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Broccoli (Röschen, roh, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Broccoli-Röschen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
91%Wasser 60Makronährstoff Kohlenhydrate 60.31%/36Makronährstoff Proteine 35.52%/04Makronährstoff Fette 4.17% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, 0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die Röschen (Kopf, Blumenbündel) gelten als der schmackhafteste Teil vom Broccoli (Brassica oleracea var. italica), obwohl alle Pflanzenteile (inkl. Strunk und Blätter) essbar sind.

Verwendung in der Küche

Die Blume des frischen Brokkolis schmeckt roh etwas kohlartig, mild, leicht süsslich und nussig. Der Kohlgeschmack ist viel weniger ausgeprägt als bei anderen Kohlarten.

Durch schonendes Dampfen bleiben auch beim Kochen die meisten wertvollen Inhaltsstoffe (z.B. Vitamin C) erhalten.17 Um Brokkoli-Röschen zu dämpfen, geben Sie einfach die Brokkoli-Röschen in einen Dampfkorb in einen mit etwas Wasser gefüllten Topf. Zudecken und 5-6 Minuten kochen. So bleiben diese knackig und verlieren weder Geschmack noch Konsistenz.

Nach dem Zerteilen und Waschen können Sie Brokkoli-Röschen auch ca. 2 Minuten lang in sprudelnd kochendem Salzwasser kochen. Alternativ den Kopf in kleine Stücke schneiden und in einer Pfanne mit Öl kurz anbraten und mit etwas Wasser aufgiessen. Das Ganze ca. 8 Minuten zugedeckt garen lassen.

Weiterverarbeitet zu Suppen, Eintöpfen, Aufläufen, in Currys oder als Salat, haben die würzigen Blumenbündel ein sehr breites Einsatzgebiet. In der asiatischen Küche ist Broccoli aus dem Wok z.B. in süsssauren und scharfen Pfannengerichten oder frittiert als Broccoli-Tempura bekannt.

Der charakteristisch feine Eigengeschmack von Brokkoli benötigt kaum zusätzliche Würze, dennoch harmoniert er mit Muskatnuss und Knoblauch. Auch Pinienkerne und Mandelblätter passen zu dem Kreuzblütler. Er passt auch zu Rezepten mit Curry und Ingwer, Kokos oder Chili.

Alle Pflanzenteile des Broccolis schmecken auch roh in einem Salat oder in einem Smoothie. Die Blätter kann man klein geschnitten wie Spinat verwenden. Auch der Strunk ist essbar, vorausgesetzt, die Pflanze ist jung. Geschält und kleingeschnitten erinnert sein Geschmack an grünen Spargel. Wenn Ihre Verdauung mit Blähungen reagiert, verwenden Sie besser nur die Röschen und schmecken mit Fenchelsamen oder Kümmel ab. Auch schonendes Garen kann die Röschen leichter verdaulich machen.

Baby-Brokkoli hat kleine, zarte Röschen und dünne Stängel. Diese Züchtung zwischen dem Brokkoli und dem Chinesischen Brokkoli (Kai-Ian) ist bekannt als Stangenbrokkoli (gelegentlich auch Wilder Brokkoli genannt).

Aus den kleinen Brokkoli-Samen kann man in einem Keimglas (Sprossenglas) Brokkoli-Sprossen heranziehen. Sie ergeben ideale Toppings für Salate, Suppen und Smoothies oder dienen als Brotbelag.

Veganes Rezept mit Brokkoli-Risotto

Zutaten (für 4 Portionen): 3 Zwiebeln, 1 Knoblauchzehe, 2 EL Rapsöl, ¼ TL Sambal Oelek (oder Chilipulver), 150 g Risotto- oder Rundkornreis, ¾ l Gemüsebrühe, 500 g Brokkoli-Röschen, 150 g rote Linsen, Salzwasser, 1 Bund Basilikum.

Zubereitung: Zwiebeln und Knoblauch fein würfeln und in Öl glasig anschwitzen, Sambal Oelek und Reis hinzufügen und unterrühren, die heisse Gemüsebrühe nach und nach unter ständigem Rühren hinzugeben, bis der Reis die Flüssigkeit aufgenommen hat. Den Reis zugedeckt ca. 45 Minuten ausquellen lassen und immer wieder umrühren. Broccoli-Röschen waschen und klein teilen.

Brokkoli und rote (geschälte) Linsen in separatem Salzwasser ca. 5 Minuten kochen und durch ein Sieb abgiessen. Danach zu dem noch leicht flüssigen Reis mischen und weitere 5 Minuten durchziehen lassen. Frischen Basilikum abzupfen und kurz vor dem Servieren unter das Risotto mengen.

Veganes Rezept für Salat mit rohen Brokkoli-Röschen

Zutaten: 1 klein gehackter Brokkoli-Kopf, 60 g gehackte Walnüsse, 30 g Kürbiskerne (oder Sonnenblumenkerne), 60 g getrocknete Cranberrys; für das Dressing: 2½ EL kaltgepresstes Rapsöl, 2 EL Apfelessig, 2 TL Agavensirup, 1½ TL gehackte Minze, 1 EL Orangensaft.

Zubereitung: Für das Dressing Öl, Essig, Agavensirup, Minze und Orangensaft gründlich miteinander vermengen. Brokkoli, Walnüsse, Kürbiskerne und die getrockneten Cranberries hinzufügen. Alles mit dem Dressing mischen, etwas ziehen lassen und servieren.

Vegane Rezepte mit Brokkoli-Röschen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Obwohl Broccoli ein Sommergemüse ist, ist er bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Billa und Hofer das ganze Jahr über erhältlich. Im nördlichen Mitteleuropa hat das Kohlgemüse von Juli bis Oktober Saison. In diesen Monaten finden Sie Brokkoli (grün oder violett/lila) auch auf Wochenmärkten oder in gut sortierten Supermärkten / Gemüseläden von regionalen Produzenten. Die Röschen gibt es auch ohne Stängel abgepackt in Schalen zu kaufen. Bio-Supermärkte wie Alnatura oder Denn's Biomarkt führen Brokkoli-Röschen in Bio-Qualität.

Frischer Brokkoli hat meist eine dunkelgrüne Farbe und eine feste Konsistenz. Sind Flecken, Faulstellen oder gelbe Blütenknospen erkennbar, ist das Gemüse eindeutig nicht mehr frisch. Aufgrund der Empfindlichkeit gegenüber mechanischer Beschädigung ist Broccoli sehr häufig in Folie verpackt.1

Die Verfügbarkeit von Brokkoli-Röschen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Brokkoli hat eine sehr hohe Stoffwechselaktivität, was bedeutet, dass er rasch an wertvollen Inhaltsstoffen verliert. Zudem reagieren die Röschen sehr empfindlich und anfällig auf Fäulniserreger. Optimal ist eine Vorkühlung bei ca. 0 °C direkt nach der Ernte und eine sehr hohe Luftfeuchtigkeit von 96 bis 99 %, dies ist vorwiegend in Lagern mit kontrollierter Atmosphäre gegeben.18

Nach dem Kauf hält Broccoli in der Folie bis zu 3 Tage lang im Kühlschrank. Hohe Temperaturen und auch Licht lassen Brokkoli schnell welken oder aufblühen (d.h. ergelben). Zudem verliert er bei hohen Temperaturen täglich mindestens 10 % seines Vitamin-C-Gehalts. Um Brokkoli für die Langzeitlagerung einzufrieren, teilen Sie den Kopf in Röschen, blanchieren diese kurz und frieren sie dann ein.3

Typische Lagerschäden wie Fleckenbildung und Fäulnis (Botrytis cinerea, Bakterielle Weichfäule, Alternaria brassicae, Sclerotinia sclerotiorium, Peronospora parasitica) können auftreten.1

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Brokkoli-Röschen haben nur ca. 28 kcal/100g, was auf den hohen Wassergehalt von über 90 % zurückzuführen ist. Kohlenhydrate machen 5,1 g (davon 2,3 g Ballaststoffe), Eiweiss 3 g und Fett nur 0,35 g/100g aus.4

Der Brokkoli-Kopf punktet aber mit seinem Vitamin-C-Gehalt von 93 mg/100g. Das ist die gleiche Menge an Vitamin C wie in der Kiwi. Mit 117 mg/100 g bietet der Kleine Sauerampfer mehr. Durch langes Kochen kann viel vom wasserlöslichen Vitamin verloren gehen oder sich im Kochwasser lösen.4

Der Gehalt an Folat in den Röschen beträgt 71 µg/100g, was bei einem täglichen Bedarf von 300 µg nicht nach sehr viel klingt. Eine Kombination mit Hülsenfrüchten wie gekochten schwarzen Bohnen (149 µg/100g) oder gekochte Linsen (181 µg/100g) ist hier sinnvoll.4

Der Vitamin-K-Gehalt in Brokkoli-Röschen ist mit 25 µg/100g deutlich geringer als bei einem ganzen Brokkoli (inkl. Blätter), der 102 µg/100g aufweist.4 Grund dafür ist der hohe Anteil des Vitamins in den Blättern.32 Erbsen haben denselben Wert und decken daher auch ca. 33 % des Tagesbedarfs. Radicchio zeigt mit 255 µg/100g das 10-Fache des Vitamins.4

Die Blütenbündel haben pro 100 g 150 µg Vitamin A. In Form von Carotinoiden findet man es auch reichlich in Karotten (835 µg/100g). Aber nicht nur gelbes oder oranges Gemüse hat viel von diesem fettlöslichen Vitamin, sondern auch grünes Gemüse wie z.B. Grünkohl (500 µg).4

Der Kalium-Gehalt von Brokkoli-Röschen beträgt 325 mg/100g, ähnlich wie bei Steinpilzenoder Schalotten.

Die gesamten Inhaltsstoffe von rohen Brokkoli-Röschen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Brokkoli bietet viele Ballaststoffe, Vitamine und Mineralien und hat wenig Kalorien. Insbesondere der hohe Ballaststoffgehalt von Brokkoli unterstützt die Verdauung, fördert die Sättigung und sorgt für ein gesundes Darmmikrobiom.26 Der Verzehr von Brokkoli hat bei gesunden Erwachsenen nachweislich eine positive Wirkung auf die Zusammensetzung und Funktion der gastrointestinalen Mikrobiota. Der Konsum von Brokkoli verbesserte insbesondere bei Teilnehmenden mit einem niedrigen BMI die Funktion des endokrinen Systems und den Energiestoffwechsel.24 Ballaststoffe helfen zudem, den Cholesterinspiegel zu senken, den Blutdruck zu regulieren und die kardiovaskuläre Funktion zu verbessern.26

Weiters enthält Brokkoli viele Vitamine, wie Vitamin K, das eine wichtige Rolle für die Erhaltung gesunder Knochen spielt. Der Vitamin-C-Gehalt von Brokkoli stärkt das Immunsystem und fördert die Kollagenbildung, die Wundheilung sowie die Eisenaufnahme. Vitamin A unterstützt die Augengesundheit und kann helfen, altersbedingter Makuladegeneration und Katarakten vorzubeugen. Insgesamt gilt Brokkoliblattgewebe im Vergleich zu Röschen und Stängeln als besonders nährstoffreiche Quelle für Vitamin E und K.25,26

Brokkoli enthält zudem wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Calcium, Phosphor, Schwefel und Eisen. Kalium ist wichtig für die Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen. Für einen gesunden Blutdruck und die Gesunderhaltung des Herzens ist das richtige Natrium-Kalium-Verhältnis erforderlich, was bei Brokkoli gegeben ist. Das ausgewogene Verhältnis fördert die Ausscheidung von überschüssiger Flüssigkeit und entlastet so das Herz-Kreislauf-System. Die Mineralstoffverteilung ist in den verschiedenen Brokkoligeweben unterschiedlich. Die Röschen enthalten besonders viel Eisen, Zink und Phosphor, während die Blätter reich an Calcium und Mangan sind und der Stängel den höchsten Natriumgehalt aufweist. Für Kupfer, Magnesium und Kalium bestehen keine relevanten Unterschiede zwischen den Geweben. Die Röschen haben höhere Konzentrationen der meisten Aminosäuren als andere Pflanzenteile. Im Gegensatz dazu lagen die meisten Zucker (Fructose, Glucose, Saccharose und Maltose) im Stängel in höheren Mengen vor.10,25,26

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Broccoli-Röschen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen. Brokkoli-Röschen enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe: 8,26

Broccoli-Röschen enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:8,10,25,26

  • Isoprenoide: Tetraterpene: Carotinoide (Carotine: β-Carotin, Xanthophylle: Violaxanthin, Neoxanthin)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Dihydroxybenzoesäure, Gallussäure), Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Ferulasäure, Sinapinsäure, Chlorogensäure, Rosmarinsäure); Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin, Kaempferol), Flavanole (Catechin)
  • Organische schwefelhaltige Verbindungen: Glucosinolate (Glucobrassicin, Sinigrin, Glucoiberin, Progoitrin, Gluconasturtiin, Gluconapin, Glucoraphanin, Glucomoringin, Sinalbin), Abbauprodukte der Glucosinolate: Isothiocyanate (Sulforaphan, 2-Phenylethyl-Isothiocyanate), Indole (Indol-3-Carbinol), Nitrile (3-Indoleacetonitrile, 3-Phenylpropionitrile)

Brokkoli liefert Glucosinolate (Senfölglykoside) und phenolische Verbindungen, die mit antioxidativen, entzündungshemmenden und immunmodulierenden Effekten in Verbindung stehen.7,8,26 Glucosinolate kommen v.a. in Kreuzblütler-Gemüse wie Brokkoli, Blumenkohl, Grünkohl, Kohl, Rettich und Rosenkohl vor. Das Enzym Myrosinase wandelt Glucosinolate in Isothiocyanate, Indole und Nitrile um. Diese verleihen dem Gemüse ihren charakteristischen scharfen Geruch und bitteren Geschmack.8,9,10,11,26 Die Gesamtmenge an Glucosinolaten ist in den Röschen tendenziell höher konzentriert als im Stängel und in den Blättern.25

Studien zeigen, dass sowohl Glucosinolate als auch ihre Abbauprodukte entzündungshemmende und antioxidative Effekte besitzen. Besonders Isothiocyanate wie Indol-3-Carbinol und Sulforaphan, stehen im Zusammenhang mit einer hemmenden Wirkung auf Prostata-, Lungen-, Brust- und Darmkrebs. Eine kausale Krebshemmung beim Menschen ist jedoch bisher nicht eindeutig belegt.8,9,10,11,26 Brokkoli zeigt zudem antimikrobielle Effekte u.a. gegen Escherichia coli, Staphylococcus aureus und Helicobacter pylori. Letzteres gilt als etablierter Risikofaktor für die Entstehung von Magenkrebs.21

Kochen oder längeres Dampfgaren können die Aktivität der Myrosinase verringern oder vollständig inaktivieren und dadurch die Bildung von Isothiocyanaten reduzieren. Fermentation kann den Abbau von Glucosinolaten und phenolischen Verbindungen fördern. In Zellmodellen erhöhte fermentierter Brokkoli die antioxidative Aktivität, hemmte das Wachstum von Darmkrebszellen und zeigte entzündungshemmende Effekte. Die stärksten Wirkungen traten nach mehreren Tagen Fermentation und bei höherer Konzentration auf.8

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Allergien treten bei Kohlgemüse in der Regel eher selten auf. Die Gattung Brassica enthält jedoch Proteine, die bei sensibilisierten Personen eine IgE-vermittelte Reaktion auslösen können.21 Manche Menschen reagieren auf Kreuzblütler wegen ihres Ballaststoffgehalts mit Magenbeschwerden und Blähungen. Dies betrifft vor allem Menschen mit Unverträglichkeiten wie dem Reizdarmsyndrom.23

Verwendung als anerkannte Heilpflanze

Bei einfachen Atemwegserkrankungen, aber auch bei Asthma, Heuschnupfen und chronischen Lungenerkrankungen finden die Inhaltsstoffe von Brokkoli Anwendung.13

Die entzündungshemmenden und antibakteriellen Eigenschaften von Brokkoli haben hohes pharmazeutisches Potenzial für die Entwicklung neuer Medikamente.26

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Angaben zum ökologischen Fussabdruck liefern häufig ähnliche Zahlen wie Blumenkohl.

Frischer, ganzer Brokkoli aus Spanien hat laut CarbonCloud (ab Feld) einen CO2-Fussabdruck von 0,21 kg CO2eq/kg.30 Die dänische Klimadatenbank Concito zeigt 0,56 kg. Gefrorener Brokkoli hat einen CO2-Fussabdruck von 0,73 kg CO2eq/kg.22 Das verdeutlicht gut, wie viel die Lebensmittelverarbeitung und auch der Transport ausmachen können.

Gemüse gilt als sehr klimafreundlich und hat je nach Anbaumethode (und ohne die Auswirkungen des Transports) einen CO2-Fussabdruck von ca. 0,1-0,5 kg CO2eq/kg.27 Der durchschnittliche CO2-Fussabdruck von pflanzlichen Lebensmitteln beträgt in etwa 0,66 kg CO2eq/kg, was nur 10,7 % der CO2-Emissionen von tierischen Produkten (6,15 kg CO2eq/kg) ausmacht.28

Der gesamte Wasserfussabdruck von Brokkoli ist mit 285 l/kg relativ gering und mit Spinat und Blumenkohl vergleichbar. Weltweit liegt der durchschnittliche Wasserverbrauch von Gemüse bei 322 l/kg, der von Früchten bei durchschnittlich 967 l/kg.29

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Die meisten Brokkolisorten haben Nektar, der neben Honigbienen auch wilde Bestäuber anlockt. Eine offene Bestäubung (inkl. Wildbestäuber) führt zu einer verbesserten Saatgutqualität und -quantität.12

Weltweites Vorkommen - Anbau

Aus Kleinasien stammend, kam das Kohlgewächs über Italien nach Europa. Im 17. Jahrhundert erreichte der Brokkoli England, wo er als "Italienischer Spargel" bekannt war. Von dort aus kam er im 19. Jahrhundert nach Amerika, wo intensive Züchtungen erfolgten. In Europa liegen die Hauptanbaugebiete in Verona (Italien).6 China, Indien, die USA, Mexiko, Spanien, Italien und die Türkei gelten laut FAO 2022 als die grössten Erzeuger von Blumenkohl und Brokkoli.20

Wild zu finden

Brassica oleracea, der Gemüsekohl, ist eine wilde Unterart der Kohlpflanzen unserer kultivierten Kohlarten. Ob es wirklich deren "Vorfahre" ist, ist nicht genau bestimmbar. Beim Aussamen kultivierter Kohlsorten, fallen diese manchmal in diese Wildform zurück. Äusserlich ähnelt diese Art mit ihren gelben Blüten und langen Scheinähren dem Senf, hat aber dickere, gräuliche, fleischige Blätter. Die Blätter des Wildkohls schmecken roh bitter. Nach längerer Kochzeit verlieren sie diese Bitterkeit.2

Anbau im Garten oder als Topfpflanze

Meist erfolgt der Broccoli-Anbau über Jungpflanzen. Die Aussaat mit Samen ist wesentlich aufwendiger, bringt aber Samen für das nächste Jahr. Jungpflanzen setzen Sie ab Mai in einem Abstand von 50 x 50 cm auf einen besonders nährstoffreichen Boden. Mit einem Netz abgedeckt, schützt dies die Pflanzen vor Vogelfrass und Insektenbefall.19

Während des Wachstums benötigt Brokkoli ausreichend und regelmässig Wasser und Nährstoffe. Die Ernte erfolgt, sobald die Blume gut ausgebildet, aber noch geschlossen ist. Schneiden Sie die Blütenstände mit dem Stiel ab. Weiter wachsende Pflanzen entwickeln aus den Seitenknospen weitere, etwas kleinere Blütenköpfe.19

Beim Broccoli kennt man Schädlinge wie die Weisse Fliege oder die Raupen des Kohlweisslings, die zum Teil auch grosse Frassschäden anrichten können. Da auch Kohlhernie (ausgelöst von Plasmodiophora brassicae) auftreten kann, ist eine breite und gut aufgebaute Fruchtfolge bei Kohlgemüse wichtig.19

Brokkoli entstammt fast ausschliesslich sogenannten CMS-Züchtungsverfahren. Auch die biologischen Sorten sind Hybride und männlich steril (CMS = Cytoplasmatic male sterility). Obwohl biologische Pflanzenzüchter grosses Interesse an nicht-hybriden Broccolisorten haben, bringen diese leider viel weniger Ertrag und kosten deshalb auch für Konsumenten mehr.7

Im kommerziellen Anbau sind vorwiegend "Crown-Typen" üblich, also jene Brokkoli-Sorten, die eine möglichst grosse, feste, einheitliche "Krone" und einen kurzen Strunk ausbilden. Auch bei den Blättern ist für einen besseren Ertrag nur eine schwache Belaubung wünschenswert.31

Weiterführende Informationen

Brokkoli (Brassica oleracea var. italica) züchtete man aus der formenreichen Pflanzenart des Gemüsekohls (Brassica oleracea). Auch der Blumenkohl (Brassica oleracea var. botrytis) entstammt der gleichen Art und ist ein sehr naher Verwandter.6 Sowohl Broccoli als auch Blumenkohl gehören zum Blütengemüse oder Knospengemüse (beide Begriffe aus dem Lebensmittelhandel).5 Man erntet deren Blüten/Knospen vor dem Öffnen, weil sonst das Aroma nachlässt, sie bitter schmecken oder schwerer verdaulich sind.19

Es gibt viele Kreuzungen und Zuchtformen: sehr bekannt und ähnlich verwendbar ist der Baby-Brokkoli (Brokkolini, Spargelbrokkoli oder Stangenbrokkoli genannt), der aus einer Kreuzung zwischen Brokkoli und dem Chinesischen Brokkoli "Kai-Ian" (B.o. var. alboglabra) entstanden ist. Man findet ihn vermarktet unter den Namen Bimi, Tenderstem oder Stick Señor. Die Bezeicnung Wilder Brokkoli ist in diesem Zusammenhang nicht korrekt, denn damit ist oft der Stängelkohl (ital. Cima di rapa; lat. Brassica rapa ssp. sylvestris var. esculenta) gemeint.

Alternative Namen

Bekannte Namen sind auch Bröckelkohl, Sprossenkohl, Spargelkohl, Winterblumenkohl. Aber auch die Schreibweise kann abweichen: von Brokkoli über Brokoli oder Broccoli bis Brocoli (falsch ist Blukoli, Brokolie/Brocolie). Dieser Name entstammt dem italienischen il broccolo (blühender Kohlkopf), was wiederum die Verkleinerungsform zu brocco darstellt (kleiner Nagel, Spross, Knospe, Trieb) - kommt also vom Begriff der Kohlsprossen.14,16,17

Im Englischen ist dieses Kohlgewächs als broccoli, asparagus broccoli oder calabrese bekannt.6 Die Blumenbündel sind auch als broccoli flower clusters bekannt.

Sonstige Anwendungen

Aus den Samen stellt man auch Brokkolisamenöl her, das in der Kosmetik als Haar- und Gesichtspflegeprodukt Verwendung findet.15

1.

Book: weak evidence

Böttcher H. Frischhaltung und Lagerung von Gemüse. Ulmer: Stuttgart. 1996.

2.

Book: moderate evidence

Mabey R. Essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Haupt: Bern, Stuttgart, Wien. 2013.

3.

Frischen Brokkoli erkennt man beim Kauf an seiner kräftigen Farbe und den geschlossenen Blüten. Er sollte kühl, am besten in einer Frischhaltefolie im Gemüsefach im Kühlschrank, gelagert werden. Auf diese Weise hält er bis zu drei Tage. Wird der Brokkoli zu warm gelagert, so verliert er täglich mindestens zehn Prozent seines Vitamin-C-Gehalts.

Tipp: Wenn es sich zeitlich nicht ausgeht ihn frisch zu verarbeiten, empfiehlt es sich ihn kurz zu blanchieren und anschliessend einzufrieren. So werden die Enzyme abgetötet, durch die er schneller verdirbt.

Website

Bundesministerium Land- und Forstwirtschaft, Regionen und Wasserwirtschaft. A-Z der Obst- und Gemüselagerung. Brokkoli.

4.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

5.

Broccoli and cauliflowers are characterized by an arrested switch from vegetative growth to flowering

Doktorarbeit

Book: strong evidence

Maggioni L. Domestication of Brassica oleracea L. Acta Universitatis Agriculturae Sueciae. 2015;74.

6.

"At the moment broccoli world production is mainly oriented to green head F1 hybrids, referred to as calabrese type"

"Finally, the genome C is represented by cabbage which as a consequence of several domestication processes gave rise to several botanical varieties and related crops, such as var. acephala (kale), var. botrytis (cauliflower), var. capitata (cabbage), var. gemmifera (Brussels sprout), var. gongylodes (kohl-rabi), var. italica (broccoli) and var. sabauda (Savoy cabbage)."

"The origin of cauliflower and broccoli crops from the Brassica oleracea group seems to be located in the Mediterranean basin and linked to others relatives which are likely to be B. cretica, B. incana, B. insularis, B. macrocarpa, B. montana, B. rupestris and B. villosa (Gómez-Campo and Gustafsson, 1991). The evolution of cauliflower and broccoli would seem to have taken place in the Mediterranean basin, in particular in its east coast (Gray, 1982)."

"The cultivation of the first forms of broccoli along the Italian peninsula determined the selection of several types of broccoli characterized mainly by the aptitude for sprouting and by a wide range of head sizes (Giles, 1994). The more compact type, similar to cauliflower, was named Calabrese (from Calabria, a southern Italian region). During the XVII century, broccoli was grown in Great Britain and in the northern European countries and in the XVIII century in Spain (Boutelou and Boutelou, 1801). From this time cultivars were established and named in relation to the colour or to the harvest period (Crisp, 1982). Broccoli crops were widespread during the XIX century in North America, introduced by the Italian community emigrating from Calabria and Sicily, and in the XX century throughout the world, above all during the colonial period (Buck, 1956)."

DOI: 10.1007/978-0-387-30443-4_5

Book: moderate evidence

Branca F. Cauliflower and broccoli. In: Prohens J, Nuez F (Ed.) Vegetables I. New York, NY: Springer New York; 2008;151–186.

7.

Book: weak evidence

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann: Hamburg, Potsdam. 2014.

8.*

Lactic acid bacteria (LAB) have been used for centuries to produce fermented foods. Cruciferous vegetables contain large amounts of health-promoting compounds such as glucosinolates (GLSs) and phenolics. GLSs and phenolics have been linked to antioxidant, anticancer, and immunosuppressive effects. However, it has been reported that some LAB strains are able to metabolize and enhance the activities and amounts of biomolecules through decarboxylation and/or reduction activities, with positive impacts on human diet and colorectal cancer (CRC) prevention. In the present work, the bioprocessing of broccoli by lactic fermentation was evaluated to produce a functional food using both spontaneous and induced fermentation (Levilactobacillus brevis and Lactococcus lactis as starter co-culture). Changes in the proximal composition, GLSs, and phenolic content as well as the antioxidant, antiproliferative, and immunosuppressive effect of the fermented product were evaluated in in vitro cellular models to validate their potential in CRC chemoprevention. The results demonstrated that fermented broccoli extracts increased the antioxidant activity in Caco2 cells and inhibited the proliferation of HT29 and HT116 cell lines in a concentration-dependent manner, with the best results on day 6 at a concentration of 600 µg/mL. Our findings also provide evidence that fermented broccoli could have an anti-inflammatory effect.

Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/fermentation9020122

Study: weak evidence

Iga-Buitrón D, Torres-Maravilla E, Bermúdez-Humaran LG, Ascacio-Valdes JA, Rodríguez-Herrera R, Aguilar CN et al. Lactic Fermentation of Broccoli (Brassica oleracea var. italica) to Enhance the Antioxidant and Antiproliferative Activities. Fermentation. 2023;9(2):122.

9.*

Three commercial cultivars and eleven inbred broccoli lines were used to investigate the glucosinolate (GSL) profile, hydrolysate and nitrile contents, and nitrile formation rate. Glucobrassicin (BRA) and glucoraphanin (GRA) were the most dominant GSLs in all lines. The 5405 and 5406 lines exhibited the highest total GSL content (18.39 and 22.97 μmol⋅g− 1 DW, respectively). Altogether, five lines (5306, 5311, 5312, 5404, and 5406) were selected as potential highly functional broccoli lines based on GSL content. Three lines (5405, 5406, and 5311) exhibited relatively higher total hydrolysates than the other lines. Three inbred lines (5404, 5407, and 5410) with low nitrile formation rate showed a high isothiocyanate (ITC) formation (2.29 ± 0.40, 2.16 ± 0.08, 2.24 ± 0.47 μmol⋅g− 1 DW) and low nitrile formation (0.72 ± 0.12, 0.64 ± 0.12, 0.90 ± 0.20 μmol⋅g− 1 DW). Therefore, lines 5404, 5407, and 5410 were selected as functional broccoli breeding lines based on their hydrolysate content and nitrile formation rates. Consequently, hydrolysate and GSL content are more reliable than GSL content only for selecting and developing highly functional varieties.

Pflanzenbiochemische Studie in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1016/j.scienta.2022.110984

Study: weak evidence

Jo JS, Bhandari SR, Kang GH, Shin YK, Lee JG. Selection of broccoli (Brassica oleracea var. italica) on composition and content of glucosinolates and hydrolysates. Scientia Horticulturae. 2022;298:110984. 

10.*

Brassicaceae edible plants are rich in bioactive compounds and promote health benefits. However, there is less interest in expanding knowledge about the Brassica cultivars to date. In particular, underutilized species and local cultivars could constitute a source of agrodiversity in adapting to the territory with likely higher contents of nutraceutical compounds. In this context, Bróquil (Brassica oleracea var. italica) is a traditional Brassicaceae crop grown in the Spanish region of Aragón. Currently, it is cultivated mainly in family orchards for autoconsumption and, in minority, in small farms for local markets. This study evaluates a collection of 13 bróquil landraces from the Spanish Vegetable Genebank of the Agrifood Research and Technology Center of Zaragoza (BGHZ-CITA), describing their mineral contents, bioactive compounds, and antioxidant activities, including a broccoli commercial variety “Parthenon” as the control. The study reports data on the health-promoting nutrients and antioxidants of bróquil for the first time. Under our experimental conditions, we found that bróquil has a great variability for these compounds that showed on average similar or higher levels than the broccoli control. The different bróquil landraces also revealed variability in both intraccessions and interaccessions due to the lack of a formal breeding selection. Despite this variability, we highlight accession HB5 that corresponds to Headed Bróquil BGHZ6685. In particular, we can stand out its antioxidant activity of 87.07 ± 0.81%I, total phenolic content of 13.21 ± 0.53 mg GAE g−1 dw, total flavonoid content of 14.50 ± 1.29 mg QE g−1 dw, total glucosinolate content of 43.70 ± 1.09 mg SnE g−1 dw, and vitamin C content of 7.21 ± 0.13 mg AA g−1 dw. Regarding bróquil mineral composition, K was the highest macroelement (22.66–33.62 mg g−1 dw), followed by Ca, P, and S whose values were relatively lower compared to K. Mg and Na showed the lowest values. Among the microelements evaluated (Mn, Zn, and Fe), iron was the most abundant detected, higher in all bróquil accessions than in broccoli, except for one accession. Therefore, the results reported for bróquil landraces show promising nutritional quality. This could lead to an increase in agrobiodiversity and contribute to a more diversified and healthy diet.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3389/fnut.2022.1006012

Study: weak evidence

Montaner C, Mallor C, Laguna S, Zufiaurre R. Bioactive compounds, antioxidant activity, and mineral content of bróquil: A traditional crop of Brassica oleracea var. italica. Front Nutr. 2023;9:1006012. 

11.

"There is considerable evidence from observational population studies that diets rich in cruciferous vegetables are associated with improved health benefits, which include protection from cancer incidence and progression and from cardiovascular disease."

"By far the most commonly consumed and well-studied glucosinolates within our diets are those that derive from methionine, such as sulforaphane"

"There is substantial evidence indicating that the hydrolysis products of glucosinolates are involved in inhibiting Phase I and inducing Phase II enzymes thereby facilitating protection."

"Diets that are rich in cruciferous vegetables such as broccoli have also been associated with a reduction in progression from localized to more aggressive forms of prostate cancer (Richman, Carroll, & Chan, 2012), which suggests that glucosinolates may also be beneficial once initiation of disease has occurred."

Fachbuchkapitel

DOI: 10.1016/bs.abr.2016.06.004

Website

Traka MH. Health benefits of glucosinolates. In: Kopriva S (Ed.) Advances in Botanical Research. 2016;80:247–279.

12.*

"Broccoli is a cross pollinated crop cultivated in moderate to cool climate which bears dense green cluster of flower buds surrounded by leaves and have perfect yellow flowers with four petals. In most of the cultivars, nectar is secreted by two functional nectaries located at the bases of two small anthers (Gray, 1982). Hence, a lot many pollinators including managed and wild are being attracted towards the flowers for pollen and nectar and the flowers get pollinated. In general, honey bees are the primary pollinators of broccoli seed crops but when the crop is allowed for wild pollinatorís quality and quantity of the seeds will increase"

"Therefore, it is clear that broccoli seed production and quality of the seed could be increased by employing wild pollinators in pollination programme."

Experimentelle Feldstudie

Prasannakumar NR, Parkash C, Kumar KP. Role of pollinators in Broccoli seed production. Pest Manag Hortic Ecosyst. 2015;21(2):187-189.

13.

UCLA researchers report that a naturally occurring compound found in broccoli and other cruciferous vegetables may help protect against respiratory inflammation that causes conditions like asthma, allergic rhinitis and chronic obstructive pulmonary disease.

Website

Champeau R. Broccoli may help protect against respiratory conditions like asthma. ScienceDaily. 2009.

14.

Brokkoli m. eine Art Gemüsekohl, ‘Sprossen-, Spargelkohl’, (meist singularisierte) Übernahme (18. Jh.) von ital. broccoli Plur., eigentlich ‘Kohlsprossen’, zu ital. broccolo m., Deminutivum von ital. brocco, mlat. broccus ‘Spross, Trieb’, lat. brocc(h)us Adj. ‘hervorstehend’ (s. Brosche). Landschaftlich (bair.) Brockeln, (schwäb.) Brockle Plur.

Broccoli · Brokkoli · Bröckelkohl · Spargelkohl · Sprossenkohl · Winterblumenkohl

Website

Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache: Brokkoli.

15.

Kirscher S, Göppel H. Handbuch der Pflanzenöle. Param. 2014.

16.

 

Italian, plural of broccolo flowering top of a cabbage, diminutive of brocco small nail, sprout

broccoli

noun

broc·​co·​li ˈbräk-(ə-)lē an open branching form of cauliflower that bears young flowering shoots used as a vegetable

A fast-growing, upright, branched, annual plant, broccoli bears dense green clusters of edible flower buds. Native to the eastern Mediterranean and Asia Minor, it was introduced to the US probably in colonial times. Broccoli thrives in moderate to cool climates. Its flavor resembles that of cabbage but is somewhat milder. It is one of the most broadly nutritious of all common vegetables and is a plant that is closely related to cabbage in the mustard family.

Merriam-Webster's collegiate dictionary. Broccoli. 11. Ausgabe. 2003;156. 

17.*

The results show that all cooking treatments, except steaming, caused significant losses of chlorophyll and vitamin C and significant decreases of total soluble proteins and soluble sugars. Total aliphatic and indole glucosinolates were significantly modified by all cooking treatments but not by steaming. In general, the steaming led to the lowest loss of total glucosinolates, while stir-frying and stir-frying/boiling presented the highest loss. Stir-frying and stir-frying/boiling, the two most popular methods for most homemade dishes in China, cause great losses of chlorophyll, soluble protein, soluble sugar, vitamin C, and glucosinolates, but the steaming method appears the best in retention of the nutrients in cooking broccoli.

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1631/jzus.B0920051

Study: weak evidence

Yuan G, Sun B, Yuan J, Wang Q. Effects of different cooking methods on health-promoting compounds of broccoli. J Zhejiang Univ Sci B. 2009;10(8):580–588. 

18.*

Broccoli is among the vegetables that are particularly perishable when stored because they are characterized by a high respiration rate and rapid loss of water. When stored under inappropriate conditions, freshly harvested heads rapidly lose their marketable value. In particular, there occurs a change in colour from green to yellow, wilting of the florets and opening of the buds. Immediately after harvesting, the heads must be instantly chilled to a low temperature. The optimal conditions for storing broccoli are a temperature of 0°C and a high relative humidity of 95- 98%.

Experiementelle Laborstudie

DOI: 10.2478/v10032-012-0018-x

Study: weak evidence

Badełek E, Kosson R, Adamicki F. The effect of storage in controlled atmosphere on the quality and health-promoting components of broccoli (Brassica oleracea bar. italica). Journal of Fruit and Ornamental Plant Research. 2012;77(1):89–100.

19.

www.plantura.garden/gemuese/brokkoli/brokkoli-pflanzenportrait

www.plantura.garden/gemuese/brokkoli/brokkoli-pflanzen

Jungpflanzen leiden häufig unter Blattfrass von Nacktschnecken. Auch Erdflöhe können den Blättern schaden. Daneben gibt es die gängigen Krankheiten und Schädlinge unter denen fast alle Kohlarten leiden. Hierzu zählen die Kohlfliege, der Kohlweissling und die berüchtigte Kohlhernie.

Generell sollte, wie bei allen Kohlarten, mindestens drei bis vier Jahre keine Kohlart mehr an dem selben Standort angebaut werden.

Nach der ersten Ernte bildet Brokkoli an den Seitentrieben neue Sprosse aus, die einige Wochen später ebenfalls geerntet werden können. Man sollte stets bei der Ernte den Stiel ebenfalls abschneiden, da dies die Seitentriebbildung fördert. Die Blütenstände sollten kurz vor dem Aufbrechen der Knospen geerntet werden. Während der heissen Sommermonate wächst Brokkoli sehr schnell, weshalb die Pflanzen regelmässig kontrolliert und abgeerntet werden sollten.

Im Gegensatz zu seinen anderen Kohlverwandten stellt Brokkoli höhere Ansprüche an den Boden. Er ist ein Starkzehrer und benötigt einen nährstoffreichen, humosen und durchlässigen Boden. 

Für das optimale Wachstum brauchen Brokkoli-Pflanzen als Starkzehrer im Beet genügend Nährstoffe und Wasser. Der Wasserbedarf ist recht hoch, giessen Sie die Pflanze daher regelmässig. 

Nach 4 bis 6 Wochen können die Jungpflanzen in grössere Gefässe pikiert und ab Mai mit einem Abstand von 50 x 50 cm ins Freiland gepflanzt werden. Grundsätzlich ist zu beachten, dass die eigene Anzucht günstiger ist als der Kauf von Jungpflanzen.

Nicht für alle diese Schädlinge gibt es verlässliche Mittel zur Bekämpfung, daher sollten Sie diese Vorsichtsmassnahmen ergreifen:

  • Fruchtfolge genau beachten (bei Kohlsorten eine Anbaupause von mindestens 4 Jahren)
  • Bei niedrigem pH-Wert den Boden kalken
  • Der Einsatz von einem Insektenschutznetz

Eine ungewöhnliche Eigenheit beim Brokkoli ist es, dass statt der Blätter oder Früchte die Blütenknospen gegessen werden. Da wir in der Küche allerdings nur die ungeöffneten Knospen verwenden, ist der richtige Zeitpunkt für die Brokkoli-Ernte entscheidend. Sobald sich die Blüten öffnen und gelb werden, beeinträchtigt dies den besonderen Geschmack des Kohls.

Website

PlanturaGarden: Brokkoli: schmackhafte Sprossen und Köpfchen aus dem eigenen Garten; Brokkoli anbauen: Die grüne Kohlpflanze aus dem eigenen Garten.

20.

Website

FAOSTAT. Crops and livestock products. 2024.

21.*

Allergy to cabbage and other foods in the Brassica family has rarely been observed in man.

This report confirms IgE sensitivity can occur to foods in the Brassica family.

Fallbericht

Study: weak evidence

Blaiss MS, McCants ML, Lehrer SB. Anaphylaxis to cabbage: detection of allergens. Ann Allergy. 1987;58(4):248–250.

22.

Website

Concito. The big climate database. Version 1.1. BroccoliBroccoli, frozen. 2024.

23.*

"pflanzliche Nahrungsmittel: niedriger FODMAP-Gehalt: Brokkoli, Rosenkohl, Fenchel"

"RDSPatienten mieden z. T. jedoch etliche Nahrungsmittel, die fermentierbare Oligosaccharide enthalten (FODMAP-Konzept) wie Weizenprodukte, Spaghetti, Pasta, Couscous, Brokkoli, Paprika, Zwiebeln, Knoblauch, Tomaten und grüne Bohnen,"

"Die initial z. T. enthusiastische Propagierung von Ballaststoffen zur Behandlung von RDS-Beschwerden erhielt in den Folgejahren erhebliche Dämpfer, insbesondere als Berichte über Verschlechterung der RDS-Beschwerden mit Zunahme von Blähungen und Bauchschmerzen unter Therapie mit Ballaststoffen erschienen"

Günstige und ungünstige Wirkungen von Ballaststoffen: ungünstige Wirkungen: Verstoffwechselung durch Darmbakterien – Gasbildung H2, CH4 → Blähungen/Meteorismus

Narratives Review

DOI: 10.1055/s-0034-1385225

Study: weak evidence

Leiss O. Fiber, Food Intolerances, Fodmaps, Gluten und funktionelle Darmerkrankungen – Update 2014. Z Gastroenterol. 2014;52(11):1277–1298.

24.*

"The human gastrointestinal microbiota is increasingly linked to health outcomes; however, our understanding of how specific foods alter the microbiota is limited. Cruciferous vegetables such as broccoli are a good source of dietary fiber and phytonutrients, including glucosinolates, which can be metabolized by gastrointestinal microbes. This study aimed to determine the impact of broccoli consumption on the gastrointestinal microbiota of healthy adults." "Furthermore, the effects were strongest among participants with BMI < 26 kg/m2, and within this group there were associations between bacterial relative abundance and glucosinolate metabolites. Functional prediction revealed that broccoli consumption increased the pathways involved in the functions of the endocrine system (P=0.05), transport and catabolism (P=0.04), and energy metabolism (P=0.01). These results reveal that broccoli consumption affects the composition and function of the human gastrointestinal microbiota." "In conclusion, this study adds to that body of evidence by demonstrating that broccoli consumption impacts the microbiota, highlighting the potential for dietary intervention to benefit health via microbiota modulation."

Humanstudie in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1016/j.jnutbio.2018.09.015

Study: strong evidence

Kaczmarek JL, Liu X et al. Broccoli consumption affects the human gastrointestinal microbiota. J Nutr Biochem. 2019;63:27–34.

25.*

Expression patterns for florets, stems, and leaves each contained different elevated core genes, which may regulate the partitioning of glucosinolates among pools and, ultimately, influence the levels of glucosinolates and sulforaphanes in these tissues. 

Broccoli florets had higher concentrations of amino acids, glucoraphanin, and neoglucobrassicin compared to other tissues.

Laborstudie in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/molecules23040900

Study: weak evidence

Liu M, Zhang L et al. Comparative phytonutrient analysis of broccoli by-products: the potentials for broccoli by-product utilization. Molecules. 2018;23(4):900. 

26.*

" Cruciferous vegetables are high in fiber, low in calories, and rich in vitamins and minerals, which are beneficial for normal human physiological functions"

". Similarly, the daily consumption of broccoli may reduce the development of many diseases. Undoubtedly, the development of innovative anti-inflammatory drugs with antibacterial properties is one of the most advanced areas of medical research. These synergistic therapies are designed to simultaneously have anti-inflammatory and antibacterial effects, potentially helping to treat a wide range of inflammatory and infectious diseases. A single drug molecule that has both anti-inflammatory and antibacterial properties can potentially treat multiple features of diseases. For example, infections can trigger an inflammatory response in the body. Broccoli (Brassica oleracea var. italica) is a popular vegetable in culinary preparations and has great pharmaceutical importance due to its multiple applications "

"Broccoli is a good source of dietary fiber, which aids digestion, promotes a feeling of fullness, and contributes to a healthy digestive system [13]. Broccoli’s fiber, antioxidants, and anti-inflammatory properties contribute to heart health. It can help lower cholesterol, maintain healthy blood pressure, and improve cardiovascular function. "

Anti-cancer properties: The cruciferous family, which includes broccoli, is known for its possible anti-cancer properties. It contains glucosinolates, which the body can convert into substances that fight cancer.

Antioxidant propertiesBroccoli is an excellent source of various antioxidants, such as vitamins C and E, β-carotene, and various flavonoids. It is known that antioxidants reduce the risk of developing chronic diseases, as they protect cells from damage caused by dangerous free radicals.

However, controlling chronic inflammation can help reduce the risk of certain cancers and improve outcomes for individuals diagnosed with cancer. Antioxidants and anti-inflammatory compounds are closely connected and often work together to promote health and protect the body against various diseases. Antioxidants help prevent or slow down oxidative damage caused by free radicals in the body. 

Sulforaphane may have antibacterial activity against Helicobacter pylori, a bacterium associated with gastric ulcers and gastrointestinal infections [68,69,70,71,72]. In addition to sulforaphane, other compounds in broccoli, such as indole-3-carbinol and phenolic compounds, have also shown some antimicrobial activity in laboratory studies. These compounds have shown inhibitory activity against certain strains of bacteria, including Escherichia coli and Staphylococcus aureus [72,73].

 

Quercetin is a potent antioxidant flavonoid found in broccoli. By regulating these signaling pathways, broccoli extract contributes to the control of the inflammatory response.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/antibiotics12071157

Study: weak evidence

Syed RU, Moni SS et al. Broccoli: a multi-faceted vegetable for health: an in-depth review of its nutritional attributes, antimicrobial abilities, and anti-inflammatory properties. Antibiotics. 2023;12(7):1157.

27.*

Ökobilanzstudie

DOI: 10.1016/j.jclepro.2020.124517

Pereira B de J, Cecílio Filho AB, La Scala N. Greenhouse gas emissions and carbon footprint of cucumber, tomato and lettuce production using two cropping systems. Journal of Cleaner Production. 2021;282:124517.

28.*

Meta-Analyse mit modellbasierter Ökobilanzierung

DOI: 10.1016/j.jclepro.2023.138939

Feng S, Lakshmanan P et al. A comprehensive continental-scale analysis of carbon footprint of food production: Comparing continents around the world. Journal of Cleaner Production. 2023;426:138939.

29.

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

30.

Website

CarbonCloud. Broccoli, fresh, Spain.

31.

Broccoli - Sorten unterscheiden sich durch Eignung für verschiedene Anbauzeiten, Farbe der Blume und Neigung zur Bildung von Seitentrieben. Heute werden fast nur noch sog. „Crown-Typen“ mit einer grossen, festen, einheitlichen Krone auf kurzem Strunk angebaut. Bei Ernte von Haupt- und Seitensprossblumen ändern sich Ertrag und Kulturdauer. Es werden Sorten bevorzugt, die eine schwache Belaubung unterhalb eines möglichst grossen Kopfes aufweisen (höhere Ernteleistung). 

Website

Bildungs- und Beratungszentrum Arenenberg Fachstelle Gemüse- und Beerenbau TG/SH. Kulturblatt Blumenkohl und Broccoli. 2014.

32.*

Figure 5

Oil soluble vitamin concentrations in different tissues of broccoli. Tocopherol (vitamin E) (A) and phylloquinone (vitamin K1) (B); Different letters above the error bars indicate significant differences among the different broccoli tissues by LSD at p ≤ 0.05.

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.3390/molecules23040900

Study: weak evidence

Liu M, Zhang L, Ser SL, Cumming JR, Ku KM. Comparative phytonutrient analysis of broccoli by-products: the potentials for broccoli by-product utilization. Molecules : A Journal of Synthetic Chemistry and Natural Product Chemistry. 2018;23(4):900.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
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