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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Dattelsirup (separates Rezept)

Dieser Dattelsirup ist ein natürliches, zähflüssiges Süssungsmittel, bestehend aus Datteln, Wasser und Zitrone. Siehe separates Rezept dafür.
  Wasser 83,3%  97/03/00  LA : ALA
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Der aus einem Rezept von Dr. Michael Greger stammende Dattelsirup ist ein natürliches Süssungsmittel aus Datteln, Wasser und Zitrone.

Verwendung in der Küche:

Dattelsirup verwendet man im Orient seit Jahrhunderten als naturnahes Süssungsmittel. Ersetzen Sie wo möglich normalen Haushaltszucker durch Dattelsirup. Aber auch da ist Mässigung geboten. In gemässigten Mengen hat er positive Auswirkungen auf die Gesundheit. Süssen Sie also Ihre Desserts, Dips, Mueslis, Saucen oder Smoothies mit Dattelsirup statt Zucker. Obwohl so bezeichnet kann man Dattelsirup nicht als Sirup verwenden, denn er ist viel zäher.

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Eigene Zubereitung:

Dattelsirup kann man ganz einfach selbst herstellen. Dazu benötigen Sie vor allem getrocknete, entsteinte, ungesüsste Datteln. Die Sorte Medjool eignet sich aufgrund ihres einzigartigen fruchtigen Geschmacks, ihrer Grösse und ihrer weichen Konsistenz sehr gut. Achten Sie beim Kauf auf biologische Produktion. Sie erkennen ungesüsste Datteln an ihrem matten Erscheinungsbild, gesüsste hingegen glänzen. Je älter die Datteln sind (und auch abhängig vom Zuckergehalt), bilden sich auf der Aussenhaut weisse Zuckerkristalle. Diese Kristallisierung kann ganz natürlich entstehen.

In unserem Rezept verwendet man Wasser und eine ganze Zitrone (ohne Schale), man kann aber auch frisch gepressten Orangensaft als Flüssigkeit verwenden. Die Datteln weicht man eine Stunde in kochendes Wasser ein. Danach püriert man das Ganze mit einem Hochleistungsmixer bis es keine Stücke mehr enthält. Für das Rezept als Rohkost verwenden Sie einfach lauwarmes Wasser (< 40 °C) und verschliessen Sie die Schüssel zum Einweichen mit einem Deckel. Hier kommen Sie direkt zum Rezept: Dattelsirup aus dem "Das How Not to Die - Kochbuch".

Lagerung:

Die gekochte Variante hält im Kühlschrank ca. 2-3 Wochen. Am besten füllen Sie den Dattelsirup in ein Einmachglas aus dem Sie gut mit einem Löffel entnehmen können. Vom Befüllen in Fläschchen raten wir ab, da die Konsistenz des Dattelsirups sehr zäh ist. Getrocknete Datteln halten gut ein Jahr, Sie können den Sirup also stets frisch zubereiten. Die rohe Variante stellen Sie am besten in den Kühlschrank und achten auf raschen Verbrauch.

Inhaltsstoffe:

In erster Linie ist der hohe Zuckergehalt nennenswert. Dieser ermöglicht beim Trocknen eine natürliche Konservierung. Datteln enthalten unterschiedlichen Zuckerarten wie Glucose, Fructose und Saccharose. Von den Vitaminen enthalten Datteln sehr viel Pyridoxin (Vitamin B6) und Pantothensäure (Vitamin B5), bei manchen Sorten ist auch Folat (Folsäure) nennenswert. Häufig findet man Angaben zu viel Vitamin A und C. Diese sind in Datteln jedoch nur wenig vorhanden. Bereiten Sie den Dattelsirup mit einer ganzen Zitrone zu, dann können Sie den Vitamin-C-Gehalt erhöhen. Datteln weisen einen sehr hohen Ballaststoffanteil auf. Zudem sind Mineralstoffe wie Kalium, Magnesium und Calcium in höheren Mengen enthalten.

Gesundheitliche Aspekte:

Die in Datteln enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe (Polyphenole) sollen eine antibiotische Wirkung haben, ähnlich dem Manuka-Honig. Aggressive Bakterienstämme konnte man in einer in-vitro-Studie massiv eindämmen. Die Untersuchungen stellte man mit Bakterienstämme für eitrige Hautinfektionen, Darminfekte, systemische Entzündungen und Wundinfektionen an.1

Durch den hohen Ballaststoffanteil - bei manchen arabischen Sorten sogar mehr als im Vollkornbrot - beeinflussen Datteln die Verdauung positiv. Sie verhindern bei regelmässigem Verzehr Verstopfung. Die enthaltenen Mineralstoffe wirken gegen Herz-Kreislauferkrankungen. Kalium senkt den Blutdruck und beugt Arteriosklerose vor. Magnesium sorgt für elastische Blutgefässe und verhindert Wadenkrämpfe oder Herzklopfen - ähnlich wie eine Banane. Die Auswirkungen auf das "gute" HDL-Cholesterin der in den Datteln enthaltenen Polyphenole sprechen ebenfalls für einen regelmässigen (aber mässigen) Genuss.2

Datteln sollen die körpereigene Basenbildung antreiben. Da in Datteln kaum säurebildende Aminosäuren wie Methionin und Cystein enthalten sind verschlacken sie den Körper nicht.

Gefahren / Unverträglichkeiten:

Falls Sie Dattelsirup kaufen, achten Sie auf natürliche Herstellung. Künstlich hergestellter Dattelsirup zeigt keine antibakterielle Wirkung. Dieser enthält lediglich verschiedene Zuckerarten und Aromen, aber keine datteltypischen Polyphenole.

Allgemeine Informationen:

Datteln stammen von der Echten Dattelpalme (Phoenix dactylifera). Die orientalische Kulturpflanze ist aus Mesopotamien (nicht Mesopotanien) bekannt und seit mehr als 5000 Jahren vom Menschen genutzt. Im Orient nennt man sie "Brot der Wüste", da Nomaden damit lange Trockenperioden überbrückt haben. Der hohe Zuckergehalt macht sie sehr lange haltbar, gibt Energie und der hohe Ballaststoffanteil macht lange satt.

Literatur / Quellen:

  1. Society for General Microbiology. "Date syrup shows promise for fighting bacterial infections." ScienceDaily. ScienceDaily, 30 March 2015.
  2. gesundenatur.info Datteln.

Zutat mit Nährstofftabellen


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