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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Zimtstange (Stangenzimt, Kaneel)

Die Zimtstange (Stangenzimt, Kaneel) schmeckt dank den ätherischen Ölen aromatisch und süss. Siehe auch Zimt gemahlen.
Wasser 10,6%  94/05/01  LA : ALA
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Die Zimtstange, Zimtrinde oder Zimtröhre verwendet man zur Aromatisierung verschiedenster Speisen. Es gibt zwei Hauptsorten unterschiedlichen Ursprungs, namentlich Cassia- und Ceylon-Zimt, die sich auch von den Inhaltsstoffen unterscheiden.

Verwendung in der Küche:

In Europa gibt man eine Zimtstange, ähnlich wie gemahlenen Zimt, vor allem in süsse Speisen wie Apfelmus, Kompotte und Obstsalate. Desserts wie Aufläufe oder Griessbrei kann man hervorragend mit einem Stück Zimtrinde verfeinern. Im Herbst rundet man gekochtes Blau- (Rot-)kraut (Kohl/Kabis) mit dem Aroma des Stangenzimtes ab.

Zur Vorweihnachtszeit gibt man Zimt in Heissgetränke wie Glühwein, Punsch, Tees oder man verfeinert damit Liköre (z.B. Nusslikör). Auch Chai-Tees oder Kaffee kann man mit einer Stange Zimt etwas Besonderheit verleihen.

In der vorderorientalischen Küche aromatisiert man auch deftige und scharfe Speisen sowie Fleischgerichte mit Stangenzimt.

Die billigeren und minderwertigeren Varianten (Cassia-Zimt aus China oder indonesischer Zimt) mit dickeren Rinden können beim Kochen einen bitteren Geschmack erhalten.

Rezept für selbst gemachtes Currypulver mit Ceylon-Zimt:

Zutaten: 4 EL Korianderkörner, 1 EL Kreuzkümmelsamen, 2 EL schwarze Pfefferkörner, 12 Kardamomkapseln, 1 gehäufter TL Gewürznelken, 3 Stangen Zimt, 10 Curryblätter, 10 Stängel Zitronengras, 1 EL ungekochter Reis, 1 EL Senfkörner.

Alle Zutaten in einer Kaffeemühle oder Gewürzmühle fein zermahlen. Das Currypulver ist kräftig und scharf. Möchte man den Schärfegrad noch erhöhen, kann man noch Chilischoten hinzufügen.

Rezept für Tee mit Zimtrinde:

Man übergiesst 1 Teelöffel Zimtrinde mit siedendem Wasser und lässt dies ca. 10 Minuten ziehen. Danach nimmt man die Zimtrinde aus dem Teewasser und lässt ihn abkühlen. Um nicht allzu viele kleine Rindenstücke im Tee zu haben, eignet sich hierfür ein Teesieb oder ein Teesäckchen.1

Einkauf - wo kaufen?

Bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. gibt es Zimtstangen verpackt in kleinen Säckchen aus Plastik, Papier oder Karton das ganze Jahr über zu kaufen. Meist ist hier das Cassia-Zimt erhältlich. Das bessere, teurere Zimt, Ceylon-Zimt genannt, bieten nur ausgewählte Supermärkte, Reformhäuser, Bio-Läden, Drogerien, manche Apotheken und seriöse Online-Shops an. Steht kein Name auf der Verpackung und findet man die Herkunftsangabe Sri Lanka, dann handelt es sich auch um Ceylon-Zimt. Beim Kauf von Fair-Trade-Produkten unterstützen Sie zudem ein höheres Einkommen der dortigen Landwirte.

Ceylon-Zimt erkennt man an den dünnen, feinen Schichten, die sich in einer geschlossen Stange zusammenrollen. Selten sind sie von beiden Seiten eingerollt. Sie sehen eher aus wie eine Zigarre. Billigeres Zimt aus China oder Indonesien ist dicker und rollt sich fast immer von beiden Seiten ein.

Wild zu finden:

Auf der südöstlich von Indien liegenden Insel Sri Lanka, sowie im Südwesten Indiens und im Tenasserim Gebirge in Burma (Birma, heute Myanmar) kommt der Echte Zimtbaum (Cinnamomum verum oder C. zeylanicum) wild vor.

Lagerung:

Um das Aroma optimal zu konservieren, sollte man die Zimtstangen immer lichtgeschützt, trocken und kühl aufbewahren. Luftdicht verschlossene Behälter sind hierfür noch besser. Echter Zimt, der aus mehreren, dünnen Schichten besteht, kann sein Aroma sehr lange behalten.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Die hier gezeigten Inhaltsstoffe stammen von der USDA (United States Department of Agriculture). Leider sind keine Herkunftsangaben vorhanden, weshalb wir von einer Mischung der verschiedenen Zimtsorten ausgehen.

Zimt hat pro 100 g 247 kcal. Der Hauptbestandteil sind hier die Kohlenhydrate (81 %) und die darin enthaltenen Ballaststoffe (53 %). Zimt hat nur wenig Eiweiss (4 %) und kaum Fett (1,2 %).2

Durch Destillation lassen sich verschiedene ätherische Öle (1-4 %) lösen. Zudem weist die Rinde Spuren von Zimtaldehyd, Eugenol, Zimtalkohol, Zimtsäure und andere Phenylpropanen, insektizid wirksame Diterpene, Procyanidine, Phenolcarbonsäuren und Schleimstoffe auf.

Ceylon-Zimt hat hohe Mengen an Eugenol und wenig Cumarin (0,004 %, 0,04 g/kg)3. Der Geschmack ist feiner und milder. Cassia-Zimt hat viel Cumarin (bis zu 1 %, 10 g/kg)3 und wenig bis kein Eugenol. Deshalb schmeckt Cassia-Zimt kräftiger und leicht süsslich.

Zimt enthält auch eine Reihe gesunder Makro- und Mikronährstoffe. Allerdings nimmt man, wie bei allen Gewürzen, nur sehr wenig davon zu sich.

Das Spurenelement Mangan steht bei Zimt an erster Stelle, mit 17,5 mg/100g würden 5 g Zimt den täglichen Bedarf an Mangan (1-1,5 mg)4 decken. Diese Dosis ist aber natürlich viel zu hoch. Dies soll lediglich veranschaulichen, dass auch Gewürze zur Deckung des täglichen Bedarfs beitragen können. Denn andere Gewürze haben deutlich mehr Mangan: Kurkuma, gemahlen hat 19,8 mg, Safran 28,4 und Gewürznelken sogar 60 mg Mangan /100g.2

Eisen, auch ein essentielles Spurenelement, ist etwas weniger enthalten, hat aber mit 8,3 mg/100g Zimt auch einen nennenswerten Anteil. Hier ist es ähnlich, viele Gewürze, Kräuter und Samen haben einen hohen Eisengehalt: getrockneter Thymian liefert 123 mg und Kürbiskerne 12,5 mg. Aber auch Getreide (Amaranth: 9 mg), Hülsenfrüchte (Linsen: 8 mg) und Gemüse (Spinat: 4,1 mg) liefern dem Körper gut verwertbares Eisen.2 Der tägliche Bedarf eines erwachsenen Menschen liegt laut Deutscher Gesellschaft für Ernährung (DGE) bei 10 mg Eisen.4

Vom Makronährstoff Calicum ist in Zimt sehr viel vorhanden: 100 g Zimt enthalten 1000 mg Calcium. Calcium ist wichtig für die Knochenstabilität und die Gesundheit der Zähne. Grünes Gemüse und Kräuter sind hervorragende Calciumquellen: Brennesselblätter liefern 481 mg, Basilikum 177 mg. Aber auch Nüsse und Samen sind kalziumreich: Sesam 975 mg und Mandeln 269 mg/100g.2

Zimt weist auch Anteile an Kalium, Magnesium, Kupfer und Zink auf.2

Zimt weist sogar Spuren von Vitaminen auf: das fettlösliche Vitamin K kommt vorwiegend in grünem Gemüse vor, ist in Zimt mit 31 µg enthalten. Mungbohnensprossen haben mit 33 µg einen ähnlichen Wert, Mangold hat mit 830 µg/100g sehr viel Vitamin K.2

Vitamin E, ein fettlösliches Vitamin, das im Köper als Antioxidans wirkt, ist in Zimt nur noch zu 15 µg (nicht mg) vorhanden. Nüsse, Gemüse und Früchte haben viel Vitamin E, wie z.B. Mandeln (25,6 mg/100g), Kohl (2,3 mg) und Mango (0,9 mg).2

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Die Zimtrinde half schon in der Antike und Frühen Neuzeit gegen Husten, Schnupfen und bei Magenbeschwerden.5 Auch ihre harntreibende, abführende, menstruationsfördernde und blutstillende Wirkung hält sich noch bis heute. Sowohl Zimtöl als auch die gesamte Rinde haben eine antimikrobielle Aktivität, die auf das Zimtaldehyd zurückzuführen.6

Zimt, egal ob gemahlen oder ganz, kann den Blutzucker und das LDL-Blutcholesterin sowie die Triglyceridwerte senken und findet deshalb bei Diabetiker regen Anklang.7 Zimt soll auch bei gesunden Menschen einen positiven Effekt auf den Blutzuckerspiegel haben, da es die Magenentleerung verzögert und somit die Glucose nur langsam ins Blut gelangen lässt.8

Zimt hat zudem auch eine wärmende Wirkung, was den Energieverbrauch anhebt. Eine gesunde Ernährung kann in Kombination mit einem regelmässigen Zimtgebrauch die Körperfettreduktion anregen.8

In-vitro Studien zu Alzeimer zeigten, dass Zimt die Bildung von ungünstigen Ablagerungen im Gehirn blockieren kann und diese auch abbaut.9

Es gibt Studien zu Cassia-Zimt, dass das darin enthaltene Cumarin eine Anti-Tumor-Aktivität aufweist. Eine wässrige Lösung aus Cassia-Zimt soll den Zelltod von Gebärmutterhalskrebszellen initiieren.10 Dies steht etwas im Widerspruch zu den unten genannten Gefahren, mit denen man sich in der Wissenschaft bezüglich Cumarin auseinandersetzte.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Wie schädlich ist Zimt? Cassia-Zimt, aber auch indonesischer und vietnamesischer Zimt enthalten einen hohen Anteil an Cumarin, das in zu grossen Mengen gesundheitsschädlich wirken kann. In industriell verarbeiteten Produkten ist fast ausschliesslich solches Zimt enthalten. Was ist der gesunde Zimt? Wenn möglich sollte man Ceylon-Zimt bevorzugen.

Cumarin kann in höheren Mengen zu heftigen Kopfschmerzen, Erbrechen, Schwindel und Schlafsucht führen. Bei extrem hohen Dosen löste es eine zentrale Lähmung, Atemstillstand und Koma aus. Bei Tierversuchen gab es Leber- und Nierenschäden sowie den Verdacht von Krebsentstehung. Allerdings brachten Studien an menschlichen Zelllinien keine derartigen Ergebnisse.11,12

Laut der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (ESFA) und dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) liegt der TDI-Wert (tolerable daily intake) für Cumarin bei 0,1 mg/kg Körpergewicht. Isst ein Kind 6 handelsübliche Zimtsterne oder 100 g Lebkuchen überschreitet es diesen TDI-Wert. Zimt in Fertigprodukten ist fast ausschliesslich aus China, Indonesien oder Vietnam. Zimtkapseln, die man Diabetikern anbietet sind hier auch ein Problem.13

Es gilt zu beachten, dass man früher synthetisches Cumarin als Medikament (bei Venenleiden) oder Aroma in Lebensmitteln und Getränken unbegrenzt einsetzen durfte, daher dieser Grenzwert. Heute weiss man, dass der normale Gebrauch von cumarinhaltigen Gewürzen bei gesunden Menschen keine negativen Auswirkungen hat. Bei Versuchen an Ratten traten Schäden erst nach extremen Überdosierungen auf.

Wieviel Zimt pro Tag? Laut deutschen Behörden ist ein halber Teelöffel gemahlener Zimt täglich (ca. 1,6 g) für gesunde Menschen unbedenklich. Die empfohlene Obergrenze von Cassia-Zimt liegt bei 600 g jährlich (!).

Verwendung als Heilpflanze:

Als Heilpflanze verwendet man die Zimtrinde Cinnamomi cortex. Die appetitanregende und verdauungsfördernde Wirkung der Zimtrinde als Heildroge hat sich bis heute in der Form von Magentees bestätigt. Bei Verdauungsbeschwerden, Völlegefühl, Blähungen, Appetitlosigkeit und leichten krampfartigen Schmerzen (z.B. bei der Mensturation) wendet man die Zimtrinde in Form von Tinkturen an.14

Während der Schwangerschaft oder bei Magen- und Darmgeschwüren empfiehlt man diese Droge nicht. Manche Menschen reagieren wegen dem Zimtaldehyd mit allergischen Haut- und Schleimhautreaktionen.

Ätherisches Öl des Zimtbaumes gewinnt man aus Blättern oder aus der Rinde mit Hilfe von Wasserdampf-Destillation. Beide Öle sind sehr hautreizend und man empfiehlt sie nicht während der Schwangerschaft. Die wehenfördernde Wirkung kann aber während der Geburt nützlich sein. Das enthaltene Zimtaldehyd wirkt sich förderlich auf die Progesteronsynthese aus.15

Volksmedizin - Naturheilkunde:

In der Volksmedizin hat sich die Verwendung von Zimt-Tropfen gegen starke Monatsblutung gehalten. Auch die Mischung von Zimt- und Nelkenöl gegen Zahnschmerzen wendet man eher als Hausmittel an.1

Vorkommen - Herkunft:

Schon im Altertum kannte und verwendete man Zimt als Gewürz, Räuchermittel, als medizinisches Mittel und Aphrodisiakum.

Der Ursprung des Zimtbaumes (Cinnamomum zeylanicum) liegt in den tropischen Regenwäldern Südindiens, genauer auf Sri Lanka (früher als Ceylon bezeichnet).16 Den Echten Zimt nennt man auch Ceylonzimt, ist aber auch als Kanell oder Kaneel bekannt. Heute kultiviert man ihn in vielen anderen tropischen Ländern wie Madagaskar und Sansibar.17

Die Rinde vom Ceylon-Zimt ist besteht aus mehreren, feinen Lagen, die dünn wie Papier sind. Eingerollt ergeben sie eine geschlossene Stange. Um die Qualität von Ceylon-Zimt zu bestimmen, hat man ein Wertmass mit der Einheit Ekelle erfunden. Das beste erhält die Ekellen 00000, minderwertigere Stangen können bis zum Wert 0, über I bis V sinken.18 Der Preis richtet sich überwiegend nach den Zustand der Zimtrollen.

Obwohl es im Geschmack dem Echten Zimt nahe kommt, ist Kassiazimt (Cinnamomum cassia) eigentlich kein echter Zimt. Der aus Burma und Süd-China kommende Chinesische Zimtbaum ist ein eigenes Gewürz und im Vergleich zum Ceylon minderwertiger und deutlich preisgünstiger. Vor 4000 Jahren verwendete man die Kassia-Rinde als Räuchermittel und zur Einbalsamierung. In Europa handelte man diese Rinde eigentlich vor dem Echten Zimt. Man bezeichnet dieses Gewürz auch als Gewürzrinde, weil man hier direkt die borkige Rinde verwendet. Aussen ist es rau, uneben und dunkelgrau. Der Geschmack ist gröber und dumpfer und etwas bitter-adstringierend.

In der Industrie ersetzt man Zimt in den USA und den Niederlanden auch durch den indonesischen Zimt (Cinnamomum burmannii). Meist kommt er in gemahlener Form vor und ist fast nicht mehr von anderen Arten zu unterscheiden. Die Rinde des indonesischen Zimt ist mit 1-3 mm wesentlich dicker als jene des Ceylonesischen. Sie rollt sich meist an beiden Enden ein und ergibt so keine geschlossene Stange.

Der vietnamesische Zimt, oder Saigon-Zimt (Cinnamomum loureirii), sieht der chinesischen Art ähnlich. Die einzelnen Stücke sind etwas kleiner und dünner. Aussen erkennt man häufig Flechtenbewuchs. Bis 1989 war der vietnamesische Zimt auf dem osteuropäischen Markt vorherrschend. Heute findet man ihn kaum mehr ausserhalb von Vietnam.

Weiterverarbeitung der Zimtrinde:

Anbau - Ernte:

Der Zimtbaum (Cinnamomum zeylanicum) ist ein immergrüner Baum, der eine Höhe von 5-6 m erreichen kann. Manche Wildformen wachsen bis zu 20 m hoch. Für die Kultivierung schneidet man die Bäume auf einen Hauptstamm zurück, ähnlich wie bei den Korbweiden. Die Rinde gewinnt man von den jungen Schossern, die man auf 3 m lange Ruten abschneidet.16,19 Die Artenvielfalt ist sehr gross. Ceylon-Zimt hat breite, ledrige Blätter und Chinazimt erkennt man an seinen schmalen, grösseren, einförmigen Blättern.20Weiterverarbeitung der Zimtrinde:Die Borke von Cinnamomum Cassia benötigt keine Gärung. Man schält die äussere Rinde ab und kann sie nach dem Trocknungsvorgang verwenden.

Verwechslungsgefahr:

Beim Echten Zimt (Cinnamomum zeylanicum) hingegen lässt man die Rinde 24 Stunden fermentieren.21 Dazu bewahrt man die jungen Äste nach der Ernte in Matten auf wo es zu einer natürlichen Gärung kommt, die zur Entwicklung des typischen Zimtgeschmackes beiträgt. Für die Gewinnung von hochwertigem Ceylon-Zimt trennt man zuerst die äussere Rinde ab, die man nicht als Gewürz verwendet. Darunter befindet sich die eigentliche Zimtrinde (Bast). Diese zarte Rinde schält man in dünnen Schichten vorsichtig ab und schneidet sie in 20-30 cm lange Stücke. Danach legt man mehrere Schichten übereinander und rollt sie von Hand ein. Durch tagelanges trocknen und tägliches nachrollen ergibt sich eine in sich geschlossene Stange (sogenannte Quills), die an eine Zigarre erinnert.22Es gibt noch verschiedene botanische Arten mit zimtähnlichen Geschmack, sie zählen aber nicht zu Zimt. Diese Arten verwendet man auch als Zimt-Ersatzprodukte: Weisser oder Magellanischer Zimt (Canella winterana), Winterrinde oder Winterzimt (Drimys winteri), Falsche Winterrinde (Cinnamodendron corticosum), Nelkenzimt (Dicypellium caryophyllaceum) sowie Massoirinde (Cryptocarya massoia).23 Auch der Ecuador- oder Amerikanische Zimt (Ocotea quixos) und der Amazonas-Zimt (Aniba canelilla) sind hier dazuzuzählen.

Manche Arten tragen die Bezeichnung "Zimt", haben aber mit der Pflanze, ausser vielleicht der Farbe, nichts gemeinsam: Zimterlen (Clethra), Zimt-Rose (Rosa majalis), Zimtapfel (Annona Squamosa).

Allgemeine Informationen:

Der Echte Zimtbaum hat sehr viele verschiedene lateinische Synonyme. Die bekanntesten sind: Cinnamomum verum, C. zeylanicum, C. aromaticum, C. barthii, C. bengalese, C. biafranum, etc. aber auch Laurus cinnamomum oder Camphoria cinnamomum stehen für den Ceylon-Zimtbaum.14 Zur Gattung der Lorbeergewächse (Lauraceae) gehört auch die Zimtkassie (Cinnamomum cassia), der indonesische Zimt (Cinnamomum burmannii) und der vietnamesische Saigon-Zimt (Cinnamomum loureirii). Bei den Lorbeergewächsen sind noch die Avocado (Persea americana) und der Echte Lorbeer (Laurus nobilis) sehr bekannt. Auch der Kampferbaum (Cinnamomum camphora) ist den Lorbeergewächsen zugehörig und ist heute noch als Droge und für die Parfumindustrie interessant.24

Den Name Zimt leitet sich von zinemīn ab. Früher kennte man das Stangenzimt auch als Zimmet, Canhel, Kanhel, Kanell oder Kaneel, das sich vom lateinischen Wort für Rohr "canna" ableitet.

Aus den abgesplitterten Zimtrindenstücken und Zimtrinden von kleinen Ästen destilliert man Zimtrindenöl. Es dient zum Aromatisieren (z.B. von Likören) und als Duftstoff für Parfums.

Im Englischen kennt man Ceylon-Zimt als Sri Lanka cinnamon oder Ceylon cinnamon. China-Zimt nennt man Cassia, Chinese cassia, Bastard cinnamon, Chinese cinnamon.

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 24 Quellenangaben:

  1. Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol: Hamburg. 2013.
  2. USDA United States Department of Agriculture.
  3. Blahová J, Svobodová Z. Assessment of coumarin levels in ground cinnamon available in the Czech retail market. The Scientific World Journal. 2012.
  4. DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
  5. Rossbach G, Proff P. Cassius-Felix-Interpretationen: Teile I und II. (= Würzburger medizinhistorische Forschungen. 37). Würzburg 1991.
  6. Beuchat LR. Antimicrobial properties of spices and their essential oils. Natural antimicrobial systems and food preservation. 1994.
  7. Khan A., Safdar M, Ali Khan MM et al. Cinnamon improves glucose and lipids of peolple with type 2 diabetes. Diabetes Care. 2003;26(12).
  8. Hlebowicz J, Darwiche G, Björgell O et al. Effect of cinnamon on postprandial blood glucose, gastric emptying, and satiety in healthy subjects. The American Journal of Clinical Nutrition. 2007;85(6).
  9. Petersen DW, George RC, Scaramozzino F et al. Cinnamon extract inhibits tau aggregation associated with alzheimer`s disease in vitro. J Alzheimers Dis. 2009;17(3).
  10. Koppikar SJ, Choudhari AS, Suryavanshi SA et al. Aqueous cinnamon extract (ACE-c) from the bark of Cinnamomum cassia causes apoptosis in human cercival cancer cell line (SiHa) through loss of mitochondrial membrane potential. BMC Cancer. 2010;10(210).
  11. Weber US, Steffan B, Siegers Cp:. Antitumor-activities of coumarin, 7-hydroxy-coumarin and its glucuronide in several human tumor cell lines. Res Commun Mol Pathol Pharmacol. 1998;99(2).
  12. Elinos-Báez CM, León F, Santos E. Effects of coumarin and 7OH-coumarin on bcl-2 and Bax expressions in two human lung cancer cell lines in vitro. Cell Biology International. 2013.
  13. BfR Bundesinsitut für Risikobewertung. Cassia-Zimt mit hohen Cumaringehalt nur massvoll verzehren. Bioverfügbarkeitsstudie. 2012.
  14. Wikipedia Ceylon-Zimtbaum.
  15. Iwaoka Y, Hashimoto R, Koizumi H et al. Selective stimulation by cinnamaldehyde of progesterone secretion in human adrenal cells. Lice science. 2010;86(23-24).
  16. Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Berlin: Springer Verlag. 1977.
  17. Dräger K. Herkunft, Anbau und Rezeptvoschläge von Ceylon Zimt. Spiceba - Die Gewürzpioniere. Spicebar. 2016
  18. Schormüller J. Alkaloidhaltige Genussmittel, Gewürze, Kochsalz. Springer: Berlin, Heidelberg, New York. 2013
  19. Delaveau P, Lorrain M, Mortier F et al. Geheimnisse und Heilkräfte der Pflanzen. Das Beste: Zürich. 1978
  20. Stegmann A. Kräuter und Gewürze A-Z. Gruner + Jahr. Hamburg. 1978.
  21. Bown D. Encyclopedia of Herbs & their uses. Dorling Kindersley: London. 1996.
  22. Direktvomfeld.eu Woran erkennt man guten Zimt.
  23. Frerichs G, Arends G, Zörnig H. Hagers Handbuch der Pharmazeutischen Praxis. 2. Band. K-Z, Springer. 1949.
  24. Rätsch C. Enzyklopädie der psychoaktiven Pflanzen. AT-Verlag: Aarau. 2018.

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