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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit
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Bulgurfrikadellen - Cig Köfte - mit Zitrone und Minze.

Die Bulgurfrikadellen - Cig Köfte - serviert man mit Salatblättern, Granatapfelsirup, Zitrone und Minze.
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Vegane Kochkost

35min    50min    raffiniert  
  Wasser 35,6 %  80/13/07  LA (2.3g) 3:1 (0.7g) ALA


Zutaten (für Personen, )

Küchengeräte

  • Kochtopf
  • Küchenmaschine (Kneten, Rühren etc.)

Zubereitungsart

  • zerkleinern oder mahlen
  • Nur Handarbeit, keine Erhitzung
  • abschmecken
  • pellen (abziehen)
  • kneten
  • Quellen lassen (ausquellen)

Zubereitung

  1. Zubereitung
    Bulgur, Tomatenmark, Paprikapulver, Chiliflocken, Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Granatapfelsirup in einem Topf miteinander verrühren.

    Die im Originalrezept angegebenen 2 TL Salz für 4 Portionen haben wir auf ½ TL reduziert. Sehen Sie hierzu auch "Tipps".

    Paprikamark: Die Autorin verwendet 2 EL Paprikamark für 4 Portionen. Dieses unterstützt die Konsistenz der Bulgurfrikadellen besser als das Pulver und ist auch in der türkischen und der Balkanküche sehr beliebt.

  2. Mit heissem Wasser übergiessen, sodass der Bulgur vollständig bedeckt ist. Dann das Öl hinzufügen, den Topf mit einem Deckel schliessen und 15 Minuten quellen lassen.

    Im Originalrezept verwendet die Autorin 3 EL Olivenöl für 4 Portionen. Wir haben das Öl durch Rapsöl ersetzt und die Menge auf 2 EL reduziert (siehe "Tipps").

  3. In der Zwischenzeit die Zwiebeln und die Knoblauchzehen pellen und fein reiben bzw. hacken. Petersilie und Minze waschen, trocken schütteln und klein hacken.

  4. Alles zur Bulgurmasse geben und diese mindestens 20 Minuten durchkneten, damit sich die Frikadellen später gut formen lassen.
    Sie sollte schliesslich leicht klebrig sein.

    Serayi Degerli: Das Kneten der Frikadellen ist eine mühsame Arbeit, die man sich mit einer Küchenmaschine erleichtern kann. Trotzdem: Bitte die Masse gegen Ende wenigstens 5 Minuten von Hand durchkneten.

  5. Sobald die gewünschte Konsistenz erreicht ist, mit Zitronensaft abschmecken und kleine Frikadellen aus der Masse formen.

  6. Servieren
    Man serviert Cig Köfte immer mit Salatblättern, Granatapfelsirup, Zitronenscheiben und frischer Minze. Am Tisch legt sich jeder selbst die Köfte in die Mitte eines Salatblattes und beträufelt sie mit Zitronensaft und Granatapfelsirup. Dazu Minzblätter, einrollen- und geniessen! 

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Buch
Buchcover "Orient trifft vegan" von Serayi Degerli.
Orient trifft vegan
Grüner Sinn Verlag / Der vegane Verlag , Serayi Degerli
Rohe Rezepte 7, Gekochte Rezepte 74 (3)
Weitere Bilder (6)
Bestellmöglichkeiten

Orient trifft vegan von Serayi Degerli beinhaltet kreative und neuartige, einfache und aufwendigere Rezepte. Nicht nur für Neulinge der veganen Küche.

FazitDas Buch Orient trifft vegan besticht durch seine vielen aussergewöhnlichen und kreativen Rezepte. Im Vordergrund stehen Authentizität und Geschmack. Dabei kommt Serayi Degerli, bis auf einige Ausnahmen wie gewisse Gewürze, mit gängigen Zutaten aus. Durch den orientalischen Charakter dürften die meisten Gerichte für die Mehrzahl der LeserInnen neuartig sein. Daher bietet Orient trifft vegan auch für den erfahrenen Veganer noch Überraschungen.

Kritische Buchrezensionen
Seit August 2018 sprechen wir die Verwendung von nicht besonders gesunden Zutaten gezielter an.
Betroffene Buchrezepte belassen wir zwar im Original, ergänzen sie aber durch gesündere Tochterrezepte.

GesamteindruckSerayi Degerli hat in Orient trifft vegan eine grosse Auswahl an orientalischen Gerichten zusammengetragen. Neben klassisch veganen Speisen hat sie ursprünglich nicht vegane Gerichte zum Teil auf sehr kreative Weise angepasst. Obgleich die Autorin aus Gründen des Mitgefühls und der Rücksicht zu einer veganen Ernährung gefunden hat, sind auch zugesetzte Öle und Süssungsmittel, ausser im Kapitel Desserts, grossteils geringgehalten. Auch Konserven verwendet die Autorin nur selten. Dennoch liegt der Schwerpunkt auf Authentizität und Geschmack, weshalb beispielsweise bei den Backwaren, wie Fladenbrot, kein Vollkornmehl zum Einsatz kommt. Die Rezepte sind mehrheitlich leicht bis mittelschwer und sind entsprechend für den Alltag, beziehungsweise eher für spezielle Anlässe geeignet.

Eine Angabe der Zubereitungszeit würde die Planung erleichtern. Gelungen sind die ansprechenden Bilder und Tipps zu jedem Gericht, die sowohl bei der Auswahl als auch bei der Zubereitung hilfreich sind.

Orient trifft vegan von Serayi Degerli ist beim GrünerSinn Verlag oder bei Amazon erhältlich.

Über die AutorinDie in Schwaben aufgewachsene Serayi Degerli ist Tochter eines Gastarbeiters und einer deutschen Mutter. Mit ihrem Blog orienttrifftvegan hat sie ihre zwei grossen Leidenschaften vereint: die Küche des Orients und den Tierschutz.

Inhalt des BuchesOrient trifft vegan beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, gefolgt vom Kapitel Mein veganer Orient. Hier erzählt die Autorin über sich und, weshalb sie sich für eine vegane Ernährungsweise entschieden hat. In Kulinarisch durch 1001 Nacht bekommt der/die LeserIn Einblicke in den Orient mit seiner kulturellen Vielfältigkeit und den kulinarischen Besonderheiten. Des Weiteren stellt Serayi Degerli orientalische Zutaten wie Bulgur und unterschiedliche Gewürze vor. Das Kapitel endet mit einem praktischen Einkaufszettel, der die wichtigsten orientalischen Zutaten enthält.

Die Rezepte sind in 5 Kapitel untergliedert:

  • Vorspeisen - beste Begleiter
  • Hauptgerichte - köstliche Klassiker aus dem Morgenland
  • Kindheitsessen - kreativ orientalisch
  • Desserts - für die süssen Momente
  • Getränke - von wohlig wärmend bis erfrischend anders

Rezepte

Vorspeisen - beste Begleiter:In diesem Kapitel sind sowohl Salate und Suppen als auch orientalische Brote und Dips aufgeführt. Als Beispiele sind die Auberginencreme (Baba Ghanush), Sesamringe (Simit) und ein Cremiger Karottensalat (Havuc Salatasi) genannt.

Hauptgerichte - köstliche Klassiker aus dem Morgenland:Dieses mit Abstand grösste Kapitel beinhaltet sehr unterschiedliche orientalische Gerichte, die neben Hauptspeisen wie Reisgerichten auch Gemüsebeilagen und Fingerfood enthalten. Beispiele von aufgeführten Gerichten sind der Quittenschmortopf (Khoresh Beh Aloo), die Granatapfel-Walnuss-Sauce (Fessenjan) und die Bulgurfrikadellen (Cig Köfte).

Kindheitsessen - kreativ orientalisch:In diesem Kapitel hat die Autorin die liebsten Gerichte aus ihrer Kindheit zusammengestellt. Dabei hat sie ursprünglich nicht vegane Gerichte, unter Zuhilfenahme von für den Orient untypischen Zutaten, umgewandelt. In der Hälfte der Fälle kommen Sojaprodukte als Fleischersatz zum Einsatz. Bei der anderen Hälfte verwendet die Autorin zum Teil ungewöhnliche Zutaten wie Jackfruit und Bananenblüten. Backwaren sind in diesem Kapitel keine seltene Zutat. Als Beispiele sind das Zitronenfleisch mit Bananenblüten (Limonli Balik), die Würzigen Adana-Spiesse aus schwarzen Bohnen (Adana Kebap) und die Knusprige Hähnchenbrust aus Kräuterseitlingen (Tavuk Kapama) genannt.

Desserts - für die süssen Momente:Wie bei orientalischen süssen Desserts zu erwarten, enthalten sie fast ausnahmslos viel Zucker und zugesetzte Öle. Man geniesst diese Speisen jedoch in kleinen Mengen, sodass man nicht komplett darauf verzichten muss. Beispiele für solch klassische Desserts sind der Saftige Griesskuchen (Revabi Tatlisi) und Baklava mit Osmanischer Puddingfüllung (Shaybiyat).

Getränke - von wohlig wärmend bis erfrischend anders:Neben Tee und Kaffee, wie dem Safran-Kardamom-Tee (Safran Chai), führt dieses kleine Kapitel auch Rezepte zu kalten Getränken, wie dem Joghurtdrink (Ayran).

Das Buch schliesst mit einem Rezept-Register ab.

Buchbesprechung von Dr. med. vet. Inke Weissenborn

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Hinweise zum Rezept

Die Bulgurfrikadellen - Cig Köfte - serviert man mit Salatblättern, Granatapfelsirup, Zitrone und Minze.

Portionsangabe: Die angegebene Menge für 4 Personen beinhaltet lediglich die Zutaten für die Frikadellen. Salatblätter, Granatapfelsirup, Zitronensaft und frische Minze zum Servieren sind nicht in den Zutaten mit aufgeführt.

Roh oder gekocht: Obgleich es im Originaltitel "Rohe Bulgurfrikadellen" heisst, haben wir das Rezept als gekocht eingestuft. Dies liegt zum einen daran, dass einige Zutaten, darunter die Hauptzutat Bulgur, aber auch Tomatenmark, Paprikamark und Granatapfelsirup nicht roh sind und auch das heisse Wasser die Temperaturgrenze von 42 Grad überschreitet.

Nährstoffprofil: Eine Portion dieses Rezeptes deckt gemäss GDA-Richtlinien weit mehr als den durchschnittlichen Tagesbedarf an Mangan. Desweiteren deckt es 100 % des Tagesbedarfs der essentiellen Aminosäure Tryptophan und über 60 % dessen an Magnesium. Die essentiellen Aminosäuren Threonin, Phenylalanin, Isoleucin, Valin und Leucin sind zu knapp 50 % abgedeckt. Das Verhältnis von Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren liegt, dank des Austausches von Olivenöl gegen Rapsöl, mit 3:1 deutlich unter dem empfohlenen maximalen Verhältnis von 5:1 (siehe Tipps).

Bulgur: Bulgur ist schonend vorgegarter, meist geschälter, geschroteter Hartweizen. Bulgurweizen ist sättigend, oft in Bioqualität erhältlich, aber nicht mehr roh. Bulgur hat einen eher neutralen, leicht nussigen Eigengeschmack.

Granatapfelsirup: Granatapfelsirup ist ein alkoholfreier, mit Zucker gesüsster Fruchtsirup mit intensiv roter Farbe. Vergewissern Sie sich beim Kauf, ob es sich bei dem Produkt auch wirklich um einen Granatapfelsirup handelt.

Kreuzkümmel: Aufgrund der ähnlichen Bezeichnung kommt es oft zu Verwechslungen zwischen Kreuzkümmel (Cumin, Cuminum cyminum) und Kümmel (Carum carvi). Dabei sind sie nicht näher miteinander verwandt und unterscheiden sich auch stark im Geschmack. Kreuzkümmel kommt häufig in der indischen, türkischen und griechischen Küche zum Einsatz.

Tipps

Salz reduzieren: Wir haben die Salzmenge bewusst reduziert. Ziel ist es, den Salzgehalt so niedrig wie möglich zu halten, ohne Einbussen beim Geschmack hinnehmen zu müssen. Da der Salzbedarf je nach Gewohnheit individuell verschieden ist, entscheiden Sie am besten selbst. Als interessante Lektüre zu diesem Thema möchten wir Ihnen das Buch "Salt, Sugar, Fat" nahelegen.

Olivenöl versus Rapsöl: Wirtschaftskräfte und Lobbyarbeit haben Olivenöl zum Kultöl gemacht, obgleich das Omega-6 (LA) zu Omega-3-Fettsäure (ALA) Verhältnis deutlich über dem empfohlenen maximalen Verhältnis von 5:1 liegt. Weitere Informationen zum Thema finden Sie unter folgendem Link: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler.

Alternative Zubereitung

Selbstgemachtes Tomatenmark: Mit dem nachfolgenden Link gelangen Sie auf ein simples Rezept zur eigenen Zubereitung von Tomatenmark: Selbstgemachtes Tomatenmark.

Eigener Granatapfelsirup: Sie können in wenigen Schritten und unter einer Stunde Ihren eigenen, zu 100% von künstlichen Konservierungsstoffen befreiten Granatapfelsirup herstellen – und diesen an die von Ihnen gewünschte Süsse anpassen. Alles was Sie dazu brauchen, sind 6 Granatäpfel und etwas Zucker um ca. 250-300 ml Saft herzustellen. Das entsprechende Rezept dazu finden Sie unter folgendem Link: Klassischer Granatapfelsirup mit Kristallzucker.

Alternative Darreichung: Sie können die Bulgurfrikadellen auch in klassischer Bratlingform machen und wie Bratlinge entweder in einem Burger oder aber zu Salat essen.