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Staudensellerie (Bleichsellerie), roh (bio)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Staudensellerie in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

 

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.
95%Wasser 78Makronährstoff Kohlenhydrate 77.55%/18Makronährstoff Proteine 18.02%/04Makronährstoff Fette 4.44% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission.

Staudensellerie (Apium graveolens var. dulce), auch Stangensellerie und Bleichsellerie (farblich heller) genannt, ist eine Kulturform des wilden Selleries. Die knackigen Blattstiele, am besten in Bio-Qualität, sind besonders beliebt als Rohkost (roh), schmecken aber auch gekocht.

Verwendung in der Küche

Was ist Staudensellerie? Der Staudensellerie (Stangensellerie) bildet im Gegensatz zum Knollensellerie nur kleine Knollen aus, hat dafür aber fleischige Blattstiele mit Blättchen an den Enden. Frischer Staudensellerie zeigt je nach Sorte eine kräftig grüne oder eine blassweisse bis gelblich-hellgrüne Farbe; die helleren Exemplare zählen zum Bleichsellerie (im Alltag erfolgt diese Unterscheidung jedoch meist nicht so genau, sodass beide Bezeichnungen als Synonyme auftreten). Staudensellerie hat einen würzig-aromatischen Geschmack mit einer leichten Schärfe.

Was ist Bleichsellerie? Diese Sorten des Stangenselleries wachsen vor der Ernte einige Zeit lichtdicht weiter. Alternativ kommen selbstbleichende Züchtungen zum Einsatz. Beide Varianten produzieren weniger Chlorophyll (Blattgrün).7,13,14 Das Aroma des Bleichselleries gilt als zarter und etwas süsslicher.

Stangensellerie verarbeiten: Für zarte Stangen genügt leichtes Waschen. Lediglich dicke Stiele schmecken geschält besser. Beim Biegen brechen die Stiele normalerweise sofort. Selleriestangen, die sich durchbiegen lassen, sind überlagert.

Lässt sich Staudensellerie roh essen? Ja, Stangensellerie eignet sich hervorragend zum Rohverzehr. Roh passen besonders die zarten, inneren Stangen ideal in Salate oder dienen als gesunde, knackige Stäbchen für einen veganen Dip. Stangensellerie schmeckt ausgezeichnet mit Obst. Die Kombination mit Äpfeln und Weintrauben ist sehr beliebt.

Nebst dem Verzehr als Rohkost lässt sich Staudensellerie auch dünsten oder braten. Das Gemüse macht sich dabei gut als Beilage zu allerlei vegetarischen und veganen Gerichten, wie z.B. zu Pasta, Reis- und Wok-Gerichten. Auch als Bestandteil von Gemüsesuppen, Lasagne (vegan) und Saucen ist es bestens geeignet. Eintöpfe mit einer leichten Süsse (z.B. mit Linsen, Karotten und Tomaten) können durch Stangensellerie ein feines und leicht pikantes Aroma annehmen. Lecker schmeckt die Stangensellerie zudem mit Kartoffeln oder mit veganem Käse überbacken.

Zusammen mit Äpfeln und Ingwer gelingen gesunde, grüne Smoothies. Den Cocktail Bloody Mary, mit oder ohne Alkohol, serviert man traditionell mit einer Stange des Staudenselleries.

Die Blätter der Selleriestangen bieten ebenfalls Nutzungsmöglichkeiten. Sie lassen sich frisch wie Petersilie verwenden oder trocknen, mahlen und mit Salz vermengen. Das Selleriesalz eignet sich zum Würzen von Salaten, Saucen, Tomatensaft und Gemüse. Auch zu gegrillten Maiskolben und Champignons schmeckt es wunderbar.

Selleriesamen (eigentlich Selleriefrüchte) dienen als Gewürz oder für medizinische Zwecke.13

Veganes Rezept für Staudensellerie-Kichererbsen-Salat

Zutaten (für 6 Personen): 150 g Staudensellerie (roh, bio), 200 g Kichererbsen (gekocht), 6 EL Rapsöl (oder weniger), 3 EL Weissweinessig, 2 EL Zitronensaft, ½ TL Koriander (getrocknet), ¼ TL Salz, ½ TL Pfeffer, 6 EL Rosinen.

Zubereitung: Den rohen Staudensellerie abwaschen und in mundgerechte Stücke schneiden. Kichererbsen abspülen und abtropfen lassen. Für das Dressing Rapsöl, Weissweinessig, Zitronensaft, Koriander, Salz und Pfeffer gut verrühren. Die Salatsauce gelingt auch mit weniger Rapsöl (mehr zu diesem Thema finden Sie im nachfolgenden Link). Staudensellerie, Kichererbsen und Rosinen hinzugeben und mischen. Den veganen Stangensellerie-Salat roh mit z.B. Fladenbrot servieren.

Vegane Rezepte mit Staudensellerie finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler

Einkauf - Lagerung

Supermärkte wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa bieten Staudensellerie fast ganzjährig an. Von Mai bis Dezember hat Staudensellerie in Mitteleuropa Saison. In den restlichen Monaten ist Staudensellerie meist Importware. Auch Bio-Supermärkte (z.B. Denn's Biomarkt, Alnatura) haben Staudensellerie saisonal im Angebot, natürlich in Bio-Qualität (Bio-Staudensellerie). Ganz frischen und lokalen Staudensellerie gibt es auf dem Wochenmarkt.

Die Sorte 'Tall Utah' ist grösstenteils als nicht selbstbleichend beschrieben - im Gegensatz zu 'Spartacus', 'Tango', 'Pascal' und 'Golden' ('Golden Self-Blanching'). Die verfügbaren Informationen widersprechen sich jedoch häufig, auch weil es verschiedene Untersorten bzw. Varietäten gibt. Anbieter von Samen liefern diese Auskunft meist auf der Verpackung.

Die Verfügbarkeit von Staudensellerie ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

Wilder Sellerie (Apium graveolens subsp. graveolens) ist in feuchten Gebieten des Mittelmeerraums, Europas, Kleinasiens und des Kaukasus sowie weiter südöstlich bis zum Himalaya heimisch. Historische Aufzeichnungen belegen die medizinische Verwendung von wildem Sellerie im antiken Griechenland vor etwa 2800 Jahren. Während der Han-Dynastie gelangten Selleriepflanzen auch nach China. In Südwestdeutschland bauten Gärtner Sellerie vermutlich schon zwischen dem 3. und 6. Jahrhundert als Gewürzpflanze an.24

Wildsellerie wächst bevorzugt auf feuchten, salzhaltigen Böden an Küsten sowie in Marschen, Sümpfen, auf feuchten Wiesen und an Gräben.17 Mehr zur Verwechslungsgefahr lesen Sie weiter unten. Die wilden Vorfahren des Stangenselleries verloren durch Züchtung und Auslese ihr sehr bitteres und allzu intensives Aroma.13

Tipps zur Lagerung

Für die Lagerung von Staudensellerie eignet sich der Kühlschrank besonders gut. Bei etwa 0 °C bleibt Staudensellerie dort bis zu vier Wochen frisch. Grössere Mengen können Sie im Keller lagern. Äpfel, Birnen und Avocados sollten nicht direkt daneben liegen, da Staudensellerie empfindlich auf das Reifegas Ethylen reagiert.

Auch Einfrieren ist möglich. Entfernen Sie vorher Blätter und Wurzel. Roh eingefrorener Sellerie hält sich einige Monate. Nach kurzem Blanchieren, also dem 1- bis 3-minütigen Kochen in Salzwasser mit anschliessendem Eisschock, bleibt er bis zu einem Jahr haltbar.14

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Staudensellerie ist mit 16 kcal und 0,17 g Fett pro 100 g sehr kalorien- und fettarm. Auch Kohlenhydrate (3 g/100g), Ballaststoffe (1,6 g/100g) und Proteine (0,69 g/100g) sind in kleinen Mengen vorhanden.1

Stangensellerie ist reich an Vitamin K (29 µg/100g; 39 % des Tagesbedarfs). Ähnlich viel enthalten Rhabarber und Kefen. Mit 830 µg/100g beinhaltet Mangold besonders viel Vitamin K.1

36 µg Folat stecken in 100 g rohem Staudensellerie (18 % des Tagesbedarfs). Chicorée weist einen ähnlichen Gehalt auf. Ackerbohnen enthalten mit 423 µg/100g fast zwölfmal so viel Folat.1

Der Gehalt an Vitamin B6 (Pyridoxin) im Staudensellerie beträgt 0,07 mg/100g (5 % des Tagesbedarfs). Dieser ähnelt demjenigen von Rucola und Römersalat. Bedeutend mehr Vitamin B6 ist in rohen Pistazien zu finden (1,7 mg/100g).1

Bleichsellerie enthält generell weniger Chlorophyll und bringt niedrigere Nährstoffgehalte als die kräftig grüne Variante; laut der zitierten Quelle betrifft dies vor allem den Gehalt an Vitamin A.13 Dies kommt daher, dass man beim Bleichen von Sellerie die Stängel mit Erde oder anderen Substraten bedeckt, um die Chlorophyllproduktion zu hemmen. Durch den reduzierten Lichteinfall bekommen die Stängel ausserdem eine hellere Farbe und ein milderes Aroma.

Die gesamten Stangensellerie-Inhaltsstoffe, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Ist Stangensellerie gesund? Stangensellerie weist sehr wenig Kalorien auf und besteht zu einem Grossteil aus Wasser, weshalb er zum Abnehmen hervorragend geeignet ist und bei der Behandlung von Fettleibigkeit helfen kann.

Wichtige Mineralstoffe wie Kalium, Natrium, Eisen und Calcium sind in Sellerie enthalten, was zum Nährwert der Pflanze beiträgt und verschiedene physiologische Funktionen im menschlichen Körper unterstützt. Diese Mineralstoffe spielen eine wichtige Rolle bei der Aufrechterhaltung des Elektrolythaushalts, der Knochengesundheit und der Hämoglobinsynthese.23

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Staudensellerie kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Staudensellerie enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:22,23

  • Isoprenoide: Monoterpene und -terpenoide (Beta-Pinen, β-Phellandren, Terpinolen, Camphen, Gamma-Terpinen, Limonen, Alpha-Pinen, Sabinen), Tetraterpene und -terpenoide (Carotinoide)
  • Polyphenole: Flavonoide: Flavone (Apigenin, Luteolin)
  • Weitere organische Verbindungen: Lactone (Phthalide)

Apium graveolens enthält wichtige sekundäre Pflanzenstoffe wie Phenolsäuren, Flavone, Flavonole und weitere Antioxidantien, die oxidative Schäden verringern und Entzündungen vorbeugen können.23 Diese Inhaltsstoffe zeigen eine cholesterinsenkende sowie blutdrucksenkende Wirkung23 und reduzieren den Blutzuckerspiegel – deshalb eignet sich das Gemüse hervorragend für Diabetiker.4,5 Lesen Sie in unserem Artikel, wie eine pflanzliche Ernährung Typ-2-Diabetes vorbeugt.

In-vitro- und In-vivo-Studien weisen unter anderem antimikrobielle, antimykotische, antiparasitäre, leberschützende, herzschützende und nervenschützende Eigenschaften nach.6,11

Die Samen finden bei der Behandlung von Bronchitis, Asthenopie (Sehbeeinträchtigung mit unspezifischen Beschwerden), Asthma, Erbrechen und Fieber Anwendung.6 Die Phthalide – bioaktive Verbindungen im Sellerie – schützen vor Krebs und reduzieren Tumore.7

Die bioaktiven Substanzen im Staudensellerie lindern allerlei Beschwerden: Das ätherische Öl wirkt harntreibend23 und verschafft etwa Abhilfe bei Ödemen, Nierensteinen sowie Gicht. Alkalische Mineralsalze neutralisieren überschüssige Säuren im Körper. Die in Sellerie enthaltenen Psoralene sind Wirkstoffe, die bei einigen Menschen eine erhöhte Lichtempfindlichkeit auslösen können.5 Hingegen können diese Psoralene in speziellen Therapien bei Hautkrankheiten (z.B. Schuppenflechte = Psoriasis vulgaris) die Haut auch schützen, die sonst von stark juckenden Entzündungen betroffen ist.12

Zu den weiteren pharmakologischen Merkmalen gehören mögliche positive Effekte bei Unfruchtbarkeit sowie larvizide und mückenabwehrende Eigenschaften.22

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Ist Sellerie gesundheitsschädlich? Sellerie gehört zu den 14 Hauptallergenen und ist in der EU zwingend kennzeichnungspflichtig.8 Meist tritt die Sellerieallergie in Kombination mit einer Pollenallergie auf (z.B. Sellerie-Karotten-Beifuss-Gewürz-Syndrom). Allergische Reaktionen auf Sellerie reichen von leichten, lokalen Reaktionen in der Mundhöhle bis hin zu schweren, systemischen Reaktionen (z.B. Anaphylaktischer Schock). Einige Sellerieallergene haben sich als weitgehend hitze- und verarbeitungsresistent erwiesen; daher sollten Personen, die sensibel auf Sellerie reagieren, auf sämtliche Produkte mit Sellerie verzichten.9

Ist Staudensellerie in der Schwangerschaft unbedenklich? Staudensellerie enthält Apiol, ein ätherisches Öl. In hochkonzentrierten Mengen soll es Reizungen an der Gebärmutter verursachen und Kontraktionen (Wehen) auslösen. Zudem soll es problematisch für Nieren und Leber sein. Daher raten Fachleute Schwangeren und Personen mit einer Nierenentzündung häufig vom Verzehr und der Anwendung ab.2 Die Meinungen hierzu variieren sehr stark und es gibt kaum wissenschaftliche Arbeiten dazu. Es ist davon auszugehen, dass die Menge entscheidend ist.

Die oben genannten phototoxisch wirkenden Furocumarine, die Psoralene, können unter Einwirkung von Sonnenlicht akute Hautreaktionen (brennendes Erythem) auslösen und folgend zu Entzündungen mit Juckreiz und Rötung führen. Lange Zeit galt die Annahme, dass nur Sellerie, der mit dem Pilzparasiten "pink-rot" infiziert ist, diese Reaktionen auslösen kann, da die Infektion eine erhöhte Produktion von Furocumarinen induzierte. Nun ist aber bekannt, dass auch gegen diese Pilzinfektion gezüchteter Sellerie einen erhöhten Gehalt an Furocumarinen aufweist.10

Verwechslungsgefahr

Aufgrund von Erscheinungsbild und Geruch besteht bei Sellerie eine Verwechslungsgefahr mit dem Wasserschierling (Gift-Wasserschierling, Wüterich, Cicuta virosa) sowie der Gelben Rebendolde (Safranrebendolde, Giftige Rebendolde, Oenanthe crocata). Beide gehören ebenfalls zur Familie der Doldenblütler. Da diese Pflanzen giftig sind, ist Vorsicht geboten beim Verzehr von Wildpflanzen.8

Volksmedizin - Naturheilkunde

In der traditionellen Medizin findet Sellerie seit Langem Anwendung bei verschiedenen Beschwerden. Aufgrund seiner entzündungshemmenden und schleimlösenden Eigenschaften kommt er unter anderem bei Atemwegserkrankungen wie Asthma22, Erkältungen, Grippe und Bronchitis zum Einsatz, um fest sitzenden Schleim zu lösen.23 Darüber hinaus hilft die Pflanze bei Bluthochdruck, Diabetes, Magen-Darm-Beschwerden, Harnsteinen, Krämpfen und Lebererkrankungen22 sowie bei Hauterkrankungen wie Ekzemen und Psoriasis.23

In der Volksmedizin gilt frisch gepresster Selleriesaft oder Selleriesalat als harntreibendes Mittel. Sellerietee aus dem Kraut hingegen setzt man bei Nervenschwäche, chronischen Lungenleiden, Gelbsucht6, Rheuma und Gicht ein.2 Im Mittelalter galt Sellerie als Aphrodisiakum. Auch heute noch glauben einige an eine potenzsteigernde Wirkung von Sellerie, die aber nicht bewiesen ist.3,8

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Stangensellerie benötigt im konventionellen Anbau einen hohen Einsatz an Pestiziden und anderen chemischen Mitteln, worauf der biologische Anbau verzichtet. Daher empfehlen wir, beim Einkauf auf Bio-Produkte zu achten.

Der CO2-Fussabdruck von rohem Staudensellerie beträgt laut CarbonCloud 0,16 kg CO2eq/kg. Dieser Wert stammt ausschliesslich aus der Landwirtschaft.18 Eine Lebenszyklusanalyse von ForscherInnen in Deutschland kam auf einen Wert von 0,2 kg CO2eq/kg. Um diese Werte einordnen zu können, hier ein paar andere Produkte, welche in Deutschland erhältlich sind: Ananas per Schiff importiert, hat einen Fussabdruck von 0,6 kg CO2eq/kg, per Flugzeug kommt sie schon auf 15,1 kg CO2eq/kg. Ein Bio-Apfel hat in etwa 0,2 kg CO2eq/kg; ein aus Neuseeland importierter Apfel kann bis zu 0,8 kg CO2eq/kg verursachen. Durchschnittliches Rindfleisch kommt auf 13,6 kg CO2eq/kg.19

Der Wasserfussabdruck von Gemüse liegt im globalen Durchschnitt bei 322 l/kg (blaues, grünes und graues Wasser). Zum Vergleich: Früchte kommen auf 460 l/kg,20 Eier auf 3265 l/kg (am meisten grünes Wasser mit 2592 l/kg) und Rindfleisch kommt auf 15'415 l/kg.21 Auch Gemüse kann in Trockengebieten angebaut sehr viel Wasser benötigen. So ist es auch beim Staudensellerie wichtig, der Pflanze eine gute Wasserversorgung bieten zu können – sie also unter feuchten Witterungsbedingungen zu kultivieren.16 Um das volle Ausmass des Konsums auf den Wasserfussabdruck zu verstehen, empfiehlt sich die Einordnung des Wasserfussabdrucks in den Kontext der lokalen Bedingungen.

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Staudensellerie gehört zur Familie der Doldenblütler. Seine kleinen Blüten stehen in typischen Blütendolden und sind eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Insekten.

Sellerie kann sich nicht selbst bestäuben. Für die Bestäubung sind daher Honigbienen und andere behaarte Insekten wichtig. Sie übertragen den Pollen von einer Blüte auf die Narbe einer anderen Blüte. Besonders bei der Saatgutproduktion spielt diese natürliche Bestäubung eine wichtige Rolle. Wenn keine Insekten da sind, müssen Menschen die Blüten vorsichtig von Hand bestäuben.

So unterstützt blühender Sellerie die heimische Tierwelt und leistet einen wertvollen Beitrag zur Artenvielfalt im Garten.15

Weltweites Vorkommen - Anbau

Sellerie stammt ursprünglich aus dem östlichen Mittelmeerraum. Während erste Kulturformen im Mittelalter aufkamen, entstand der mild-aromatische Staudensellerie mit seinen knackigen, saftigen Stielen vor allem durch gezielte Züchtung im Italien des 17. Jahrhunderts.3,24 Aus Frankreich wiederum stammt die 1884 gezüchtete Sorte "Giant Pascal", auf die bis heute die meisten US-amerikanischen Selleriesorten zurückgehen.24

Heute bauen Landwirte Sellerie weltweit in Regionen mit gemässigtem Klima und guter Wasserversorgung an. Zu den wichtigen Anbaugebieten zählen die USA (Kalifornien, Michigan, Florida), Kanada (Ontario, Québec), europäische Länder (Niederlande, Spanien, Italien, Frankreich, Deutschland, Vereinigtes Königreich), asiatische Anbaugebiete (China, insbesondere die Provinzen Shandong und Jiangsu, Indien mit Punjab und Haryana, Iran und Türkei), Südamerika (Argentinien und Brasilien) sowie Afrika (Ägypten und Südafrika).23

In den USA stammt etwa 94 % der Ernte aus Kalifornien. Dort ernteten Landwirte im Jahr 2021 auf 11'250 Hektar rund 748'500 Tonnen Sellerie im Wert von 361 Millionen US-Dollar.24

Anbau - Ernte

Staudensellerie können Sie als Jungpflanze oder Saatgut kaufen. Für die eigene Anzucht säen Sie ab Ende Februar auf der Fensterbank oder im Gewächshaus aus. Die Samen benötigen Licht und etwa 18–20 °C zum Keimen. Nach zwei bis drei Wochen erscheinen die ersten Keimblätter. Sobald das zweite echte Blattpaar sichtbar ist, können Sie die jungen Pflanzen pikieren und in Töpfe setzen. Nach etwa acht Wochen sind sie bereit für das Freiland.

Nach dem Ende der Frostgefahr im Mai können Sie Staudensellerie ins Freiland, Hochbeet oder in einen Kübel pflanzen. Ein sonniger, geschützter und nährstoffreicher Standort mit gleichmässig feuchtem Boden eignet sich besonders gut. Staunässe und Trockenheit sollten Sie vermeiden. Setzen Sie die Pflanzen mit 15–20 cm Abstand und lassen Sie zwischen den Reihen etwa 50 cm Platz. Lauch, Kohl und Salat eignen sich als Mischkultur.

Als Starkzehrer verlangt Staudensellerie nach einem sonnigen, geschützten Standort mit einem nährstoffreichen, feuchten und lehmigen Boden. Zur idealen Versorgung genügen zwei Düngergaben pro Saison mit einem kaliumbetonten Dünger – einmal bei der Pflanzung und ein zweites Mal im Sommer. Giessen Sie regelmässig und lockern Sie den Boden gelegentlich. Eine Mulchschicht hilft, die Feuchtigkeit zu halten.

Ab Juni können Sie einzelne Stängel ernten. Vor dem ersten Frost sollte die Ernte abgeschlossen sein. Für eine mildere Geschmacksnote können Sie nicht selbstbleichende Sorten etwa drei Wochen vor der Ernte mit Erde anhäufeln oder mit einer Papiertüte vor Licht schützen. Moderne selbstbleichende Sorten benötigen diesen Schritt nicht.

Zu den wichtigsten Problemen zählen die Blattfleckenkrankheit (Septoria apiicola), die Selleriefliege, Schnecken und Wühlmäuse. Gesundes Saatgut und kräftige Jungpflanzen helfen, Krankheiten vorzubeugen. Gegen die Selleriefliege kann ein engmaschiges Pflanzenschutznetz schützen.14

Weiterführende Informationen

Apium graveolens, allgemein als Sellerie bekannt, ist eine zweijährige Pflanze aus der Familie der Doldenblütler (Apiaceae). Carl von Linné beschrieb die Art 1753 erstmals. Der Anbau nutzt vor allem die essbaren Stängel, Blätter und Samen.23

Neben dem klassischen Staudensellerie (Apium graveolens var. dulce) gibt es zwei weitere Kulturformen: den Knollensellerie (Apium graveolens var. rapaceum) mit einer verdickten Knolle sowie den Schnitt- bzw. Blattsellerie (Apium graveolens var. secalinum). Schnittsellerie besitzt hohle Stiele, ähnelt stark dem wilden Sellerie und dient als Blattgemüse oder Gewürz. Alle drei Kulturformen entstanden aus dem wilden Sellerie (Apium graveolens spp. graveolens).24

Der sogenannte "Chinesische Sellerie" oder "Lokalsellerie" ist eine Mischung aus Schnitt- und Staudensellerie und bildet eine eigene Gruppe.24

Sellerie und Petersilie können fruchtbare Nachkommen zeugen. Im Handel ist diese Kreuzung als 'Parcel' erhältlich.16

Alternative Namen

Staudensellerie heisst auch Stielsellerie, Stangensellerie und Bleichsellerie. Falsche Schreibweisen wie Staudenselerie, Staudenselleri, Stauden Sellerie, Stauden Selleri, Staudenseller, Staufensellerie, Stautensellerie, Bleichselerie, Bleichselleri und Bleich Sellerie schleichen sich ein. Eppich, Zeller, Zellerer, Gailwurz, Schoppenkraut und Suppenkraut sind umgangssprachliche Namen für Sellerie.

Laut Duden kann Staudensellerie (wie Sellerie) männlich oder weiblich sein. Wir haben uns hier für die männliche Variante entschieden.

Im Englischen existieren die Begriffe celery, stalk celery oder petiolate celery. Für Bleichsellerie nutzt die englische Sprache blanched celery oder self blanching (self-blanching) celery.

Sonstige Anwendungen

Die Früchte des Selleries baut die Landwirtschaft im grossen Stil in Indien, Südfrankreich, China und Ägypten an. Selleriesamen enthalten 2 % ätherisches Öl, das zum Aromatisieren von Lebensmitteln und auch in der Parfümindustrie Anwendung findet. Ätherisches Sellerieöl verleiht Parfums einen blumigen Duft mit einer warmen und anschmiegsamen Note.7

1.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.

Book: moderate evidence

Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol Verlagsgesellschaft mbH: Hamburg; 2013:290-291.

3.

Website

Biothemen de: Sellerie - Stange, Knolle, Blatt - eine kleine Warenkunde.

4.*

Narratives Review

DOI: 10.1002/ptr.6492

Study: weak evidence

Hedayati N, Bemani Naeini M et al. Beneficial effects of celery (Apium graveolens) on metabolic syndrome: A review of the existing evidences. Phytother Res. 2019;33(12):3040-3053.

5.

Book: moderate evidence

Roger JDP. Heilkräfte der Nahrung. Advent-Verlag: Zürich; 2006:232-233.

6.*

Systematisches Review

DOI: 10.1177/215658721771745

Study: strong evidence

Kooti W, Daraei N. A review of the antioxidant activity of celery (Apium graveolens L). J Evid Based Complementary Altern Med. 2017;22(4):1029–1034.

7.*

Narratives Review

DOI: 10.1080/10408398.2011.586740

Study: weak evidence

Sowbhagya HB. Chemistry, technology, and nutraceutical functions of celery (Apium graveolens L.): an overview. Crit Rev Food Sci Nutr. 2014;54(3):389–398.

8.

Book: moderate evidence

Pini U. Das Bio-Food Handbuch. Ullmann Verlag: Potsdam; 2014:679-680.

9.

Website

Institute of Agriculture and Natural Resources. Food Allergy Research & Resource Program. Vegetables. 2026.

10.*

Narratives Review

DOI: 10.1111/j.1396-0296.2004.04026.x

Study: weak evidence

Deleo VA. Photocontact dermatitis. Dermatologic Therapy. 2004;17(4):279–288.

11.*

It has also been used traditionally to increase urine excretion, promote menstrual discharge, and treat dengue fever and inflammation or pain in muscles or joints [23]. Based on in vivo or in vitro studies, A. graveolens has shown its pharmacological efficacy with antimicrobial, antifungal, anti-parasitic, anti-inflammatory, anti-cancer, anti-ulcer, antioxidant, anti-diabetic, anti-infertility, anti-platelet, anti-spasmolytic, hepatoprotective, cardioprotective, neuroprotective, cytoprotective, hypolipidemic, and analgesic activity [24]. There is a need to review all relevant studies to assess whether celery has an effect on neurological disorders. Despite the growing evidence, there have been no known published systematic or scoping reviews narrating the effect of celery when treating neurological disorders. Therefore, this scoping review aimed to collate and assess the quality of the currently available scientific evidence on the overall potential use of celery in neurological disorders.

Scoping-Review (Übersichtsarbeit)

DOI: 10.3390/molecules28155824

Study: moderate evidence

Tan TYC, Lim XY et al. Neurological Applications of Celery (Apium graveolens): A Scoping Review. Molecules. 2023;28(15):5824.

12.*

Phototherapy is now one of the most common treatment options for psoriasis—with nbUVB and psoralen ultraviolet A (PUVA) as the most widely used applications.9, 10 Clinical studies have also demonstrated the efficacy of phototherapy as one of the most effective treatment options, especially for patients with widespread disease who have moderate to severe psoriasis.11 Although phototherapy is now recognized as one of the efficacious treatment options for psoriasis, the biological mechanisms by which phototherapy improves psoriasis are only now becoming understood.

Narratives Review

DOI: 10.2310/7750.2012.11124

Study: weak evidence

Wong T, Hsu L et al. Phototherapy in psoriasis: a review of mechanisms of action. J Cutan Med Surg. 2013;17(1):6-12.

13.*

Fachbuchkapitel

Study: weak evidence

Malhotra SK. Celery. In: Handbook of Herbs and Spices. 2nd ed. India: Food Science, Technology and Nutrition; 2012:249–267.

14.

Tipp: Neuzüchtungen sind teilweise bereits selbstbleichend. Haben Sie jedoch keine selbstbleichende Sorte, so können Sie drei Wochen vor der Ernte die Pflanze mit Erde anhäufeln oder mit einer Papiertüte umwickeln. Durch den Lichtmangel wird die Chlorophyllbildung unterbrochen und die Stangen schmecken später milder.

Website

Plantura.garden: Staudensellerie: Pflanzen, Ernten & Zubereiten des gesunden Gemüses.

15.

Apium graveolens (celery and celeriac) is a member of the family Umbelliferae. Apiums produce flowers, called umbels.

Apiums have perfect flowers but, can not self-pollinate because the male anthers shed pollen before the female stigma is receptive. Therefore they cross-pollinate via insects (honeybees and other hairy insects) or by manually pollinating (hand-pollinating) the flowers in a controlled environment. Seed producers must keep in mind that varieties of the same species will cross-pollinate with other varieties of the same species.

Website

USDA United States Department of Agriculture. Celery Production. 2021.

16.

S 104

Parcel - Das Maultier im Gemüse

s101

Knollensellerie, aber vor allem auch Stangensellerie braucht eine gute Wasserversorgung, bei Trockenheit besteht die Gefahr, dass die Pflanzen schossen

Book: moderate evidence

Heistinger A, NOAH VA. Handbuch Bio-Gemüse: Sortenvielfalt für den eigenen Garten. Löwenzahn Verlag; 2020. 1013 S.

17.

Sellerie ist ein Doldenblütler, der ursprünglich in ganz Europa, Westasien bis Indien sowie Nord- und Südafrika beheimatet ist. Heutzutage kommt er nahezu weltweit vor. Anzutreffen ist er auf feuchten, nährstoffreichen, salzhaltigen Böden, v.a. nahe am Meer.

Book: moderate evidence

Bäumler S. Heilpflanzenpraxis heute - Arzneipflanzenporträts: Heilpflanzenpraxis heute - Arzneipflanzenporträts. Elsevier Health Sciences; 2021. 875 S.

18.

Live footprint: 0.16 kg CO₂e/kg

Website

Carboncloud: Celery, fresh. 2026.

19.

67 Sellerie  0,2 

Ananas, per Schiff  0,6, Ananas, per Flugzeug  15,1 

Apfel (Bio), Durchschnitt  0,2 

Apfel, aus Neuseeland  0,8 

Rindfleisch, Durchschnitt3  13,6 

Website

Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020.

20.*

Table2. .Global average water footprint of primary crop categories.Period:1996–2005.

Vegetables 194 43 85 322 240 1.34 Rootsandtubers 327 16 43 387 830 0.47 Fruits 727 147 93 967 460 2.10

Untersuchung zum Wasserverbrauch von Lebensmitteln

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

21.*

Table 1. Beef

Table 3. Eggs

DOI: 10.1007/s10021-011-9517-8

Mekonnen MM, Hoekstra AY. A global assessment of the water footprint of farm animal products. Ecosystems. 2012;15(3):401–415.

22.*

In the present study, preliminary phytochemical screening of the A. graveolens showed the occurrence of glycosides, tannins, saponins, flavonoids, steroids, terpenoids, alkaloids, carbohydrates, proteins, and anthraquinones. Earlier, A. graveolens extract has been reported to contain luteolin-glycosides, β-pinene, β-phellendrene, terpinolene, camphene, γ-terpinene, cumene, limonene, α-pinene, p-cymene, sabinene, α-thuyene, and related furocoumarins, which have anticancer, antibacterial, and antifungal activities.

Celery has various pharmacological activities, including, hepatoprotective [26], cholesterol-lowering [27], antioxidants [28,29], anticancer [30], anti-inflammatory [31], analgesic [32], cardioprotective [33], anti-infertility [34], larvicidal, and mosquito repellent activity [35].

In-vitro-Studie

DOI: 10.6026/97320630017147

Study: weak evidence

Aboody MSA. Cytotoxic, antioxidant, and antimicrobial activities of Celery (Apium graveolens L.). Bioinformation. 2021;17(1):147-156.

23.*

It offers numerous health advantages, such as anti-inflammatory, antioxidant, and antihypertensive properties. Celery is used in both traditional medicine and modern pharmacology for its therapeutic effects. This review is justified to consolidate recent research on its medicinal properties. Emphasizing its therapeutic potential can steer future research and practical applications in pharmaceuticals, enhancing comprehension of its health benefits and encouraging its use in various treatments. Phytochemical studies have discovered numerous bioactive compounds in A. graveolens, such as flavonoids, phenolic acids, coumarins, and essential oils, all of which play a role in its extensive pharmacological effects. Studies have demonstrated that A. graveolens exhibits antioxidant, anti-inflammatory, antimicrobial, antihypertensive, antidiabetic, hepatoprotective, and other pharmacological effects. The presence of compounds such as apigenin, luteolin, and phthalides plays a pivotal role in these therapeutic effects by modulating various biological pathways, including oxidative stress, inflammatory cascades, and lipid metabolism. These compounds also exhibit diuretic effects, promoting urine production and aiding in toxin removal, thereby alleviating stress on the kidneys.

Apium graveolens (A. graveolens), commonly referred to as celery, is a biennial plant of the Apiaceae family, extensively grown for its edible stems, foliage, and seeds.

The species A. graveolens was first described by Carl Linnaeus in 1753.

Essential minerals such as potassium, sodium, iron, and calcium are present in celery, contributing to its nutritional value and supporting various physiological functions in the human body. These minerals play vital roles in maintaining electrolyte balance, bone health, and hemoglobin synthesis.

"Fig. 2."

"Traditional uses", "Respiratory health", "Skin health"

Narratives Review

DOI: 10.1016/j.prerep.2025.100039

Study: weak evidence

Daoud G, Ahsan F et al. Therapeutic potential and bioactive compounds of Apium graveolens: A phytopharmacological review. Pharmacological Research - Reports. 2025;3:100039.

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Wild celery, Apium graveolens spp. graveolens, is native to wetter areas in the Mediterranean Basin, Europe, Asia Minor, and the Caucasus Mountains and southeastward toward the Himalayas (Lansdown, 2013). Historical records include the medicinal use of wild celery in Greece 2800 years ago and the introduction of plants into China during the Han dynasty (de Vilmorin, 1950). Rösch (2008) concluded that A. graveolens was cultivated, possibly as a spice, in gardens in southwestern Germany between the third and sixth centuries. Wild celery has been domesticated into at least three intraspecific crops: celery (A. graveolens var. dulce), which has enlarged and solid petioles; celeriac (A. graveolens var. rapaceum), which has an enlarged hypocotyl and upper taproot; and smallage, which is also known as cutting celery or leaf celery (A. graveolens var. secalinum). Smallage is eaten as either a leafy vegetable or a condiment or is used as a seed spice; it has foliage and generally hollow petioles that most resemble those of wild celery. “Chinese celery” or “local celery” has been called var. dulce, but is derived from an admixture of var. secalinum and var. dulce and has been classified as a separate group (Lai et al., 2025). “Western” celery (var. dulce sensu stricto) and probably celeriac were domesticated in Italy in the 17th century (de Vilmorin, 1950).

Celery is an important vegetable crop in the United States, China, and other parts of the world. In the United States, approximately 94% of celery is grown in California (https://quickstats.nass.usda.gov). In California in 2021, 748 522 metric tons of celery were harvested from 11 250 ha, with a value of $361 million. In the United States, celery has a very narrow genetic base, with most varieties derived from Giant Pascal (Quiros, 1993), which was first developed in France in 1884 (de Vilmorin, 1950).

Genomstudie zur Krankheitsresistenz von Staudensellerie

DOI: 10.1111/tpj.70251

Lee C, Epstein L et al. A well‐annotated genome of Apium graveolens var. dulce cv. Challenger, a celery with resistance to Fusarium oxysporum f. sp. apii race 2. The Plant Journal. 2025;122(5):e70251.

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