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Kopfsalat (Butterhead-Gruppe), roh, bio?

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Kopfsalat in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
96%Wasser 59Makronährstoff Kohlenhydrate 58.68%/36Makronährstoff Proteine 35.53%/06Makronährstoff Fette 5.79% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, 0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Der Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata, Butterhead-Gruppe) passt besonders gut für gemischte Salatteller. Er ist neben dem Eisbergsalat einer der beliebtesten Salate auf dem europäischen Markt.

Verwendung in der Küche

Kopfsalat hat grosse, weiche, leicht ölige Blätter. Der Geschmack ist frisch und süsslich. Das hebt ihn deutlich in Textur und im Geschmack von Eisbergsalat, Bataviasalat oder Römersalat ab. Kopfsalat muss nicht immer grün sein, es gibt auch Sorten, bei denen die Blattfarbe rot-braun ist.

Meistens kommt Buttersalat roh auf den Tisch. Er harmoniert gut mit Radicchio, Alfalfasprossen, Rucola, Garten- oder echter Brunnenkresse. Gemüse wie Radieschen, Paprika, Tomaten, Gurken, Mais oder rote Zwiebel peppt den rohen Salat mit schönen Farben auf. Mit einem Topping aus Kürbiskernen, Leinsamen oder Sonnenblumenkernen erhält der Salat eine knackige, nussige Ergänzung. Eine ölfreie Salatsauce gelingt leicht mit Walnüssen, entweder als leichte Vinaigrette mit Balsamessig oder als Dressing mit Orangensaft und Ingwer. Ein Dressing aus Avocado und Zitrone ist auch sehr gesund.

Kopfsalatblätter können als Ersatz für Wirsingblätter dienen, z.B. für Rouladen mit Hokkaido und Quinoa-Füllung oder roten Linsen, Karotten und Ingwer. Im Gegensatz zu den Wirsingblättern benötigen Kopfsalatblätter kein vorgängiges Blanchieren. Die Salatblätter ergeben zudem eine tolle Alternative zu Reispapier und Mais-Tortilla, um Sommerrollen und Tacos zu machen. Gedünsteten Kopfsalat bereiten Sie wie Mangold, Wirsing oder Spinat (z.B. mit etwas veganer Hafersahne) zu. Kopfsalat ist eine beliebte Zutat für roh-vegane Smoothies, z.B. mit Apfel und Banane oder Roter-Bete und Orange.

Veganes Rezept für Kartoffel-Kopfsalat-Suppe

Zutaten (für 4 Personen): 200 g mehligkochende Kartoffeln, 1 Zwiebel, 1 Kopfsalat, 600 ml Gemüsefond, 150 ml Hafersahne, Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Kartoffel schälen und klein würfeln. Die Zwiebel schälen und hacken. Kartoffeln, Zwiebeln und Gemüsefond in einen Topf geben und 10-15 Min. köcheln. Kopfsalatblätter waschen, gut abtropfen und in Streifen schneiden. Wenn die Kartoffeln weich sind, den Topf vom Herd nehmen und Hafersahne sowie Kopfsalatstreifen beifügen und alles mit dem Stabmixer fein pürieren. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Suppe nicht zu lange stehen lassen oder kochen, da sie sonst die hellgrüne Farbe verliert.

Vegane Rezepte mit Kopfsalat finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
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Einkauf - Lagerung

Frischen Kopfsalat findet man bei grossen Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Billa, Rewe, Edeka oder Hofer vorwiegend in grüner Farbe im Sortiment. Bio-Supermärkte wie Denn's Biomarkt oder Alnatura bieten Kopfsalat auf jeden Fall in Bio-Qualität und oft auch mit roten Blättern an. Neben ganzen Köpfen gibt es auch nur die Herzen oder Butterhead-Salat, verzehrfertig zubereitet und in Plastik eingepackt. Wir empfehlen, Kopfsalat immer unverpackt zu kaufen, zur Saison am besten auf Wochenmärkten, direkt beim Bauernhof oder über Abo-Kisten.

Die Verfügbarkeit von Kopfsalat in den genannten Supermärkten ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Die Ernte im Freiland erfolgt in Mitteleuropa von Mai bis September. Ausserhalb der Saison wächst Kopfsalat in Gewächshäusern. So ist er ganzjährig im Handel erhältlich.1

Tipps zur Lagerung

Kopfsalat ist druckempfindlich und ist nicht lange lagerfähig. Im Gemüsefach des Kühlschranks und in ein feuchtes Geschirrtuch eingewickelt hält er nach der Ernte 1-2 Tage.1 Bei welken Blättern mit dunkler Farbe und einem unangenehmen Geruch, sollten Sie den Kopfsalat nicht mehr essen.

Wild zu finden

Kopfsalat ist eine gezüchtete Sortengruppe von Gartensalat (Lactuca sativa), der wild nicht vorkommt. Kultivierter Gartensalat ist auf mehrere Wildformen zurückzuführen, wobei Stachel-Lattich (Lactuca serriola) der nächste Verwandte ist.2 Dieser wächst in den warm-gemässigten Zonen Südeuropas und Westasiens wild und dehnt sein Verbreitungsgebiet immer weiter nach Nordeuropa aus.3

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Kopfsalat (roh) hat einen Wassergehalt von ca. 96 % und ist mit 13 kcal pro 100 g sehr kalorienarm. Der Proteingehalt ist mit 1,4 g/100g gering und auch Fett ist kaum vorhanden. Kopfsalat enthält pro 100 g rund 1,1 g Ballaststoffe und 2,2 g Kohlenhydrate.4

Hat Kopfsalat Vitamine? Roher Kopfsalat enthält mit 102 µg/100g reichlich Vitamin K (136 % des Tagesbedarfs). Einen ähnlichen Gehalt weisen Römersalat und Rucola auf. Hohe Vitamin-K-Werte haben roher Grünkohl (705 µg/100g) und roher Mangold (830 µg/100g).4

Ebenfalls vorhanden in Kopfsalat ist Vitamin A. Mit 166 µg decken 100 g ca. 21 % des Tagesbedarfs ab. Wesentlich mehr enthält Römersalat mit 436 µg/100 g, was den Tagesbedarf zu 55 % deckt. Bekannt für ihren hohen Vitamin-A-Gehalt sind Karotten, sie haben mit 835 µg/100g fast die doppelte Menge dieses Vitamins. Ebenfalls viel Vitamin A weisen rohe Süsskartoffeln auf (709 µg/100g, 89 % vom Tagesbedarf).4

Kopfsalat ist bekannt für den hohen Gehalt an Folat (Folsäure). 100 g roher Kopfsalat enthalten 73 µg, was 37 % des Tagesbedarfs ausmacht. Wesentlich mehr Folsäure weisen Römersalat (136 µg/100g) und Endivie (142 µg/100g) auf, mit denen man ca. 70 % des täglichen Folsäure-Bedarfs abdecken kann. Noch mehr Folat enthält junger Spinat (194 µg/100g).4

Die gesamten Inhaltsstoffe von Kopfsalat, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Ist Kopfsalat gesund? Als kalorien-, fett- und natriumarmes Salatgemüse liefert Kopfsalat Ballaststoffe, Eisen sowie reichlich Vitamin K, das eine wichtige Rolle bei mehreren physiologischen Funktionen spielt. Studien zeigen, dass Vitamin K das Risiko von Knochenbrüchen senken, vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen schützen und die Blutgerinnung unterstützen kann. 100 g decken den täglichen Bedarf des Vitamins eines Erwachsenen vollständig ab.6,10

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Kopfsalat kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Kopfsalat enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:10,22,23

  • Isoprenoide: Sesquiterpenlaktone (Lactucin, Lactucopicrin); Carotinoide: Carotine (Beta-Carotin), Xanthophylle (Lutein, Neoxanthin, Violaxanthin, Zeaxanthin)
  • Polyphenole: Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure-Derivate, Dicaffeoylchinasäure, Ferulasäure, Chlorogensäure, p-Cumarsäure); Flavonoide: Flavonole (Quercetin-Derivate, Kaempferol-Derivate), Flavone (Luteolin-Derivate, Apigenin-Derivate), Anthocyane (Cyanidin-Derivate)
  • Weitere organische Verbindungen: Hydroxycarbonsäuren (Chinasäure); Dicarbonsäuren (Oxalsäure)
  • Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Chlorophyll a und b

Salat enthält vorwiegend Polyphenole, die in experimentellen Modellen u.a. antioxidativ, entzündungshemmend und nervenschützend wirken. Die antioxidative Wirkung von Salat hängt stark vom Polyphenolgehalt, der Sorte und der Blattfarbe ab. Pflücksalate weisen laut einer Vergleichsstudie die höchsten Polyphenolwerte auf, gefolgt von Römer-, Butterhead- bzw. Kopf- und Eisbergsalat mit den niedrigsten Gehalten. Rote und dunkel gefärbte Sorten erreichen zudem aufgrund der enthaltenen Anthocyane eine höhere antioxidative Aktivität als grüne Sorten.10,22,23

Die äusseren Blätter weisen generell mehr Carotinoide als die inneren auf, da eine höhere Lichtintensität die Carotinoidbiosynthese fördert. Epidemiologische Daten deuten darauf hin, dass ein hoher Salat- bzw. Gemüseverzehr mit einem geringeren Risiko für bestimmte Krebsarten (z.B. Darm- und Lungenkrebs) verbunden ist.10,22

Carotinoide wie Lactucaxanthin und β-Carotin wirken in experimentellen Studien potenziell antidiabetisch. Diese Verbindungen können zentrale Verdauungsenzyme wie α-Amylase und α-Glucosidase hemmen und dadurch den Abbau von Stärke sowie den Anstieg des Blutzuckers nach Mahlzeiten verlangsamen.22

Chlorophyll ist das zentrale grüne Pigment in Salat mit antioxidativen Eigenschaften. Der Gehalt nimmt nach der Ernte im Zuge der Alterung ab. Offene Köpfe wie Römersalat enthalten mehr Chlorophyll, da mehr Licht zu den inneren Blättern durchdringt, während geschlossene Köpfe geringere Mengen aufweisen. Insgesamt besitzen grüne Salatsorten deutlich mehr Chlorophyll als rote.22

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Kopfsalat enthält wie andere Blatt- und Wurzelgemüse Nitrat, das er als Stickstoffquelle zum Wachsen benötigt. Nitrat geht im Körper und in Lebensmitteln zu Nitrit über.5 Nitrit kann mit körpereigenen oder mit der Nahrung aufgenommenen Aminen oder Amiden sogenannte Nitrosamine bilden, die als krebserregend gelten.6

Nitrat aus Gemüse gilt für Säuglinge und Kleinkinder (1-3 Jahre) in normalen Mengen als unbedenklich. Nitrit kann für Säuglinge (wenige Monate alt) zu gesundheitlichen Risiken führen, allerdings gibt es kaum Säuglinge, die in diesem Alter nitrat- oder nitritbelastetes Gemüse essen.6,15 Nitrat aus Gemüse hat auch positive Auswirkungen auf die Gesundheit (mehr dazu siehe Bataviasalat).

Wer möglichst wenig Nitrat zu sich nehmen möchte, sollte saisonalen Bio-Kopfsalat konsumieren oder Eisbergsalat und Radicchio bevorzugen, da diese im Gegensatz zu anderen Blattsalaten einen niedrigen Nitratgehalt aufweisen.14

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der CO2-Fussabdruck von Kopfsalat hängt vom Herkunftsland und der Anbauweise ab. So fallen bei Importware aus Spanien die Emissionen während des Transports ins Gewicht, beim Anbau unter klimatisch ungünstigen Bedingungen wirkt das Beheizen von Gewächshäusern negativ auf den Fussabdruck.16 Eine ökologische Analyse der Salatproduktion stufte den Gewächshausanbau als belastendste Anbauform gegenüber Feld- und Folientunnelanbau ein.17 Der ökologische Fussabdruck von Salat ist in der dänischen Klimadatenbank Concito mit 0,59 kg CO2eq/kg vermerkt, hier fehlen jedoch Informationen über Regionalität und Anbauweise.18

Die benötigte Wassermenge zur Herstellung von 1 kg Salat beträgt 237 Liter - etwas weniger als Spinat (292 Liter) oder Kohl (280 Liter).19

Salatpflanzen gelten als sehr anfällig für Schädlinge und Krankheiten wie z.B. Pilzbefall, Viren oder Bakterien. Ein effizienter Weg, Befall durch unerwünschte Pathogene zu verhindern, liegt im Entfernen von Ernterückständen. Allerdings ist diese Praxis zeitaufwendig und kommt nicht sehr häufig zur Anwendung. Auch der alternierende Anbau unterschiedlicher Kulturpflanzen hilft, schädliche Auswirkungen von Krankheiten zu verringern, und fördert gleichzeitig die Vielfalt in Ökosystemen.20 In der konventionellen Landwirtschaft ist die Anwendung synthetischer Herbizide und Pestizide zur Schädlingsbekämpfung üblich. Dabei treten aber Rückstände im Endprodukt auf,21 weshalb wir empfehlen, biologische Produkte zu bevorzugen.

Weltweites Vorkommen - Anbau

Kopfsalat ist als eigenständige Sortengruppe im 18. Jahrhundert entstanden. Die beliebte Sorte Bibb entstand im 19. Jahrhundert in den USA. Sie ist kleiner als die Sorten Butterhead oder Boston.

Der Anbau von Kopfsalat und anderen Blattsalaten findet weltweit statt, wobei die Hauptanbaugebiete 2020 in China, in den USA und in Indien lagen. In Europa erfolgt die Produktion von Kopfsalat und anderen Sorten vorwiegend in Spanien, Italien, Belgien und Frankreich.13 Kopfsalat ist nach Eisbergsalat der zweitbeliebteste Salat in der Schweiz11 und in Deutschland.12

Anbau - Ernte

Kopfsalat wächst auch im Gartenbeet, im Balkonkasten oder im Topf. Er bevorzugt einen sonnigen Standort. Der Boden sollte locker und durchlässig sein, sowie einen hohen Humus- und Nährstoffgehalt aufweisen. Vermeiden Sie saure Böden. Ziehen Sie Kopfsalat ab Ende Februar im Haus oder Gewächshaus vor und pflanzen Sie ihn ab Anfang März in den Garten aus. Von Anfang April bis Ende Oktober säen Sie den Salat direkt ins Gartenbeet aus. Wichtig ist, das zur Jahreszeit passende Saatgut zu verwenden, da sonst der Kopfsalat zu schnell schiesst. Kopfsalat keimt bei Temperaturen von 15 bis 18 °C. Für den Eigenanbau streuen Sie die Samen in Saat-Rillen mit einer Tiefe von 0,5 bis 1 cm und einem Abstand von 25 bis 30 cm. Salate gelten als Lichtkeimer, weshalb das Bedecken mit nur wenig Erde erforderlich ist. Die empfindlichen Jungpflanzen sollten Sie vereinzeln und keinesfalls zu tief setzen. Für einen Wachstumsvorsprung kaufen Sie Jungpflanzen. Regelmässiges Giessen und Unkrautentfernen sowie Lockern des Bodens lassen den Salat gut wachsen.7

Nach einer relativ langen Kulturdauer von acht bis zehn Wochen ist der Kopfsalat reif zur Ernte.7 Die Produktion ist aufwendig, da zurzeit die Salaternte noch per Handarbeit erfolgt.8 Sobald die Blätter um den Kopf voll ausgebildet sind, kann man den Salat als Ganzes ernten. Dazu schneidet man mit einem scharfen Messer den Kopf mit Strunk knapp über dem Boden ab.7

Da der biologische Anbau keine synthetischen N-Dünger anwendet, enthält dieser Salat niedrigere Nitratgehalte als Salat aus konventionellem Anbau. Saisonaler Bio-Kopfsalat aus Freilandanbau enthält zudem weniger Nitrat als jener aus dem Treibhaus, da das Sonnenlicht das gespeicherte Nitrat im Salat abbaut.9

Weiterführende Informationen

Kopfsalat (Lactuca sativa var. capitata L.) zählt zur Gattung der Lattiche (Lactuca), die zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) gehören. Kultivierter Gartensalat ist in mehrere Gruppen eingeteilt: Butterhead-Gruppe (Kopfsalat), Crisphead-Gruppe (Eisbergsalat und Bataviasalat) und Cos-Gruppe (Römersalat). Immer mer Beliebtheit erfahren die Schnitt- und Pflücksalate (z.B. Eichblatt und Lollo rossa/bionda).7

Alternative Namen

Kopfsalat heisst auch Buttersalat oder Häuptlsalat (Häuptelsalat). In den USA ist er als butterhead (butterhead lettuce oder butter lettuce) und im UK als rount lettuce bekannt. Auch Sortenbezeichnung wie Bibb oder Boston Lettuce (Typen) gelten als üblich. Roter Blattsalat im Allgemeinen ist read leaf lettuce auf Englisch.

1.

Website

Planatura.garden Salat ernten: Profi-Tipps für Pflücksalat & Kopfsalat.

2.*

Morphologisches Charakterisierungsstudie zu genet. Ressourcen

DOI: 10.17221/4/2008-HORTSCI

Křístková E, Doležalová I, Lebeda A, Vinter V, Novotná A. Description of morphological characters of lettuce (Lactuca sativa L.) genetic resources. Hortic Sci. 2008;35(3):113–129.

3.*

Prickly lettuce (Lactuca serriola L., Asteraceae), a wild relative of cultivated lettuce, is an autogamous species which greatly expanded throughout Western and Northern Europe during the last 2 centuries. Here, we present a large-scale biogeographic genetic analysis performed on a dataset represented by 2622 individuals from 110 wild European populations. Thirty-two maternally inherited chloroplast RFLP-markers and 10 nuclear microsatellite loci were used. Microsatellites revealed low genetic variation and high inbreeding coefficients within populations, as well as strong genetic differentiation between populations, which was in accordance with the autogamous breeding system. Analysis of molecular variance based clustering indicated the presence of 3 population clusters, which showed strong geographical patterns. One cluster occupied United Kingdom and part of Northern Europe, and characterized populations with a single predominant genotype. The second mostly combined populations from Northern Europe, while the third cluster grouped populations particularly from Southern Europe. Kriging of gene diversity for L. serriola corroborated northwards and westwards spread from Central (Eastern) Europe. Significant lower genetic diversity characterized the newly colonized parts of the range compared to the historical ones, confirming the importance of founder effects. Stronger pattern of isolation by distance was assessed in the newly colonized areas than in the historical areas (Mantel’s r = 0.20). In the newly colonized areas, populations at short geographic distances were genetically more similar than those in the historical areas. Our results corroborate the species’ recent and rapid northward and westward colonization from Eastern Europe, as well as a decrease of genetic diversity in recently established populations.

Molekulargenet. Populationsstudie

DOI: 10.1093/jhered/esw078

D'Andrea L, Meirmans P, van de Wiel C et al. Molecular Biogeography of Prickly Lettuce (Lactuca serriola L.) Shows Traces of Recent Range Expansion. J Hered. 2017;108(2): 194-206.

4.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

5.

Website

BfR Bundesamt für Risikobewertung. Fragen und Antworten zu Nitrat und Nitrit in Lebensmittel. 2013.

6.

Book: strong evidence

Biesalski HK, Grimm P und Nowitzki-Grimm S. Taschenatlas der Ernährung; 6. Auflage (2015); Georg Thieme Verlag, Stuttgart und New York.

7.

Website

Planatura.garden Kopfsalat pflanzen & ernten: Unsere Experten-Tipps.

8.

Website

Pflanzenforschung de: Rollen bald Köpfe? Roboter als Helfer bei der Salat-Ernte. 2019.

9.

Book: weak evidence

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Kleemann: Hamburg, Potsdam. 2014: 509-512, 639-640.

10.*

Lettuce is one of the most commonly consumed leafy vegetables worldwide and is available throughout the entire year. Lettuce is also a significant source of natural phytochemicals. These compounds, including glycosylated flavonoids, phenolic acids, carotenoids, the vitamin B groups, ascorbic acid, tocopherols, and sesquiterpene lactones, are essential nutritional bioactive compounds. This review aims to provide a comprehensive understanding of the composition of health-promoting compounds in different types of lettuce, the potential health benefits of lettuce in reducing the risks of chronic diseases, and the effect of preharvest and postharvest practices on the biosynthesis and accumulation of health-promoting compounds in lettuce.

Narratives Review

DOI: 10.1111/1541-4337.12877

Study: weak evidence

Yang X, Gil MI, Yang Q, Tomás‐Barberán FA. Bioactive compounds in lettuce: Highlighting the benefits to human health and impacts of preharvest and postharvest practices. Comp Rev Food Sci Food Safe. 2022;21(1):4–45.

11.

Website

Bauernzeitung ch: Wissenswertes zu Schweizer Salaten - mit Rezept. 2020.

12.

Pro Kopf verzehren wir 5,1 Kilogramm Salate jährlich (Stand 2023/24). Das entspricht knapp unter fünf Prozent des Gesamtverzehrs an Gemüse.

Hätten Sie's gewusst? Eissalat heisst umgangssprachlich auch Eisbergsalat. Er ist mit Abstand der beliebteste Salat in Deutschland. Gemeinsam mit Kopfsalat verzehrte 2024 jeder Mensch hierzulande 2,1 Kilogramm. Der Name stammt vermutlich daher, dass der Salat früher in Amerika angeblich auf Eis gelegt wurde, damit er beim Zug-Transport frisch blieb.

Website

Deutsches Bundeszentrum für Ernährung. Salate: Auf dem Acker. 2025.

13.

Website

FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Lettuce and chicory (2020).

14.

Website

Bayerisches Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit. Nitrat – Welche Salatarten enthalten wie viel? – Untersuchungsergebnisse 2015.

15.

Website

World Health Organization. Evaluations of the Joint FAO/WHO Expert Committee on Food Additives (JECFA). Sodium Nitrite.

16.

Website

Zhiyenbek A, Beretta C, Stoessel F, Hellweg S. Ökobilanzierung Früchte- und Gemüseproduktion: eine Entscheidungsunterstützung für ökologisches Einkaufen. ETH Zürich, Institut für Umweltingenieurwissenschaften. 2016:1-33.

17.*

GH was the production system
with the largest environmental impact in all categories and crops
due to the greenhouse structure. T

Lebenszyklusanalyse

DOI: 10.1016/j.jclepro.2013.10.053

Romero-Gamez M, Audsley E, Suarez-Rey EM. Life cycle assessment of cultivating lettuce and escarole in Spain. Journal of Cleaner Production. 2014; 193-203.

18.

Website

CONCITO. The Big Climate Database. Version 1. Lettuce, looseleaf, raw. 2021.

19.*

Wasserfussabdruck Modellierungsstudie

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011; 15: 1577-1600.

20.*

Plant species diversity within agroecosystems
plays a major role in the management of crop pests and
diseases (Ratnadass et al. 2012; Letourneau et al. 2011).
Increasing diversity through crop rotation is one of the ways
to reduce the detrimental effects of pests and diseases. Koike
et al. (1997) investigated the potential of barley, fodder
radish, and fava beans as winter crops to control S. minor
and found that the planting of these crops, which are not S.
minor hosts, helps to maintain a low incidence of disease in
the next lettuce crop

Narratives Review (Agrarwiss.)

DOI: 10.1007/s13593-013-0158-5

Barrière V, Lecompte F, Nicot PC, Maisonneuve B, Tchamitchian M, Lescourret F. Lettuce cropping with less pesticides. A review. Agron Sustain Dev. 2014;34(1):175–198

21.

Tabelle Seite 40

Website

PAN Europe Pesticide Action Network Europe. Forbidden fruit. 2022.

22.*

Lettuce is one of the most famous leafy vegetables worldwide with lots of applications from food to other specific uses. There are different types in the lettuce group for consumers to choose from. Additionally, lettuce is an excellent source of bioactive compounds such as polyphenols, carotenoids, and chlorophyll with related health benefits. At the same time, nutrient composition and antioxidant compounds are different between lettuce varieties, especially for green and red lettuce types. The benefit of lettuce consumption depends on its composition, particularly antioxidants, which can function as nutrients. The health benefits rely on their biochemical effect when reaching the bloodstream. Some components can be released from the food matrix and altered in the digestive system. Indeed, the bioaccessibility of lettuce is measuring the quantity of these compounds released from the food matrix during digestion, which is important for health-promoting features. Extraction of bioactive compounds is one of the new trends observed in lettuce and is necessarily used for several application fields. Therefore, this review aims to demonstrate the nutritional value of lettuce and its pharmacological properties. Due to their bioaccessibility and bioavailability, the consumer will be able to comprehensively understand choosing a healthier lettuce diet. The common utilization pattern of lettuce extracted nutrients will also be summarized for further direction.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/antiox11061158

Study: weak evidence

Shi M, Gu J, Wu H, Rauf A, Emran TB, Khan Z et al. Phytochemicals, Nutrition, Metabolism, Bioavailability, and Health Benefits in Lettuce - A Comprehensive Review. Antioxidants. 2022;11(6):1158.

23.

Ancient Egypt is known as the place where L. sativa was first cultivated with evidence of its cultivation appearing as early as 2680 BC. The Egyptians cultivated the plant for the production of seed oil. It is thought that the Egyptians selectively bred it into a plant grown for its edible leaves. The lettuce was seen as a sacred plant of the reproduction God Min

Today, it is produced all over the world and is used in forensic medicine for many ailments including pain, stomach problems and inflammation, and urinary tract infections. Different studies provided the scientific evidence of its pharmacological potential including antimicrobial, antioxidant, neuroprotective, and hypnotic effects. The chemical composition of the plant revealed the presence of different classes of secondary metabolites, such as terpenoids, flavonoids, and phenols which should be responsible for its biological activities. The plant also contains essential elements, such as vitamins as well as minerals and organic substances.

Fachbuchkapitel

DOI: 10.1016/B978-0-12-809286-6.00020-0

Book: moderate evidence

Noumedem JAK, Djeussi DE, Hritcu L, Mihasan M, Kuete V. Lactuca sativa. In: Medicinal Spices and Vegetables from Africa. Elsevier; 2017. S. 437–449. 

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