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Goji-Beere, getrocknet

Getrocknete Goji-Beeren sind reich an Vitaminen und Mineralstoffen und können ein Müesli zur Abwechslung bereichern.
84/16/00  LA:ALA
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Im englischsprachigen Raum sind die Beeren des Gemeinen Bocksdorns (Lycium barbarum) zusammen mit denen des Chinesischen Bocksdorns (Lycium chinense) bekannt als Wolfsbeeren oder Goji-Beeren. Der Gemeine Bocksdorn ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Bocksdorne (Lycium) innerhalb der Familie der Nachtschattengewächse (Solanaceae).

In Mitteleuropa ist Lycium barbarum ein Neophyt (eingewandert und ursprünglich nicht heimisch) und auch unter den Namen Gewöhnlicher Bocksdorn, Gemeiner Teufelszwirn, Teufelszwirn oder Hexenzwirn bekannt.

Allgemeine Information:
Die eigentliche Heimat des Bocksdorns ist nicht ganz klar, sein natürlicher Standort ist von Südosteuropa bis China zu finden. Eine typische Wolfsbeerenregion in China ist Ningxia. Man nimmt an, dass sich der Bocksdorn (die Gojibeere) von dort als Kulturpflanze nach ganz Asien, Europa, Nordamerika, Nordafrika und Australien/Neuseeland verbreitet hat.

Inhaltstoffe:
Goji-Beeren enthalten hohe Mengen an Beta-Carotin, Vitamin C, Vitamin E und Eisen. Sie sind zudem reich an den orangegelben Pflanzenfarbstoffen Zeaxanthin und Lutein, die zu den Xanthophyllen, einer Gruppe der Carotinoide gehören. Goji-Beeren liefern ausserdem Polysaccharide, komplexe Kohlenhydrate, die eine ähnliche chemische Struktur besitzen wie die immunstärkenden Stoffe in Echinacea, dem Sonnenhut.

Verwendung in der Küche:
Aus Wikipedia: Bocksdorn wird in China zum Kochen und in der Naturheilkunde verwendet. Im Sommer und Herbst werden die Früchte geerntet und in der Sonne getrocknet. Die Früchte werden gekocht oder, wenn es süsse sind, auch roh gegessen; einige Varianten sind sehr sauer. Blätter von Jungpflanzen verwendet man auch als Blattgemüse.

Da in Europa andere Teile der Pflanze verboten sind, wird hier in der Lebensmittelindustrie ausschliesslich die Beere verarbeitet. So wurde zunächst der Fruchtsaft von einigen Herstellern angeboten. Später wurde die Bocksdornbeere, der ein besonders hoher Anteil sogenannter vitaler Inhaltsstoffe zugeschrieben wurde, unter der Bezeichnung Goji als Superfood vermarktet. In der Folge wurde sie zum Trendlebensmittel und es werden vermehrt getrocknete Beeren importiert. Diese enthalten allerdings oftmals starke Pestizidrückstände. So waren z. B. sämtliche Stichproben des Jahres 2009 hoch belastet mit dem Insektizid Acetamiprid. Zudem fand man mehr als zehn weitere schädliche Wirkstoffe darin.

Seit 2013 gibt es auch frische Früchte aus europäischem Kulturanbau, die man eingefroren oder in getrocknetem Zustand aufbewahren kann. Der Saft oder die Früchte verwendet man für Müeslis, Joghurt oder Smoothies.

Verwendung in der Medizin:
Verschiedene wissenschaftliche Untersuchungen postulierten medizinisch positive Effekte, insbesondere der antioxidativen Wirkung und der Inhaltsstoffe Zeaxanthin und Lutein. In Bezug auf die Nährstoffdichte ähneln die Goji-Beeren vielen unserer heimischen Beeren. Zum Beispiel enthalten Schwarze Johannisbeeren 180 mg/100g Vitamin C, rote Johannisbeeren 41 mg, getrocknete Goji-Beeren 48 mg.

Traditionell verwenden Chinesen seit Jahrhunderten Gojibeeren um das Yin zu erhöhen, zum Beispiel bei Benommenheit, Erschöpfung, Erkältungen, Diabetes mellitus und Anämie. In der traditionellen chinesischen Medizin (TCM) sollen getrocknete Bocksdornbeeren gegen hohen Blutdruck und Blutzucker, ferner bei Augenproblemen, zur Unterstützung des Immunsystems und zur Vorbeugung und Behandlung von Krebs helfen.

Bei gleichzeitiger Einnahme von Blutverdünnern ist Vorsicht geboten:

Dadurch, dass Inhaltsstoffe der Bocksdornbeere mit Cytochromen reagieren und so den Leberstoffwechsel beeinflussen, sind Arzneimittelwechselwirkungen möglich. Bei gleichzeitiger Einnahme von Vitamin-K-Antagonisten (z. B. Marcumar), die man zur Blutverdünnung verwendet, verstärkt sich die blutverdünnende Wirkung. Es besteht ein erhöhtes Risiko für Blutungen.

Abschliessend kann man wohl sagen, dass Goji-Beeren gesund sind, aber als oft angepriesenes Wundermittel nicht durchgehen. Insbesondere nicht aus dem herkömmlichen Anbau, denn da gibt es eine starke Belastung mit Pestiziden. Biologische Goji-Beeren sind eine geschmackvolle Bereicherung zum Müesli und zu Süssspeisen.

Zutat mit Nährstofftabellen


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