Stiftung Gesundheit & Ernährung
S t i f t u n g
Gesundheit & Ernährung
Schweiz
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Granatapfelsirup (bio?)

Der klassische Granatapfelsirup enthält nur den Saft von Granatäpfeln und Zucker, ohne die Beigabe von geschmacksverändernden Zutaten. Bio?
Die Nährstoffe der Zutat entstammen einem unserer Rezepte und können von den handelsüblichen Produkten abweichen.
  Wasser 67,9%  92
Makronährstoff Kohlenhydrate 92.18%
/05
Makronährstoff Proteine 4.6%
/03
Makronährstoff Fette 3.22%
  LA : ALA

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.
Erfasste Lebensmittelpreise

Wir haben noch Preise zu suchen oder sie zu bereinigen.

24.05.22100 ml1,20
Normalpreis

Uns fehlen noch D-A-CH-Länder-Preise für diese Zutat. Ein vollständiges Beispiel hier.

Preisentwicklungen DE

Preisentwicklungen AT

Piktogramm Nährstofftabellen

Klassischer Granatapfelsirup ist ein mit Zucker gesüsster Fruchtsirup aus Granatäpfeln, den man unter anderem zum Aromatisieren und Färben von Cocktails und Desserts verwendet. Der Sirup ist auch in Bio-Qualität erhältlich.

Verwendung von Granatapfelsirup in der Küche:

Klassicher Granatapfelsirup ist ein alkoholfreier, intensiv roter Sirup, den man aus dem Saft von Granatäpfeln und Zucker ohne die Beigabe von geschmacksverändernden Zutaten herstellt. Durch die Herstellung des Sirups und der damit einhergehenden Erhitzung gilt Granatapfelsirup nicht als Rohkost (roh). Man sollte ihn nicht mit Grenadinesirup - oftmals auch einfach nur Grenadine genannt - verwechseln. Woraus besteht Grenadine? Denn heutzutage ist Grenadinesirup oft eine Mischung aus verschiedenen Beeren, wobei Granatapfelsaft nur in geringer Menge oder gar nicht vorkommen muss. Der Grenadinesirup enthält zudem oft Fruchtaromen, Vanille, Farbstoffe, Anthozyane und Konservierungsmittel.

Der Geschmack des Granatapfelsirups ist süss, fruchtig und angenehm säuerlich mit einer dezent herben Note. Granatapfelsirup für was? Typischerweise verwendet man ihn als Farb- und Aromastoff in Erfrischungsgetränken und alkoholischen Getränken wie z.B. im Cocktail "Tequila Sunrise". Wunderbar schmeckt er auch in Kombination mit Ingwer und Rosmarin in Sekt, Champagner, Gin oder einfach nur in Tafelwasser. Auch als erfrischende, sommerliche Schorle bietet sich der Sirup an.

Der klassische Granatapfelsirup findet ebenfalls Verwendung in Süsswaren und Desserts. Er ist ein köstliches Topping für Eis und Pfannkuchen und verfeinert vielerlei Schokoladendesserts wie z.B. Kuchen oder Mousse. Den Sirup kann man auch für salzige Speisen einsetzen. Er macht sich hervorragend in fruchtigen Salatdressings, veganen Barbecue-Saucen, im Hummus und in anderen Dips. Vegane Gerichte mit Granatapfelsirup sind besonders in orientalischen Ländern sehr beliebt wie z.B. Pilaw (Reisgericht), Çiğ Köfte (Bulgurfrikadellen), Kisir (Bulgursalat) und Fesendschān (Eintopf mit Kartoffeln und Walnüssen).

Rezept für veganen, türkischen Tomatensalat mit Granatapfelsirup (Gavurdagi):

Zutaten (für 2 Personen): 4 Tomaten, 1 rote Zwiebel, ½ Bund Petersilie, 50 g Walnüsse, 2 EL Granatapfelsirup, 2 EL Zitronensaft, 1 EL Rapsöl, 1 TL Chiliflocken, etwas Salz und Pfeffer.

Zubereitung: Tomaten waschen und würfeln. Rote Zwiebel schälen und ebenfalls in mittelgrosse Würfel schneiden. Petersilie abspülen, trocken schütteln und fein hacken. Walnüsse grob hacken. Für das Dressing Granatapfelsirup, Zitronensaft, Rapsöl und Chiliflocken vermischen und mit Salz und Pfeffer würzen. Tomaten, Zwiebel, Petersilie und Walnüsse in eine Schüssel geben, das Dressing darüber verteilen und gut durchmischen. Den veganen Gavurdagi-Salat ca. 15 Min. im Kühlschrank stehen lassen und anschliessend servieren. Macht sich super als Mezze.

Vegane Rezepte mit Granatapfelsirup finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo Granatapfelsirup kaufen?

Den fertigen Granatapfelsirup findet man in gut sortierten Filialen von einigen Supermärkten (z.B. Migros, Spar, Rewe) oder Getränkemärkten. Andere Supermärkte (z.B. Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer) und Bio-Supermärkte (Alnatura, Denn's Biomarkt) bieten zum Teil lediglich Granatapfelsaft an. Der Granatapfelsirup ist vielfach auch in türkischen Lebensmittelläden oder sicherlich in Online-Shops zu kaufen. Beim Kauf von Grenadinesirup sollte man die Inhaltsstoffe, insbesondere den eigentlichen Anteil an Granatäpfeln, im Auge behalten.

Wo sie ganze Granatapfelfrüchte finden, können Sie in der dazugehörigen Zutat "Granatapfel (Grenadine, roh, bio?)" nachlesen.

Eigene Zubereitung:

Granatapfelsirup können Sie ganz einfach selbst herstellen. Folgender Link bringt Sie zu unserem Rezept: Klassischer Granatapfelsirup mit Kristallzucker

Lagerung:

Sirup sollte man bei Raumtemperatur lagern und ist aufgrund des Zuckergehalts grundsätzlich sehr lange haltbar. Je höher der Zuckergehalt im Sirup, desto länger seine Haltbarkeit. Es kann bei längerer Lagerung zu Farb- und Aromaverlust kommen, doch man kann den Sirup auch dann noch problemlos weiterverwenden. Man sollte bei der Lagerung darauf achten, dass der Sirup luftdicht verschlossen ist und nicht mit Essensresten in Kontakt kommt. Schlecht gewordener Sirup erkennt man an Schimmel oder einem gärigen Geruch.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien:

Der Energiegehalt von Granatapfelsirup beträgt 122 kcal pro 100 g. Kohlenhydrate sind 29 g pro 100 g enthalten, wovon 25 g Zucker ist - etwas mehr als bei Dattelsirup (22 g/100g), aber weniger als bei Ahornsirup (60 g/100g), Agavensirup (68 g/100g) und Apfeldicksaft (77 g/100g). Der Fettgehalt liegt bei 1 g und der Eiweissgehalt bei 3,5 g pro 100g.1

In 100 g Granatapfelsirup ist 14 µg Vitamin K enthalten (19 % des Tagesbedarfs). Süsse Sojasauce (14 µg/100g) und Karottensaft (16 µg/100g) beinhalten ähnlich viel. Eine Frucht, die bedeutend mehr des Vitamins aufweist, ist Kiwi (40 µg/100g).1

Klassischer Granatapfelsirup weist zudem 33 µg Folat (Folsäure) pro 100 g auf (17 % des Tagesbedarfs). Einen vergleichbaren Gehalt hat Agavensirup (30 µg/100g). Extrem viel Folat ist mit 3'786 µg/100g in Hefeextrakt (Gewürzpaste) vorhanden.1

Der Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure) beträgt 8,9 mg pro 100 g (11 % des Tagesbedarfs). Dieser ist verlgeichbar mit demjenigen von Sauerkrautsaft (8,2 mg/100g) und Dattelsirup (6,7 mg/100g). Sanddornbeeren enthalten mit 450 mg/100g etwas mehr als das 50-fache an Vitamin C.1

Bemerkung: Es ist anzumerken, dass die Gehalte an Vitaminen und Mineralstoffen im Gegensatz zum ganzen, rohen Granatapfel aufgrund der Erhitzung bei der Herstellung des Sirups leicht reduziert sind.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Granatapfelsirup, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR unter dem Zutatenbild.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Ist Granatapfelsirup gesund? Über die positiven Wirkungen von Granatäpfeln auf die Gesundheit gibt es unzählige Studien. Es ist vorstellbar, dass klassicher Granatapfelsirup, der aus dem Saft des Granatapfels besteht, ähnliche Wirkungen aufweist, jedoch aufgrund der Verarbeitungsprozesse in reduziertem Umfang. Lesen Sie über die gesundheitsfördernden Eigenschaften bei der Zutat "Granatapfel".

Einige wenige Studien über Granatapfelsirup finden sich jedoch. So konnte man beispielsweise aufzeigen, dass neben Pfefferminzsirup, Zitrone und Ingwer, Granatapfelsirup sicher und wirksam zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen in der Schwangerschaft beitragen kann.2

In den Mittelmeerländern, darunter auch in Tunesien, setzt man Grüntee-Zubereitungen häufig Minzesirup oder Granatapfelsirup zu. Eine tunesische Studie hat den Nutzen der Sirupe als Zusatz in Grüntee untersucht und stellte fest, dass diese den Polyphenolgehalt und die biofunktionellen Eigenschaften des Getränks während der Kühllagerung stabilisierten.3

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Granatapfelsirup enthält wie auch andere Fruchtsirupe einen nennenswerte Menge an Zucker. Daher sollte man ihn nur massvoll konsumieren.

Vorkommen - Herkunft:

Der Granatapfel (Punica granatum) stammt ursprünglich aus dem Iran und den angrenzenden Regionen. Man baut die Pflanzen vom Nahen Osten bis nach Nordindien an, aber auch in Südeuropa, USA und in Teilen Afrikas. Die grössten Anbauernationen sind Iran und Indien.4,5

Verwechslungsmöglichkeiten:

Granatapfelsirup Grenadine / Grenadine Granatapfelsirup dasselbe? Wie im ersten Kapitel (Granatapfelsirup-Verwendung in der Küche) erklärt, sind Granatapfelsirup und Grenadinesirup (Grenadine) nicht unbedingt dasselbe, da Grenadinesirup nicht zwanghaft aus Granatapfelsaft bestehen muss, sondern man ihn oft aus einer Mischung verschiedener Beeren herstellt.

Laut einigen Quellen besteht auch ein Unterschied zwischen Granatapfel-Melasse und -Sirup. Granatapfelmelasse ist lediglich eingekochter Granatapfelsaft, die ihre Süsse vom Fruchtzucker erhält, und daher kein Zucker zugemischt kriegt. Dem Granatapfelsirup setzt man hingegen zusätzlich Zucker zu.6 Andere Quellen bekennen keinen Unterschied zwischen Granatapfel-Sirup und -Melasse, wobei die Melasse aus Granatapfel Zucker beinhalten kann und der Sirup aus Granatapfel ohne Zucker hergestellt sein kann.

Allgemeine Informationen:

Der Granatapfel (Punica granatum) gehört zur Familie der Weiderichgewächse (Lythraceae). Die Frucht war und ist ein Symbol für Gesundheit, Fruchtbarkeit und Wiedergeburt und ist in der Bibel, im Koran und in den buddhistischen und chinesischen Lehren erwähnt.7

Alternative Namen:

Andere gängie Namen für Granatapfelsirup (Granatapfel-Sirup) sind Grenadinesirup und Granatapfelmelasse. Türkischer Granatapfelsirup heisst Nar Eksisi.

Im Englischen bezeichnet man ihn als pomegranate syrup oder pomegranate molasses.

Literatur - Quellen:

7 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. USDA United States Department of Agriculture.
  2. Khorasani F, Aryan H, Sobhi A, Aryan R, Abavi-Sani A, Ghazanfarpour M, u. a. A systematic review of the efficacy of alternative medicine in the treatment of nausea and vomiting of pregnancy. J Obstet Gynaecol. 2020;40(1):10–9.
  3. Dhaouadi K, Belkhir M, Raboudi F, Mecha E, Ghommeme I, Bronze MDR, u. a. Pomegranate and mint syrup addition to green tea beverage stabilized its polyphenolic content and biofunctional potentials during refrigerated storage. J Food Sci Technol. 2016;53(2):1164–77.
  4. Medjakovic S, Jungbauer A. Pomegranate: a fruit that ameliorates metabolic syndrome. Food & Function. 2013;4(1):19–39.
  5. Shaygannia E, Bahmani M, Zamanzad B, Rafieian-Kopaei M. A review study on punica granatum l. J Evid Based Complementary Altern Med. 2016;21(3):221–7.
  6. Dhumal SS, Karale A, Jadhav S, Kad V. Recent advances and the developments in the pomegranate processing and utilization: A review. Journal of Agriculture and Crop Science. 2014;1(1):1-17.
  7. Chandra R. Babu DK. Jadhav VT. Teixeira da Silva JA. Origin, History and Domestication of Pomegranate. Fruit, Vegetable and Cereal Science and Biotechnology. 2010;4(2):1-6

Kommentare