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Wassermelone, roh

Wassermelone ist roh gegessen eine kalorienarme, süsse Erfrischung mit meist rotem Fruchtfleisch. Die Rotfärbung ist auf das Antioxidans Lycopin zurückzuführen.
91/07/02  LA:ALA
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Die Wassermelone, auch unter den Namen Angurie oder Citrulle bekannt, ist eine leichte, kalorienarme Frucht mit erfrischendem süssem Geschmack, die sich roh gegessen gut als Durstlöscher eignet. Die Früchte wiegen zwischen 4 und 25 kg und enthalten meist rotes Fruchtfleisch, das mit und ohne Kerne sein kann. Die Wassermelone punktet mit ihrem Gehalt an antioxidativem Lycopin sowie B-Vitaminen.

Verwendung in der Küche:Wassermelone ist pur gegessen gerade im Sommer eine kalorienarme Erfrischung. Die Verarbeitung zu Smoothies und Shakes ergeben beliebte Durstlöscher. Wassermelone schmeckt im Müsli, in Bowle, im Obstsalat, als Pudding oder Marmelade. Auch leckeres Eis oder Sorbet lässt sich aus Wassermelonen herstellen. Eingekochter Wassermelonensaft ergibt Sirup für Getränke oder eignet sich gut zum Süssen sowie Verfeinern von Cremes.

Einkauf:Beim Kauf einer Wassermelone sollte man auf einen guten Reifegrad achten, da sie kaum nachreift. Im Gegensatz zu Zuckermelonen, strömen reife Wassermelonen keinen Duft aus. Gelbe Stellen weisen darauf hin, dass die Wassermelone bis zu ihrer vollständigen Reife in der Sonne lag. Die Schale sollte fest sein und nicht auf Fingerdruck nachgeben. Klopft man mit der flachen Hand auf die Frucht, vibrieren reife Wassermelonen, da sie den Schall gut leiten. Die Reife einer aufgeschnittenen Wassermelone erkennt man an der intensiven Farbe des Fruchtfleisches und einem geringen weissen Fruchtanteil unterhalb der Schale.1

Lagerung:Frische Wassermelonen lassen sich bei 12-15 °C und 85-90 % relativer Luftfeuchte etwa 2-3 Wochen lagern. Da das Fruchtfleisch bei Temperaturen unter 10 °C an Farbe verliert, sollte man Wassermelonen nicht im Kühlschrank lagern. Das Weich- und Mehligwerden von Wassermelonen lässt sich verhindern, wenn man sie nicht zusammen mit reifem Obst wie Äpfel, Bananen oder Kiwis lagert, da sie sehr empfindlich auf das Reifehormon Ethylen reagieren.1 Angeschnittene Melonenstücke verderben rasch, weshalb man sie möglichst am gleichen Tag verzehren sollte.
Da das Fruchtfleisch von Melonen säurearm ist, bietet es einen guten Nährboden für schädliche Mikroorganismen wie Salmonellen, Listerien oder EHEC. Um Infektionen vorzubeugen ist es ratsam die vorgeschnittenen Melonenstücke rasch zu verzehren oder zu kühlen. Bei ungekühlter Lagerung über mehrere Stunden empfiehlt das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) die Entsorgung der Früchte. Schwangere, Kleinkinder oder kranke Menschen sollten nach mehrstündiger Lagerung bei Raumtemperatur vom Verzehr absehen.2

Inhaltsstoffe:Wassermelonen enthalten viel saftiges Fruchtfleisch, das zu 90 % aus Wasser und ca. 8-13 % Zucker besteht. An Mineralstoffen hat die Wassermelone kaum etwas zu bieten, dafür ist ihr Gehalt an B-Vitaminen und Carotinoiden, u. a. das für die Rotfärbung verantwortliche und zu den Antioxidantien zählende Lycopin, erwähnenswert. Das Aroma bildet sich durch das Zusammenspiel von mehr als 70 flüchtigen Stoffen.3, 1

Gesundheitliche Aspekte:Wassermelonen üben eine harntreibende und nierenreinigende Wirkung aus.1

Vorkommen:Ursprünglich stammen die Wildformen der Wassermelone aus dem tropischen Westafrika. Die relativ trockenresistente Pflanze ist inzwischen in Zentral-Afrika weit verbreitet und bevorzugt heisse, sonnige und trockene Standorte mit fruchtbaren, sandigen Böden. Heute baut man die kultivierten Sorten weltweit in den Tropen und Subtropen an. Wassermelonen neigen zur Verwilderung, so kennt man wildwachsende Melonen vorwiegend in Madagaskar und Australien aber auch in warmen Klimalagen Europas. Man unterscheidet zwei Varietäten innerhalb der Art: Citrullus lanatus var. lanatus (kultiviert) und Citrullus lanatus var. citroides (Wildformen).4

Anbau, Ernte:Je nach Sorte und Witterung benötigen Wassermelonen 60 bis 90 Tage bis zur Erntereife.1 Kultivierte Wassermelonen können ein Gewicht von bis zu 100 kg erreichen, gewöhnlich wiegen sie jedoch zwischen 4 und 25 kg. Mithilfe von Hybriden ist es heute möglich, auch samenlose Früchte zu erzeugen.4 In Mitteleuropa (Deutschland) kann man Wassermelonen von Mai bis September im Handel erwerben. Diese stammen meistens aus Spanien, Italien, Griechenland, Israel und Ungarn. Im Winter ist Importware aus Zentralamerika und Brasilien erhältlich.3

Allgemeine Informationen:Die Wassermelone (Citrullus lanatus), deren Wildform man auch Tsamma-Melone nennt, ist eine Nutzpflanze, die ursprünglich aus Afrika stammt. Heute baut man sie weltweit in allen warmen Regionen an. Sie gehört, wie Gurke und Zucchini zur Familie der Kürbisgewächse (Cucurbitaceae). Häufig ist das Fruchtfleisch der Wassermelone rot, es gibt aber auch grüne, gelbe, weisse und orangefarbene Sorten. Die Samen weissen ebenfalls unterschiedliche Farben (schwarz, braun, rot, grün, weiss), Formen und Grössen auf. Im deutschsprachigen Raum kennt man weitere Trivialnamen für die Wassermelone: Angurie, Citrulle oder Wasserpäddem.4

Literatur / Quellen:

  1. BLE. Wassermelonen [Internet]. Version vom 21.08.2015 [Zitiert am 24.03.2018]. Verfügbar unter: ble.de/SharedDocs/Downloads/DE/Ernaehrung-Lebensmittel/Vermarktungsnormen/VermarktungsnormenObstGemuese/Flyer/Wassermelonen
  2. BfR. Melonen können krankmachende Keime übertragen [Internet]. Version vom 09.08.2013 [Zitiert am 22.03.2018]. Verfügbar unter: bfr.bund.de/de/presseinformation/2013/22/melonen_koennen_krankmachende_keime_uebertragen-187539
  3. Apothekenumschau. Wassermelone: Kalorienarmer Durstlöscher [Internet]. Version vom 07.08.2014 [Zitiert am 24.03.2018]. Verfügbar unter: apotheken-umschau.de/Wassermelone
  4. Wikipedia. Wassermelone [Internet]. Version vom 07.02.2018 [Zitiert am 22.03.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Wassermelone

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