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Apfel Gala, roh (bio?)

Die Apfelsorte 'Gala' ist aromatisch-süss, mit geringer Säure. Man isst den saftigen, knackigen Apfel roh mit Schale oder z.B. als Kompott. Bio-Qualität?
Wasser 85,8%  97/02/01  LA : ALA
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Die Apfelsorte 'Gala' ist dem Kulturapfel (Malus domestica) zugehörig. Der kleine, süssliche Apfel ist einer der beliebtesten und hat in manchen Ländern sogar die Sorte 'Golden Delicious' abgelöst. Insbesondere der geringe Säuregehalt macht den 'Gala'-Apfel als Dessertobst und rohen Kinderapfel sehr attraktiv.

Verwendung in der Küche:

Der 'Gala' zählt zum Tafelobst, sein Fruchtfleisch ist fest, saftig und blassgelb, der Geschmack ist süsslich und mild. Im Vergleich dazu schmeckt die Sorte 'Granny Smith' aufgrund des hohen Fruchtsäuregehalts viel säuerlicher. Die Schale ist glatt und etwas wachsig, die Farbe flächig oder streifig rot. Reibt man den Apfel mit einem Küchentuch ab, bekommt er einen schönen Glanz. Der knackige Apfel schmeckt sehr gut mit Schale als Rohkost, im Müesli, als Obstsalat oder geraffelt als Rohkostsalat mit verschiedensten Gemüsearten.

Die kleinen bis mittelgrossen Äpfel eignen sich auch gut als Bratäpfel, geschält und geschnitten zum Backen für Kuchen, Wähen, Strudel etc. oder gedünstet als Kompott und für Apfelmus. Auch Apfelsaft aus 'Gala'-Äpfeln schmeckt hervorragend und getrocknete Apfelringe aus dieser Apfelsorte sind besonders süss.

Veganes Rezept für Apfelkuchen:

Zutaten: 200 g Weizenvollkornmehl, 100 g Rohrohrzucker, 100 g kalte, vegane Margarine und ca. ½ TL zum Einfetten, 1 Prise Salz. Für den Belag: 750 g 'Gala'-Äpfel, 4 EL Zitronensaft, ¼ TL Bourbon-Vanille, 1 ½ TL gemahlener Zimt, 2 EL Sultaninen (Rosinen). Für die Streusel: 100 g Weizenmehl, 50 g Margarine, 50 g Rohrohrzucker, 1 Prise Salz.

Zubereitung: Für den Mürbeteig Mehl, Zucker, gestückelte Margarine und Salz mit der Hand oder einer Küchenmaschine rasch zu einem krümeligen Teig verarbeiten. Zu einer Kugel geformt und abgedeckt bis zum nächsten Schritt im Kühlschrank rasten lassen.

In der Zwischenzeit die Äpfel waschen, schälen, vierteln und entkernen. Die geviertelten Stücke in 3 mm dünne Scheiben schneiden und mit Zitronensaft vermengen. Vanille, Zimt und Sultaninen hinzufügen und unterheben. Nun den Backofen auf 180 °C Ober- / Unterhitze vorheizen. Eine Springform mit ca. 24 cm Durchmesser mit Backpapier auskleiden und den Rand einfetten. Den Mürbeteig gleichmässig in der Form verteilen und flachdrücken. Mit dem Teig auch einen ca. 2 cm hohen Rand bilden (z.B. mit der Rückseite eines Löffels). Die geschnittenen Äpfel auf dem Kuchenboden verteilen. Für die Streusel alle Zutaten miteinander vermengen und mit der Hand oder einem Mixer zu groben Streuseln weiterverarbeiten. Gleichmässig auf dem Kuchen verteilen. Auf der mittleren Schiene ca. 40-50 Minuten backen, vor dem Servieren den Kuchen abkühlen lassen und aus der Springform nehmen.

Veganes Rezept für Apfelsüsse oder Apfeldicksaft:

Zutaten: 1,5 kg 'Gala'-Äpfel (alternativ eine andere süsse Sorte, wie z.B. 'Golden Delicious'), 4x250 ml sterilisierte Schraubgläser oder kleine Glasflaschen.

Zubereitung: Die Äpfel waschen, vierteln und mit einem Entsafter entsaften. Hier eignet sich ein mittelfeines Trestersieb. Es verbleiben ca. 1,2 l Apfelsaft und ca. 400 g Trester. Nun kocht man den Apfelsaft in einem Topf ca. 20 Minuten lang und reduziert ihn auf ca. 1 l. Den Dicksaft muss man noch heiss in die sauberen Gläser füllen, verschliessen und abkühlen lassen. Im Kühlschrank ist die Apfelsüsse ca. 4-6 Wochen haltbar, tiefgefroren ist sie deutlich länger verwendbar. Apfelsüsse kann man anstelle von Zucker zum Süssen von Kuchen, Keksen oder Brot verwenden, ähnlich wie Agavendicksaft (Agavensirup). Der Trester hält ca. 2-3 Tage im Kühlschrank und eignet sich zum Kuchenbacken und Binden von Saucen.

Vegane Rezepte mit Apfelsorte 'Gala' finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben" (ganz unten oder nebenan).

Einkauf - wo kaufen?

Aromatisch-süsse Äpfel der Sorte 'Gala' sind in allen gängigen Supermärkten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer etc. beinahe ganzjährig erhältlich. Auf Wochenmärkten, in Bioläden oder Biosupermärkten (Denn's Biomarkt, Alnatura) findet man auch biologisch produzierte Äpfel dieser Sorte.

Ein reifer 'Gala' hat einen cremig-gelben bis goldgelben Untergrund und eine intensiv rote Färbung an der Oberfläche. Ist die Untergrundfarbe Grün, ist der Apfel noch nicht vollständig reif. Eine schöne reife Farbe hängt sehr stark von der Sonneneinstrahlung während der Wachstumsphase ab.

Lagerung:

Durch spezielle industrielle Lagerung unter kontrollierter Atmosphäre (CA- oder DCA-Lager) sind Äpfel der Sorte 'Gala' ca. ein Jahr lagerfähig. Diese Sorte kann man bei Temperaturen um 4 °C auch in einem dunklen Keller, in frostsicheren Garagen oder auf kühlen Dachböden gut lagern. Wichtig ist, dass die Äpfel noch nicht den vollständigen Reifegrad erreicht haben und man nur erstklassige Früchte ohne Fäulnis oder Pilzkrankheiten lagert.1 Sie sollten sich gegenseitig nicht berühren und mit dem Stiel nach unten in einem Regal, einer Holz- oder Kunststoffkiste (mit Löchern) liegen. Äpfel sind immer getrennt von anderen Obst- und Gemüsearten zu lagern, da das Reifegas Ethylen den Reifeprozess der Nachbarn beschleunigt und die Haltbarkeit verkürzt.2 Nach längerer Lagerzeit kann die Haut von Gala-Äpfeln etwas fettig wirken. Dies ist jedoch kein Qualitätskriterium, die Wachsschicht ist ein natürlicher Schutz des Apfels gegen den Wasserverlust und gegen Schaderreger. Innerhalb der EU ist es im Erwerbsobstbau auch erlaubt, eine künstliche Wachsschicht aus Bienenwachs, Carnaubawachs (aus der brasilianischen Carnaubapalme) oder Schellack (von Lackschildlaus) aufzutragen.3

Das Einfrieren roher Äpfel sollte man eher vermeiden, sie verlieren dadurch zu sehr an Geschmack und Aroma; auch die Konsistenz ist nach dem Auftauen nicht mehr wie davor. Schneidet man sie aber in Stücke und blanchiert sie kurz, kann man sie für ca. 6 Monate im Gefrierschrank aufbewahren und danach für Apfelmus oder Kuchen problemlos weiterverarbeiten.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Ein Apfel der Sorte 'Gala' hat einen Energiegehalt von ca. 57 kcal/100g. Proteine und Fette sind kaum vorhanden, der Kohlenhydratanteil macht ca. 14 % aus, davon sind ca. 2,3 % Ballaststoffe.

Diese Apfelsorte hat mit Schale ca. 108 mg Kalium pro 100 g. Das ist vergleichbar mit Ananas oder Basmatireis, auch Traubensaft oder Zitronensaft haben ähnlich viel von diesem essentiellen Mengenelement. Im Vergleich zu getrockneten Steinpilzen, die 2'000 mg/100g enthalten (deckt 100 % des Tagesbedarfs), ist es zwar nicht sehr viel, aber mit einer guten Kombination kann man etwas zum Tagesbedarf beitragen. Neben der Aufrechterhaltung des osmotischen Drucks in den Zellen ist Kalium auch für das Zellwachstum und für einen normalen Blutdruck mitverantwortlich.4

Äpfel beinhalten auch kleine Mengen an wertvollen Vitaminen, unter anderem das Vitamin B6 (Pyridoxin). Mit 0,5 mg/100g sind die Werte ähnlich wie bei Süsskirschen, Erdbeeren oder Zwetschken. Möchte man den Tagesbedarf decken, benötigt man aber ca. 1,4 mg täglich; dies ist in 100 g Sonnenblumenkernen oder getrockneten Zwiebeln enthalten. Pyridoxin ist ein wasserlösliches Vitamin, das an vielen enzymatischen Reaktionen beteiligt ist und auch im Eiweissstoffwechsel eine wichtige Rolle spielt.4

Auch etwas Thiamin (Vitamin B1) ist in Äpfeln enthalten (0,02 mg/100g). Roter Chicorée oder konservierter Zuckermais enthalten ebenso viel Thiamin. Viel mehr haben jedoch Macadamianüsse mit 1,2 mg/100g, was mehr als den täglichen Bedarf deckt. Auch in der äussersten Schicht von Getreide findet man dieses wasserlösliche Vitamin: Weizenkeime haben 1,9 mg/100g. Dieses B-Vitamin ist wichtig für den Energie- und Kohlenhydratstoffwechsel.4

Folat ist ebenfalls in Äpfeln enthalten, mit 3 µg/100g ist der Anteil am Tagesbedarf (300 µg)5 nicht besonders hoch. Auch Quitten, Wassermelonen, Knoblauch und Preiselbeeren haben denselben Wert. In Kombination mit z.B. Rundkornreis (231 µg/100g), Lupinenmehl (188 µg/100g) oder Quinoa (184 µg/100g) kann man den Folsäure-Gehalt in der Ernährung durchaus steigern. Folsäure spielt u.a. beim Zellwachstum und dem Eiweiss-Stoffwechsel eine wichtige Rolle.4 Frauen haben insbesondere vor und während der Schwangerschaft einen erhöhten Bedarf von ca. 550 µg.5

Vor allem den sekundären Pflanzenstoffen im Apfel mit Schale konnte man eine wichtige antioxidative Wirkung nachweisen.

Die gesamten Inhaltsstoffe von Äpfeln der Sorte 'Gala', die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen im CLICK FOR vor dem Text.

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Über die enthaltenen Antioxidantien und die allgemeinen gesundheitlichen Wirkungen von rohen Äpfeln mit Schale lesen Sie in diesem Artikel.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Die aktuellen Handelssorten benötigen bis zu 30 Spritzungen pro Saison. Untersuchungen erfolgen meist nur zu einzelnen Pestiziden, bei welchen die CMA (Centrale Marketing-Gesellschaft der deutschen Agrarwirtschaft mbH) versichert, dass die Rückstände unter den Grenzwerten liegen. Aber für die Gesamtbelastung eines Apfels durch mehrere Pflanzenschutzmittel gibt es leider keine ausführlichen Untersuchungen. 'Gala' zählt, ebenso wie 'Braeburn', 'Golden Delicious', 'Granny Smith' und 'Jonagold' zu jenen handelsüblichen Apfelsorten, auf die Apfelallergiker sehr häufig reagieren. Ob hier ein Zusammenhang besteht, lässt sich nur spekulieren.

Bei einer Studie fand man heraus, dass Probanden beim Verzehr von allergenarmen Äpfeln wie 'Alkeme', 'Eifeler Rambur', 'Goldparmäne', 'Gravensteiner', 'Jonathan' und 'Boskoop' nach ca. 3 Monaten Äpfel aus dem Handel wieder besser vertrugen. Meist reagieren Personen mit einer Apfelallergie auch auf Pollen von Hasel, Erle oder Birke allergisch. Hierfür sind Allergene verantwortlich, die eine Ähnlichkeit mit den Allergenen in Birkenpollen haben (soz. eine "Kreuzreaktivität").6

Vorkommen - Herkunft:

Ist 'Gala' eine alte Apfelsorte? Die Apfelsorte 'Gala' ist eine neuseeländische Züchtung von James Hutton Kidd. Durch Kreuzung von 'Cox Orange' mit 'Red Delicious' erhielt er die Sorte 'Kidds Orange Red'. Diese kreuzte er 1934 mit 'Golden Delicious' und so erhielt er die Sorte 'Gala', die er 1965 auf den Markt brachte.7

Auch in Deutschland und der Schweiz zählt die Sorte 'Gala' zu den bedeutendsten Sorten. Für Europa führt man aber den Grossteil aus Neuseeland und Chile ein. In Brasilien, Argentinien, China, den USA, Frankreich und Grossbritannien hat diese Sorte ebenfalls eine hohe Bedeutung für den kommerziellen Anbau.7

Durch die Entdeckung von Mutanten (1970), die deutlich roter gefärbt waren als die originale Sorte 'Gala', gewann der Apfel an Bedeutung auf dem Weltmarkt. Beispiele dafür sind die Sorte 'Gala Royal', 'Tenroy', 'Gala Must' und andere. Der 'Royal Gala' ist noch etwas kleiner als der normale 'Gala'. 'Gala Galaxy' ist seit 2005 der am häufigsten angebaute Typ. Diese Varianten kann man nicht stabil anbauen.7 'Gala' ist vielmehr wegen der intensiv roten Farbe und der Festigkeit des Fruchtfleischs interessant als aufgrund des Geschmacks. Die Farbe stand auch bei der Zucht der Sorte 'Red Delicious' im Vordergrund, der Geschmack war eher nebensächlich, weshalb diese Sorte wieder an Bedeutung verlor.8

Laut einer Marktforschung sind für KonsumentInnen das Aussehen, die Essqualität und eine lange Verfügbarkeit wesentliche Kriterien für den Kauf und die Akzeptanz einer Apfelsorte.9

Anbau - Ernte:

Für Tafelobst, so auch bei der Sorte 'Gala', verwendet man meist schwachwüchsige Unterlagen, um das Höhenwachstum zu begrenzen und die Ernte zu erleichtern. So erreichen die Bäume bei einer Spindelerziehung (häufig in Plantagen) eine Höhe von ca. 2 m, der Stamm ist 0,4 bis 0,5 m hoch. Die Sorte ist nur begrenzt selbstbefruchtend. Befruchtersorten sind z.B. 'Cox Orange', 'Gloster' und 'Jonathan'.

Äpfel der Sorte 'Gala' sind sehr pflegeintensive Apfelbäume. Sie benötigen einen leicht feuchten, wasserdurchlässigen und humusreichen Boden und einen sonnigen, warmen Standort. Handelssorten sind meist sehr krankheitsanfällig. Die Bäume haben einen mittelstarken Wuchs, die Äste können einen grossen Durchmesser erreichen, aber das Holz der kräftigen Äste ist meist spröde und brüchig, daher können gut bestückte Fruchtäste leicht brechen. Dies erfordert einen regelmässigen Schnitt der Äste (Februar - März) und auch während der Fruchtreife sollte man 'Gala'-Äpfel zusätzlich zum natürlichen Fruchtfall ausdünnen.

Je nach Region, Standort und Sorte beginnt die Ernte zwischen Ende August oder Ende September und dauert bis Oktober an. Die Sorte 'Gala' hat eine stabile Erntemenge und alterniert nicht. Die Ernte erfolgt meist nicht in einem Zug, sondern man muss den 'Gala'-Apfel "durchpflücken". Die Farbe der Frucht hängt sehr stark von der Bestrahlung der Sonne ab und daher pflückt man zuerst die oberen, sonnenbeschienenen Äpfel und beim nächsten Durchgang die daruntergelegenen Äpfel. Hat ein Apfel noch eine grüne Untergrundfarbe, lässt man diesen noch hängen, denn dies zeigt eindeutig mangelnde Reife an.10

Für Apfelkenner ist der Geschmack der Äpfel der Sorte 'Gala' nicht besonders ausgeprägt. Zudem sind professionelle Pflanzenzüchter und traditionelle Apfelanbauer nicht sehr erfreut über diese Sorte, weil sie durch Zucht sehr krankheitsanfällig ist. 'Gala' ist sehr anfällig für den Apfelmehltau (Podosphaera leucotricha), für Feuerbrand (Bakterium Erwinia amylovora), Obstbaumkrebs (hervorgerufen durch den Pustelpilz Neonectria ditissima) und Apfelschorf (hervorgerufen durch den Schlauchpilz Venturia inaequalis). Vor allem im konventionellen Anbau führt dies zu häufigen Pflanzenschutzmittelanwendungen.10

Da 'Gala' nicht zu den schorfresistenten Apfelsorten gehört, ist diese Sorte weniger für den biologischen Anbau geeignet. Aufgrund der hohen Marktnachfrage hat ihre Bedeutung im biologischen Obstbau trotzdem zugenommen. Die am häufigsten verwendeten ökologischen Standardsorten sind 'Elstar', 'Jonagold', 'Idared', 'Boskoop', 'Piros', 'Ingrid Marie', 'Holsteiner Cox' und die schorfresistente Sorte 'Topaz'. Auch 'Nela' und 'Goldrush' sind für den Bioanbau sehr interessante, resistente Sorten.11

Aufgrund der Anfälligkeit für Krankheiten und der komplizierten Pflege ist es ratsam, die Sorte 'Gala' nicht im Hausgarten oder auf Streuobstwiesen zu pflanzen. Hier sind robuste, regionale Sorten zu bevorzugen.12

Ökologische Aspekte:

Nicht nur im konventionellen Obstbau setzt man bei Tafelobstsorten wie 'Gala' Pflanzenschutzmittel ein. Im ökologischen Obstbau ist z.B. Kupfer (vor 130 Jahren mit Kalk gemischt, die sogenannte Bordeaux-Brühe) ein wertvolles Pflanzenschutzmittel, da es gegen verschiedenste Krankheiten - wie z.B. Apfelschorf, Baumkrebs und Rindenbrand - hilft. Bei Pilzen zerstört es die Zellwand und diese sterben dann ab. Allerdings hat hier auch der Ökolandbau mit Vorwürfen zu kämpfen, denn Kupfer ist nicht ganz problemlos. Auf Mikroorganismen und Weichtiere kann Kupfer auch in geringen Konzentrationen toxisch wirken und es reichert sich in den oberen Bodenschichten an. In der EU-Öko-Verordnung ist seit 2006 eine Höchstmenge von 6 kg Reinkupfer pro Hektar erlaubt, je nach biologischem Verband ist der Einsatz deutlich geringer (ca. bei 2,5 kg/ha). Forschungen zu geringerem Kupfereinsatz im Obst- und Weinbau sind ständig am Laufen und es gibt im Weinbau auch Züchtungen zu pilzresistenten Sorten, bei denen nur noch ein geringer Kupferaufwand notwendig ist. Im Apfelanbau ist dies noch nicht gelungen, da die Resistenzen auf einzelnen Genen liegen, die nur wenige Jahre stabil bleiben.13

Neben Kupferpräparaten (Kupferhydroxid, Kupferkalkbrühe, Kupferoxychlorid, Kupfersulfat) finden auch noch Schwefel (Netzschwefel, Flüssigschwefel) gegen Schorf und Mehltau, Tonerdepräparate gegen Schorf, Mehltau und Feuerbrand und Kokosseife (pflanzliche Kaliseife) gegen Regenfleckenkrankheit und Fliegenschmutzkrankheit Einsatz. Auch gegen Schädlinge gibt es verschiedenste Mittel, die häufig aus Pflanzenextrakten hergestellt sind.

Tierschutz - Artenschutz - Tierwohl:

Spinosad, ein Fermentationsprodukt des Bodenbakteriums Saccharopolyspora spinosa zur Schädlingsbekämpfung im Bio-Anbau, sticht hervor, da es als bienentoxisch gilt.14

Allgemeine Informationen:

Laut Wikipedia verwendet man die Sorte 'Gala' auch für die Züchtung neuer Sorten, wie z.B. 'Galmac', 'Civni', 'Nicoter', 'Mairac' etc. 'Royal Gala' und 'Braeburn' kreuzte man zur Sorte 'Scifresh', die derzeit in Neuseeland die am stärksten vertretene Apfelsorte im Erwerbsanbau ist (Malus domestica).15

Alternative Namen:

Auch auf Englisch bezeichnet man diese Apfelsorte als Gala bzw. Gala apple(s) und den Baum als Gala apple tree.

Literatur - Quellen:

CLICK FOR: 15 Quellenangaben

In der Wissenschaft ist Wikipedia (wiki) als Quelle umstritten, auch weil bei Wikipedia Angaben zur zitierten Literatur bzw. zu Autoren häufig fehlen oder nicht verlässlich sind. Unsere Piktogramme für Nährwerte enthalten kcal.

  1. Swissfruit.ch Äpfel im Winterschlaf: 4 Tipps zur erfolgreichen Apfellagerung. 2017.
  2. Mein-schoener-Garten.de Äpfel ernten und lagern: Die wichtigsten Tipps. Von Folkert Siemens. 2020.
  3. Swissfruit.ch Natürliche Wachsschicht auf einheimischen Äpfeln. 2018.
  4. USDA United States Department of Agriculture.
  5. DGE Deutsche Gesellschaft für Ernährung.
  6. Bergmann KC. Die Apfelstudie 2016/2017 eine Beobachtung. Universitätsmedizin Berlin.
  7. Hampson CR, Kemp H. Characteristics of Important Commercial Apple Cultivars. Hrsg. Ferree DC, Warrington IJ. Apples. Botany, Production and Uses. CABI Publishing. 2003.
  8. Warner G. Last Bite: Gala breeder put flavor first. Good Fruit Grower. 2011.
  9. Eigenmann C, Kellerhals M. Welche Äpfel wollen die Konsumentinnen und Konsumenten? Forschungsanstalt Agroscope Changins-Wädenswil. Agrarforschung. 2007;14(1).
  10. Gartendialog.de Gala-Apfel – Pflege-Anleitung, Geschmack und Kalorien.
  11. Oekolandbau.de Ökologischer Apfelanbau.
  12. Lwg.bayern.de Die Favoriten der Apfelsorten für Haus- und Kleingarten.
  13. Oekolandbau.de Kupfer im Ökolandbau - Wirkung, Bedeutung, Einsparpotentiale. 2017.
  14. Fibl Forschungsinstitut für ökologischen Anbau. Merkblatt: Pflanzenschutz im Biokernobstanbau. 2005.
  15. Palmer J. Apples and pears - Cultivars. The Ara - the Encyclopedia of New Zealand. 2008. Updated Dec. 2020.
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