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Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

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Vogelmiere, gewöhnliche (Vogel-Sternmiere)

Die Gewöhnliche Vogelmiere (Vogel-Sternmiere) ist eine nährstoffreiche und vielseitig einsetzbare Nahrungspflanze, die fast ganzjährig wild verfügbar ist.
  Wasser 88,3%  88/09/03  LA : ALA
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Die seit der Steinzeit bekannte Gewöhnliche Vogelmiere (Stellaria media) oder Vogel-Sternmiere ist die verbreitetste, saftigste und am häufigsten verwendete Art der Sternmieren.

Verwendung in der Küche:

Kann man Vogelmiere essen? Vogelmiere ist ein mild-aromatisches und süsslich schmeckendes Wildgemüse mit ganzjährig relativ zarter Konsistenz. Wie beim Schnittsalat, lassen sich die Triebspitzen immer wieder abernten.

Was kann man mit Vogelmiere machen? In der Rohkost-Küche kann man die grünen Pflanzenteile zu Smoothies und Kräuterpestos verarbeiten, aufs Brot geben oder als Wildpflanzen-Salat verwenden. Eine geschmacklich leckere Kombination erreicht man mit den Wildpflanzen Giersch und Brennnessel. Gekocht lässt sich Vogelmiere wie Spinat zubereiten und eignet sich besonders gut als Gemüsefüllung oder als Pizzabelag.

Die Samen lassen sich als Keimlinge oder Pflücksalat ziehen.

Veganes Rezept für Wildkräuter-Smoothie mit Vogelmiere:

Für den rohköstlichen veganen Wildkräuter-Smoothie benötigt man 12 g Brennnesseln, 4 g Giersch, 2 g Vogelmiere, 3 g Löwenzahn-Blätter, 2 g Spitzwegerich, 3 g Shimejis, 2 g Brombeeren und 8 g Schafgarben. Die Zutaten mixt man in einem Standmixer mit etwas Wasser. Für eine dickflüssige kalte Suppe gibt man nur wenig Wasser hinzu, für einen trinkfähigen Smoothie etwas mehr. Hinweis: Dieser Smoothie gelingt auch dann, wenn man nicht alle genannten Wildkräuter zur Hand hat.

Rezept für frischen Vogelmieren-Tee:

Zur Zubereitung eines Vogelmierentees übergiesst man 1-2 EL frische Vogelmierenblätter und –blüten (oder 1 EL getrocknete Pflanzenteile) mit 250 ml kochend heissem Wasser. Nach einer Ziehzeit von 5-10 min trinkt man 2-3 Tassen schluckweise über den Tag verteilt.

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Wild zu finden - Saison:

Wo wächst die Vogelmiere? Die Pflanze wächst weltweit in den gemässigten Breiten von der Ebene an bis ins Hochgebirge. Vogelmiere findet man in Gärten, Weinbergen, Äckern, an Wegen, Schuttplätzen und Ufern.1,2

Hauptblütezeit der Vogelmiere sind die Monate März bis Oktober. Bei günstigen Bedingungen (milder Winter, geschützter Wuchsort) kann man die Wildpflanze ganzjährig sammeln.3

Die Stängel sind wirr verzweigt und brüchig mit bis zu 2,5 cm langen, ganzrandigen, eiförmigen Blättern. Die etwa 5 mm breiten, weissen Blüten sind sternförmig und bestehen aus fünf Kron-, fünf Kelch- und einer unterschiedlichen Anzahl an Staubblättern. In die Höhe und Breite wächst die kriechende und teppichartig wuchernde Pflanze etwa 5-40 cm.3,4

Informieren Sie sich vor dem Sammeln anhand von Steckbriefen und Bildern über die Gewöhnliche Vogelmiere, um die Pflanze eindeutig erkennen zu können.

Verwechslungsgefahr:

Die Gewöhnliche Vogelmiere lässt sich nicht immer eindeutig von der ebenfalls essbaren Wald-Sternmiere (Stellaria nemorum) unterscheiden. Zudem kann man das Heilkraut mit den essbaren, herb-würzig schmeckenden Hornkräutern (Cerastium arvense, Cerastium holosteoides) verwechseln. Es sind jedoch keine bedenklichen Inhaltsstoffe bekannt.1,3

Echte Verwechslungsgefahr besteht mit dem giftigen Acker-Gauchheil (Anagallis arvensis). Der Verzehr ist schädlich und als riskant eingestuft. Acker-Gauchheil blüht nur im Sommer, dann meistens lachsrot, selten weiss oder blau. Als eindeutiges Unterscheidungsmerkmal zum Acker-Gauchheil dient die einreihige Haarlinie am runden Stängel der Vogelmiere.1,4

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Bei Überdosierung der Vogelmiere können Durchfall und Erbrechen auftreten. Schwangere sollten zur Sicherheit vom Verzehr der Wildpflanze sowie von innerlichen Anwendungen absehen.5

Alternative Namen:

Wikipedia kennt für die Gewöhnliche Vogelmiere Alternativnamen wie Vogel-Sternmiere, Hühnerdarm, Hühnerscherbe, Mäusegedärme oder Hustdarm. Weitere bekannte Bezeichnungen im deutschen Sprachraum sind Hühnerabbiss, Mäusedarm, Meier, Sternenkraut, Vögelichrut und Kanarienvögelkraut.

Literatur - Quellen:

  1. hortipendium.de Vogelmiere.
  2. wikipedia.org Gewöhnliche Vogelmiere.
  3. Fleischhauer, Steffen Guido; Guthmann, Jürgen; Spiegelberger, Roland. Essbare Wildpflanzen. 200 Arten bestimmen und verwenden. 3. Auflage. Augsburg; 2013. Verlagsgruppe Weltbild GmbH.
  4. Bown, D. Kräuter. Die grosse Enzyklopädie. Anbau und Verwendung. 2. Auflage. München; 2015. Dorling Kindersly.

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