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Echte Brunnenkresse, roh (Wasserkresse)

Alle Bestandteile der Echten Brunnenkresse (Wasserkresse) lassen sich roh & gekocht als würzig-scharfes Gemüse zubereiten. Studien zeigen krebshemmende Wirkung.
35/62/03  LA:ALA
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Der charakteristische Geschmack der Echten Brunnenkresse (Wasserkresse) ist auf die enthaltenen Senföle zurückzuführen. Als Sumpf- und Wasserpflanze wachsen die bis zu 80 Zentimeter langen, hohlen Stängel der Brunnenkresse mit gefiederten und unpaarigen Laubblättern bevorzugt am und im Wasser. Die stoffwechselanregende Echte Brunnenkresse gilt als natürliches Antibiotikum und verfeinert viele kalte sowie warme Speisen.

Verwendung in der Küche:Echte Brunnenkresse (Wasserkresse) hat einen würzig-scharfen bis leicht bitteren Geschmack und verleiht Salaten und Rohkost eine pikante Note. Neben den Blättern und Stielen der Brunnenkresse, sind auch die Wuzeln, Samen und Blüten roh essbar. Aufgrund des intensiven Eigengeschmacks, gibt man Echte Brunnenkresse am besten als einzige würzige Zutat in ein Gericht. Das Kraut harmoniert mit Früchten wie Äpfeln und Orangen und verfeinert Marinaden, Kartoffelgerichte sowie gedünstetes Gemüse. Brunnenkressesuppe mit pürierten Kartoffeln gilt als Delikatesse. Feingeschnitten eignen sich die Blätter für Pesto, grüne Smoothies, Kräutersaucen oder als Spinatbeigabe. Blätter und Blüten lassen sich dekorativ einsetzen. Früher verwendete man die Samen der Echten Brunnenkresse in Broten, als Pfeffersalz oder vermahlte sie zu Senf.1,2

Wild zu finden:Echte Brunnenkresse wächst bevorzugt am Ufer von langsam fliessenden Wasserläufen und klaren Quellen. Die fleischigen, gefiederten Blätter wachsen an hohen Stängeln bis über die Wasseroberfläche und können sich teppichartig ausbreiten. Echte Brunnenkresse kann man im Frühling aus sauberen Gewässern sammeln, wobei man sie möglichst mit Wasser in einem Beutel oder Eimer transportiert, um das Aroma zu erhalten. Vor der Zubereitung sollte man die Blätter gründlich reinigen, da Insektenlarven oder Zysten des Leberegels an ihnen haften können.1 Die Blätter und weissen Blüten kann man ab Mai bis Oktober ernten und die Samen der Echten Brunnenkresse ab September.2

Eigener Anbau:Für den Anbau in einem Topf empfiehlt sich eine Mischung aus Sand, Gartenerde und Kompost. Ausserdem sollte man sicherstellen, dass die wasserliebende Echte Brunnenkresse immer frisches und sauerstoffreiches Wasser ziehen kann. Möchte man das Kraut im Garten anpflanzen, eignet sich ein lehmiger Boden, weil er die Feuchtigkeit gut hält. Da die Brunnenkresse zu den Lichtkeimern gehört, reicht ein leichtes Eindrücken der Samen in die Erde, ohne sie mit Erde zu bedecken. Pralle Sonne sollte man vermeiden, an einem halbschattigen Standort fühlt sich die Echte Brunnenkresse am wohlsten. Ab einer Wuchshöhe von zehn Zentimetern, kann man mit der Ernte beginnen.3 Sinngemäss aus Wikipedia: Zu beachten ist, dass die Brunnenkresse das Wachstum unter 7 °C einstellt. Verwandte der Echten Brunnenkresse, sind das Behaarte Schaumkraut (Cardamine hirsuta), das Gewöhnliche Tellerkraut (Montia perfoliata) oder das Frühlings-Barbarakraut (Barbarea verna). Diese sind ohne Wasserstau kultivierbar.4

Lagerung:Bei Zimmertemperatur hält sich Echte Brunnenkresse nur einen Tag. Im Kühlschrank lässt sich das in Folie eingepackte Kraut bei 3 bis 5 °C für eine Woche aufbewahren.4

Inhaltsstoffe:Verantwortlich für den charakteristischen scharfen Geschmack der Echten Brunnenkresse sind die enthaltenen Senfölglycoside (Glucosinolate). Brunnenkresse versorgt den Körper mit Flavonoiden, Iod und Mineralstoffen wie Calcium und Eisen. Ausserdem gilt Echte Brunnenkresse als Vitaminspender der Vitamine A, K, B2 und C.1,2

Gesundheitliche Aspekte:Frische Brunnenkresse wirkt harntreibend, verdauungsfördernd sowie stoffwechselanregend und die Senföle (Senfölglycoside) haben die Eigenschaft eines natürlichen Antibiotikums. Ausserdem gibt es Anhaltspunkte für eine krebshemmende Wirkung.1, 2 So zeigen Studienergebnisse, dass Brunnenkressesäfte einen hohen Schutz gegen Benzo(a)pyren-induzierte DNA-Schäden in menschlichen Zellen bewirken.5 Bei Benzo(a)pyren handelt es sich um eine der am längsten bekannten und untersuchten krebserregenden Substanzen. Erst im Körper erfolgt die Umwandlung des zunächst noch ungiftigen Benzo(a)pyrens. Beispielsweise ist das Risiko durch Zigarettenrauch an Lungenkrebs zu erkranken, auf Benzo(a)pyren zurückzuführen.6

Verwendung als Heilpflanze:In der Volksheilkunde verwendet man Echte Brunnenkresse bei der Behandlung von Katarrhen, von Harnwegserkrankungen, zur Förderung der Gallensekretion, bei entzündlichen Prozessen in Mund und Rachen sowie bei Hauterkrankungen.2

Vorkommen:Die ursprünglich aus Europa, Nordafrika und Asien stammende Echte Brunnenkresse wächst als Neophyt inzwischen fast weltweit. Durch individuell weitervermehrte und selektierte Pflanzen existieren zahlreiche Klone, wobei der Klon "Dark Green American" der verbreitetste ist.4

Anbau, Ernte:Der stark zurückgegangene Anbau der Echten Brunnenkresse findet bevorzugt in Karstgebieten mit vielen Quellen statt. Optimale Bedingungen sind Temperaturen zwischen 10 und 12 °C, aber auch bis zu 30 °C sind bei ausreichender Wasserversorgung möglich. In der Schweiz gibt es nur noch einen Betrieb, der auf 0,6 Hektar 20 Tonnen Brunnenkresse pro Jahr erntet.4

Verwechslungen:Eine Verwechslung der Echten Brunnenkresse mit dem am gleichen Standort wachsenden Bitteren Schaumkraut ist möglich, aber unbedenklich, da die Eigenschaften beider Pflanzen ähnlich sind.4

Allgemeine Informationen:Die als Gemüse verwendete Echte Brunnenkresse oder Brunnenkresse (Nasturtium officinale) bezeichnet man auch als Wasserkresse. Sie stammt aus der Gattung der Brunnenkressen (Nasturtium) der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae).4

Literatur / Quellen:

  1. Bundeszentrum für Ernährung. Scharf-würzige Brunnenkresse [Internet]. Version vom 03.05.2017 [Zitiert am 16.04.2018]. Verfügbar unter: bzfe.de/inhalt/scharf-wuerzige-brunnenkresse-30100.html
  2. Fleischhauer, Steffen Guido; Guthmann, Jürgen, Spiegelberger, Roland: Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage (2013); AT Verlag. Aarau.
  3. Gartenjournal. Kann man Brunnenkresse im Topf anbauen? [Internet]. [Zitiert am 16.04.2018]. Verfügbar unter: gartenjournal.net/brunnenkresse-anbau-im-topf
  4. Wikipedia. Echte Brunnenkresse [Internet]. Version vom 16.12.2017 [Zitiert am 16.04.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Echte_Brunnenkresse
  5. Kassie F et al. Effects of garden and water cress juices and their constituents, benzyl and phenethyl isothiocyanates, towards benzo(a)pyrene-induced DNA damage: a model study with the single cell gel electrophoresis/Hep G2 assay. Chem Biol Interact. 06.01.2003;142(3):285-96.
  6. Wikipedia. Benzo(a)pyren [Internet]. Version vom 01.12.2017 [Zitiert am 16.04.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Benzo(a)pyren

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