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| Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission. |
Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) ist roh eine delikate Wildpflanze mit dezentem Knoblaucharoma und reichlich Vitamin C. Bio-Saatgut oder Bio-Topfpflanzen kann man in Gärtnereien kaufen.
Verwendung in der Küche
Knoblauchsrauke ist auch als Knoblauchskraut, Knoblauchhederich und Lauchkraut bekannt. Es erinnert geschmacklich an Bärlauch oder Knoblauch. Insgesamt ist sie milder und nach dem Essen bleibt kein unangenehmer Geschmack zurück. Bei Knoblauchsrauke sind alle Teile der Wildpflanze roh geniessbar. Nur die Stiele kommen in der Küche selten zum Einsatz.
Beim Kochen bzw. Erhitzen verflüchtigen sich die mild-würzigen bis scharf-senfartigen und pfeffrigen Geschmacksstoffe mit ihrem Knoblaucharoma rasch. Knoblauchrauke ist daher am besten roh oder als Topping nach dem Kochen zu verwenden. Ältere Blätter enthalten jedoch einen höheren Gehalt an Cyanid und sind vor dem Verzehr abzukochen.5 Deshalb sollten Sie jüngere, frischere Blätter bevorzugen.
Feingehackte Blätter und Triebe des sogenannten Knofelkrauts eignen sich roh für Salate, veganen Kräuterquark (Quarkaufstriche), Tzatziki, Pesto, Rohkost-Brotaufstriche, Suppen, Saucen, Dips, würzige Smoothies oder salzige Sorbets. Bis heute dienen die rohen Blätter in England zur Herstellung von Sandwichfüllungen. Die Blüten ergeben eine essbare Dekoration. Knoblauchsrauke lässt sich zum Aromatisieren von Essig oder Öl verwenden, indem man die Pflanze darin einlegt.
Grüne, noch unreife Samenhülsen kann man im Mörser zerstampfen und das Mus mit Öl und Essig durch ein Sieb drücken. Das Ergebnis ist eine scharfe, grüne und senfähnliche Würzpaste.
Geschmacklich sind die Samen intensiver als die Blätter. Jung, zart und noch grün kann man die rohen Samen aus den Hülsen zum Würzen für pikante Speisen verwenden. Ausgereift lassen sich die Samen von maximal einjährigen Pflanzen vermahlen und mit Essig, Öl und Salz zu einem Wildkräutersenf (Knoblauchsenf) anrühren. Die schwarzen, reifen Samen sind mit ihrem scharfen Geschmack eine Alternative zu Pfefferkörnern.
Aus der Pfahlwurzel der jungen, einjährigen Pflanze erhält man durch feines Reiben ein meerrettichartiges, scharfes und veganes Gewürz.
Alternativen für die Knoblauchsrauke sind Knoblauch, Bärlauch, Schnittlauch oder Frühlingszwiebeln und für die Samen Senf oder Pfeffer.
Veganes Rezept für Wildpflanzen-Guacamole
Zutaten (für 4 Personen): 2 reife Avocados, 1 Handvoll oder ca. 3,5 g rohe Knoblauchsraukenblätter (fein geschnitten), 2 rohe Tomaten (fein gewürfelt), 1 Chilischote (entkernt und kleingeschnitten), Saft von ½ Bio-Zitrone, eine Prise Salz und schwarzer Pfeffer.
Zubereitung: Das Fruchtfleisch der rohen Avocados zerdrückt man mit einer Gabel und vermischt den Avocadobrei mit den restlichen Zutaten. Die Guacamole schmeckt man mit Salz und Pfeffer ab und serviert sie frisch.
Veganes Rezept für Pesto aus Knoblauchsraukeblättern
Zutaten: 120 g Knoblauchsrauke, 1-2 EL Rapsöl (kaltgepresst), 50 g Pekannüsse (gehackt), 3 EL Nährhefe, 1 TL Meersalz.
Zubereitung: Alle Zutaten in einen Mixer oder eine Küchenmaschine geben und pulsieren, bis sie glatt sind. Für eine lockerere Sauce mehr Öl hinzufügen. Wenn Sie das Pesto nicht sofort verwenden, verschliessen Sie es und stellen Sie es in den Kühlschrank. Nehmen Sie es mindestens 15 Minuten vor der Verwendung heraus - bei Zimmertemperatur entfaltet das Pesto das Aroma besser. Alternativ können Sie es auch einfrieren, um es länger aufzubewahren.
Vegane Rezepte mit frischer Knoblauchsrauke finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
Saatgut für Lauchkraut in konventioneller oder biologischer Qualität (bio) kann man vereinzelt im Fachhandel oder online kaufen. Topfpflanzen sind gelegentlich auf Staudenmärkten oder im Internet zu finden.
Bisher haben wir Knoblauchhederich weder getrocknet noch als Rohkost-Produkt bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Billa oder Hofer gefunden. Auch Bio-Supermärkte, z.B. Denn's Biomarkt oder Alnatura, Bio-Läden und Reformhäuser scheinen das Wildgemüse nicht zu führen. Gelegentlich gibt es diese Wildpflanze in Rohkostqualität (Rohqualität) bei Händlern, Gärtnern, auf dem Wochenmarkt oder direkt beim Bauern, z.B. über eine Abo-Kiste / Saison-Kiste / Grüne Kiste.
Wild zu finden
Lauchkraut wächst an schattigen bis halbschattigen und feuchten Standorten in Krautgesellschaften und Gebüschen. Man findet es an beschatteten Wildkrautfluren (wie Waldrändern, Waldwegen, Hecken, Kahlschlägen), in Laubwäldern, Mischwäldern oder lichten Wäldern. In Siedlungsgebieten kommt Lauchkraut in Hecken, Gärten, Parkanlagen, Gehölzen, auf Schuttplätzen (Ruderalflächen), Brachflächen, an Wegrändern und Mauern vor. Dort findet man es häufig in Gesellschaft von Brennnesseln; es ist wie diese ein Stickstoffanzeiger.1,2
Die Blütezeit der Knoblauchsrauke erstreckt sich von April bis August, die Hauptblütezeit liegt in den Monaten Mai bis Juni.1 Ernten kann man die Blätter, Blüten und Triebe von April bis September (daher der Alternativname Sommerknoblauch). Die Pflanze bleibt den ganzen Winter grün.13 Somit hat das Wildkraut nahezu ganzjährig Saison.
Im Frühjahr zeigt der Knoblauchhederich ein Verwuchsverhalten ("Erdbeerverhalten"): Von einer grundständigen Blattrosette (einem zentralen Punkt) gehen die langgestielten und relativ grossen Blätter ab.3 Die Blätter sind wechselständig am Stängel angeordnet. Sie ähneln einer Mischung aus Gundelrebe und Brennnessel. Während die Grundblätter gross, nierenförmig oder rundlich sind, sind die Stängelblätter dreieckig-trapezförmig bis zugespitzt herzförmig und haben einen unregelmässig gezähnten Blattrand. Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein knoblauchartiger Duft. Die weissen, vierblättrigen Blüten (5-8 mm), die im Kreuz zueinander stehen, sitzen locker angeordnet am Ende der Stängel. Die Frucht ist eine lange Schote mit 6-8 schwarzen Samen pro Fach.1 Die Pfahlwurzel ist schlank und oft in der Mitte mehrfach geteilt. Knoblauchhederich ist eine zweijährige, gelegentlich mehrjährige krautige Pflanze und erreicht Wuchshöhen bis zu 150 cm.13
Tipps zur Lagerung
Rohe Knoblauchsrauke sollte man frisch verwenden. Das Trocknen der Pflanzenteile ist zum Aufbewahren ungeeignet, da wertvolle Inhaltsstoffe und Aromen verloren gehen. Einfrieren oder die Herstellung von Pesto sind gute Methoden zur Haltbarmachung.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
100 g des rohen Krauts haben einen Nährwert von 70 kcal. Der Kaloriengehalt setzt sich massgeblich aus 0,53 g Fett, 14 g Kohlenhydraten und 8,6 g Proteinen (Eiweiss) zusammen. Ballaststoffe sind mit 5,4 g/100g vorhanden.
Frisches Knoblauchskraut enthält mit durchschnittlich 261 mg/100g17 reichlich Vitamin C (Ascorbinsäure). Knapp 30 g frisch geerntete Pflanzenteile können den Tagesbedarf an Vitamin C decken. Deutlich mehr Vitamin C haben rohe Sanddornbeeren (450 mg/100g) und die Kleine Brennnessel (333 mg/100g). Kleinere Gehalte sind jeweils in 100 g Schwarzen Johannisbeeren (181 mg), rohem Bärlauch (150 mg), frischem Giersch (140 mg) oder in frischer Petersilie (133 mg) zu finden.4
Ebenfalls reichlich vorhanden ist Mangan. 100 g Knoblauchsrauke enthalten 0,99 mg Mangan, was 50 % des Tagesbedarfs entspricht. Der Gehalt ist vergleichbar mit demjenigen von Rotalgen (auch 0,99 mg/100g). Knoblauch (1,7 mg/100g), Giersch (1,4 mg/100g) und Kleine Brennnessel (1,3 mg/100g) bieten mehr.4
Mit 721 mg pro 100 g ist Kalium in Knoblauchsrauke gut vertreten. Einen ähnlichen Gehalt weisen Zitronengras (723 mg/100g) und Dill (738 mg/100g) auf. Bananen, die man oft als gute Quelle für Kalium nennt, haben nur 358 mg/100g.4
Die gesamten Inhaltsstoffe von frischer Knoblauchsrauke, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Knoblauchsrauke gilt als nährstoffreiches, gesundes Wildgemüse mit keinen Nebenwirkungen. Die gesundheitsfördernden Effekte des Knoblauchkrauts beruhen u.a. auf einem hohen Vitamin-C-Gehalt in den Blättern, der kurz vor der Blütezeit höher ist als bei Orangen.20
Sekundäre Pflanzenstoffe
Viele gesundheitliche Wirkungen von Knoblauchsrauke kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Knoblauchsrauke enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:19,20
- Isoprenpide: Diterpene (Phytol); Tetraterpene: Carotinoide: Carotine (Beta-Carotin), Norisoprenoide (Beta-Ionon)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzosäuren (p-Hydroxybenzoesäure, Vanillinsäure), Hydroxyzimtsäuren (p-Cumarsäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavone (Apigenin-Glycosid, Isovitexin, Isoorientin, Swertisin, Swertiajaponin)
- Organische schwefelhaltige Verbindungen: Glucosinolate (Sinigrin, Glucotroaeolin); Allyl-Isothiocyanate
- Weitere organische Verbindungen: Aldehyde (Nonanal, Phenylacetaldehyd, Benzaldehyd)
Knoblauchsrauke steht mit entzündungshemmenden und antioxidativen Effekten in Zusammenhang.16,20 Sie enthält teilweise höhere Mengen an Beta-Carotin (Pro-Vitamin-A) als Spinat.20 Fachbücher wie die Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen1 geben für die Knoblauchsrauke einen Gehalt an Beta-Carotin von 0,43-0,95 mg/100g, abhängig vom Erntezeitpunkt.18 Andere Quellen nennen Angaben von bis zu 13,3 mg Carotinoiden pro 100 g.17
Die für die Familie der Brassicaceae (Kreuzblütler) charakteristischen Glucosinolate und deren Abbauprodukte, die Isocyanate, zeigen ein breites gesundheitliches Wirkspektrum: u.a. krebshemmende Effekte insbesondere bei Prostata und Harnblasenkrebs.19,20 Verschiedene Glucosinolat-Metabolite hemmen sowohl direkt als auch in synergistischer Kombination mit anderen Verbindungen Gram-positive und Gram-negative Bakterien sowie Pilze und Hefen.20
Volksmedizin - Naturheilkunde
Im Vergleich zum Mittelalter spielt Knoblauchhederich heute keine grosse Rolle mehr als Heilkraut. In der Erfahrungsheilkunde diente Knoblauchsrauke zur Behandlung von Katarrhen der Atemwege, bei Asthma und zur Förderung des Schwitzens. Frische Pflanzenteile kommen gelegentlich bei Erkältungsbeschwerden zum Einsatz und wirken antiskorbutisch und antiseptisch. Äusserlich können Breiumschläge bzw. Spülungen bei eiternden Wunden, Insektenstichen, kleineren Wunden, Geschwüren und schlecht heilenden Hautproblemen helfen.1,9,7
Darreichungsformen sind frische Presssäfte aus der ganzen Pflanze, Kompressen oder Tees.8
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Trotz umfangreicher Recherche haben wir kaum wesentliche Informationen/Daten/Zahlen zum ökologischen Fussabdruck der Knoblauchsrauke gefunden. Die ökologischen Fussabdrücke eines Lebensmittels hängen von unterschiedlichen Faktoren ab. Da Knoblauchskraut keine Kulturpflanze ist, sondern aus Wildsammlung oder Eigenanbau stammt, gibt es keine Messung des landwirtschaftlichen CO2-Fussabdrucks. Generell haben unverarbeitete, pflanzliche Lebensmittel eine sehr gute Klimabilanz. Ausnahmen sind z.B. mit dem Flugzeug importiertes Gemüse und Früchte. Es ist davon auszugehen, dass Knoblauchhederich ein klimafreundliches Lebensmittel ist. Tierische Produkte haben einen grösseren Fussabdruck von 1,1 kg CO2eq/kg (Milch) bis 21 kg CO2eq/kg (Durchschnitt Rindfleisch).6
Knoblauchsrauke gilt ausserhalb der heimischen Anbaugebiete als invasive Art. Ihre Umweltauswirkungen richten sich daher nach ihren Auswirkungen auf einheimische Ökosysteme und die biologische Vielfalt. Knoblauchsrauke wächst im Frühjahr vor den meisten einheimischen Pflanzen. Dadurch ist Knoblauchsrauke grösser, dass sie den Zugang zu Ressourcen wie Sonnenlicht, Feuchtigkeit und Nährstoffen von bodennahen Pflanzen versperrt. Der Klimawandel verstärkt den Vorteil von Knoblauchsrauke.5
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasserfussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Neben der Selbstbestäubung helfen zur Fremdbestäubung des Knoblauchskrauts Bienen, Hummeln, Fliegen, Schwebfliegen, Schmetterlinge und Käfer.14
Knoblauchsrauke ist eine sehr wichtige Nektar- und Futterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und für den stark gefährdeten Mehlfarbenen Raukenspanner (Lithostege farinata). Der Aurorafalter legt seine Eier bevorzugt an den beiden Kreuzblütler-Arten Lauchkraut und Wiesenschaumkraut ab. Die frisch geschlüpften Raupen beginnen unmittelbar an den Blüten und Früchtchen dieser Pflanzen zu fressen. Nach der Blütezeit (ca. Juni) verpuppen sich die Raupen und befestigen sich über die nächsten zehn Monate in aufrechter Position im unteren Teil des Lauchkrauts am Stängel. Das Stehenlassen der Pflanzen bzw. das sorgfältige Abschneiden und sichere, senkrechte Lagern im Freien bis zum nächsten Frühjahr ist also eine wichtige Voraussetzung für die kommende Aurorafalter-Generation.14,15
Oligophag, also auf wenige Pflanzenarten spezialisiert und angewiesen, sind die Raupen des Kreuzblütler-Blattspanners (Xanthorhoe designata) und des Gemeinen Blattspanners (Xanthorhoe fluctuata). Als "Allesesser" (polyphag) ernähren sich die Raupen der Achateule (Phlogophora meticulosa) und des Grünader-Weisslings (Pieris napi) vom Knoblauchhederich.9,15
Weltweites Vorkommen - Anbau
Knoblauchsrauke zählt zu den ältesten bekannten einheimischen Gewürzen. Prähistorische Funde aus der Zeit von ca. 4000 v. Chr. zeigen Pflanzenrückstände an Tonscherben, die man an Kochstätten und in Gräbern an der dänischen und norddeutschen Ostseeküste entdeckte.10,12
In Europa ist Lauchkraut in den gemässigten Zonen Asiens und stellenweise in Nordafrika heimisch. In ihrem natürlichen Lebensraum ist Knoblauchsrauke in der Regel eine Solitärpflanze, die in kleinen Mengen wächst. Sie ist in Nord- und Südamerika ein Neophyt und gilt dort als invasiv. Vermutlich gelangte die Pflanze durch europäische Siedler bewusst als Küchenkraut und Heilpflanze dorthin.9,13
Anbau im Garten oder als Topfpflanze
Knoblauchsrauke kann man im Garten oder als Topfpflanze auf dem Balkon unkompliziert anbauen. Für Topfpflanzen eignen sich Ost-, Nord- und Nordwestlagen besonders gut. Im Garten sind halbschattige bis schattige Standorte mit nährstoffreichen, durchlässigen und humosen Böden zu bevorzugen.8
Die Aussaat erfolgt im März und April. Man kann die Samen der Knoblauchsrauke in Schalen aussäen und dann direkt auf den Balkon oder ins Freiland stellen. Als Kaltkeimer benötigen die Samen zu Beginn Frost. Direkte Sonneneinstrahlung ist zu vermeiden. Die Samen sind jung und grün von Mai bis Juni und ausgereift zwischen Juli und August. Für ein optimales Wachstum von Topf- und Kübelpflanzen eignet sich ein stickstoffbetonter organischer Dünger.8,13
Von Anpflanzungen des Lauchhederichs unter gesunden Bäumen sollte man absehen. Fast alle Bäume gehen Symbiosen mit Mykorrhizapilzen ein, welche Knoblauchsrauke langfristig stört.8
Verwechslungsmöglichkeiten
Verwechslungen der Knoblauchsrauke mit ähnlich aussehenden Pflanzen sind unproblematisch. Die beschriebenen Wildpflanzen (auch Wilder Meerrettich1) sind nicht giftig und ebenfalls als Wildgemüse oder Heilpflanzen essbar. Unsicherheiten sind auch wegen der vielfältigen Namen möglich. Knoblauchsrauke nennt man gelegentlich auch Knoblauch-Kraut, Knoblauch-Rauke, Ramselwurz u.a. (siehe unten).
Im Frühjahr haben die in Bodennähe wachsenden, rundlichen bis nierenförmigen Blätter14 eine grosse Ähnlichkeit mit Gundermannblättern (Glechoma hederacea).8 Später sind die Pflanzen gut voneinander zu unterscheiden, da Knoblauchsrauke deutlich höher wächst und im oberen Bereich brennnesselähnliche Blätter erhält.8 Gundermann (Lippenblütler) blüht am gesamten Stängel violett11 und Knoblauchhederich im obersten Bereich weiss.13
Wegrauke (Sisymbrium officinale) ist, wie das Lauchkraut, ein Kreuzblütler. Die gelben, traubigen Blütenstände befinden sich ebenfalls im oberen Bereich der Pflanze. Blattränder sind gesägt, unten grösser, oben kleiner.21
Die Blätter vom Gemeinen Hirtentäschel (Capsella) sind rosettig angeordnet und länglich-gezähnt (vergleichbar mit Rucola-Blättern). Seine Früchte sind dreieckig. Die Blüten sind weiss und befinden sich traubig angeordnet im oberen Teil der Pflanze.8
Waldmeister-Blüten (Galium odoratum) sind ebenfalls weiss und stehen im Kreuz, weshalb man Knoblauchsrauke als Falschen Waldmeister bezeichnet. Als Unterscheidungsmerkmal dienen die länglich-schmalen Blätter, die beim Waldmeister (Wohlriechendes Labkraut) und bei Labkräutern allgemein in mehreren Etagen um den Stängel herum wachsen.8
Weiterführende Informationen
Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara & Grande) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae bzw. Cruciferae). Zur Familie der Kreuzblütler gehören, neben Wildpflanzen, viele wichtige Kulturpflanzen wie Brokkoli, Rotkohl, Weisskohl, Blumenkohl, Rosenkohl, Kohlrabi, Schwarzer Senf, Indischer Senf, Chinakohl, Pak Choi, Steckrüben, Raps, Rettich, Radieschen, Weisser Senf, Meerrettich, Gartenkresse oder Wasabi.
Alternative Namen
Beim Zerreiben der Blätter entsteht ein flüchtiger Knoblauchduft, worauf sich einige der Trivialnamen beziehen: Gemeine Knoblauchsrauke,13 Knoblauchskraut, Knofelkraut, Knoblichskraut, Wilder Chnobloch, Knoblauchhederich, Knoblauchhedderich, Sommerknoblauch, Knoblauchsenf. Weitere Namen: Lauchhederich, Lauchkraut, Ramselwurz, Hasekehl, Bloderkraut, Blatterkraut und Falscher Waldmeister.
Alternative bzw. falsche Schreibweisen sind Knoblauchranke, Knoblauchrauke, Knoblauch Rauke, Knoblaichrauke, Knoblauchraute, Knoblauchsraute, Knoblauch Kraut, Knoblauchrsuke, Knoblauchsraukr, Knoblaurauke, Knoblausrauke und Begriffe wie: Knoblauchsrauke Rezepte, Knoblauchsrauke Samen, Knoblauchrauke Rezepte, Knoblauchrauke essen, Alliaria petiolata (MBieb.), Alliaria petiolata (m.bieb.) cavara, Alliaria petiolata (m.bieb.) cavara & grande, Aliaria und Alliaire.
Arzneimitteldrogen-Bezeichnungen für die Frischpflanze sind Herba Alliariae und Herba Alliariae officinalis.
Englische Namen sind garlic mustard (Alliaria petiolata), garlic root, hedge garlic, sauce-alone, jack-in-the-bush, penny hedge, garlicwort oder poor man's mustard.13 Auf Türkisch kennt man sie als sarımsak bzw. sarmısak otu.
Lateinische Synonyme für Alliaria petiolata sind Arabis petiolata, Alliaria alliaria, Alliaria officinalis, Alliaria alliaceae, Erysimum alliaria, Erysimum alliaceum, Crucifera alliaria, Hesperis alliaria, Sisymbrium officinalis und Sisymbrium alliaria.13
Literaturverzeichnis - 21 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Book: strong evidence | Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. Aarau: AT Verlag; 1. Auflage. 2013. |
| 2. | ● Book: weak evidence | Oberdorfer E. Pflanzensoziologische Exkursionsflora für Deutschland und angrenzende Gebiete. Stuttgart: Verlag Eugen Ulmer; 8. Auflage. 2001. |
| 3. | ● Book: weak evidence | Heinrich D. Frühblüher aus Jena. EchinoMedia Verlag; 1. Auflage. 2008. |
| 4. | ● Website | USDA: US-Amerikanische Nährwertdatenbank. |
| 5. | ● Yes, garlic mustard is edible. Harvest young, when it’s less bitter (older plants need to be cooked thoroughly as they contain cyanide) Garlic mustard is a threat to the biodiversity—the variety of life on Earth and in a habitat—of many native ecosystems. This plant spreads its seeds in the wind and gains a foothold in fields and forests by emerging earlier in spring than many native plants. By the time native species are ready to grow, garlic mustard has blocked their sunlight and outcompeted them for moisture and vital nutrients. This advantage is only strengthened as climate change continues to alter seasons faster than native plants can adapt. Invasive species that crowd out forest ecosystems inhibit trees, which store large amounts of carbon dioxide, from growing. Website | The Nature Conservancy - nature org: Garlic Mustard: Invasive, Destructive, Edible. 2024. |
| 6. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 7. | ● Garlic mustard has been little used in herbal medicine[268]. The leaves and stems are antiasthmatic, antiscorbutic, antiseptic, deobstruent, diaphoretic, vermifuge and vulnerary[4, 7]. The leaves have been taken internally to promote sweating and to treat bronchitis, asthma and eczema[4]. Externally, they have been used as an antiseptic poultice on ulcers etc[4], and are effective in relieving the itching caused by bites and stings[244]. The juice of the plant has an inhibitory effect on Bacillus pyocyaneum and on gram-negative bacteria Website | Plants For A Future - pfaf org: Alliaria petiolata - (M. Bieb.) Cavara. & Grande. |
| 8. | ● Wissenschaftlich ist die Knoblauchsrauke derzeit nicht von besonderem Interesse. Es bestehen nur sehr wenige und meist ältere Studien über die medizinische Nutzung des bekannten Wildkrauts. www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Knoblauchsrauke.html www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Hirtentaeschel.html www.kraeuter-buch.de/kraeuter/Waldmeister.html Wird die Knoblauchsrauke als Heilkraut verwendet, so werden meistens frische Presssäfte aus der ganzen Pflanze, Kompressen oder Tees als Darreichungsformen zubereitet. Will man das Kraut auf dem Balkon anbauen, so eignen sich Ost-, Nord und Nordwestlagen besonders. Für Topfkulturen eignen sich handelsübliche Blumenerden besser als Kräutererden, da diese in der Regel nur über wenig Nährstoffvorräte verfügen und häufig zu locker sind. Die Aussaat kann zwischen März und April...Die Samen sind Kaltkeimer und benötigen zu Beginn Frost. Sonnige Standorte sind bei der Aussaat strikt zu meiden! Wer das nach Knoblauch duftende Kraut im Garten anbauen will und über einen gesunden Baumbestand verfügt, sollte Vorsicht walten lassen. Nahezu alle Bäume gehen Symbiosen mit Mykorrhizapilzen ein, die von der Knoblauchsrauke jedoch langfristig nach und nach zerstört werden. Ein stickstoffbetonter organischer Dünger ist hier am besten geeignet, um für ein optimales Wachstum der Knoblauchsrauke zu sorgen. Die Blätter der Knoblauchsrauke ähneln einer Mischung aus Brennnessel und Gundermann. Die Wuchsform des Hirtentäschels erinnert an die von Löwenzahn oder Spitzwegerisch. Die schmalen und leicht gezähnten Grundblätter sind in einer Art Rosette angeordnet...An der Sprossachse (Stängel) sitzen in wechselständigen Abständen kleine weisse Blüten. Blickt man von oben auf das blühende Hirtentäschelkraut, erinnert die Anordnung der Blüten an eine Art Traube...Nach Befruchtung der zwittrigen Blüten entstehen kleine grüne Schoten als Früchte, die in Form kleiner Herzen an der gesamten Sprossachse sichtbar sind...Das Gewöhnliche Hirtentäschel zählt zur Familie der Kreuzblütlergewächse und ist damit entfernt mit Kräutern wie der Knoblauchskrauke...verwandt. Während der Blütezeit bildet die beliebte Kräuterpflanze zierliche, sternförmige, weisse Blüten aus, die in einer Trugdolde sitzen...Die Blätter des Waldmeisters sind typisch für Labkräuter. Die lanzettlichen, rauen und zwischen 2 bis 5 cm grossen Blätter sitzen an den vierkantigen Stängeln. Die Blätter sind in so genannten Quirlen angeordnet. An jedem Blattknoten sind etwa 6 bis 8 Blätter angeordnet. Website | Kraeuter-buch de: Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata); Hirtentäschel (Capsella bursa-pastoris); Waldmeister (Galium odoratum). Purle T. |
| 9. | ● Book: weak evidence | Bown D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. München: Dorling Kindersly; 2. Auflage. 2015. |
| 10. | ● Book: moderate evidence | Mabey R. Essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Bern: Haupt Verlag; 2013. |
| 11. | ● Die blauvioletten, meist zwittrigen Lippenblüten des Gundermanns sitzen zu zweit oder zu dritt, seltener bis zu fünft ungestielt in den Blattachseln der oberen Blätter. Die vitaminreichen Blätter und Blüten der Wildstaude sind essbar Website | Mein schöner Garten de: Gundermann (Glechoma hederacea). 2023. |
| 12. | * Here we present evidence of phytoliths preserved in carbonised food deposits on prehistoric pottery from the western Baltic dating from 6,100 cal BP to 5750 cal BP. Based on comparisons to over 120 European and Asian species, our observations are consistent with phytolith morphologies observed in modern garlic mustard seed (Alliaria petiolata (M. Bieb) Cavara & Grande). As this seed has a strong flavour, little nutritional value, and the phytoliths are found in pots along with terrestrial and marine animal residues, these findings are the first direct evidence for the spicing of food in European prehistoric cuisine. Archäolog. experimentell-analyt. Studie DOI: 10.1371/journal.pone.0070583 | Saul H, Madella M et al. Phytoliths in Pottery Reveal the Use of Spice in European Prehistoric Cuisine. PLoSONE 8(8):e70583. |
| 13. | ● remain green throughout the dormant season...The species was historically eaten as a potherb, particularly in winter and early spring before other greens were available During the second growing season, the plant matures in early spring and produces a bolting flowering stem up to 1.5 m. A. petiolata forms a slender taproot, sometimes branched. In its native habitat, A. petiolata generally grows as a solitary plant of low abundance. However, throughout much of eastern North America where introduced, A. petiolata spreads invasively and forms dense populations threatening native species. Alliaria petiolata (Bieb.) Cavara & Grande is a member of the Brassicaceae. It is native to Eurasia (Gleason and Cronquist, 1991) but has more recently spread throughout North America. Garlic mustard is the most widely accepted international common name. Flower buds are usually seen in early April when the plants begin to bolt (Anderson et al., 1996). The maximum number of buds is in mid April which often coincides with the date of first flowering. By early June, flower buds are usually absent, but occasional flowers may be borne in the leaf axils, though these have not been reported to ever bear fruit in the field (Anderson et al., 1996). Fruits may mature and dehisce seeds as early as mid-July. Anderson et al. (1996) show a bimodal pattern of seed production with peaks in mid-August and mid-September The flowers have 4 white petals The leaves of the plant just prior to flowering have a higher vitamin C content than oranges and more vitamin A than spinach. Preferred Scientific Name: Alliaria petiolata (Bieb.) Cavara & Grande Preferred Common Name: garlic mustard Other Scientific Names: Alliaria alliaria Huth., Alliaria officinalis Andrz. ex M. Bieb., Arabis petiolata M. Bieb., Erysimum alliaria L., Sisymbrium alliaria Scop., Sisymbrium officinalis DC. International Common Names: English: garlic-root, garlicwort, hedge-garlic, Jack-by-the-hedge, Jack-in-the-bush, mustard-root, poor-man's-mustard, sauce-alone Germany: Gemeine Knoblauchsrauke Website | Cortat G. Alliaria petiolata (Garlic mustard). CABI Compendium. 2019;3941. |
| 14. | ● Sie bietet den Nektar in ihren Blüten ganz off en an, sodass neben Bienen, Hummeln, Schwebfliegen und Schmetterlingen auch Käfer davon profitieren. Ein schöner Vertreter der Insektenwelt, der unter anderem auf die Knoblauchsrauke spezialisiert ist, ist der Aurorafalter...So legt der Aurorafalter seine Eier bevorzugt an diesen beiden Kreuzblütlern ab. Schlüpfen die Räupchen aus den Eiern, fangen sie sofort an zu fressen, jedoch nicht wie vermutet an den Blättern der Knoblauchsrauke, sondern an deren Blüten und Früchtchen...Im Juni, wenn die Blütezeit der Knoblauchsrauke vorbei ist, verpuppen sich die Raupen des Aurorafalters und befestigen sich in aufrechter Position im unteren Teil der Pflanze am Stängel. So verharren sie für die nächsten 10 Monate...Abhilfe schafft das Stehenlassen der Stängel oder das sorgfältige Abschneiden und sichere, senkrechte Lagern im Freien bis zum nächsten Frühjahr. Die Grundblätter der Knoblauchsrauke sind nierenförmig Website | Naturzyt ch: Die Knoblauchsrauke kommt – und mit ihr der Aurorafalter. |
| 15. | ● Die Pflanze ist Nektar- oder Raupenfutter-Pflanze für folgende Schmetterlingsarten:
Website | FloraWeb de: Alliaria petiolata (M. Bieb.) Cavara & Grande (Lauchhederich). Bundesamt für Naturschutz (BfN). |
| 16. | * The MeOH extracts of 37 species exhibited low to high levels of free radical scavenging activity (RC50 values ranging from 2.00 to 4.7 × 10−4 mg/mL), and Alliaria petiolata, Prunus padus and Prunus spinosa were the most potent antioxidant extracts. Experimentelle Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1002/ptr.2129 Study: weak evidence | Kumarasamy Y, Byres M et al. Screening seeds of some Scottish plants for free radical scavenging activity. Phytotherapy Research. 2007;21(7):615–621. |
| 17. | * Vitamin C contents were high, specially in Alliaria petiolata (261 mg/lOO g). Carotenoid content was relatively high in Alliaria petiolata (13.3 mg) Lebensmittelanalytik in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1111/j.1745-4514.1999.tb00020.x Study: weak evidence | Guil-Guerrero JL, Giménez-Martínez JJ, Torija-Isasa ME. Nutritional composition of wild edible crucifer species. Journal of Food Biochemistry. 1999;23(3):283–294. |
| 18. | * Vitamin A - Name - Part Used - Season - Collected Units/100 g mg/100 g - Alliarla o.Oicinalis L. (1) Leaves and tops just (1) Spring 8,600 (3)Crueiferae prior to flowing 12,000 (Garlic Mustard) (2) Basal leaves (2) All year 19.000...Ascorbic Acid: 190 mg/100g Analytische Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1007/BF02860657 Study: weak evidence | Zennie TM, Ogzewalla D. Ascorbic acid and Vitamin A content of edible wild plants of Ohio and Kentucky. Economic Botany. 1977;31(1):76–79. |
| 19. | * Glycosides, glucosinolates (Daxenbichler et al., 1991; Cipollini, 2002); flavonoids, β-carotene (Haribal and Renwick, 2001; Lupoae et al., 2012); apigenin glycoside: isovitexin 6″-O-glucoside (Haribal and Renwick, 1998; 2001; Barto and Cipollini, 2009); apigenin glycoside: alliarinoside [(2Z)-4-(β-D-glucopyranosyloxy)-2-butenenitrile (Haribal and Renwick, 2001); flavone 6-C-glycosides: isoorientin, swertiajaponin, swertisin and isoscoparin-2′′-βD-glucopyranoside (Kumarasamy et al., 2004); phytol, palmitic acid, (Z)-hex-3-en-1-ol, nonanal, phenylacetaldehyde, β-ionone, 4-vinyl-2-methoxy-phenol, benzaldehyde (Blažević and Mastelić, 2008) Glucosinolates. These compounds are known for their anticancerogenic properties and are contained in Alliaria petiolata Flavonoids. These compounds are widely known for their anti-ageing properties. Different amounts of flavonoids are contained in Alliaria petiolata Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1016/j.jep.2016.02.050 Study: weak evidence | Guarrera PM, Savo V. Wild food plants used in traditional vegetable mixtures in Italy. J Ethnopharmacol. 2016;185:202-234. |
| 20. | * Vitamin A/carotenoid Alliaria petiolata (contains more vitamin A than spinach, 13.3 mg) Alliaria petiolata (contains more vitamin C than orange—261 mg Glucosinolates (secondary metabolites): Sinigrin, allyl glucosinolate:...Alliaria petiolata...: Anti-cancer, anti-inflammatory, antibacterial, anti-fungal, antioxidant, and wound healing activity. Allyl-isothiocyanate is responsible for internal and external irritation and local vasodilation. It has been shown to prevent urinary bladder cancer and anti-proliferative activity against human prostate cancer cells. 1-cyano-2,3-epithiopropane has in vitro anti-cancer activity against human hepatocellular carcinoma. Mustards: Traditional Use: Anti-microbial activity: Alliaria petiolata; Treatment for vitamin C deficiency: A. petiolata; Diuretic activity: A. petiolata, Expectorant activity: A. petiolata; Stimulant activity: A. petiolata Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/ijms25169039 Study: weak evidence | Rahman M, Khatun A et al. Brassicaceae mustards: phytochemical constituents, pharmacological effects, and mechanisms of action against human disease. Int J Mol Sci. 2024;25(16):9039. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||









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