Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Pflaume, getrocknet, ungekocht

Getrocknete Pflaumen haben einen hohen Nährstoffgehalt und sind ungekocht sowie ungeschwefelt erwerblich. Als Hausmittel können sie gegen Verstopfung helfen.
96/03/01  LA:ALA
Drucken

Getrocknete Pflaumen, auch Backpflaumen, Trockenpflaumen oder Dörrzwetschgen / Dörrzwetschken genannt, weisen einen höheren Nährstoffgehalt sowie eine höhere Energiedichte auf, als dieselbe Menge Frischpflaumen. Naturbelassene, schonend getrocknete Pflaumen sind „roh“ (Trocknungstemperatur maximal 42 °C) und ungeschwefelt erhältlich oder selbst herstellbar. Die Farbe der Backpflaume ist abhängig von der Farbe der frischen Frucht.

Verwendung in der Küche:​Durch die Trocknung konzentrieren sich die Aromastoffe, wodurch getrockneten Pflaumen einen intensiveren Geschmack bekommen als frische Pflaumen.
Wikipedia: Trockenobst eignet sich als Snack, als Beilage und findet Verwendung in Müsliriegeln, Müsli und Fruchtschnitten. Es ist eine Hauptzutat bei der Zubereitung von Früchtebrot. Das Obst kann in Wasser, Honig, Fruchtsaft oder Alkohol eingelegt werden. ... Getrocknete Früchte können auch mit Schokolade in Tafelschokolade und anderen Produkten kombiniert werden. Auch in der Zubereitung mit Eis finden getrocknete Früchte Anwendung.1

Eigene Zubereitung:Ungekochte und ungeschwefelte Backpflaumen lassen sich auch ganz einfach selbst herstellen. Wikipedia: Trocknen bzw. Dörren ist eine der ältesten Konservierungsarten. Reife Früchte werden langsam bei geringer Wärmezufuhr getrocknet, je nach Grösse in ganzen Stücken oder in zerkleinerter Form. Früchte mit Kernen sollten vor dem Trocknen entkernt werden. Das Trocknen kann in speziellen Dörrgeräten oder im Backofen erfolgen. Ein alternatives Verfahren ist das Trocknen auf einem Rost auf dem Dachboden oder das Aufhängen des Trockengutes an einer Schnur. Bei ausreichender Sonneneinstrahlung können die Früchte auch im Freien an einer luftdurchlässigen Unterlage (Baumwollmull oder Gaze) getrocknet werden. Auf jeden Fall sollten sich die Früchte während des Trocknens nicht berühren, da sie verkleben könnten.2

Inhaltsstoffe:Wikipedia: Trockenobst sind eine reiche Vitamin- ... und Mineralstoffquelle ... mit einem physiologischen Brennwert von ca. 1.050 kJ (250 kcal) und ca. 1 bis 5 g Eiweiss pro 100 g.1

Gesundheitliche Aspekte: Wikipedia: Trockenpflaumen gelten als Hausmittel gegen Verstopfung. Diese Einschätzung wurde von der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit nicht bestätigt, weil es dazu keine ausreichenden Studien gibt.2
Schon vor etwa 2000 Jahren dichtete der Römer Marcus Valerius Martial: "Nimm Pflaumen für des Alters morsche Last, denn sie pflegen zu lösen den hartgespannten Bauch."3

Gefahren / Unverträglichkeiten:Geschwefelte Backpflaumen können für Asthmatiker und Allergiker bedenklich sein und allergische Sympthome auslösen.1 Empfindlichen Personen kann Schwefel Kopfschmerzen und Übelkeit bereiten.4

Allgemeine Informationen: Wikipedia: Trockenpflaume (auch Backpflaume, in Österreich Dörrzwetschke) ist eine getrocknete Pflaume, also ein Trockenobst. Prünellen sind enthäutete, entsteinte und getrocknete Zwetschgen. Trockenpflaumen dürfen nach der EU-Verordnung Nr. 464/1999 höchstens 23 % Feuchtigkeit enthalten. Unterschieden werden dabei noch „halbtrockene Trockenpflaumen“ mit einem Feuchtigkeitsgehalt von 30–35 %.2

Produktion: Industriell hergestellte Backpflaumen sind meist Temperaturen um die 60-70 °C ausgesetzt und anschliessend geschwefelt, um die Haltbarkeit zu erhöhen. Wikipedia: Getrocknet werden kann bei Temperaturen von 0 bis 70 °C. Bei zu hohen Temperaturen verliert das Trockengut allerdings schneller Geschmack und Aroma, und bereits ab Temperaturen von 40 °C werden erste Vitamine zerstört.1
Industriell hergestellte Trockenpflaumen werden in verdünnte Natronlauge oder 0,7 % Kaliumcarbonatlösung getaucht und anschliessend für kurze Zeit bei 60–70 °C gedämpft, um ein besseres Aussehen mit glatter dunkler Schale zu erhalten.5
Um die Farbe der getrockneten Früchte zu erhalten und um Fäulnis vorzubeugen, wird industriell hergestelltes Trockenobst häufig vor dem Verpacken geschwefelt und/oder mit Konservierungsmitteln behandelt.1
Im Gegensatz zu Aprikosen, die durch die Schwefelung ihre gelbe Farbe und somit ein appetitlicheres Aussehen behalten, ist bei geschwefelten Backpflaumen mit dem Auge kein farblicher Unterschied erkennbar. Das Labor Veritas in Zürich (CH) analysierte 15 getrocknete Pflaumenprodukte und kam zum Ergebnis, dass die meisten getrockneten Pflaumen geschwefelt sind. Die Schwefelung ist auf der Verpackung entweder mit dem Zusatz „E220“ oder „geschwefelt“ angegeben. Kontrolliert biologische Backpflaumen stellt man ohne Einsatz von Schwefel her.4

Geschichte:Aus Wikipedia: Die aus Asien stammenden getrockneten Pflaumen kommen ursprünglich aus China und verbreiteten sich nach Westen. Wikipedia: Später gelangten sie nach Griechenland und Italien. Dort hatten sie höhere Preise und galten als besondere Beilage bei Delikatessen.1
Die Pflaumen wurden vermutlich durch Alexander den Grossen nach seinen Kriegszügen mit in die Heimat gebracht. Als Zentrum des Pflaumenhandels etablierte sich Damaskus, und beim Begriff „Zwetschge“ könnte es sich um die Entlehnung und nachfolgende Angleichung von „Damaszener“ handeln, wie Sprachforscher vermuten. Dass Pflaumen und Zwetschgen systematisch in Mitteleuropa angebaut wurden, soll das Verdienst Karls des Grossen gewesen sein.3

Wissenswertes:Wikipedia: Backpflaumen werden traditionell auf dem Dresdner Striezelmarkt auch als Pflaumentoffel verkauft und sind Bestandteil der Leipziger Räbchen. Zwetschgenmännla sind traditionell auf bayerischen Christkindlmärkten - insbesondere in Franken - verkaufte Figuren. Der Kopf wird von einer Walnuss und der Körper durch Feigen dargestellt, Arme und Beine bestehen aus Trockenpflaumen.2

Literatur / Quellen:

  1. Wikipedia. Trockenobst [Internet]. Version vom 22.10.2017 [Zitiert am 19.01.2018].Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Trockenobst
  2. Wikipedia. Pflaume [Internet]. Version vom 04.01.2018 [Zitiert am 19.01.2018].Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Pflaume
  3. Wikipedia. Trockenpflaume [Internet]. Version vom 17.11.2017 [Zitiert am 19.01.2018]. Verfügbar unter: de.wikipedia.org/wiki/Trockenpflaume
  4. Schuhmacher René (Hrsg.). Schwefel im Dörrobst [Internet]. Version vom 04.10.2006; 16.46. Verfügbar unter: ktipp.ch/artikel/d/schwefel-im-doerrobst/
  5. Baltes W, Matissek R. Lebensmittelchemie. Berlin: Springer-Verlag, 2011, S. 529

Drucken