Stiftung Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Löwenzahn Blatt, roh (Gewöhnlicher, Pusteblume)

In der Küche finden sowohl die Blätter und die gelben Blüten als auch die Wurzel des Gewöhnlichen Löwenzahns (Pusteblume) Verwendung, auch roh.
73/21/06  LA:ALA
Kommentare Drucken
Klick Inhaltsstofftabellen

Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia syn. officinalis) ist in Mitteleuropa die bekannteste Art aus der Gattung Löwenzahn (Taraxacum). Wurzel, Blüte, Stängel und Blatt der umgangssprachlich als Pusteblume bezeichneten Pflanze kann man roh essen.

Verwendung in der Küche:

Junge, frische Löwenzahn-Blätter kann man von März bis Juni roh als Salat-Delikatesse (Österreich: „Röhrlsalat“1) oder gekocht als Gemüse verwenden. Der leicht bittere Geschmack der jungen Blätter harmoniert gut mit saftigen Tomaten, mildem Blattsalat und Kartoffeln. Feingeschnitten und nach einer einstündigen Ziehzeit in Wasser oder Salz verlieren auch ältere Blätter einen grossen Teil ihrer Bitterstoffe. Die Blätter eignen sich hervorragend zur Zubereitung von Wildkräuter-Pesto oder Spinat. Sämtliche Rezepte mit Spinat kann man auch mit Löwenzahnblättern zubereiten. Getrocknete Blätter dienen als Würze und passen gut in ein Wildpflanzen-Salz.2

Die Blütenknospen der Pusteblume kann man im März und April ernten und zu einem delikaten Chutney verarbeiten. Man kann sie als Gemüse braten oder in Essig einlegen. Auch als Rohkost schmecken sie wie eine leckere Nascherei.2

Aus den entkelchten Blüten lässt sich von März bis September (v.a. im Mai) Wein oder ein honigartiges Gelee zubereiten (französisch cramaillotte, mit Orange, Zitrone und Zucker1). Man kann die Blüten einem Tee, Salaten oder Gemüse zugeben und die abgeschnittenen Blütenspitzen als Dekoration für Desserts verwenden.2

Selbst die Stängel lassen sich von April bis September als Gemüse oder Salatbeigabe verarbeiten. Man schneidet sie dazu längs auf und lässt sie in Salz oder Wasser ziehen, damit sie sich aufrollen.2

Von September bis März kann man die geraspelten Wurzeln zu herzhaften Wintersalaten hinzugeben. Lässt man die geraspelten oder geschnittenen Wurzeln in Salz oder Wasser ziehen, verlieren auch sie an Bitterkeit. Die Wurzeln kann man zu Ofengemüse oder Schmorgemüse hinzugeben sowie gemahlen und geröstet für die Herstellung eines koffeinfreien Kaffee-Ersatzes verwenden.2

Genau wie die Wurzeln verwendet man auch Blüten und Blätter als stoffwechselanregenden Tee. Diese Pflanzenteile lassen sich schonend bei 40 °C trocknen. So kann man jederzeit von dieser Heilpflanze profitieren, ohne sie jedes Mal frisch sammeln zu müssen.

Rezept für Löwenzahnblüten-Sirup (die vegane Honig-Alternative):

200 g Löwenzahn-Blütenblätter mit einem Liter Wasser, den Scheiben einer Zitrone und einer Prise Vanille 30 Minuten leise köcheln lassen. Nach Belieben kann man zwei aufgebrochene Kardamomkapseln, Zimtstangen oder Sternanis zugeben. Wer eine vegane Waldhonig-Alternative bevorzugt, gibt etwa 50 g junge Fichten- oder Tannentriebe dazu. Die Mischung zudecken und bei kühler Zimmertemperatur über Nacht ziehen lassen. Anschliessend die Masse durch ein Küchentuch abschütten. Die Flüssigkeit mit einem Kilogramm Zucker während mindestens zwei bis drei Stunden einkochen. Die erkaltete Flüssigkeit sollte eine zähflüssige Konsistenz haben, ähnlich wie Akazienhonig. Als Gelierprobe lässt man etwas Flüssigkeit im Kühlschrank erkalten. Die heisse Masse in sterilisierte Gläser füllen und verschliessen.

Rezept für Löwenzahn-Spinat:

300 g junge, zarte Löwenzahnblätter in Streifen schneiden und 10 Minuten in veganer Gemüsebrühe kochen, damit sie einen Teil ihrer Bitterstoffe verlieren. Einen Teil des Wassers abgiessen und nach Belieben mit etwas Mehl binden. Weitere 100 g Löwenzahnblätter fein hacken und unter den Löwenzahn-Spinat ziehen. Mit Salz, Pfeffer und Muskat abschmecken. Ausreichend für zwei bis vier Personen.

Rezept für Löwenzahn-Tee:

Einen Esslöffel getrocknete Löwenzahnwurzeln, Blüten und / oder Blätter mit einer Tasse kochendem Wasser übergiessen und zehn Minuten ziehen lassen. Man trinkt von diesem Tee zwei bis drei Tassen täglich über einen begrenzten Zeitraum von zwei Monaten, z.B. während einer Frühjahrskur.

Natürlich kann man den Tee auch mit frischen Blättern, frischen Wurzeln oder frischen Blüten zubereiten. Die Blätter schneidet man dazu in feine Streifen, die gereinigte und frische Wurzel setzt man am Vorabend im Wasser an und die Blüten verwendet man als Ganzes. Die Wurzel in dünne Scheiben schneiden oder raspeln, bevor man die Wildkräuter mit etwa 300 ml kochendem Wasser übergiesst. Nach zehn Minuten kann man den Tee abseihen.

Ein Rezept für gesunden Kartoffelsalat mit Löwenzahn finden Sie unter diesem Link.


Einkauf - wo kaufen?

Frische Löwenzahnblätter kann man selten auf Wochenmärkten, häufiger in türkischen Supermärkten kaufen. Getrocknete Blätter in Form von Tee erhält man in Drogerien, Apotheken, Bioläden und im Online-Handel.

Löwenzahn-Tee ist als Offenware oder in Form von Teebeuteln im Angebot. Apotheken und Drogerien verkaufen zudem Tropfen, Teemischungen, Säfte und Tabletten mit Löwenzahn.3

Wild zu finden - Saison:

Bevor man Wildpflanzen sammelt, ist es grundsätzlich ratsam, sich zuallererst mit Hilfe eines Steckbriefs oder einer Wildpflanzen-Beschreibung über die entsprechende Pflanze zu informieren.

Wie hoch wächst der Löwenzahn? Der Gewöhnliche Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) ist eine ausdauernde, krautige Pflanze von 10 bis 30 cm Wuchshöhe. Die Pflanze enthält in allen Pflanzenteilen einen ungiftigen, weissen Milchsaft. Die lange, fleischige Pfahlwurzel ist aussen dunkelbraun bis schwarz und bis zu einem Meter lang, selten auch bis zu zwei Meter. Die 10 bis 30 cm langen Blätter sind eingeschnitten und gezahnt. Die Blütenstandsstiele sind hohl, bis zu 60 cm lang und tragen am oberen Ende die Blütenstandsknospe, die sich zur bekannten gelben Korbblüte und später zu haarigen Flugschirmen (Pappus) entwickelt.1

In Mitteleuropa findet man den Gewöhnlichen Löwenzahn als häufig vorkommendes Wildkraut auf Wiesen, an Wegrändern, in lichten Wäldern und in Gärten. Aufgrund der veränderten Grünlandwirtschaft ist die Ausbreitung von Löwenzahn stark gefördert.4 Weitere Standorte sind Brachflächen, Schutthalden und Mauerritzen, welche der Löwenzahn als Ruderalpflanze schnell besiedelt. Im Gebirge wächst Löwenzahn bis in Höhenlagen von 2‘800 m auf alpinen Matten, allerdings fällt er dort deutlich kleiner aus als im Flachland.1

Je jünger der Gewöhnliche Löwenzahn ist, desto weniger Bitterstoffe enthält er. Die bevorzugten Sammelmonate sind April und Mai. Saison haben die verschiedenen Pflanzenteile aber praktisch das ganze Jahr. Im Herbst geerntete Wurzeln schmecken süsslich, da die Nährstoffe der Pflanze zurück in die Wurzel wandern.

Eine Verwechslungsgefahr mit ähnlich aussehenden giftigen Pflanzen besteht nicht. Verwechseln kann man Löwenzahn jedoch leicht mit anderen Arten der gleichen Gattung. Diese sind allerdings alle ebenfalls essbar.

Wie es allgemein beim Sammeln von Wildpflanzen zu beachten ist, sollte man sich den Ernteort genau ansehen. An Wegen, Strassen und Stellen mit vielen Hunden sollte man nicht sammeln.

Lagerung:

Blätter und Blüten frisch verzehren (Rohkost) oder rasch verarbeiten, um den grösstmöglichen Nutzen empfindlicher Vitamine zu erhalten. Die Wurzeln lassen sich gut trocknen oder, in ein Handtuch gewickelt, im Gemüsefach des Kühlschranks aufbewahren.

Inhaltsstoffe - Nährwert - Kalorien:

Im Gewöhnlichen Löwenzahn sind Bitterstoffe, Triterpene, Carotinoide, Phenolische Verbindungen,3 Flavonoide, Cumarine, Phytosterine und Schleimstoffe enthalten. Im Frühjahr weisen die Wurzeln einen Gehalt von 2 % an Inulin auf, im Herbst beträgt er 40 %. Der Kaliumgehalt (ca. 4,5 % im Kraut und 2,5 % in der Wurzel) ist verantwortlich für die harntreibende Heilwirkung.2

Im Vergleich zu 100 g Kopfsalat enthalten 100 g Löwenzahnblätter mit 778 µg etwa das 10-fache an Vitamin K und decken somit mehr als 1‘000 % des Tagesbedarfs, ähnlich wie roher Mangold und Grünkohl.5 Vitamin K ist gegen Hitze und Sauerstoff unempfindlich. Ionisierende Strahlung und UV-Licht führen allerdings zu einer raschen Zerstörung.6

Sämtliche weiteren Vitamine und Mineralstoffe sind um ein Vielfaches höher als im Kopfsalat. In Löwenzahnblättern ist beispielsweise dreimal mehr Vitamin A (als RAE Retinoläquivalent) enthalten, was einer Abdeckung des Tagesbedarfs von 64 % entspricht. Auch der Gehalt von 35 mg Vitamin C in Löwenzahnblättern ist um das 9-fache höher als im Kopfsalat und der tägliche Bedarf somit zu 44 % gedeckt. Löwenzahnblätter können zudem als Quelle für Calcium (Kalzium) und Eisen dienen, da sie mehr als 20 % zum täglichen Bedarf beitragen. Detaillierte Angaben zu weiteren Nährstoffen finden Sie in den untenstehenden Nährwerttabellen.5

Trotz der guten Nährstoffbilanz des Löwenzahns ist die Bezeichnung Superfood etwas überspitzt ausgedrückt, würde aber eher stimmen als für viele andere, hochpreisige Produkte!

Gesundheitliche Aspekte - Wirkungen:

Der hohe Inulin-Gehalt in den Wurzeln zur Herbstzeit ist eine der Besonderheiten des Löwenzahns. Inulin ist ein unverdauliches Oligosaccharid und gehört zu den wasserlöslichen Ballaststoffen. Es ist ein wichtiges Präbiotikum, das als Nahrung (Substrat) für bestimmte, erwünschte Dickdarmkeime wie Laktobazillen, Eubakterien oder Bifidobakterien dient und so deren Vermehrung fördert.7

Beobachtungsstudien bestätigten die positive Wirkung von Vitamin K auf das Osteoporoserisiko und beim Auftreten von kardiovaskulären Erkrankungen. Weitere Interventionsstudien bestätigten, dass sich durch die Supplementierung von Vitamin K der Knochenabbau verringerte. Allerdings kamen hier extrem hohe Dosierungen zum Einsatz, die durch die Ernährung nur schwer erreichbar sind.6

Löwenzahn-Zubereitungen verfügen über verdauungsfördernde, gallentreibende und appetitanregende Eigenschaften. So kann Löwenzahn bei Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl, Blähungen oder langsamer Verdauung wohltuend wirken.3 Verantwortlich für die Anregung des Gallenflusses sind die im Löwenzahn enthaltenen Bitterstoffe. In der Naturheilkundlichen Praxis sehr bekannt ist die harntreibende Wirkung, die man im Labor allerdings noch nicht eindeutig nachweisen konnte.8

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen:

Kontraindikationen für den Genuss von Löwenzahn und Löwenzahnzubereitungen sind Überempfindlichkeit, Verschluss oder Entzündung der Gallenwege, Gallensteine, Lebererkrankungen sowie Magen- und Darmgeschwüre. Ausserdem lautet die Empfehlung, dass Kinder unter 12 Jahren sowie Schwangere und Stillende vom Verzehr absehen sollten.3

Unerwünschte Wirkungen können allergische Reaktionen, Magenbeschwerden, Magenbrennen und Durchfall sein.3,9 Bei häufigem Kontakt mit dem Milchsaft der Pflanzenteile kann es bei empfindlichen Personen zu Hautreaktionen kommen. Das können braune Verfärbungen sein, die mehrere Tage anhalten, aber auch Juckbeschwerden (Kontaktdermatitis).9

Was ist am Löwenzahn giftig? Die Faustregel „alle Pflanzen mit weissem Milchsaft sind giftig“ stimmt für den Löwenzahn nicht. Löwenzahn und dessen Milchsaft ist nicht giftig.9

Verwendung als Heilpflanze:

Als Arzneidrogen verwendet man die Löwenzahnwurzel des Gewöhnlichen Löwenzahns (Taraxaci officinalis radix), das Löwenzahnkraut (Taraxaci officinalis herba) aus den oberirdischen Pflanzenteilen oder Mischungen (Taraxaci officinalis herba cum radice). Neben Trocken- und Flüssigextrakten sind auch Kapseln verfügbar.9

Volksmedizin - Naturheilkunde:

Löwenzahn ist seit dem Altertum als Heilpflanze bekannt. Im Mittelalter setzte man das gelb blühende Kraut bei Gelbsucht ein, da man gemäss der Signaturenlehre anhand der Pflanzenmerkmale Rückschlüsse auf deren Wirkung im Körper zog.8 Früher verwendete man den Milchsaft auch zur Behandlung von Hautkrankheiten.

In der Volksheilkunde dient Löwenzahn als Blutreinigungsmittel, bei Verdauungsbeschwerden sowie als mildes Abführmittel. Zudem wendet man den milchigen Saft äusserlich bei Ekzemen, Warzen und anderen Hautkrankheiten an.2

Vorkommen - Herkunft:

Der Gewöhnliche Löwenzahn stammt aus Europa und Westasien und wächst inzwischen auf der gesamten nördlichen Halbkugel. Auf der Südhalbkugel findet man die verschleppte Pflanze nur sporadisch.1 Für Europa sind bislang mehr als 200 Unterarten bzw. Variationen des Gewöhnlichen Löwenzahns beschrieben.

Anbau - Ernte:

Befindet sich ein Garten in unmittelbarer Nähe zu Fettwiesen, ist damit zu rechnen, dass sich Löwenzahn auch in Gartenbeeten und –wiesen ansiedelt. Löwenzahn gilt, insbesondere im Frühjahr, als wertvolle Bereicherung für Bienen. Durch rechtzeitiges Mähen der reifenden Köpfe kann man das weitere Aussamen vermeiden.4

Verwechslungsgefahr:

Der Gewöhnliche Löwenzahn aus der Gattung Taraxacum ist leicht mit anderen Arten dieser Gattung zu verwechseln, manchmal kann man die Pflanzen nur durch die Form ihrer Samen unterscheiden. Auch zu Löwenzahn-Arten der Gattung Leontodon besteht eine grosse Ähnlichkeit. Das Gewöhnliche Ferkelkraut, welches ebenfalls aus der Familie der Korbblütler stammt, sieht dem Löwenzahn auch sehr ähnlich. Beim Gewöhnlichen Ferkelkraut sowie den Leontodon-Arten sind die Blütenstandsstiele allerdings nicht hohl. Eine gesundheitliche Gefahr durch Verwechslung mit den genannten Arten ist glücklicherweise nicht gegeben.1

Tierschutz - Artenschutz - Tierwohl:

Löwenzahn ist eine bemerkenswert ergiebige Trachtpflanze für Bienen. Die frühzeitige Blütezeit im Frühjahr begünstigt zudem die Entwicklung der Bienenvölker. Somit sind Löwenzahn-Wiesen ökologisch bei weitem wertvoller als ein monotoner Zierrasen. Für ein Kilogramm Honig müssen die Bienen 125.000 Blütenköpfe anfliegen.1,4

Löwenzahn dient Bienen hauptsächlich während der Monate April bis Juli (Frühjahrstracht) und nochmal im September als Nahrung. Tracht ist der Oberbegriff für die Nahrung, welche die Bienen eintragen, also Nektar, Pollen und Honigtau. Der Nektarwert des Löwenzahns ist hoch und der Pollenwert sehr hoch (Skala Nektarwert und Pollenwert: kein, gering, mittel, hoch, sehr hoch). Diese beiden Werte spiegeln den Wert für Insekten wider und dienen als Richtwerte und Entscheidungshilfe bei Neupflanzungen und Gartenarbeiten.4

Allgemeine Informationen:

Neben dem Gewöhnlichen Löwenzahn (Taraxacum sect. Ruderalia) existieren zahlreiche, sehr ähnliche und nah verwandte Pflanzenarten. Sie gehören zur Gattung Löwenzahn (Taraxacum) und stammen aus der Familie der Korbblütler (Asteraceae). Der Gewöhnliche Löwenzahn ist die bekannteste Art und kommt in Mitteleuropa häufig vor.1

Man bezeichnet den Gewöhnlichen Löwenzahn in der Regel einfach als Löwenzahn, wobei so Verwechslungspotenzial mit der Gattung Leontodon (Löwenzahn) besteht.1

Die englische Bezeichnung für den Gewöhnlichen Löwenzahn ist common dandelion.

Die Bedeutung des Namens Löwenzahn ist einfach zu erklären. Sie geht auf den lateinischen Begriff "dens leonis" zurück, was im Deutschen „Zahn des Löwen“ heisst. Angeblich erinnern die tief eingeschnittenen Blätter der Pflanze an das Gebiss eines Raubtiers.

Alternative Namen:

Der Volksmund kennt für den Löwenzahn gut 500 verschiedene Bezeichnungen, was den Bekanntheitsgrad der traditionellen Heil- und Genusspflanze widerspiegelt.

Einige Namen sind auf die harntreibende Wirkung des Löwenzahns zurückzuführen: Bettnässer, Bettpisser, Bettschisser, Bettseecher, Pissblume, Pisser, Pissnelke, Bettseicherwurzel, Seicherwurzel, Pißblom, in Holland pissebloem und in Frankreich pissenlit.

Im Schweizerdeutschen kennt man diese mundartlichen Namen: Chrottepösch(e), Weihfäcke (Federn einer Weihe), Milchblueme, Lichtli, Schwieblueme oder Söiblueme („Saublume“).

Weitere bekannte Namen im deutschsprachigen Raum sind: Bumbein, Bumbaum, Hundeblume, Hundsblume, Hundszunge, Kuhblume, Pferdeblume, Moadogga, Mühlenbuschen, Pusteblume, Rahmstock, Butterblume, Butterstecker, Schmalzblümlein, Milchstöck, Mellichstöck, Millichstöck, Milchblume, Milchdistel, Kettenblume, Kettenkraut, Pfaffenplatte, Pfaffendistel, Pfaffenöhrlein, Röhrlichrut, Ringelblume, Ringelstock, Laüsblömla, Teufelsblume, Sonnenwurzel, Ackerzichorie, Wiesenlattich, Hosnblaatle (Hasenblätter), Hakenlappiger Löwenzahn, Strenger Löwenzahn, Häälestock, Sonnwendlig oder Lichtbloom.

Bezeichnungen wie Maistock, Märzenbusch, Maiblume beziehen sich auf die frühe Blütezeit im Jahr.

Auf Wikipedia findet man folgende Synonyme für Löwenzahn: Taraxacum sect. Taraxacum (Syn.: Taraxacum sect. Ruderalia Kirschner, H.Øllg. & Štěpánek): Gewöhnlicher Löwenzahn.10

Stichworte zur Verwendung:

Löwenzahn dient als Tierfutter für Haustiere, z.B. in Form von Löwenzahn-Pellets. Während des Zweiten Weltkriegs verwendete man Löwenzahn in Russland und im Deutschen Reich als Kautschukersatz. Auch auf Geldnoten, wie der 500-DM-Banknote ab 1992 oder der aktuellen 50-SFr-Note, ist Löwenzahn abgebildet.1

Literatur - Quellen:

  1. Wikipedia Gewöhnlicher Löwenzahn.
  2. Fleischhauer, Steffen Guido; Guthmann, Jürgen; Spiegelberger, Roland: Enzyklopädie. Essbare Wildpflanzen. 2000 Pflanzen Mitteleuropas. 1. Auflage (2013); AT Verlag. Aarau.
  3. Pharmawiki Löwenzahn.
  4. Kremer, Bruno P. Mein Garten – Ein Bienenparadies. 2. Auflage. Bern; 2018. Haupt Verlag.
  5. USDA Landwirtschaftsministerium der Vereinigten Staaten. Nährwerttabellen.
  6. Leitzmann, Müller, Michel, Brehme, Triebel, Hahn, Laube. Ernährung in Prävention und Therapie. 3. Auflage. Stuttgart; 2009. Hippokrates Verlag.
  7. Biesalski K H, Grimm Peter, Nowitzki-Grimm Susanne. Taschenatlas Ernährung. 6. Auflage. Stuttgart; 2015. Georg Thieme Verlag Stuttgart.
  8. Apothekenumschau. Heilpflanzen-Lexikon: Löwenzahn.
  9. Österreichische Apothekerkammer. Frühlingsbote Löwenzahn.
  10. Wikipedia Löwenzahn.

Zutat mit Nährstofftabellen


Kommentieren (als Gast) oder anmelden
/ 60 Zeichen

/ 4000 Zeichen

Kommentare Drucken