Stiftung Gesundheit & Ernährung
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
Die Rezepte finden Sie auch in unserer App.

Knoblauchsrauke

Die Knoblauchsrauke hat einen pfeffrig-knoblauchartigen Geschmack. Neben kulinarischen Vorzügen wirkt sie antiseptisch, leicht harntreibend und schleimlösend.
  Wasser 75,1%  60/38/02  LA : ALA
Kommentare

Roh ist Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata (M. BIEB.)) eine delikate Wildpflanze mit dezentem Knoblaucharoma. Bio-Saatgut oder Bio-Topfpflanzen kann man in Gärtnereien kaufen.

Knoblauchsrauke: Verwendung in der Küche:

Ist Knoblauchsrauke essbar und kann man Knoblauchsrauke roh essen? Der Geschmack der rohen Wildpflanze erinnert an Bärlauch oder Knoblauch. Insgesamt ist die Knoblauchsrauke milder und nach dem Essen bleibt kein unangenehmer Geschmack zurück. Darf man Knoblauchsrauke kochen? Beim Kochen verflüchtigen sich die mild-würzigen bis scharf-senfartigen und pfeffrigen Geschmacksstoffe mit ihrem dezentem Knoblaucharoma rasch. Deshalb verwendet man Knoblauchsrauke roh oder gibt sie nach dem Kochen dazu.

Wie kann man Knoblauchrauke essen? Hier finden Sie Ideen zum Kochen mit Knoblauchsrauke: Feingehackte Blätter und Triebe des sogenannten Knofelkrauts (auch: Knoblauchskraut, Knoblichskraut, Wilder Chnobloch, Knoblauchhederich, Knoblauchhedderich) kann man roh für Salate, veganen Kräuterquark (Quarkaufstriche), Tzatzikis, Pestos, Brotaufstriche, Suppen, Saucen, Dips, würzige Smoothies oder salzige Sorbets verwenden. Bis heute stellt man in England aus den rohen Blättern eine Sandwichfüllung her. Die Blüten ergeben eine essbare Dekoration. Zur Aromatisierung kann man Knoblauchsrauke in Essig oder Öl einlegen.

Die grünen, noch unreifen Samenhülsen kann man im Mörser zerstampfen und das Mus mit Öl und Essig durch ein Sieb drücken. Man erhält eine scharfe, grüne und senfartige Würzpaste.

Geschmacklich intensiver als die Blätter sind die Samen. Jung, zart und noch grün kann man die rohen Samen aus den Hülsen (Mai-Juni) zum Würzen für pikante Speisen verwenden. Ausgereift (Juli-August) lassen sich die Samen von maximal einjährigen Pflanzen vermahlen und mit Essig, Öl und Salz zu einem Wildkräutersenf (Knoblauchsenf) anrühren. Die schwarzen reifen Samen sind mit ihrem scharfen Geschmack eine Alternative zu Pfefferkörnern.

Aus der Pfahlwurzel der jungen, einjährigen Pflanze erhält man durch feines Reiben ein meerrettichartiges, scharfes und veganes Gewürz.

Alle Pflanzenteile der Knoblauchsrauke (auch: Lauchhederich oder Lauchkraut) kann man als Rohkost geniessen. Die Stängel verwendet man in der Küche kaum.

Gibt es als Ersatz für Knoblauchsrauke ähnliche Lebensmittel? Alternativen für den knoblauchartigen Geschmack der Knoblauchsrauke (daher auch: Knoblauchranke, Knoblaichrauke, Knoblauchraute, Knoblauchsraute, Knoblaurauke oder Knoblausrauke) sind Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln und für die Samen Senf oder Pfeffer.

Knoblauchsrauke: Rezept für vegane Wildpflanzen-Guacamole:

Zutaten (für vier Personen): 2 reife Avocados (bio), entkernt; 1 Handvoll rohe Knoblauchsraukenblätter (ca. 3,5 g), fein geschnitten; 2 rohe Tomaten (bio), fein gewürfelt; 1 Chilischote, entkernt und klein geschnitten; Saft ½ Bio-Zitrone; Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Das Fruchtfleisch der rohen Avocados zerdrückt man mit einer Gabel und vermischt den Avocadobrei mit den restlichen Zutaten. Die vegane Guacamole schmeckt man mit Salz und Pfeffer ab und serviert sie frisch.

Vegane Rezepte mit Knoblauchsrauke finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo Knoblauchsrauke kaufen?

Saatgut für Knoblauchsrauke in konventioneller oder kontrolliert biologischer Qualität (bio) kann man vereinzelt im Fachhandel oder online kaufen. Topfpflanzen findet man gelegentlich auf Staudenmärkten oder im Internet.

Bisher haben wir Knoblauchsrauke weder getrocknet noch als Rohkost-Produkt bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Hofer gefunden. Auch Bio-Supermärkte, z.B. Denn's Biomarkt oder Alnatura, Bio-Läden und Reformhäuser scheinen das Wildgemüse nicht zu führen. Selten erhält man das Wildgemüse in Rohkostqualität (Rohqualität) bei Händlern, Gärtnern, auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern, z.B. über eine Abo-Kiste/ Saison Kiste/ Grüne Kiste.

Wild zu finden:

Knoblauchsrauke bevorzugt nährstoffreiche, lockere, humose und lehmige Böden und wächst an schattigen bis halbschattigen Standorten in Krautgesellschaften und Gebüschen. Man findet sie an beschatteten Wildkrautfluren (wie Waldränder, Waldwege, Hecken, Kahlschläge), in Laubwäldern, Mischwäldern oder lichten Wäldern. Als Aufsitzerpflanze kann sie in Astgabeln von Bäumen wachsen. In Siedlungsgebieten kommt Knoblauchsrauke in Hecken, Gärten, Parkanlagen, Gehölzen, auf Schuttplätzen (Ruderalflächen), Brachflächen, an Wegrändern und Mauern vor. Dort findet man sie häufig in Gesellschaft von Brennnesseln und ist wie diese ein Stickstoffanzeiger.1,2

Die Blütezeit der Knoblauchsrauke erstreckt sich von April bis August, die Hauptblütezeit liegt in den Monaten Mai bis Juni.1 Ernten kann man die Blätter, Blüten und Triebe von April bis September (daher der Alternativname Sommerknoblauch). In milden Regionen kann man die Blätter ganzjährig ernten. Die Pfahlwurzel von einjährigen Pflanzen gräbt man im Frühjahr oder Herbst aus. Somit hat Knoblauchsrauke nahezu ganzjährig Saison.

Im Frühjahr zeigt die Knoblauchsrauke ein Verwuchsverhalten ("Erdbeerverhalten"), d.h., von einer grundständigen Blattrosette, einem zentralen Punkt, gehen die langgestielten und relativ grossen Blätter ab. Zur optimalen Lichtausnutzung entwickeln sich die oberen Blätter kleiner und kurzstieliger. Die Knoblauchsrauke ist eine zweijährige, gelegentlich mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen von meist 20-100 cm.3

Die Stängel sind aufrecht, schwach vierkantig und entwickeln im unteren Bereich eine schwache Behaarung. Die Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet und ähneln einer Mischung aus Gundermann- Brennnesselblättern. Die Grundblätter sind gross, nierenförmig oder rundlich; die Stängelblätter dreieckig-trapezförmig bis zugespitzt herzförmig und weisen einen unregelmässig gezähnten Blattrand auf. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein knoblauchartiger Duft. Die weissen, vierblättrigen Blüten (5-8 mm), die im Kreuz zueinander stehen, sitzen locker angeordnet am Ende der Stängel. Die Frucht ist eine 3-7 cm lange Schote mit 6-8 schwarzen Samen pro Fach.1 Die Pfahlwurzel ist weiss bis bräunlich und in der Mitte oft zwei- bis dreimal geteilt.

Lagerung:

Rohe Knoblauchsrauke sollte man frisch verwenden. Das Trocknen der Pflanzenteile ist zum Aufbewahren ungeeignet, da wertvolle Inhaltsstoffe und Aromen verloren gehen. Einfrieren oder die Herstellung eines Pestos sind geeignete Methoden zur Haltbarmachung.

Knoblauchsrauke: Nährwerte - Inhaltsstoffe - Kalorien:

100 g rohe Knoblauchsrauken haben einen Nährwert von 70 kcal. Der Kaloriengehalt setzt sich massgeblich aus 0,53 g Fett, 14 g Kohlenhydraten und 8.6 g Proteinen (Eiweiss) zusammen. Enthält Knoblauchsrauke Vitamine? Mineralien und Vitamine sind durchschnittlich enthalten, mit Ausnahme von Vitamin C.4,5

Frische Knoblauchsrauke enthält mit 261 mg/100g (gemäss Spektrum zwischen 190-400 mg/100 g möglich)16 reichlich Vitamin C (Ascorbinsäure). Knapp 30 g frisch geerntete Pflanzenteile können den Tagesbedarf an Vitamin C decken. Deutlich mehr Vitamin C kommen in rohen Sanddornbeeren (450 mg/100g) vor. Vergleichbare und langsam absteigende Gehalte findet man in jeweils 100 g Schwarzen Johannisbeeren (181 mg/100g), rohem Bärlauch (150 mg), frischem Giersch (140 mg), frischer Petersilie (133 mg), rohen Bockshornkleeblättern (126 mg) oder im Schmalblättrigen Weidenröschen (99 mg).4,5

Weitere Knoblauchsrauken-Nährstoffe (Knoblauchsrauken-Inhaltsstoffe) sind sekundäre Pflanzeninhaltsstoffe wie Zuckerstoffe, Saponine, Glucosinolate (Senfölglykoside), Knoblauchöl, ätherisches Öl und geringe Mengen an Glykosiden.1 Der scharfe Geschmack der Knoblauchsrauke ist auf ätherische Öle und das Glucosin Sinigrin zurückzuführen.1,6,7

Die Nährwerte von roher Knoblauchsrauke und rohem Knoblauch unterscheiden sich voneinander. Die Knoblauch-Nährwerte finden Sie HIER detailliert aufgeführt.

Die gesamten Inhaltsstoffe von frischer Knoblauchsrauke, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Verwendung als Heilpflanze:

Ist Knoblauchsrauke gesund? Die Wissenschaft zeigte bis jetzt kein besonderes Interesse an der Knoblauchsrauke. Insgesamt gibt es sehr wenige und meist ältere Studien über die medizinische Nutzung der Wildpflanze. Da die Pflanze nährstoffreich ist und keine Nebenwirkungen bekannt sind, gilt Knoblauchsrauke als gesundes Wildgemüse.8

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Im Vergleich zum Mittelalter, spielt Knoblauchsrauke heute keine grosse Rolle mehr als Heilkraut.8 In der Erfahrungsheilkunde verwendete man Knoblauchsrauke bei Katarrhen der Atemwege, bei Asthma und als Gurgelmittel. Frische Pflanzenteile setzt man heute gelegentlich zur Unterstützung der Verdauung, bei Erkältungsbeschwerden, bei Ekzemen und für eine harntreibende sowie blutreinigende Wirkung ein. Äusserlich können Breiumschläge bzw. Spülungen bei eiternden Wunden, Insektenstichen, kleineren Wunden, schlecht heilenden Hautproblemen, Neuralgien, Rheuma, Gicht, Zahnfleischentzündungen oder Entzündungen des Mund- und Rachenraums helfen.1,7,8,9

Die gesundheitsfördernde Wirkung der Knoblauchsrauke (Herba Alliariae, Herba Alliariae officinalis) ist vermutlich auf die enthaltenen Senfölglykoside, Saponine und ätherischen Öle zurückzuführen. Diese Inhaltsstoffe haben antibakterielle, wassertreibende, auswurfsfördernde, schleimlösende und leicht wundheilende Wirkungen. Darreichungsformen sind frische Presssäfte aus der ganzen Pflanze, Kompressen oder Tees.8

Vorkommen - Herkunft:

Die Knoblauchsrauke zählt zu den ältesten bekannten einheimischen Gewürzen. Prähistorische Funde aus der Zeit von 4000 v.Chr. zeigen Pflanzenrückstände an Tonscherben, die man an Kochstätten und in Gräbern an der dänischen und norddeutschen Ostseeküste entdeckte.8,10,11,12

In Europa, den gemässigten Zonen Asiens und stellenweise in Nordafrika ist Knoblauchsrauke heimisch. In Nord- und Südamerika ist sie ein Neophyt und gilt dort als invasiv. Vermutlich gelang sie durch europäische Siedler bewusst als Küchenkraut und Heilpflanze dorthin.8,9,13

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Knoblauchsrauke kann man im Garten oder als Topfpflanze auf dem Balkon unkompliziert anbauen. Als Topfpflanze eignen sich Ost-, Nord- und Nordwestlagen besonders gut. Im Garten sind halbschattige bis schattige Standorte mit nährstoffreichen, durchlässigen und humosen Böden zu bevorzugen.8

Die Aussaat erfolgt im März und April. Man kann die Samen in Schalen aussäen und dann direkt auf den Balkon oder ins Freiland stellen. Als Kaltkeimer benötigen die Samen zu Beginn Frost. Direkte Sonneneinstrahlung sollte man meiden. Für ein optimales Wachstum von Topf- und Kübelpflanzen eignet sich ein stickstoffbetonter organischer Dünger.8

Von Anpflanzungen der Knoblauchsrauke unter gesunden Bäumen sollte man absehen. Fast alle Bäume gehen Symbiosen mit Mykorrhizapilzen ein, welche die Knoblauchsauke langfristig stört.8

Tierschutz - Artenschutz - Tierwohl:

Neben der Selbstbestäubung finden sich zur Fremdbestäubung der Knoblauchsrauke Bienen, Hummeln, Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Käfer als bestäubende Insekten ein.14

Die Knoblauchsrauke ist eine sehr wichtige Nektar- und Futterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und für den stark gefährdeten Mehlfarbenen Raukenspanner (Lithostege farinata). Der Aurorafalter legt seine Eier bevorzugt an den beiden Kreuzblütler-Arten Knoblauchsrauke und Wiesenschaumkraut ab. Die frisch geschlüpften Raupen beginnen unmittelbar an den Blüten und Früchtchen dieser Pflanzen zu fressen. Nach der Blütezeit (ca. Juni) verpuppen sich die Raupen und befestigen sich über die nächsten zehn Monate in aufrechter Position im unteren Teil der Knoblauchsrauke am Stängel. Das Stehenlassen der Pflanzen bzw. das sorgfältige Abschneiden und sichere, senkrechte Lagern im Freien bis zum nächsten Frühjahr, ist also eine wichtige Voraussetzung für die kommende Aurorafalter-Generation.14,15

Oligophag, also auf wenige Pflanzenarten spezialisiert und angewiesen, sind die Raupen des Kreuzblütler-Blattspanners (Xanthorhoe designata) und des Gemeinen Blattspanners (Xanthorhoe fluctuata). Als "Allesesser" (polyphag) ernähren sich die Raupen der Achateule (Phlogophora meticulosa) und des Grünader-Weißlings (Pieris napi) von der Knoblauchsrauke.9,15

Verwechslungsmöglichkeiten:

Verwechslungen der Knoblauchsrauke mit ähnlich aussehenden Pflanzen sind unproblematisch. Die beschriebenen Wildpflanzen sind nicht giftig und ebenfalls als Wildgemüse essbar. Verwechslungen sind auch bei den Namen möglich. Knoblauchsrauke nennt man gelegentlich Knoblauch-Kraut (falsche Schreibweise: Knoblauch Kraut), Knoblauch-Rauke (falsche Schreibweise: Knoblauch Rauke), Ramselwurz, Hasekehl, Bloderkraut oder Blatterkraut.

Im Frühjahr haben die in Bodennähe wachsenden rundlichen bis nierenförmigen Blätter der Knoblauchsrauke eine grosse Ähnlichkeit mit Gundermannblättern (Glechoma hederacea). Später lassen sich die Pflanzen gut voneinander unterscheiden, da Knoblauchsrauke deutlich höher wächst und im oberen Bereich brennnesselähnliche Blätter erhält. Gundermann (Lippenblütler) blüht am gesamten Stängel violett und Knoblauchsrauke im obersten Bereich weiss.

Die Wegrauke (Sisymbrium officinale) ist, wie die Knoblauchsrauke auch, ein Kreuzblütler. Die gelben, traubigen Blütenstände befinden sich ebenfalls im oberen Bereich der Pflanze. Die Ränder der Laubblätter sind gesägt, unten grösser und nach oben hin kleiner.

Die Blätter vom Gemeinen Hirtentäschel (Capsella) sind rosettig angeordnet und länglich-gezähnt (vergleichbar mit Rucola-Blättern). Die Früchte sind dreieckig. Die Blüten des Kreuzblütengewächs sind weiss und befinden sich traubig angeordnet im oberen Teil der Pflanze.

Waldmeister-Blüten (Galium odoratum) sind ebenfalls weiss und stehen im Kreuz, weshalb man Knoblauchsrauke als Falschen Waldmeister bezeichnet. Als Unterscheidungsmerkmal dienen die länglich-schmalen Blätter, die beim Waldmeister (Wohlriechendes Labkraut) und bei Labkräutern allgmein in mehreren Etagen um den Stängel herum wachsen.

Allgemeine Informationen:

Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata (M. BIEB.) CAVARA & GRANDE; Syn.: Alliaria officinalis ANDRZ. EX M. BIEB.) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae, Cruciferae).

Sind alle Kreuzblütengewächse Wildpflanzen? Zur Familie der Kreuzblütler gehören, neben Wildpflanzen, viele wichtige Kulturpflanzen wie Weisskohl, Rotkohl, Brokkoli, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Schwarzer Senf, Indischer Senf, Pak Choi, Chinakohl, Steckrüben, Raps, Rettich, Radieschen, Weisser Senf, Meerrettich, Gartenkresse oder Wasabi.

Alternative Namen:

Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein flüchtiger Knoblauchduft, worauf sich einige der Trivialnamen beziehen: Knoblauchskraut, Knofelkraut, Knoblichskraut, Wilder Chnobloch, Knoblauchhederich, Knoblauchhedderich, Sommerknoblauch, Knoblauchsenf, Lauchhederich, Lauchkraut, Ramselwurz. Hasekehl, Bloderkraut, Blatterkraut und Falscher Waldmeister.

Alternative bzw. falsche Schreibweisen von Knoblauchsrauke sind Knoblauchranke, Knoblauchrauke, Knoblauch Rauke, Knoblaichrauke, Knoblauchraute, Knoblauchsraute, Knoblauch Kraut, Knoblauchrsuke, Knoblauchsraukr, Knoblaurauke, Knoblausrauke, Alliaria petiolata (MBIEB.), Alliaria petiolata (m.bieb.) cavara, Alliaria petiolata (m.bieb.) cavara & grande, aliaria und alliaire.

Arzneimitteldrogen-Bezeichnungen der Frischpflanze sind Herba Alliariae und Herba Alliariae officinalis.

Gibt es für Knoblauchsrauke englische Bezeichnungen? Englische Namen sind garlic mustard (Alliaria petiolata), garlic root, hedge garlic oder poor man's mustard.

Lateinische Synonyme für Alliaria petiolata sind Arabis petiolata, Alliaria alliaria, Alliaria officinalis, Alliaria alliaceae, Erysimum alliaria, Erysimum alliaceum, Crucifera alliaria, Hesperis alliaria und Sisymbrium alliaria.

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 15 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Aarau: AT Verlag; 1. Auflage. 2013.
  2. Oberdorfer E. Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer; 8. Auflage. 2001.
  3. Heinrich D. Frühblüher aus Jena. EchinoMedia Verlag; 1. Auflage. 2008.
  4. USDA (United States Department of Agriculture). Nährstofftabellen.
  5. Diet-health.info Nährstofftabellen.
  6. Clayden J, Greeves N, Warren S, Wothers P. Organic Chemistry. Oxford University Press; 2001.
  7. Spektrum.de Lexikon der Arzneipflanzen und Drogen. Alliaria petiolata.
  8. Kraeuter-buch.de Knoblauchsrauke. Alliaria petiolata. Purle T. 2020.
  9. Bown D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. München: Dorling Kindersly; 2. Auflage. 2015.
  10. Mabey R. Essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Bern: Haupt Verlag; 2013.
  11. Gage S. Prehistoric Europeans spiced their cooking. BBC News; 21. August 2013.
  12. Hayley S, Marco M, Fischer A et al. Phytoliths in Pottery Reveal the Use of Spice in European Prehistoric Cuisine. PLoS ONE 8(8): e70583.
  13. Abts A, Lang K, Morris S et al. Edaphic controls on the phytochemistry of the invasive plant Alliaria petiolata. American Society of Agronomy Meetings. 2006.
  14. Naturzyt.ch Die Knoblauchsrauke kommt – und mit ihr der Aurorafalter. Ebling C.
  15. Floraweb.de Die Knoblauchsrauke als Schmetterlingspflanze.
Kommentare