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| Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission. |
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) ist ein inzwischen ganzjährig erhältliches Frühlingsgemüse, das roh, gekocht oder fermentiert essbar ist. Bio-Qualität ist zu bevorzugen.
Verwendung in der Küche
Kohlrabi weist einen milden, leicht süss-nussigen Geschmack auf, der einige an Brokkoli erinnert. Je nach Sorte und Anthocyangehalt sind die Knollen und Stängel weisslich, grünlich, rötlich oder violettblau (rotblau) - das Fruchtfleisch ist weiss.2,3 Geschmacklich unterscheiden sich die Varietäten nicht merklich. Wir verwenden bei Kohlrabi in erster Linie die Knolle, die keine Wurzel, sondern die verdickte, oberirdische Sprossachse (Stängel) ist.2 Die Blätter von Kohlrabi sind ebenfalls verwertbar. Sie können sie wie anderes Blattgemüse verarbeiten und etwa zu Salaten oder Suppen hinzugeben.
Kohlrabi müssen Sie nicht unbedingt schälen, wenn seine Schale fein und dünn ist. Dann reicht es, das Gemüse gut zu waschen. Ist die Schale hingegen fest und fasrig, sollten Sie sie mit einem scharfen Messer oder Gemüseschäler entfernen.
Die Knolle können Sie bestens roh essen. Als Rohkost eignet sich Kohlrabi hervorragend geraspelt oder gehobelt als Salat oder Carpaccio. Als einfaches Kohlrabi-Rezept empfehlen wir, ihn in Streifen zu schneiden und mit verschiedenen Dips als Snack oder Apéro zu servieren.
Sie können Kohlrabi nebst dem Verzehr als Rohkost auch dünsten, kochen, backen oder grillen. Kurz angedünstet macht er sich gut als Beilage für allerlei vegetarische und vegane Gerichte. Sie können das Kohlgemüse auch zu Püree verarbeiten, als Kohlrabicremesuppe servieren, in Gemüse-Suppen schnippeln und als Bestandteil von Eintöpfen (z.B. mit Linsen), Aufläufen, Gratins (z.B. mit Kartoffeln) und Currys (z.B. mit Kichererbsen und Tofu) verwenden. Ein beliebtes Gericht ist gefüllter Kohlrabi, den Sie je nach Geschmack im Ofen noch überbacken können. Als Füllung bieten sich Reis, Bulgur, Quinoa und anderes Gemüse (z.B. Zucchini, Frühlingszwiebeln, Karotten, Gemüsepaprikas) an. Ganze Kohlrabiknollen können Sie in genügend Wasser kochen und als Beilage verwenden. Auch Gemüsequiches lassen sich wunderbar mit Kohlrabi zubereiten. Zu Kohlrabi passen Gewürze und Kräuter wie z.B. Muskat, Petersilie, Estragon und Dill.
Mit Kohlrabi können Sie auch ausgefallene Gerichte kochen, wie z.B. Kohlrabi-Karotten-Puffer (Rösti), Kohlrabi-Pommes oder Kohlrabi-Lasagne, bei der Sie die Pasta-Blätter durch Kohlrabischeiben ersetzen. Es lässt sich auch ein veganes, paniertes Schnitzel mit Kohlrabi zubereiten. Mit Früchten können Sie die Knolle zu einem gesunden Smoothie pressen. Kohlrabi können Sie ähnlich wie Sauerkraut durch Fermentation mit Salz und Gewürzen konservieren.
Rezept für veganes Kohlrabi-Carpaccio
Zutaten (für 2 Personen): 1 Kohlrabi (roh, bio), 80 g Nüsse (z.B. Walnüsse, Macadamianüsse, Pekannüsse, Haselnüsse), 100 ml Hafermilch, 1 EL Hefeflocken, 1 TL Zitronensaft, 1 TL Senf, 1 Knoblauchzehe, etwas Paprikapulver, Salz und Pfeffer, ein paar Kürbiskerne.
Zubereitung: Kohlrabi schälen und in sehr dünne Scheiben hobeln oder schneiden. Scheiben auf einem Teller ausgebreitet anrichten. Nüsse, Hafermilch, Hefeflocken, Zitronensaft, Senf und Knoblauch in eine Schüssel geben und alles gut pürieren. Mit etwas Paprikapulver, Salz und Pfeffer abschmecken und auf die Kohlrabi-Scheiben geben. Veganes Kohlrabi-Carpaccio mit Kürbiskernen garnieren und servieren.
Vegane Rezepte mit Kohlrabi finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Kohlrabi gibt es in den meisten Supermärkten (z.B. Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa) und Bio-Supermärkten (z.B. Alnatura und Denn's Biomarkt) ganzjährig zu kaufen, oftmals auch in Bio-Qualität. Wer ganz frischen und lokalen Kohlrabi möchte, geht am besten auf den Wochenmarkt oder direkt zu einem nahegelegenen Landwirtschaftsbetrieb. Von Mai bis November hat Kohlrabi im mitteleuropäischen Raum Saison.11
Wir empfehlen beim Einkauf, auf eine rissfreie Schale und frische, grüne und knackige Blätter zu achten. Je grösser die Knolle, desto eher neigt sie dazu, holzig zu sein.
Die Verfügbarkeit von Kohlrabi ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Bei Interesse klicken Sie auf unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder (oben unter dem Zutatenbild). Dort finden Sie aktuelle Preise aus verschiedenen Supermärkten und deren Preisentwicklung.
Tipps zur Lagerung
Am besten lagern Sie die Kohlrabiknolle, von den Blättern befreit, im Gemüsefach des Kühlschranks. Die Haltbarkeit beträgt ungefähr eine Woche. In ein feuchtes Tuch eingewickelt hält er sich sogar bis zu vier Wochen. Sie können ihn zudem einfrieren. Dafür sollten Sie die Blätter entfernen, den Kohlrabi komplett schälen und in mundgerechte Stücke schneiden. Roh tiefgekühlt verliert er beim Auftauen jedoch seine Farbe. Kurz in kochendem Salzwasser blanchiert und abgekühlt in Eiswasser, können Sie Kohlrabistücke auch in den Tiefkühler geben. Eingefroren ist Kohlrabi ungefähr ein Jahr haltbar.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Mit 27 kcal und 0,1 g Fett pro 100 g ist roher Kohlrabi sehr kalorienarm und fast fettfrei. Andere Kohlrabi-Nährwerte wie z.B. Proteine sind mit 1,7 g/100g ebenfalls eher wenig vorhanden. Von 6,2 g Kohlenhydraten pro 100 g sind 2,6 g Zucker.1
Kohlrabi ist reich an Vitamin C (62 mg/100g; 78 % des Tagesbedarfs). Ähnlich viel ist in Kefen (Zuckererbsen) (60 mg/100g) und Rotkohl (57 mg/100g) enthalten. Gelbe Gemüsepaprika beinhaltet mit 184 mg/100g besonders viel Vitamin C.1
Der Gehalt an Kalium beträgt 350 mg/100g (18 % des Tagesbedarfs). Dieser ähnelt demjenigen von Rosenkohl (389 mg/100g) und Brokkoli (316 mg/100g). Grünkohl hat mit 491 mg/100g etwas mehr, aber ein bedeutend höherer Wert des Mengenelements ist in getrockneten Tomaten zu finden (3427 mg/100g).1
Zudem stecken 0,15 mg/100g Vitamin B6 (Pyridoxin) in rohem Kohlrabi (11 % des Tagesbedarfs). Brokkoli (0,18 mg/100g) und Knollensellerie (0,16 mg/100g) weisen ähnliche Gehalte auf. Hefeflocken enthalten mit 2,9 mg/100g fast das 10-fache an Vitamin B6.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Kohlrabi, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Analysen zeigen einen hohen Wassergehalt (88 %) sowie moderate Gehalte an Proteinen, Kohlenhydraten und einen niedrigen Fettgehalt. Kohlrabi eignet sich daher gut zum Abnehmen. Er enthält bedeutende Mengen an Vitaminen, insbesondere Vitamin C, sowie Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium.1,16 Wertvolle Nährstoffe bleiben erhalten, wenn Sie den Kohlrabi im Ganzen etwa 20 bis 30 Minuten garen und erst danach schälen.5
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Kohlrabi kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Kohlrabi mit Blattgrün enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2,3,4,16
- Isoprenoide: Carotinoide; Saponine
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Syringasäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure, Cumarsäure); Flavonoide: Flavanole (Epigallocatechin, Epicatechin-Gallat), Flavonole (Quercetin), Anthocyane (Cyanidin-Derivate); Tannine; Catechole
- Organische schwefelhaltige Verbindungen: Senfölglycoside (Glucosinolate)
Kohlrabi enthält Glucosinolate, die für den typischen bitter-scharfen Geschmack verantwortlich sind und auch in anderen Kreuzblütlern wie Rosenkohl, Grünkohl, Kohl, Steckrübe, Rübe, Brokkoli, Blumenkohl, Rucola, Kapern, Senf und Wasabi vorkommen. Beim Zerkleinern oder Kauen entstehen durch Myrosinase bioaktive Abbauprodukte wie Isothiocyanate, Nitrile und Indole, darunter Sulforaphan, die u.a. antioxidativ, entzündungshemmend und antimikrobiell wirken. Roter Kohlrabi zeigt aufgrund des höheren Gehalts an phenolischen Verbindungen deutlich stärkere Effekte als grüner Kohlrabi.3 Insbesondere die Blätter gelten als gute Quellen von Phenolsäuren und Flavonoiden.15 Studien zeigen zudem, dass ein hoher Verzehr von Kreuzblütlern mit einem geringeren Risiko für Typ-2-Diabetes, Fettleibigkeit, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Osteoporose und bestimmte Krebsarten assoziiert ist.2,3,4
Anthocyane sind wasserlösliche Farbpigmente, die zu roten, violetten bis blauen Färbungen führen. Während im grünen Kohlrabi keine Anthocyane vorhanden sind, enthält die Schale von violettem Kohlrabi elf verschiedene Anthocyane. Diese besitzen u.a. antihyperglykämische und antivirale Eigenschaften, beispielsweise gegen Influenzaviren.2,4
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Kohlrabi ist im Allgemeinen gut verträglich und gilt als leicht verdaulich. Trotzdem können bei manchen Menschen Nebenwirkungen wie Verdauungsbeschwerden, Blähungen oder Bauchschmerzen auftreten, insbesondere bei übermässigem Verzehr.
Wer an Allergien oder Unverträglichkeiten gegenüber Kreuzblütlern leidet, sollte auf Kohlrabi verzichten.
Volksmedizin - Naturheilkunde
In der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) gilt Kohlrabi als verdauungsanregend und entgiftend.6
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Der CO2-Fussabdruck von regionalem Kohlrabi ist mit 0,2 kg CO2eq pro kg Lebensmittel eher gering und entspricht etwa dem von Kürbis und Lauch.12 Auch die benötigte Menge Wasser für die Erzeugung von 1 kg des Gemüses, der sogenannte Wasser-Fussabdruck, ist mit 280 Litern niedrig.13
Idealerweise achten Sie beim Einkauf auf Regionalität und biologischen Anbau. Bio-Kohlrabi wächst aufgrund des Verzichts auf synthetischen Kunstdünger zwar langsamer als konventionell angebauter Kohlrabi.7 Trotzdem ist der Verzicht auf Kunstdünger sehr wertvoll für die Umwelt und das Klima, aber auch für den Geschmack und die Gesundheit. Laut Studien können Ratten und Kaninchen zwischen konventionell und biologisch angebautem Kohlrabi unterscheiden. Dabei bevorzugen diese vorwiegend Bio-Qualität. Der Nachwuchs von mit Bio-Kohlrabi gefütterten Tieren sei zudem kräftiger.10 Aufgrund der teilweise vom Einzelhandel vorgeschriebenen Standards für Obst- und Gemüsearten erfolgt der Verkauf von Kohlrabi zumeist mit Blattgrün, welches der Konsumentin oder dem Konsumenten Frische und Qualität vermitteln soll. Um dies für längere Zeit nach der Ernte zu gewährleisten, kommen kurz vor der Ernte zusätzliche, für die Pflanze unnötige Behandlungen mit Stickstoff und Pflanzenschutzmitteln zum Einsatz.14 Als KonsumentIn können Sie sich bewusst für Kohlrabi ohne Blätter entscheiden.
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Weltweites Vorkommen - Anbau
Kohlrabi ist sehr wahrscheinlich eine alte Kreuzung aus Wildkohl (Brassica oleracea ssp. oleracea) und weisser Wildrübe (Beta vulgaris ssp. maritima).7 Das Herkunftsgebiet liegt vermutlich in Nord-, Nordost- und Nordwesteuropa.5
Deutschland ist nicht nur Hauptverbraucher von Kohlrabi, sondern dort befinden sich auch die weltweit grössten Anbauflächen. Ein grosser Teil des Kohlrabi-Anbaus verlagerte sich nach Spanien. Auch in Österreich, der Schweiz, in den Niederlanden, Frankreich, Italien, Rumänien und Polen kultivieren LandwirtInnen das Gemüse.8
LandwirtInnen bauen Kohlrabi im Freien und in Gewächshäusern an. In Deutschland überwiegt der Anteil der im Freiland produzierten Kohlrabis. Die Art des Anbaus beeinflusst auch den Geschmack: Kohlrabi aus dem Freiland schmeckt würziger als Kohlrabi aus dem Gewächshaus. Man unterscheidet die Sorten aufgrund der Blättermenge, also blattarme und blattreiche Sorten, sowie aufgrund der Anbauzeit (Früh-, Sommer-, Herbstsorten).5
Anbau - Ernte
Ab Mitte Februar können Sie Kohlrabi-Samen in Töpfen mit lockerer, humusreicher Erde säen. Sie platzieren die Töpfe an einem warmen Platz (ca. 15–18 °C), z.B. auf einer Fensterbank oder in einem Gewächshaus. Nach ca. 6 Wochen oder ab Ende März können Sie die Setzlinge ins Freiland pflanzen. Dazu halten Sie einen Pflanzenabstand von 30 x 30 cm ein. Ab Mitte April können Sie die Samen direkt ins Beet säen. Die Pflanzen benötigen regelmässig Wasser. Staunässe ist zu vermeiden. Ab ca. 8–12 Wochen nach der Pflanzung ist das Gemüse erntereif (kann je nach Sorte auch später sein). Bei der Ernte achten Sie am besten auf die Grösse der Knolle: Je später Sie ernten, desto eher sind die Knollen holzig. Dazu schneiden Sie die Knollen mit einem scharfen Messer oder einer Gartenschere knapp über dem Stielansatz ab.9
Weiterführende Informationen
Kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes) ist eine der vielen Zuchtformen des Gemüsekohls und gehört der Familie der Kreuzblütler (Brassicaceae) an. Die Kohlrabiknolle ist eigentlich der gestauchte, verdickte Hauptspross der Gemüsepflanze.2 Die Knollenform reicht von kugelig über plattrund zu oval, mit einem von der Sorte abhängigen Durchmesser zwischen 5 und 20 cm. Kohlrabi wiegt meist zwischen 350 und 500 g. Das Gewicht kann aber je nach Sorte zwischen 100 g und über 8 kg betragen.
In der EU gibt es zwei Güteklassen von angebotenem Kohlrabi. Kohlrabis der Klasse I müssen ein gleichmässiges Erscheinungsbild aufweisen. Leichte Risse sind nur am Blattansatz beschränkt zulässig. Leichte oberflächliche Verfärbungen und Flecken sind ebenfalls nur an der Unterseite erlaubt. Wurzeln und Blätter müssen dicht an der Knolle abgeschnitten sein. Bei Kohlrabis der Klasse II sind leichte Abweichungen von Form und Farbe toleriert. Auch leichte Risse im Fruchtfleisch (nicht tiefer als 10 mm) und Schalenfehler, die das Fruchtfleisch nicht beeinträchtigen, sind erlaubt.5
Alternative Namen
Kohlrabi hat einige Synonyme wie z.B. Oberkohlrabi, Oberrübe, Kohlrübe, Rübkohl und Stängelrübe. Die deutsche Bezeichnung hat sich in vielen Sprachen durchgesetzt. So lautet auch die englische Bezeichnung für Kohlrabi kohlrabi. Aber auch die Begriffe German turnip oder turnip cabbage sind geläufig.
Literaturverzeichnis - 16 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Nährstofftabellen. Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 2. | * "Because of the continued interest in the promotion of human health, the consumption of Brassica vegetables, including cabbage (Brassica oleracea L. var. captita), brussels sprouts (B. oleracea var. gemmifera), broccoli (B. oleracea var. italica), kale (B. oleracea var. acephala), cauliflower (B. oleracea var. botrytis), kohlrabi (B.oleracea var. gongylodes), and mustard (B. juncea L.), which are associated with the prevention of numerous diseases including diabetes, cancer, and heart disease, has increased. This beneficial effect is associated with anti-diabetic, anticancer, anti-inflammatory, and antioxidant properties attributed to various metabolites including carbohydrates, amino acids, organic acids, vitamins, minerals, phenolic compounds, flavonoids, anthocyanins, carotenoids, and glucosinolates present in Brassica vegetables [7–16]." "Cyanidin, a water-soluble pigment with the C6-C3-C6 structure, is the main aglycone in Brassica vegetables. The nature and intensity of the color exhibited in plants are influenced by pH-dependent structural changes, which may result in red, violet or blue coloration." "Kohlrabi is a biennial plant with an enlarged bulb-like, fleshy stem that is edible and occurs at its base [11, 42]." "The HPLC data revealed that the green kohlrabi did not contain any anthocyanins, while a total of 11 anthocyanins were detected in purple kohlrabi, which had a total anthocyanin level of 0.30 ± 0.01 mg/g dry weight (wt) (Table 1)." Analytische Laboruntersuchung DOI: 10.1007/s13765-017-0274-z Study: weak evidence | Park CH, Yeo HJ et al. Metabolic profiling of pale green and purple kohlrabi (Brassica oleracea var. gongylodes). Appl Biol Chem. June 2017;60(3):249–257. |
| 3. | * "The aim of the present study was to evaluate the anti-diabetic, anti-inflammatory, antioxidant potential, and total phenolic content (TPC) of green and red kohlrabi cultivars." "Between the two kohlrabi cultivars, red kohlrabi (RK) had two times more TPC than green kohlrabi (GK) and showed significant antioxidant effects in DPPH, ABTS, and ONOO− scavenging assays." "As a result, our study establishes that RK extract with a higher TPC might be useful as a potent anti-diabetic, antioxidant, and anti-inflammatory agent." "Depending on the cultivar, kohlrabi stems may be purple red (RK) or green (GK) with a flesh that is always white (13)." "Eating kohlrabi helps individuals to stay healthy by scavenging free radicals as it provides high amounts of vitamin C (18) and protects against colon and prostate cancer by providing the body with precious phytochemicals including isothiocyanates (19), sulforaphane (20), and indole-3-carbinol (21)." "In addition to the presence of anthocyanins, isothiocyanates, and glucosinolates, our study revealed the presence of phenolic compounds responsible for anti-oxidant activity with the potential to prevent inflammation and DM. Thus, the multifactorial activity of kohlrabi, and in particular the RK cultivar, shows promising anti-diabetic activity as a new alternative therapeutic agent for the treatment of DM as well as its complications." In-vitro-Studie in wissenschaftlichem Journal (Analytische Laboruntersuchung) DOI: 10.3746/pnf.2014.19.4.281 Study: weak evidence | Jung HA, Karki S et al. Anti-diabetic and anti-inflammatory effects of green and red kohlrabi cultivars (Brassica oleracea var. gongylodes). Prev Nutr Food Sci. December 2014;19(4):281–290. |
| 4. | * "Besides these, kohlrabi also retains health-promoting phenolics such as flavonoids, including anthocyanins, flavones, and flavonols [12]. Presently, there are many kohlrabi cultivars with different colors including green, purple, and white available for commercial cultivation. The purple color of the kohlrabi is due to the accumulation of the anthocyanin pigments in the swollen stem." "In purple kohlrabi, the peel of the swollen stem accumulates anthocyanin pigment, but the flesh cannot make anthocyanin while only the midrib of the leaf can make visible anthocyanin (Fig. 1). The highest total anthocyanin content was found in the peel of purple kohlrabi, while it was extremely low for the rest of the tissues of both kohlrabi cultivars (Fig. 2)." Molekularbiologische Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1007/s12010-017-2613-2 Study: weak evidence | Rahim MA, Robin AHK et al. Identification and characterization of anthocyanin biosynthesis-related genes in kohlrabi. Appl Biochem Biotechnol. April 2018;184(4):1120–1141. |
| 5. | ● "Wertvolle Nährstoffe werden bewahrt, wenn der Kohlrabi im Ganzen etwa 20 bis 30 Minuten gegart und erst danach geschält wird. Den geringsten Verlust an Vitaminen und wertvollen Inhaltsstoffen hat man jedoch, wenn man das Gemüse kurz wäscht, sparsam schält und in frischem Zustand roh verzehrt." "Kohlrabi (Brassica oleracea convar. acephala var. gongylodes) zählt zur Familie der Kreuzblütler (Cruciferae) und stammt wahrscheinlich vom „pompejanischen“ Kohl der alten Römer bzw. vom Markstammkohl (bei diesem verdickt sich die Sprossachse im mittleren Bereich) ab. Die Römer nannten den Kohlrabi Caulorapa." Als Herkunftsgebiet werden Nord-, Nordost- und Nordwesteuropa vermutet. "Kohlrabi ist nahezu das ganze Jahr bei uns erhältlich. Die deutsche Produktion stammt von April bis Juni aus dem Treibhaus, von Juli bis November können Kohlrabi bei uns im Freien wachsen. Im Januar ist Kohlrabi wahlweise aus sizilianischem Freiland- oder holländischem Treibhausanbau verfügbar. " "Kohlrabi zum Verbrauch in frischem Zustand wird bei uns in den Güteklassen I und II angeboten: Klasse I: Der Kohlrabi muss entsprechend dem Erscheinungsbild seiner Sorte gut geformt und gleichmässig sein. Leichte Risse, beschränkt auf den Blattansatz, sind erlaubt. Risse, die bis ins Fruchtfleisch reichen, dürfen hingegen nicht vorhanden sein. Leichte oberflächliche Flecken und Verfärbungen an der Unterseite sind zulässig. Die Wurzel und - bei Kohlrabi ohne Laub - die Blätter müssen dicht an der Knolle abgeschnitten sein. Klasse II: Diese Klasse umfasst Knollen, die nicht in die höhere Klasse eingestuft werden können, aber den Mindesteigenschaften entsprechen. Leichte Form- (langgestreckt, birnenförmig, asymmetrisch) sowie Farbfehler sind erlaubt. Leichte Risse, die nicht tiefer als 10 mm ins Fruchtfleisch reichen, werden toleriert. Schalenfehler, durch die das Fruchtfleisch nicht beeinträchtigt wird, sind ebenso zulässig." Staatliche Agrar- und Ernährungsinformation Website | Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft (LfL): Der Kohlrabi. 2005. |
| 6. | ● "verdauungsanregend, entgiftend, Blutkoagulationen lösend" Website | Therapeutika ch: Kohlrabi. |
| 7. | ● Buch nicht zur Hand. Book: weak evidence | Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam; 2014: 397. |
| 8. | ● "Hautpverbraucher von Kohlrabi sind die Deutschen. Er wird oftmals als typisch deutsches Gemüse angesehen, weshalb viele andere Sprachen das Wort „Kohlrabi“ als Bezeichnung für das Gemüse übernommen haben. Bis vor wenigen Jahren war Deutschland auch mit rund 40.000 Tonnen im Jahr auch der Haupterzeuger von Kohlrabi. Der Kohlrabi-Anbau wurde jedoch zu grossen Teilen nach Spanien verlagert. Weitere Kohlrabi-Anbauländer sind die Niederlande, Frankreich, Italien, Österreich, Schweiz, Rumänien und Polen." Website | Gemuesekorb info: Kohlrabi. |
| 9. | ● "Bei der Ernte von Kohlrabi schneiden Sie die Knollen mit einem scharfen Messer oder der Gartenschere knapp über dem Stielansatz ab. " "Die Aussaat ist eine Möglichkeit, um Kohlrabi im Garten anzubauen. Gerade bei Frühsorten wie ‘Lanro’ oder ‘Azur Star’ gilt: Je zügiger das Wachstum verläuft, desto saftiger wird das Fleisch! Ein heller, circa 15 bis 18 Grad Celsius warmer Platz ist wichtig, wenn Sie Ihren Kohlrabi selbst vorziehen." "Wenn Sie Kohlrabi anbauen möchten, säen Sie die Samen in Töpfen oder Topfplatten aus. Stellen Sie diese an einen 15 bis 18 Grad warmen Platz und nach der Keimung etwas kühler. Nach etwa sechs Wochen können Sie die Setzlinge ins Freiland pflanzen – oder säen Sie ab Mitte April direkt ins Beet aus. Achten Sie auf einen Pflanzabstand von mindestens 30 mal 30 Zentimetern. Giessen Sie die Pflanzen regelmässig, aber vermeiden Sie Staunässe. Nach rund 20 Wochen sind die Knollen erntereif. Wer Setzlinge kauft und pflanzt, kann vier bis acht Wochen früher ernten." Website | Mein schöner Garten de: Kohlrabi anbauen: Tipps für eine gute Ernte. |
| 10. | ● "Beim Anbau von Bio-Kohlrabi wird kein Kunstdünger verwendet – das ist besser für´s Klima und den Geschmack. Studien zeigen, dass Ratten und Kaninchen zwischen biologisch und konventionell angebautem Kohlrabi unterscheiden können. Sie bevorzugen Bio, und wenn sie längere Zeit biologisch gefüttert werden, ist der Nachwuchs kräftiger. Kurz gesagt: Ratten würden Bio kaufen!" Website | Umweltberatung at: Kohlrabi - oft unterschätzt. |
| 11. | ● Kohlrabi
Website | WWF ch: Ratgeber Früchte & Gemüse. |
| 12. | ● Nr. 42 Website | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 13. | * Nr. 358 Ökobilanzstudie DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. May 2011;15:1577-1600. |
| 14. | ● "Makellose Blätter bei Gemüse: Ein weiteres Beispiel sind die Gemüsesorten, die laut LEHVorgaben mit makellosem Blatt vermarktet werden sollen. Diese umfassten beispielsweise Kohlrabi, Radieschen und das Bund Möhren. Infolgedessen erfolge kurz vor der Ernte eine zusätzliche PSM-Gabe, um die Makellosigkeit der Blätter zu gewährleisten, ohne dass diese überhaupt verzehrt würden. Abgesehen davon führe die Vermarktung mit Blatt dazu, dass die Haltbarkeit jener Produkte durch eine hohe Verdunstungsrate erheblich verringert würde und dem damit einhergehenden Verlust an Frische. " Website | Ebert V, Gerwing E. Umwelt- und klimarelevante Qualitätsstandards im Lebensmitteleinzelhandel. Umweltbundesamt. 2020. |
| 15. | * "Based on the current research findings, kohlrabi leaves could be considered as a rich source of volatiles, phenols and flavonoids. Also, they contain bioactive compounds which contribute to antibacterial and antioxidant activities. Thus, this plant material proved its potential to act as a new source of specific constituents, and may be considered a promising natural alternative that could be used in controlling some pathogens and it can aid our antioxidant defense system in its fight with free radicals." Phytochemische Analyse in wissenschaftlichem Journal (Analytische Laboruntersuchung) DOI: 10.1080/14786419.2021.1940177 Study: weak evidence | Ben Sassi A, Ascrizzi R et al. Volatiles, phenolic compounds, antioxidant and antibacterial properties of kohlrabi leaves. Nat Prod Res. June 2022;36(12):3143–3148. |
| 16. | * Kohlrabi (Brassica oleracea var gongylodes) is a commonly consumed cruciferous vegetable in the Himalayan region of Jammu and Kashmir, India. It is preferred for its soft tender leaves and enlarged fleshy knob and is used as a cooked vegetable or subjected to spontaneous fermentation in the region to prepare a local delicacy known as “Mounji Achar”. Despite being an intricate part of the local diet in Jammu and Kashmir, scientific reports related to its composition are scarce. This preliminary study investigated the proximate composition, mineral content, phytochemical profile, and antioxidant properties of kohlrabi cultivated in this region. The analysis revealed that kohlrabi is high in moisture (88.14%), with moderate levels of protein (3.21%), carbohydrates (6.6%), and low-fat content (0.14%). Essential minerals, including potassium, sodium, and magnesium, present in significant amounts in different parts of the kohlrabi were analyzed. Qualitative phytochemical screening detected the presence of flavonoids, tannins, anthocyanosides, and saponins as well as carbohydrates and proteins. Quantitative analysis showed varying levels of total phenol content and total flavonoid content across different plant parts, with the highest concentrations noted in the whole sample 2.14 ± 0.09 mg GAE/g d.w and 1.43 ± 0.07 mg QE/g d.w, respectively. The aqueous extracts of kohlrabi exhibited significant antioxidant activity in leaves demonstrating the highest (DPPH and ABTS radical scavenging activity 48.71 ± 1.67 and 50.04 ± 0.47%, respectively) among all the plant parts analyzed. These findings suggest that kohlrabi is a valuable source of essential nutrients and bioactive compounds, heterogeneously distributed among the plant parts. The results highlight the potentiality of the use of different parts of kohlrabi for nutritional and pharmacological applications in the region. Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1007/s42535-025-01240-y Study: weak evidence | Rizwan D, Masoodi FA. Proximate, mineral, phytochemical and antioxidant analysis of Kohlrabi (Brassica oleracea var gongylodes). Vegetos. April 2025;10;39(5):2055–2064. |
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