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Meerrettich (bio?)

Meerrettich zeichnet sich besonders durch seine Schärfe aus. Roh nutzt man ihn oft gerieben, z.B. in Saucen. Er stärkt als Heilmittel die Abwehrkräfte. Bio?
85,1%
Wasser
86
Makronährstoff Kohlenhydrate 85.79%
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Makronährstoff Proteine 8.97%
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Makronährstoff Fette 5.24%
Ω-6 (LA, 0.3g)
Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
 : Ω-3 (ALA, 0.1g)
Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
 = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

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Meerrettich, auch Scharfwurzel, Beisswurzel oder Kren genannt, lässt sich am besten roh-geraspelt geniessen. Seine Schärfe kommt besonders gut in Saucen oder Dips zur Geltung. Meerrettich wirkt verdauungsfördernd und ist reich an Vitamin C und verschiedenen Mineralstoffen.

Verwendung in der Küche:

Am besten verwendet man die Meerrettich-Wurzel frisch. Nach dem Waschen und Schälen reibt man die Wurzel. Da sich die ätherischen Öle rasch verflüchtigen, sollte man die geriebene Wurzel möglichst sofort weiterverarbeiten oder geniessen. Gut schmeckt der geriebene Meerrettich in Saucen, Dips und zu Gerichten, die etwas Schärfe vertragen.

Insbesondere in den Meerrettichanbaugebieten gehören Gerichte mit Meerrettich zum Alltag. Die Meerrettichwurzel ist in unverarbeitetem Zustand geruchlos. Geschnitten oder gerieben verströmt die Wurzel einen stechenden und zu Tränen reizenden Geruch.1

Vor der leichten Erhältlichkeit von Pfeffer waren Meerrettich und Senf die einzigen scharfen Gewürze der deutschen Küche und fanden entsprechend viel Anwendung. Getrocknet oder gekocht verliert die Wurzel das flüchtige Öl fast vollständig - und somit ebenfalls den charakteristisch scharfen Geschmack. In Essig eingemacht überzeugt der konservierende Effekt. Japanischer Meerrettich (Wasabi) dagegen ist im Aroma von europäischem Meerrettich kaum zu unterscheiden, aber von grüner Farbe und im Geschmack etwas stärker. Er macht einen „frischeren“ Eindruck.1

Auch die Seitenwurzeln und die jungen grünen Triebe des Meerrettichs sind essbar. Die Triebe kann man in der Pfanne anbraten und als Gemüsesnack verzehren. Die Seitenwurzeln kann man in Scheiben schneiden, mit kochend heissem Wasser übergiessen, zehn Minuten ziehen lassen und als Meerrettich-Tee trinken.1

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Inhaltsstoffe:

Meerrettich enthält unter anderem folgende Inhaltsstoffe: Vitamin C, Vitamine B1, B2 und B6, Kalium, Calcium, Magnesium, Eisen und Phosphor sowie die Senfölglykoside Sinigrin und Gluconasturtiin, Allicin, Flavone, ätherische Öle, aus denen sich Senföle bilden, die unter anderem antibiotisch wirken.

Der hauptsächlich als Geschmacks- und Geruchsträger verantwortliche und zu Tränen reizende Stoff ist Allyl- oder Butylsenföl. Sie sind bis zu einem Gehalt von 0,05 % in der frischen Wurzel enthalten. Zudem wies man Ethylthiocyanat sowie folgende Senföle nach: Methyl-, Ethyl-, Isopropyl-, 4-Pentenyl- und 2-Phenylethylisothiocyanat. Beim Zerstören der Zellen wirkt das Enzym Myrosinase auf das Glycosid Sinigrin ein, einer Vorstufe zu Senföl, und lässt Senföl entstehen. Weitere Inhaltsstoffe sind Asparagin, Glutamin, Arginin, organisch fixierter Schwefel sowie das Enzym Peroxidase (Meerrettich-Peroxidase (englisch horseradish peroxidase), abgekürzt HRP).1

Verwendung in der Medizin:

Meerrettich verwendet man, um die Abwehrkräfte zu stärken, vor Erkältungskrankheiten zu schützen und Magen-Darm-Beschwerden zu lindern. Äusserlich angewendet hilft er bei Rheuma oder Nervenschmerzen. Der Duft des geriebenen Meerrettichs kann Verspannungen lösen und Kopfschmerzen lindern.

Gegen Insektenstiche kann man den geriebenen Meerrettich auf die betroffene Hautstelle legen und leicht einreiben. Auch bei Zahnschmerzen kann man den Meerrettich an Ort und Stelle bringen und dort belassen, bis die Schärfe nachlässt.

Meerrettich enthält bakterienhemmende und krebsvorbeugende Substanzen, wie Allicin und Sinigrin, die auch im Knoblauch vorkommen.

Wissenschaftlich belegt ist die antimikrobielle Wirkung der sogenannten Senföle im Meerrettich. Das ätherische Öl enthält Allylsenföl (ca. 90 %) und 2-Phenylethylensenföl. Je nach Dosis wirkt der Meerrettich bakteriostatisch bzw. bakterizid. Für die Gewinnung von Senföl greift man nicht auf die Staude zurück, sondern auf die unterirdischen und dickfleischigen Wurzeln des Meerrettichs.1

Meerrettichwurzel ist bei Katarrhen der Luftwege, Infektionen der ableitenden Harnwege und zur hyperämisierenden Behandlung bei leichten Muskelschmerzen (äussere Anwendung) angezeigt. Zur Anwendung kommen die frische oder getrocknete zerkleinerte Droge, der Frischpflanzenpresssaft oder andere galenische Zubereitungen zum Einnehmen oder zur äusseren Anwendung. In Kombination mit Kapuzinerkresse (Kraut) dient die Meerrettichwurzel als Phytotherapeutikum bei Atemwegs- und Harnwegsinfekten. Zahlreiche In-vitro-Studien belegen, dass eine Kombination der beiden Pflanzenstoffe ein breites antibakterielles Wirkspektrum gegenüber 13 klinisch relevanten Bakterienstämmen besitzt.1

Vorkommen:

Die ursprüngliche Heimat des Meerrettichs liegt in Ost- und Südeuropa. Mittlerweile baut man ihn in ganz Europa, Nordamerika und Südafrika an. Der Meerrettich kommt in diesen Gebieten auch verwildert am Rand feuchter Wiesen, Bachläufen und Flussufern vor.

Allgemeine Informationen:

Aus Wikipedia: Der Meerrettich (Armoracia rusticana) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). [...] Mit den Rettichen der Gattung Raphanus ist er nicht näher verwandt.1

Literatur / Quellen:

  1. Wikipedia. Meerrettich [Internet], Version vom 07.11.2018.

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