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Quittenschmortopf mit Kartoffeln und getrockneten Pflaumen

Die leicht säuerliche Note der Quitten im Quittenschmortopf mit Kartoffeln und getrockneten Pflaumen führt zu einem besonderen Geschmackserlebnis.
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Vegane Kochkost

30min    70min    mittel  
  Wasser 73,4 %  59/06/35  LA (3.3g) 4:1 (0.8g) ALA


Zutaten (für Personen, )

Küchengeräte

  • Sparschäler, Schäler
  • Herd (Kochherd, Küchenherd)
  • Kochtopf
  • Knoblauchpresse
  • Zitruspresse (Zitronenpresse)
  • Pfanne (Bratpfanne)

Zubereitungsart

  • kochen
  • zerkleinern oder mahlen
  • pressen
  • anschwitzen / andünsten
  • anrösten
  • abschmecken
  • ablöschen (deglacieren)
  • pellen (abziehen)
  • schälen

Zubereitung

  1. Zubereitung vom Quittenschmortopf
    Zwiebel und Knoblauchzehe abziehen bzw. pellen. Die Zwiebel fein würfeln, den Knoblauch pressen.

  2. Das Olivenöl in einem Topf erhitzen und Zwiebelwürfel und Knoblauch darin goldbraun anschwitzen. Tomatenmark hinzufügen und mit anrösten.

  3. Die Kartoffeln schälen und grob würfeln. Dann mit in den Topf geben, bis sich auch hier leichte Röstaromen bilden. Mit heissem Wasser ablöschen, sodass die Kartoffeln vollständig bedeckt sind.
    30 Minuten mit geschlossenem Deckel köcheln lassen.

  4. In der Zwischenzeit die Quitten schälen, entkernen und in 1-2 cm dicke Scheiben schneiden. Die getrockneten Pflaumen halbieren.
    Die Zitrone pressen und den Saft zur Seite stellen.

  5. Das Rapsöl in einer Pfanne erhitzen und die Quittenscheiben gold-braun darin anbraten. Die Pflaumen kurz mitschwenken, dann auch die Walnüsse hinzufügen und mitanrösten.

  6. Wenn die Kartoffeln halb gar sind, Walnüsse, Pflaumen und Quitten mit in den Topf geben. Dann kommen Zitronensaft und Granatapfelsirup hinzu.

  7. Den gesamten Inhalt nochmals 10-15 Minuten auf mittlerer Stufe köcheln lassen, damit auch die Quitten weich sind. Der Schmortopf soll schliesslich eine leicht dickflüssige Konsistenz haben- falls nötig, noch etwas Wasser hinzufügen. Zum Schluss mit Salz und Pfeffer abschmecken.

    Süsse anpassen: Je nach Süsse der Quitten, ist das Gericht süsser, oder eher säuerlich. Passen Sie es daher ganz nach Ihren Wünschen mittels Granatapfelsirup bzw. Zitronensaft an. Auch sind manche Quitten leicht bitter; dagegen hilft etwas Zucker oder ebenfalls Granatapfelsirup.

  8. Anrichten und servieren
    Man serviert den Quittenschmortopf (auch bekannt als "Khoresh Beh Aloo") zusammen mit Reis.

    Serayi Degerli: Passend zum Granatapfelsirup streue ich zum Schluss noch ein paar Granatapfelkerne darüber und garniere mit frischer Petersilie.

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Buch
Buchcover "Orient trifft vegan" von Serayi Degerli.
Orient trifft vegan
Grüner Sinn Verlag / Der vegane Verlag , Serayi Degerli
Rohe Rezepte 7, Gekochte Rezepte 74 (3)
Weitere Bilder (6)
Bestellmöglichkeiten

Orient trifft vegan von Serayi Degerli beinhaltet kreative und neuartige, einfache und aufwendigere Rezepte. Nicht nur für Neulinge der veganen Küche.

FazitDas Buch Orient trifft vegan besticht durch seine vielen aussergewöhnlichen und kreativen Rezepte. Im Vordergrund stehen Authentizität und Geschmack. Dabei kommt Serayi Degerli, bis auf einige Ausnahmen wie gewisse Gewürze, mit gängigen Zutaten aus. Durch den orientalischen Charakter dürften die meisten Gerichte für die Mehrzahl der LeserInnen neuartig sein. Daher bietet Orient trifft vegan auch für den erfahrenen Veganer noch Überraschungen.

Kritische Buchrezensionen
Seit August 2018 sprechen wir die Verwendung von nicht besonders gesunden Zutaten gezielter an.
Betroffene Buchrezepte belassen wir zwar im Original, ergänzen sie aber durch gesündere Tochterrezepte.

GesamteindruckSerayi Degerli hat in Orient trifft vegan eine grosse Auswahl an orientalischen Gerichten zusammengetragen. Neben klassisch veganen Speisen hat sie ursprünglich nicht vegane Gerichte zum Teil auf sehr kreative Weise angepasst. Obgleich die Autorin aus Gründen des Mitgefühls und der Rücksicht zu einer veganen Ernährung gefunden hat, sind auch zugesetzte Öle und Süssungsmittel, ausser im Kapitel Desserts, grossteils geringgehalten. Auch Konserven verwendet die Autorin nur selten. Dennoch liegt der Schwerpunkt auf Authentizität und Geschmack, weshalb beispielsweise bei den Backwaren, wie Fladenbrot, kein Vollkornmehl zum Einsatz kommt. Die Rezepte sind mehrheitlich leicht bis mittelschwer und sind entsprechend für den Alltag, beziehungsweise eher für spezielle Anlässe geeignet.

Eine Angabe der Zubereitungszeit würde die Planung erleichtern. Gelungen sind die ansprechenden Bilder und Tipps zu jedem Gericht, die sowohl bei der Auswahl als auch bei der Zubereitung hilfreich sind.

Orient trifft vegan von Serayi Degerli ist beim GrünerSinn Verlag oder bei Amazon erhältlich.

Über die AutorinDie in Schwaben aufgewachsene Serayi Degerli ist Tochter eines Gastarbeiters und einer deutschen Mutter. Mit ihrem Blog orienttrifftvegan hat sie ihre zwei grossen Leidenschaften vereint: die Küche des Orients und den Tierschutz.

Inhalt des BuchesOrient trifft vegan beginnt mit einem Inhaltsverzeichnis, gefolgt vom Kapitel Mein veganer Orient. Hier erzählt die Autorin über sich und, weshalb sie sich für eine vegane Ernährungsweise entschieden hat. In Kulinarisch durch 1001 Nacht bekommt der/die LeserIn Einblicke in den Orient mit seiner kulturellen Vielfältigkeit und den kulinarischen Besonderheiten. Des Weiteren stellt Serayi Degerli orientalische Zutaten wie Bulgur und unterschiedliche Gewürze vor. Das Kapitel endet mit einem praktischen Einkaufszettel, der die wichtigsten orientalischen Zutaten enthält.

Die Rezepte sind in 5 Kapitel untergliedert:

  • Vorspeisen - beste Begleiter
  • Hauptgerichte - köstliche Klassiker aus dem Morgenland
  • Kindheitsessen - kreativ orientalisch
  • Desserts - für die süssen Momente
  • Getränke - von wohlig wärmend bis erfrischend anders

Rezepte

Vorspeisen - beste Begleiter:In diesem Kapitel sind sowohl Salate und Suppen als auch orientalische Brote und Dips aufgeführt. Als Beispiele sind die Auberginencreme (Baba Ghanush), Sesamringe (Simit) und ein Cremiger Karottensalat (Havuc Salatasi) genannt.

Hauptgerichte - köstliche Klassiker aus dem Morgenland:Dieses mit Abstand grösste Kapitel beinhaltet sehr unterschiedliche orientalische Gerichte, die neben Hauptspeisen wie Reisgerichten auch Gemüsebeilagen und Fingerfood enthalten. Beispiele von aufgeführten Gerichten sind der Quittenschmortopf (Khoresh Beh Aloo), die Granatapfel-Walnuss-Sauce (Fessenjan) und die Bulgurfrikadellen (Cig Köfte).

Kindheitsessen - kreativ orientalisch:In diesem Kapitel hat die Autorin die liebsten Gerichte aus ihrer Kindheit zusammengestellt. Dabei hat sie ursprünglich nicht vegane Gerichte, unter Zuhilfenahme von für den Orient untypischen Zutaten, umgewandelt. In der Hälfte der Fälle kommen Sojaprodukte als Fleischersatz zum Einsatz. Bei der anderen Hälfte verwendet die Autorin zum Teil ungewöhnliche Zutaten wie Jackfruit und Bananenblüten. Backwaren sind in diesem Kapitel keine seltene Zutat. Als Beispiele sind das Zitronenfleisch mit Bananenblüten (Limonli Balik), die Würzigen Adana-Spiesse aus schwarzen Bohnen (Adana Kebap) und die Knusprige Hähnchenbrust aus Kräuterseitlingen (Tavuk Kapama) genannt.

Desserts - für die süssen Momente:Wie bei orientalischen süssen Desserts zu erwarten, enthalten sie fast ausnahmslos viel Zucker und zugesetzte Öle. Man geniesst diese Speisen jedoch in kleinen Mengen, sodass man nicht komplett darauf verzichten muss. Beispiele für solch klassische Desserts sind der Saftige Griesskuchen (Revabi Tatlisi) und Baklava mit Osmanischer Puddingfüllung (Shaybiyat).

Getränke - von wohlig wärmend bis erfrischend anders:Neben Tee und Kaffee, wie dem Safran-Kardamom-Tee (Safran Chai), führt dieses kleine Kapitel auch Rezepte zu kalten Getränken, wie dem Joghurtdrink (Ayran).

Das Buch schliesst mit einem Rezept-Register ab.

Buchbesprechung von Dr. med. vet. Inke Weissenborn

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Hinweise zum Rezept

Die leicht säuerliche Note der Quitten im Quittenschmortopf mit Kartoffeln und getrockneten Pflaumen führt zu einem besonderen Geschmackserlebnis.

Nährstoffprofil: Eine Portion dieses Rezeptes deckt gemäss GDA-Richtlinien mehr als ein Drittel des durchschnittlichen Tagesbedarfs an Vitamin C, Kalium, Kupfer und der zur Gruppe der Omega-3-Fettsäuren gehörenden Alpha-Linolensäure. Das Verhältnis von Omega-6-zu Omega-3-Fettsäuren liegt mit 4:1 unterhalb des maximal empfohlenen Verhältnisses von 5:1. Mehr dazu unter: Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler.

Quitten: Die in der Schweiz, in Deutschland und Österreich wachsenden Quitten sind hart und schmecken wegen der enthaltenen Gerbstoffe bitter. Daher verwendet man für den Rohverzehr meist Sorten aus südlicheren Ländern (z.B. Türkei). Durch das Erhitzen gewinnt der Quitten-Fruchtsaft an Süsse. Die Frucht bekommt erst gegart, gekocht oder gebacken ihr feines Aroma.

Walnüsse: In Mitteleuropa ist vor allem die Echte Walnuss (Juglans regia) von Bedeutung. Von allen bekannten Nussfrüchten, besitzt die Walnuss den höchsten Anteil an Alpha-Linolensäure (ALA). Des Weiteren punktet sie gesundheitlich mit vielen Tocopherolen (Vit-E Formen) sowie mit vielen Mengen- und Spurenelementen.

Granatapfelsirup: Granatapfelsirup ist ein alkoholfreier, mit Zucker gesüsster Fruchtsirup mit intensiv roter Farbe. Vergewissern Sie sich beim Kauf, ob es sich bei dem Produkt auch wirklich um einen Granatapfelsirup handelt.

Tipps

Verarbeitung der Quitte: Die Fruchtschale der Quitte ist mit einem feinen Flaum umgeben, der Bitterstoffe enthält. Damit diese nicht in das verarbeitete Endprodukt gelangen, ist es nötig, den Flaum mit einem trockenen Tuch abzureiben und die Frucht zu waschen. Verwendet man eine Bürste (z.B. aus Messing) zum Abreiben, sollte man die Frucht unmittelbar danach verarbeiten, da man die Aussenschale verletzt.

Süsse anpassen: Je nach Süsse der Quitten, ist das Gericht süsser, oder eher säuerlich. Passen Sie es daher ganz nach Ihren Wünschen mittels Granatapfelsirup bzw. Zitronensaft an. Auch sind manche Quitten leicht bitter; dagegen hilft etwas Zucker oder ebenfalls Granatapfelsirup.

Alternative Zubereitung

Eigener Granatapfelsirup: Sie können in wenigen Schritten und unter einer Stunde Ihren eigenen, zu 100% von künstlichen Konservierungsstoffen befreiten Granatapfelsirup herstellen – und diesen an die von Ihnen gewünschte Süsse anpassen. Alles was Sie dazu brauchen, sind 6 Granatäpfel und etwas Zucker um ca. 250-300 ml Saft herzustellen. Das entsprechende Rezept dazu finden Sie unter folgendem Link: Klassischer Granatapfelsirup mit Kristallzucker