Stiftung Gesundheit & Ernährung
S t i f t u n g
Gesundheit & Ernährung
Schweiz
QR Code
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Ackerbohne, reife Samen, roh

Die Ackerbohne, auch bekannt als Favabohne, hat einen hohen Stärke- und Eiweissgehalt. Sie dient als Zutat für Salate, Suppen, Eintöpfe oder als Gemüsebeilage.
11,0%
Wasser
68
Makronährstoff Kohlenhydrate 67.83%
/30
Makronährstoff Proteine 30.39%
/02
Makronährstoff Fette 1.78%
Ω-6 (LA, 0.6g)
Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA)
 : Ω-3 (ALA, <0.1g)
Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA)
 = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.
Erfasste Lebensmittelpreise

Dieses Lebensmittel ist kaum roh, sondern konserviert erhältlich. Wir zeigen diesen Preis.

27.11.22

Preiskategorien rechts sind nicht vom gleichen Datum.

100 g0,25
Günstigpreis
bis0,58
Normalpreis
31.10.22100 g0,25
Günstigpreis
bis0,62
Normalpreis
31.10.22100 gFr.0,55
Günstigpreis
bis1,30
Normalpreis
Klick auf Flagge öffnet Preisentwicklungen.

Piktogramm Nährstofftabellen

Ackerbohnen sind roh nicht giftig. Der besseren Verdaulichkeit halber sollte man sie allerdings gekocht oder gebraten verzehren. Um ein Aufplatzen der Ackerbohnen zu verhindern, gart man sie am besten bei milder Hitze. Mit der Hülse sind Ackerbohnen im Kühlschrank länger haltbar als von der Hülle befreite Bohnen.

Allgemeine Information:
Aus Wikipedia: Die Ackerbohne (Vicia faba), auch Saubohne, Schweinsbohne, Favabohne, Dicke Bohne, Große Bohne, Pferdebohne, Viehbohne, Faberbohne oder Puffbohne genannt, ist eine Pflanzenart in der Unterfamilie Schmetterlingsblütler (Faboideae) innerhalb der Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae oder Leguminosae). Diese Nutzpflanze gehört zur Gattung der Wicken (Vicia), im Gegensatz zur Gartenbohne, die der Gattung Phaseolus angehört.

Generelle Nutzung:
Die Ackerbohne nutzt man in der menschlichen Ernährung sowie als Futtermittel für Tiere. Tieren verfüttert man die Samen und/oder den ganzen Spross. Die Menschen verspeisen die Hülse nur bei jung geernteten Ackerbohnen, denn ausgewachsene Bohnen zeichnen sich durch zähe Fasern in der Hülse aus. Die Samen kommen frisch oder getrocknet zur Verwendung (trocken kann man sie ohne weitere Konservierungsschritte lagern).

Inhaltsstoffe:
Die Samen enthalten etwa 25 bis 30 % Protein, 1 bis 2 % Fett, 40 bis 50 % Kohlenhydrate, daneben Ballaststoffe und Wasser. Es gibt umfangreiche Untersuchungen zur Gewinnung, Modifizierung und Einsatz der Hauptinhaltsstoffe, wie Protein und Stärke, aus den getrockneten Samen.

Verwendung in der Küche:
Die Bohnen besitzen grosse Mengen an Stärke sowie Proteinen und finden oft Verwendung für Suppen und Eintöpfe. Im Gegensatz zu grünen Bohnen besitzen Ackerbohnen nur geringe Mengen an Phasin und Lektin, weshalb man sie auch roh verzehren kann.

- Zubereitung der Ackerbohnen:

  • Frische Ackerbohnen: Bohnen von ihrer Hülle befreien. Dafür die Bohnen ca. 2 Minuten in kochendes Wasser geben. Im Anschluss in eine kalte Wasserschüssel geben und nach Abkühlung die zarten Bohnen durch vorsichtiges Drücken/Pressen von den dicken, ledrigen Hüllen befreien.
  • Getrocknete Ackerbohnen: Die Ackerbohnen mit Wasser bedecken und mindestens 2 Stunden lang einweichen. Danach die Bohnen von der Hülle befreien und kochen.

Die jungen Blätter der Bohnenpflanze lassen sich übrigens ähnlich wie Spinat verwenden und schmecken roh oder gekocht.

Systematik:
Vicia faba kennt zwei Unterarten:

- Vicia faba ssp. paucijuga (Alef.) Murat.

- Vicia faba L. ssp. faba: Sie enthält drei Varietäten:

  • Pferdebohne (Vicia faba ssp. faba var. equina Pers.): Als Viehfutter angebaut.
  • Dicke Bohne oder Puffbohne (Vicia faba ssp. faba var. faba Murat., Syn.: Faba vulgaris var. major Harz, Vicia faba var. major (Harz) Beck): Eigentliche „Dicke Bohne“, zum menschlichen Verzehr angebaut.
  • Ackerbohne (Vicia faba ssp. faba var. minuta (hort. ex Alef.) Mansf., Syn.: Faba vulgaris var. minor Harz, Faba vulgaris var. minuta hort. ex Alef., Vicia faba var. minor (Harz) Beck): Kleinsamige Varietät.

Vorsicht bei Einnahme mit MAO-A-Hemmern:
Aus Wikipedia (Monoaminooxidase-Hemmer): Da MAO-A und -B auch andere Monoamine wie z. B. Tyramin abbauen, können nichtselektive MAO-Hemmer nach Einnahme von Lebensmitteln mit mehr als 8–10 mg Tyramin einen gefährlichen Bluthochdruck auslösen (englisch "Cheese-Effect"). Deswegen ist es nötig, bei irreversiblen, unselektiven MAO-Hemmern wie Tranylcypromin Diätrichtlinien einzuhalten (tyraminreiche Kost enthält bis zu 40 mg Tyramin).

Ackerbohnen sind reich an Tyramin und sollten deshalb bei Leuten, die MAO-Hemmer verwenden, nicht - oder nur in äusserst geringen Mengen - Einzug in den Speiseplan finden.

Toxikologie - Favismus:
Ackerbohnen können für Menschen mit der Erbkrankheit G6PD-Mangel zu einem verstärkten Zerfall roter Blutkörperchen führen, zum Favismus. In Mitteleuropa weisen etwa 1 % der Bevölkerung den G6PD-Mangel auf, der zum Favismus führen kann, aber nicht muss. Die Bevölkerung in Malaria-Gebieten – im Mittelmeerraum, in Afrika und Asien – ist zu einem größeren Prozentsatz von dem Gendefekt betroffen.

Zum Krankheitsbild des Favismus kann es nach dem Einatmen des Blütenstaubes und nach dem Verzehr der rohen, seltener auch der gekochten Bohnen kommen. 5 bis 48 Stunden nach dem Essen können Übelkeit, Erbrechen und Durchfall, Bauchschmerzen und Schwindelgefühl auftreten. In leichten Fällen verschwinden die Symptome nach einigen Tagen. In schweren Fällen entsteht eine akute hämolytische Anämie. Die Krankheit verläuft nach dem Einatmen des Blütenstaubs oft schwerwiegender. Diese Krankheit kann in seltenen und besonders schweren Fällen zum Tod führen.
Beim Favismus wirken die Glucoside Vicin (0,6–0,8 % im Samen der Pflanze) und Convicin (0,1–0,3 %), als Begleitstoffe wirken Lectine und L-Dopa. Vicin und Convicin oxidieren Glutathion. Bei Fehlen des reduzierenden Enzyms Glucose-6-phosphat-Dehydrogenase (G6PD) treten die Symptome des Favismus auf.

Vergiftungserscheinungen bei Tieren:
Auch bei Tieren kommen Vergiftungserscheinungen durch Vicia-Arten vor, besonders bei Pferden, Rindern und Schweinen. Das Krankheitsbild bei Pferden zeigt sich in einer schweren Leberdegeneration mit Koliken. Das Futter darf also nicht ausschliesslich aus Wicken bestehen. Seit einiger Zeit exisiteren es Sorten mit reduziertem Gehalt an Vicin und Convicin (ca. auf einen Fünftel reduziert). Es ist noch unklar, ob damit Favismus unterbleibt. Diese Züchtung dient zur Verbesserung der Qualität zum Zweck der Verfütterung.

Kommentare