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Kokos-Chips (Cocos-Chips, Kokoschips)

Kokos-Chips sind eine schmackhafte Knabberei, die sich in der Küche auch zum Verfeinern von Müsli, Süssem oder Pikantem verwenden lassen.
Die von uns zusammengetragenen Informationen zu der Zutat entsprechen dem Standard der USDA Datenbank.
  Wasser 2,6%  22
Makronährstoff Kohlenhydrate 22.44%
/07
Makronährstoff Proteine 7.1%
/70
Makronährstoff Fette 70.46%
  LA : ALA

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.
Erfasste Lebensmittelpreise
26.06.22100 gBio1,49
26.06.22100 gBio1,49

Uns fehlen noch D-A-CH-Länder-Preise für diese Zutat. Ein vollständiges Beispiel hier.

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Piktogramm Nährstofftabellen

Kokos-Chips (bzw. Cocos-Chips oder auch Kokoschips geschrieben) stellt man aus dem Fruchtfleisch frischer Kokosnüsse her. Im Vergleich zu Kartoffelchips sind Kokos-Chips schonend getrocknet bzw. gebacken und nicht frittiert. Ihre charakteristische längliche und leicht gebogene Form erhalten Kokos-Chips aufgrund der natürlichen Rundung des Fruchtfleisches in der Kokosnuss. Meistens sind Kokos-Chips weiss bis cremefarben oder je nach Röstungsgrad bzw. Verwendung weiterer Zutaten von leichter Bräune.

Verwendung in der Küche:

Kokos-Chips stellen nicht nur eine leckere Knabberei und Alternative zu frittierten Kartoffelchips dar, sie eignen sich auch zum Kochen und Backen. Als exotische Zutat kann man Kokos-Chips zum Verfeinern von Müsli, Süssspeisen, Desserts, indischen Gerichten oder Obstsalaten sowie zum Garnieren von Torten verwenden.

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Einkauf:

Kokos-Chips findet man in verschiedenen Varianten in Supermärkten, Bioläden oder Asia-Shops. Meistens sind sie durch Backen oder Rösten schonend getrocknet, sie können ausserdem gesüsst, gewürzt oder pur sein. Wer auf Rohkostqualität Wert legt, sollte sich in Fachgeschäften oder im Onlinehandel nach rohen Kokos-Chips umsehen.

Eigene Zubereitung:

Will man Kokos-Chips selbst herstellen, schneidet man dazu das Kokosfleisch mit einem Sparschäler, Käsehobel oder einem scharfen Messer in dünne Streifen. Man kann sie nach Belieben pikant oder süss würzen und anschliessend bei 170 °C Umluft im Backofen 10-12 Minuten rösten. Für die Rohkostvariante stellt man den Ofen entsprechend niedriger ein oder verwendet ein Dörrgerät.1

Lagerung:

Kokos-Chips sollte man trocken und vor Wärme geschützt lagern. Ungeöffnet sind Kokos-Chips bei Zimmertemperatur etwa zwei Jahre und geöffnet etwa ein Jahr haltbar.

Inhaltsstoffe:

Im Vergleich zum frischen Kokosnussfleisch, das etwa 45 % fruchteigenes Wasser enthält, liegt der Restwassergehalt in Kokos-Chips aufgrund des Herstellungsprozesses bei nur noch 2-3 %. Der Hauptinhaltsstoff von Kokos-Chips ist mit fast 68 % Fett, welches vorwiegend aus gesättigten Fettsäuren besteht.2

Gesundheitliche Aspekte:

Grundsätzlich wirken sich gesättigte Fettsäuren nachteilig auf Blutwerte und Cholesterinspiegel aus. Beim Verzehr von Kokosfett oder Kokosöl erhöht sich das unerwünschte LDL-Cholesterin im Blut, was Herz-Kreislauf-Erkrankungen fördert. Allerdings erhöht sich dabei das gesunde HDL noch etwas mehr, was dann das Gesamt/HDL-Serumcholesterinverhältnis verbessert. Nur an diesem Verhältnis gemessen und unter Ausblendung scheint so Kokosfett gesünder, was ein Trugschluss ist. Eine Studie von 2016 hat 21 Forschungsarbeiten analysiert, darunter 8 klinische Studien und 13 Beobachtungsstudien, und kommt zum Schluss, dass ein Ersatz von Kokosnussöl durch durch ein gesünderes Öl das Risiko für Herzkreislauferkrankungen verringert.3

Auch die Anpreisung des hohen Anteils an mittelkettigen Fettsäuren (MCT) ist mit Vorsicht zu geniessen. Es ist korrekt, dass unser Körper sie leichter aus dem Magen-Darm-Trakt in den Blutkreislauf aufnehmen kann, weshalb sie vorwiegend Verwendung bei Patienten mit Verdauungs- und Resorptionsstörungen finden, die unter Energiemangel und gestörter Fettaufnahme leiden. Aber abgesehen davon überwiegen die Nachteile klar, vor allem wenn man bedenkt, dass bei genannten Krankheitsbildern oft extra angereicherte MCTs zum Einsatz kommen und nicht reines Kokosöl. Auch Experten empfehlen die Verwendung von MCT nur auf streng spezifizierte medizinische Indikationen.4

Allgemeine Informationen:

Aus Wikipedia: Aus botanischer Sicht gehört die Kokosnuss zu den Steinfrüchten, die aus drei Schichten besteht: aussen befindet sich die zunächst grüne, wasserdichte und ledrige Haut (Exokarp), darunter das zu Beginn fleischige und dann faserige Mesokarp und zuletzt kommt der Steinkern, das Endokarp, mit drei Keimporen, auch Augen genannt. Anfangs enthält die Samenhöhle nur Kokoswasser, aus dem sich im Laufe der Fruchtentwicklung das feste weisse Fruchtfleisch entwickelt. Aus dem frischen Kokosnussfleisch gewinnt man durch Schneiden und Trocknen bzw. Backen Kokos-Chips.5

Herstellung:

Bei der Herstellung von Kokos-Chips schneidet man das Fruchtfleisch der Kokosnuss in feine, dünne Streifen. Je nach Produktionsverfahren findet die Trocknung bei niedrigen Temperaturen von maximal 42 °C statt, aber auch Rösten oder Backen sind gängige Herstellungsmöglichkeiten. Manche Hersteller karamellisieren Kokos-Chips mit Kokosblüten- oder Vollrohrzucker.

Literatur/Quellen:

  1. Youtube. Kokoschips selber machen [Internet]. Version vom 08.01.2017 [Zitiert am 20.03.2018]. Verfügbar unter: youtube.com/watch?v=rbEQFOdT2Nc
  2. ÖNWT. Kokos Chips (Kokoschips) ÖNWT 2.0 H 132400 [Internet]. Zitiert am 20.03.2018. Verfügbar unter: nutritional-software.at/bls-recherche/resultView.php
  3. Eyres L, Eyres MF, Chisholm A, Brown RC. Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutr Rev. April 2016;74(4):267–80.
  4. Łoś-Rycharska E, Kieraszewicz Z, Czerwionka-Szaflarska M. Medium chain triglycerides (Mct) formulas in paediatric and allergological practice. Prz Gastroenterol. 2016;11(4) :226–31.
  5. Wikipedia. Kokospalme [Internet]. Version vom 19.03.2018 [Zitiert am 20.03.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Kokospalme

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