis und verringern sogar das Risiko von Leberentzündungen und entzündlichen Darmerkrankungen. Eine Ernährung, die reich an Antioxidantien ist, beeinflusst zudem den Verlauf bestimmter Hautkrankheiten wie atopische Dermatitis (chronisch entzündliche Hauterkrankung), Akne und Schuppenflechte (Psoriasis) positiv.9

Zwischen 30 und 80 % der männlichen Unfruchtbarkeitsfälle sind mit oxidativem Stress und einer verringerten antioxidativen Kapazität des Samens verbunden. Klinische Studien belegen, dass der Konsum von Tomatensuppe oder Tomatensaft den Lycopingehalt im Samenplasma steigert und die Spermienbeweglichkeit verbessert. Besonders wirkungsvoll scheint Tomatensaft zu sein, der auch andere Antioxidantien wie Vitamin C und E enthält – im Gegensatz zu isolierten Antioxidantienkapseln, die keine vergleichbare Wirkung zeigten. Dies spricht für eine synergistische Wirkung der natürlichen Inhaltsstoffe in Tomaten.9

Der menschliche Körper absorbiert einen signifikanten Anteil (23–24 %) des aufgenommenen Lycopins in der Leber, im Fettgewebe, in den Hoden, den Nebennieren und der Prostata. Die Angaben von Halbwertszeiten sind je nach Quelle variabel und reichen von 2 bis 33 Tagen.5,9 Lycopin kommt in Tomaten und Tomatenprodukten, darunter Tomatenmark, selbstgemacht, 2fach-konzentriert oder 3fach-konzentriert reichlich vor. Unter diesen Zutaten finden Sie nähere Informationen dazu.

Neben Tomaten ist Lycopin auch in anderen roten und orangefarbenen Früchten und Gemüse wie Aprikosen, Wassermelonen, Pfirsichen, rosa Grapefruits, Papayas und roten Karotten enthalten.5

Wie verändert sich der Lycopin-Gehalt von Tomaten beim Erhitzen? Gekochte Tomaten und Tomatenprodukte verbessern die Lycopin-Bioverfügbarkeit im Vergleich zu frischen Tomaten und senken LDL-Cholesterin um bis zu 15 %.9,17 Durch das Erhitzen verlieren die Tomaten Wasser, wodurch der Lycopin-Gehalt ansteigt. Die Laborergebnisse zeigen, dass der Lycopin-Gehalt in passierten Tomaten bei 14,7 mg/100g liegt, während frische, rohe Tomaten nur 5 bis 10 mg/100g Lycopin enthalten.2

Eine Studie untersuchte die Auswirkungen einer tomatenreichen Ernährung auf die Bioverfügbarkeit und antioxidativen Eigenschaften von Lycopin. Nach einer zweiwöchigen Lycopin-freien Phase nahmen die Probanden über vier Wochen täglich 30 mg Lycopin aus verschiedenen Tomatenprodukten wie Tomatensaft, Tomatensauce, Tomatenmark, Ketchup, Spaghettisauce und servierfertiger Tomatensuppe ein. Am Ende stieg der Lycopinspiegel im Serum signifikant an, ebenso das gesamte antioxidative Potenzial. Gleichzeitig erschienen die Lipid- und Proteinoxidation deutlich reduziert.4

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Forschungen an Menschen und Tieren bestätigen die Sicherheit von Lycopin in verschiedenen Dosierungen, ohne genetische, hepatische oder reproduktive Risiken. Es gibt keinen offiziellen oberen Grenzwert; Lycopin gilt als gut verträglich. Die einzige bekannte Nebenwirkung übermässiger Aufnahme ist Lycopenämie, z.B. nach dem Konsum von 2 Litern Tomatensaft. Dieser Zustand verursacht eine gelbliche Pigmentierung der Haut, insbesondere an Händen und Füssen. Lycopenämie führt auch zur Fettspeicherung in der Leber aufgrund einer hohen Ansammlung und verändert die Leberfunktion. Empfohlene Tagesmengen liegen zwischen 0,5 und 10 mg, können aber bei hohem Tomatenverzehr auf bis zu 20 mg steigen. Selbst 3 g pro kg Körpergewicht gelten als unbedenklich.8 Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) empfiehlt bei Lycopin (aus allen Nahrungsquellen) eine vertretbare tägliche Gesamtaufnahme von 0,5 mg/kg Körpergewicht. Konsumentenschutzorganisationen raten daher von Einnahmen von isoliertem Lycopin in Form von Nahrungsergänzungsmitteln über längere Zeiträume ab.21

In Bezug auf die Verpackung empfehlen Konsumentenschutzorganisationen, Produkte in Glas oder Verbundkarton zu bevorzugen, da in Dosen häufig Bisphenol A nachweisbar ist. Diese Chemikalie kann das Hormonsystem beeinflussen und gilt als reproduktionstoxisch, was unter anderem das Brustkrebsrisiko erhöhen kann.2

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Zur Einschätzung der Klimafreundlichkeit eines Lebensmittels dient in erster Linie der CO2-Fussabdruck. Dieser hängt von unterschiedlichen Aspekten ab, wie Anbauweise (konventionell/biologisch), Saisonalität, Herkunftsland, Verarbeitung, Transport und gegebenenfalls Verpackung.

Der CO2-Fussabdruck von passierten Tomaten beträgt 2,42 kg CO2eq/kg (Stand 2025).10 Dieser ist grösser als derjenige von frischen Tomaten (0,48 kg CO2eq/kg). Getrocknete Tomaten haben einen ökologischen Fussabdruck von 2,72 kg CO2eq/kg.11

Der Wasserfussabdruck für die Herstellung von 1 kg passierten Tomaten beträgt 380 Liter,12 was etwa der Hälfte des Wasserverbrauchs für die Produktion von dreifach konzentriertem Tomatenmark (855 Liter) entspricht. Süsskartoffeln haben einen ähnlichen Wasserverbrauch von 383 l/kg wie passierte Tomaten.13

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Die globale Nahrungsmittelproduktion zeigte in den letzten 60 Jahren eine Verdopplung. Ermöglicht durch Landnutzungsänderungen (z.B. Wald zu Agrarfläche), die Nutzung von synthetischem Dünger, Pestiziden, Züchtung und weitere technologische Fortschritte der 'Grünen Revolution'. Leider hatten diese Neuerungen massive negative Effekte auf die Umwelt und verursachten den Verlust von Lebensräumen für die Tier- und Pflanzenwelt – die Biodiversität nahm stark ab. Eine zentrale Herausforderung für die Landwirtschaft der Zukunft besteht darin, genügend Lebensmittel zu produzieren, ohne die Umwelt stark zu belasten.16

Weltweites Vorkommen - Anbau

Italien ist der drittgrösste Produzent von verarbeiteten Tomaten weltweit (nach den USA und China) und stellt etwa 14,8 % der globalen Produktion sowie 56,5 % der europäischen Produktion her. Im Jahr 2022 betrug der Umsatz nahezu 5,4 Milliarden Dollar. Die Anbaufläche beträgt etwa 65'180 Hektar, hauptsächlich in den zentralen und südlichen Provinzen Foggia, Caserta und Potenza sowie in den nördlichen Provinzen Piacenza, Ferrara und Parma.15

Die Produktion von verarbeiteten Tomaten in Italien lag 2022 bei 5,5 Millionen Tonnen. Die Verarbeitung findet überwiegend zwischen Juli und Dezember statt. Industrielle italienische Tomatenverarbeiter stellen Passata, Saucen und Pasten her und sind völlig von der Frischmarktindustrie getrennt. Frischmarktsorten sind saftiger und man erntet sie vor der Reife, während Verarbeitungssorten einen höheren Anteil an Feststoffen enthalten, an der Pflanze ausreifen und in der Regel eine dickere Haut haben.15

Industrielle Herstellung

Dieser Prozess beschreibt die Verarbeitung von frischen Tomaten zu Passata, einem grundlegenden Produkt in der italienischen Küche:14

  1. Vorbereitung: Auswahl an frischen, reifen Tomaten; zerkleinern und erhitzen auf über 90 °C. Ein Zentrifugalprozess trennt den Saft von Haut, Kernen und Zellulose.
  2. Konzentration: Konzentration des Safts in Edelstahltanks im Vakuum durch Verdampfung. Temperaturen von 65 °C helfen, die Geschmacksstoffe zu erhalten, bevor man den Saft pasteurisiert.
  3. Abfüllung: Erhitzung von Passata auf ca. 92 °C, um sie mikrobiologisch stabil zu machen. Abfüllen der heissen Passata in Flaschen, halten der Temperatur (92 °C) für einige Sekunden, danach Abkühlen in Wasser.

Weiterführende Informationen

Im mittleren Europa findet die Tomate (Solanum lycopersicum) meist als einjährige Pflanze Verwendung, obwohl sie durchaus mehrjährig ist. Sie gehört zur Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae). Ursprünglich in Mexiko beheimatet, verbreitete die spanische Kolonisierung Amerikas Tomaten und deren Verwendung.18,19

Alternative Namen

Passierte Tomaten, auch Passata genannt, heissen auf Italienisch 'Passata di Pomodoro'. In Österreich ist je nach Region auch die Bezeichnung Paradeiser für die Tomate üblich, weshalb passierte Tomaten dort auch als 'passierte Paradeiser' bekannt sind.2

Die englische Bezeichnung dafür ist "strained tomatoes", "tomato passata" oder "tomato purée".

Sonstige Anwendungen

Tomatensamenöl und ätherische Öle aus der Tomate finden Anwendung in der Gesundheits- und Schönheitsbranche.18

1.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.

Website

Konsumentenschutz Arbeiterkammer Ooe at: Passable Passatas. Test Passierte Tomaten. 2024.

3.*

The carotenoid lycopene is a potent antioxidant found particularly in tomatoes and there are many observational studies that suggest that tomato and lycopene consumption has the capacity to modulate the risk of developing certain types of cancers [1], cardiovascular disease [2], and type 2 diabetes [3].

Randomisierte Crossover-Interventionsstudie

DOI: 10.1016/j.nut.2008.11.022

Study: strong evidence

Markovitch D, Tyrrell RM et al. Lycopene supplementation (Passata sauce) reduces apoptosis but does not affect oxidant-responsive heme oxygenase-1 in human lymphocytes. Nutrition. 2009;25(6):668-675.

4.*

Oxidative stress is one of the major contributors to increased risk of chronic diseases. A diet rich in tomatoes and tomato products containing lycopene, a carotenoid antioxidant, has been found to protect against these chronic diseases by mitigating oxidative damage. The study aim was to evaluate the effects of a long-term tomato-rich diet, consisting of various processed tomato products, on bioavailability and antioxidant properties of lycopene. Seventeen healthy human subjects (ten men, seven non-pregnant women) participated in the study. Following a two-week washout period during which subjects avoided foods containing lycopene, all subjects consumed test tomato products including tomato juice, tomato sauce, tomato paste, ketchup, spaghetti sauce, and ready-to-serve tomato soup providing 30 mg of lycopene a day for four weeks. At the end of treatment, serum lycopene level increased significantly (p <0.05), from 181.79 ± 31.25 to 684.7 ± 113.91 nmol/L. Similarly, total antioxidant potential increased significantly (p <0.05), from 2.26 ± 0.015 to 2.38 ± 0.17 mmol/L Trolox equivalent. Lipid and protein oxidation was reduced significantly (p <0.05). The results suggest that a tomato-rich diet containing different sources of lycopene can increase serum lycopene levels and reduce oxidative stress effectively.

Prospektive, einarmige Interventionsstudie

DOI: 10.3148/65.4.2004.161

Study: moderate evidence

Rao AV. Processed tomato products as a source of dietary lycopene: bioavailability and antioxidant properties. Can J Diet Pract Res. 2004;65(4):161-165.

5.*

Lycopene (ψ,ψ-carotene. molecular formula: C40H56) is a red lipophilic carotenoid hydrocarbon pigment first discovered in tomatoe and other red or pink orange fruits and vegetables, such as apricot, cranberry, gac melons, grapes, guava, papaya, peaches, pink grapefruit, red carrots, and watermelons (Monselise & Halevy, 1961). Lycopene are primarily stored in the liver (1.28–25.46 nmol/g) and adipose tissues (0.20–0.70 nmol/g) (Bohn et al., 2017), in addition to testes, adrenal glands, and prostate (3.4 nmol/g) (Zaripheh, Boileau, Lila, & Erdman, 2003). Lycopene levels in plasma range from 0.22 to 1.06 nmol/ml with a half-life of about 2–3 days in humans.

Umbrella-Review

DOI: 10.1016/j.foodchem.2020.128396

Study: strong evidence

Li N, Wu X et al. Tomato and lycopene and multiple health outcomes: Umbrella review. Food Chemistry. 2021;343:128396.

6.*

SP.

Narratives Review

DOI: 10.3390/cancers8060058

Study: weak evidence

Martí R, Roselló S et al. Tomato as a source of carotenoids and polyphenols targeted to cancer prevention. Cancers. 2016;8(6):58.

7.*

SP.

The consumption of tomato products with lycopene reduced the risk of cardiovascular diseases in men and women [16], breast cancer in postmenopausal women [17], and ovarian cancer in premenopausal and postmenopausal women [18]. Several epidemiological studies have associated the increased consumption of tomato-based products and lycopene with the decreased prostate cancer risk.

Laborstudie

DOI: 10.1515/chem-2020-0050

Study: weak evidence

Górecka D, Wawrzyniak A et al. Lycopene in tomatoes and tomato products. Open Chemistry. 2020;18(1):752–756.

8.*

Due to dietary variations, different regions consume lycopene in various amounts. Dietary surveys conducted by EFSA concluded that different populations in the same country showed variability in lycopene intake. European's lycopene intake was around 0.5–5 mg/day (Gebregziabher et al. 2023). French, British, Dutch, and Irish populations consume more lycopene (up to 5 mg/day) than Spaniards, whose intake was < 1.64 mg/day. Italian's daily tomato-based diet was 175 g, the Spanish consumed up to 65 g, and the British consumed only up to 30 g (Zamani et al. 2023). Various human and animal research studies have been conducted to evaluate the safety and toxicity of lycopene at different doses. These studies aimed to assess its toxic effects on genes, the liver, the reproductive system, and overall metabolism (Aboubakr et al. 2023). No upper limit of lycopene has been reported, and it is said to be safe and tolerated at varying concentrations, both in diet and supplements. Lycopenemia was the only condition reported due to exorbitant lycopene intake via consuming up to 2 L of tomato juice (Macar et al. 2023). Previously, research studies recommended up to 30 mg of lycopene intake. Advanced research data indicates a daily intake of 0.5–10 mg of lycopene, which can be increased to 20 mg if the consumption of tomatoes and other plant sources of lycopene is high (Zamani et al. 2023). The daily intake of 3 g of lycopene per kg of body weight is safe and does not cause any toxic effects at this concentration.

Narratives Review

DOI: 10.1002/fsn3.4502

Study: weak evidence

Tufail T, Bader Ul Ain H et al. Nutritional benefits of lycopene and beta‐carotene: a comprehensive overview. Food Science & Nutrition. 2024;12(11):8715–8741.

9.*

Tomatoes (Solanum lycopersicum) are a good source of phytochemicals and nutrients such as lycopene, potassium, iron, folate, and vitamin C [1,2]. Besides lycopene and vitamin C, tomatoes provide other antioxidants, such as beta-carotene, and phenolic compounds, such as flavonoids, hydroxycinnamic acid, chlorogenic, homovanillic acid, and ferulic acid [1,2,3].

Tomatoes can make an important contribution to a healthy diet and can be consumed raw or cooked while still maintaining their nutritive value [1]. Over 80% of all commercially grown tomatoes are consumed as processed products such as juice, soup, and ketchup [4]. A diet rich in tomatoes and tomato products is known to offer several health benefits and many of these benefits are attributed to their antioxidant content [1,5,6]. This review will discuss the impact of growing conditions on the tomato cultivar as well as their health-related properties.

The potential health benefits of tomatoes discussed in this review include anticancer properties of lycopene in relation to its anti-angiogenic properties, the reduction in insulin-like growth factor (IGF) in blood, and the modulation of cellular pathways that lead to cancer. Anticancer properties of other components of tomatoes, including its fibre, vitamin C, and phenolic constituent ferulic acid, have also been discussed. Tomatoes may also help to reduce the risk of cardiovascular disease, with studies showing associations between tomato consumption and a reduction in hypertension and the risk of atherosclerosis. Observational and experimental studies highlighting neuroprotection and a role in diabetes-associated oxidative stress have been mentioned. The association between tomato consumption and skin health, in particular the protection against atopic dermatitis, is discussed. This is followed by the impact tomatoes have on the gut microbiome and how this may lead to a reduced risk of liver inflammatory disease and inflammatory bowel diseases. Further potential health benefits of tomatoes are then discussed, such as improved exercise recovery and decreased muscle damage after physical exertion, immune system modulation, and reduced risk of infertility.

In experimental diabetic rats, lycopene at a dose of 10 mg/kg/day for 28 days significantly reduced the increase in blood glucose and glycated haemoglobin (HbA1c) levels induced by streptozotocin (STZ) [272].

Another meta-analysis reviewed 25 studies and reported that high lycopene consumption and lycopene serum concentrations reduced the overall mortality by 37%, cardiovascular disease by 14%, and stroke by 23% [205].

Narratives Review

DOI: 10.3390/biology11020239

Study: weak evidence

Collins EJ, Bowyer C et al. Tomatoes: An Extensive Review of the Associated Health Impacts of Tomatoes and Factors That Can Affect Their Cultivation. Biology (Basel). 2022;11(2):239.

10.

Footprint at store: 2,42 kg CO₂e/kg (2025).

Website

Carbon Cloud: Tomato purée. 2025.

11.

Tomato, dried: 2,72 kg CO2e/kg.

Tomato: 0,48 kg CO2e/kg.

Website

CONCITO. The Big Climate Database, version 1.2. Tomato, dried. Tomato. 2025.

12.*

Aldaya MM, Hoekstra AY. The water needed to have Italians eat pasta and pizza. UNESCO-IHE Institute for Water Education. 2009.

13.*

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600.

14.

Passata: How is it made?

Website

Mutti-parma com: Passata. 2025.

15.

According to the latest data released by the National Association of the Canned Vegetables Industry (Anicav), Italy is the third largest processed tomato producer in the world (behind the United States and China), representing approximately 14.8 percent of the global production and 56.5 percent of Europe’s production, with revenue of nearly $5.4 billion in 2022. Approximately 65,180 hectares were planted, split mainly among the central-southern provinces of Foggia, Caserta, and Potenza, and the northern districts of Piacenza, Ferrara, Parma, Mantova, Alessandria, Cremona, Verona, Reggio Emilia, and Modena. Italy’s processed tomato production was 5.5 million metric tons (MMT) in 2022, 10 percent down from the previous year. This is due to an 8.5 percent reduction in area planted. Processed tomato production reached 2.9 MMT in northern Italy (-6.3 percent over 2021) and 2.6 MMT in the south central region (-12 percent over 2021). Generally, conditions in Italy allow for production of tomatoes throughout the year, although the bulk of the processing takes place between the months of July and December. Growers have set up cooperatives, which are part of larger producer organizations, whose main task is to make joint offers, sign contracts with processing firms, supply seeds, fertilizers and other treatments, and own harvesters. The Italian tomato processing industry produces passata, sauces, and pastes and is entirely separate from the freshmarket industry. Specific characteristics differentiate the two types of tomatoes: fresh market varieties are juicier and harvested prior to being ripe, while processing varieties contain higher percentages of solids, are vine ripened, and typically have a thicker skin.

Website

USDA United States Department of Agriculture. Italian Processed Tomato Overview. 2023.

16.*

Global food production has more than doubled in the past 60 years. This has been achieved through land use change and use of mineral fertilizers, pesticides, breeding of new crop varieties, and other technologies of the “Green Revolution” (1, 2). However, increased use of agrochemicals, land conversion, farm expansion, and farm specialization have a negative impact on the environment and have caused habitat and biodiversity loss, pollution, and eutrophication of water bodies, increasing greenhouse gases emissions and reduced soil quality (1, 3, 4). Thus, one of the main challenges for the future of agriculture is to produce sufficient amounts of food with minimal environmental impact (1). However, to date, there is lack of appropriate methods and tools to evaluate, design, and track the multifunctionality and sustainability of agricultural production.

Feldstudie

DOI: 10.1126/sciadv.abg6995

Wittwer RA, Bender SF et al. Organic and conservation agriculture promote ecosystem multifunctionality. Sci Adv. 2021;7(34):eabg6995.

17.*

As a result, it has been repeatedly shown that lycopene bioavailability is higher for tomato products, such as tomato paste, purée, and sauce, than raw tomatoes.

Narratives Review

DOI: 10.1093/advances/nmab109

Study: weak evidence

Wu X, Yu L et al. Are processed tomato products as nutritious as fresh tomatoes? Scoping review on the effects of industrial processing on nutrients and bioactive compounds in tomatoes. Advances in Nutrition. 2022;13(1):138-151.

18.

Tomato (Solanum lycopersicum) is a perennial shrub that belongs to the family of nightshades or Solanaceae. The tomato is a versatile, popular, and the world's largest vegetable crop. It is known as a protective food because of its special nutritive value and because of its widespread production. Tomato is cultivated for its fleshy fruits. Mostly, tomato contains steroidal alkaloids, steroidal saponins, flavonoids, carotenoids, glycosides, and fatty acid derivatives. The major component of tomato is lycopene, which act as an antioxidant and reduces the chances of cancer and cardiovascular diseases. Carotenes are also present in seed oil, which can neutralize harmful free radicals and prevent damaging of cells. Tomato seed oil and essential oil can be used as a health and beauty tonic. The amount of these chemical constituents depends on the cultivation conditions and on many environmental factors. The applications of tomato are increasing day by day, and further research is needed to increase its production, shelf life, and variety of its processing products.

DOI: 10.1016/B978-0-08-102659-5.00046-X

Book: moderate evidence

Waheed K, Nawaz H et al. Tomato. In: Medicinal Plants of South Asia. Elsevier; 2020:631-644.

19.*

Tomatoes are the edible fruits from the plant Solanumlycopersicum, commonly known as a tomato plant. The tomato belongs to the nightshade family. Historically, tomatoes were found in Mexico, but with the Spanish colonization of the Americas, the species and its use spread around the world. The tomato is consumed raw and as a processed ingredient in many dishes, sauces, salads, and drinks.

Lycopene is an example of a food component that has attracted attention from scientists as well as food, agriculture, and dietary supplement industries. A major question, however, is whether delivering lycopene through a supplement source is as effective as or more effective than consuming lycopene through whole food sources, specifically the tomato, which is the richest source of lycopene in the Western diet. In this review, we examined clinical trials comparing the efficacy of lycopene supplements with tomato products on intermediate CVD risk factors including oxidative stress, inflammation, endothelial function, blood pressure, and lipid metabolism. Overall, the present review highlights the need for more targeted research; however, at present, the available clinical research supports consuming tomato-based foods as a first-line approach to cardiovascular health. With the exception of blood pressure management where lycopene supplementation was favored, tomato intake provided more favorable results on cardiovascular risk endpoints than did lycopene supplementation. Indeed, future research that is well designed, clinically focused, mechanistically revealing, and relevant to human intake will undoubtedly add to the growing body of knowledge unveiling the promise of tomatoes and/or lycopene supplementation as an integral component of a heart-healthy diet.

Narratives Review

DOI: 10.3945/an.114.005231

Study: weak evidence

Burton-Freeman B, Sesso HD. Whole food versus supplement: comparing the clinical evidence of tomato intake and lycopene supplementation on cardiovascular risk factors. Adv Nutr. 2014;5(5):457-485.

20.*

In contrast, increased lycopene contents through several thermal treatments and by homogenization in juice or paste production have also been reported (8). These increases in lycopene are supposed to result from an increased extractability during fruit processing.

Our results, obtained with samples from a tomato paste factory, indicate a gradual and significant decrease in carotenoids (final loss of 32–75%, depending on carotenoid species) upon industrial processing from fruit to tomato paste. It is possible that this result was caused by differential extractability in carotenoids between processing fractions." 

"The increase of flavonoid-type antioxidants by the breaking step was not accompanied by an increase in the total antioxidant activity but rather by a slight reduction according to most assays (Table 1). This apparent discrepancy can be well explained by the fact that vitamin C is by far the most abundant antioxidant (Figure 2, Table 2), and this specific antioxidant decreases during the same processing step."

Analytisch-chemische Laborstudie

DOI: 10.1021/jf072990e

Study: weak evidence

Capanoglu E, Beekwilder J et al. Changes in antioxidant and metabolite profiles during production of tomato paste. J Agric Food Chem. 2008;56(3):964–973.

21.

Was Sie bei der Verwendung lycopinhaltiger Nahrungsergänzungsmittel beachten sollten?

Offizielle Zufuhrempfehlungen der EFSA für die wünschenswerte Aufnahme von sekundären Pflanzeninhaltsstoffen wie Lycopin gibt es bislang nicht. Eine Ausnahme bildet lediglich das Beta-Carotin.

Die von der EFSA festgelegte vertretbare tägliche Gesamtaufnahme (ADI) von Lycopin aus allen Nahrungsquellen beträgt 0,5 Milligramm pro Kilogramm Körpergewicht. Dieser Wert kann von bestimmten Bevölkerungsgruppen, etwa Vorschul- und Schulkindern, die grosse Mengen lycopinreicher Lebensmittel zu sich nehmen, möglicherweise überschritten werden. 

Daher raten die Verbraucherzentralen von der hoch dosierten Zufuhr isolierten Lycopins in Form von Nahrungsergänzungsmittel über einen längeren Zeitraum ab. Einerseits ist wie beschrieben die Wirkung von isoliertem Lycopin wissenschaftlich nicht belegt. Andererseits können negative gesundheitliche Effekte bei einer Aufnahme über dem von der EFSA festgelegtem ADI-Wert nicht ausgeschlossen werden.

Website

Verbraucherzentrale Bayern de: Lycopin: Wirkung als Nahrungsergänzungsmittel nicht belegt. 2025.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
AutorInnen:

Kommentare