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Labkraut, Wiesen-Labkraut (Galium mollugo)

Vom Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) sind Triebspitzen und Blüten roh essbar, die Samen eignen sich als Sprossen. Als Heilpflanze wirkt das Kraut blutreinigend.
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Das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) ist auch als Klein-Wiesen-Labkraut, Weisses Waldstroh, Grasstern oder Gemeines Labkraut bekannt. Die jungen Triebspitzen und Blüten des Wiesen-Labkrauts kann man in der Küche roh oder warm verarbeiten. In der Naturheilkunde verwendet man das blutreinigende Wiesen-Labkraut zur Unterstützung der Nieren und des Lymphsystems. Es ist eine krautige Pflanze mit vierkantigem Stängel, lanzettförmigen Einzelblättern und traubenförmigen Blütenständen, die eine Wuchshöhe von gut einem Meter erreichen kann.

Verwendung in der Küche:

Wikipedia: Die jungen Triebspitzen und die Blüten können für Salate, Wildgemüse, Gelees, Getränke und Süssspeisen verwendet werden.1 Sie schmecken auch als Spinat zubereitet, in Blattgemüsegerichten, als nussige Salatgrundlage, in Hackkräutermischungen, Pesto sowie in Saft- und Vitalgetränken. Die Blüten kann man über Salate streuen oder aus ausgekochtem Blütensaft einen süssen Blütenpudding herstellen. Aus den Samen des Wiesen-Labkrauts lassen sich im Winter Sprossen ziehen.2

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Wild zu finden:

Das Wiesen-Labkraut benötigt nährstoffreichen, frischen Lehmboden. Man findet es in Mitteleuropa in feuchten, nährstoffreichen Wäldern und Waldrändern oder Bergwiesen. Als weniger schattenverträgliche Pflanze, bevorzugt das Wiesen-Labkraut Lichtungsbereiche. In den Allgäuer Alpen kommt das Wiesen-Labkraut bis zu einer Höhe von 1‘800 Metern vor.1 Die Hauptblütezeit des Wiesen-Labkrauts ist von Mai bis September. Im Winter kann man kleine, saftige Triebe unter der Schneedecke finden.2

Verwechslung:

Das Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) und das Weisse Labkraut (Galium album) sind zwei nahe verwandte Arten, die auch häufig miteinander verwechselt werden.1 Dabei besteht aber keine Gefahr, da beide Labkrautarten geniessbar und ähnlich verwendbar sind.

Inhaltsstoffe:

Labkraut enthält Glykoside, geringe Mengen an Alkaloiden, Gerbstoffe, ätherisches Öl2 sowie Asperulosid, aus dem auch Cumarin besteht.4

Gesundheitliche Aspekte:

In der Naturheilkunde kommt das Wiesen-Labkraut zur Anregung der Nierentätigkeit sowie Entschlackung über die Niere zum Einsatz. Ausserdem soll das Wiesen-Labkraut die Lebensgeister wecken.
In der Volksmedizin setzt man die blutreinigende und Lymphfluss anregende Heilpflanze ausserdem bei Geschwüren, Nierensteinleiden und als harntreibendes Mittel ein.2 In der pharmazeutischen Industrie lässt sich Asperulosid in Prostaglandine umwandeln, das sind hormonähnliche Verbindungen, welche auf die Blutgefässe wirken und die Uterusfunktionen anregen können.4

Allgemeine Informationen:

Wiesen-Labkraut (Galium mollugo) gehört zur Familie der Rötegewächse (Rubiaceae). Man nennt es auch Klein-Wiesen-Labkraut, Weisses Waldstroh, Grasstern oder Gemeines Labkraut. In dieser Artengruppe gibt es noch Galium album.1

Früher verwendete man die Wurzeln des Wiesen-Labkrauts für die Herstellung roter Farbe für Textilien (ähnlich wie beim Färberkrapps). Das enthaltene Enzym Lab kommt auch in Kälbermägen vor. Dieses Enzym verwendet man heute noch für die Käseherstellung. Daher kommt auch der Name Labkraut.1,3

Erscheinungsbild:

Das Wiesen-Labkraut wächst als sommergrüne, ausdauernde, krautige Pflanze, die Wuchshöhen von bis zu 1 Meter erreicht. Am kahlen, vierkantigen Stängel tragen sie Blattquirle, die aus meist acht lanzettförmigen, am Rand scharfen Einzelblättern bestehen. An den Blattquirlen zweigen Nebenäste vom Hauptstängel ab. … An den Spitzen der Haupt- und Nebenstängel sitzen traubenförmige Blütenstände mit rund 1 bis 1,5 cm kleinen, vierstrahligen weissen Blüten. Im Gegensatz zum Weissen Labkraut (Galium album) besitzt das Wiesen-Labkraut Blüten mit einem Durchmesser von 2 bis 3 mm, deren Stiele 3 bis 4 mm lang sind. Die Stängel sind vierkantig, glatt, meistens verästelt. Ihr Fruchtstand ist durch stark spreizende Stiele locker. Im Winter ist die Schaftpflanze durch Schutzpigmente oft braunrot.1

Literatur / Quellen:

  1. Wikipedia Wiesen-Labkraut.
  2. Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie essbare Wildpflanzen. 1. Auflage. Aarau: AT Verlag; 2013.
  3. Wikipedia Labkräuter.
  4. Bown D. Kräuter - Die große Enzyklopädie: Anbau und Verwendung. 2. Auflage. München Dorling Kindersly Verlag GmbH; 2015.

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