Inhaltsverzeichnis
Zitronengras, oft auch Lemongras (Cymbopogon citratus) genannt, dient sowohl als Gewürz als auch als Heilpflanze.
Verwendung in der Küche
Zitronengras hat frisch lange, schlanke, blassgrüne Halme mit fest gebündelten, faserigen Blattbasen und einer leicht glänzenden, zart gestreiften Oberfläche. Frisch riecht und schmeckt es sehr aromatisch, getrocknet verliert es einen Grossteil seines Aromas. Die frischen, saftigen unteren Teile der Halme und die Basis der Blätter sind am besten für die Küche geeignet. Zitronengras erinnert im Geschmack an Zitrone und im Duft leicht an Rosen. Dieser Duft kommt beim Zerreiben und Schneiden der dünnen, schilfartigen Halme - auch Zitronengrasstängel genannt - am besten zur Geltung.
Zitronengras ist vor allem aus der südostasiatischen Küche bekannt, beispielsweise als Bestandteil der thailändischen Curry-Paste und der in Indonesien bekannten pastenförmigen Gewürzmischung 'Bambu'. Dieses besteht aus mehreren - im Mörser geriebenen - frischen Gewürzen (wie Knoblauch, Zwiebeln, Chilis, Galgant, Kurkuma, Ingwer und Zitronengras). Gemüse kocht man in Indonesien oft einfach mit Wasser, Brühe, Kokosmilch und Bambu.
Bekannt ist auch das Mitkochen von Zitronengrasstängeln in Suppen, Saucen und Reis, ähnlich wie Lorbeer oder Curryblätter. So verfeinert sie die Tom-Yum-Suppe und ist Bestandteil der Miang-Kham-Sauce. Entfernen Sie die langen Zitronengrasstängel nach dem Kochen, da diese als Ganzes kaum zum Verzehr geeignet sind. Beachten Sie bei der Zubereitung, dass sich das Aroma erst nach längerem Kochen entfaltet.
Kann man Zitronengras roh essen? Wenn Sie die äusseren, spröden Blätter entfernen und das innere, weisse Fruchtfleisch in sehr feine Ringe schneiden, können Sie das Zitronengras auch mitessen. So vorbereitet ist es auch für Salat oder als Topping für Suppen geeignet.
Eine weitere Verwendungsmöglichkeit für die Stängel ist der Einsatz als Spiess. Nach dem Entfernen der äusseren Blätter können Sie nach Belieben verschiedene Gemüsestücke und Pilze aufspiessen. Die Gemüsespiesse können Sie auf dem Grill, in der Pfanne oder im Backofen garen.
Getrocknetes Zitronengras hat ein schwaches Aroma, passt aber ideal für die Herstellung von Tee. Für traditionellen Zitronengras-Tee klopft man in Thailand frische Stiele weich, bevor man sie mit heissem Wasser übergiesst. Dieser Vorgang löst die ätherischen Öle besonders gut. Zitronengras reichert auch Teemischungen mit einer exotischen Note an.
Veganes Rezept für Zitronengras-Suppe
Zutaten (für 6 Personen): 3 Stängel Zitronengras, 3 Schalotten, 80 g frischer Ingwer, 1 rote Chili-Paprika, 1 EL Rapsöl, 400 ml konservierte Kokosmilch (alternativ Sojamilch, Hafermilch oder Hafersahne), 600 ml Gemüsebrühe mit wenig Salz, 1 TL Currypulver (alternativ Garam Masala), schwarzer Pfeffer, 1 Bund Korianderblätter.
Zubereitung: Zitronengrasstängel in dünne Ringe schneiden. Schalotten schälen und hacken. Ingwer schälen und grob hacken. Chilischote der Länge nach halbieren und entkernen. In einer mittleren Pfanne das Öl erhitzen und die Würzzutaten andünsten. Dann die Bouillon und die Kokosmilch dazugeben und alles zugedeckt auf mittlerer Stufe 10 Min. köcheln lassen. Die Suppe durch ein feines Sieb giessen und mit Curry und Pfeffer abschmecken. Korianderblätter waschen, gut abtropfen lassen und grob hacken. Mit einem Stabmixer die Suppe schaumig aufschlagen und in vorgewärmte Tassen oder Suppenteller geben, mit Korianderblätter garnieren und sofort servieren.
Teezubereitung
Für einen Tee aus frischem Zitronengras, schneiden Sie es in der Mitte durch und teilen es der Länge nach, damit es besser in Ihr Teegefäss passt. Übergiessen Sie das Zitronengras mit 500 ml kochendem Wasser. Lassen Sie den Tee etwa 10 bis 15 Min. ziehen und entfernen Sie anschliessend die Pflanzenteile. Geschmacklich passt frischer Ingwer besonders gut zu Zitronengras-Tee. Etwas Zitronensaft und Honig runden den Geschmack zusätzlich ab.
Alternativ können sie einen Esslöffel getrocknetes Zitronengras verwenden.
Vegane Rezepte mit Zitronengras finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Frisches Zitronengras bekommen Sie in gut sortierten Supermärkten oder Asia-Shops ganzjährig. Bei Zitronengras gilt: je kleiner, desto zarter. Grosse, ältere Pflanzen sind leicht strohig. Manchmal findet man auch gefrorenes Zitronengras sowie getrocknetes und gemahlenes unter dem Namen 'Sereh'. Ebenfalls erhältlich ist in Salzlake eingelegtes Zitronengras, welches man in Schraubgläsern kaufen kann. Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Spar, Rewe, Edeka oder Billa finden Sie Zitronengras in grösseren Filialen. Denner, Volg, Aldi, Lidl, und Hofer, haben dieses nicht im Standardsortiment. Teilweise findet man auch in Reformhäusern oder Bio-Supermärkten (Denn's Biomarkt, Alnatura etc.) Zitronengras in Bio-Qualität.
Zitronengras hat keine spezifische Saison. Die Blätter und unteren Teile kann man in tropischen Regionen über das Jahr verteilt ernten. In Europa (Polen) kultiviertes Zitronengras gilt als einjährig, weil es nicht überwintert.7
Die Verfügbarkeit von Zitronengras ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Frisches Zitronengras hält sich einige Tage im Gemüsefach des Kühlschranks. Zitronengras lässt sich in ganzen Stängeln problemlos einfrieren. Im Gegensatz zum getrockneten behält gefrorenes Zitronengras sein volles Aroma.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
100 g Zitronengras (Cymbopogon citratus) enthält 99 kcal. Die Kohlenhydrate tragen mit 25 g/100g am meisten dazu bei. Zitronengras weist nur wenig Fett (0,49 g/100g) auf. Der Proteingehalt ist mit 1,8 g/100g gering.3
Mangan ist mit 5,2 mg/100g enthalten, was 261 % des Tagesbedarfs entspricht. Ähnliche Gehalte haben getrockneter Oregano (5 mg) und getrockneter Majoran (5,4 mg) und Vanille-Schoten (5,7 mg). Bestimmte Gewürze sind reich an Mangan, etwa Gewürznelken (60 mg), gemahlener Ingwer (33 mg) und Safran (28 mg).3
Ebenfalls in grösseren Mengen kommt Eisen vor. Der Gehalt von 8,2 mg/100g entspricht 58 % des Tagesbedarfs. Dies ist vergleichbar mit demjenigen von gemahlenem Zimt bzw. Zimtstangen (8,3 mg). Kräuter und Gewürze sind reich an Eisen, jedoch verzehrt man nur geringe Mengen davon. Gute Eisen-Quellen sind Kañiwa und Goabohnen (beide 13 mg/100g), von denen man mehr pro Portion isst.3
Folat (Folsäure) ist in Zitronengras mit 75 µg/100g vorhanden, was 38 % des Tagesbedarfs entspricht. Muskatnuss, Macis (Muskatblüte) aber auch Hanfsamen haben ähnliche Folatgehalte. Besonders reich an Folat sind Hefepaste, Bierhefe sowie getrocknete Algen wie Dulse und Nori.3
Zu beachten ist, dass eine Zitronenstange rund 20 g entspricht. Die tatsächlich aufgenommenen Makro- und Mikrostoffe sind deshalb sehr gering. Häufig entfernt man diese auch (siehe Verwendung in der Küche) und isst sie gar nicht mit.
Die gesamten Inhaltsstoffe von Zitronengras, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Zitronengras enthält Ballaststoffe, Proteine, Kohlenhydrate und verschiedene Mineralstoffe, darunter Kalium, Natrium, Magnesium, Mangan, Eisen, Zink und Phosphor. Der Rohfasergehalt liegt bei etwa 9 %, wodurch die Pflanze zur Unterstützung der Verdauung beitragen kann.2,7 Die Polysaccharide von Zitronengras zeigen in präklinischen Untersuchungen immunmodulierende und potenziell antitumorale Eigenschaften, wobei die gesundheitliche Bedeutung beim Menschen noch weiterer Forschung bedarf.8
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Zitronengras kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Zitronengras enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2,7,8
- Isoprenoide: Monoterpene (Camphen, Limonen, Citral, Geranial, Neral, Nerol, Geraniol, Linalool, Myrcen, Citronellol), Sesquiterpene (Farnesol, Cymbogonol, Elemol, Eudesmol, Elemen); Diterpene (Carnosinsäure)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Chlorogensäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavonole (Kaempferol, Quercetin), Flavone (Apigenin, Luteolin, Isoorientin), Flavonoid-Glycoside; Phenylpropanoide (Elemicin); Catechole; Tannine
- Weitere organische Verbindungen: Chinone; Ketone
- Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure; Chlorophyll
Das ätherische Öl von Zitronengras (Cymbopogon citratus) enthält hauptsächlich Citral, ein Gemisch aus Geranial (>40 %) und Neral (>30 %), das den charakteristischen Zitronenduft verursacht. Die Gehalte an ätherischem Öl variieren abhängig von Pflanzenart, Herkunft, Wachstumsbedingungen und Extraktionsmethode. In den unterirdischen Pflanzenteilen dominieren Elemol und Eudesmol.7
Insbesondere die ätherischen Öle zeigen in präklinischen Studien antioxidative, entzündungsmodulierende und antimikrobielle Eigenschaften. Sie wirken gegen verschiedene grampositive und gramnegative Bakterien wie Clostridium botulinum, Campylobacter jejuni, Escherichia coli, Salmonella spp. und Listeria monocytogenes sowie gegen Pilze wie Candida albicans und Candida tropicalis. Zudem können ätherische Öle aus Zitronengras das Wachstum bestimmter Haut- und Schimmelpilze hemmen. Tier- und In-vitro-Studien weisen darauf hin, dass Zitronengras möglicherweise die Thrombozytenaggregation beeinflussen kann und ein therapeutisches Potenzial bei Stoffwechselstörungen, Magen-Darm-Erkrankungen sowie entzündungsbezogenen Prozessen besitzt. Präklinische Untersuchungen weisen magenschützende und leberschützende Eigenschaften nach.2,8
Zitronengras-Extrakte zeigen in Labor- und Tiermodellen hemmende Effekte auf Darmkrebs, indem sie die Apoptose (programmierter Zelltod) von Krebszellen fördern und zudem Signalwege von Zellwachstum, Entzündung und Tumorentwicklung beeinflussen. Klinische Studien belegen noch keine vergleichbaren Effekte beim Menschen.8
Zitronengras enthält auch Phytinsäure (Phytat), die Mineralstoffe bindet und dadurch deren Bioverfügbarkeit beeinflussen kann, gleichzeitig aber antioxidative Eigenschaften besitzt.2
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Zitronengras und daraus hergestellter Tee oder Sud sind sicher und verursachen keine gesundheitlichen Probleme. Personen mit Leber- und Nierenerkrankungen, schwangere und stillende Frauen sowie Kinder unter 4 Jahren sollten jedoch diese nur in kleinen Mengen konsumieren.2
Volksmedizin - Naturheilkunde
In Asien, Südamerika und Afrika verwendet man Zitronengras und dessen Blätter traditionell zur Herstellung von Tee und Kräuterauszug, welche man bei Stress und Angstzuständen verabreicht.2
Die medizinische Bezeichnung lautet Herba Andropogonis (Blätter) und Cymbopogon citrati aetheroleum (Zitronengrasöl, ätherisches Zitronengrasöl). Zitronengras verwendet man auch in der traditionellen chinesischen Medizin, wo man es gegen Kopfschmerzen, Rheuma, Erkältungsschmerzen, Durchfall, Ödeme, Beriberi (Erkrankung ausgelöst durch Thiaminmangel) und traumatische Verletzungen einsetzt.8
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Zur Einschätzung der Klimafreundlichkeit eines Lebensmittels dient in erster Linie der CO2-Fussabdruck. Dieser hängt von unterschiedlichen Aspekten ab, wie Anbauweise (konventionell/biologisch), Saisonalität, Herkunftsland, Verarbeitung, Transport und gegebenenfalls Verpackung.
Carbon Cloud gibt einen Wert von 2,65 kg CO2eq/kg für getrocknetes Zitronengras (Spanien) und 0,53 kg CO2eq/kg für gefrorenes Zitronengras an (Thailand, d.h. ohne Transport).9 Für frisches Zitronengras fanden wir keine Werte.
Trotz umfangreicher Recherche konnten wir auchkeine Angaben zum Wasserverbrauch bei der Produktion von Zitronengras finden.
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Weltweites Vorkommen - Anbau
Zitronengras ist eine mehrjährige Pflanze, die in tropischen und subtropischen Regionen Asiens beheimatet ist.7 Die genaue Herkunft (Gencenter) ist nicht gesichert, teilweise gelten Südindien, Sri Lanka oder Malaysia als Ursprungsgebiet.10,11
Heute kultiviert man sie zudem auch in Süd- und Mittelamerika, Afrika und anderen tropischen Ländern.7 Hauptexporteure sind China, Malaysia, Thailand, Vietnam und Guatemala.10
Nach dem Anbau der Staude ist diese 3-4 Jahre lang nutzbar, sofern nur das Ernten der Blätter erfolgt. Die Blätter dienen zur Herstellung von Tee, Absud und ätherischen Ölen. Die saftigen unteren Teile der Halme und die Basis der eingedrehten Blätter, die vorwiegend in der Küche Verwendung finden, ergeben einen Pseudostamm. Hierfür ist das Ausgraben der gesamten Pflanze notwendig.7
Anbau im Topf
Zitronengras ist frostempfindlich, was den Anbau im europäischen Raum schwierig gestaltet. Die Kultivierung im Topf ist sinnvoll, da dies die Überwinterung an einem geschützten Ort, etwa im Wintergarten oder im Haus, erleichtert. Der Standort sollte sonnig und windgeschützt sein. Aufgrund mittelhohen Nährstoffbedarfs, sollten der Boden beziehungsweise die Pflanzerde nährstoffreich und humos sein.1
Zitronengras (Cymbopogon citratus) vermehrt man über Steckzwiebeln. Alternativ kann man frische, gekaufte Zitronengräser auch bewurzeln, wenn sie noch den Bulben ("Knollen") aufweisen. Dafür stellt man die Zitronengrashalme in ein Wasserglas, welches man etwa 3 bis 5 cm hoch mit Leitungswasser füllt. An einem hellen Ort aufgestellt, beginnen die abgeschnittenen Halme nach etwa 1 bis 2 Wochen ein neues Wurzelwerk zu bilden. Währenddessen ist es wichtig, das Wasser regelmässig zu wechseln. Sobald die feinen Wurzeln eine Länge von 2 bis 3 cm erreicht haben, können Sie das Zitronengras in einen Topf mit frischer Erde einpflanzen.1
Saatgut aus dem Handel gehört meist zur verwandten Art Cymbopogon flexuosus, welche als Zierpflanze sowie zur Produktion von ätherischem Öl geschätzt ist. Für die Verwendung in der Küche ist sie aber nicht geeignet.1
Weiterführende Informationen
Trotz seines Namens und obwohl sein Aroma uns an die Zitrone erinnert, hat Zitronengras botanisch nichts mit der Zitrusfrucht gemein. Die Pflanzenart Zitronengras (Cymbopogon citratus) gehört zur Familie der Süssgräser (Poaceae). Es gibt rund 55 verschiedene Cymbopogon-Arten und nur drei von ihnen sind als Gewürz- und/oder Heilpflanze bekannt: Cymbopogon citratus (Westindisches Gras, Zitronengras), Cymbopogon flexuosus (Ostindisches oder Malabar Gras), sowie Cymbopogon pendulus (Jammugras).2 In der Küche ist ausschliesslich das Westindische Gras für den Gebrauch geeignet. Ostindisches Gras dient mehrheitlich zur Herstellung von ätherischem Öl und als Heilkraut, jedoch nicht als Gewürz.
Ein weiteres Süssgras ist Citronellgras (Cymbopogon winterianus Jowitt ex Bor) bzw. Citronella-Gras (Melisse indicum), das aus dem westlichen Malesien stammt. Die Kultivierung erfolgt vor allem in Ost- und Westindien. Sein ätherisches Öl enthält hauptsächlich Geraniol und Citronellal - der Handelsname ist vorweigend Citronella-Öl.4
Das Süssgras Palmarosa (Cymbopogon martinii) verströmt kaum Zitrusduft, sondern riecht eher süsslich-blumig. Sein ätherisches Öl besteht vor allem aus Geraniol und maximal zu 10 % aus Citronellal.5
Alternative Namen
Das Zitronengras heisst genauer Westindisches Zitronengras, Westindisches Lemongras oder Guatemaltekisches Lemongras (nicht: chinesisches Zitronengras). Bekannt ist es auch unter dem indonesischen Namen Sereh.2
Die englischen Bezeichnungen sind West Indian lemon grass oder lemon grass.
Sonstige Anwendungen
Das aus den Süssgräsern gewonnene ätherische Öl dient als Duftstoff in Parfüms und Kosmetika, z.B. in Seifen und Cremes. Es ist Bestandteil von Deodorant, Insektiziden und soll gegen Mücken helfen (Repellents).2,6
Literaturverzeichnis - 11 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Website | Plantura garden: Zitronengras pflanzen: Standort, Aussaat & Co. |
| 2. | * The herb is a perennial grass, native and distributed in Asia, Africa, South and North America. citronella oil is used as deodorants, toiletries, insecticides (bio-pesticide), perfumes, fragrances, soaps, detergents. Lemongrass found in the tropic regions South and Central America. It is widely known as lemongrass or citronella In Asia, South America and Africa continents, the leaves have been traditionally used as tea or decoction.Cymbopogon citratus leaf contains high composition of essential oil: citral (mixture of terpernoids and geranial), mycrene, genariol, citronellol (cymbopogonol and cymbopogone) and α-oxobisabolene. Major constituents such as neointermediol (7.2%), selina-6-en-4-ol (27.8%), α-cadinol (8.2%), methyheptenone (1.2%), eudesma-7(11)-en-4-ol (5.3%), 3,7-dimethyl-1,3,6-octatriene (0.58%), decanal (0.25%) and naphtalene (0.79%), elemol (41%), β-eudesmol (45%), cubebol (4.7%), humulene (4%), citral acetate, citral diethylacetal, verbenone, sabinene, geranyl acetate, citronella, mentha-1(7), limonene (19.33%), 8-dien-2-ol cis (17.34%), mentha-2,8-diene-1-oltrans-para (13.91%), mentha-1(7),8-dien-2-ol trans (13.95%) and mentha-2,8-diene-1-ol cis-para (8.10%) Cymbopogon citratus contains important terpernoids such as cymbopogonol and cymbopogone Polyphenolic compounds such as 7-O-glycosides, luteolin, flavonoids, apiginin, kaempferol, caffeic acid, catechol, hydroquinone and elimicin Bioactive constituents such as ketones, alcohols, phenols, terpenes, flavonoids, saponins, steroids, tannins, alkaloids, geranial, terpernoids, polyphenols, esters, aldehyde and fatty acids herbal drugs are safe with no health issues. individual with health challenges such as liver and kidney diseases, pregnant and lactating women and children under age of 4 years should cautiously handle herbal drugs, tea or decoction prepared from the plant. Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.sciaf.2019.e00137 Study: weak evidence | Oladeji OS, Adelowo FE, Ayodele DT, Odelade KA. Phytochemistry and pharmacological activities of Cymbopogon citratus: A review. Scientific African. 2019;6:e00137. |
| 3. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. |
| 4. | ● Book: weak evidence | Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Hamburg: Nikol Verlag; 2013. |
| 5. | ● alte Quelle - übernommen. Book: moderate evidence | Mabberley D J. Mabberley’s Plant-Book: A portable dictionary of plants, their classification and uses. Cambridge: University Press; 2008:246. |
| 6. | ● | Rehm S, Espig G. Die Kulturpflanzen der Tropen und Subtropen. Stuttgart: Eugen Ulmer; 1976:269, 311. |
| 7. | * Cymbopogon citratus(DC)Stapf. is a perennial plant native to tropical and semi-tropical regions of Asia and cultivated in South and Central America, Africa and other tropical countries. Plantations are used for 3-4 years and leaves can be cut every several months. Fresh lower parts known as shoots can also be obtained from this plant(they are actually twisted leaves forming pseudo-stems). However, such a harvest runs out the plantation as the entire plant is dug out. The parts mentioned above are used as a culinary additive for various oriental dishes. Poland, where lemongrass can be cultivated only as an annual plant due to low winter temperatures. Essential oils obtained from the aerial part of lemongrass are rich in monoterpene aldehydes, neral(> 30%)and geranial(>40%). The major component detected in the essential oil from roots was sesquiterpene alcohol, elemol(65%). The concentration of pigments(chlorophyll a and b) determined in leaves(part C)was higher compared to that in lower parts(B and A). Our study results confirm the usefulness of lemongrass leaves as a material for infusions(higher concentration of pigments, polyphenols and essential oil)and of near-ground parts for culinary purposes (higher concentration of macronutrients at lower concentration of green pigments and dry weight. The composition of EO obtained from the aerial parts of lemongrass did not differ from that of EO from the plants cultivated in other climate zones. Elemol was also the major component of the EO obtained from C. citratus roots(65%) The most characteristic components detected in the EOs from leaves and stems were neral(>30%)and geranial(>40%. Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.5650/jos.ess20171 Study: weak evidence | Kiełtyka-Dadasiewicz A, Ludwiczuk A et al. Chemical and Nutritional Compounds of Different Parts of Lemongrass (Cymbopogon citratus (DC) Stapf.) Cultivated in Temperate Climate of Poland. Journal of Oleo Science. 2021;70(1):125-133. |
| 8. | * To date, 158 LG compounds have been reported, including terpenoids, flavonoids, phenolic acids. Volatile oils are a major component of LG, including monoterpenes, sesquiterpenes, and fewer diterpenes and triterpenes. The active monoterpenes identified were neral, geranial, geraniol, citronellal, and citronellol. Dictionary of Traditional Chinese Medicine (Zhongyao Da Cidian in Chinese). LG is warm, pungent and sweet, and belongs to the lung, stomach and spleen meridians. LG has the effects of expelling wind unblocking collaterals, warming, and relieving pain, dampness and diarrhea. It often treats exogenous wind-cold headaches, rheumatic arthralgia, epigastric cold pain, diarrhea, edema, beriberi, and traumatic injuries Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.chmed.2023.07.002 Study: weak evidence | Du X, Zhang M et al. Ethnopharmacology, chemical composition and functions of Cymbopogon citratus. Chinese Herbal Medicines. 2024;16(3): 358-374. |
| 9. | ● Website | Carbon Cloud: Lemongrass, dried. Lemongrass, frozen. |
| 10. | ● Multiple species of lemongrass are native to various Southeast Asian countries, with Malaysia being considered the specific point of origin for Cymbopogon citratus. The first record of cultivation dates back to 17th century texts from the Philippines. Around 1905, a Sri Lankan researcher named J.F. Jovit began to take an interest in studying the plant, and by 1917 it had been introduced to Haiti and tropical regions of the United States. By 1947, cultivation for commercial purposes had started in Florida and Haiti. Large scale cultivation of lemongrass had already begun in India around a century ago, and after commercialization the country is now the number one exporter of lemongrass products. In the present day, it is widely cultivated in tropical regions of the Americas and Asia, with China, Malaysia, Thailand, Vietnam and Guatemala also being major exporters. As lemongrass is culturally significant to many countries in Asia due to practical, medicinal, and culinary value, its commercial industry is large and the plant as well as its oil extracts are exported worldwide. Website | University of Wisconsin: Lemongrass, Cymbopogon citratus. |
| 11. | ● Website | Royal Botanic Gardens Kew. Plants of the World Online: Cymbopogon citratus (DC.) Stapf. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||
- Karin Rustmeier, Dipl. Lebensmittelingenieur ETH (Hauptautor:in)
- Amanda Gabriel, Dr. phil. (Autor:in)
- Natalie Sidler, Dr. phil. I (Lektor:in)
- Heidemarie Alberta Pirker, Dr. nat. tech., Ökologischer Landbau und Naturschutz (Prüfer:in)













Kommentare