Inhaltsverzeichnis
Vegane Vollkorn-Spaghetti (bio) sind sehr praktisch, um den täglichen Energiebedarf zu decken und lange aufrechtzuerhalten. Vermeiden Sie, zu viel davon zu essen.
Verwendung in der Küche
Vegane Vollkorn-Spaghetti sind äusserst vielseitig einsetzbar. Ob in klassischen italienischen Pasta-Gerichten wie vegane Spaghetti Bolognese mit Karotten oder in Kürbis-Salbei-Creme. Ähnlich wie Vollkorn-Makkaroni eignen sich Spaghetti hervorragend für leichte Sommerpasta-Salate mit frischem Gemüse und Kräutern. Mit ihrem nussigen Geschmack und gesunden Nährstoffen sind vegane Vollkorn-Spaghetti eine ideale Wahl für ernährungsbewusste und leckere Mahlzeiten.
Eigene Zubereitung
Zutaten: 220 g bio Vollkorn-Hartweizengriess, 100–110 ml warmes Wasser, Mehl oder feiner Griess zum Bestäuben.
Zubereitung: Wasser nach und nach in den Hartweizengriess einarbeiten und 8–10 Minuten kräftig kneten. Der Teig darf fest sein, soll aber nicht bröseln.
Den Teig in eine Folie wickeln und mind. 30 Minuten ruhen lassen. Das ist besonders bei Vollkorn wichtig.
Anschliessend den Teig in Portionen teilen und gut bemehlen. Mit einer Nudelmaschine oder einem Nudelholz den Teig dünn ausrollen und in feine Streifen schneiden. Mit dem Messer geschnitten ähneln die Teigwaren eher dünnen Bandnudeln (Tagliolini). Die Spaghetti vorsichtig voneinander trennen und auf einer bemehlten Oberfläche 20-30 Minuten ruhen lassen.
In reichlich Salzwasser 3–4 Minuten kochen. Frische Pasta kocht viel schneller als getrocknete Pasta. Die gekochten Spaghetti abgiessen und mit Ihrer Lieblingssosse servieren.
Veganes Rezept für Pilz-Walnuss-Bolognese
Zutaten: 4-5 Tassen verschiedene Pilze (z.B. Kräuterseitlinge und Champignons), 240 g Walnüsse, 2 EL Rapsöl, eine grosse Zwiebel, 2 Stangen Sellerie, 3 mittelgrosse Karotten, 4 grosse Knoblauchzehen, 1⁄2 TL Chiliflocken, 1 TL Zimtpulver, 1⁄2 TL Gewürznelkenpulver, 2 EL getrocknetes Basilikum, 1 EL getrocknete Petersilie, 1 Lorbeerblatt, 60 g Tomatenmark, 1 Flasche Passata (ca. 680 ml), 300 ml Wasser, 400 g Vollkorn-Spaghetti (bio).
Zubereitung: Die Pilze portionsweise im Mixer grob zerkleinern und in eine grosse Schüssel geben. Die Walnüsse im Mixer fein mahlen und zu den Pilzen in die Schüssel geben. Alles gut vermengen.
Das Rapsöl in einem grossen Topf erhitzen. Die Pilz-Walnuss-Mischung hinzufügen und unter gelegentlichem Rühren 6–8 Minuten anbraten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Die Mischung aus dem Topf nehmen und beiseitestellen.
Das Gemüse, also Zwiebel, Sellerie, Karotten und Knoblauch, im Mixer zu einer groben Paste verarbeiten. Im nächsten Schritt die Gemüsepaste im selben Topf bei mittlerer Hitze 5–6 Minuten anbraten. Falls das Gemüse ansetzt, schluckweise etwas Wasser zugeben und die Röstaromen vom Topfboden lösen.
Die Gewürze ins Gemüse einrühren. Für die Sauce, das Gemüse an den Rand des Topfes schieben, das Tomatenmark in die Mitte geben und 1 Minute rösten. Danach alles vermengen und die Pilz-Walnuss-Mischung zurück in den Topf geben.
Passata und Wasser unterrühren, die Hitze reduzieren, den Topf abdecken und die Sauce 25–30 Minuten auf kleinster Stufe köcheln lassen. Währenddessen die Vollkornspaghetti nach Packungsanleitung zubereiten und anschliessend zusammen mit der Sauce servieren. Wichtig: Lorbeerblatt entfernen, da nicht essbar.
Vegane Rezepte mit Vollkorn-Spaghetti finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa etc. gibt es Vollkorn-Spaghetti (auch in biologischer Qualität) zu kaufen. Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt oder Alnatura haben Vollkorn-Spaghetti im Sortiment. Auch Online-Shops und Drogerien bieten verschiedene Vollkorn-Spaghetti-Produkte. Nudeln sind ganzjährig erhältlich.
Die Verfügbarkeit von Vollkorn-Spaghetti ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Spaghetti bewahren Sie am besten in einem luftdichten Behälter an einem kühlen, trockenen Ort auf. Bereits gekochte Nudeln halten sich, in einem gut verschlossenen Gefäss, im Kühlschrank bis zu fünf Tage.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Die Hauptzutat für Vollkorn-Spaghetti besteht meist aus Vollkorn-Hartweizengriess, Vollkorn-Hartweizenmehl oder Vollkorn-Weizenmehl. Auch wenn hier die Nährwertangaben pro 100 g angegeben sind, eine Portion Spaghetti besteht durchschnittlich aus 60-80 g trockenen Nudeln.
Vollkorn-Spaghetti (100 g) haben einen Energiegehalt von 352 kcal. Fett ist zu 2,9 g/100g und Eiweiss zu 14 g/100g enthalten. Den grössten Anteil machen Kohlenhydrate mit 73 g/100g aus. Davon sind 9,2 g Ballaststoffe.2
Von den Mikronährstoffen ist Mangan am meisten enthalten. 100 g der Vollkorn-Spaghetti decken mit 3 mg/100g die 1,5-fache Menge des Tagesbedarfs und überschreiten ihn damit. Kein Grund zur Sorge, auch eine Aufnahme von 11 mg Mangan pro Tag ist laut US Food and Nutrition Board unbedenklich.3 Grünkern enthält z.B. eine vergleichbare Menge an Mangan. Mehr Mangan ist in Vollkornreis: 100 g liefern 201 % des Tagesbedarfs.2
Je nach Anbauort des Hartweizens weisen Vollkorn-Spaghetti viel Selen auf. In den USA kann dies 78 µg/100g ausmachen - was 141 % des Tagesbedarfs entspricht. Europa hat viele selenarme Böden, weshalb europäische Vollkornnudeln weniger Selen aufweisen. Ausserordentlich viel Selen liefern Paranüsse (1917 µg/100g). Von diesen reichen 1-2 Nüsse aus, um den Tagesbedarf zu decken.2
Tryptophan ist mit 0,19 g/100g vorhanden und liefert 76 % der am Tag benötigten Tryptophan-Menge. Der Gehalt der essenziellen Aminosäure ist vergleichbar mit dem von Buchweizen. Höhere Werte weisen manche Samen, wie etwa Kürbiskerne (0,58 g/100g), Hanf (0,37 g/100g) oder Sonnenblumenkerne (0,35 g/100g) auf.2
Die gesamten Inhaltsstoffe von Vollkorn-Spaghetti, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Vollkorngetreide weist eine komplexe Zusammensetzung an Ballaststoffen auf, zu denen Oligosaccharide (meist Fructane), resistente Stärke sowie nicht-stärkehaltige Polysaccharide gehören. Zu den wichtigsten Ballaststoffen zählen die nicht-stärkehaltigen Polysaccharide Arabinoxylane, β-Glucane und Cellulose, sowie Lignin. Letzteres ist kein Kohlenhydrat, sondern ein polyphenolischer Pflanzenstoff. Die höchste Konzentration der wichtigen unlöslichen Ballaststoffe findet sich in den äusseren Zellschichten des Korns. Raffiniertes Mehl hat daher einen Grossteil der nicht-stärkehaltigen Polysaccharide und Lignin verloren.5
Ballaststoffe sind der Anteil an Kohlenhydraten und Lignin, den die Enzyme im Dünndarm nicht abbauen können. Ein Grossteil erreicht den Dickdarm, wo Bakterien die Ballaststoffe fermentieren. Es entstehen kurzkettige Fettsäuren, hauptsächlich Acetat, Propionat und Butyrat, Gase (Wasserstoff und Methan) und andere Metaboliten. Die meisten kurzkettigen Fettsäuren nimmt der Körper über die Dickdarmwand auf bzw. die Bakterien im Darm verstoffwechseln sie weiter, sodass nur 5–10 % der kurzkettigen Fettsäuren den Körper über den Stuhl verlassen. Kurzkettige Fettsäuren spielen eine wichtige Rolle für die Darm- und Stoffwechselgesundheit.5 Wissenschaftler assoziieren den Konsum von Vollkorngetreide mit einer geringeren Häufigkeit, an Darmkrebs zu erkranken.4,6
Kurzkettige Fettsäuren sind für das Mikrobiom notwendig, um die Produktion von Redoxäquivalenten im Darm in Balance zu halten.11 Zudem dienen sie den Kolonozyten (Zellen im Darm) als Energiequelle. Dadurch verbessern kurzkettige Fettsäuren die Integrität der Darmbarriere und den Stoffwechsel (Glukose- und Lipidstoffwechsel). Sie regulieren das Immunsystem, Entzündungsreaktionen und den Blutdruck.7
Komplexe Kohlenhydrate verlangsamen den Abbau und die Freisetzung von Glukose im Blut. Darum weist Pasta aus Vollkorngetreide einen niedrigeren glykämischen Index im Vergleich zu Nudeln mit einfachen Kohlenhydraten auf. Wir bemerken ein stabileres Energieniveau und eine länger anhaltende Sättigung.4,8
Vollkorn-Nudeln mit ihrem hohen Ballaststoffgehalt anstelle von normaler Pasta reduzieren das Risiko chronischer Erkrankungen wie koronare Herzkrankheiten, Typ-2-Diabetes und Krebs.4,6,12 Ausserdem senkt der Konsum von Vollkorn-Nudeln den Cholesterinspiegel.4
Studien zur Rolle von Ballaststoffen in der menschlichen Gesundheit haben eine überzeugende inverse Beziehung zwischen der Ballaststoffaufnahme durch Gemüse und Vollkorngetreide und Mortalität gezeigt.8 Das bedeutet, dass Menschen, die mehr Gemüse und Vollkorn essen, ein niedrigeres Sterberisiko haben.
Es ist wichtig anzumerken, dass Getreideprodukte nicht ausschliesslich gesund sind. Die meisten Gemüse und Früchte sind gesünder. Getreideprodukte enthalten auch Antinährstoffe (z.B. Gluten). Diese können u.a. Entzündungen im Körper fördern.9,10
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Vollkorn-Spaghetti kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Vollkorn-Spaghetti enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6,8,10,23
- Isoprenoide: Triterpene: Sterole (Beta-Hydroxy-Sitsosterol, Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol); Carotinoide (Alpha-Carotin, Beta-Carotin, Lutein, Zeaxanthin, Beta-Cryptoxanthin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (p-Hydroxybenzeosäure, Vanillinsäure, Syringinsäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Sinapinsäure, p-Cumarsäure); Flavonoide (Anthocyane, Flavone); Lignane
- Weitere stickstoffhaltige Verbindungen: Benzoxazinoide
- Weitere organische Verbindungen: Sphingolipide, Alkenylresorcinole
- Sonstige Pflanzenstoffe: Phytinsäure; Lektine
Die gesundheitlichen Vorteile von Vollkorn beruhen neben den Ballaststoffen sehr wahrscheinlich auf synergistischen Effekten der vielen bioaktiven Verbindungen im Weizenkorn.12 Die meisten dieser für die Gesundheit vorteilhaften Verbindungen sind in der Randschicht und dem Keimteil des ganzen Korns konzentriert.8
Forscher bringen die in Vollkorn-Pasta enthaltenen Carotinoide, Polyphenole und Alkylresorcinole mit antioxidativen und krebshemmenden Eigenschaften in Verbindung.8 Überdies soll der langfristige Verzehr von polyphenolreichen Lebensmitteln das Risiko für Diabetes sowie neurodegenerative und kardiovaskuläre Erkrankungen senken. Polyphenole sind die am häufigsten vorkommenden Antioxidantien in Pflanzen.4,23
Zu den Antinährstoffen in Getreideprodukten zählen Lektine. Ein übermässiger Getreidekonsum kann zur Entstehung chronischer Entzündungen und Autoimmunerkrankungen beitragen, indem er die Darmpermeabilität erhöht und eine proinflammatorische Immunantwort auslöst.10
Vertiefende Literatur zu den Wirkungen der sekundären Pflanzenstoffe von Vollkorn-Pasta finden Sie in dem Beitrag Vollkorn-Makkaroni.
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Glutenfreie Produkte stellen derzeit ein profitables Segment in der Lebensmittelindustrie dar, mit einem geschätzten Wert von mehreren Milliarden Dollar. Die Wahrnehmung in der allgemeinen Bevölkerung, dass eine glutenfreie Diät (mit glutenfreien Ersatzprodukten) eine gesunde Wahl sei, fördert medizinisch nicht gerechtfertigte Essgewohnheiten bezüglich des Vermeidens von Gluten.13
Patienten mit diagnostizierter Zöliakie sollten eine strenge, glutenfreie Diät einhalten, und Patienten mit einer IgE-vermittelten Weizenallergie müssen jeglichen Kontakt mit Weizen meiden.13 Eine glutenfreie Diät ist die einzige verfügbare Behandlung für Zöliakie und kann auch Symptome bei nicht-zöliakischer Gluten-/Weizenempfindlichkeit verbessern. Bei Zöliakie lösen Gluten eine Immunreaktion aus, die zu Enteropathie (Darmerkrankung), Malabsorption und anderen Symptomen führt. Bei nicht-zöliakischer Gluten-/Weizenempfindlichkeit ist der Mechanismus, der zu Symptomen führt, noch nicht vollständig geklärt. Eine strikte glutenfreie Diät ist bei Zöliakie notwendig, während eine glutenreduzierte Diät ausreichen kann, um die Symptome bei nicht-zöliakischer Gluten-/Weizenempfindlichkeit zu kontrollieren. Unabhängig von dieser Unterscheidung besteht bei der Umstellung auf eine glutenfreie Diät oder eine glutenreduzierte Diät ein erhöhtes Risiko eines Makro- und Mikronährstoffmangels.14
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Grosse Industrien beziehen in der Regel ihren Bedarf an Hartweizen auf dem internationalen Markt, wobei Kanada und Mexiko die Hauptexporteure sind. In Italien hingegen verwenden die Hauptnudelhersteller bevorzugt Hartweizen aus dem nationalen Markt und ergänzen ihre Vorräte mit Produkten aus Frankreich, den USA und Australien. Als Folge kann der Umwelteinfluss dieses Produktionssektors erheblich sein, was die grossen Nudelindustrien dazu bewogen hat, die Umweltauswirkungen ihrer Produktionen mittels einer Lebenszyklusanalyse (Life Cycle Assessment) und in einigen Fällen sogar mittels einer Umweltproduktdeklaration (Environmental Product Declaration, EPD) gemäss den Standards der internationalen Organisation für Normung (ISO-Standards) zu bewerten und Informationen weitreichend verfügbar zu machen. Die Gründe, die diese Entscheidung unterstützen, beruhen hauptsächlich auf dem wachsenden Interesse der Endverbraucher an den möglichen Auswirkungen der industriellen Produktion auf die Umwelt, was zu einem zunehmenden öffentlichen Druck geführt hat.15
Zudem hat das steigende Interesse der Verbraucher an alten Getreidesorten zu einer Zunahme ihrer Anbau- und Verwendungsmöglichkeiten geführt, was die Produktpalette erweiterte. Das hat einen positiven Einfluss auf die Sicherung der Biodiversität und die Förderung lokaler Mikroökonomien.15
Eine Studie untersuchte die Unterschiede bezüglich des CO2-Fussabdrucks zweier Pasta-Produktions-Segmente. Die traditionelle Produktion mit lokalen alten Getreidesorten und die industrielle Produktion, die ihr Getreide vom Weltmarkt bezieht. Ein Kilogramm getrocknete traditionelle Pasta kam auf 1,706 kg CO2eq-Emissionen. Die industrielle Pasta-Produktion belief sich auf 1,765 kg CO2eq-Emissionen pro kg getrockneter Pasta. Die Werte sind fast identisch. Die Autoren dieser Studie betonen aber, dass die traditionelle Pasta-Produktion noch einen viel kleineren Fussabdruck erreichen könnte. Die konventionelle Pasta-Produktion aber nicht. Auch hätte die traditionelle Pasta weniger negative Effekte auf Bodendegradierung, Agrobiodiversität und benötigt weniger nicht erneuerbare Ressourcen.15
'All you can eat for climate', eine Initiative verschiedener Forschungs- und Umweltorganisationen, gibt Pasta das Prädikat 'Im Ziel der klimafreundlichen Ernährung (50 % besser als der Durchschnitt)'. Pasta ohne Ei hat einen Fussabdruck von nur 0,972 kg CO2eq/kg.18
Eine weitere Studie legt nahe, dass der Anbau alter Sorten und Landrassen in ökologischen und ressourcenschonenden Anbausystemen ein grosses Potenzial hat, den Umwelteinfluss von Pasta zu reduzieren.16
Mekonnen und Hoekstra (zwei sehr bedeutende Wissenschaftler im Bereich Wasser-Fussabdruck) berechneten den global durchschnittlichen Wasser-Fussabdruck von getrockneter Weizen-Pasta. Sie kamen auf einen Wert von 1849 l/kg. Wobei den grössten Anteil davon das sogenannte grüne Wasser ausmacht (Regenwasser). Das ist im Vergleich zu stärkehaltigem Gemüse (387 l/kg) ein hoher Wasserverbrauch, aber nur ein Bruchteil von Fleisch. Reis kommt auf 1673 l/kg und macht zusammen mit dem Weizen den grössten Anteil am gesamten Wasser-Fussabdruck in der Produktion von Kulturpflanzen aus. Ein "vergleichbares" Lebensmittel mit einem viel kleineren Fussabdruck ist etwa die Kartoffel. Sie kommt auf nur 287 l/kg.19,20
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierwohl - Artenschutz
Die Landwirtschaft ist einer der ausschlaggebendsten Faktoren für den rasant ansteigenden Artenverlust. Nach Soja ist Weizen die Ackerfrucht mit dem grössten Biodiversität-Fussabdruck. Unter anderem liegt das daran, dass der Weizenanbau einen sehr hohen Flächenverbrauch hat.21 Hinzu kommen Pestizideinsatz und Mineraldünger, was nicht nur für Fauna und Flora drastische Folgen hat, sondern auch für uns Menschen.22
Weltweites Vorkommen - Anbau
Der weltweite Anbau von Hartweizen umfasst eine Fläche von fast 17 Millionen Hektar und lieferte eine Produktion von 38,1 Millionen Tonnen im Jahr 2019. Der grösste Produzent ist die Europäische Union mit 9 Millionen Tonnen (2018), gefolgt von Kanada, der Türkei, den Vereinigten Staaten, Algerien, Mexiko, Kasachstan, Syrien und Indien. Die Produktion und Anbauflächen von Hartweizen sind hauptsächlich im Mittelmeerraum konzentriert. Die Länder des Mittelmeerraums sind die grössten Importeure und Verbraucher von Hartweizenprodukten (Mehl, Pasta und Griess).1
Industrielle Herstellung
Zur Herstellung von Pasta erfolgt das Zusammenmischen von gemahlenem Weizen, Wasser, manchmal auch Eiern (für Eiernudeln oder Eierspaghetti) und je nach Rezeptur zusätzlicher Zutaten. Diese Zutaten kommen typischerweise in eine kontinuierliche, hoch kapazitive Schneckenextrudermaschine, die mit verschiedenen Matrizen ausgestattet ist, um die Form der Pasta zu bestimmen. Anschliessend erfolgen die Trocknung der Pasta und die Verpackung für den Verkauf.17
Die industriellen Produktionsabläufe umfassen dieselben mechanisierten Vorgänge, wie sie in der handwerklichen/traditionellen Produktion zu finden sind. Mit wenigen, seltenen Ausnahmen, wenn es notwendig ist, die fertige Pasta manuell in den Trockenkammern zu platzieren. Die klassische Abfolge von Prozessen ist stets die gleiche: Mischen der Rohstoffe mit Wasser, gefolgt von Biegen, Kneten, Extrusion (oder Pressen) und Abkühlen. Doch während industrielle Hersteller Teflon-beschichtete Matrizenplatten verwenden, nutzt der handwerkliche Hersteller Matrizenplatten aus Bronze, die als besonderes Ergebnis eine raue und poröse Oberfläche erzeugen, die Pasta-Sossen besser aufnehmen kann. Handwerklich hergestellte Pasta zeichnet sich auch und vielleicht vor allem dadurch aus, dass die Trocknung bei niedrigen Temperaturen stattfindet (weniger als 45 °C), was naturgemäss die Dauer dieser essenziellen Operation verlängert. Dies ist eine langsame und sanfte Methode, die besonders gut geeignet ist, den Geschmack und das Aroma der Pasta zu bewahren.17
Weiterführende Informationen
Hartweizen (Triticum turgidum ssp. durum) ist eine der wichtigsten Getreidearten. Die Züchtung moderner Durum-Kultivare hat Sorten mit einem höheren Gluten-Index hervorgebracht, was mit einer Verbesserung der Pasta-Qualität bzw. des Herstellungsprozesses einhergeht.1
Erste konkrete Informationen über Pasta-Produkte in Italien stammen aus dem 13. oder 14. Jahrhundert. Fragen nach ihrer Herkunft rufen weiterhin Spekulationen hervor. Die Legende über Marco Polos Import von Pasta aus China hatte wahrscheinlich nichts mit der Entstehung der kulinarischen Tradition in Italien zu tun. Lange vor Marco Polos Rückkehr von seiner grossen Reise im Jahr 1296 war das Mittelmeerbecken ein Ort für einen florierenden Handel mit Pasta-Produkten. Dies deutet darauf hin, dass Pasta schon lange Teil der Ernährung bestimmter mediterraner Völker war. Die Marco-Polo-Geschichte ist vermutlich eine Werbe-Erfindung der Herausgeber des "Macaroni Journal", dem Newsletter der 'National Macaroni Manufacturers Association', einem Verband amerikanischer Pasta-Hersteller.17
Pasta hat eine lange und faszinierende Geschichte. Obwohl der genaue Ursprung von Pasta nicht vollständig geklärt ist, gibt es Annahmen, dass sie gleichzeitig in verschiedenen Regionen entstanden ist.17
In jedem Fall erlangte die Pasta in Italien Popularität und entwickelte sich zu einem Grundnahrungsmittel. Die Italiener kreierten diverse Formen und Arten von Pasta, und verschiedene Regionen Italiens haben ihre eigenen traditionellen Pasta-Gerichte.17
Im Laufe der Jahrhunderte verbreiteten sich die Pastaherstellungstechniken und -traditionen in ganz Europa und schliesslich in der ganzen Welt und passten sich verschiedenen Kulturen und Küchen an. Heute ist Pasta ein beliebtes und weltweit verbreitetes Nahrungsmittel mit unzähligen Variationen und Rezepten.
Alternative Namen
Manchmal bezeichnet man Spaghetti einfach als Nudeln oder Pasta. Gleich verhält es sich im Englischen. 'Whole grain spaghetti' nennt man auch 'noodles' oder 'pasta'.
Spaghetti gibt es in unterschiedlichen Ausführungen. Die etwas dünnere Variante heisst 'Vermicelli' und die flachere/breitere 'Linguine'.
Literaturverzeichnis - 23 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | 🞽 Durum wheat (Triticum turgidum subsp. durum (Desf.) Husnot) is one of the most essential cereal species and is cultivated worldwide over almost 17 million ha, with a global production of 38.1 million tonnes in 2019 [1]. The largest producer is the European Union, with 9 million tonnes in 2018, followed by Canada, Turkey, United States, Algeria, Mexico, Kazakhstan, Syria, and India [2–6]. Durumweizen production and cultivation areas are concentrated in the Mediterranean. Moreover, the countries of the Mediterranean basin are the largest importers and the largest consumers of durumweizen products (flour, pasta, and semolina). Among European Union (EU) countries, Italy is considered the leader of durumweizen production, with an average production of 4.26 million tonnes in the last decade (1.28 million ha growing area), followed by France with 1.89 million tonnes (0.37 million ha), Greece with 1.07 million tonnes (0.37 million ha), and Spain with 0.98 million tonnes (0.38 million ha) (Table 1) [2]. Since durumweizen is mainly grown under rain-fed conditions in the Mediterranean basin, its productivity is profoundly affected by rainfall and biotic (pests and diseases) and abiotic (drought, sunlight, cold, and salinity) stresses. However, modern cultivars have increased gluten index, showing an improvement in pasta-making quality DOI: 10.3390/agronomy10030432 | Xynias IN, Mylonas I et. Durum wheat breeding in the mediterranean region: current status and future prospects. Agronomy. 2020;10(3):432. |
| 2. | ● Website | US-Amerikanische Nährwertdatenbank USDA. 2019. |
| 3. | 🞽 Narratives Review Oral aufgenommenes Mangan ist über weite Bereiche ungiftig. Durch den Verzehr einer typisch westlichen Kost wurden bisher keine nachteiligen Effekte beobachtet, die auf Der US Food and Nutri tion Board vertritt die Ansicht, dass eine tägliche Manganaufnahme aus Lebensmitteln in Höhe von 11 mg als «vernünftig» (NOAELWert) einzustufen ist (15). DOI: - Study: weak evidence | Schuchardt JP, Hahn A. Bedeutung der Spurenelemente Chrom, Mangan und Molybdän in der Ernährung des Menschen. Schweizer Zeitschrift für Ernährungsmedizin. 2011. |
| 4. | 🞽 Editorial - Narrative review The consumption of high-fiber pasta contributes to reducing blood pressure, cholesterol levels, risk of colon cancer and coronary heart disease and improving the feeling of satiety. Moreover, the enrichment with dietary fiber also reduces the glycemic index of pasta, a health aspect often considered in this Special Issue[6–8,10,11]. Besides the presence of dietary fiber, the importance of wholegrain consumption is also related to the presence of health-promoting antioxidant compounds, mostly present in the outer kernel layers. Polyphenols are the most abundant plant antioxidants and the long-term consumption of foods rich in polyphenols is considered healthier by reducing the risk of some types of cancer, diabetes and neurodegenerative and cardiovascular diseases. DOI: 10.3390/foods11162448 Study: weak evidence | Gazza L, Nocente F. Special issue: innovative pasta with high nutritional and health potential. Foods. 2022;11(16):2448. |
| 5. | 🞽 Narratives Review Whole-grain cereals have a complex dietary fiber (DF) composition consisting of oligosaccharides (mostly fructans), resistant starch, and Whole-grain cereals have a diverse DF composition that can be used to produce diets with the potential to influence microbial composition, the production and molar proportions of SCFAs, and gut and metabolic health. DOI: 10.3945/an.114.007450 Study: weak evidence | Bach Knudsen KE. Microbial degradation of whole-grain complex carbohydrates and impact on short-chain fatty acids and health. Advances in Nutrition. 2015;6(2):206–213. |
| 6. | 🞽 Narratives Review Wheat bran is generally considered a byproduct of the flour milling industry, but it is a great source of fibers, minerals, and antioxidants that are important for human health. Phenolic acids are a specific class of wheat bran components that may act as antioxidants to prevent heart disease and to lower the incidence of colon cancer. Moreover, phenolic acids have anti-inflammatory properties that are potentially significant for the promotion of gastrointestinal health. Evidence on the beneficial effects of phenolic acids as well as of other wheat bran components is encouraging the use of wheat bran as an ingredient of functional foods. wheat bran contains p-hydroxybenzoic, vannilic, syringic, and gallic acids. However, the most abundant phenolic acids in wheat are derivatives of hydroxycinnamic acids, specifically ferulic acid, dehydrodimers and dehydrotrimers of ferulic acid, and sinapic and p-coumaric acids. DOI: 10.3390/molecules200915666 Study: weak evidence | Laddomada B, Caretto S, Mita G. Wheat bran phenolic acids: bioavailability and stability in whole wheat-based foods. Molecules. 2015;20(9):15666–15685. |
| 7. | 🞽 Narratives Review Most SCFAs are utilized by colonocytes as an energy source Fiber and omega-3 rich diets increase SCFAs production and abundance of SCFA-producing bacteria. Likewise, SCFAs can improve gut barrier integrity, glucose, and lipid metabolism, regulate the immune system, the inflammatory response, and blood pressure. DOI: 10.1080/19490976.2021.1897212 Study: weak evidence | Nogal A, Valdes AM, Menni C. The role of short-chain fatty acids in the interplay between gut microbiota and diet in cardio-metabolic health. Gut Microbes. 2021;13(1):1897212. |
| 8. | ● Kapitel in Buch Durum wheat pasta made from regular refined semolina is commonly available as a good source of complex carbohydrates. In addition to its low fat levels, durum wheat pasta owes its low glycemic index and glycemic load to its high resistant starch content.44–48 The gradual rate of release of sugars from pasta starch, which has been reported to be slower than other cereal products,53 is due to the compact structure of pasta allowing for a very close protein network encapsulating starch granules that delays α-amylase attack54–57 and the interaction with such components as dietary fiber.58 The health benefits of whole grain and its use in pasta as outlined above are very likely a result of synergistic effects of the many bioactive compounds in whole wheat grain.74,87 Several bioactive phytochemical compounds have been studied in wheat. Those reported in pasta products include dietary fiber, oligosaccharides, phenolics (phenolic acids, alkylresorcinols, and flavonoids), lignans, and phytic acid.43,74,88 Most of these compounds beneficial to health are highly concentrated in the bran and germ portions of whole grain.43,89 Dietary fiber is known to positively influence glucose and lipid metabolism.44,45,90 The dietary fiber constituents along with other bran components that include alkylresorcinols, tocols, and sterols are key factors to be considered by plant breeders planning to develop varieties with health-promoting effects.90 Studies on the role of fiber in human health have shown convincing inverse association between dietary fiber intake, through vegetable consumption and substitution of refined grains with whole grains, and total and specific mortality even in more recent findings on non-CVD, non-cancer inflammatory and respiratory diseases as well.91 "and bioactive compounds, including some minerals, vitamins, carotenoids, polyphenols, and alkylresorcinols, which have antioxidant and anticarcinogenic properties" DOI: 10.1016/B978-0-12-401716-0.00001-5 Book | Hirawan R, Beta T. Whole wheat pasta and health. In: Ross Watson R, Preedy VR, Zibadi S (Ed.). Wheat and Rice in Disease Prevention and Health. Elsevier; 2014: 5–16. |
| 9. | 🞽 Narratives Review Dehulling has been traditionally used in households to remove the tough outer layers of cereal grains in order to improve their palatability and for the removal of anti-nutritional factors. Mechanical fraction or milling of cereal grains is the process by which flours are produced at a larger scale. It may be considered the industrial equivalent of dehulling because the production of refined or “white” flours consists of removing the bran and germ to isolate the starchy endosperm of the grain. The removal of such grain components produces flours that are more stable upon storage, have improved processability, and result in food products of preferred sensory quality (i.e., white bread versus whole grain bread). However, refined flours have a total dietary fiber content that is about four times less than that of whole grain flours (Slavin et al. 2000) and, thus, refined cereal flours lack other nutritionally relevant compounds that are found in the bran and germ components (Hemery et al. 2007). Due to the impact that bran and germ components have on stability and sensory quality of whole grain food products (i. e., rancidity, rough textures and darker colors), substantial research efforts have focused on understanding how to process whole grains to enhance their consumption (Slavin and Lloyd 2012). DOI: 10.1080/10408398.2017.1392287 Study: weak evidence | Lamothe LM, Lê KA, et al. The scientific basis for healthful carbohydrate profile. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 2019;59(7):1058–1070. |
| 10. | 🞽 Narratives Review In the present review, we describe how the daily consumption of wheat products and other related cereal grains could contribute to the manifestation of chronic inflammation and autoimmune diseases. Both in vitro and in vivo studies demonstrate that gliadin and WGA can both increase intestinal permeability and activate the immune system. The effects of gliadin on intestinal permeability and the immune system have also been confirmed in humans. Other cereal grains containing related prolamins and lectins have not been so extensively studied and, therefore, more research investigating their impact on intestinal permeability and inflammation is required. It would be interesting to further elucidate the role of other prolamins on zonulin release and intestinal permeability. how the consumption of wheat, but also other cereal grains, can contribute to the manifestation of chronic inflammation and autoimmune diseases by increasing intestinal permeability and initiating a pro-inflammatory immune response DOI: 10.3390/nu5030771 Study: weak evidence | De Punder K, Pruimboom L. The dietary intake of wheat and other cereal grains and their role in inflammation. Nutrients. 2013;5(3):771–787. |
| 11. | 🞽 Narratives Review Humans lack the enzymes to degrade the bulk of dietary To the microbial community SCFAs are a necessary waste product, required to balance redox equivalent production in the anaerobic environment of the gut ( 7 ). DOI: 10.1194/jlr.R036012 Study: weak evidence | Den Besten G, van Eunen K, et al. The role of short-chain fatty acids in the interplay between diet, gut microbiota, and host energy metabolism. Journal of Lipid Research. 2013;54(9):2325–2340. |
| 12. | 🞽 Narratives Review Epidemiological studies have found that whole wheat consumption is inversely associated with the risk of chronic diseases, such as obesity, type 2 diabetes, cardiovascular diseases, and cancer. The health benefits of whole wheat foods are attributed to their bioactive components, including phytochemicals and dietary fiber. In this review, the current studies regarding bioactive components and their health-promoting roles and the underlying mechanisms were summarized and discussed. DOI: 10.1021/acs.jafc.0c00705 Study: weak evidence | Liu J, Yu LL, Wu Y. Bioactive components and health beneficial properties of whole wheat foods. J Agric Food Chem. 2020;68(46):12904–12915. |
| 13. | 🞽 Narratives Review Gluten-free products currently constitute a profitable segment in the food industry with an estimated value of several billion dollars (Talley and Walker 2017; Wu et al. 2015). The unfounded perception in the general population that a GFD is a healthy choice is fostering medically unjustified alimentary habits of gluten avoidance. Currently, only patients diagnosed with CD should follow a strict lifelong GFD and patients with IgE-mediated wheat allergy must avoid exposure to wheat in any form. In this context, and despite several scientific advances, nonceliac gluten sensitivity has been demonstrated to be a not fully understood condition for which the scientific community has not reached a consensus for its classification as an independent clinical entity DOI: 10.1080/10408398.2019.1651689 Study: weak evidence | Cabanillas B. Gluten-related disorders: Celiac disease, wheat allergy, and nonceliac gluten sensitivity. Critical Reviews in Food Science and Nutrition. 2020;60(15):2606–2621. |
| 14. | 🞽 Narratives Review A gluten-free diet (GFD) is the only available treatment for celiac disease (CeD), and it may also improve symptoms in non-celiac gluten/wheat sensitivity (NCGWS). In CeD, gluten triggers an immune reaction leading to enteropathy, malabsorption, and symptoms; in NCGWS, the mechanism leading to symptoms is unknown, and neither wheat nor gluten triggers enteropathy or malabsorption. A strict GFD is, therefore, necessary for CeD, but a gluten-restricted diet (GRD) may suffice to achieve symptom control for NCGWS. Regardless of this distinction, the risk of malnutrition and macro- and micronutrient deficiencies is increased by the adoption of a GFD or GRD. DOI: 10.3390/nu15061475 Study: weak evidence | Abdi F, Zuberi S, et al. Nutritional considerations in celiac disease and non-celiac gluten/wheat sensitivity. Nutrients. 2023;15(6):1475. |
| 15. | 🞽 In this research, two different pasta production chains were considered: a “high-quality pasta” chain (referred here as “local or regional scenario”), which follows traditional procedures in a Tuscan farm that uses only ancient wheat varieties; and a “conventional pasta” one (referred here as “global or industrial scenario”), in which pasta is produced using national and international grains, following industrial processes. Large industries usually provision their durum wheat supplies on the international commodity market, Canada and Mexico being the main exporters. In Italy, however, main pasta producers preferably use durum wheat coming from the national market, integrating their supplies with products mainly from France, U.S.A., and Australia [2–8]. As a consequence, the environmental impact of this production sector can be significant, and this has pushed major pasta industries to start evaluating the environmental footprint of their productions by means of Life Cycle Assessment (LCA) and, in some cases, even by Environmental Product Declaration (EPD), according to the standards of the International Organization for Standardization (ISO standards) [9–11], making information widely available. The reasons supporting this choice are mainly due to the increasing attention of final consumers on the possible impacts of industrial production on the environment, which determined a growing public pressure on this thematic . Furthermore, the renewed interest of consumers in ancient grains has promoted an increase in their cultivation and use, expanding the number of products offered by the baking industry [14]. This has also contributed to the safeguarding of biodiversity and to the development of a local micro-economy, which allows local producers to increase their profits by differentiating their products The results of the present work show that the traditional pasta may cause impacts of 1.706 kg of CO2eq emissions, 13.7 MJ of fossil energy consumption, 0.206 kg of non-renewable resource, and 109 µgPO4-/FU per each kg of dried pasta produced, while the conventional pasta production accounts for 1.765 kg of CO2eq emissions, 14.3 MJ of fossil energy consumption, 0.152 kg of non-renewable resource, and 126 µgPO4-/FU per each kg of dried pasta produced, without considering both the distribution and domestic cooking phases. DOI: 10.3390/resources8010056 | Recchia L, Cappelli A et al. Environmental sustainability of pasta production chains: an integrated approach for comparing local and global chains. Resources. 2019;8(1):56. |
| 16. | 🞽 At the end, the study suggested that the cultivation of ancient varieties and landraces in organic and low-input DW cultivation impact is mainly linked to the use of fertilisers DOI: 10.1007/s11367-021-02016-7 | Zingale S, Guarnaccia P, et al. Environmental life cycle assessment for improved management of agri-food companies: the case of organic whole-grain durum wheat pasta in Sicily. Int J Life Cycle Assess. 2022;27(2):205–226. |
| 17. | ● The first concrete information concerning pasta products in Italy dates from the thirteenth or fourteenth century. The question of their origin continues to evoke speculations. Following the footsteps of many authors, beginning with Guiseppe Prezzolini, who in the 1950s questioned the legend of Marco Polo's importation of pasta from China, let us repeat that the Venetian merchant could not have had anything to do with the birth of the culinary tradition in Italy. Well before his return from his great voyage in 1296, the Mediterranean basin was setting for a prosperous trade in obra de pasta, as pasta product were at the time known in Cagliari, Sardinia. This indicats that pasta had long formed part of the diet of certain Mediterrranean peoples. The time has come to debunk once and for all this promotional incention, sprung fully formed from the fertile imagination of the editor of the Macaroni Journal, the newsletter of the National Macaroni Manufacurers Association, an association of American pasta makers. The production cycle involves the same mechanized operation as are found in industrial production, with a few rare exceptions, whn it is neccesary to place the finished pasta manually in the drying chambers. The classic succession of processes n which mixing the raw materials with water is followed by bending, kneating, extrusion (or pressing), and cooling, is still respected, whatecer the scale of producer and whatever the type of equipment. But where industrial manufactureers made use ofdie plates covered with Teflon, the artisanal producer makes use of bronze die plates, which hae the particular result od creating a rough and porous surface, much better at holding sauce. Artisanal pasta also, and perhaps most importantly, stands out because it is dried at low temperatures (less than 45 degrees Celsius), which naturally lengthens the duration of this essential operation. This is a slow an gentle method that is particularly well suited to preserving the taste and aroma of the pasta. Book | Serventi S, Sabban F. Pasta: the story of a universal food. Columbia University Press; 2002. |
| 18. | ● Im Ziel der klimafreundlichen Ernährung Pasta CO₂ Tra kcal Gew Other print medium | Greenpeace Schweiz, Stadt Zürich, Planted Foods AG, Branding Cuisine, Tinkerbelle, Inge, myblueplanet, ProVeg International, Dr. Earth, FightBack und Eaternity. All You Can Eatfor climate - Poster. ayce.earth. 2022. |
| 19. | 🞽 Drypasta 1292 347 210 1849 Potatoes 191 33 63 287 Rice,paddy 1146 341 187 1673 Wheat (204Gm3yr−1) and rice (202Gm3yr−1) have large blue water footprint together accounting for 45% of the global blue water footprint. The grey water footprint related to the use of nitrogen fertilizer in crops cultivation was 733Gm3 yr−1. Wheat (123Gm3 yr−1), maize (122Gm3yr−1) and rice (111Gm3yr−1) have large grey water footprint together accounting for about 56% of the global grey water footprint. DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
| 20. | 🞽 Table 3. The Water Footprint of Some Selected Food Products from Vegetable and Animal Origin Vegetables 194 43 85 322 Starchy roots 327 16 43 387 Cereals 1,232 228 184 1,644 Beef 14,414 550 451 15,415 Chicken meat 3,545 313 467 4,325 DOI: 10.1007/s10021-011-9517-8 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. A Global Assessment of the Water Footprint of Farm Animal Products. Ecosystems. 2012;15(3):401–415. |
| 21. | ● Den mit Abstand grössten Einfluss auf den Fussabdruck Biodiversität hat mit einem Gesamtanteil von 29 Prozent Soja, gefolgt von Weizen (15 Prozent) und Mais (12 Prozent). Der hohe Anteil der Soja am Fussabdruck Biodiversität ist darauf zurückzuführen, dass einerseits deren Flächenbedarf sehr hoch ist (2,84 Millionen Hektar) und dass andererseits die ökologische Wertigkeit der Herkunftsregion bei der Ermittlung des Fussabdrucks Biodiversität eine entscheidende Rolle spielt.
Die Ökoregionen, in denen Soja angebaut wird, werden zum Teil als ökologisch sehr wertvoll eingestuft (z. B. die brasilianische Savanne, der Cerrado). Der hohe Anteil bei Weizen und Mais erklärt sich durch den sehr hohen Flächenbedarf dieser Agrarprodukte. Bei Weizen liegt dieser bei 2,9 Millionen Hektar, für Mais bei rund 2,1 Millionen Hektar. Trotz des hohen Flächenbedarfs hinterlassen Weizen und Mais einen geringeren Fussabdruck Biodiversität. Das liegt auch daran, dass diese vor allem in Deutschland und anderen europäischen Staaten angebaut werden und dass der ökologische Wert dieser Ökoregionen nicht so hoch eingestuft wird wie z. B. die brasilianische Savanne, die als ein globaler Hotspot der Biodiversität gilt. Den mit Abstand grössten Anteil am Fussabdruck Biodiversität haben mit 58 Prozent Fleisch und Wurstwaren sowie Tierprodukte, wie Molkereiprodukte und Eier (19 Prozent). Entsprechend gehen 77 Prozent des Fussabdrucks Biodiversität auf das Konto von tierischen Lebensmitteln. Der Einfluss der tierischen Lebensmittel schlägt beim Verlust der Biodiversität noch mehr zu Buche als beim Flächenfussabdruck (75 Prozent) oder dem Klimafussabdruck (69 Prozent). Dies ist vor allem auf die Auswirkungen des Sojaanbaus auf die Biodiversität zurückzuführen. Dagegen entfallen nur 23 Prozent des Fussabdrucks Biodiversität auf pflanzliche Lebensmittel wie Obst, Gemüse, Getreide und Nüsse. Die grössten Auswirkungen auf die Biodiversität hat mit 29 Prozent der Sojaanbau. Dessen Auswirkungen sind deutlich höher, als es die Flächennutzung vermuten liesse. Zudem sind die Auswirkungen von Soja auf die Biodiversität ungefähr doppelt so hoch wie die von Weizen (15 Prozent), obwohl die Flächen nutzung sogar etwas geringer ist. Dies erklärt sich vor allem dadurch, dass die Ökoregionen, in denen Soja angebaut wird (z. B. das Cerrado in Brasilien) als ökologisch wertvoller eingestuft werden als die Ökoregionen, in denen Weizen angebaut wird (z. B. die Mischwälder in Europa). So wird das Cerrado mit einem ökologischen Wert von 0,427 bewertet, europäische Mischwälder dagegen mit 0,107.44 Die Differenz lässt sich also direkt auf den Einfluss des Ökoregion-Faktors zurückführen, da die weiteren Faktoren, wie der Grad der Natürlichkeit (Hemerobiestufe), für beide Produkte gleich sind: Sowohl Weizen als auch Soja werden intensiv angebaut, und der Anbau gilt damit als naturfern (Hemerobiestufe 6 Other print medium | WWF Deutschland. So schmeckt die Zukunft: Der kulinarische Kompass für eine gesunde Erde: Ernährung und biologische Vielfalt (Zusammenfassung). 2022. |
| 22. | ● S 124 :Vögel in der Agrarlandschaft sind europaweit auf dem Rückzug. Viele Vogelarten finden durch den Insektizideinsatz weniger Nahrung, weil mit den Schädlingen auch Futtertiere wie Schmetterlinge und andere Insekten getötet werden. S123 : Wie bei den Regenwürmern wurde auch bei den Bienen nachgewiesen, dass nicht nur die reinen Pestizidwirkstoffe, sondern auch Beistoffe tödliche Wirkungen haben 116: Die meisten Menschen denken an ein oder zwei Bienenarten, aber es gbt allein in den USA 4000, in Österreich u die 700 Bienenarten 120: wie stark die Belstund unserer Umwet mit Pestiiziden ist, zeigen Untersuchungen von Pflanzenpollen aus Bienenstöcken. Bis zu siebzehn verschiedene, toxische Pestizide wurden in Bienenpollen gefunden S122 : Das zeigt, dass landwirtschaftliche Flächen nicht unbedingt grüne Wüsten sind, sondern tatsächlich auch eine hohe biodiversität beherbergen können. Die wenigsten davon sind Schädlige an den landwirtschaftlichen Kulturen. Im Gegenteil, viele davon dezimieren Schädlinge in den weizenfeldern un betreiben damit biologische Schädlingskontrolle. ... dass die Menge und Vielfalt an Insekten und Spinnen in unserer Kulturlandschaft in den letzen 35 Jahren fast um die Hälfte gesunken ist. S129f: Agrarökosysteme verlieren ihre Selbstregulation: Pestizide tragen massgeblich zu Biodiversitätsverlusten bei: Fast rin viertel der in der EU gefährdeten Arten sind durch aus Land-und Forstwirtschaft stammende Schadstoffe bedroht. .. Wenn Insekten und Beikräuter durch Pestizide vernichtet werden, leiden darunter auch Parasitoide oder räuberische Spinnen, die als Gesundheitspolizei i Ökosystem fungieren und Schadinsekten dezimieren Daraus entsehen Lücken im Nahrungsnetz, die Stabilität von Ökosystem ist gefährdet. Was letzlich auf dem Spiel steht, sind Ökosystemleistungen wie Bestäubung, natürliche Schädlingskontrolle, Trinkwasserreinugung, Närstoffkreisläufe und Bodenfruchtbarkeit. Diese können nur von einem gut funktionierenden Ökosystem erbracht werden 147: Die steigende Zahl der Krebserkrankungen, hormoneller Effekte und neurologischer Störungen (wie zum Beispiel die Parkinson-Krankheit) werden allerdings zweifelsfrei in einen Zusammenhan mit dem Einsatz mancher Pestizide in der Landwirtschaft gebracht. Book | Zaller J. Unser tägliches Gift: Pestizide die unterschätzte Gefahr. 1. Auflage. Wien: Deuticke im Paul Zsolnay; 2018:116-130;146. |
| 23. | 🞽 Narratives Review Phytochemicals are defined as bioactive nonnutrient plant components in WGs, fruits, vegetables, and other plant foods that have been associated with reduced risk of major chronic diseases [15]. WGs are rich sources of phytochemicals with health benefits that are only recently becoming recognized [13, 15]. The groups of bioactive components found in WG wheat include alk(en)ylresorcinols (ARs), benzoxazinoids (BXs), phytosteroids, sphingolipids, lignans, flavonoids, phenolic acids, fatty acids and glycolipids, tocols, carotenoids, and other minor components. The identities, suitable analytical approaches, and available tandem mass data for these compounds were shown in Table 1. To date, few studies have been performed to investigate flavonoid profiles in wheat grains [62–65]. As reported, flavonoids occur in wheat grains mostly in C-glycoside forms [63–65]. The major structures found in wheat grains are given in Fig. 5 Sterole (Beta-Hydroxy-Sitsoterol, Sitosterol, Campesterol, Stigmasterol) Among them, the major forms of wheat flavonoids are flavones, flavones C-glycosides, and anthocyanins Accumulated evidence in epidemiological studies has consistently shown that consumption of whole grains (WGs) is inversely associated with risk of major chronic diseases such as certain types of cancer, type 2 diabetes, and cardiovascular diseases. DOI: 10.1002/mnfr.201600852 Study: weak evidence | Zhu Y, Sang S. Phytochemicals in Whole Grain Wheat and their Health‐Promoting Effects. Molecular Nutrition Food Res. 2017;61(7):1600852. |
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