Stiftung Gesundheit & Ernährung
S t i f t u n g
Gesundheit & Ernährung
Schweiz
QR Code
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Curryblätter (roh?, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Curryblättern in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Aufgrund mangelhafter Informationen zu den Nährstoffen der Zutat haben wir nur vertrauenswürdige Werte in die Nährwerttabelle aufgenommen.
66%Wasser 78Makronährstoff Kohlenhydrate 77.95%/19Makronährstoff Proteine 18.94%/03Makronährstoff Fette 3.11% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission.

Curryblätter sind ein beliebtes Gewürz zur Zubereitung asiatischer Gerichte. Achten Sie auf Bio-Qualität, da kommerziell angebaute Blätter oft kontaminiert sind. Sie lassen sich roh verwenden, meist kommen sie jedoch gekocht in Eintöpfen (Currys) zum Einsatz.

Verwendung in der Küche

Curryblätter sind Blätter des asiatischen Currybaumes (Murraya koenigii). Dieser ist nicht zu verwechseln mit dem mediterranen Curry-Kraut (italienische Strohblume, Helichrysum italicum). Letzteres duftet nach dem bekannten Currypulver. Indische Curryblätter hingegen haben einen frischen, leicht fruchtigen bis rauchigen Geschmack und duften nach Zitrusfrüchten. Da es durch Trocknung zu deutlichen Einbussen an Aroma und Geschmack kommt, kommen Bio-Curryblätter bevorzugt frisch zum Einsatz.

Sind Curryblätter essbar? Die dunkelgrünen Blätter sind essbar, da sie dünn sind. Sie müssen sie nicht wie z.B. Lorbeer nach dem Kochen entfernen.

In der sri-lankischen und südindischen Küche dienen Curryblätter zum Würzen von vorwiegend vegetarischen und veganen Gerichten. Sie passen zu den meisten Gemüsearten, Kartoffeln, Linsen und Kichererbsen. Zu roten Linsen oder Moong Daal (Dal) harmonieren Curryblätter hervorragend mit Chili-Paprika und schwarzen Senfkörnern. Sie schmecken auch mit Tamarinde und in Kokosmilch.

Ein paar Blätter reichen aus, um eine Sauce oder ein Gericht zu würzen. Damit sie ihr volles Aroma entfalten, erhitzen Sie die Blätter. Entweder rösten Sie sie bei mittlerer Hitze in etwas Öl oder Ghee (Butterschmalz) an, oder Sie geben die ganzen oder zerkleinerten Blätter ca. 15 Min. vor Ende der Garzeit zum Gericht hinzu, was viel gesünder ist.

Zudem bilden sie eine wichtige Zutat im traditionellen sri-lankischen Kräuterbrei "Kola Kanda".13

Wenn Sie in den Besitz von frischen, biologischen Curryblättern kommen, können Sie diese einfrieren, um den Geschmack zu konservieren. Wegen des Verlustes von Aromastoffen durch die Trocknung setzen Sie bei getrockneten Blättern mind. die doppelte Menge ein.

In Indien gibt es Curryblatt-Pulver. Dieses ist nicht mit Currypulver, einer Gewürzmischung, zu verwechseln. Curryblatt-Pulver ist weniger intensiv im Geschmack als frische Blätter, ist dafür länger haltbar und einfach zu dosieren. Neben dem Gewürzpulver sind auch Nahrungsergänzungsmittel auf der Basis von Curryblättern erhältlich.

Veganes Rezept für indische Kartoffeln mit Curryblätter

Zutaten (für 4 Personen): 1 kg Kartoffeln (festkochend), 3 TL Currypulver, 1 TL Kurkuma, 4 Frühlingzwiebeln, 3 EL Rapsöl, 15 Curryblätter, 1 Zimtstange, 1 TL braune Senfkörner, 1 TL Kreuzkümmel-Samen, 1 Zitrone (bio), Salz, schwarzer Pfeffer.

Zubereitung: Kartoffeln gründlich waschen und in der Schale knapp gar kochen, abgiessen und pellen. Nach dem Abkühlen die Kartoffeln in Spalten schneiden. Kartoffeln mit Currypulver, Chilipulver, Kurkuma und Salz mischen. Frühlingszwiebeln waschen, putzen und in 1 cm breite Stücke schneiden. Rapsöl in einer grossen Pfanne erhitzen und Kartoffeln anbraten. Hitze reduzieren und Curryblätter, Zimt, Senfkörner und Kreuzkümmel zu den Kartoffeln geben. 1 Min. anbraten. Frühlingszwiebeln unterrühren, weitere 4 Min. braten. Zitrone auspressen. Kartoffeln mit Zitronensaft, Salz und Pfeffer würzen.

Teezubereitung mit Curryblättern

Mit frischen oder getrockneten Curryblättern (bio) lässt sich auch Tee zubereiten. Dafür 8-10 Curryblätter (roh) mit 2-3 Tassen Wasser rund 15-20 Min. in einem Topf aufkochen. Herd abstellen und 10 Min. ziehen lassen. Tee mit einem Sieb filtern und ggf. mit Honig und ein wenig Zitronensaft abschmecken.

Vegane Rezepte mit Curryblättern (roh) finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa gibt es keine frischen Curryblätter (roh) zu kaufen. Auch Bio-Supermärkte wie Denns Biomarkt und Alnatura führen bislang keine frischen Curryblätter im Sortiment. In Asia-Läden sowie im Kräuter- und Gewürzfachhandel sind frische und getrocknete Curryblätter ganzjährig erhältlich. Über Online-Shops lassen sich ebenfalls getrocknete Curryblätter bestellen. Wichtig ist der Kauf biologisch angebauter Produkte mit einem geprüften Gütesiegel (siehe Gefahren).

Curryblätter sind nicht mit Currypulver oder Curry-Kraut (italienische Strohblume, Helichrysum italicum) zu verwechseln.

Die Verfügbarkeit von Curryblättern ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Frische Curryblätter lassen sich einige Tage im Kühlschrank aufbewahren. Sie können sie auch einfrieren und haben so für ein paar Monate beinahe frische Blätter zur Verfügung. Getrocknete Curryblätter sind wie Gewürze in einem verschlossenen Gefäss dunkel und kühl sowie vor Feuchtigkeit geschützt zu lagern.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Realitätsnah zeigen wir Ihnen hier die Inhaltsstoffe von Gewürzen und Kräutern pro 1 g (statt pro 100 g wie üblich).

Ein Curryblatt wiegt durchschnittlich 0,13 g. Pro Gericht kommen meist 8-10 Blätter zum Einsatz. 1 g Curryblätter enthält mit nur 1,11 kcal sehr wenige Kalorien. Sie weisen vorwiegend Kohlenhydrate (0,25 g/1g) und Proteine (0,06 g/1g) auf und sind praktisch fettfrei.1

Calcium, Vitamin A und Eisen sind die wichtigsten essenziellen Nährstoffe, die Curryblätter anbieten. Jedoch tragen sie und die Makronährstoffe wegen der kleinen Verzehrmenge nicht wesentlich zur Deckung des jeweiligen Tagesbedarfs bei. Weitaus wichtiger für den Gesundheitswert sind die sekundären Pflanzenstoffe in dieser Zutat. Da alle Kräuter sehr viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe mitbringen, verzichten wir hier bewusst auf die Bezeichnung Superfood.1

Die gesamten Inhaltsstoffe von Curryblättern (roh), die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Die gesundheitlichen Effekte von Curryblättern sind auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückzuführen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Curryblätter enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:3,13

  • Isoprenoide: Monoterpene und -terpenoide (Alpha-Pinen, Beta-Pinen, Sabinen, Linalool, Myrcen, Trans-Beta-Ocimen), Sesquiterpene und -terpenoide (Elemol), Triterpene und -terpenoide (Squalen), Steroide (Beta-Sitosterol)
  • Polyphenole: Flavonoide: Flavonole (Quercetin, Kaempferol, Rutin, Myricetin), Flavone (Apigenin), Flavanole (Catechin, Epicatechin), Flavanone (Naringin); Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Vanillinsäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure)

Curryblätter enthalten sekundäre Pflanzenstoffe, die gesundheitsfördernde Wirkungen haben. Da solche bioaktiven Stoffe jedoch in fast allen pflanzlichen Lebensmitteln vorkommen, ist der gesundheitliche Mehrwert von Curryblättern eher durchschnittlich.

Curryblätter sind reich an Carbazol-Alkaloiden, die antioxidativ sind und gegen Geschwüre, Krebs und Diabetes helfen können.6 Ebenfalls enthalten sie Terpenoide, Flavonoide, phenolische Verbindungen und ätherische Öle.3

Extrakte aus Curryblättern zeigen entzündungshemmende und antioxidative Effekte. Sie können freie Radikale abfangen, die oxidativen Stress im Körper verursachen. Natürliche Antioxidantien aus pflanzlichen Quellen gelten als vielversprechendes Mittel zur Vorbeugung und Behandlung von zahlreichen Krankheiten, insbesondere neurodegenerativen Erkrankungen, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Krebs.3 Die höchste antioxidative Aktivität zeigten Ethanol-Wasser-Extrakte bei 25 °C auf. Zweithöchste Gehalte wiesen Wasser-Extrakte bei 25 °C auf. Allgemein enthielten Extrakte aus der Herstellung bei Kochtemperatur weniger Antioxidantien als Extrakte bei Raumtemperatur.9

In Tierstudien an Ratten schützt der Blattextrakt (M. koenigii) die Nieren auf vielfältige Weise. Er stabilisiert Blut- und Urinwerte wie Kreatinin, Harnstoff-Stickstoff, Natrium sowie Gesamteiweiss und bewahrt das Nierengewebe vor Schäden durch Durchblutungsstörungen sowie giftige Medikamente. Durch seine starke antioxidative Wirkung verringert der Extrakt zellschädigenden Stress im Körper, kurbelt körpereigene Schutzstoffe an und fördert sogar die sichtbare Regeneration von geschädigtem Nierengewebe bei diabetischen Tieren.3

Darüber hinaus beschleunigten Curryblätter in weiteren Tierexperimenten die Wundheilung bei männlichen Ratten und förderten dabei unter anderem die Kollagenbildung.3

Curryblätter haben aufgrund des darin enthaltenen ätherischen Öls einen antimykotischen Effekt und wirken gegen eine Vielzahl pathogener Pilze.3

Ätherisches Currybaum-Öl aus Blättern oder Früchten findet in Kosmetikprodukten, in der Aromatherapie sowie als Konservierungsmittel Nutzung.6 Curryblattpulver eignet sich zudem zur Anreicherung von Lebensmitteln: Beim Backen lässt sich bis zu 10 % des Weizenmehls durch das Pulver ersetzen, was den Gehalt an Proteinen, Ballaststoffen, Mineralien, β-Carotin und die Radikalfängeraktivität des Endprodukts erhöht.10

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Spülen Sie Curryblätter sehr gut ab und kochen Sie sie am besten mit. Kommerzielle Produkte können mit Pestiziden und Bakterien (Salmonella, E. coli) verunreinigt sein.4 Achten Sie deshalb unbedingt auf Bio-Qualität sowie auf offizielle Bio-Labels und Codes der Kontrollstellen.

Die frischen Blätter können mit Insekten verunreinigt sein, die Zitrusbäume angreifen und zerstören können. Deshalb ist die direkte Einfuhr durch Touristen in manchen Ländern (u.a. USA) nicht erlaubt.5

Volksmedizin - Naturheilkunde

In der indischen Volksmedizin finden Blätter, Rinde, Wurzeln und Früchte des Currybaumes vielfältige Anwendung. Curryblätter dienen traditionell gegen Erbrechen, Magenverstimmungen und Verdauungsstörungen. Zudem kommen die verschiedenen Teile des Currybaumes bei Diabetes, Pilzerkrankungen, Darmentzündungen, Durchfall, Fieber und depressiven Beschwerden sowie zur Blutreinigung zum Einsatz.3,13

Äusserlich angewendet besitzen die Blätter einen kühlenden und beruhigenden Effekt. Sie lindern raue Haut, weisen eine aufhellende Wirkung auf das Hautbild auf und eignen sich als Haartonika.2

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der ökologische Fussabdruck eines Lebensmittels hängt von unterschiedlichen Faktoren ab. Eine entscheidende Rolle spielt die Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), saisonale, regionale oder inländische Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedliche Verpackungsarten und ob es sich um Frischwaren oder Tiefkühlwaren handelt.7

Trotz umfangreicher Recherche konnten wir keine genauen Angaben zum CO2-Fussabdruck von Curryblättern finden. Der CO2-Ausstoss ist jedoch nicht zu unterschätzen, da Curryblätter meist einen Transportweg von mehreren Tausend Kilometern zurücklegen, bevor sie im Geschäft erhältlich sind.

Der Currybaum ist eine trockenheitstolerante Pflanze. Sie wächst daher unter natürlichen Bedingungen auch ohne künstliche Wasserversorgung. Beim kommerziellen Anbau ist oftmals eine Bewässerung erforderlich. Generell liegt der Wasserfussabdruck von Gewürzen bei ca. 7000 l/kg. Im Vergleich dazu haben Gemüse 300 l/kg und Getreide 1600 l/kg.11

Für Gewürze gibt es Initiativen und Labels wie z.B.: SSI (sustainable spices initiative) oder NSSP (National Sustainable Spice Program), die bestimmte Nachhaltigkeitsstandards versprechen. Aber auch Rainforest Alliance oder UEBT (Union for Ethical Biotrade) haben Programme, die den Anbau von Kräutern und Gewürzen durch bestimmte Lieferkettenmanagements und Zertifizierungssysteme auf eine nachhaltige Schiene bringen. Neben dem Erhalten der Biodiversität in den Anbauländern, sind auch Rechte für ArbeitnehmerInnen gesichert. Standards für die landwirtschaftlichen Betriebe und die Lieferketten sollen die nachhaltigen Aspekte von Produktion und Handel beachten. Allerdings ist das Ausmass der Umsetzung je nach Organisation sehr unterschiedlich.12

In der konventionellen Landwirtschaft kommen zum Schutz vor unerwünschten Pflanzen und Insekten synthetische Herbizide und Pestizide zum Einsatz. Diese schaden jedoch nicht nur nachweislich der Umwelt, sondern können auch direkte negative Effekte auf den Menschen haben. Oftmals finden sich auch im Endprodukt noch Rückstände der während des Anbaus eingesetzten Pflanzenschutzmittel, wie sich auch bei Curryblättern feststellen liess. Idealerweise greifen Sie beim Einkauf auf Curryblätter aus biologischer Landwirtschaft zurück.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Die Blüten des Currybaums (Murraya koenigii) dienen zahlreichen Insekten als Nahrungsquelle und tragen zur Bestäubung der Pflanze bei. Eine Studie aus Westbengalen, Indien, identifizierte unter anderem Apis cerana, Apis dorsata, Halictus acrocephalus, Nomia iridescens, Tetragonula iridipennis und den Schmetterling Appias libythea als wichtige Bestäuber. Besonders in Gebieten mit dichter Vegetation und zwischen 10 und 14 Uhr sind die Zahl und Vielfalt der Blütenbesucher am höchsten.14

Weltweites Vorkommen - Anbau

Der Currybaum ist ursprünglich aus dem indischen Subkontinent (u.a. Sri Lanka und Bangladesch).2,6 Das Verbreitungsgebiet umfasst tropische und subtropische Länder in Südostasien (Thailand, Vietnam, Malaysia, Indien, China), aber auch in Südafrika und in Australien.2,3,6

In Indien wachsen Currybäume wild und in privaten Wald- und Hausgärten. Der Anbau erfolgte ursprünglich für den Heimgebrauch und den lokalen Markt. Aufgrund des ansteigenden Exportpotenzials in die Golfstaaten und die EU findet nun auch kommerzieller Anbau in mehreren Bezirken Südindiens statt.6

Indien ist der grösste Produzent und Verbraucher von Curryblättern. Es gibt jedoch keine offiziellen Zahlen zum Handelsvolumen.

Wild zu finden

Der Currybaum bzw. die Curryblattpflanze kommt in Indien sowohl in kultivierter als auch in wild wachsender Form vor. Wild wachsende Exemplare finden sich unter anderem in den Hügelregionen von Assam, Zentralindien, Himachal Pradesh, Kerala, Punjab, Sikkim, Tamil Nadu, Uttarakhand, Westbengalen und den Westghats.15

Anbau - Ernte

Murraya koenigii ist ein Strauch oder kleiner Baum mit einer Höhe von bis zu 6 m und einem Stammdurchmesser von etwa 15–40 cm. Die Rinde ist grau und weist längliche Rillen auf. Darunter liegt eine weisse Rindenschicht. Die Blätter sind dunkelgrün, doppelt gefiedert, etwa 15–30 cm lang und bestehen aus 11–25 einzelnen Blättchen. Die Blättchen sitzen wechselständig an der Blattachse und besitzen unregelmässige Blattränder. Die weissen, süsslich duftenden Blüten stehen in endständigen Blütenständen. Die reifen Früchte sind violett-schwarz, etwa 2,5 cm lang und enthalten zwei Samen.13

Currybäume lassen sich auch ausserhalb von subtropischen und tropischen Gegenden im Topf anpflanzen. Der frostempfindliche Baum muss aber im Innenbereich überwintern. Die Anzucht erfolgt durch Jungpflanzen oder aus Samen. Currybäume bevorzugen reichhaltige, gut durchlässige Erde und einen sonnigen Standort.8

Weiterführende Informationen

Der Currybaum (Murraya koenigii, Syn. Bergera koenigii) gehört zur Familie der Rautengewächse (Rutaceae) und ist vor allem für seine Curryblätter bekannt. Von den 14 weltweit bekannten Arten der Gattung Murraya kommen in Indien nur zwei Arten vor: M. koenigii und M. paniculata. Aufgrund ihres breiten Spektrums an gesundheitsfördernden Eigenschaften ist M. koenigii von besonderer Bedeutung: Die Pflanze findet seit Jahrhunderten in verschiedenen Formen Verwendung und nimmt in der traditionellen indischen Medizin unter dem Namen "Krishnanimba" einen zentralen Stellenwert ein.3

Alternative Namen

Die englische Bezeichnung für Curryblätter lautet "curry leaves" (Singular: "curry leaf").

Sonstige Anwendungen

Das aus den Blättern gewonnene ätherische Öl findet traditionell als Duft- und Aromastoff sowie als Fixiermittel für Seifenparfüms15 Verwendung. Frische Curryblätter zusammen mit Kokosöl aufgekocht, bis ein schwarzer Rückstand entsteht, der als Haarpflegemittel zur Erhaltung der natürlichen Haarfarbe und zur Förderung des Haarwachstums dient.3

1.*

Narratives Review

Study: weak evidence

Joseph S, Peter KV. Curry Leaf (Murraya koenigii), Perennial, Nutritious, Leafy Vegetable. Economic Botany. 1985;39(1):68-73.

2.*

Murraya koenigii is a native of India, Sri Lanka and other
south Asian countries. Murraya koenigii is distributed
throughout India and is abundantly found from Sikkim to
Garhwal, Bengal, Assam, Western Ghats and Kerala. It
reached to Malaysia, South Africa and Reunion Island from
India along with South Indian immigrants.

The leaves contain proteins, carbohydrates, fibre, minerals,
carotene, nicotinic acid, vitamin C, oxalic acid, crystalline
glycosides and carbazole alkaloids. Fresh young leaves
contains yellow colored volatile oil rich in vitamin A,
calcium, girinimbin, iso-mahanimbin, koenine, koenigine,
koenidine and koenimbine [30-31].

Used as
Stomachic
Purgative
Febrifuge
Anti-anemic
Anti-helminthic
Analgesic
Anti-ulcer
Antinociceptive
Antiamnesic
Anti Inflammation, cooling and itching
Hair tonic
Stimulant of hair growth


To cure
Bruises and Eruption
Night blindness, Vomiting
Bites of poisonous animals
Hypercholesterolemia lightening


For Flavoring and Seasoning
Memory enhancing
Maintaining the natural skin
Pigmentation and showed skin
lighting and rough skin improving
effect
Losing weight
Hypoglycemic activit

Narratives Review

Study: weak evidence

Gahlawat DK, Jakhar S et al. Murraya koenigii (L.) Spreng: an ethnobotanical, phytochemical and pharmacological review. Journal of Pharmacognosy and Phytochemistry. 2014;3(3):109-119.

3.*

An ethanol extract from M. koenigii leaves showed significant analgesic and anti-inflammatory activity when explored using carrageenan-induced hind paw edema in albino rats

The leaf extracts of M. koenigii have high antioxidant activities

Natural antioxidants from plant sources have been considered a promising therapy for the prevention and treatment of these diseases, especially neurodegenerative disorders, cardiovascular diseases, cancer, and other conditions.

The antioxidant activities exhibited by the crude extracts of M. koenigii were probably due to the presence of flavonoids and phenolic derivatives.

An increase in the free radical concentration in the body can cause subsequent oxidative and cellular damage to lipids, proteins, RNA, and DNA

The antifungal activity of M. koenigii has been reported in various studies. For example, the essential oil of the leaves was reported to possess antifungal activity. Different investigations support the traditional use of the plant as an antifungal agent. In vitro antifungal activity may explain the use of curry leaves for the treatment of diarrhea, dysentery, and skin eruptions in folklore medicines.

Murraya koenigii (M. koenigii) (L) Spreng (Family: Rutaceae) is usually known as “curry leaves”. The tropical and subtropical regions in the world have large distributions of M. koenigii [7]. Among the 14 global species belonging to the genus of Murraya, only two, M. koenigii and M. paniculate, are available in India. M. koenigii is more important due to its huge spectrum of traditional medicinal properties. For centuries, this plant has been used in diverse forms and holds a place of pride in Indian Ayurvedic medicine, known as “krishnanimba”.

"2.1. Traditional Uses of M. koenigii"

"Table 1. Phytochemical compounds identified from M. koenigii."

"4.5. Nephroprotective Activity"

Narratives Review

DOI: 10.3390/antiox9020101

Study: weak evidence

Balakrishnan R, Vijayraja D et al. Medicinal Profile, Phytochemistry, and Pharmacological Activities of Murraya koenigii and its Primary Bioactive Compounds. Antioxidants (Basel). 2020;9(2):101.

4.*

Fresh herbs have been associated with a number of outbreaks in recent years, in the United Kingdom and elsewhere. A study of fresh herbs was carried out to assess their microbiological safety in relation to Salmonella contamination and levels of Escherichia coli.

Whilst 88% of samples in this study were of an acceptable microbiological quality, the presence of Salmonella and/or elevated E. coli levels in 12% is a cause for concern. Curry leaves, in particular, had significantly higher rates of contamination with both Salmonella and E. coli than other herbs.

Beobachtende Querschnittsstudie

DOI: 0.1111/jam.12855

Study: moderate evidence

Willis C, Sadler-Reeves L et al. An assessment of the microbiological safety of fresh whole-leaf herbs from retail premises in the United Kingdom with a focus on Salmonella spp. J Appl Microbiol. 2015;119(3):827-833.

5.

Curry leaf is a restricted item because it is known to harbor pests associated with citrus diseases.

Also found within the prohibited curry leaves was Asian citrus psyllid (Diaphorina citri Kuwayama Liviidae). This pest originated in Asia and was first detected in Florida in 1998. Asian citrus psyllid causes damage to citrus trees because it vectors bacteria responsible for one of the most devastating citrus diseases, Huanglongbing, also known as citrus greening. This disease has cost the U.S. citrus industry billions in lost revenue.

Website

U.S. Customs and Border Protection. Pests found in luggage do not curry favor. 2021.

6.*

Due to its nutritional value, increasing export potential, less input, lower cost of cultivation, assured income,perennial nature and constant demand in local, national and international markets, the curry leaf is being cultivated on commercial scale in recent years in India.  As curry leaf is a perennial leafy vegetable, it provides assured income
to small and marginal farmers if cultivated on
commercial scale and earns considerable amount of
foreign returns through export particularly to Gulf and
European Unions (Joseph and Peter, 1985)

The curry leaf originated from Indian sub-continent
including Andaman and Nicobar Islands, Sri Lanka
and Bangladesh (Joseph and Peter, 1985), later
expanded to different parts of the world by Indian
migrants. Presently, it is grown in various tropical and
subtropical regions such as, India, Sri Lanka, Bhutan,
Nepal, Malaysia, Southern China, Guangdong,
Southern Hainan, Southern Yunnan, Laos, Vietnam,
Thailand, Mariana Islands, Vanuatu, New Caledonia,
Ryuku Islands, Australia and South Africa (Smith,
1985).

It is reported that,
100 gm of fresh leaves contains 8.7g carbohydrate,
6g protein, 1g fat, 7560 μg ss-carotene, 830mg Calcium and 0.93mg Iron. Whereas, 100g of dehydrated leaves contains 64.31g carbohydrate,
12g protein, 5.4g fat, 5292 μg ss-carotene, 2040mg
Calcium and 12mg Iron (Khatoon et al., 2011).

Although curry leaf is a rich source of calcium,
its bioavailability is affected due to the presence of
high oxalic acid

Narratives Review

DOI: 10.24154/jhs.v15i1.775

Study: weak evidence

Raghu BR. Diversity and Distribution of Curry Leaf in India. Journal of Horticultural Sciences. 2020;15(1):1-8.

7.

Website

Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020.

8.

Website

UIC Univeristy of Illinois at Chicago. Heritage Garden. Curry Leaf Tree (Murraya koenigii).

9.*

Total polyphenol content (TPC) and antioxidant activities of curry leaf extracts (hexane, chloroform, ethanol, ethanol-water (1:1) and water at ambient (AT, 25 °C) and boiling temperature (BT) (Soxhlet extraction) , were determined by DPPH (1,1-diphenyl-2-picrylhydrazyl), ABTS (2,2′-azinobis(3-ethylbenzothiazoline-6-sulphonic acid) diammonium salt), and total reductive potential assays.

Hot extracts had lesser antioxidant activities than ambient extracts. The best solvent system for getting maximum antioxidant activity from curry leaves was ethanol-water (1:1)-(AT).

Experimentelle Laborstudie (in vitro)

DOI: 10.1007/s13197-010-0134-x

Study: weak evidence

Sasidharan I, Menon AN. Effects of temperature and solvent on antioxidant properties of curry leaf (Murraya koenigii L.). J Food Sci Technol. 2011;48:366-370.

10.*

The contents of protein, dietary fiber, minerals, β-carotene, and radical scavenging activity (RSA) in cookies increased with incorporation of increasing levels of DMKLP. Sensory evaluation showed that cookies with acceptable quality and typical curry leaf flavor could be obtained by incorporating DMKLP up to 10 %. Thus, the nutritional quality of cookies could be enhanced by incorporating DMKLP in a dose dependent manner.

Laborstudie (experimentelle Lebensmittelstudie)

DOI: 10.1007/s13197-013-1002-2

Study: weak evidence

Drisya CR, Swetha BG et al. Effect of dried Murraya koenigii leaves on nutritional, textural and organoleptic characeteristics of cookies. J Food Sci Technol. 2015;52(1):500-506.

11.*

Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol. Earth Syst. Sci. 2011;15:1577-1600.

12.

Website

Wenzig J. Nachhaltigkeitsclusterung von Gewürzen. Forschungsprojekt. ZNU Zentrum für Nachhaltige Unternehmungsführung. 2023.

13.*

"Table 1. Morphological parameters and taxonomic positions of M. koenigii, M. minutum, and C. indica."

"Table 2. The major bioactive compounds of M. koenigii and their pharmacological activities."

Narratives Review

DOI: 10.1155/2021/5523252

Study: weak evidence

Abeysinghe DT, Alwis DDDH et al. Nutritive Importance and Therapeutics Uses of Three Different Varieties (Murraya koenigii, Micromelum minutum, and Clausena indica) of Curry Leaves: An Updated Review. Evid Based Complement Alternat Med. 2021;2021:5523252.

14.*

Flower-visitor communities and plant-pollinator interactions are species- and region-specific and may vary spatially and temporally. We studied flower visitor interactions with curry plants, considering both daily fluctuations and differences across zones characterized by varying vegetation densities (i.e., dense, medium-density, and low-density vegetation). The visitors’ richness, diversity, and abundance were higher in the area with dense vegetation. Specifically, between 10.00 h and 14.00 h, these parameters reached their peak, contrasting with lower activity observed during early mornings and late afternoons. For most visitors, the flower handling time was lower, and the visitation rate was higher in dense vegetation areas (at 10.00–14.00 h) than in medium- and low-density vegetation areas. The proportions of foraging categories varied over time, with higher ratios of mixed foragers observed in the early morning. Bee species, such as Apis cerana, Apis dorsata, Halictus acrocephalus, Nomia iridescens, and Tetragonula iridipennis, and butterfly species, such as Appias libythea, were the most effective pollinators of curry plants. The effectiveness of pollinators also varied spatially and remained region-specific. In conclusion, flower-visitor communities and plant-pollinator interactions varied spatially and temporally.

Beobachtende Feldstudie

DOI: 10.3390/insects15020083

Layek U, Das AD et al. Spatial and Temporal Variations in Richness, Diversity and Abundance of Floral Visitors of Curry Plants (Bergera koenigii L.): Insights on Plant-Pollinator Interactions. Insects. 2024;15(2):83.

15.*

M. koenigii is an aromatic shrub or small tree up to 6 m in height and 15–40 cm in diameter, and commonly known as curry leaf plant in India. The species occurs throughout India, both in wild and cultivated forms. Wild forms in India are found growing in the hills of Assam, Central India, Himachal Pradesh, Kerala, Punjab, Sikkim, Tamil Nadu, Uttarakhand, West Bengal and Western Ghats (Dastur, 1970), whereas in Southern parts of India it is being extensively cultivated for its aromatic leaves.

Fresh leaves yield a highly odoriferous essential oil which is used as a fixative for soap perfume.

Feldstudie

DOI: 10.1016/j.bse.2011.01.017

Verma S, Rana TS. Genetic diversity within and among the wild populations of Murraya koenigii (L.) Spreng., as revealed by ISSR analysis. Biochemical Systematics and Ecology. 2011;39(2):139–144.

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
AutorInnen:

Kommentare