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Wasabi (Eutrema japonicum) ist das fernöstliche Pendant zum Meerrettich und auch als Japanischer Meerrettich, Grüner Meerrettich oder Wassermeerrettich bekannt. Neben dem Rhizom (umgangssprachlich oft Wurzel genannt) sind auch Blätter, Blüten und Stängel roh essbar.
Verwendung in der Küche
Traditionell serviert die japanische Küche frisch gehobelten oder zu Paste verarbeiteten Wasabi. Das Gewürz ist eine bewährte Ergänzung zu Sushi und Sashimi (beliebte Zubereitungsart von rohem Fisch und Meeresfrüchten). Das scharfe Grün sorgt für längere Frische der rohen Zutaten. Zwischen Reis und Sushi-Zutaten gestrichene Wasabi-Paste ist eine gängige Art der Zubereitung. Auch das pulverisierte Rhizom, verrührt mit Wasser, ergibt eine scharfe Würzpaste. Diese findet Einzug in zahlreiche Gerichte mit Fleisch, Fisch, Nudeln, Reis und Saucen. Auch zu Früchten oder Gemüse wie Mango, Ananas, Pfirsich, Aprikosen, Gurke und Avocado passt süss bzw. salzig abgeschmeckter Wasabi.1 Für Wasabi-Nüsse können Sie Nüsse oder Saaten anrösten und fein geraspelte Wasabistücke hinzufügen.
Die ganzjährig pflückbaren Stängel, Blätter und Blüten ergeben eine milde Wasabi-Paste. Dazu schneiden Sie 50 g der grünen Zutaten klein und pürieren diese im Mixer, zusammen mit einem Esslöffel Reisessig, einer Prise Salz und etwas Wasser, sodass eine homogene Paste entsteht. Die bekannte japanische Marinade namens "wasabi-zuke" besteht aus Blättern, Stängeln, Rhizom, dem Sake-Sud, Salz und Zucker.
Wie schmeckt Wasabi wirklich? Die Schärfe des Wasabis ist im Rachen und in der Nase erkennbar. Neben der strengen Schärfe weist Wasabi einen charakteristisch frischen Beigeschmack und eine dezente Süsse auf.
Wie scharf ist Wasabi? Frisch aus dem Rhizom zubereiteter Wasabi ist am schärfsten. Auch Trockenpulver ist scharf, die Schärfe entsteht aber erst einige Minuten nach dem Anrühren mit Wasser. Sehen Sie vom Kochen von Wasabi ab, da er dabei sein Aroma und auch seine Schärfe verliert. Im Gegensatz zum Meerrettich, verflüchtigt sich die Schärfe von Wasabi deutlich schneller. So verliert Wasabi durch Oxidation der Senföle bereits nach einer halben Stunde deutlich an Schärfe.
Eigene Zubereitung frischer Wasabi-Paste
Wer im Besitz des raren und kostbaren Wasabi-Rhizoms Rhi ist, sollte dieses vor der Verwendung gründlich unter kaltem Wasser waschen und schwarze Stellen entfernen. Schälen ist nicht empfohlen, da in der äusseren Haut die meisten Geschmacksstoffe stecken. Nach dem Waschen den Wasabi trocken tupfen und auf einer sehr feinen Reibe frisch raspeln. Traditionell kommt dabei eine Rochenhaut-Reibe zum Einsatz.9
Veganes Rezept für Limetten-Wasabi-Dip
Zutaten: 2 Becher vegane saure Sahne (Schmand), 1 Limette (bio), frische Minze, eine Knoblauchzehe, 1 TL Wasabipaste, Salz und Pfeffer.
Zubereitung: Zwei Becher vegane saure Sahne mit folgenden Zutaten vermengen: Saft und fein geriebene Schale einer halben Bio-Limette, eine Handvoll klein geschnittene, frische Minzblätter, eine frisch durchgedrückte Knoblauchzehe und ein Teelöffel Wasabipaste. Nach Belieben mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Veganes Rezept für grünes Kartoffel-Püree mit Wasabi
Zutaten: 500 g mehlige Kartoffeln, Erbsen (frisch oder tiefgekühlt), 250 ml Sojamilch (Pflanzendrink nach Belieben), Frühlingszwiebel, 1 TL Wasabi, 1 halbe Avocado, Salz, Pfeffer und frisch geriebene Zitronenschale (bio).
Zubereitung: Für vier Personen 500 g mehligkochende Kartoffeln schälen und in Salzwasser etwa 30 Minuten lang gar kochen. Während der letzten 5-10 Minuten der Kochzeit frische oder tiefgekühlte Erbsen dazugeben. Nach dem Abgiessen die Kartoffeln mit den Erbsen zerstampfen und je nach Bedarf 150 bis 250 ml heissen Pflanzendrink (z.B. Sojamilch) dazugeben. Feine Röllchen einer Frühlingszwiebel, einen Teelöffel Wasabi und eine halbe, sämig zerdrückte Avocado untermengen. Zuletzt mit Salz, Pfeffer und etwas Bio-Zitronenabrieb abschmecken.
Vegane Rezepte mit Wasabi finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".
| Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler. |
Einkauf - Lagerung
In Europa ist Wasabi als gefriergetrocknetes Pulver in Gläsern und Dosen verfügbar. Wasabi-Paste in kleinen Tuben oder Wasabi, gerieben und tiefgefroren, sind ebenso erhältlich. In den deutschsprachigen Ländern sind verarbeitete Wasabi-Produkte in Supermärkten oder bei Grossverteilern wie Lidl, Aldi, Edeka, Rewe, Billa, Migros, Coop, Spar, Denner, Volg oder Hofer meist ganzjährig zu erwerben. Auch in gut sortierten Bioläden sowie den Bio-Supermärkten Denn's und Alnatura ist die Zutat zu finden.
Es gibt zwei Qualitätsstufen bei Wasabi-Produkten. Die zweite, minderwertige Qualität besteht aus den unteren Blattstielen und den obersten Rhizomteilen. Paste und Pulver aus echtem Wasabi tragen im Handel die Bezeichnungen Nama Wasabi (生わさび, "frischer Wasabi") oder Hon Wasabi (本わさび, "echter Wasabi"). Supermärkte vertreiben am häufigsten "Sabi Wasabi". Dies ist eine billig hergestellte Paste aus Wasabi, Meerrettich und grüner Lebensmittelfarbe. Bei "Seiyō Wasabi" handelt es sich um ein Surrogat (Ersatzprodukt). Dieses ist künstlich eingefärbt und enthält Meerrettich oder ein Meerrettich-Senf-Gemisch, allerdings keinen Wasabi.11
Ausschliesslich Spezialgeschäfte vertreiben frisch importierten Wasabi. Die bessere Qualität wächst entweder wild entlang von flachen, kühlen und mineralreichen Bergbächen oder sie ist in Hydrokulturen (沢わさび Sawa Wasabi, "Bach-Wasabi") gezogen. "Hügel-Wasabi" (丘わさび Oka Wasabi) oder "Acker-Wasabi" (畑わさび Hata Wasabi) sind von minderer Qualität. Die Wasabi-Pflanze ist inzwischen auch bei gut sortierten Gärtnereien oder im Online-Handel erhältlich. Frisches Pflanzgut unterscheidet sich nach Herkunft und Sorte (z.B. Darum oder Satsuma).
Laut DLG (Deutsche Landwirtschafts-Gesellschaft e.V.) liegt der Preis pro Kilo wild wachsender Wasabi-Rhizome bei etwa 150 Euro. In Asialäden oder Online-Shops müssen Sie jedoch grundsätzlich mit Preisen von bis zu 400 Euro pro Kilogramm frischer Wasabi-Rhizome rechnen.
Die Verfügbarkeit von Wasabi ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.
Tipps zur Lagerung
Frischen Wasabi können Sie bis zu vier Wochen im Kühlschrank aufbewahren. Stellen Sie das Rhizom in ein Glas und bedecken Sie es bis zum Stängelansatz mit Wasser. Angeschnittenen Wasabi wickeln Sie in ein sauberes, feuchtes Tuch. Das Rhizom können Sie auch einfrieren, wodurch es etwa acht Wochen länger haltbar ist.
Tuben und Gläser mit Wasabi-Paste sollten Sie nach dem Öffnen unmittelbar wieder verschliessen und im Kühlschrank lagern. Wasabi-Pulver zum Anrühren mit Wasser reagiert empfindlich auf Feuchtigkeit. Bewahren Sie es in luftdichten Dosen oder Gläsern mit Schraubverschluss auf.
Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien
Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.
1g Wasabi enthält einen Brennwert von 1,1 kcal. Die Makronährstoffe sind wie folgt aufgeteilt: 24 % Kohlenhydrate inklusive 7,8 % Ballaststoffe, ca. 5 % Proteine und unter 1 % Fett.14
Vitamin C, Kalium und Vitamin B6 sind die wichtigsten essenziellen Nährstoffe, die Wasabi anbietet.14 Aufgrund der geringen Verzehrmenge trägt Wasabi nicht wesentlich zur Deckung des Nährstoffbedarfs bei. Weitaus wichtiger für den Gesundheitswert sind die sekundären Pflanzenstoffe in dieser Zutat, die nur schon in Spuren wirken können. Obwohl alle Kräuter und Gewürze sehr viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe mitbringen, verzichten wir hier bewusst auf das Modewort Superfood.
Die gesamten Inhaltsstoffe von Wasabi, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.
Wirkungen auf die Gesundheit
Viele gesundheitliche Wirkungen von Wasabi kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen.
Sekundäre Pflanzenstoffe
Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.
Wasabi enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2,3
- Isoprenoide: Tetraterpene: Carotinoide (Carotine, Xanthophylle)
- Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Kaffeesäure, Sinapinsäure, Ferulasäure); Flavonoide: Flavonole (Kaempferol-Derivate), Flavone (Luteolin-Derivate, Isosaponarin)
- Organische schwefelhaltige Verbindungen: Aliphatische Glucosinolate (Glucobrassicanapin, Glucoalyssin, Gluconapin, Glucochlearin, Glucohesperin, Sinigrin), indolische Glucosinolate (Glucobrassicin), aromatische Glucosinolate (Glucoibarin); Isothiocyanate (Sulforaphan, Allylisothiocyanat)
Wasabi-Extrakte aus Blättern, Stängeln und Rhizomen von Eutrema japonicum enthalten v.a. Glucosinolate. Blätter und Stängel enthalten besonders viel davon.2,4 Diese Verbindungen wirken entzündungshemmend, antioxidativ und antimikrobiell. Sie hemmen krankheitserregende Bakterien, indem sie deren Zellmembranen schädigen. Studien zeigen, dass sie gegen Erreger wirken, die vor allem bei hospitalisierten PatientInnen problematisch sind.2,8
Isothiocyanate zeigen zudem eine starke biologische Aktivität bei Darmkrebs, Herz-Kreislauf- sowie neurodegenerativen Erkrankungen.2,3 Sie entstehen durch Verletzungen des Pflanzengewebes, u.a. durch Reiben, Schneiden oder Kauen, aus den Glucosinolaten. Das freigesetzte pflanzliche Enzym Myrosinase oder Darmbakterien spalten die Glucosinolate (Senfölglycoside) in Isothiocyanate. Sie prägen zudem den scharfen, leicht bitteren Geschmack.3
Wasabi-Blattextrakt wirkt antiadipös. In einem Tiermodell reduzierte Wasabi‑Extrakt im Kontext von metabolischem Syndrom Gewicht, Blutdruck und Blutfettwerte. Allylisothiocyanat, ein Hauptbestandteil von Wasabi, regulierte bei diabetischen Ratten Blutzucker, Gesamtcholesterin, Triglyzeride und Kreatininwerte.3,12,13
Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen
Grundsätzlich ist ein massvoller Genuss von Wasabi empfohlen, denn übermässiger Verzehr kann die Schleimhäute, Augen und Atemwege stark reizen und zu Schmerzen im Mund führen. Für Kinder ist Wasabi aufgrund seiner Schärfe ungeeignet.3 Insbesondere sollten Personen mit Magenproblemen vorsichtig sein, da scharfes Essen zu Magenschmerzen, Sodbrennen oder Durchfall führen kann.5
Bei grossen Verzehrmengen könnte Wasabi die Blutgerinnung verlangsamen.12 Es besteht ein potenziell erhöhtes Risiko einer Blutung bei Operationen. Erhöhte Gefahr besteht auch bei Menschen mit Blutungsstörungen oder bei Einnahme von blutverdünnenden Medikamenten.15
Isothiocyanate sind potenziell goitrogene Substanzen, welche die Kropfbildung (Vergrösserung der Schilddrüse) begünstigen. Durch langfristig hohe Verzehrmengen von z.B. Kohl, Senf oder Meerrettich, die über die blosse Ernährung aber nicht realisierbar sind, könnte es zu einer Jodmangelstruma kommen. Bis jetzt gibt es noch keinen Beweis für die Entstehung einer Struma, die durch den Verzehr von Kohlgemüse entstanden ist.6
Volksmedizin - Naturheilkunde
Wasabi hat wärmende und verdauungsfördernde Eigenschaften und findet innerliche Verwendung bei Fischvergiftungen.6
Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl
Frischer Wasabi hat einen CO2-Fussabdruck von 6,7 kg CO2eq/kg. Die Plattform Carboncloud gibt keine Angabe über die Herkunft des in Schweden analysierten Produkts.16 Bei den Umweltauswirkungen von Lebensmitteln spielen Landwirtschaft, Verarbeitung, Verpackung, Transport und Lagerung eine wichtige Rolle. Der in Europa verkaufte Wasabi kommt meist aus Japan und weist lange Transportwege auf. Eine heimische Alternative ist der Rettich (0,2 kg CO2eq/kg).17
Trotz umfangreicher Recherchen liegen uns keine konkreten Zahlen zum Wasserfussabdruck von Wasabi vor.
Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?
Tierschutz - Artenschutz
Der traditionelle Anbau von Wasabi in Japan fördert die Biodiversität. Die angelegten, mit Quellwasser gefluteten Terrassenfelder sind Heimat zahlreicher Lebewesen. Einige Arten wie Onashi-Steinfliegen oder Kaktsutsu-Köcherfliegen und Süsswasserschnecken sind Schädlinge, denn sie fressen an den Nutzpflanzen. Es gibt eine vielfältige Fauna im und am Wasser, darunter Libellenlarven und Süsswasserkrebse. In den umliegenden Wäldern wohnen Schmetterlinge, Frösche, Spinnen, Schlangen und Vögel.18
Weltweites Vorkommen - Anbau
Wasabi stammt aus Japan. Mit der gesteigerten Beliebtheit von Sushi nahm weltweit auch die Nachfrage nach frischem Wasabi zu. Mittlerweile sind Kulturen auch in anderen Erdteilen zu finden, etwa in Taiwan, Australien, Neuseeland, an der Pazifikküste der USA und in Kanada.10
Kommerziell gedeiht Wasabi entweder entlang der Ufer von Bergbächen, oder auf mit Quellwasser überfluteten Feldern im Flachland. Wichtig für die Qualität sind das frische Wasser, gut durchlässige Böden, stabile Temperaturen sowie genügend Schatten.11
Der anspruchsvolle Anbau von Wasabi kann in Europa nur unter kontrollierten Bedingungen erfolgen. Es gibt Start-ups, die mit Indoor-Hydroponik-Anlagen arbeiten.
Wild zu finden
Wild ist die 30-60 cm hohe Wildpflanze vorwiegend in ihrer Heimat Japan zu finden, und zwar in den Kiesbetten von Fliessgewässern.10 Weltweit gibt es nur wenige Orte, an denen Wasabi von Natur aus wachsen kann. Neben Japan gehören dazu der Nordwesten und die Blue Ridge Mountains im Osten der USA.
Wasabi ist eine ausdauernde, krautige Staude mit kräftigen, kriechenden Rhizomen und aufrechten Trieben. Ein Erkennungsmerkmal der Wildpflanze sind die langstieligen, nierenförmigen, bis 15 cm breiten Blätter. Im Frühjahr trägt Wasabi Trauben aus kleinen, weissen, vierzähligen Blüten. Es ist keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Pflanzen bekannt.1
Eigener Anbau im Garten oder als Topfpflanze
Im Allgemeinen gilt Wasabi als eine der am schwierigsten zu ziehenden Pflanzen. Versuchen Sie als Hobbygärtner, das natürliche Umfeld, in dem Wasabi am besten wächst, nachzuahmen. Neben hoher Luftfeuchtigkeit und einem gut befeuchteten Boden ist es wichtig, dass das Wasser gut aus der Erde abfliessen kann. Der Boden darf nicht durchnässt oder schlammig sein. Idealerweise pflanzen Sie Wasabi in der Nähe eines natürlichen Teiches oder Baches an, da die Erde konstant feucht ist. Auch die Nähe zu einem Wasserfall ist ein geeigneter Platz, da die Pflanze gleichmässig Wasser durch Sprühnebel bekommt.7
Die Temperatur sollte nicht unter 7 oder über 21 °C liegen. Fliessendes Quellwasser hat im Idealfall 10-15 °C. Wasabi braucht einen sehr schattigen Platz und fühlt sich in direktem Sonnenlicht nicht wohl. Im Garten können Sie Wasabi unter Bäumen einpflanzen oder die Pflanze mit einem Verdeck beschatten. Wasabi benötigt in seiner künstlichen Umgebung Erde mit einem pH-Wert von sechs bis sieben. Hierfür können Sie eine Mischung aus organischem und schwefelhaltigem Dünger verwenden.7
Da Wasabi nur bedingt winterhart ist, benötigt die Pflanze im Winter eine Abdeckung. Als Kübelpflanze überwintert Wasabi am besten frostfrei im Haus, in einem unbeheizten Gewächshaus oder im Wintergarten.10
15 bis 24 Monate können bis zur ersten Ernte der Rhizome vergehen. Die Rhizome sind dann etwa 18-21 cm tief. Im Frühjahr oder Herbst erfolgt die Ernte. Nehmen Sie die Rhizome samt den Wurzeln aus dem Topf und entfernen Sie das Substrat. Graben Sie mithilfe eines schmalen Spatens das Rhizom aus der Erde aus, ohne es zu schneiden. Blätter, Stiele und Blüten können Sie ganzjährig ernten.7
Die Vermehrung kann über Teilung der Rhizome erfolgen. Setzen Sie die Rhizomstücke in eigene Töpfe und kultivieren Sie diese wie die Mutterpflanze weiter.10 Wasabi gilt nicht als ausgesprochene Nahrungspflanze für Bienen.
Weiterführende Informationen
Wasabi ist botanisch gesehen eine Staude und stammt aus der Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae). Die Klassifikation lautet Wasabia japonica bzw. Eutrema japonicum syn. Eutrema wasabi.10,18
Was ist ein Wasabi? Strenggenommen ist die "Wasabi-Wurzel" keine Wurzel, sondern eine spezielle Form der unterirdischen Sprossachse, ein Rhizom. Rhizome dienen zur vegetativen Vermehrung und zur Speicherung von Reservestoffen. Wie Ingwer sind sie von wurzelähnlichem Aussehen, bilden aber Blattnarben und weisen keine Wurzelmerkmale auf.
Warum ist Wasabi grün? Echter "Hon-Wasabi" ist eigentlich grau bis mintgrün. Die typisch grüne Farbe der in Europa erhältlichen Wasabi-Pasten kommt oftmals durch Zusätze von Chlorophyll oder der Alge Spirulina zustande.
Alternative Namen
Wasabi ist auch als Japanischer Meerrettich, Grüner Meerrettich oder Wassermeerrettich bekannt. Auch auf Englisch heisst die Zutat 'wasabi' und trägt die Bezeichnung 'Japanese horseraddish'.
Sonstige Anwendungen
Wasabi ist ein wertvoller Inhaltsstoff von Kosmetikprodukten. Studien zum Wasabiblatt-Extrakt zeigen, dass er Hautflecken reduziert, die Feuchtigkeit erhöht und antioxidativ (zellverjüngend) wirkt.19 Die antibakteriellen und antifungalen Eigenschaften der Zutat kommen des Weiteren auch als Desinfektionsmittel oder als natürliche Schädlingsbekämpfung in der Landwirtschaft zum Einsatz.
Die Zutat findet Anwendung als Feuermelder oder auch als Wecker für Gehörlose. Diese innovativen Geräte senden Signale mittels Wasabi-Duft.
Literaturverzeichnis - 19 Quellen (Link zur Evidenz)
| 1. | ● Book: weak evidence | Bown D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. 2. Auflage (2015); Dorling Kindersly Verlag GmbH. München. |
| 2. | * The purpose of our study was to evaluate the composition of the extracts obtained from the roots and leaves of Eutrema japonicum cultivated in Poland. For this purpose, LC-DAD-IT-MS and LC-Q-TOF-MS analyses were used. The results revealed the presence of forty-two constituents comprising glycosinolates, phenylpropanoid glycosides, flavone glycosides, hydroxycinnamic acids, and other compounds. Then, the resultant extracts were subjected to an assessment of the potential cytotoxic effect on human colon adenocarcinoma cells, the effect on the growth of probiotic and intestinal pathogenic strains, as well as their anti-inflammatory activity. It was demonstrated that 60% ethanol extract from the biennial roots (WR2) had the strongest anti-inflammatory, antibacterial, and cytotoxic activities compared to the other samples. Our results suggest that extracts from E. japonicum may be considered as a promising compound for the production of health-promoting supplements. Experimentelle Laborstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1038/s41598-023-36402-y Study: weak evidence | Dos Santos Szewczyk K, Skowrońska W, Kruk A, Makuch-Kocka A, Bogucka-Kocka A, Miazga-Karska M et al. Chemical composition of extracts from leaves, stems and roots of wasabi (Eutrema japonicum) and their anti-cancer, anti-inflammatory and anti-microbial activities. Sci Rep. 2023;13(1):9142. |
| 3. | * 6-(Methylsulfinyl)hexyl isothiocyanate (6-MSITC) has several biological functions. The present study aimed to evaluate the composition of hydroponically grown Tasmanian wasabi (Eutrema japonicum (Miq.) Koidz.) for 6-MSITC in all plant tissues and investigate the influence of wasabi (rhizome and stem blend) in high-carbohydrate, high-fat (H) diet-fed rats. Male Wistar rats were fed either a corn starch (C) or H diet. After the initial 8 weeks, half of the animals on the C and H diets were given 5% (w/w) wasabi powder in their respective diets for an 8-week duration (CW and HW). The control animals received diets without supplementation throughout the 16-week experiment. Our findings demonstrated that wasabi grown under hydroponic conditions contained 6-MSITC in all parts of the plant such as the stem, leaf and flower, as well as the commonly used rhizome, albeit at lower concentrations. Rats treated with wasabi showed reductions in body weight (H, 460.0 ± 9.5; HW, 416.0 ± 3.6 g), fat mass (H, 178 ± 14; HW, 120 ± 23 g), plasma triglycerides (H, 1.7 ± 0.3; HW, 0.9 ± 0.3 mmol/L) and total cholesterol (H, 1.5 ± 0.1; HW, 1.0 ± 0.04 mmol/L), and the plasma activities of aspartate transaminase. Systolic blood pressure and the area under the curve of blood glucose concentration were decreased by wasabi treatment. Thus, wasabi may be a novel alternative treatment to assist in the management of obesity and related metabolic disorders. Tierstudie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.3390/foods11213435 Study: weak evidence | Thomaz FS, Tan YP, Williams CM, Ward LC, Worrall S, Panchal SK. Wasabi (Eutrema japonicum) Reduces Obesity and Blood Pressure in Diet-Induced Metabolic Syndrome in Rats. Foods. 2022;11(21):3435. |
| 4. | ● Book: strong evidence | Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage (2013); AT Verlag. Aarau. |
| 5. | ● Website | Gesundheit de: Wasabi: Scharfes aus Japan. |
| 6. | ● Book: strong evidence | Leitzmann C, Mang B, Herausgeber. Ernährung in Prävention und Therapie. 3. Auflage. Stuttgart: Hippokrates-Verlag; 2009. |
| 7. | ● Website | Wikihow com: Wasabi anpflanzen. |
| 8. | * Tierstudie DOI: 10.1271/bbb.90919 Study: weak evidence | Sekiguchi H, Takabayashi F et al. Leaf extract of Wasabia japonica relieved oxidative stress induced by Helicobacter pylori infection and stress loading in Mongolian gerbils. Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry. 2010;74(6):1194–1199. |
| 9. | ● Website | Gaertnerbuch.luberaedibles com: Vollert F. Wasabi-Jungpflanzen – Der japanische (Edel-)Meerrettich. |
| 10. | ● Website | Gaertner-und-florist at: Jaksch T. Wasabi-Kulturversuche. 2013. |
| 11. | ● Website | Blog.sakura co: Japanese wasabi: The Great History behind it. 2023. |
| 12. | * Inhibition of platelet aggregation was found in the essential oils extracted from the various parts of upland wasabi (Wasabia japonica forma terrestris Hisauti). The antiplatelet activity increased in the order of leaves, rhizomes, petioles, and roots. To examine the inhibitory principles in upland wasabi oil, components in each part of the essential oil were identified and measured. Most of the volatile components in upland wasabi oils were ω-alkenyl isothiocyanates and ω-methylthioalkyl isothiocyanates, allyl isothiocyanate being the main component in every oil. Essential oils from roots and petioles contained rather large amounts of ω-methylthioalkyl isothiocyanates. Although every authentic isothiocyanate inhibited platelet aggregation, ω-methylthioalkyl isothiocyanates were more inhibitory, which explained the stronger inhibitory effects of essential oils from roots and petioles on platelet aggregation. Labor‑/biochemische Analyse in wissenschaftlichem Journal DOI: https://doi.org/10.1271/bbb.58.2131 Study: weak evidence | Kumagai H, Kashima N et al. Analysis of volatile components in essential oil of upland wasabi and their inhibitory effects on platelet aggregation. Bioscience, Biotechnology, and Biochemistry. 2014;58(12):2131–2135. |
| 13. | * The effects of Wasabia japonica (WJ) were investigated in vitro and in vivo for their anti-oxidant and anti-hypercholesterolemic activities. It was found that the aqueous extracts of WJ leaves (WJL) had strong scavenging activities towards 1,1-Diphenyl-2-picryhydrazyl (DPPH) and nitric oxide (NO) free radicals in cell free systems. WJL also inhibited NO production and the expressions of inducible NO synthase (iNOS) mRNA and enzyme protein, determined by Griess reactions, RT-PCR or Western blotting respectively in Lipopolysaccharide (LPS)-stimulated RAW 264.7 macrophages cells. The anti-hypercholesterolemic effects of WJ diet were investigated in hypercholesterolemia rats. Sprague-Dawley rats were divided into four groups and were fed with either normal diet (Group 1), or diet containing 1%(w/w) cholesterol (Groups 2, 3 and 4). After 4 weeks, Group 2 was changed to normal diet, Groups 3 and 4 were changed to the diet containing 5% WJ leaf and or 5% WJ root, respectively. 3 weeks after WJ diets, Serum HDL-cholesterol levels were significantly increased in WJ diet groups compared with the normal diet hypercholesterolemia rats. In contrast, the serum LDL-cholesterol levels and liver xanthine oxidase (XO) activity in WJ diet groups were significantly decreased. The results indicate that the WJ extracts have significant anti-oxidant activities, and the WJ diet exhibited anti-hypercholesterolemic action in high cholesterol diet rats, which was companied with modulations of cholesterol metabolism and decrease in liver XO activity. Tier- und In-vitro-Studie in wissenschaftlichem Journal DOI: 10.1093/ecam/nen038 Study: weak evidence | Lee YS, Yang JH et al. Anti‐oxidant and anti‐hypercholesterolemic activities of Wasabia japonica. Evidence-Based Complementary and Alternative Medicine. 2010;7(4):459–464. |
| 14. | ● Website | USDA United States Department of Agriculture. Nährwerttabellen. |
| 15. | ● Website | Webmd com: Wasabi. |
| 16. | ● Website | Carboncloud. Wasabi färsk. Sweden. |
| 17. | ● Website | Reinhardt G, Gärtner S, Wagner T. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020. |
| 18. | ● Website | FAO. Traditional WASABI Cultivation in Shizuoka. Shizuoka WASABI Association for Important Agricultural Heritage Systems Promotion. |
| 19. | *
In-vitro und klinische Interventionsstudie (randomisiert) DOI: 10.1016/j.jff.2022.105398 Study: moderate evidence | Chiang HM, Lyu JL et al. Wasabi leaf supplementation had antioxidant, anti-glycation, and improved skin melanin, spot and moisture. Journal of Functional Foods. 2023;100:105398. |
| Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen. | ||












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