Inhaltsverzeichnis
Ahornsirup dient zum Süssen von Frühstücksgerichten und Desserts und findet ebenfalls Anwendung in salzigen, herzhaften Speisen. Durch das Einkochen während der Herstellung zählt er nicht als Rohkost-Produkt. In Bio-Qualität ist er jedoch erhältlich.
Verwendung in der Küche
Ahornsirup entsteht durch Eindicken von Saft verschiedener Ahorn-Arten (Acer spp.), vor allem aus dem Zuckerahorn (Acer saccharum).1 Die Farbe des veganen Sirups reicht von golden, über bernsteinfarben bis dunkelbraun. Mehrere Faktoren beeinflussen Farbe und Geschmack von Ahornsirup, wie etwa Jahreszeit, Produktionsort und -methode, Filterung und Verpackungsbedingungen. Obwohl der vorherrschende Geschmack süss ist, kann Ahornsirup von einer leichten, süssen, aber ansonsten fast geschmacklosen Substanz bis hin zu einem sehr kräftigen, intensiven, herben Geschmack reichen. Im Allgemeinen enthält heller Sirup einen geringeren Anteil an Geschmacksstoffen als dunkler Sirup und ist dadurch milder. Für das Kochen passen vor allem Sirupe mit mittlerer Farbe und einem mässigen bis starken Ahorn-Karamell-Geschmack.2,3
Das Süssungsmittel ist in der nordamerikanischen Küche (Kanada, USA) fester Bestandteil. Besondere Berühmtheit geniessen dort mit Ahornsirup servierte Pfannkuchen und mit Ahornsirup gebackener Speck. Auch über vegane French-Toast und Waffeln mit Obst (z.B. Heidelbeeren, Erdbeeren, Bananen) gegossen, schmeckt Ahornsirup hervorragend. Er versüsst allerlei Gebäck (z.B. Bananenbrot mit Mango und Ingwer) und Süssspeisen wie Speiseeis, Kuchen, Muffins, Kekse (z.B. Zimtsterne ohne Mehl mit getrockneten Äpfeln und Walnüssen) und Torten (z.B. Marillen-Creme-Torte).
Zudem verleiht er selbst gemachten Nuss-Müeslis (z.B. mit Haselnüssen, Pekannüssen, Mandeln, Haferflocken, Chiasamen, Zimt oder Vanille), Porridge und Getränken wie Tee, veganen Milchshakes und Limonade eine angenhme Süsse. Generell kommt er überall dort zum Einsatz, wo sonst Zucker (Kristallzucker, brauner Zucker) oder Honig als Süssungsmittel dient.
Ahornsirup süsst nicht nur Desserts, sondern verleiht auch herzhaften und salzigen Gerichten eine schmackhafte Note. Besonders gut harmoniert er mit Marinaden, Saucen, Aufstrichen und Dressings - zusammen mit Weissweinessig, Apfelessig oder Orangensaft in herbstlichen Salaten wie z.B. Roter Bete, Endivie mit Äpfeln und Walnüssen oder Radicchio mit Birnen. Sehr empfehlenswert schmecken mit Ahornsirup glasierte Kartoffeln, Kürbis oder Karotten aus dem Ofen; Kräuter wie Rosmarin oder Thymian ergänzen diese Kombination hervorragend. Ahornsirup ermöglicht zudem eine scharfsüsse Pasta mit Cherrytomaten, Spinat, Knoblauch und Chili.
Eigene Zubereitung
Wie mache ich Ahornsirup selbst? Nicht nur aus Zuckerahorn (Acer saccharum) gewinnen Sie Saft für die Herstellung von Ahornsirup, sondern auch aus anderen Ahornbäumen wie Spitzahorn (Acer platanoides). Wer einen eigenen Spitzahorn im Garten stehen hat, dessen Stamm mind. 25 cm Durchmesser aufweist, kann zwischen Februar und April eigenen Ahornsirup herstellen. Ein gross gewachsener Baum gibt während der Erntezeit ca. 40 Liter Saft, aus denen durch Eindicken rund ein Liter Sirup entsteht.4
Um Saft abzuzapfen, müssen Sie ein Loch in den Baumstamm bohren (in einem nach unten geneigten Winkel). Am besten auf der Seite, an die tagsüber am meisten Licht gelangt. Die Bohrstelle sollte 30-120 cm vom Boden entfernt liegen, z.B. unterhalb eines dicken Astes oder oberhalb einer grossen Wurzel. Das Loch muss die Länge des Zapfrohrs plus 1,5 cm umfassen. Die austretende Flüssigkeit gelangt direkt oder über einen Schlauch in ein Auffanggefäss, beispielsweise eine am Stamm befestigte Flasche, die gegen Regen und Insekten geschützt ist. Den Saft im Auffanggefäss entleeren Sie täglich in einen verschliessbaren Sammelbehälter (Fassungsvermögen ca. 40 l). Nach der Erntezeit verschliessen Sie die Zapfstelle sorgfältig, etwa mit einem Holzstück. Zur Sirupherstellung dicken Sie die Flüssigkeit in einem grossen Kochtopf unter Wärmezufuhr ein, bis eine sirupartige Konsistenz entsteht. Abschliessend erfolgt die Abfüllung in sterilisierte Glasflaschen.4
Bemerkung: Sobald der gezapfte Saft eine dunkle Farbe zeigt, ist die Saison bald zu Ende. Gönnen Sie dem Ahornsirup-Baum im nächsten Jahr eine Pause, damit Sie sein Wachstum nicht beeinträchtigen. Im Jahr darauf können Sie wieder Ahornsaft ernten.4
Veganes Rezept für Rucola-Salat mit Ahornsirup-Dressing
Zutaten (für 2 Personen): 100 g Rucola, 2 Orangen, 50 g Walnüsse, 25 g Granatapfelkerne, 2 EL Balsamessig (weiss), 1 EL Rapsöl, 1 EL Ahornsirup (bio), ½ TL Zitronensaft, etwas Salz und Pfeffer.
Zubereitung: Rucola abspülen, trockenschleudern und auf zwei Tellern anrichten. Orangen schälen, horizontal in dünne Scheiben (resp. Ringe) schneiden und auf Rucolasalat verteilen. Walnüsse und Granatapfelkerne darüber streuen. Für das vegane Salatdressing Essig, Öl, Ahornsirup und Zitronensaft vermischen. Mit Salz und Pfeffer abschmecken und über den Salat träufeln.
Vegane Rezepte mit Ahornsirup finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Ahornsirup gibt es in den meisten Supermärkten (z.B. Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer, Billa) und Bio-Supermärkten (z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura) in Bio-Qualität ganzjährig zu kaufen.
Achtung: "Echter Sirup mit Ahorngeschmack" ist kein echter Ahornsirup, sondern ein mit Zuckerrohrsirup verdünntes Produkt.5 Um gepanschtem Ahornsirup aus dem Weg zu gehen, greifen Sie am besten zu Bio-Ware.
Die Verfügbarkeit von Ahornsirup ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Am besten lagern Sie Ahornsirup dunkel und kühl. Unter diesen Bedingungen bleibt er über Jahre haltbar. Nach dem Öffnen bewahren Sie ihn am besten im Kühlschrank auf.
Verschliessen Sie die Flasche rasch und gut nach dem Öffnen, denn durch Luftkontakt können natürlich vorhandene Hefen in die geöffnete Flasche gelangen und eine dünne, weisse Schicht auf Ahornsirup bilden. Entfernen Sie die oberste Schicht durch schnelles Abgiessen.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
Ahornsirup besteht zu einem Grossteil aus Zucker (vorwiegend Saccharose; wenig Glucose und Fructose) und Wasser. Er ist mit 260 kcal pro 100 g relativ kalorienreich. Er enthält 67 g/100g Kohlenhydrate, wovon der Grossteil (60 g) Zucker ist. Der Proteingehalt ist mit 0,04 g/100g gering und auch Fett ist mit 0,06 g/100g kaum vorhanden.6
Mit 2,9 mg/100g (145 % des Tagesbedarfs) ist Ahornsirup reich an Mangan. Getrocknete Steviablätter enthalten ähnlich viel, andere natürliche Süssstoffe wie Honig (0,08 mg/100g), Maissirup (0,09 mg/100g), Dattelsirup (0,1 mg/100g), Reissirup (0,1 mg/100g) und Apfeldicksaft (0,31 mg/100g) wesentlich weniger.6
Enthält Ahornsirup Vitamine? Auch Riboflavin (Vitamin B2) ist mit 1,3 mg/100g (91 % Tagesbedarfs) reichlich vorhanden. Mit 0,46 mg/100g kommt der Riboflavin-Gehalt des Süssungsmittels Carobpulver demjenigen von Ahornsirup am nächsten. Hefeextrakt enthält mit 18 mg/100g bedeutend mehr.6
In Ahornsirup ist auch Zink enthalten (1,5 mg/100g; 15 % des Tagesbedarfs). Einen vergleichbaren Gehalt haben getrocknete Steviablätter. Der Zink-Gehalt von Apfeldicksaft (0,27 mg/100g), Honig (0,22 mg/100g), Kokosblütenzucker (0,2 mg/100g) und Dattelsirup (0,16 mg/100g) ist geringer. Weizenkeime enthalten mit 12 mg/100g das Achtfache des Nährstoffs.6
Wenn Sie Ahornsirup nur in kleinen Mengen geniessen, sind die tatsächlich aufgenommenen Nährstoffe gering.
Mikrobielle Verunreinigungen des Ahornsaftes, die sich im Lauf der Jahreszeit ändern, beeinflussen Geschmack und Farbe des Sirups. Zudem spielt die Herkunft eine wesentliche Rolle in der chemischen Zusammensetzung.1
Die gesamten Inhaltsstoffe von Ahornsirup, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Ist Ahornsirup gesund? Ahornsirup besteht hauptsächlich aus Zucker, vorwiegend Saccharose, enthält jedoch auch geringe Mengen an organischen Säuren, freien Aminosäuren und Mineralstoffen.1,2
Übermässiger Verzehr von raffiniertem Zucker gilt als einer der Hauptgründe für den weltweiten Anstieg von Fettleibigkeit, Typ-2-Diabetes und anderen Stoffwechselstörungen. Ahornsirup, ebenso wie andere natürliche Süssungsmittel (z.B. Honig, Agavensirup), gelten häufig als Alternative zu Kristallzucker, da diese einen tieferen glykämischen Index (GI) und hochwertigere Nährwerte haben. Nach Angaben des Landwirtschaftsministeriums der Vereinigten Staaten (USDA) hat Zucker einen glykämischen Index von 65, während derjenige von Ahornsirup 54 beträgt.2 Bemerkung: Nicht alle natürlichen Süssungsmittel sind gute Zucker-Alternativen, z.B. haben Maissirup und Reissirup einen sehr hohen GI.1,2
| Auch Zuckeralternativen enthalten viel freien Zucker. |
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Ahornsirup kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Ahornsirup enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Syringinsäure), Hydroxyzimtsäuren (p-Cumarsäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure, Chlorogensäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavonole (Quercetin-3-O-Glucosid, Quercetin 3-O-Rhamosid, Quercetin-3-O-Galactosid (Hyperin)), Flavanole (Catechin)
- Weitere organische Verbindungen: Alkohole (Tyrosol), Aldehyde (Vanillin)
Aktuelle wissenschaftliche Erkenntnisse deuten darauf hin, dass phenolische Verbindungen eine Schlüsselrolle bei der Abwehr des Körpers spielen, indem sie ihn vor Schäden schützen, die reaktive Sauerstoffspezies verursachen. Von diesen ist bekannt, dass sie die Entstehung verschiedener kardiovaskulärer, onkologischer, autoimmuner und degenerativer Erkrankungen beeinflussen. Phenolische Verbindungen wirken antioxidativ, antimutagen sowie entzündungs- und krebshemmend.1,2
Aufgrund der hohen Konzentration an Antioxidantien und Anti-Aging-Verbindungen könnte Ahornsirup eine positive Rolle für die Hautgesundheit spielen. Laborstudien deuten darauf hin, dass polyphenolreiche Ahornsirup-Extrakte menschliche Hautzellen vor oxidativem Stress und DNA-Schäden schützen können.2,13
Die positiven Effekte betreffen vorwiegend die Extrakte des Sirups – nicht den Sirup selbst, der grösstenteils aus Zucker besteht. Wer von sekundären Pflanzenstoffen profitieren möchte, sollte besser frische Früchte und Gemüse konsumieren.
Verantwortlich für seinen besonderen Geschmack und Geruch gelten die Verbindungen wie enolisches, viskoses Öl und 5′-Inosinmonophosphat.7
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Ist Ahornsirup ungesund? Zu den Hauptbestandteilen zählen Kohlenhydrate, in erster Linie Zucker. Ein übermässiger Kohlenhydratkonsum steht im Zusammenhang mit Krankheiten wie Diabetes und Fettleibigkeit.2 Ahornsirup sollten Sie daher gelegentlich in kleinen Mengen verzehren.
Wie viele andere Süssungsmittel greift Ahornsirup Zähne an. Sie sollten den Mund nach dem Verzehr süsser Speisen mit Wasser auszuspülen und regelmässig die Zähne zu putzen.
Hat Ahornsirup Fructose? Zwar ist der Fructose-Anteil in Ahornsirup gering, trotzdem ist er für Personen mit Fructoseunverträglichkeit ungeeignet.
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Laut einer Studie der AGECO-Gruppe im Jahr 2021 verursacht eine Flasche Ahornsirup ca. 600 g Treibhausgasemissionen, was einer Autofahrt von 1,7 km entspricht. Der grösste Teil des ökologischen Fussabdrucks entfällt auf den Sirup selbst. Die Verpackung macht nur 15 % des Fussabdrucks aus, Transport nur 5 %. Mehr als die Hälfte des CO2-Fussabdrucks entsteht bei der Verarbeitung. Die Herstellung von 50 % des verkauften Sirups erfolgt heute mit ölbefeuerten Verdampfern, der bei der Verbrennung zur Wärmeerzeugung erhebliche Treibhausgasemissionen erzeugt. Mit Holzpellets beheizte Verdampfer ermöglichen eine geringere CO2-Bilanz für die Herstellung von Ahornsirup. Elektrische Verdampfer produzieren noch weniger Treibhausgasemissionen.8
Bäume, also auch Ahornbäume, gelten als Kohlenstoffsenken. Das bedeutet, die Menge an CO2, welche die Zersetzung von totem Holz freisetzt, ist geringer als diejenige, welche Bäume während des Wachstums aufnehmen und in ihren Stämmen, Ästen und Wurzeln speichern. Laut einer 2016 von AGECO durchgeführten Studie speichern die in Québec (Kanada) zur Produktion von Ahornsirup verwendeten Ahornbäume 962'000 Tonnen CO2 pro Jahr. Nach dieser Berechnung speichern die Bäume 8-mal mehr Kohlenstoff, als die Produktion von Ahornsirup emittiert.8 Die Transportkosten, die beim Import von ausländischem Ahornsirup (z.B. aus Kanada oder China) nach Europa entstehen, sind hier nicht berücksichtigt.
Laut CarbonCloud, einer schwedischen Plattform zur Analyse von Klimabilanzen, beträgt die CO2-Bilanz von Ahornsirup aus den USA 1,91 kg CO2eq/kg. Zum Vergleich liegt der Wert für Maissirup aus den USA bei 1,04 kg CO2eq/kg, Agavensirup aus Schweden bei 1,17 kg CO2eq/kg, Dattelsirup aus Belgien bei 1,41 kg CO2eq/kg sowie Honig aus England bei 0,73 kg CO2eq/kg.10
Diese Angaben zeigen Unterschiede im Vergleich zu den Daten aus Deutschland: So weist Honig aus Deutschland laut dem Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg (ifeu) einen CO2-Fussabdruck von 2 kg CO2eq/kg.11
Trotz umfangreicher Recherche liegen uns keine genauen Daten zum Wasserfussabdruck von Ahornsirup vor.
Bio-Ahornsirup ist zu bevorzugen, da die biologische Produktion auf gesundheits- und umweltschädliche chemisch-synthetische Pflanzenschutzmittel sowie Dünger verzichtet. Im konventionellen Anbau kommen hingegen Bleichmittel zum Offenhalten der Bohrlöcher sowie Pumpen zum Einsatz, um mittels Unterdruck im Baum eine höhere Ausbeute zu erzielen.9
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Privat bewirtschaftete Wälder machen rund 60 % der gesamten Waldfläche in den Vereinigten Staaten aus und umfassen unter anderem Ahornwälder zur Sirup-Produktion. Diese sogenannten "working forests" dienen gleichzeitig wirtschaftlichen Zwecken und leisten potenziell Beiträge zu ökologischen Funktionen und Biodiversität.12
Eine Untersuchung von Ahornsirup-produzierenden Privatwäldern in Vermont (USA) ergab, dass die meisten Ahornsirupproduzenten verschiedene Massnahmen zur Förderung der Biodiversität umsetzen. Gleichzeitig entstanden dadurch keine höheren Bewirtschaftungskosten, und auch die Ahornsiruperträge blieben stabil. Es gab keine Unterschiede bei Kosten und Erträgen zwischen Betrieben mit und ohne Teilnahme an Naturschutzprogrammen.12
Die Studie kommt zu dem Schluss, dass Ahornsirup-produzierende Privatwälder in den USA einen Beitrag zum Erhalt von Lebensräumen und zur Förderung der Biodiversität leisten können, ohne nennenswerte wirtschaftliche Nachteile für die Produzenten.12
Weltweites Vorkommen - Anbau
Woher kommt Ahornsirup? Verschiedene Legenden beschreiben die Entdeckung des süssen Ahornsaftes durch Ureinwohner Nordamerikas. Die wahrscheinlichste ist, dass sie beobachteten, wie Tiere Löcher oder Risse in Baumzweige schnitten oder wie Saft nach einem durch Schnee oder Wind abgebrochenen Ast austrat. Aus diesen kleinen Wunden tritt im Frühjahr Saft aus und bildet kleine Tropfen, die Sonne und Wind konzentrieren. Amerikanische Ureinwohner erkannten dies und sammelten Ahornsaft, indem sie Schlitze in die Stämme der Ahornbäume schnitten und ihn mit Häuten, ausgehöhlten Holzgefässen oder Tontöpfen auffingen. Durch Kochen konzentrierten sie ihn zu einem dunklen und stark schmeckenden Zucker. Zu bestimmten Zeiten des Jahres konnte Ahornzucker einen erheblichen Teil der Kalorienzufuhr ausmachen. Frühe Kolonisten in Neuengland übernahmen die Ahornsirup-Herstellung. Denn importierter Zucker war teuer und keine andere landwirtschaftliche Aktivität war zu dieser Jahreszeit möglich.3
Laut Agriculture and Agri-Food Canada ist Kanada der weltweit grösste Produzent von Ahornprodukten. Im Jahr 2022 produzierte Kanada ca. 65,8 Millionen Liter und die Vereinigten Staaten ca. 20,2 Millionen Liter Ahornsirup. Québec ist die Provinz mit der höchsten Ahornsiruperzeugung in Kanada und lässt die zweitgrösste Erzeugerprovinz, New Brunswick, weit hinter sich. Das Produktionsniveau von New Brunswick entspricht dem von Vermont in den USA, dem mit Abstand grössten Ahornsiruphersteller des Landes, gefolgt von New York.1,2
Ahornsirup geniesst nicht nur in Nordamerika grosse Wertschätzung. Die steigende Nachfrage nach "natürlichen" Süssungsmitteln lenkte das Interesse in jüngerer Zeit verstärkt auf andere Regionen der Welt, insbesondere auf Europa und Japan.1
Industrielle Herstellung
Unter geeigneten Bedingungen geben die meisten Ahornarten (Acer spp.) einen süssen Saft. Die wichtigsten Erzeugerarten umfassen Zuckerahorn (Acer saccharum; 70 %) und Rotahorn (Acer rubrum; 29 %). Silberahorn (Acer saccharinum) und Schwarzahorn (Acer nigrum) gelten ebenfalls als Ahornsaft produzierende Arten, kommen jedoch seltener zur Nutzung.1,3
Wie entsteht Ahornsirup? Ahornbäume häufen im Laufe ihres Wachstums Stärke an. Während des Tauwetters im Frühjahr erfolgt die Umwandlung dieser Stärke in Zucker und vermischt sich mit dem von Baumwurzeln aufgenommenen Wasser zu Ahornsaft. Dieser süsse, wässrige Xylemsaft fliesst zwischen Februar und April durch den Baum. Bei passenden Witterungsbedingungen gelingt die Saftsammlung in dieser Zeit. Dazu dienen Löcher in den Ahornbaumstämmen, welche Zapfrohre aufnehmen. Der Frost-Tau-Zyklus erzeugt einen Druck, wodurch der Saft aus den Stämmen der Ahornbäume über Zapfrohr und Rohrleitungen in Eimer abfliesst.1
Wie gewinnt man Ahornsirup? Nach der Sammlung folgt die Konzentration des Ahornsaftes zu Sirup. Die beiden wichtigsten Konzentrationsverfahren bei der Ahornsirup-Gewinnung sind Verdampfung durch Erhitzung und Umkehrosmose mit anschliessender Erhitzung. Dies steigert den Zuckergehalt auf 66 % oder 66-67 Brix, was zu einem dickflüssigen, süssen Sirup führt.1,2,3 Für die Herstellung eines Liters Sirup benötigt es etwa 40 Liter Saft (2-3 % Zuckergehalt).1
Ahornsirup gibt es in verschiedenen Qualitäten, die sich in Farbe, Zusammensetzung und Geschmack unterscheiden. Frühe Ernten in der Saison liefern Sirup von heller Farbe, während die spätere Produktion bei wärmerem Wetter dunkle Sorten hervorbringt.2
Weiterführende Informationen
Die Qualitätsbewertung von Ahornsirup in den USA und Kanada erfolgt nach Klassifizierungsschemata. Dabei dienen verschiedene Qualitätsmerkmale zur Preisbewertung, darunter die Farbintensität des Produkts; hellere Sirupe erzielen tendenziell höhere Preise. Zu Beginn der Ernte ist der Sirup klar und hat eine leichte Süsse. Im Laufe der Saison nimmt der Sirup eine dunklere Farbe an und weist deutliche aromatische Noten auf.1
Kanadischen Ahornsirup teilen die Behörden in zwei Klassen ein: "Canada Grade A" und "Canada Processing Grade". "Canada Grade A" unterliegt einer weiteren Aufteilung in vier Farbklassen inklusive Geschmackshinweis: "Golden, Delicate Taste", "Amber, Rich Taste", "Dark, Robust Taste" und "Very Dark, Strong Taste". Ahornsirup der Güteklasse A muss einem gewissen Standard entsprechen (keine Verfärbung und Trübung, frei von Sedimenten, charakteristisches Ahornaroma, keine uncharakteristischen Gerüche oder Geschmacksrichtungen). "Canada Processing Grade" (Verarbeitungsgrad) hat keine Farbklassen. Diese Qualität kommt häufig in gross angelegten kommerziellen Anwendungen zum Einsatz.1
Alternative Namen
Die englische Übersetzung für Ahornsirup ist maple syrup.
Sonstige Anwendungen
Holz des Ahorns dient als Rund- und Schnittholz sowie als Furnier und findet vor allem Verwendung im Möbelbau, Innenausbau und in der Herstellung von Musikinstrumenten.14,15
Literaturverzeichnis - 15 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | * "Maple syrup is a delicacy prepared by boiling the sap taken from different Acer species, mainly sugar maple (Acer saccharum Marsh.) trees." "Other than sucrose, which is maple syrup’s principal sugar, its flavor is a complex mix of not only minerals, amino acids, oligosaccharides, organic acids, and phenolic and volatile aromatic compounds, but also microbial contaminants from maple sap. According to Filteau et al., as well as its associated microflora, sap content can change during seasons and syrup color usually darkens as the season progresses." "As previously stated, the chemical composition of sap and syrup can significantly differ depending on geographical origin." "Of the many natural sweeteners, maple syrup is recognized as a much superior alternative to refined sugar for not only its mineral content, but also for its high concentration of phenolic compounds with bioactivity properties, i.e., anti-mutagenic, anti-radical, antioxidant, and anti-cancer. Compared to dextrose, corn syrup and brown rice syrup, maple syrup brings about lower glucose and insulin responses, which make it a healthier substitute for refined sugars in our diet." "Maple syrup comprises sugar, trace amounts of organic acids, free amino acids, protein, minerals, and phenolic compounds. These trace components allow maple syrup’s taste profile to be distinguished from that of sucrose. They are what contributes to its potential health benefits when compared to sucrose." "In fact, current scientific evidence indicates that phenolic compounds play a key role in the body’s defense, protecting it from damage caused by reactive oxygen species known to be involved in the genesis of various pathologies, cardiovascular, oncological, autoimmune, degenerative, etc." "Agriculture and Agri-Food Canada reports Canada as the world’s largest producer of maple products..." "Quebec is the province with the highest maple syrup production levels in Canada, which leaves the second highest producing province, New Brunswick, far behind. New Brunswick’s production levels are the same as that of Vermont in the USA, which is by far the nation’s biggest maple syrup producer, followed by New York." "More recently, interest in this product has spread to other areas of the globe like Europe and Japan, owing to the demand for natural sweeteners." "Maple tapping often begins late in winter or early in spring...To make maple syrup, sweet watery xylem sap is collected and concentrated. As a result of the pressure build-up caused by the freeze-thaw cycle, this sap pours out of maple tree trunks. To make one liter of maple syrup, around 40 liters of sap (containing 2–3% sugar) are required." "The more important producing species are Acer saccharum (70%) and Acer rubrum (29%). Nevertheless, other silver species, such as silver maple Acer saccharinum and black maple Acer nigrum (1%), can be considered as maple sap-producing species." "Maple sap is normally collected in February-March when weather conditions make it easy to collect sap. This is done by boring holes in maple tree trunks. The encrusted tap permits sap to flow by pipelines to buckets. Sap is then concentrated by boiling it down into maple syrup." "Maple trees accumulate starch as they grow, which is converted into sugar during spring thaws and mixes with water absorbed by tree roots to create maple sap, which generally flows between February and April every year." Siehe Kapitel 2 für "Weiterführende Informationen". Narratives Review DOI: 10.3390/ijerph192013684 Study: weak evidence | Saraiva A, Carrascosa C et al. Maple syrup: chemical analysis and nutritional profile, health impacts, safety and quality control, and food industry applications. Int J Environ Res Public Health. 2022;19(20):13684. |
| 2. | * "Maple syrup has a unique flavor that distinguishes it from other syrups and sucrose. The flavor of maple syrup is influenced by multiple factors such as chemical change in the composition of the sugar, production location, time of the season, production methods, filtering, and packaging conditions, as well as environmental conditions. The flavor of maple syrup depends on the syrup grade. It can range from a very light, sweet, but otherwise nearly tasteless substance, to a very dark, bitter, burnt taste." "Included among the elements and nutrients potentially conferring health benefits are macronutrients (primarily sucrose), and phytochemicals (primarily phenolics). There is growing interest in studying the bioactivity of maple syrup's phenolic compound composition owing to the antioxidant properties of many phenolics. Maple syrup also contains minerals (K, Ca, Na, Mg, Fe, Mn, Zn, Al, etc.), organic acids (malic acid, fumaric acid, etc.), amino acids (arginine, threonine, proline, etc.), phytohormones (phaseic and abscisic acids and their metabolites), and vitamins (niacin, thiamine, riboflavin, etc.) which enhance its nutritional value." "As was the case for antioxidant activity, the anti-inflammatory properties of maple syrup are often largely attributed to the occurrence of a variety of phenolic compounds." "Due to the potent concentration of antioxidants and anti-aging compounds found in maple syrup, its ingestion has the potential to play a positive role in protecting skin and enhancing complexion." "n summary, maple syrup contains a wide range of chemical compounds that possess various pharmacological attributes such as antioxidant, anti-inflammatory, anticancer, antiaging, anti-alzheimer, and antimutagenic activities, as well as decreasing blood glucose levels." "Maple syrup contains a wide range of chemical compounds, many of which present potential health benefits but some of which are recognized as contributing to health issues." "In contrast, carbohydrates are the main dietary component of maple syrup and it must be recognized that the potential health benefits as noted above, may be partially offset by the link between carbohydrate consumption and diseases such as diabetes and obesity." "Overconsumption of refined sugar is currently considered one of the main reasons for the global rise in obesity rates, type 2 diabetes, and other metabolic disorders. To attenuate this trend, maple syrup is frequently presented as an alternative to refined sugar, together with honey and agave, natural sweeteners that could be nutritionally effective if introduced as part of a reduced-sugar diet. According to the United States Department of Agriculture, sugar has a glycemic index of 65, whereas maple syrup has a glycemic index of 54. From a health standpoint, natural sweeteners are preferred due to their higher nutritional value resulting from a higher concentration of compounds deemed to be healthy, which compensate for most of the negative refined sugar effects." "In 2022, approximately 17.4 million gallons (ca 65.8 million liters) of maple syrup were produced in Canada and 5.3 million gallons (ca 20.2 million liters) in the United States." "Maple syrup is produced by boiling sap of the sugar maple (Acer saccharum) at 104 °C to evaporate water and concentrate the content of sugar to 66% or 66–67 brix, which results in a thick, sweet syrup. Maple syrup has different grades (range from light to dark) that differ in color, composition, and flavor. Maple sap collected early in the season delivers a syrup whose color is light, while the syrup made later, when the weather is warmer, is dark." "Table 2. List of the pharmacologically active compounds isolated from maple syrup extracts." Narratives Review DOI: 10.1016/j.heliyon.2023.e19216 Study: weak evidence | Mohammed F, Sibley P et al. Nutritional, pharmacological, and sensory properties of maple syrup: A comprehensive review. Heliyon. 2023;9(9):e19216. |
| 3. | * "In general, lighter-color (higher grade) syrups tend to contain lowe levels of flavor compounds than darker (lower grade) syrups. Some extremely light syrups have very little flavor (other than sweet)." "Although the dominant taste is usually sweet, maple syrup can range from a very light, sweet, but otherwise nearly tasteless substance, to a very dark, bitter, burnt taste. Most syrups used for table use on pancakes or in cooking are intermediate in color and have a moderate to strong maple-caramel flavor, without objectionable off-flavors." "Several different legends describe how Native Americans discovered that the sap of maple trees was sweet and could be boiled down to form maple sugar (Heiligmann et al., 2006). The most likely explanation is that they observed birds and animals cutting holes or gashes into the twigs of trees, or drops of sap falling after branch breakage by snow or wind. These small wounds ooze sap in the spring, forming small drops of sap that are concentrated by the sun and wind, or form sweet icicles of sap. The Native Americans undoubtedly recognized this and collected sap by cutting slashes in the trunks of maple trees and used skins, hollowed wooden vessels or clay pots to collect the sap, which was then concentrated by boiling to form a very dark and strong-tasting sugar. At certain times of the year, maple sugar could comprise a significant portion of their total caloric intake. Early colonists throughout New England took up the practice of making maple sugar due to the high cost of imported sugars, and because the practice occurs at a time of year when other agricultural endeavors are not possible." "Under the appropriate conditions, a sweet sap can be collected from most maple (Acer) species. In general, however, only the sap of sugar, black, and red maple is commonly used to make maple syrup. Where maple trees are found in abundance and weather conditions are appropriate, commercial maple production can occur." "After collection, maple sap must be transformed through some means of concentration into maple syrup. The two major processes utilized are evaporation by heating and reverse osmosis followed by heating." Narratives Review DOI: 10.1016/S1043-4526(08)00604-9 Study: weak evidence | Perkins TD, van den Berg AK. Maple syrup-production, composition, chemistry, and sensory characteristics. Adv Food Nutr Res. 2009;56:101–143. |
| 4. | ● "Falls du einen eigenen Spitzahorn im Garten stehen hast und du zwischen Februar und Anfang Mai deinen eigenen Ahornsirup herstellen möchtest, prüfe erst einmal den Stamm deines Baumes. Er sollte mindestens 25 cm Durchmesser aufweisen. Aus einem gross gewachsenen Baum erhältst du in der Erntezeit zirka 40 Liter Flüssigkeit. Diese ergeben angedickt etwas mehr als einen Liter Sirup." "Zum Anzapfen und Eindicken des Sirups benötigst du:
"So gehst du vor:
"Anmerkungen:
Website | Smarticular net: Selbst gezapfter Ahornsirup aus heimischen Ahornbäumen. 2015. |
| 5. | ● "Verdünnt mit billigem Sirup aus Zuckerrohr, irreführend benannt als »echter Sirup mit Ahorngeschmack« oder ganz einfach falsch deklariert." Website | Süddeutsche Zeitung Magazin: Falsche Süsse. 2013. |
| 6. | ● Nährstofftabellen. Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 7. | * "Ball (2007) determined that sucrose, glucose, and fructose content in maple syrup comprised 68.0%, 0.43%, and 0.30%, respectively. Water content of maple syrup was 31.7%, while malic and fumaric acid levels were 0.47%, and 0.004%, respectively. Twenty-four phenolic compounds were isolated from a mediumgrade maple syrup by Abou-Zaid et al. (2008)." "Maple syrup is comprised of a mixture of sugars, water, and other organic compounds such as organic acids, amino acids, proteins, pyrazines, phenolics and some vitamins. In addition, maple syrup contains unique compounds such as an enolic viscous oil and 5′-inosine monophosphate that are responsible for its special taste and odor." Narratives Review DOI: 10.1016/j.foodchem.2021.131817 Study: weak evidence | Mohammed F, Sibley P et al. Chemical composition and mineralogical residence of maple syrup: A comprehensive review. Food Chem. 2022;374:131817. |
| 8. | ● "According to a study by the AGECO Group, a can of maple syrup in 2021 emits approximately 600 g of GHGs, the equivalent of traveling 1.7 km by car. The largest share of the footprint is due to the contents of the can, i.e., the syrup itself. Indeed, packaging represents only 15% of the footprint and transport only 5%. More than half of this syrup’s carbon footprint comes from the processing step. In fact, today 50% of the syrup is produced with an oil-fired evaporator, which generates significant CO₂ emissions during its combustion to create heat." "In 2020, wood-fired evaporators were mainly used by small producers since they have time to season their wood and operate the evaporator during the sugaring season. These evaporators represent approximately 30% of the GHG emissions from the production of maple syrup. "Sugar bushes are considered carbon sinks, i.e., the quantity of CO₂ released by the decomposition of dead wood is lower than the quantity of CO₂ captured by photosynthesis during the growth of the trees and stored in its trunk, its branches and its roots. Website | International Reference Center for Life Cycle Assessment and Sustainable Transition (CIRAIG). Is maple syrup good for the planet? 2022. |
| 9. | ● "Es werden auch keine Insektizide und keine Bleichmittel zum Offenhalten des Bohrlochs eingesetzt wie im konventionellen Betrieb." "Konventionelle Ausbeutung dagegen setzt Pumpen ein, die jeden Baum mit Unterdruck regelrecht melken - man ist dann stolz auf saftige 120 l pro Stamm." Book: moderate evidence | Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam; 2014:18-19. |
| 10. | ● Website | Carboncloud: Maple syrup, Corn syrup, Syrup Agave, Date syrup, Honey. 2026. |
| 11. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie- und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 12. | * Privately owned forests comprise around 60% of the total forest cover across the contiguous United States and are managed for a range of economic outputs. Such private working forests contribute to large-scale conservation outcomes across the US and the globe. Voluntary conservation programs aim to motivate private forest owners to adopt biodiversity-focused management actions. However, it is often assumed that such management, and by extension, participation in programs, meaningfully increases financial costs borne by forest owners. Thus, these costs may preclude biodiversity-focused management across working forests. We use maple syrup production to test the claim that biodiversity-focused management incurs additional costs, especially for those enrolled in conservation programs. We analyzed reports of forest management actions, management costs, and conservation program enrollment among 70 individuals who manage 5,252 hectares of forest for maple syrup. Our core findings were that 1) most private forest owners engaged with several management actions linked to improved biodiversity outcomes, 2) there was no difference in management costs between those who implemented many “biodiversity friendly” management actions and those with fewer actions. Additionally, relationships between maple syrup yields and management costs did not differ across the number of management actions adopted, nor with producer enrollment in conservation programs. This finding suggests that the maple syrup industry, valued globally at $1.1 billion USD, could play a significant role in delivering habitat at minimal cost to producers. Beyond maple syrup, our study provides a backdrop for future work investigating the opportunity costs of biodiversity-focused forest management in working forests across the globe. Querschnittsstudie DOI: 10.1016/j.tfp.2026.101223 | Pratson DF, Gould RK et al. Cost- and biodiversity- “friendly” management: Evaluating conservation behaviors among Vermont maple syrup producers. Trees, Forests and People. 2026;24:101223. |
| 13. | * In addition, we also reported that a polyphenol-enriched maple syrup extract (MSX) showed inhibitory activity against AGEs formation and protective effects against AGEs- and MGO-induced cytotoxicity in normal human colon cells. Herein, we evaluated the protective effects of MSX against hydrogen peroxide (H2O2)- and MGO-induced cytotoxicity, as well as its antioxidant and cellular DNA protection activities in human keratinocytes (HaCaT cells). In-vitro-Zellkulturstudie DOI: 10.1111/dth.13426 Study: weak evidence | Sheng J, Liu C et al. Phenolic-enriched maple syrup extract protects human keratinocytes against hydrogen peroxide and methylglyoxal induced cytotoxicity. Dermatol Ther. 2020;33(3):e13426. |
| 14. | * Maple wood is offered as round and sawn timber as well as veneer and is mainly used in furniture construction and interior finishing and among many other uses. Beobachtungsstudie mit Laboranalyse DOI: 10.3389/fpubh.2022.973686 Study: moderate evidence | Kespohl S, Riebesehl J et al. Impact of climate change on wood and woodworkers-Cryptostroma corticale (sooty bark disease): A risk factor for trees and exposed employees. Front Public Health. 2022;10:973686. |
| 15. | * This article presents a proposal of thermal modification of Norway spruce and sycamore maple for special wood products, mainly for musical instruments. Selected physical and acoustical characteristics (PACHs), including the density (ρ), dynamic modulus of elasticity along the wood grain (EL), specific modulus (Esp), speed of sound along the wood grain (cL), resonant frequency (fr) and acoustic constant (A), logarithmic decrement (ϑ), loss coefficient (η), acoustic conversion efficiency (ACE), sound quality factor (Q), and the timbre of sound, were evaluated. These two wood species were chosen regarding their use in the production or repair of musical instruments. For the thermal modification, a similar process to the ThermoWood process was chosen. Thermal modification was performed at the temperatures 135 °C, 160 °C and 185 °C. The resonant dynamic method was used to obtain the PACHs. Fast Fourier transform (FFT) was used to analyze the sound produced. The changes in the observed wood properties depended on the treatment temperature. Based on our results of all properties, the different temperature modified wood could find uses in the making of musical instruments or where the specific values of these wood characteristics are required. The mild thermal modification resulted in a decrease in mass, density, and increased speed of sound and dynamic modulus of elasticity at all temperatures of modification. The thermally modified wood showed higher sound radiation and lower loss coefficients than unmodified wood. The modification also influenced the timbre of sound of both wood species. Experimentelle Laborstudie DOI: 10.3390/polym14142813 Study: weak evidence | Danihelová A, Vidholdová Z et al. Thermal Modification of Spruce and Maple Wood for Special Wood Products. Polymers (Basel). 2022;14(14):2813. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Sina Sohneg, MSc Nachhaltige Entwicklung (Hauptautor:in)
- Ranin Huemer BSc, Ernährungswissenschaftlerin (Autor:in)
- Michael Weber, Eidg. dipl. Apotheker, MSc Infektionsbiologie (Prüfer:in)
- Katharina Hofer, MSc Ökologische Landwirtschaft (Prüfer:in)

















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