Inhaltsverzeichnis
Broccoli oder Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) ist auch als Spargelkohl bekannt. Obwohl meist der Kopf, also die Röschen, Verwendung finden, ist die ganze Pflanze, inkl. Blätter und Strunk essbar.
Verwendung in der Küche
Brokkoli hat eine kompakte, rundliche Blume aus dicht stehenden, dunkelgrünen Knospen auf einem kräftigen, hellgrünen Stiel. Er schmeckt nur schwach kohlartig, die Blätter erinnern sogar an grünen Spargel. Deshalb ist er auch bei Menschen beliebt, die den Kohlgeschmack weniger schätzen.
Als Gemüse ist die gesamte Pflanze, jedoch vor allem der Kopf oder die Blume, sehr vielseitig verwendbar. Gekocht, gedünstet oder gebacken schmeckt das Kohlgemüse hervorragend würzig als Suppe, in Eintöpfen, Aufläufen, Currys, als Salat oder Gemüsebeilage. Die asiatische Küche setzt Broccoli oft und gern ein - auch frittiert, z.B. als Broccoli-Tempura.
Alle Pflanzenteile des Broccolis sind auch roh geniessbar, z.B. in einem Salat oder Smoothie. Wenn Ihre Verdauung mit Blähungen reagiert, verarbeiten Sie besser nur die Röschen und schmecken sie mit Fenchelsamen oder Kümmel ab.
Junge Blätter und Stängel bereiten Sie ähnlich wie Spargel zu. Geschält schmeckt auch der dicke Strunk ausgezeichnet, sofern er noch fein und nicht holzig ist. Schonendes Dämpfen erhält die wertvollen Inhaltsstoffe (z.B. Vitamin C) weitgehend.1 Um den Brokkoli-Strunk richtig zu dämpfen, geben Sie den aufgeschnittenen Stängel in einen Dampfkorb in einen mit etwas Wasser gefüllten Topf. Zudecken und 6-10 Minuten kochen. Sie können auch einen Dampfgarer benutzen. Oder sie kochen ihn nach dem Zerteilen und Waschen ca. 3 Minuten lang in sprudelnd kochendem Salzwasser. So bleibt er knackig und verliert weder Geschmack noch Konsistenz.
Zu Broccoli passen Gewürze wie Muskatnuss und Knoblauch. Auch Pinienkerne und Mandeln harmonieren mit dem Kreuzblütler. Er schmeckt auch in leckeren Rezepten mit Curry und Ingwer, Kokos oder Chili.
Aus Brokkoli-Samen können Sie Sprossen ziehen. Diese verfeinern Salate oder dekorieren Speisen. Brokkoli-Blätter verwenden Sie in Rezepten gleich wie den Brokkoli-Kopf.
Veganes Rezept für Brokkoli-Rohkost-Salat
Zutaten (für 2 Personen): 500 g Broccoli (jung mit Strunk), 4 Cherrytomaten, 8 Walnusskerne, 3-4 EL Zitronensaft, 1 TL Honig, 1 EL Apfelessig, 1 EL Rapsöl, Meersalz und Pfeffer nach Geschmack.
Zubereitung: Brokkoli und Tomaten waschen und den Brokkoli inkl. Strunk fein schneiden. Tomaten vierteln, Walnusskerne grob hacken. Flüssige Zutaten mit Salz und Pfeffer verrühren und über das Brokkoli-Tomaten-Gemisch geben. Lassen Sie den Salat vor dem Servieren ca. 20 Minuten ziehen, dann schmeckt er noch besser.
Veganes Rezept für Stir-Fry mit Brokkoli
Zutaten (für 4 Personen): 450 g Brokkoli-Röschen und -Stiele, 3 EL Rapsöl, 1 geschnittene Schalotte, 30 g gehackte Mandeln, 1 geschnittene Frühlingszwiebel; für die Sauce: 3 EL Sojasauce, 1 EL Reisessig, 1 EL Sesamöl, 2 gehackte Knoblauchzehen, 2 TL geriebener Ingwer, 1 EL Ahornsirup, ggf. etwas Wasser. Dazu passt Vollkorn-Reis.
Zubereitung: Sojasauce, Reisessig, Sesamöl, Ahornsirup, Knoblauch und Ingwer miteinander verrühren. Brokkoli-Stiele in Wok oder Pfanne mit dem Öl geben und bei mittlerer Hitze 4 Minuten braten. Brokkoli-Röschen einrühren und weitere 3 Minuten kochen. Dabei häufig umrühren. Schalotten, Mandeln und die Hälfte der Pfannensauce unterrühren. Weitere 3 Minuten kochen. Die restliche Sauce darüber giessen und mit Frühlingszwiebeln garnieren. Mit gekochtem Reis servieren.
Vegane Rezepte mit Brokkoli finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Obwohl Brokkoli ein Sommergemüse ist, ist er in der Regel das ganze Jahr bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Billa, Edeka, Hofer etc. erhältlich. In Bio-Qualität findet man ihn teilweise auch in Supermärkten, aber auf jeden Fall in Bio-Supermärkten wie Alnatura oder Denn's Biomarkt. Im nördlichen Mitteleuropa hat das Kohlgemüse von Juli bis Oktober Saison. In diesen Monaten gibt es auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten/Gemüseläden Brokkoli auch manchmal in violetter Farbe zu kaufen.
Frischer Brokkoli, so wie ihn jeder kennt, hat eine dunkelgrüne Farbe und eine feste Konsistenz. Bei Flecken, Faulstellen oder gelben Blütenknospen ist Brokkoli eindeutig nicht mehr frisch. Aufgrund der Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Beschädigung ist Broccoli sehr häufig in Folie verpackt.2
Die Verfügbarkeit von Brokkoli ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Brokkoli hat eine sehr hohe Stoffwechselaktivität, was bedeutet, dass er rasch an wertvollen Inhaltsstoffen verliert. Zudem reagieren die Röschen sehr empfindlich und anfällig auf Fäulniserreger. Optimal ist eine Vorkühlung bei 0 °C direkt nach der Ernte und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von 95 bis 98 %, dies ist vorwiegend in Lagern mit kontrollierter Atmosphäre gegeben.17
Nach dem Kauf ist Broccoli in Folie bis zu 3 Tage lang im Kühlschrank haltbar. Hohe Temperaturen und auch Licht lassen Brokkoli schnell welken oder aufblühen (d.h. ergelben). Zudem verliert er bei hohen Temperaturen täglich mind. 10 % seines Vitamin-C-Gehalts. Um Brokkoli für die Langzeitlagerung einzufrieren, teilen Sie den Kopf in Röschen, blanchieren diese kurz und frieren sie dann ein.4
Typische Lagerschäden sind Fleckenbildung und Fäulnis (Botrytis cinerea, Bakterielle Weichfäule, Alternaria brassicae, Sclerotinia sclerotiorium, Peronospora parasitica).2
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Broccoli hat mit 34 kcal/100g einen geringen Energiegehalt, welcher überwiegend von den Kohlenhydraten (6,6 %) stammt. Fett ist wenig (0,37 %) und Eiweiss nur in geringen Mengen vorhanden (2,8 %). Brokkoli ist mit 2,6 % eine gute Ballaststoffquelle. Der Wassergehalt beträgt fast 90 %.5
Brokkoli liefert wertvolle Vitamine, wie z.B. Vitamin K (102 µg/100g). Kopfsalat und Rucola haben ähnliche Werte, Mangold hat mit 830 µg/100g besonders viel davon.5
Als Vitamin-C-Lieferant ist Broccoli nicht zu unterschätzen. Das Kohlgemüse bringt mit 89 mg/100g ähnlich viel Ascorbinsäure wie Rosenkohl (85 mg) oder Kiwi (93 mg). Mit 117 mg/100 g bietet der Kleine Sauerampfer mehr.5 Durch langes Kochen kann viel vom wasserlöslichen Vitamin ins Kochwasser übergehen.
An Folat als Folsäure-aktive Stoffgruppe enthält Brokkoli 63 µg/100g; gleich viel hat auch Lauch. Der Tagesbedarf von 300 µg ist damit vielleicht nicht gedeckt, aber in Kombination mit Hülsenfrüchten, wie gekochten schwarzen Bohnen (149 µg/100g) und Grünkohl (141 µg/100g) kommt man der benötigten Menge näher.5
Brokkoli enthält neben Kalium auch verschiedene B-Vitamine (B6 und B5).
Die gesamten Inhaltsstoffe von rohem Brokkoli, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Was ist an Brokkoli gesund? Brokkoli hat viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien und wenig Kalorien. Insbesondere der hohe Ballaststoffgehalt von Brokkoli unterstützt die Verdauung, fördert die Sättigung und sorgt für ein gesundes Darmmikrobiom.21 Der Verzehr von Brokkoli hat bei gesunden Erwachsenen nachweislich eine positive Auswirkung auf Zusammensetzung und Funktion der gastrointestinalen Mikrobiota. Der Konsum von Brokkoli verbesserte vorwiegend bei Teilnehmenden mit einem niedrigen BMI die Funktion des endokrinen Systems und den Energiestoffwechsel.24 Ballaststoffe helfen, den Cholesterinspiegel zu senken, den Blutdruck zu regulieren und die kardiovaskuläre Funktion zu verbessern.21
Weiters enthält er viele Vitamine: z.B. Vitamin K, das eine wichtige Rolle für die Erhaltung gesunder Knochen spielt. Der Vitamin-C-Gehalt von Brokkoli stärkt das Immunsystem und fördert die Kollagenbildung, die Wundheilung sowie die Eisenaufnahme. Vitamin A unterstützt die Augengesundheit und kann helfen, altersbedingter Makuladegeneration und Katarakten vorzubeugen. Brokkoli enthält zudem wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel und Eisen. Kalium ist wichtig für die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen. Für einen gesunden Blutdruck und die Gesunderhaltung des Herzens ist das richtige Natrium-Kalium-Verhältnis erforderlich, was bei Brokkoli gegeben ist. Ein ausgewogenes Verhältnis fördert die Ausscheidung von überschüssiger Flüssigkeit und entlastet so das Herz-Kreislauf-System. Landrassen bieten zudem ein besonders hohes ernährungsphysiologisches Potenzial.11,21
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Brokkoli kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Brokkoli enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:9,10,12,21
- Isoprenoide: Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: β-Carotin)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Dihydroxybenzoesäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Ferulasäure, Sinapinsäure, Chlorogensäure, Rosmarinsäure); Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin, Kaempferol), Flavanole (Catechin)
- Organisch schwefelhaltige Verbindungen: Glucosinolate (Glucobrassicin, Sinigrin, Glucoiberin, Progoitrin, Gluconasturtiin, Gluconapin, Glucoraphanin, Glucomoringin, Sinalbin), Abbauprodukte der Glucosinolate: Isothiocyanate (Sulforaphan, 2-Phenylethyl-Isothiocyanate), Indole (Indol-3-Carbinol), Nitrile (3-Indoleacetonitrile, 3-Phenylpropionitrile)
Brokkoli liefert Glucosinolate (Senfölglykoside) und phenolische Verbindungen, die mit antioxidativen, entzündungshemmenden und immunmodulierenden Effekten in Verbindung stehen.9,21 Glucosinolate kommen v.a. in Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Kohl, Rettich und Rosenkohl vor. Das Enzym Myrosinase wandelt Glucosinolate in Isothiocyanate, Indole und Nitrile um. Diese verleihen dem Gemüse ihren charakteristischen scharfen Geruch und bitteren Geschmack. Studien zeigen, dass sowohl Glucosinolate als auch ihre Abbauprodukte entzündungshemmende und antioxidative Effekte besitzen. Besonders Isothiocyanate wie Indol-3-Carbinol und Sulforaphan, stehen im Zusammenhang mit einer hemmenden Wirkung auf Prostata-, Lungen-, Brust- und Darmkrebs. Eine kausale Krebshemmung beim Menschen ist jedoch bisher nicht eindeutig belegt.9,10,21 Brokkoli zeigt zudem antimikrobielle Effekte u.a. gegen Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Helicobacter pylori. Letzteres gilt als etablierter Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs.13,21
Kochmethoden wie Kochen oder längeres Dampfgaren können die Aktivität der Myrosinase verringern oder vollständig inaktivieren und dadurch die Bildung von Isothiocyanaten reduzieren. Fermentation kann den Abbau von Glucosinolaten und phenolischen Verbindungen fördern. In Zellmodellen erhöhte fermentierter Brokkoli die antioxidative Aktivität, hemmte das Wachstum von Darmkrebszellen und zeigte entzündungshemmende Effekte. Die stärksten Wirkungen traten nach mehreren Tagen Fermentation und bei höherer Konzentration auf.9
Besonders Brokkolisprossen enthalten je nach Sorte und Anbaubedingungen deutlich höhere Gehalte an Glucosinolaten und Sulforaphan als ausgewachsene Pflanzen. Auch Wachstumsbedingungen wie Licht, Stickstoff-Schwefel-Verhältnis, CO2 oder Salzstress können die Bildung von Glucosinolaten und Sulforaphan beeinflussen.22
Lesen Sie ergänzende Informationen unter der Zutat Brokkoli (Röschen, roh, bio) nach.
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Allergien treten bei Kohlgemüse in der Regel eher selten auf. Die Gattung Brassica enthält jedoch Proteine, die bei sensibilisierten Personen eine IgE-vermittelte Reaktion auslösen können.20 Manche Menschen reagieren auf Kreuzblütler wegen ihres Ballaststoffgehalts mit Magenbeschwerden und Blähungen. Dies betrifft vor allem Menschen mit Unverträglichkeiten wie dem Reizdarmsyndrom.23
Verwendung als anerkannte Heilpflanze
Broccoli findet bei einfachen Atemwegserkrankungen, aber auch bei Asthma und allergischer Rhinitis (Heuschnupfen) sowie bei chronischen Lungenerkrankungen (COPD) Anwendung.14
Die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften von Brokkoli interessiert die Forschung für die Entwicklung von Medikamenten.21
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Angaben zum ökologischen Fussabdruck liefern häufig ähnliche Zahlen wie bei Blumenkohl. Frischer Brokkoli aus Spanien hat (am Feld) laut CarbonCloud einen CO2-Fussabdruck von 0,21 kg CO2eq/kg.25 Die dänische Klimadatenbank Concito zeigt 0,56 kg. Gefrorener Brokkoli hat einen CO2-Fussabdruck von 0,73 kg CO2eq/kg.26 Das verdeutlicht gut, wie viel die Lebensmittelverarbeitung und auch der Transport ausmachen können.
Gemüse gilt generell als eines der klimafreundlichsten Lebensmittel und hat je nach Anbaumethode (und ohne die Auswirkungen des Transports) einen CO2-Fussabdruck von ca. 0,1-0,5 kg CO2eq/kg.27 Der durchschnittliche CO2-Fussabdruck von pflanzlichen Lebensmitteln beträgt in etwa 0,66 kg CO2eq/kg, was nur 10,7 % der CO2-Emissionen von tierischen Produkten (6,15 kg CO2eq/kg) ausmacht.28
Der gesamte Wasserfussabdruck von Brokkoli ist mit 285 l/kg relativ gering. Spinat und Blumenkohl haben einen vergleichbaren Wasserfussabdruck. Der weltweite durchschnittliche Wasserverbrauch von Gemüse beläuft sich auf 322 l/kg, der von Früchten liegt mit durchschnittlich 967 l/kg etwas höher.29
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Die meisten Brokkolisorten sondern Nektar ab, der Bestäuber wie Honigbienen anlockt. Erzeuger sind auch an der Erhaltung und Anziehung von Wildbestäubern interessiert, da die offene Bestäubung zu einer verbesserten Saatgutqualität und -quantität führt.6
Weltweites Vorkommen - Anbau
Brokkoli hat seinen Ursprung in Kleinasien und kam über Italien nach Europa. England erreichte der als "italienischer Spargel" benannte Brokkoli im 17. Jahrhundert und im 19. Jahrhundert die Vereinigten Staaten.7 China, Indien, die USA, Mexiko, Spanien, Italien und die Türkei galten laut FAO 2022 als die grössten Erzeuger von Blumenkohl und Brokkoli.19
Wild zu finden
Brassica oleracea, der Gemüsekohl, ist eine wilde Unterart unserer kultivierten Kohlarten. Ob es wirklich deren "Vorfahre" ist, kann man nicht genau sagen. Lässt man kultivierte Kohlsorten aussamen, fallen sie manchmal in diese Wildform zurück. Äusserlich ähnelt diese Art mit ihren gelben Blüten und langen Scheinähren dem Senf, hat aber dickere, gräuliche, fleischige Blätter. Isst man die Blätter des Wild-Kohls roh, schmecken sie bitter. Nach längerer Kochzeit verlieren sie diese Bitterkeit und schmecken besser.3
Anbau - Ernte
Meist erfolgt der Broccoli-Anbau über Jungpflanzen. Die Aussaat mit Samen ist wesentlich aufwendiger, ermöglicht aber Samen für das nächste Jahr. Jungpflanzen können Sie ab Mai in einem Abstand von 50 x 50 cm auf einem besonders nährstoffreichen Boden aussetzen. Mit einem Netz abgedeckt, schützen Sie die Pflanzen vor Vogelfrass und Insektenbefall.18
Während des Wachstums benötigt Brokkoli ausreichend und regelmässig Wasser und Nährstoffe. Die Ernte erfolgt, sobald die Blume gut ausgebildet, aber noch geschlossen ist. Schneiden Sie die Blütenstände mit dem Stiel ab. Wächst die Pflanze noch weiter, entwickelt sie auch aus den Seitenknospen weitere, etwas kleinere Blütenköpfe.18
Beim Broccoli können Schädlinge wie die Weisse Fliege oder die Raupen des Kohlweisslings zum Teil grosse Frassschäden anrichten. Da auch Kohlhernie (ausgelöst von Plasmodiophora brassicae) auftreten kann, ist das Beachten einer gut aufgebauten Fruchtfolge bei Kohlgemüse wichtig.18
Broccoli entstammt fast ausschliesslich sogenannten CMS-Züchtungsverfahren. Auch die biologischen Sorten sind Hybride und männlich steril (CMS = Cytoplasmatic male sterility). Obwohl biologische Pflanzenzüchter grosses Interesse an nicht-hybriden Brokkolisorten haben, bringen diese deutlich weniger Ertrag und kosten deshalb auch für Konsumenten mehr.8
Weiterführende Informationen
Aus der formenreichen Pflanzenart des Gemüsekohls (Brassica oleracea) gezüchtet, ist Broccoli (Brassica oleracea var. italica) eine Varietät davon und ist mit dem Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) sehr eng verwandt.7
Es gibt viele Kreuzungen und Zuchtformen: Baby-Brokkoli (Brokkolini oder Spargelbrokkoli genannt) ist aus einer Kreuzung zwischen Brokkoli und dem Chinesischen Brokkoli "Kai-Ian" (B.o. var. alboglabra) entstanden. Die Vermarktung unter den Namen Bimi, Tenderstem, Stangenbrokkoli oder Stick Señor ist bekannt. Die Bezeichnung Wilder Brokkoli ist nicht korrekt, denn damit ist oft der Stängelkohl (ital. Cima di rapa) Brassica rapa ssp. sylvestris var. esculenta gemeint.
Alternative Namen
Brokkoli ist auch bekannt als Bröckelkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl und zum Teil auch als Sprossenkohl. Aber auch die Schreibweise kann abweichen: von Brokkoli über Brokoli oder Broccoli bis Brocoli (falsch ist Brokolie/Brocolie). Dieser Name ist vom italienischen il broccolo (vielleicht zu i broccoli = Kohlsprossen) abgeleitet.15
Im Englischen heisst dieses Kohlgewächs broccoli, italian asparagus oder calabrese.7
Sonstige Anwendungen
Aus den Samen stellt man auch Brokkolisamenöl her, das in der Kosmetik als Haar- und Gesichtspflegeprodukt Verwendung findet.16
Literaturverzeichnis - 29 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | * The results show that all cooking treatments, except steaming, caused significant losses of chlorophyll and vitamin C and significant decreases of total soluble proteins and soluble sugars. Total aliphatic and indole glucosinolates were significantly modified by all cooking treatments but not by steaming. In general, the steaming led to the lowest loss of total glucosinolates, while stir-frying and stir-frying/boiling presented the highest loss. Stir-frying and stir-frying/boiling, the two most popular methods for most homemade dishes in China, cause great losses of chlorophyll, soluble protein, soluble sugar, vitamin C, and glucosinolates, but the steaming method appears the best in retention of the nutrients in cooking broccoli. Experimentelle Laborstudie DOI: 10.1631/jzus.B0920051 Study: weak evidence | Yuan G, Sun B, Yuan J, Wang Q. Effects of different cooking methods on health-promoting compounds of broccoli. J Zhejiang Univ Sci B. 2009;10(8):580–588. |
| 2. | ● Book: weak evidence | Böttcher H. Frischhaltung und Lagerung von Gemüse. Ulmer: Stuttgart. 1996. |
| 3. | ● Book: moderate evidence | Mabey R. Essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Haupt: Bern, Stuttgart, Wien. 2013. |
| 4. | ● Frischen Brokkoli erkennt man beim Kauf an seiner kräftigen Farbe und den geschlossenen Blüten. Er sollte kühl, am besten in einer Frischhaltefolie im Gemüsefach im Kühlschrank, gelagert werden. Auf diese Weise hält er bis zu drei Tage. Wird der Brokkoli zu warm gelagert, so verliert er täglich mindestens zehn Prozent seines Vitamin-C-Gehalts. Tipp: Wenn es sich zeitlich nicht ausgeht ihn frisch zu verarbeiten, empfiehlt es sich ihn kurz zu blanchieren und anschliessend einzufrieren. So werden die Enzyme abgetötet, durch die er schneller verdirbt. Website | Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft. A-Z der Obst- und Gemüselagerung. Brokkoli. |
| 5. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 6. | * ". Broccoli is a cross pollinated crop cultivated in moderate to cool climate which bears dense green cluster of flower buds surrounded by leaves and have perfect yellow flowers with four petals. In most of the cultivars, nectar is secreted by two functional nectaries located at the bases of two small anthers (Gray, 1982). Hence, a lot many pollinators including managed and wild are being attracted towards the flowers for pollen and nectar and the flowers get pollinated. In general, honey bees are the primary pollinators of broccoli seed crops but when the crop is allowed for wild pollinatorís quality and quantity of the seeds will increase" "Therefore, it is clear that broccoli seed production and quality of the seed could be increased by employing wild pollinators in pollination programme." Experimentelle Feldstudie | Prasannakumar NR, Parkash C, Kumar KP. Role of pollinators in Broccoli seed production. Pest Manag Hortic Ecosyst. 2015;21(2):187-189. |
| 7. | ● "At the moment broccoli world production is mainly oriented to green head F1 hybrids, referred to as calabrese type" "Finally, the genome C is represented by cabbage which as a consequence of several domestication processes gave rise to several botanical varieties and related crops, such as var. acephala (kale), var. botrytis (cauliflower), var. capitata (cabbage), var. gemmifera (Brussels sprout), var. gongylodes (kohl-rabi), var. italica (broccoli) and var. sabauda (Savoy cabbage)." "The origin of cauliflower and broccoli crops from the Brassica oleracea group seems to be located in the Mediterranean basin and linked to others relatives which are likely to be B. cretica, B. incana, B. insularis, B. macrocarpa, B. montana, B. rupestris and B. villosa (Gómez-Campo and Gustafsson, 1991). The evolution of cauliflower and broccoli would seem to have taken place in the Mediterranean basin, in particular in its east coast (Gray, 1982)." "The cultivation of the first forms of broccoli along the Italian peninsula determined the selection of several types of broccoli characterized mainly by the aptitude for sprouting and by a wide range of head sizes (Giles, 1994). The more compact type, similar to cauliflower, was named Calabrese (from Calabria, a southern Italian region). During the XVII century, broccoli was grown in Great Britain and in the northern European countries and in the XVIII century in Spain (Boutelou and Boutelou, 1801). From this time cultivars were established and named in relation to the colour or to the harvest period (Crisp, 1982). Broccoli crops were widespread during the XIX century in North America, introduced by the Italian community emigrating from Calabria and Sicily, and in the XX century throughout the world, above all during the colonial period (Buck, 1956)." DOI: 10.1007/978-0-387-30443-4_5 Book: moderate evidence | Branca F. Cauliflower and broccoli. In: Prohens J, Nuez F (Ed.) Vegetables I. New York, NY: Springer New York; 2008;151–186. |
| 8. | ● Book: weak evidence | Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann: Hamburg, Potsdam. 2014. |
| 9. | * Lactic acid bacteria (LAB) have been used for centuries to produce fermented foods. Cruciferous vegetables contain large amounts of health-promoting compounds such as glucosinolates (GLSs) and phenolics. GLSs and phenolics have been linked to antioxidant, anticancer, and immunosuppressive effects. However, it has been reported that some LAB strains are able to metabolize and enhance the activities and amounts of biomolecules through decarboxylation and/or reduction activities, with positive impacts on human diet and colorectal cancer (CRC) prevention. In the present work, the bioprocessing of broccoli by lactic fermentation was evaluated to produce a functional food using both spontaneous and induced fermentation (Levilactobacillus brevis and Lactococcus lactis as starter co-culture). Changes in the proximal composition, GLSs, and phenolic content as well as the antioxidant, antiproliferative, and immunosuppressive effect of the fermented product were evaluated in in vitro cellular models to validate their potential in CRC chemoprevention. The results demonstrated that fermented broccoli extracts increased the antioxidant activity in Caco2 cells and inhibited the proliferation of HT29 and HT116 cell lines in a concentration-dependent manner, with the best results on day 6 at a concentration of 600 µg/mL. Our findings also provide evidence that fermented broccoli could have an anti-inflammatory effect. Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/fermentation9020122 Study: weak evidence | Iga-Buitrón D, Torres-Maravilla E, Bermúdez-Humaran LG, Ascacio-Valdes JA, Rodríguez-Herrera R, Aguilar CN et al. Lactic Fermentation of Broccoli (Brassica oleracea var. italica) to Enhance the Antioxidant and Antiproliferative Activities. Fermentation. 2023;9(2):122. |
| 10. | * Three commercial cultivars and eleven inbred broccoli lines were used to investigate the glucosinolate (GSL) profile, hydrolysate and nitrile contents, and nitrile formation rate. Glucobrassicin (BRA) and glucoraphanin (GRA) were the most dominant GSLs in all lines. The 5405 and 5406 lines exhibited the highest total GSL content (18.39 and 22.97 μmol⋅g− 1 DW, respectively). Altogether, five lines (5306, 5311, 5312, 5404, and 5406) were selected as potential highly functional broccoli lines based on GSL content. Three lines (5405, 5406, and 5311) exhibited relatively higher total hydrolysates than the other lines. Three inbred lines (5404, 5407, and 5410) with low nitrile formation rate showed a high isothiocyanate (ITC) formation (2.29 ± 0.40, 2.16 ± 0.08, 2.24 ± 0.47 μmol⋅g− 1 DW) and low nitrile formation (0.72 ± 0.12, 0.64 ± 0.12, 0.90 ± 0.20 μmol⋅g− 1 DW). Therefore, lines 5404, 5407, and 5410 were selected as functional broccoli breeding lines based on their hydrolysate content and nitrile formation rates. Consequently, hydrolysate and GSL content are more reliable than GSL content only for selecting and developing highly functional varieties. Pflanzenbiochemische Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.scienta.2022.110984 Study: weak evidence | Jo JS, Bhandari SR, Kang GH, Shin YK, Lee JG. Selection of broccoli (Brassica oleracea var. italica) on composition and content of glucosinolates and hydrolysates. Scientia Horticulturae. 2022;298:110984. |
| 11. | * Brassicaceae edible plants are rich in bioactive compounds and promote health benefits. However, there is less interest in expanding knowledge about the Brassica cultivars to date. In particular, underutilized species and local cultivars could constitute a source of agrodiversity in adapting to the territory with likely higher contents of nutraceutical compounds. In this context, Bróquil (Brassica oleracea var. italica) is a traditional Brassicaceae crop grown in the Spanish region of Aragón. Currently, it is cultivated mainly in family orchards for autoconsumption and, in minority, in small farms for local markets. This study evaluates a collection of 13 bróquil landraces from the Spanish Vegetable Genebank of the Agrifood Research and Technology Center of Zaragoza (BGHZ-CITA), describing their mineral contents, bioactive compounds, and antioxidant activities, including a broccoli commercial variety “Parthenon” as the control. The study reports data on the health-promoting nutrients and antioxidants of bróquil for the first time. Under our experimental conditions, we found that bróquil has a great variability for these compounds that showed on average similar or higher levels than the broccoli control. The different bróquil landraces also revealed variability in both intraccessions and interaccessions due to the lack of a formal breeding selection. Despite this variability, we highlight accession HB5 that corresponds to Headed Bróquil BGHZ6685. In particular, we can stand out its antioxidant activity of 87.07 ± 0.81%I, total phenolic content of 13.21 ± 0.53 mg GAE g−1 dw, total flavonoid content of 14.50 ± 1.29 mg QE g−1 dw, total glucosinolate content of 43.70 ± 1.09 mg SnE g−1 dw, and vitamin C content of 7.21 ± 0.13 mg AA g−1 dw. Regarding bróquil mineral composition, K was the highest macroelement (22.66–33.62 mg g−1 dw), followed by Ca, P, and S whose values were relatively lower compared to K. Mg and Na showed the lowest values. Among the microelements evaluated (Mn, Zn, and Fe), iron was the most abundant detected, higher in all bróquil accessions than in broccoli, except for one accession. Therefore, the results reported for bróquil landraces show promising nutritional quality. This could lead to an increase in agrobiodiversity and contribute to a more diversified and healthy diet. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3389/fnut.2022.1006012 Study: weak evidence | Montaner C, Mallor C, Laguna S, Zufiaurre R. Bioactive compounds, antioxidant activity, and mineral content of bróquil: A traditional crop of Brassica oleracea var. italica. Front Nutr. Januar 2023;9:1006012. |
| 12. | ● "There is considerable evidence from observational population studies that diets rich in cruciferous vegetables are associated with improved health benefits, which include protection from cancer incidence and progression and from cardiovascular disease." "By far the most commonly consumed and well-studied glucosinolates within our diets are those that derive from methionine, such as sulforaphane" "There is substantial evidence indicating that the hydrolysis products of glucosinolates are involved in inhibiting Phase I and inducing Phase II enzymes thereby facilitating protection." "Diets that are rich in cruciferous vegetables such as broccoli have also been associated with a reduction in progression from localized to more aggressive forms of prostate cancer (Richman, Carroll, & Chan, 2012), which suggests that glucosinolates may also be beneficial once initiation of disease has occurred." Fachbuchkapitel DOI: 10.1016/bs.abr.2016.06.004 Book: weak evidence | Traka MH. Health benefits of glucosinolates. In: Kopriva S (Ed.) Advances in Botanical Research. 2016;80:247–279. |
| 13. | * A crude methanol extract prepared from fresh broccoli sprouts was extracted with hexane, chloroform, ethyl acetate, and butanol sequentially. Residual water fraction was obtained from the residual aqueous layer. The greatest inhibition zones (>5 cm) were noted for Helicobacter pylori strain by the chloroform extract Among 18 sulforaphane and related compounds synthesized (6 amines, 6 isothiocyanates, and 6 nitriles), 2 amines, 6 isothiocyanates, and 1 nitrile exhibited >5 cm inhibitory zones for H. pylori strain. The results indicate that broccoli sprouts can be an excellent food source for medicinal substances. Experimentelle Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1021/jf1003573 Study: weak evidence | Moon JK, Kim JR et al. Analysis and anti-Helicobacter activity of sulforaphane and related compounds present in broccoli (Brassica oleracea L.) sprouts. Journal of Agricultural and Food Chemistry. 2010;58(11):6672–6677. |
| 14. | ● UCLA researchers report that a naturally occurring compound found in broccoli and other cruciferous vegetables may help protect against respiratory inflammation that causes conditions like asthma, allergic rhinitis and chronic obstructive pulmonary disease. Website | Champeau R. Broccoli may help protect against respiratory conditions like asthma. ScienceDaily. 2009. |
| 15. | ● Brokkoli m. eine Art Gemüsekohl, ‘Sprossen-, Spargelkohl’, (meist singularisierte) Übernahme (18. Jh.) von ital. broccoli Plur., eigentlich ‘Kohlsprossen’, zu ital. broccolo m., Deminutivum von ital. brocco, mlat. broccus ‘Spross, Trieb’, lat. brocc(h)us Adj. ‘hervorstehend’ (s. Brosche). Landschaftlich (bair.) Brockeln, (schwäb.) Brockle Plur. Broccoli · Brokkoli · Bröckelkohl · Spargelkohl · Sprossenkohl · Winterblumenkohl Website | Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Brokkoli. |
| 16. | ● | Kirscher S, Göppel H. Handbuch der Pflanzenöle. Param. 2014. |
| 17. | * Broccoli is among the vegetables that are particularly perishable when stored because they are characterized by a high respiration rate and rapid loss of water. When stored under inappropriate conditions, freshly harvested heads rapidly lose their marketable value. In particular, there occurs a change in colour from green to yellow, wilting of the florets and opening of the buds. Immediately after harvesting, the heads must be instantly chilled to a low temperature. The optimal conditions for storing broccoli are a temperature of 0°C and a high relative humidity of 95- 98%. Experimentelle Laborstudie DOI: 10.2478/v10032-012-0018-x Study: weak evidence | Badełek E, Kosson R, Adamicki F. The effect of storage in controlled atmosphere on the quality and health-promoting components of broccoli (Brassica oleracea bar. italica). Journal of Fruit and Ornamental Plant Research. 2012;77(1):89–100. |
| 18. | ● Jungpflanzen leiden häufig unter Blattfrass von Nacktschnecken. Auch Erdflöhe können den Blättern schaden. Daneben gibt es die gängigen Krankheiten und Schädlinge unter denen fast alle Kohlarten leiden. Hierzu zählen die Kohlfliege, der Kohlweissling und die berüchtigte Kohlhernie. Generell sollte, wie bei allen Kohlarten, mindestens drei bis vier Jahre keine Kohlart mehr an dem selben Standort angebaut werden. Nach der ersten Ernte bildet Brokkoli an den Seitentrieben neue Sprosse aus, die einige Wochen später ebenfalls geerntet werden können. Man sollte stets bei der Ernte den Stiel ebenfalls abschneiden, da dies die Seitentriebbildung fördert. Die Blütenstände sollten kurz vor dem Aufbrechen der Knospen geerntet werden. Während der heissen Sommermonate wächst Brokkoli sehr schnell, weshalb die Pflanzen regelmässig kontrolliert und abgeerntet werden sollten. Im Gegensatz zu seinen anderen Kohlverwandten stellt Brokkoli höhere Ansprüche an den Boden. Er ist ein Starkzehrer und benötigt einen nährstoffreichen, humosen und durchlässigen Boden. Für das optimale Wachstum brauchen Brokkoli-Pflanzen als Starkzehrer im Beet genügend Nährstoffe und Wasser. Der Wasserbedarf ist recht hoch, giessen Sie die Pflanze daher regelmässig. Nach 4 bis 6 Wochen können die Jungpflanzen in grössere Gefässe pikiert und ab Mai mit einem Abstand von 50 x 50 cm ins Freiland gepflanzt werden. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die eigene Anzucht günstiger ist als der Kauf von Jungpflanzen. Nicht für alle diese Schädlinge gibt es verlässliche Mittel zur Bekämpfung, daher sollten Sie diese Vorsichtsmassnahmen ergreifen:
Website | PlanturaGarden: Brokkoli: schmackhafte Sprossen und Köpfchen aus dem eigenen Garten; Brokkoli anbauen: Die grüne Kohlpflanze aus dem eigenen Garten. |
| 19. | ● Website | FAOSTAT. Crops and livestock products. Cauliflowers and broccoli (Production Quantity, 2022). |
| 20. | * Allergy to cabbage and other foods in the Brassica family has rarely been observed in man. This report confirms IgE sensitivity can occur to foods in the Brassica family. Fallbericht Study: weak evidence | Blaiss MS, McCants ML, Lehrer SB. Anaphylaxis to cabbage: detection of allergens. Ann Allergy. 1987;58(4):248–250. |
| 21. | * " Cruciferous vegetables are high in fiber, low in calories, and rich in vitamins and minerals, which are beneficial for normal human physiological functions" ". Similarly, the daily consumption of broccoli may reduce the development of many diseases. Undoubtedly, the development of innovative anti-inflammatory drugs with antibacterial properties is one of the most advanced areas of medical research. These synergistic therapies are designed to simultaneously have anti-inflammatory and antibacterial effects, potentially helping to treat a wide range of inflammatory and infectious diseases. A single drug molecule that has both anti-inflammatory and antibacterial properties can potentially treat multiple features of diseases. For example, infections can trigger an inflammatory response in the body. Broccoli (Brassica oleracea var. italica) is a popular vegetable in culinary preparations and has great pharmaceutical importance due to its multiple applications " "Broccoli is a good source of dietary fiber, which aids digestion, promotes a feeling of fullness, and contributes to a healthy digestive system [13]. Broccoli’s fiber, antioxidants, and anti-inflammatory properties contribute to heart health. It can help lower cholesterol, maintain healthy blood pressure, and improve cardiovascular function. " Anti-cancer properties: The cruciferous family, which includes broccoli, is known for its possible anti-cancer properties. It contains glucosinolates, which the body can convert into substances that fight cancer. Antioxidant propertiesBroccoli is an excellent source of various antioxidants, such as vitamins C and E, β-carotene, and various flavonoids. It is known that antioxidants reduce the risk of developing chronic diseases, as they protect cells from damage caused by dangerous free radicals. However, controlling chronic inflammation can help reduce the risk of certain cancers and improve outcomes for individuals diagnosed with cancer. Antioxidants and anti-inflammatory compounds are closely connected and often work together to promote health and protect the body against various diseases. Antioxidants help prevent or slow down oxidative damage caused by free radicals in the body. Sulforaphane may have antibacterial activity against Helicobacter pylori, a bacterium associated with gastric ulcers and gastrointestinal infections [68,69,70,71,72]. In addition to sulforaphane, other compounds in broccoli, such as indole-3-carbinol and phenolic compounds, have also shown some antimicrobial activity in laboratory studies. These compounds have shown inhibitory activity against certain strains of bacteria, including Escherichia coli and Staphylococcus aureus [72,73].
Quercetin is a potent antioxidant flavonoid found in broccoli. By regulating these signaling pathways, broccoli extract contributes to the control of the inflammatory response. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/antibiotics12071157 Study: weak evidence | Syed RU, Moni SS et al. Broccoli: a multi-faceted vegetable for health: an in-depth review of its nutritional attributes, antimicrobial abilities, and anti-inflammatory properties. Antibiotics. 2023;12(7):1157. |
| 22. | * Broccoli sprouts contain 10–100 times higher levels of sulforaphane than mature plants. Experimentelle-analytische Lebensmittelstudie DOI: 10.3390/foods10081927 Study: weak evidence | Tříska J, Balík J et al. Factors influencing sulforaphane content in broccoli sprouts and subsequent sulforaphane extraction. Foods. 2021;10(8):1927. |
| 23. | * "pflanzliche Nahrungsmittel: niedriger FODMAP-Gehalt: Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel" "RDSPatienten mieden z. T. jedoch etliche Nahrungsmittel, die fermentierbare Oligosaccharide enthalten (FODMAP-Konzept) wie Weizenprodukte, Spaghetti, Pasta, Couscous, Brokkoli, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und grüne Bohnen," "Die initial z. T. enthusiastische Propagierung von Ballaststoffen zur Behandlung von RDS-Beschwerden erhielt in den Folgejahren erhebliche Dämpfer, insbesondere als Berichte über Verschlechterung der RDS-Beschwerden mit Zunahme von Blähungen und Bauchschmerzen unter Therapie mit Ballaststoffen erschienen" Günstige und ungünstige Wirkungen von Ballaststoffen: ungünstige Wirkungen: Verstoffwechselung durch Darmbakterien – Gasbildung H2, CH4 → Blähungen/Meteorismus Narratives Review DOI: 10.1055/s-0034-1385225 Study: weak evidence | Leiss O. Fiber, Food Intolerances, Fodmaps, Gluten und funktionelle Darmerkrankungen – Update 2014. Z Gastroenterol. 2014;52(11):1277–1298. |
| 24. | * "The human gastrointestinal microbiota is increasingly linked to health outcomes; however, our understanding of how specific foods alter the microbiota is limited. Cruciferous vegetables such as broccoli are a good source of dietary fiber and phytonutrients, including glucosinolates, which can be metabolized by gastrointestinal microbes. This study aimed to determine the impact of broccoli consumption on the gastrointestinal microbiota of healthy adults." "Furthermore, the effects were strongest among participants with BMI < 26 kg/m2, and within this group there were associations between bacterial relative abundance and glucosinolate metabolites. Functional prediction revealed that broccoli consumption increased the pathways involved in the functions of the endocrine system (P=0.05), transport and catabolism (P=0.04), and energy metabolism (P=0.01). These results reveal that broccoli consumption affects the composition and function of the human gastrointestinal microbiota." "In conclusion, this study adds to that body of evidence by demonstrating that broccoli consumption impacts the microbiota, highlighting the potential for dietary intervention to benefit health via microbiota modulation." Humanstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.jnutbio.2018.09.015 Study: strong evidence | Kaczmarek JL, Liu X et al. Broccoli consumption affects the human gastrointestinal microbiota. J Nutr Biochem. 2019;63:27–34. |
| 25. | ● Website | Carboncloud. Broccoli, fresh, Spain. |
| 26. | ● 0,56 kg CO2e/kg Website | Concito. The big climate database. Version 1.1. Broccoli; Broccoli, frozen. 2024. |
| 27. | * Ökobilanzstudie DOI: 10.1016/j.jclepro.2020.124517 | Pereira B de J, Cecílio Filho AB, La Scala N. Greenhouse gas emissions and carbon footprint of cucumber, tomato and lettuce production using two cropping systems. Journal of Cleaner Production. 2021;282:124517. |
| 28. | * Meta-Analyse mit modellbasierter Ökobilanzierung DOI: 10.1016/j.jclepro.2023.138939 | Feng S, Lakshmanan P et al. A comprehensive continental-scale analysis of carbon footprint of food production: Comparing continents around the world. Journal of Cleaner Production. 2023;426:138939. |
| 29. | * Umwelt- und Ressoucenanalyse DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011 | Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600. |
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