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Kokosmilch, roh (Kokosnussmilch, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von roher Kokosmilch in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

68%Wasser 17Makronährstoff Kohlenhydrate 17.49%/07Makronährstoff Proteine 7.23%/75Makronährstoff Fette 75.28% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.3g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Rohe Kokosmilch bzw. Kokosnussmilch aus dem frischen Fruchtfleisch der Kokosnuss (Cocos nucifera) kann als pflanzliche Milchalternative dienen. Da sie im Handel nahezu ausschliesslich in konservierter Form erhältlich ist, zeigt sich ihre Natürlichkeit vor allem bei der eigenen Herstellung aus Bio-Kokosnüssen.

Verwendung in der Küche

Kokosmilch oder Kokosnussmilch bereichert mit ihrem süsslichen, nussigen Geschmack sowohl süsse als auch herzhafte Speisen. In asiatischen Ländern, der Karibik und tropischen Regionen erfreut sich Kokosmilch seit Jahrhunderten grosser Beliebtheit in zahlreichen Gerichten. Sie findet für Suppen, Saucen, Currys und Gemüsegerichte Verwendung.

Kann man Kokosmilch erhitzen? Zu langes Kochen von Kokosnussmilch ist nicht empfohlen, da sie sonst gerinnt. Auf kleiner Flamme darf sie vorsichtig köcheln. Alternativ geben Sie sie erst zum Schluss des Kochprozesses bei.

Auch für die Zubereitung von Desserts, wie Vanille-Kokos-Crème, Schokoladen-Mousse, Eis (Glacé) oder zum Backen kommt Kokosmilch zum Einsatz. Für Cocktails wie Piña Colada oder Batida de Côco verwenden Sie hingegen besser Kokossahne oder Cream of Coconut.

Kann man Kokosmilch roh trinken? Kokosnussmilch ist roh verzehrbar und lässt sich gut für Shakes, Früchte- oder Gemüse-Smoothies sowie Müeslis verwenden. Bei vielen VeganerInnen oder laktoseintoleranten Menschen ist Kokosmilch ein gefragter Rahm- und Milchersatz. Aufgrund des hohen Fettgehalts von Kokosmilch sollten Sie jedoch besser oder zumindest öfter zu Hafermilch, Sojamilch, Reismilch, Haselnussmilch oder Mandelmilch greifen.

Im Handel ist überwiegend konservierte Kokosmilch erhältlich, vielfach abgefüllt in Dosen oder Tetrapaks. Frische, rohe Kokosmilch entsteht dagegen meist durch die eigene Verarbeitung des frischen Kokosfleischs.

Übrigens ist Kokosmilch nicht dasselbe wie Kokoswasser, da dieses die natürliche Flüssigkeit im Inneren der Kokosnuss ist, während Kokosmilch aus dem Fruchtfleisch entsteht.

Eigene Zubereitung von roher Kokosmilch

Besonders frisch ist die Kokosmilch, wenn Sie sie aus dem frischen Kokosnussfleisch selbst herstellen. Das Kokoswasser können Sie für die Herstellung der Kokosmilch mitverwenden.

Dazu öffnen Sie mit einem Schraubenzieher zwei der drei Augen (Grübchen auf einer Seite der Kokosnuss). Nun halten Sie die Kokosnuss so über ein Gefäss, dass aus einem der beiden geöffneten Augen das Kokoswasser herausfliessen kann. Das andere geöffnete Auge sollte dabei nach oben zeigen, denn es dient als Luftloch. Sobald die Nuss leer ist, legen Sie sie auf eine feste Unterlage und schlagen fest mit einem Hammer auf den Bauch der Kokosnuss. Dies wiederholen Sie entlang der Achse mehrmals, bis die Kokosnuss aufspringt bzw. sich von Hand aufbrechen lässt. Nun können Sie das Kokosfleisch mit einem Küchenmesser herausschneiden. Kokosfleisch und Kokoswasser geben Sie in ein Mixgerät und pürieren sie so lange, bis eine homogene Masse entsteht. Diese geben Sie durch ein Sieb (oder ein Durchseihtuch) und drücken so viel Flüssigkeit wie möglich aus dem Kokosbrei. Der zurückbleibende Trester lässt sich bestens in Müesli, Kuchen oder Keksen weiterverwenden.

Alternativ können Sie Kokosmilch auch aus Kokos-Chips oder Kokosraspeln mit Rohkost-Qualität herstellen. Das Rezept dazu finden Sie im Artikel über Kokosmilch, konserviert.

Veganes Rezept für Kokosmilch-Smoothie

Zutaten (für 4 Personen): 1 Papaya, 1 Mango, 2 Bio-Limetten, 400 ml Kokosmilch (roh), 400 ml Orangensaft.

Zubereitung: Mango und Papaya schälen, entsteinen und Fruchtfleisch in grobe Stücke schneiden. Limettenschale mit einer feinen Reibe abraspeln. Limettensaft auspressen und mit Fruchtfleisch und Kokosmilch in einem Mixer oder Blender pürieren. Orangensaft und geriebene Limettenschale dazugeben, nochmals kurz durchmixen. Den veganen Kokosnuss-Smoothie kalt servieren.

Vegane Rezepte mit Kokosmilch finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

In den D-A-CH Ländern finden Sie frische, rohe Kokosmilch weder bei Grossverteilern, wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa, noch in Bio-Supermärkten (z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura). Da sie nicht lange haltbar ist und schnell verdirbt. Erhältlich ist in den Supermärkten hingegen konservierte Kokosmilch in Dosen, Tetrapaks und Flaschen.

Kokosnussmilchpulver, das mit Wasser vermischt Kokosmilch nachahmt, gibt es gelegentlich in Reformhäusern oder sicherlich in Online-Shops zu kaufen - jedoch ist es meist kein Rohkost-Produkt.

Um selbst rohe Kokosmilch herzustellen, benötigen Sie frische Kokosnüsse - am besten in Bio-Qualität.

Tipps zur Lagerung

Selbst zubereitete Kokosnussmilch aus frischem Kokosnussfleisch hält im Kühlschrank gut 2 bis 3 Tage. Am besten füllen Sie diese in ein wiederverschliessbares Gefäss und konsumieren sie zeitnah.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Rohe Kokosmilch besitzt einen Energiegehalt von 230 kcal pro 100 g. Der Fettanteil ist mit 24 g/100g sehr hoch (34,1 % des Tagesbedarfs). Vorhanden sind vor allem gesättigte (mittelkettige und langkettige) Fettsäuren. Kokosmilch weist wenig Kohlenhydrate (5,5 g/100g) und wenig Protein auf (2,3 g/100g). Ballaststoffe sind zu 2,2 g/100g enthalten.1

100 g rohe Kokosmilch enthält grössere Mengen an Mangan, nämlich 0,92 mg (46 % des Tagesbedarfs). Dieser Gehalt ist ein wenig grösser als derjenige von konservierter Kokosmilch (0,77 mg/100g). Mangan ist ebenfalls in Kokossahne (1,3 mg/100g), Kokosfleisch (1,5 mg/100g) und Kokosraspeln (2,7 mg/100g) enthalten - jedoch auch mehr Fett.1

Der Gehalt an Kalium beträgt 263 mg/100g (13 % des Tagesbedarfs) - vergleichbar mit demjenigen von Sauerkrautsaft (264 mg/100g) und Kokoswasser (250 mg/100g). Wesentlich mehr Kalium ist in geschälten Hanfsamen (1200 mg/100g) vorhanden.1

1,6 mg Eisen ist in 100 g der rohen Kokosmilch enthalten. Konservierte Kokosmilch weist mit 3,3 mg/100g mehr auf. Im Vergleich zu eisenhaltigen Lebensmitteln, wie Chiasamen (7,7 mg/100g), Amarant und Teff (7,6 mg/100g), die Sie auch in grösseren Mengen konsumieren können, sind diese Gehalte klein.1

Da Sie Kokosmilch aufgrund ihres hohen Fettgehalts nur in kleinen Mengen geniessen sollten, relativiert sich der tatsächlich aufgenommene Nährstoffgehalt.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Kokosmilch (roh), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Ist Kokosmilch gesund? Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht zeichnen sich Kokosnussfleisch und damit auch Kokosnussmilch durch einen sehr hohen Anteil an gesättigten Fettsäuren aus - häufig zwischen 80 und 90 % der Gesamtfette. Ein regelmässiger und hoher Konsum gilt aufgrund des ungünstigen Verhältnisses von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren (Linolsäure, LA, zu Alpha-Linolensäure, ALA) nicht als empfehlenswert für eine gesunde Ernährung. Insbesondere im Vergleich zu pflanzlichen Fetten mit einem höheren Anteil ungesättigter Fettsäuren.2,3 In einer ausgewogenen Ernährung kann Kokosnussfleisch dennoch einen kleinen Platz finden, vor allem in moderaten Mengen und eingebettet in eine vielfältige, pflanzenbasierte Kost.

Ein häufig diskutierter Aspekt von Kokosprodukten betrifft ihren Gehalt an mittelkettigen Fettsäuren (MCT) und deren potenziellen Einfluss auf Gewichtsverlust resp. auf das Abnehmen. Studien untersuchten, ob MCT den Energieverbrauch und die Gewichtsreduktion fördern können.14,15 Meta‑Analysen belegen, dass eine Ernährung, die mit reinen MCT angereichert ist, zu einem moderaten, doch nicht signifikanten Gewichtsverlust führen kann. Dies jedoch im Vergleich zu Kost mit langkettigen Fettsäuren (LCT). Allerdings trat dieser Effekt hauptsächlich bei reinen MCT auf und nicht bei Mischungen aus mittelkettigen und langkettigen Fettsäuren (MLCT).16

In Studien, in denen man langkettige Fettsäuren durch MCT ersetzte, fielen die Veränderungen in Körpergewicht und Körperfett meist moderat aus (z.B. -0,5 kg Körpergewicht, -1,5 cm Taille), die Resultate blieben oft bescheiden.4 Auch beeinflusste eine MCT‑reiche Kost das Blutlipidprofil nur wenig, wobei Untersuchungen einen leichten Anstieg der Triglyceride beobachteten.5

Aufgrund dieser Befunde erscheint es fragwürdig, ob handelsübliche Kokosprodukte - wie Kokosmilch oder normales Kokosöl, deren MCT‑Anteil vergleichsweise gering ist - ähnliche Effekte auf Gewicht oder Körperfett erzielen können wie isolierte MCT‑Öle.

Für eine nachhaltige Gewichtskontrolle erweist es sich daher als sinnvoller, die Gesamtkalorienaufnahme im Blick zu behalten und bevorzugt Fette aus Nüssen oder Samen (z.B. Walnüsse, Leinsamen, Chia) aufzunehmen. Erfahren Sie mehr zum Thema Abnehmen im Artikel "Gesund und dauerhaft abnehmen".

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von roher Kokosmilch kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Kokosmilch (roh) enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:6,7

  • Isoprenoide: Beta-Sitosterol
  • Polyphenole: Flavonoide (u.a. Catechin), Phenolsäuren (u.a. Hydroxyzimtsäuren)

Kokosnussfleisch, damit auch Kokosmilch, enthält sekundäre Pflanzenstoffe, insbesondere Phenolverbindungen, die zur antioxidativen Wirkung und zu potenziell gesundheitsfördernden Vorteilen beitragen. Eine Analyse von 2025 stellte fest, dass es deutliche Unterschiede im Phenolgehalt von zarten und reifen Kokosnüssen gibt. Zartes Kokosfleisch wies einen signifikant höheren Gehalt an phenolischen Verbindungen auf als reifes Kokosfleisch. Ein ähnliches Muster zeigte sich bei Kokosnusswasser. Das Phenolprofil ist nebst dem Entwicklungsstadium auch abhängig vom Gewebetyp. Kokoswasser enthält einen höheren Anteil an Phenolen als Kokosnussfleisch.6

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Ist Kokosmilch ungesund? Die im Kokosöl enthaltenen gesättigten Fettsäuren heben den Blutcholesterinspiegel an, was Herzerkrankungen begünstigt.9

Ein Review aus dem Jahr 2016 analysierte 21 Forschungsarbeiten, darunter 8 klinische Studien und 13 Beobachtungsstudien. Die Beobachtungsdaten deuten darauf hin, dass der Verzehr von Kokosnussfleisch im Rahmen traditioneller Ernährungsgewohnheiten nicht zu negativen kardiovaskulären Auswirkungen führt. Aufgrund der grossen Unterschiede in den Ernährungs- und Lebensgewohnheiten lassen sich diese Ergebnisse jedoch nicht auf eine typische westliche Ernährung übertragen. Insgesamt deuten die bisherigen Ergebnisse aus Interventionsstudien darauf hin, dass der Ersatz von Kokosnussöl durch ungesättigte Fette das Blutfettprofil in einer Weise verändert, die mit einer Verringerung der Risikofaktoren für Herz-Kreislauf-Erkrankungen einhergeht.8

Eine Kokosnuss-Allergie tritt selten auf. Dennoch finden sich mit der Verbreitung des Konsums, immer mehr Fälle von allergischen Reaktionen. Besonders vulnerabel sind Kinder. Kreuzallergien mit Hülsenfrüchten, Samen und Nüssen, vor allem mit Macadamia, können vorliegen.11

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der CO2-Fussabdruck von Kokosmilch hängt von verschiedenen Faktoren ab, unter anderem von der Anbauweise der Kokosnüsse, der Verarbeitung, dem Transport und der Verpackung. Laut The Big Climate Database beträgt dieser 6,33 kg CO2eq/kg.17

Der globale durchschnittliche Wasserfussabdruck von Kokosnüssen liegt bei 2687 l/kg. Das ist ein sehr hoher Wasserverbrauch im Vergleich zu Gemüse (322 l/kg) und liegt über dem globalen Durchschnitt von Öl-Früchten (2364 l/kg).10 Im Vergleich zu Butter ist er jedoch gering 7692 l/kg.12

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Die Kokosindustrie ist in Bezug auf Nachhaltigkeit äusserst kritisch zu betrachten: Die für den Anbau von Kokospalmen benötigte Fläche ist mit Landraub, Waldrodungen und der Bedrohung der lokalen Biodiversität verbunden.13 Um die grosse Nachfrage zu stillen, pflanzen LandwirtInnen kaum Mischkulturen, sondern umweltschädliche Monokulturen.18 In Bezug auf die Menge an bedrohten Arten pro Millionen Tonnen produzierten Öls, hält Kokosöl mit dem biodiversitätsschädigenden Palmöl mit.19

Kokospalmen wachsen langsamer und liefern weniger Ertrag pro Hektar als Ölpalmen, was zu einem deutlich höheren Flächenbedarf führt. Gleichzeitig verursacht der weltweite Transport der Kokosnüsse erhebliche CO2-Emissionen. Auch die sozialen Auswirkungen sind problematisch: Häufig bewirtschaften Kleinbäuerinnen und Kleinbauern die Plantagen für den westlichen Markt, während grosse Handelskonzerne die Preise festlegen, was zu prekären Existenzbedingungen führt. Viele der in Plantagen Beschäftigten arbeiten saisonal und ohne formelle Verträge. Stabile Arbeits- und Lebensbedingungen fehlen in vielen Fällen.20,21

Viele Kokosnuss-Bäuerinnen und -Bauern leben unter der Armutsgrenze. Gleichzeitig roden Menschen Regenwälder für den Anbau, was zu einem Biodiversitätsverlust führt. Zertifikate versichern soziale und ökologische Standards, die Ihnen und der Welt zugutekommen.27 Es gibt mehrere Zertifizierungsoptionen für Kokosnuss-Bäuerinnen und -Bauern. Das sind Standards zur Erfüllung bestimmter Nachhaltigkeitsziele wie Menschenrechte, Einkommensgleichheit, Gesundheit und Sicherheit, Umweltschutz, usw. (z.B. Bio, Fair Trade oder Rainforest Alliance).22

Tierschutz - Artenschutz

In einigen Regionen Südostasiens, vor allem in Thailand, trainieren Menschen Affen (Makaken) zur Kokosnuss-Ernte. Die Tiere tragen häufig Metallhalsbänder, klettern an kurzen Leinen auf bis zu 20–25 Meter hohe Palmen und wickeln dort die reifen Früchte ab. "Gut" trainierte Affen ernten laut Berichten bis zu 1600 Kokosnüsse pro Tag. Ein menschlicher Pflücker schafft im Durchschnitt etwa 80 Nüsse pro Tag. Berichte von Tierschutzorganisationen wie PETA dokumentieren grausame Misshandlungen. Diese Affen leben in Ketten, haben keine Möglichkeit zu freiem sozialen Kontakt und "Trainer" entfernen ihnen teilweise die Eckzähne, um Bisse zu verhindern.23,24

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Kokospalme (Cocos nucifera), ein tropisches Palmengewächs, hat ihren Ursprung in Südostasien (Malaysia, Indonesien, Philippinen) und den Inseln zwischen dem Indischen und Pazifischen Ozean. Von dort aus gelangte die Frucht der Kokospalme vermutlich nach Indien und dann nach Ostafrika. Nach der Entdeckung des Kaps der Guten Hoffnung in Südafrika führten Menschen die Pflanze in Westafrika ein, von wo sie sich weiter verbreitete (amerikanischer Kontinent, weitere tropische Regionen).25

Laut FAOSTAT waren Indonesien, die Philippinen und Indien 2023 die drei Länder mit der grössten Kokosnussproduktion.26

Informationen zum Anbau und zur Ernte von Kokosnüssen finden Sie im Artikel zu Kokosfleisch. Über die industrielle Herstellung von Kokosmilch lesen Sie im Artikel zu konservierter Kokosmilch.

Weiterführende Informationen

Die Kokospalme (Cocos nucifera) stellt die einzige Art der Gattung Cocos innerhalb der Familie der Palmengewächse (Arecaceae) dar. Es gibt jedoch viele verschiedene Sorten. Zwei wichtige übergeordnete Sorten sind 'dwarf' und 'tall' Kokospalmen – kleine und grosse Kokospalmen.27

Die Kokosnuss, die Frucht der Kokospalme ist keine echte Nuss, sondern eine einsamige Steinfrucht. Sie besteht aus drei miteinander verwachsenen Karpellen, was auch zu ihrer oft leicht dreieckigen Form führt. Die drei Augen, die auf einer Seite zu sehen sind, sind die drei Keimlöcher, wobei immer nur ein Keim zu wachsen beginnt.28

Kokosnüsse sind für viele Menschen von grosser Bedeutung. Die weltweite Ernte liegt bei rund 17 Milliarden Stück. Über 80 Millionen Menschen leben vom Anbau und der Verarbeitung. Alleine auf den Philippinen sind es ca. 25 Millionen Menschen.27,29

Aus getrocknetem Kokosfleisch lassen sich Kokos-Chips (feine, dünne Streifen) und Kokosraspeln herstellen. Nicht zu verwechseln sind die Raspel mit Kokosmehl, das aus dem Trester (ausgepresstes Fruchtfleisch) hergestellt ist, der bei der Produktion von Kokosmilch, Kokossahne oder Kokosöl übrigbleibt.

Alternative Namen

Kokosnussmilch, auch Kokosmilch, findet sich teilweise auch unter der Bezeichnung Kokosnussdrink. Damit könnte aber auch mit Wasser verdünnte Kokosmilch oder sogar Kokosnusswasser gemeint sein. Kokossahne ist dagegen eine "konzentrierte Kokosmilch" mit hohem Fettanteil.

Die englische Bezeichnung für Kokosmilch lautet coconut milk.

1.

Nährstofftabellen.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.

"Coconut oil is 100% fat, 80-90% of which is saturated fat. This gives it a firm texture at cold or room temperatures. Fat is made up of smaller molecules called fatty acids, and there are several types of saturated fatty acids in coconut oil. The predominant type is lauric acid (47%), with myristic and palmitic acids present in smaller amounts, which have been shown in research to raise harmful LDL levels. Also present in trace amounts are monounsaturated and polyunsaturated fats."

"Although epidemiological studies find that groups of people who include coconut as part of their native diets (e.g., India, Philippines, Polynesia) have low rates of cardiovascular disease, it is important to note that many other characteristics, dietary and other, could be explanatory. Also, the type of coconut they eat is different than what is used in a typical Western diet. These groups do not eat processed coconut oil, but the whole coconut as coconut meat or pressed coconut cream, along with an indigenous diet of foods rich in fiber and low in processed and sugary foods. [2]"

Website

Harvard T.H. Chan. The Nutrition Source. Coconut Oil.

3.

"TFA recommendations: 1. WHO recommends that adults and children reduce trans-fatty acid intake to 1% of total energy intake (strong recommendation). 2. WHO suggests further reducing trans-fatty acid intake to less than 1% of total energy intake (conditional recommendation). 3. WHO recommends replacing trans-fatty acids in the diet with polyunsaturated fatty acids or mono unsaturated fatty acids primarily from plant sources (conditional recommendation).

Website

WHO World Health Organization: Saturated fatty acid and trans-fatty acid intake for adults and children. WHO guideline. 2023.

4.🞽

Systematisches Review und Meta‑Analyse randomisierter kontrollierter Studien (RCTs)

"Medium-chain triglycerides (MCTs) may result in negative energy balance and weight loss through increased energy expenditure and lipid oxidation. However, results from human intervention studies investigating the weight reducing potential of MCTs, have been mixed."

"Replacement of LCTs with MCTs in the diet could potentially induce modest reductions in body weight and composition without adversely affecting lipid profiles. However, further research is required by independent research groups using large, well-designed studies to confirm the efficacy of MCT and to determine the dosage needed for the management of a healthy body weight and composition."

"Thirteen trials (n=749) were identified. Compared with LCTs, MCTs decreased body weight (–0.51 kg [95% CI–0.80 to –0.23 kg]; P<0.001; I2=35%); waist circumference (–1.46 cm [95% CI –2.04 to –0.87 cm]; P<0.001; I2=0%), hip circumference (–0.79 cm [95% CI –1.27 to –0.30 cm]; P=0.002; I2=0%), total body fat (standard mean difference –0.39 [95% CI –0.57 to –0.22]; P<0.001; I2=0%), total subcutaneous fat (standard mean difference –0.46 [95% CI –0.64 to –0.27]; P<0.001; I2=20%), and visceral fat (standard mean difference –0.55 [95% CI –0.75 to –0.34]; P<0.001; I2=0%). No differences were seen in blood lipid levels."

DOI: 10.1016/j.jand.2014.10.022

Study: strong evidence

Mumme K, Stonehouse W. Effects of medium-chain triglycerides on weight loss and body composition: a meta-analysis of randomized controlled trials. Journal of the Academy of Nutrition and Dietetics. 2015;115(2):249–263.

5.🞽

Systematic Review & Meta-Analysis: 7 randomisierte Studien

"MCT oil does not affect total cholesterol, LDL cholesterol, or HDL cholesterol levels, but does cause a small increase in triglycerides."

DOI: 10.1093/jn/nxab220

Study: strong evidence

McKenzie KM, Lee CM, et al. Medium-chain triglyceride oil and blood lipids: a systematic review and meta-analysis of randomized trials. The Journal of Nutrition. 2021;151(10):2949–2956. 

6.🞽

Vergleichende Laboranalyse von Kokosnussproben in unterschiedlichen Reifestadien (zart vs. reif).

"Beyond its lipid profile, coconut milk contains diverse bioactive phytochemicals, particularly phenolic compounds, which contribute to its antioxidant activity and potential health benefits [7]. These compounds include phenolic acids (e.g., gallic acid, caffeic acid, p-hydroxybenzoic acid, chlorogenic acid, ferulic acid, and syringic acid) and flavonoids such as catechin [8]. Previous studies, such as those by Arivalagan et al. [9] and Mahayothee et al. [10], have identified and quantified these compounds in coconut meat. Nevertheless, detailed characterization of these compounds remains limited, particularly regarding their variation across different geographic origins and maturity stages of the coconut fruit."

"Phenolic compounds are widely considered as key contributors to the functional properties of coconut, and their concentration can serve as an important indicator of nutritional and bioactive potential. In this study, TPC of all samples was determined using the Folin–Ciocalteu method. As shown in Figure 1A, distinct differences were observed between tender and mature coconuts. In coconut meat, TCM exhibited a significantly higher TPC (248.19 ± 35.89 mg GAE/kg) compared with MCM (190.90 ± 6.94 mg GAE/kg). A similar pattern was evident in coconut water, where TCW contained 92.41 ± 14.83 mg GAE/L and MCW contained 33.26 ± 6.99 mg GAE/L."

"In coconut meat (Figure 2A), the predominant categories (>1% relative abundance) included organooxygen compounds (42.00%, 199 compounds), fatty acyls (13.09%, 130 compounds), carboxylic acids and derivatives (13.06%, 231 compounds), hydroxy acids and derivatives (9.96%, 12 compounds), flavonoids (7.97%, 58 compounds), followed by glycerolipids (3.30%), prenol lipids (1.45%), unsaturated hydrocarbons (1.12%), and benzene derivatives (1.06%). Collectively, the top five categories accounted for approximately 86% of the phytochemical profile. Notably, phenolic compounds (flavonoids, hydroxycinnamic acids and derivatives, and benzoic acids and derivatives) represented 8.58% of total constituents, underscoring their potential nutritional relevance."

"Overall, the phenolic profile revealed clear influences of both tissue type and developmental stage. Coconut water contained a higher proportion of phenolics than coconut meat, particularly flavonoids and hydroxycinnamic acids, highlighting its role as a polyphenol-rich beverage. In addition, tender samples consistently exhibited greater phenolic abundance than mature ones, indicating that phenolic richness declines with fruit maturation as metabolic resources shift toward lipid accumulation in the kernel. Importantly, the identified flavonoids such as catechin, epicatechin, and procyanidins, which are well known for their antioxidant and cardioprotective properties, underscore the nutritional and functional potential of coconut-derived products, especially in their tender stage."

DOI: 10.3390/foods14234023

Study: weak evidence

Jiang R, Xue D, et al. Comparative study of the fatty acid and phenolic profiles of tender and mature coconut for coconut milk production. Foods. 2025;14(23):4023.

7.🞽

Vergleichende Untersuchung von Kokosnussfleisch aus drei Herkunftsländern (Thailand, Indonesien, Vietnam).

"Table 2 indicates that the same pattern of phytosterol in coconut meat from different sources. The phytosterol content found in the coconut meat from these sources ranged only from 19-26 mg per 100 g. However, the total phytosterol content in coconut meat from Indonesia was significantly higher than the others (P ≤ 0.05). β-sitosterol was the main phytosterol found and accounted more than 50% of the total content."

"The phytosterol content mainly as beta-sitosterol was highest in the coconut meat from Indonesia."

DOI: 10.12982/CMUJNS.2019.0037

Study: weak evidence

Ngampeerapong C, Chavasit V. Nutritional and bioactive compounds in coconut meat of different sources: thailand, indonesia and vietnam. CMUJ Nat. Sci. 2019;18(4).

8.🞽

Systematisches Review: 21 Studien

"Overall, the weight of the evidence from intervention studies to date suggests that replacing coconut oil with cis unsaturated fats would alter blood lipid profiles in a manner consistent with a reduction in risk factors for cardiovascular disease."

DOI: 10.1093/nutrit/nuw002

Study: strong evidence

Eyres L, Eyres MF, et al. Coconut oil consumption and cardiovascular risk factors in humans. Nutr Rev. 2016;74(4):267–280.

9.🞽

Prospektive, longitudinale Kohortenstudie

"Higher dietary intakes of major SFAs are associated with an increased risk of coronary heart disease. Owing to similar associations and high correlations among individual SFAs, dietary recommendations for the prevention of coronary heart disease should continue to focus on replacing total saturated fat with more healthy sources of energy."

"Intervention studies have consistently linked SFA intake with deteriorated blood lipid profile, with individual SFAs conferring heterogeneous effects, which might also explain the current controversies over SFAs.9 10 For example, a recently updated meta-analysis of clinical trials found that lauric acid (12:0), myristic acid (14:0), and palmitic acid (16:0) significantly raised levels of total cholesterol and low density lipoprotein (LDL) cholesterol when mixed carbohydrates in diet were replaced by these fatty acids.9 10 The effects of stearic acid (18:0), however, were largely neutral."

DOI: 10.1136/bmj.i5796

Study: moderate evidence

Zong G, Li Y, et al. Intake of individual saturated fatty acids and risk of coronary heart disease in US men and women: two prospective longitudinal cohort studies. BMJ. 2016; 355:i5796.

10.🞽

coconut 2687 Globalaveragewater footprint(m3ton−1)

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600.

11.🞽

Retrospektive Beobachtungsstudie (Chart Review)

"Although the rate of reactivity to coconut in sensitized individuals is low, half of the reactions from consumption met the criteria for anaphylaxis. Clinicians should be aware of the spectrum of reactions and diagnostic use of sIgE and SPT."

"Coconut allergy is becoming a more common concern among parents of children with food allergy, in part owing to the required labeling on packaged foods.1 In addition, coconut has increasingly become part of the US diet and is a nutritional alternative beverage for children with cow’s milk allergy. It is striking that coconut is the most common food allergen present in commercially available skin care products, with 1 study revealing approximately 75% of shampoos and body soaps contain coconut.2 Furthermore, coconut has been popularized as a natural moisturizer for babies, particularly children with atopic dermatitis at high risk for food allergy.3 In infants, applying coconut to inflamed skin and not engaging in oral consumption is a concerning set-up for percutaneous sensitization and ultimately food allergy, not oral tolerance.46"

"Coconut allergy is becoming a more common concern among parents of children with food allergy, in part owing to the required labeling on packaged foods.1 In addition, coconut has increasingly become part of the US diet and is a nutritional alternative beverage for children with cow’s milk allergy. It is striking that coconut is the most common food allergen present in commercially available skin care products, with 1 study revealing approximately 75% of shampoos and body soaps contain coconut.2 Furthermore, coconut has been popularized as a natural moisturizer for babies, particularly children with atopic dermatitis at high risk for food allergy.3 In infants, applying coconut to inflamed skin and not engaging in oral consumption is a concerning set-up for percutaneous sensitization and ultimately food allergy, not oral tolerance.46"

"Cosensitization with tree nuts, legumes, and seeds was common. Macadamia nut had the strongest correlation with coconut (r = 0.81, P < .001, n = 101)."

DOI: 10.1016/j.anai.2021.01.027

Study: moderate evidence

Kruse L, Lor J, et al. Coconut allergy: Characteristics of reactions and diagnostic predictors in a pediatric tertiary care center. Ann Allergy Asthma Immunol. 2021;126(5):562-568.

12.🞽

Modellbasierte, quantitative Umweltanalyse

Butter 4,695 465 393 5,553 7,692

DOI: 10.1007/s10021-011-9517-8

Mekonnen MM, Hoekstra AY. A global assessment of the water footprint of farm animal products. Ecosystems. 2012;15(3):401–415.

13.🞽

Wissenschaftlicher Kommentar / Meinungsbeitrag (Commentary)

"The article sounds a warning call about the potential impacts of oil palm expansion on tropical forests and biodiversity, particularly in Malaysia and Indonesia; this concern is shared by many environmentalists and concerned scientists [2,3]. However, in spite of efforts by conservationists to curtail deforestation due to oil palm, the global market for palm oil continues to expand."

DOI: 10.1016/j.tree.2008.09.006

Study: weak evidence

Koh LP, Wilcove DS. Oil palm: disinformation enables deforestation. Trends in Ecology & Evolution. 2009;24(2):67–68.

14.🞽

Randomisierte, Crossover-Studie mit stationärer Ernährungskontrolle RCT

17 women, 27 days, 

"These results show that long-term consumption of MCT enhances EE and fat oxidation in obese women, when compared to LCT consumption. The difference in body composition change between MCT and LCT consumption, although not statistically different, was consistent with differences predicted by the shifts in EE. It can be concluded that substitution of MCT for LCT in a targeted energy balance diet may prevent long-term weight gain via increased EE."

DOI: 10.1038/sj.ijo.0802169

Study: strong evidence

St-Onge MP, Bourque C, et al. Medium- versus long-chain triglycerides for 27 days increases fat oxidation and energy expenditure without resulting in changes in body composition in overweight women. Int J Obes Relat Metab Disord. 2003;27(1):95-102.

15.🞽

Randomisierte, kontrollierte Ernährungsintervention RCT

24 Men, 28 days Diet, crossover randomized controlled trial

"Consumption of a diet rich in MCTs results in greater loss of AT compared with LCTs, perhaps due to increased energy expenditure and fat oxidation observed with MCT intake. Thus, MCTs may be considered as agents that aid in the prevention of obesity or potentially stimulate weight loss."

DOI: 10.1038/oby.2003.53

Study: strong evidence

St-Onge MP, Ross R, et al. Medium-chain triglycerides increase energy expenditure and decrease adiposity in overweight men. Obes Res. 2003;11(3):395-402.

16.🞽

Systematisches Review mit Meta-Analyse

"Our findings revealed diets enriched with MCTs are more effective in achieving weight reduction (WMD: −1.53%; 95% CI: −2.44, −0.63; p < 0.01), particularly those containing pure MCTs (WMD: −1.62%; 95% CI: −2.78, −0.46; p < 0.01), compared to long-chain fatty acids (LCTs) enriched diets. However, our subgroup analysis indicates that an MLCTs-enriched diet did not significantly reduce weight loss. Additionally, MCTs-enriched diets were associated with significant reductions in blood triglyceride levels and Homeostatic Model Assessment for Insulin Resistance (HOMA-IR) scores, compared to LCTs-enriched diets."

"Hence, the authors recommend incorporating pure MCTs in dietary interventions for individuals with overweight and obesity, particularly those with comorbidities such as dyslipidemia and impaired glucose metabolism."

"In the present study, we evaluated the differential effects of various types of MCTs (pure MCTs versus MLCTs) on body weight reduction and glucolipid metabolism in individuals with overweight and obesity. Our findings suggest that MCTs-enriched diets potentially lead to greater weight reduction than LCTs-enriched diets. However, our subgroup analysis revealed that MLCTs-enriched diets did not result in significant weight changes, indicating the need to further explore the underlying mechanism"

DOI: 10.1016/j.clnu.2024.06.016

Study: strong evidence

He H, Liu K, et al. The impact of medium-chain triglycerides on weight loss and metabolic health in individuals with overweight or obesity: A systematic review and meta-analysis. Clin Nutr. 2024;43(8):1755-1768.

17.

2025: 6,33 kg

Website

The Big Climate Database. Version 1. Coconut milk. 2025

18.

Kokosöl - Fluch oder Segen der Karibik
Die Kokosnuss wächst auf Palmen in warmen tropischen Ländern, ihr Genuss lässt uns an Karibik denken. Natives, nicht raffiniertes Kokosöl wird als „Superfood“ verkauft, die Nachweise dazu fehlen allerdings. Kokosöl ist keine umweltfreundliche Alternative zu Palmöl!

Kokosfett oder Kokosnussöl kommt aufgrund seiner Hitzestabilität oft beim Braten zum Einsatz. Es wird aus dem Fruchtfleisch der Kokospalme gewonnen und chemisch behandelt, also raffiniert, gebleicht und desodoriert.

Kein Beweis für gesundheitsfördernde Wirkung
Sogenanntes natives Kokosöl hingegen wird nicht raffiniert, nicht chemisch behandelt und oft als besonders gesundheitsfördernd beworben. Doch für diese positive Wirkung auf die Gesundheit fehlen die Studien. Fest steht, dass Kokosöl einen hohen Anteil von gesättigten Fettsäuren enthält, und diese können nachweislich schlechte LDL-Cholesterinwerte erhöhen - also keine Spur von gesund!

Wirklich gesund sind andere Öle
Für exotische Gerichte darf das Kokosöl in Bio-Qualität mit seinem süsslichen Geschmack gelegentlich auf den Teller. Für das tägliche Kochen empfiehlt DIE UMWELTBERATUNG aber anderes Öl aus Bio-Landbau, etwa heimisches Rapsöl oder Olivenöl. Diese haben einen positiven Effekt auf unsere Gesundheit, wie zahlreiche Studien belegen. Und sie punkten auch ökologisch gegenüber Kokosöl, weil die Transportwege kürzer sind.

Weniger Ertrag auf Kosten des Regenwalds
Aufgrund des Protests der Konsument*innen sind viele Produkte palmölfrei, einige davon mit Kokosöl produziert. Ein Schutz des Regenwalds ist damit aber nicht gesichert, denn auch Kokospalmen wachsen in tropischen Gebieten wie Indonesien und auf den Philippinen. Bisher wurden sie oft in kleinbäuerlichen Strukturen kultiviert, die hohe Nachfrage führt wieder zu Monokultur. Bei den Erträgen kann die Kokospalme nicht mit der Ölpalme mithalten welche fast den siebenfachen Ertrag auf gleicher Fläche liefert.

Website

Die Umweltberatung Wien. Kokosöl - Fluch oder Segen der Karibik.

19.🞽

analytische Literaturarbeit/Kommentar, die Daten zu Biodiversität und Ölproduktion zusammenführt, um die ökologischen Kosten von Kokosöl im Vergleich zu anderen Pflanzenölen zu diskutieren.

"We used the number of threatened species per million tons of oil produced to assess the environmental impacts from coconut and other oil crops. This measure indicated that coconut has greater relative impact than, for example, oil palm (Figure 1; Table S1). If we consider impact by area rather than amount of product — as is typically done — that is, threatened species per hectare, the impact of oil palm (17 species/mha) surpasses that of coconut (5.3 species/mha; Table S1)."

DOI: 10.1016/j.cub.2020.05.059

Meijaard E, Abrams JF, et al. Coconut oil, conservation and the conscentious consumer. Current Biology. 2020;6;30(13):R757-R758

20.

"Der Ertrag der Ölpalme liegt mit durchschnittlich etwa 3,8 Tonnen Öl pro Hektar weit über dem von Kokosöl mit 0,7 Tonnen Öl pro Hektar. Weitet sich der Trend, Palmöl durch Kokosöl zu ersetzen, aus, hätte das negative Effekte auf die Umwelt, da mehr Fläche benötigt würde. Überdies bedroht auch der Anbau von Kokospalmen die Artenvielfalt."

"Die Anbaubedingungen vor Ort müssen dringend verbessert werden. Und die Kleinbäuerinnen und Kleinbauern, sowohl im Kokosanbau als auch bei Palmöl, benötigen dringend Unterstützung. Beim Einsatz von jeglichen Pflanzenölen, egal ob aus Übersee oder aus heimischem Anbau, sollten strenge ökologische und soziale Kriterien erfüllt werden. Wie so oft zeigt die Biobranche den Weg. Sie hat auch im Kokosanbau vorbildliche Projekte mit Kleinbäuerinnen und Kleinbauern."

Website

WWF. WWF-Report Speiseeis: Like Ice in the Sunshine. 2021.

21.

"Economically, coconut farmers often depend solely on one primary commodity: copra and coconut grains. This reliance can lead to unstable economic conditions, as fluctuating copra and coconut prices directly affect household income. Additionally, many farmers lack the skills and knowledge needed for processing or diversifying coconut products, although every part of the fruit can be used to create economic value. A shortage of coconut farming and products also leads to shifts in local cultural behaviors and consumption patterns. The increasing price of coconut products in local markets is driving communities to switch to more affordable and available alternatives."

Website

Ksapa. Challenges and Transformations of the Global Coconut Value Chain. 2024.

22.

Organic standards address several environmental and social concerns. Restrictions on the use of chemicals on crops and pharmaceuticals on animals have positive impacts on both the environment and people. They promote not only farmer and food safety but also improved food quality (Giovannucci, 2006). 

Voluntary Sustainability Standards (VSS) are standards to meet specific sustainability goals including human rights, income equality, health and safety, environmental protection, etc. The first VSS initiatives like Organic, Fairtrade, and Rainforest Alliance aimed specifically to fill the niche markets of green consumers. But as more international and/or nongovernment organisations participated in developing VSS, the goals shifted to transforming and mainstreaming market to address sustainable production and consumption (Potts, Voora, Lynch, & Mammadova, 2016).  

In addition, coconut also offers many opportunities for improving the environment by increasing carbon sequestration and reducing carbon emission. Coconut also has the most stable carbon storage because it is a perennial plant with almost zero burning in the Philippines, i.e. coconut trunks, leaves, and fruits are used.

Website

United Nations Conference on Trade and Developement. Assessment of organic certification in the coconut oil value chain in the Philippines: Fostering the developement of green exports through voluntary sustainability standards. 2020.

23.

"For eight months, from December 2021 to July 2022, PETA Asia conducted its third investigation into Thailand’s coconut industry, in which chained monkeys are forced to spend long hours climbing tall trees and picking heavy coconuts. In response to international criticism following the release of PETA Asia’s two previous investigations, the Thai government and companies that make coconut products have claimed that monkeys are no longer used in the making of exported products, but PETA Asia’s new investigation has confirmed that rampant abuse of primates is still going unchecked – and that Thai coconut industry insiders are deliberately hiding monkey labor in their supply chain."

The owner of one “monkey school” that investigators visited admitted to buying from farmers who use nets to kidnap wild infant monkeys from their homes and families—even though it’s typically illegal.

In nature, macaques live in large groups with strict hierarchies and an intense focus on social relationships. But at one of the facilities investigated, juvenile monkeys slated to be trained for coconut picking were kept away from other members of their own species in cages. At another facility, investigators saw a chained female monkey who was also kept away from other monkeys, with no food or water nearby and little access to shade."

"The terrified young monkeys are forced to perform frustrating and difficult tasks, such as twisting heavy coconuts until they fall off the trees from a great height. An investigator learned that if monkeys try to defend themselves, their canine teeth may be pulled."

Website

Peta. A PETA Asia Investigation - No Monkey Is Safe in the Thai Coconut Industry.

24.

"Leaving the deft-fingered macaques in the wild might deal quite the blow to the coconut biz. As NPR noted, males can harvest an average of 1,600 coconuts per day, while females can harvest 600. Compared with their less-evolved brethren, humans are real apes at this game, bringing home just 80 per day."

Website

The Washington Post. The murky ethics of making monkeys pick our coconuts. 2015.

25.🞽

Narratives Review

"The plant is originally from Southeast Asia (Malaysia, Indonesia, and the Philippines) and the islands between the Indian and Pacific Oceans. From that region, the fruit of the coconut palm is believed to have been brought to India and then to East Africa. After the discovery of the Cape of Good Hope, this plant was introduced into West Africa and, from there, dispersed to the American continent and to other tropical regions of the globe"

DOI: 10.1590/1414-431X20154773

Study: weak evidence

Lima EBC, Sousa CNS, et al. Cocos nucifera (L.) (Arecaceae): A phytochemical and pharmacological review. Brazilian Journal of Medical and Biological Research. 2015;48(11):953.

26.

Coconuts, in shells. 2023. Production Quantity.

Website

FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Production Quantity. Coconuts, in shells. 2023.

27.

Coconut palms grow between 23° north and 23° south of the equator. If the tree survives oitside this limit it souesnt produve fruit. Coconut palms flourish in sandy soil that is aerted and well drained. They do best in temperature between 27°C and 30 °, and altough they tolerate salt water, they do require fresh groundwater and humid environment.
Indonesia is the world's largest producer of coconuts, with the Philippines coming in a close second. India is number tree in production. These tree countries acount for about 70 % of the world's total production of coconuts. Brazil, Sri Lanka and Vietnam follow as forth, fifth and sixth..

It would be dificult to find a coconut product made in Thailand that wasn't picked by a monkey..A trained male macaque can pick 1600 coconuts a day.. human production of eighty coconuts per day

Coconut is considered to be so important to the current weill-being of people of Sri lanka that the minister of coconut has been a cabinet level position since 1976.

about 17 billion coconuts are harvested worldwide, which translate to more than 80 million people earning their livelihoods whrough the growing and processing of coconut. . Of the just 110 million people in the Phiippines there are 1.5 million coconut farmers and more than 24 million other people involved in coconut growing or processing.

Book

Newman M, Kirker CL. Coconut: a global history. Reaktion Books; 2022:173.

28.

"The fruit is a 3-sided drupe (40-50 cm long) that turns yellow or brown with age and has a thick fibrous husk around it."

"Seed filling the large endocarp cavity, ± 10–15 cm. in diameter; endosperm to 2 cm. thick, lining the endocarp; embryo top-shaped, next to the functional ‘eye’. Fruit usually only 1 on each rachilla developing to maturity, massive, with basal persistent calyx and corolla at maturity increasing to 5 cm. long and 7 cm. wide, the whole fruit obovoid, obscurely trigonous, extremely variable; in shape and size, to 25 cm. long by 20 cm. wide or more, usually with only 1 of the 3 carpels developing;"

Website

WFO The World Flora Online. Cocos nucifera L.

29.

"Für über 400 Millionen Menschen der tropischen Regionen ist die Kokospalme die wichtigste Nutzpflanze und die entscheidende Fett- und Eiweissquelle..."

Book

Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer: Berlin, Heidelberg, New York; 1977:509-518.

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