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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Banane, roh (bio?)

Rohe Bananen / Dessertbananen bringen eine ausgewogene Mischung an Kohlenhydraten. Es fehlt das für Nerven und Hirn wichtige Fett. Kompensieren! Bio-Qualität?
  Wasser 74,9%  94/04/01  LA : ALA
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Neben der roh verzehrbaren Dessertbanane bzw. Obstbanane (Musa acuminata Colla oder Musa × paradisiaca) gibt es die Kochbanane, die man vor dem Verzehr garen muss, sowie Faserbananen und Zierbananen. Die Schale der Obstbanane erfreut sich immer grösserer Beliebtheit und lässt sich sogar in der Küche verwenden.

Verwendung in der Küche:

Wie schmeckt die Banane und sind Bananen süss? Je reifer die Banane ist, desto süsser ist sie im Geschmack und ihre Konsistenz verändert sich von bissfest über mehlig bis zu cremig. Im unreifen oder halbreifen Zustand erinnert die Banane geschmacklich eher an ein nicht besonders aromatisches Gemüse. Im Mund verbreitet sie ein pelziges Gefühl.

Bananen sind ein idealer Snack und lassen sich aufgrund ihrer Schale gut unterwegs als Rohkost geniessen. Zusammen mit den Äpfeln gehören Bananen zu den meistverzehrten Früchten überhaupt. Sie sind beliebt in Smoothies, Müslis (Müeslis), Milchshakes (Frappé) und allerlei Dessertvariationen - ob pur mit (Soja-)Joghurt oder Quark, im Obstsalat, getrocknet als Bananenchips, im Teigmantel gebacken oder als Bananensplit, sogar als Kuchen (Bananen Schoko Kuchen, Torte), Pancakes, Cake und Muffins. Geschätzt sind sie auch im Bananenbrot und als veganer Ei-Ersatz in anderen Backwaren.

Zur geschmacklichen Bereicherung von Shakes und Smoothies eignet sich ebenfalls Bananenpulver aus dehydrierten Bananen sehr gut.

Experimentierfreudige verwenden Bananen in pikanten Curry-Gerichten. Dafür nimmt man am besten grüne Dessertbananen, die man wegen ihres hohen Stärkeanteils gut kochen kann. Geschmacklich erinnern sie stark an Süsskartoffeln. Auf der Insel Sansibar sind gekochte grüne Obstbananen ein beliebtes Gericht.1

Mit den Blättern der Bananen können Sie Speisen einwickeln. Die Schale von unbehandelten Bio-Bananen kann man weichgekocht, gebraten oder gebacken mitessen sowie als Smoothie-Zutat verwenden oder als Tee überbrühen. Zum rohen Verzehr eignet sich insbesondere die Schale von sehr reifen Bananen, da sie dann deutlich dünner und süsser ist und sich besser zerkauen lässt.

Die Banane ist Bestandteil des glutenfreien und rohveganen Erb-Müeslis. Es enthält sowohl Vitamin-C-reiche Zitrusfrüchte als auch Beeren, die Antioxidantien liefern, Pseudogetreide (Pseudocerealien), Samen und Goldhirse. Probieren Sie auch die Variante Erb-Müesli plus Haferflocken.

Die sogenannten Kochbananen (Gemüsebananen, Mehlbananen) sind (praktisch) nur gekocht geniessbar. Sie und ihr Mehl zählen in vielen Ländern Afrikas zu den Grundnahrungsmitteln. Daneben gibt es noch die Rote Obstbanane, die etwas süsser und aromatischer schmeckt als die gelbe Cavendish-Banane. Das gilt auch für die rund 10 cm lange Babybanane.

Veganes Rezept für schnelles Schoko-Erdnuss-Eis:

Hierzu 4 geschälte, reife Bananen in Stücke schneiden und mindestens über Nacht einfrieren. Mit 1-2 EL Kakaopulver (je nach Geschmack) sowie 1-2 EL Erdnussbutter "crunchy" zu cremigem Eis pürieren. Bei Bedarf etwas Sojamilch hinzugeben. Das Eis sollte man frisch verzehren, beim Wiedereinfrieren verliert es seine cremige Konsistenz.

Veganes Rezept für Bananenbrot:

Zunächst 300 g Dinkelvollkornmehl mit 100 g Vollrohrzucker (Zucker), 10 g Backpulver sowie einer Prise Salz vermischen. 3 pürierte Bananen, 100 ml Kokosöl sowie einen Schuss Sojamilch dazugeben und verrühren. Mit etwas Zimt abschmecken und eine Handvoll gehackte Walnüsse unterheben. In einer eingefetteten Kastenbackform im Ofen bei 180 °C ca. 50 min backen. Allerdings ist Kokosöl recht ungesund - siehe diesen Link - aber als Ausnahme kann das durchgehen. Bei uns finden Sie weitere vegane Bananenrezepte. Auch gibt es Bananen-Tiramisu oder flambierte Bananen, Bananen-Haferflocken-Kekse etc.

Einkauf - wo kaufen?

Bananen zählen zu den beliebtesten und meistgekauften Früchten. Als Bund, den man botanisch als "Hand" bezeichnet, oder einzeln sind sie in allen bekannten Supermärkten und Discountern wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka oder Hofer erhältlich. Auch in Bio-Supermärkten wie Denns oder Alnatura sowie im Reformhaus, im kleineren Bio-Laden oder auf dem lokalen Wochenmarkt kann man Bananen kaufen. Der Bezug über eine Abo-Kiste (Grüne Kiste) oder den Online-Handel ist ebenfalls möglich. Bei letzterer Wahl besteht die Möglichkeit, Bananen aus Wildsammlung zu erhalten.

Durch den Anbau in Ländern in Äquatornähe haben Bananen das ganze Jahr über Saison.

Bananen sollten beim Einkauf frei von Druckstellen sein. Weiterhin sollte man darauf achten, dass die Bananen nicht gräulich wirken. Das spricht für eine Lagerung bei zu kalten Temperaturen, welche die natürliche Reifung behindert. Um eine starke Pestizidbelastung bei Bananen auszuschliessen, sollte man auf biologische Qualität zurückgreifen. Aus ethischer Sicht sind Bananen mit einem Fairtrade-Siegel empfehlenswert, das gute Arbeitsbedingungen beim Anbau garantiert.

Woher kommen die Bananen in Deutschland? Die in Deutschland erhältliche Ware stammt vorwiegend aus Ecuador, Kolumbien, Panama und Costa Rica. Es handelt sich meist um Cavendish-Sorten, die weltweit über 40 Prozent der Produktion und praktisch den ganzen Export ausmachen.2,3

Wild zu finden:

In den Ländern, in denen man Bananen für den Export anbaut, kommen die Pflanzen häufig verwildert vor.1

Zu den eigentlichen Wildbananen gehören die Arten Musa balbisiana und Musa acuminata, die ursprünglich aus dem tropischen Südostasien stammen. Wildbananen sind klein, grün und enthalten viele grosse, unfruchtbare Samen, die vergleichbar sind mit den Kernen der Kaktusfeige.4

Lagerung:

Grüne oder gelb-grüne Bananen bewahren Sie im Schatten und bei eher tieferen Raumtemperaturen auf. Aufbewahren sollte man aber Bananen nie im Kühlschrank. Bananen benötigen mehr als 13 °C. Sie reifen so in ein paar Tagen nach. Um Druckstellen zu vermeiden, kann man Bananen an einen Haken oder einen sogenannten Bananenbaum hängen. Auf jeden Fall sollte man Plastikverpackungen entfernen. Darin faulen die Früchte schnell.

Will man den Reifungsprozess beschleunigen, kann man Bananen gemeinsam mit einem Apfel in einer Papiertüte lagern. Der Apfel dünstet das Gas Ethylen aus, das die Banane schneller reifen lässt. Das funktioniert auch mit Tomaten oder weiteren, reifen Bananen. Mit unreifen Früchten zusammengelegt lässt sich deren Reifung beschleunigen, während die reife Banane nicht so schnell überreif wird.

Am süssesten sind Bananen, wenn die Schale braune Flecken bekommt. Derart reife Bananen kann man auch wenige Tage im Kühlschrank lagern. Durch die kalte Temperatur kann sich die Schale dunkel verfärben, sie bleibt jedoch fest und am Geschmack ändert sich nichts. Bananen sind auch mehrere Monate im Gefrierfach haltbar. Vor dem Einfrieren sollte man sie jedoch unbedingt schälen, da das später nur noch schwer möglich ist. Mit ein wenig Zitronensaft beträufelt, behalten sie auch beim Auftauen ihre frische Farbe.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Bananen gelten mit 358 mg/100g als besonders wertvoller Lieferant für Kalium. Allerdings weisen diverse Hülsenfrüchte in getrocknetem Zustand mit bis zu 1'797 mg/100g deutlich höhere Gehalte auf, gefolgt von ungeschälten Hanfsamen (1'200 mg), rohen Weizenkeimen (892 mg) oder Sultaninen (746 mg). Im Vergleich zu anderen Obstarten enthalten Bananen jedoch relativ viel Kalium.5

Bananen sind bekannt für ihren Gehalt an B-Vitaminen, insbesondere an Vitamin B6 (0,37 mg/100g). Vitamin B6 ist an etwa 100 enzymatischen Reaktionen beteiligt und nimmt im Eiweiss- sowie im Blutzuckerstoffwechsel eine wichtige Rolle ein. Rohe Reiskleie liefert mit 4'070 mg ein Vielfaches mehr an Vitamin B6 als Bananen, ebenso Pistazien (1'700 mg), Weizenkleie (1'303 mg), Sesam (0,79 mg) oder Vollkornreis (0,736 mg).5

Zudem rühmt man Bananen als gute Magnesiumquelle, den Wert von 27 mg/100g übertreffen jedoch zahlreiche andere Lebensmittel: Reiskleie (781 mg), ungeschälte Hanfsamen (700 mg), Weizenkleie (611 mg), Sesam (351 mg) oder Chia Samen (335 mg).5

Sind Bananen Dickmacher? Bananen sind innerhalb einer ausgewogenen Ernährung ein empfehlenswertes Lebensmittel. Neben einer ausgewogenen Mischung an Kohlenhydraten mit wasserlöslichen und -unlöslichen Ballaststoffen enthalten Bananen verschwindend wenig Fett.5 Allerdings benötigen Nerven und Gehirn (Hirn) hochwertige, einfach und mehrfach ungesättigte Fettsäuren, die es zu kompensieren gilt.

Die nahrhafte Banane mit ihren 89 kcal/100g5 ist seit vielen Jahren ein beliebtes Superfood in der westlichen Welt. Sie liefert schnell Energie und wertvolle Nährstoffe. Trotzdem sagt die Bezeichnung Superfood wenig aus, da sie hauptsächlich Marketingzwecken dient und Verwendung für eine Vielzahl von Lebensmitteln findet.

Detaillierte Angaben zu den Nährstoffen finden Sie in den untenstehenden Tabellen. Diesen können Sie z.B. die prozentuale Abdeckung des Tagesbedarfs entnehmen.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Wie gesund ist eine Banane? Halbreife Bananen enthalten einen Anteil an unverdaulicher resistenter Stärke. Die positiven Auswirkungen resistenter Stärke sind bekannt. Da der Dünndarm resistente Stärke nicht oder nur teilweise verdauen und resorbieren kann, fermentieren Bakterien den Ballaststoff im Dickdarm und fördern so eine gesunde Darmflora, schützen die Darmwand vor Zellveränderungen und unterstützen ihre Barrierefunktion. Zudem wirkt resistente Stärke blutzuckerregulierend. Man darf beruhigt sein, dass man bei einer vollwertigen Ernährung mit Vollkornprodukten, Hülsenfrüchten, aber auch Bananen ausreichend resistente Stärke aufnimmt.6

Reife Bananen können bei Magen- und Darmstörungen beruhigend wirken und sind auch für Kleinkinder gut geeignet. Die löslichen und unlöslichen Ballaststoffe tragen zur Regulierung der Verdauung und des Cholesterinspiegels bei.2 Verschiedene Fachstellen empfehlen reife Bananen gegen Darmentzündung.

Eine wissenschaftliche Untersuchung an der Jacobs University Bremen um den Chemie-Professor Nikolai Kuhnert untersuchte die heilende Kraft von (Wild-)Bananen. Sie enthalten viele polyphenolische, also aromatische Verbindungen, die antibakteriell, desinfizierend und adstringierend (zusammenziehend) wirken. Somit können Bananen zum Schutz einer Wunde vor bakteriellen Infektionen beitragen oder eine Art Schutzschicht über einer Wunde bilden, indem sie das Eiweiss der Wunde verändern.7

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Der Verzehr von grünen, unreifen Bananen kann zu Magenschmerzen führen, da der Darm den hohen Zelluloseanteil nicht verarbeiten kann.1 Aber auch reife Bananen können bei einem empfindlichen Magen-Darm-Trakt oder bei seltenem Verzehr zu Blähungen führen, da sie zu den stark blähenden Obstsorten gehören.

Verwendung als Heilpflanze:

In Teilen Afrikas und Asiens gelten wilde Bananen (Musa acuminata) als traditionelles Heilmittel. Allerdings schreibt man der in europäischen Supermärkten erhältlichen Cavendish-Banane keine Heilkraft zu. In vielen Entwicklungsländern bedeckt man offene Wunden mit Bananenblättern oder Bananensschalen. Sogar grössere Wunden lassen sich so erfolgreich behandeln.7

Vorkommen - Herkunft:

Ursprünglich stammt die Banane aus der südostasiatischen Inselwelt. Wissenschaftler vermuten, dass man vor 7'000 Jahren mit der Domestizierung der Bananen begann.1,4 Erste schriftliche Erwähnungen findet man in buddhistischen und indischen Schriften um 600 v. Chr. Von Indonesien gelangte die Banane nach Madagaskar und weiter aufs afrikanische Festland. Auf den Kanarischen Inseln bewirtschafteten die Spanier ab etwa 1500 Bananenplantagen. Nicht viel später kam die Banane nach Amerika, wo portugiesische Siedler erste Plantagen in der Karibik und in Mittelamerika anlegten.1

Heute wachsen Bananen in tropischen und subtropischen Regionen, im sogenannten Bananengürtel, der sich um den 30. Breitengrad befindet.1

Gemäss Zahlen von Wikipedia betrug die Weltproduktion im Jahr 2000 67,2 Millionen Tonnen, 2017 etwa 114 Millionen Tonnen. Der weltweit grösste Produzent war Indien mit 30,5 Millionen Tonnen. Die Hauptexportländer im Jahr 2016 waren Ecuador, Costa Rica, Guatemala, Kolumbien sowie die Philippinen und die Hauptimporteure weltweit waren Europa und die USA.1

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Grundsätzlich benötigen Bananen ausreichend Sonne, Wärme, Nährstoffe und eine gleichmässige Bewässerung, wobei es Staunässe und direkte Sonneneinstrahlung zu vermeiden gilt. Während der Wachstumsperiode von Mai bis August düngt man die Pflanzen wöchentlich mit einem stickstoffreichen Volldünger.9 Verliert die Bananen-Pflanze Blätter, ist das ein deutliches Signal dafür, dass es ihr zu kalt, zu nass oder zu dunkel ist.8

In Mitteleuropa kann man Bananenpflanzen als Kübel- oder Wintergartenpflanzen anbauen, wobei der Kübel mindestens 50 l fassen sollte. Hierfür eignen sich fruchttragende Zwergsorten wie "Dwarf Cavendish" oder "Ladyfinger". Im Winter sollte der Wintergarten beheizt sein und mindestens 10 °C aufweisen. In kühleren Wintergärten schneidet man die Bananenblätter ab und legt diese schützend auf die Erde um die Pflanze herum.9

In sehr milden Regionen kann es bei geeignetem Winterschutz sogar gelingen, Bananenpflanzen dauerhaft draussen zu kultivieren. Die bedingt winterharte japanische Faserbanane Musa basjoo (-3 °C) schafft es zwar wegen der durchschnittlich zu kühlen Temperaturen nicht zur Blüten- und Fruchtbildung, verbreitet aber tropisches Flair im Garten. Die zurzeit winterhärtesten Sorten von Musa basjoo sind z.B. "Nana" und "Saporro", die sich durch eine verbesserte Frostresistenz (bis -12 °C) auszeichnen. Im Herbst schneidet man die Blätter ab, damit das Rhizom genügend Nährstoffe für den Winter speichern kann. Um die Pflanze baut man eine 50 bis 100 cm hohe Ummantelung und füllt diese mit dämmendem Material wie Gartenvlies, Jute oder Bastmatten. Eine wasserdichte Platte schützt die Pflanze vor Staunässe.8,9

Anbau - Ernte:

Für den Export baut man Bananen hauptsächlich in Monokulturen auf Plantagen an. Die intensive Landwirtschaft und die Verwendung von Pflanzenschutzmitteln, die in westlichen Ländern verboten sind, führen zu ökologischen Schäden in den Anbauregionen und zu Gesundheitsschäden bei den Angestellten. Im ökologischen Anbau setzt man auf Mischkulturen und der Einsatz von chemisch-synthetischen Pflanzenschutzmitteln ist nicht erlaubt.1

Wie oft trägt eine Banane Früchte? Auf den Plantagen wachsen Bananenstauden in der Regel über zwei Jahre, wobei sie nur einmal Früchte tragen. Die Pflanzen benötigen grundsätzlich viel Wasser.

Welche Fruchtart ist die Banane? Innerhalb von drei Monaten entwickeln sich ohne Befruchtung aus den weiblichen Blüten drei bis fünfkantige, 6 bis 30 Zentimeter lange und 2 bis 5 Zentimeter dicke Beerenfrüchte. Den gesamten Fruchtstand der Bananenstaude nennt man "Büschel" (oder Arm), welches bis zu 300 Bananen umfassen und bis zu 50 kg wiegen kann. Die einzelnen Bananen, sogenannte "Finger", stehen in "Händen" zusammen und sind spiralförmig um die Blütenstandsachse angeordnet. Jede Einzelfrucht wächst zunächst nach unten und später, aufgrund der Einwirkung von Pflanzenhormonen, innerhalb weniger Tage nach aussen und oben.1,3

Wie hoch kann ein Bananenbaum werden? Die Ernte der noch grünen Bananen erfolgt mit einem grossen Hakenmesser. Man schneidet den gesamten Fruchtstand von der 2 bis 9 m hohen Staude ab und transportiert diesen, manchmal mithilfe von einfachen Materialseilbahnen, zur Packstation. Dort zerteilt man den Fruchtstand in sogenannte "Hände" oder "Fingerbüschel", die im Einzelhandel angebotene Grösse.1 In temperierten Kühlschiffen erreichen die Exportbananen bei exakt 13,2 °C ihren Bestimmungsort. Dort lagert man die Bananen in speziellen Reifekammern unter Zugabe des Reifegases Ethylen.3

Tierschutz - Artenschutz - Tierwohl:

Die kultivierten Obstbananen sind im Gegensatz zu Zier- und Wildbananen steril. Die Früchte der Obstbananen bilden sich ohne Bestäubung und Befruchtung aus. Die züchterisch bearbeiteten Bananen sind samenlos, weshalb weder eine generative Vermehrung noch eine Kreuzung möglich ist. Die meisten Bananensorten vermehrt man rein vegetativ aus den Ausläufern, die aus den unterirdischen Rhizomen spriessen.1

In ihrem ursprünglichen Verbreitungsgebiet findet die Bestäubung der Bananenblüten an wilden Bananenstauden durch Kolibris und Fledermäuse statt.8

Allgemeine Informationen:

Die Dessertbanane (Musa acuminata Colla bzw. Musa × paradisiaca) ist eine Art in der Gattung der Bananen (Musa) und gehört zur Familie der Bananengewächse (Musaceae).

Die Gruppe der Dessertbananen lässt sich in "Grosse Obstbananen", "Rote Bananen", "Baby-Bananen" und "Apfelbananen", mit jeweils mehreren Sorten, einteilen. Bekannte Sorten der Grossen Obstbanane sind "Robusta", "Williams", "Poyo", "Valery" - der Riese der Cavendish-Gruppe, "Dwarf-Cavendish" - eine kleine und sehr geschmackvolle Sorte - sowie "Grand Nain" oder "Grande Naine", die Hauptexportsorte Lateinamerikas.3,10

Neben Dessertbananen bezeichnet man die vorwiegend aus Afrika stammenden Kochbananen, Mehlbananen oder Gemüsebananen ebenfalls als Musa × paradisiaca. Insgesamt gibt es etwa 70 Bananenarten und über 1'000 Kreuzungen und Varianten der Zuchtbananen.1 Die Entwicklung neuer Sorten treiben internationale Züchter stetig voran, um geeignete Sorten zu züchten, die gegen die weitverbreitete Pilzerkrankung "Yellow Sigatoka" (Mycosphaerella musicola) bzw. gegen die "Schwarzen Blattmasern" (Mycosphaerella fijiensis, Black Sigatoka) resistent sind.4

Die ursprünglich asiatischen Wildbananen Musa acuminata und Musa balbisiana stellen eigene Pflanzenarten aus der Gattung der Bananen (Musa) dar. Fast alle modernen Züchtungen von essbaren Bananen sind Hybride und Polyploide dieser Bananenarten, die man meist als Musa x paradisiaca oder Musa acuminata Colla zusammenfasst. So handelt es sich bei der am häufigsten exportierten Sorte "Cavendish" um einen triploiden Mutanten und bei "Lady Finger" um eine diploide Sorte von Musa acuminata.11,12

Wollen Sie wissen, wie exotisch es Anfang der 80er Jahre war, den Anbau von konventionellen Bananen auf Bio umzustellen? Lesen Sie dazu unseren Text "Erste Bio-Bananen aus Teneriffa, die 20 Bananenbriefe".

Alternative Namen:

Alternativnamen für die Dessertbanane sind Obstbanane, Grosse Obstbanane, Paradiesfeige, Adamsfeige oder ganz einfach nur Banane.

Die englische Bezeichnung lautet banana.

Stichworte zur Verwendung:

Die Faser- bzw. Textilbanane Abacá (Musa textilis), auch Manilahanf, Bananenhanf oder Musahanf genannt, dient zur Gewinnung von Netzen, Tauwerk und Garnen. Doch Bananen sind nicht nur als Nutzpflanzen beliebt, sondern auch als Zierpflanzen. Eine bekannte Bananenart mit züchterisch verbesserter Frostresistenz ist die Japanische Faserbanane (Musa basjoo).10

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 12 Quellenangaben

  1. Wikipedia Dessertbananen.
  2. bzfe.de (Bundeszentrum für Ernährung). Die Banane. Exotische Beere mit vielen Eigenschaften.
  3. aid Infodienst (Herausgeber). Exoten und Zitrusfrüchte. 4. Auflage. Bonn;2014. Druckerei Lokay e. K. Reinheim.
  4. plantura.garden Ur-Gemüse und Ur-Obst im Wandel der Zeit.
  5. USDA (United States Department of Agriculture). Nährstofftabellen.
  6. ugb.de (Unabhängige Gesundheitsberatung). Resistente Stärke: Bedeutung unterschätzt?
  7. medizin-und-technik.industrie.de Wundversorgung. Bananenschale ersetzt Pflaster.
  8. plantura.garden Bananenpflanze im eigenen Garten pflanzen & pflegen.
  9. lubera.com So gelingt die Bananenpflanzen Pflege.
  10. Wikipedia Bananen.
  11. Wikipedia Musa acuminata.
  12. Wikipedia Englisch List of banana cultivars.
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