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Granatapfel (Grenadine, roh, bio?)

Granatapfel bzw. Grenadine ist roh sehr gesund, über 250 Studien zeigen positive Wirkungen bzgl. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Krebs und Arthritis. Bio?
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Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
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Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
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Piktogramm Nährstofftabellen

Der Granatapfel bzw. die Grenadine (Punica granatum) ist eine Frucht, die als Superfood viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen hat. Die roh essbaren Granatapfelkerne, die auch in Bio-Qualität erhältlich sind, machen sich besonders gut in verschiedensten Salaten und Desserts.

Verwendung vom Granatapfel in der Küche:

Ist Grenadine Obst? Der Granatapfel oder die Grenadine ist eine Frucht, deren essbarer Teil die von rotem, saftigem Fruchtfleisch umhüllten Kerne im Inneren der Frucht bilden. Die harte Schale und die weissen Häutchen zwischen den Kernen verspeist man nicht. Kann man Granatapfel roh essen? Die Granatapfelkerne, die man meist roh isst, schmecken erfrischend süss-säuerlich mit einer dezent herben Note. Was ist Grenadine? Grenadine und Granatapfel bezeichnen ein und dasselbe. Doch aufgepasst: mancherorts ist Grenadine gleichbedeutend mit Grenadinesirup.

Das Herauslösen der Kerne aus der Frucht verursacht ein wenig Aufwand. Dafür schneidet man am besten ein keilförmiges Stück am Kelchansatz heraus und bricht anschliessend die Frucht über einer Schüssel haltend auseinander. Dabei fallen viele Kerne heraus. Die restlichen Kerne lassen sich lösen, indem man diese mit den Fingern herausbricht oder mit einem Nudelholz, Löffel oder ähnlichem auf die Rückseite der Fruchthälften schlägt und die Kerne auf diese Weise rausklopft. Die bitteren hellen Zwischenhäute sollte man entfernen. Wer Spritzer vermeiden möchte, kann die Frucht in einer Schüssel Wasser entkernen. Ein weiterer Vorteil dieser Methode ist, dass die Kerne nach unten sinken, während die Häutchen oben aufschwimmen und man sie so einfach entsorgen kann.

Die Kerne eignen sich wunderbar als Dekoration für jegliche vegetarische und vegane Gerichte, verfeinern aber auch geschmacklich so manches Rezept. Besonders empfehlenswert sind verschiedenste Salate mit Granatapfelkernen: mit anderen Früchten wie z.B. Birnen und Orangen kombiniert und angerichtet auf Kopfsalat, Feldsalat oder Spinat, oder mit orientalischen Gewürzen und Kräutern (z.B. Kardamom, Zimt, Kurkuma, Muskat, Koriander, Marokkanische Minze) auf Couscous oder Quinoa. Auch Reis-Bowls, sogenannte Buddha-Bowls, lassen sich mit Granatapfelkernen bereichern. Ausserdem machen sich die Kerne hervorragend in fruchtigen Dessert-Kreationen wie Obstsalaten, Schichtdesserts z.B. mit Vanillecreme, Shakes, Kuchen und Torten. In Müeslis, Smoothie-Bowls, auf veganem Milchreis oder als Topping von Pfannkuchen finden sie bei einem ausgiebigen Frühstück oder Brunch beste Verwendung.

Neben den Kernen gewinnt auch Granatapfelsaft an Beliebtheit. Diesen kann man ganz einfach selbst aus der Frucht pressen, indem man sie halbiert und z.B. mithilfe einer Zitruspresse auspresst. Man verwendet den frischen Saft pur, zum Mischen von gesunden Saft- oder Smoothiekombinationen oder auch als Bestandteil von fruchtigen Salatdressings. Kann man aus Grenadine Sirup machen? Man kann den Grenadine-Saft auch zu Granatapfelsirup oder Grenadinesirup verarbeiten, die man z.B. für den berühmten Cocktail "Tequila Sunrise" verwendet. Heutzutage unterscheidet man Granatapfelsirup von Grenadinesirup, da Grenadinesirup eine Mischung aus verschiedenen Beeren sein kann und oft Fruchtaromen, Vanille, Farbstoffe und Konservierungsmittel enthält, während der Granatapfelsirup grundsätzlich nur aus Granatapfelsaft und Zucker besteht.

Veganes Rezept für sommerlichen Avocado-Granatapfel-Salat:

Zutaten (für 4 Personen): 4 Avocados (reif), 1 Granatapfel (roh, bio), ½ Bund Minze, 1 Zitrone, 2 Knoblauchzehen, 3 EL Tahin, 125 ml veganer Joghurt (z.B. Sojajoghurt), 30 ml Wasser, ½ TL Salz, ¼ TL Kreuzkümmel (gemahlen), ¼ TL Pfeffer, 1 Prise Cayennepfeffer, 1 Prise Koriandersamen (gemahlen).

Zubereitung: Zitrone auspressen. Knoblauchzehen schälen und ebenfalls pressen. Tahin mit veganem Joghurt, Wasser, der Hälfte des Zitronensafts, Knoblauch und Salz vermischen. Kreuzkümmel, Pfeffer, Cayennepfeffer sowie Koriander hinzufügen und gut verrühren. Dressing zudecken und an einem kühlen Ort kurz ziehen lassen. Minze abspülen, trocken schütteln und grob hacken. Avocados halbieren, Kerne entfernen und von der Schale trennen. Die Avocadohälften quer in dünne Scheiben schneiden und mit etwas Zitronensaft beträufeln. Granatapfel aufschneiden und Kerne herauslösen. Avocadoscheiben auf Tellern anrichten, Tahin-Joghurt-Dressing darüber geben und Granatapfelkerne darauf verteilen. Den sommerlichen Salat aus Avocado und Grenadine (vegan) mit Minze bestreuen und servieren. Wer möchte, kann ihn noch mit einer Handvoll Nüssen oder Pistazien garnieren.

Vegane Rezepte mit Granatapfel finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo kaufen?

Die meisten Supermärkte wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. haben Granatäpfel im Angebot. Oftmals findet man nicht nur die ganze Frucht, sondern Granatapfelkerne verzehrbereit abgepackt oder tiefgekühlt. Auch Bio-Supermärkte (z.B. Alnatura, Denn's Biomarkt) bieten die Grenadine oder dessen Kerne an - in Bio-Qualität (bio). Wer einen orientalischen oder türkischen Gemüseladen in der Nähe hat, findet die Granatäpfel mit grosser Wahrscheinlichkeit auch dort.

Wild zu finden:

Wilde Granatapfel-Pflanzen sind gut an verschiedene klimatische Bedingungen angepasst und haben daher eine grosse geografische Verbreitung. Granatäpfel kommen wild im Iran, in Afghanistan, Pakistan, Zentralasien und in den westlichen Himalaya-Regionen Indiens vor.1

Da man in der Antike den Granatapfel im Mittelmeergebiet kultivierte, findet sich dort nun auch die verwilderte Form. Sie prägt in einigen Regionen das Landschaftsbild.14

Lagerung:

Granatäpfel sind gut lagerbar, da sie nach der Ernte nicht mehr nachreifen. Man kann sie einfach bei Zimmertemperatur lagern - so sind sie ca. 2-3 Wochen haltbar. Im Kühlschrank hält sich die Frucht sogar bis zu mehreren Monaten. Die herausgelösten Granatapfelkerne kann man in einem luftdicht verschliessbaren Behälter einige Tage im Kühlschrank lagern. Alternativ kann man diese einfrieren, was die Haltbarkeit auf Monate verlängert.

Grenadine: Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Granatäpfel (roh) enthalten 83 kcal pro 100 g, die vorwiegend aus Kohlenhydraten stammen. Von den 19 g Kohlenhydraten pro 100 g sind 14 g Zucker, was den Tagesbedarf an Zucker zu 15,2 % abdeckt. Der Eiweissgehalt beträgt 1,7 g und der Fettgehalt 1,2 g pro 100 g. An Ballaststoffen sind 4 g/100g enthalten.2

Enthält Granatapfel Vitamin K? Rohe Granatäpfel weisen 16 µg Vitamin K pro 100 g auf - das macht 22 % des Tagesbedarfs aus. Vergleichbare Mengen haben Heidelbeeren (19 µg/100g) und Brombeeren (20 µg/100g). Besonders viel Vitamin K ist mit 830 µg/100g in Mangold enthalten. Eine Frucht, die bedeutend mehr des Vitamins aufweist, ist die Kiwi (40 µg/100g).2

Folat (Folsäure) ist in der rohen Grenadine zu 38 µg/100g enthalten (19 % des Tagesbedarfs). Mango (43 µg/100g) und Papaya (37 µg/100g) beinhalten ähnlich viel. Sehr viel Folat weisen Edamame (303 µg/100g) auf. Bei den Früchten hat die Avocado mit 81 µg/100g die meiste Folsäure.2

Der Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure) beträgt 10 mg pro 100 g (13 % des Tagesbedarfs). Dieser ist vergleichbar mit demjenigen von Aprikosen (10 mg/100g), Avocados (10 mg/100g) und Preiselbeeren (12 mg/100g). Sanddornbeeren enthalten mit 450 mg/100g das 45-fache an Vitamin C.2

Die gesamten Inhaltsstoffe des Granatapfels, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

In den zahlreichen Studien über die Inhaltsstoffe und bioaktiven Substanzen des Granatapfels konnte man keine schädlichen Nebenwirkungen feststellen.9 Beim Verzehr von Granatapfelkernen können jedoch Allergien auftreten.11

Zu bemerken ist, dass zwar die Granatapfelfrüchte nicht, jedoch Wurzeln und Rinde der Pflanze giftig sind.10

Verzehrfertig abgepackte Granatapfelkerne gewinnen immer mehr an Beliebtheit. Das Risiko einer Kontamination mit Erregern lebensmittelbedingter Krankheiten ist bei diesen Produkten durch die vermehrten Arbeitsschritte erhöht (Vorbereitung und Verpackungsprozess). Daher sollte man die Kerne am besten gründlich mit klarem Wasser abwaschen.11

Ist Granatapfelsirup gesund? Wie andere Sirupe enthält auch Granatapfelsirup viel Zucker. Daher sollte man ihn nur massvoll geniessen.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Hat Granatapfel Nährstoffe? Die steigende Beliebtheit von Granatäpfeln bzgl. gesundheitsfördernden Eigenschaften führte dazu, dass viele Wissenschaftler die positive Wirkung auf die Gesundheit via Studien überprüften. Folgend zeigen wir einige der wissenschaftlich erforschten Wirkungen von Granatäpfeln.

Als metabolisches Syndrom bezeichnet man das gemeinsame Auftreten von mehreren kardiometabolischen Risikofaktoren wie Übergewicht, Bluthochdruck, Fettstoffwechselstörungen (z.B. erhöhte Triglyceridwerte) und Zuckerstoffwechselstörungen (z.B. erhöhter Blutzucker). Der Granatapfel besitzt fettleibigkeitshemmende, antidiabetische und blutdrucksenkende Eigenschaften, weshalb man ihn als ergänzende Behandlung zur Kontrolle verschiedener Komponenten des metabolischen Syndroms einsetzen kann.3,4,5

Die antioxidative Aktivität von Granatapfelfrüchten führt man auf das Vorhandensein einiger enthaltener Substanzen wie Ascorbinsäure und phenolischer Verbindungen wie z.B. zu den Flavonoiden gehörende Anthocyane - rötlich bis bläuliche Pflanzenfarbstoffe, die antiseptisch und entzündungshemmend wirken - zurück. Die Antioxidantien finden bei der Vorbeugung und Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Atherosklerose, Kognitionsstörungen, Infektionskrankheiten und Krebs Verwendung.6,7,8 Den enthaltenen antioxidativen Flavonolen wies man nach, die Aktivität von Proteinen, welche Entzündungen wie Arthritis verursachen, zu verringern und so die Gesundheit der Gelenke zu fördern.8 Darüber hinaus empfiehlt man die Frucht als pharmazeutischen Nahrungsmittelbestandteil bei der Behandlung des erworbenen Immunschwächesyndroms (HIV/AIDS).6

Die Grenadine gilt als antimikrobielle und antiparasitäre Frucht5,6 und soll bei Darmbeschwerden wie z.B. bei infektiösem Durchfall, Blähungen oder Darmkoliken Erleichterung verschaffen7. Zudem senkt der tägliche Verzehr von Granatapfelprodukten die Werte des prostataspezifischen Antigens bei Männern - je höher dieser Wert, desto grösser ist das Risiko für Prostatakrebs.8

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Die Rinde, Wurzel und gekochte Schale waren früher ein beliebtes Bandwurmmittel.12,13 In der traditionellen iranischen Medizin verwendet man fast alle Teile der Pflanze z.B. für die Behandlung von Problemen der Atemwege, der Verdauung, des Herz-Kreislauf-Systems und des Stoffwechsels.4 Auch Diabetes behandelt man in der Volksmedizin einiger Orte (z.B. Marokko, Indien, Südasien) mit Granatapfel.3

Vorkommen - Herkunft - Ökologie:

Der Granatapfel ist eine der ersten domestizierten Früchte und stammt aus dem Iran und den angrenzenden Ländern. Heutzutage ist er in der Region vom Iran bis zum Himalaya in Nordindien beheimatet. Man kultiviert ihn aber auch im Nahen Osten, in Asien, im Mittelmeerraum, in den USA (v.a. in Arizona und Kalifornien) und klimatisch milderen Regionen Afrikas. Der Iran und Indien sind die grössten Granatapfelproduzenten der Welt.3,6 In Europa ist Spanien der Hauptlieferant von frischen Grenadinen in die europäischen Regionen.3

Anbau im Garten oder als Topfpflanze:

Granatapfelpflanzen gehören zu den ältesten und beliebtesten Kübelpflanzen. Seit Beginn des 16. Jahrhunderts waren sie repräsentative Zierpflanzen der fürstlichen Orangerien. Ausserdem gibt es zahlreiche Kulturformen, die vor allem wegen ihrer schönen Blüten beliebt sind.14 Da Granatäpfel frostempfindlich sind, pflanzt man sie in unseren Breiten meist als Kübelpflanzen an sonnigen und geschützten Plätzen auf der Terrasse oder im Wintergarten. Das Auspflanzen im Freiland ist nur mit kältetoleranten Kultursorten und mildem Klima möglich - am besten in einem geschützten Innenhof oder vor einer sonnigen Hausmauer. Die Erde sollte locker und durchlässig sein und einen hohen mineralischen Anteil (z.B. aus Lavasplitt, Sand, Blähton) aufweisen. In der Hauptwachstumszeit im Sommer sollte man die Pflanze regelmässig giessen - Staunässe und längere Trockenheit sollte man jedoch vermeiden. Die Kübelpflanzen muss man umtopfen, sobald der Kübel durchwurzelt ist - am besten im Frühjahr vor dem Neuaustrieb mit neuem Substrat. Im Winter verträgt der Granatapfel Frost bis -5 °C (kurzzeitig -10 °C) und kann daher gut in unbeheizten Gewächshäusern, Garagen oder Geräteschuppen überwintern. Ab März oder April kann die Pflanze wieder nach draussen.14

Die Pflanze bildet nur in ganz heissen Sommern oder im Wintergarten Früchte aus, essenziell dafür sind viel Sonnenschein und ein optimaler Standort. Bis zur ersten Blüte kann es zudem fünf Jahre dauern.14

Anbau - Ernte:

Der Granatapfel ist ein 1,5 bis 5 m hoher Strauch oder Baum mit dornigen Ästen und glänzenden Blättern, der in gemässigten Regionen sommergrün und in kalten Regionen immergrün erscheint. Die Pflanze kann sich an ein breites Spektrum von Klimabedingungen und Bodentypen anpassen. Allerdings sind die Pflanzen empfindlich gegenüber Böden mit geringer Drainage, sodass ihr Wachstum unter solchen Bedingungen gering ist und die Produktqualität abnimmt. Die beste Bodenbeschaffenheit für den Anbau von Granatäpfeln ist tiefer, sandiger Lehmboden. Das höchste Wachstum und die beste Produktqualität erzielt man in Regionen mit heissen und langen Sommern.6 Da Granatäpfel eine gewisse Resistenz gegen zeitweilige Trockenheit und Bodenversalzung aufweisen, können sie auch an in Randzonen von Bewässerungskulturen gedeihen.15

Die rötlichen Fruchtkapseln haben einen Durchmesser von 5-20 cm und wiegen ca. 200 bis 800 g.6 Die Ernte dauert je nach Region zwischen Juli und Oktober. Da die Frucht nach dem Pflücken nicht nachreift, muss man sie vollreif ernten. Die Grenadine ist erntereif, wenn sie beim Anklopfen ein metallisches Geräusch macht.11

Ökologische Aspekte:

Im biologischen Landbau (bio) wachsen die Früchte ohne das Einwirken von synthetischen Düngern und chemischen Pestiziden heran. Zudem untergehen sie auch keiner künstlichen Haltbarmachung vor dem Versand in die Importländer, wie bei konventionellen Früchten üblich.16

Allgemeine Informationen:

Der Granatapfel (Punica granatum) gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae) und zur Gattung Punica, die zwei Arten umfasst: Punica granatum (essbar) und Punica protopunica (ungeniessbar).6

Der Granatapfel galt in vielen alten Kulturen als ein Symbol für Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt. Man erwähnte die Frucht in der Bibel, im Koran und in den buddhistischen und chinesischen Lehren. Der Name Punica granatum nimmt Bezug auf die Herkunft der Frucht (lat. Punicus, -a, -um = aus Punien, dem heutigen Tunesien14) und auf die einzelnen Körner (lat. granatus = körnig)17 im Inneren. Man findet sowohl die Verbindung malum granatum (lat. malum = Frucht, Apfel) als auch punicum malum granatum (punischer körniger Apfel) oder nur granatum (Granatapfel).

Alternative Namen:

Ist Grenadine Granatapfel und Granatapfel Grenadine? Den Granatapfel nennt man auch Grenadine. Paradiesapfel und Margramapfel sind weitere Alternativnamen. Falsche Schreibweisen (z.B. Grenadine Frucht, Frucht Grenadine, Grnatapfel, Gernadine, Gerandine, Grenandine, Grenadin, Geadine, Granadine) schleichen sich ein.

Im Englischen bezeichnet man den Granatapfel als pomegranate.

Stichworte zur Grenadine-Verwendung:

Die Schale und der Saft des Granatapfels sind traditionelle Farbstoffe für Orientteppiche.13 Die Römer verwendeten die Frucht aufgrund des hohen Polyphenolgehalts auch zum Gerben von Leder. Heutzutage ist er in vielen Kosmetikprodukten enthalten.3

Literatur - Quellen:

18 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Beschreibung und Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal (1 kcal = 4.19 kJ).

  1. Khadivi A, Mirheidari F, Moradi Y. Paryan S. Morphological variability of wild pomegranate (Punica granatum L.) accessions from natural habitats in the Northern parts of Iran. Scientia Horticulturae. 2020;264:109165.
  2. USDA United States Department of Agriculture.
  3. Medjakovic S, Jungbauer A. Pomegranate: a fruit that ameliorates metabolic syndrome. Food & Function. 2013;4(1):19-39.
  4. Akaberi M, Boghrati Z, Sahebkar A, Emami SA. Therapeutic potential of pomegranate in metabolic disorders. Adv Exp Med Biol. 2021;1328:421-40.
  5. Vučić V, Grabež M, Trchounian A, Arsić A. Composition and potential health benefits of pomegranate: a review. Curr Pharm Des. 2019;25(16):1817-27.
  6. Shaygannia E, Bahmani M, Zamanzad B, Rafieian-Kopaei M. A review study on punica granatum l. J Evid Based Complementary Altern Med. 2016;21(3):221-7.
  7. Roger JDP. Heilkräfte der Nahrung. Advent-Verlag: Zürich. 2006: 222-3.
  8. Healing Foods. Eat your way to a healthier life. Dorling Kindersley: London. 2013: 46.
  9. Zarfeshany A, Asgary S, Javanmard SH. Potent health effects of pomegranate. Adv Biomed Res. 2014;3:100.
  10. Vidal A, Fallarero A, Peña BR, Medina ME, Gra B, Rivera F, u. a. Studies on the toxicity of Punica granatum L. (Punicaceae) whole fruit extracts. J Ethnopharmacol. 2003;89(2–3):295-300.
  11. Fsi.colostate.edu Pomegranates.
  12. Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol Verlagsges. mbH: Hamburg; 2013; 446.
  13. Pflanzen-lexikon.com Granatapfel (Punica granatum).
  14. Mein-schoener-garten.de Granatapfel, Granatapfelbaum.
  15. Brücher H. Tropische Nutzpflanzen. Ursprung, Evolution und Domestikation. Springer-Verlag Berlin Heidelberg: New York; 1977: 412-3.
  16. Pini U. Das Bio-Food-Handbuch. Ullmann: Hamburg, Potsdam. 2014: 283-4.
  17. Chandra R, Babu DK, Jadhav VT, Teixeira da Silva JA. Origin, History and Domestication of Pomegranate. Fruit, Vegetable and Cereal Science and Biotechnology. 2010;4(2):1-6.
  18. Perseus.tufts.edu Perseus Digital Library.

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