Stiftung Gesundheit & Ernährung
S t i f t u n g
Gesundheit & Ernährung
Schweiz
QR Code
Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Paranüsse, roh? (bio)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Paranüssen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

Die aus der USDA Datenbank stammenden Nährstoffe der Zutat haben wir komplettiert.

Dieses Lebensmittel gilt vielen als roh, z.B. weil es so aussieht. Es ist aber in den allermeisten Fällen nicht roh! Meist weil der Gewinnungsprozess Erhitzung benötigt, den man nur mit viel höherem Aufwand anders erreichen kann - oder weil man das Nahrungsmittel pasteurisiert. Zumindest einer dieser Gründe trifft hier zu.

Ist das Produkt als roh deklariert, kann es auf dem Weg zu Ihnen mit billigerem Verfahren gewonnenem vermischt worden sein. Je nach Produkt kann man von Auge oder Geschmack her nicht unterscheiden.

Übrigens: Rohköstler sollten beachten, dass es auch Lebensmittel gibt, die wohl roh sind, doch roh giftig wirken - oder roh nur eingeschränkt geniessbar sind. Diese zeichnen wir anders aus.

3%Wasser 13Makronährstoff Kohlenhydrate 12.6%/15Makronährstoff Proteine 15.37%/72Makronährstoff Fette 72.03% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 23.9g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = !:0 

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Hier essenzielle Linolsäure (LA) 23.86 g und nahezu keine essenzielle Alpha-Linolensäure (ALA).

Wir bieten wissenschaftlich fundierte Informationen zu Gesundheit, Ernährung und Nachhaltigkeit – unabhängig von Sponsoren, Lebensmittelindustrie oder Herstellern von Nahrungsergänzungsmitteln. Hier erfahren Sie mehr: unsere Mission.

Paranüsse sind die Samen des Paranussbaums (Bertholletia excelsa). Wegen des hohen Selengehalts empfehlen wir einen Kern pro Tag. Kaufen Sie schonend getrocknete (rohe), nicht blanchierte Bio-Paranüsse aus Bolivien.

Verwendung in der Küche

Die Paranuss (auch Juvianuss oder Tucanuss) hat eine feine Textur und einen leicht süsslich-nussigen Geschmack.

Gestückelte Paranüsse sind ein leckeres Topping für Müsli (Erb-Müesli) oder Smoothie-Bowls und schmecken auch lecker in Salaten oder Suppen. Aufgrund des hohen Gehalts an Selen sollten Sie nur 1 Paranuss pro Tag essen. Es ist ratsam, diese mit Walnüssen, Macadamianüssen, Leinsamen, Chia oder Hanfsamen zu mischen. Mit getrockneten Tomaten, Thymian, Rosmarin, Basilikum und einer Knoblauchzehe sowie etwas Salz und Pfeffer im Mixer püriert, ergeben die Paranusskerne einen leckeren veganen Rohkost-Aufstrich.

Paranüsse kann man auch in Kekse oder Kuchen integrieren. Sie harmonieren mit Gewürzen wie Vanille, Zimt, Nelken, Piment, Kardamom und Muskatnuss.

Paranussöl entsteht durch Kaltpressung der Samen, weshalb Sie das Öl nicht zu stark erhitzen sollten. Bei der Herstellung des Öls entsteht Trester, welchen man zu Paranussmehl weiterverarbeitet. Es ist gelegentlich in Geschäften erhältlich und dient zum Herstellen von Kuchen und Backwaren. Beachten Sie, dass Samen und Öl ein schlechtes LA-ALA-Verhältnis aufweisen - dazu lesen Sie mehr im Kapitel "Wirkungen auf die Gesundheit".

Veganes Gratin mit Roter Bete und Paranüssen

Zutaten (für 4 Personen!): 8 kleine Rote Beten (roh), 4 Orangen, 4 Paranüsse (bio), Salz, Pfeffer, etwas Thymian und/oder Rosmarin.

Zubereitung: Rohe Rote Beten waschen und ungeschält in Salzwasser ca. 30 Min. weich kochen. Abkühlen lassen und anschliessend schälen und in Scheiben schneiden. Zwei Orangen halbieren und Saft auspressen. Die anderen zwei Orangen schälen und das Fruchtfleisch in mundgerechte Stücke schneiden. Rote Bete und Orangenstücke in der Gratinform mischen und Orangensaft darüber verteilen. Mit Salz und Pfeffer, ggf. Thymian und/oder Rosmarin abschmecken. Paranüsse zerkleinern und über das Rote-Bete-Orangen-Gratin streuen. Gratin 20 Min. bei rund 160 °C erhitzen.

Vegane Rezepte mit Paranuss finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Paranüsse gibt es bei Grossverteilern wie Coop, Migros, Aldi, Lidl, Rewe, Billa, Edeka und Hofer, teilweise auch in Bio-Qualität (bio). Kleinere Supermärkte wie Denner, Volg, Spar bieten sie gelegentlich an. Zudem haben Bio-Läden, Bio-Supermärkte (z.B. Alnatura oder Denn's Biomarkt), Reformhäuser und der Online-Handel Bio-Paranüsse im Sortiment. Die Paranuss-Ernte findet von Januar bis April statt, im Geschäft sind die Kerne ganzjährig verfügbar.1 Bei Paranüssen mit Schale ist das Risiko für eine Kontamination mit Aflatoxin sehr hoch.16 Die Einfuhr von Paranüssen mit Schale aus Brasilien in die EU ist seit 2014 sehr streng reglementiert.26

Bevorzugen Sie Paranüsse aus Bolivien. Diese weisen einen konstanteren Selengehalt auf als solche aus Brasilien. Letztere enthalten oft einen viel zu hohen Selengehalt (siehe im Kapitel "Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen"). Gelegentlich finden Sie den Selengehalt, bzw. Verzehrempfehlungen auf der Verpackung.

Die Bezeichnung "roh" bei im Handel als Rohkost angepriesenen Paranüssen bedeutet oft nur das Weglassen eines Röstprozesses. Nach der Ernte trocknet man die Paranüsse; dabei nehmen die Produzenten die Temperaturrestriktionen (z.B. 42 °C für "echte" Rohkost) nicht immer ernst. Der Ausdruck "Rohkost" ist gesetzlich nicht geschützt - im Unterschied zu bio. Zudem ist es gemäss den zitierten Quellen10,11 in der Industrie üblich, die ungeschälten Kerne (auf 150 °C10) zu erhitzen, um das Entfernen der Paranuss-Schale zu erleichtern.

Der Begriff blanchierte Nüsse steht generell für helle Exemplare ohne Samenhaut (Methoden wie kurzes Kochen in Wasser, oder "dry blanching" mittels Heissluft sind üblich). Blanchierte Paranüsse ohne Samenhaut findet man seltener im Handel als z.B. blanchierte Erdnüsse, Mandeln oder Haselnüsse.14 Allerdings ist der Ausdruck nicht eindeutig: "Blanchieren" ist auch ein Verfahren zur Erleichterung des Schälprozesses (Knacken) und kommt bei ungeschälten Juvianüssen zur Anwendung (dann handelt es sich oft um eine Behandlung mit Wasserdampf).11,15 Für weitere Details siehe: "Anbau - Ernte".

Die Verfügbarkeit von Paranüssen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Tipps zur Lagerung

Juvianüsse lagert man am besten in einem luftdicht verschlossenen Glas an einem kühlen und dunklen Ort. Kaufen Sie kleine Mengen und brauchen Sie Paranüsse rasch auf, damit sie keinen ranzigen Geschmack erhalten.16 Im Kühlschrank können Sie geöffnete Packungen (wieder luftdicht verpackt) ein paar Wochen lagern.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Der Energiegehalt von Paranüssen ist mit 659 kcal/100g sehr hoch. Die Kalorien stammen überwiegend aus Fett (67 g/100g) und Eiweiss (14 g/100g). Der Gehalt an Kohlenhydraten ist mit 12 g/100g moderat, wovon 2,3 g auf Zucker und 7,5 g auf Ballaststoffe entfallen.2

Bekannt ist die Paranuss aufgrund ihres sehr hohen Gehalts an Selen. 100 g Paranüsse enthalten 1917 µg, was 3485 % des Tagesbedarfs ausmacht. Der Gehalt kann aber sehr stark variieren. Eine Paranuss wiegt zwischen 3 und 4 g. 1 Paranuss reicht in der Regel aus, um den täglichen Bedarf an Selen zu decken.2 Eine regelmässige Zufuhr an Selen ist vor allem für selenarme Gegenden wie Europa und Teile Asiens wichtig, um keine Unterversorgung mit diesem wichtigen Mineralstoff zu riskieren.

Reichlich vorhanden ist Methionin, eine essenzielle Aminosäure. 100 g Paranüsse bringen 1,1 g Methionin (121 % des Tagesbedarfs). Paranüsse gehören zu den Lebensmitteln mit Spitzenwerten an Methionin. Einen ähnlich hohen Gehalt weisen Spirulina (1,1 g/100g) und Bierhefe (0,97 g/100g) auf. Gute Quellen sind zudem geschälte Hanfsamen (0,93 g/100g), Sojagranulat (0,82 g/100g) und Chia (0,59 g/100g).2

Ebenfalls enthalten sind moderate Mengen an Magnesium und Mangan.2

Paranüsse zeichnen sich durch ein schlechtes LA-ALA-Verhältnis aus: Sie enthalten praktisch keine Omega-3-Fettsäuren (z.B. Alpha-Linolensäure = ALA), dafür viel Omega-6-Fettsäuren (z.B. Linolsäure = LA). 100 g weisen rund 24 g LA auf (was 239 % des Tagesbedarfs ausmacht) und 0,02 g ALA.2 Das entspricht einem Verhältnis von mehr als 1000:1. Die Eidgenössische Ernährungskommission (EEK) empfahl 2006, das Verhältnis mindestens auf 5:1 zu senken.25 Wie wichtig das Verhältnis von LA zu ALA für die Gesundheit ist, erklären wir Ihnen im Artikel über Olivenöl, das ebenfalls ein ungünstiges Verhältnis aufweist.

Die gesamten Paranuss-Inhaltsstoffe, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Sind Paranüsse gesund? Paranüsse gelten als wichtige natürliche Quelle für Selen. In Gegenden mit selenarmen Böden (u.a. Europa und Teile Asiens) sind die Kerne eine gute Alternative zur Selen-Supplementierung sowohl für vegan und vegetarisch essende Menschen als auch für Omnivore. Selen ist ein essenzieller Mikronährstoff mit antioxidativer Wirkung, der eine wichtige Rolle bei der Entgiftung des Organismus spielt und das Immunsystem stärkt. Iod und Selen sind für die Regulation des Schilddrüsenstoffwechsels wichtig.5 Eine Meta-Analyse zeigte, dass Selen-Supplementierung insgesamt mit einer geringeren Krebsinzidenz verbunden ist.7

Obwohl Paranüsse ein ungünstiges LA-ALA-Verhältnis haben, überwiegt beim Verzehr der gesundheitsrelevante Selengehalt, wenn Sie die Empfehlung von max. 1 Paranuss pro Tag einhalten. Das Erb-Müesli oder Leinsamen können ein ungünstiges LA-ALA-Verhältnis der Ernährung ausgleichen. Leinsamen haben ein äusserst gesundes Verhältnis von 1:4, also weniger potenziell entzündungsförderndes LA (Omega-6) und mehr entzündungshemmendes Omega-3 in Form von ALA. Wenn Sie bei der Zutaten-Suche die Filter-Option "Sortierungen nach Gesundheitswerten" eingeben, sind Zutaten auswählbar, die einen Mangel kompensieren. Ähnlich auch bei den Rezepten, z.B. mit der Sortierung nach LA:ALA-Verhältnis.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Paranüssen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Paranüsse enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:19,21,22,23

  • Isoprenoide: Triterpene: Steroide (Beta-Sitosterol); Squalen
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Vanillinsäure, Protocatechinsäure), Hydroxyzimtsäuren (p-Cumarsäure, Ferulasäure, Sinapinsäure); Flavonoide: Flavanole (Catechin, Epicatechin, Catechin-Gallat, Epicatechin-Gallat), Flavonole (Quercetin, Myricetin); Tannine (Ellagsäure)
  • Weitere organische Verbindungen: Aldehyde (Vanillin)
  • Sonstige Pflanzenstoffe (inkl. Protease-Inhibitoren): Phytinsäure

Das Phenolprofil der Paranuss ähnelt jenem vieler anderer Nüsse und umfasst vor allem Phenolsäuren, Flavanole, Steroide und Ellagsäure. Zu den polyphenolreichsten Nüssen zählen Walnüsse. Gemäss einer Studie nimmt die antioxidative Wirksamkeit in folgender Reihenfolge ab: Walnuss > Cashew > Haselnuss > Pekannuss > Mandel > Macadamia > Pistazie > Paranuss > Erdnuss. Röstprozesse können die antioxidative Aktivität insgesamt verringern, wobei der Effekt abhängig von Temperatur, Zeit und Nussart variiert. Die meisten antioxidativen Verbindungen liegen in der Samenhaut. Nach deren Entfernung kann ein erheblicher Teil der antioxidativen Aktivität verloren gehen.20

Eine systematische Übersichtsarbeit mit 24 Humanstudien zeigt, dass regelmässiger Paranusskonsum zu besseren Blutfett- und Nüchternblutzuckerwerten führt. Bei Personen mit Typ-2-Diabetes oder Dyslipidämie verbesserten sich oxidative Stressparameter oder Marker für DNA-Schäden.19,22,23,24 Kontrollierte Interventionsstudien bestätigen, dass etwa 30 g Nüsse pro Tag kardiovaskuläre Erkrankungen und die Gesamtsterblichkeit senken können.20

Paranüsse enthalten Phytinsäure, welche die Bioverfügbarkeit von anderen Nährstoffen herabsetzt. Lesen Sie vertiefende Informationen zu den gesundheitlichen Vor- und Nachteilen in unserem Artikel zur Phytinsäure nach.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Sind Paranüsse giftig? Der Selengehalt ist sehr unterschiedlich. Wir empfehlen Paranüsse aus Bolivien, denn da sind die Unterschiede im Selengehalt nicht so gross, wie in Brasilien. Eine Paranuss aus Brasilien könnte den Tagesbedarf im hohen Masse überschreiten.9

Sind Paranüsse radioaktiv? Paranüsse enthalten natürlicherweise radioaktives Radium (Ra), ein Schwermetall. Die Werte sind dabei unter den festgelegten Höchstwerten, weshalb beim Verzehr kein Gesundheitsrisiko besteht. Das Radium ist im Boden natürlich vorhanden; der Paranussbaum nimmt es auf und lagert es in den Samen ein. Studien zeigen, dass der Wachstumsort des Paranussbaumes keinen Einfluss auf die Konzentration von Radium (Radioaktivität) in der Paranuss hat, sondern dass der Wert relativ stabil ist. Die Samen beinhalten zudem erhöhte Konzentrationen des potenziell toxischen Elements Barium (Ba). Studien zeigen, dass der Mensch nur einen kleinen Teil dieser Substanz aufnimmt.3

Aufgrund des hohen Gehalts an Selen, Radium und Barium sollte man auf einen grossen Konsum verzichten und die tägliche Höchstmenge von 1 Paranuss nicht überschreiten.

Die Paranuss ist nicht als typisches Allergen bekannt. Mit dem wachsenden Konsum nehmen aber auch die Fälle von durch Paranüsse ausgelösten Allergien zu.8 Diese Allergie kann mit einer Walnussallergie einhergehen sowie mit Reaktionen gegen gentechnisch veränderte Sojabohnen.11

Falsche Erntebedingungen und Lagerfeuchtigkeit (bei über 97 %) begünstigen Kontaminationen mit Aflatoxin.3,11 Strenge Kontrollen halten das Problem mittlerweile in Grenzen und belegen gute Zahlen für geschälte Paranüsse.3,16,17 Aflatoxine sind äusserlich kaum erkennbar. Aber Nüsse, die ranzig riechen oder dunkle Stellen aufweisen, sollte man sicherheitshalber nicht essen.

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Zur Einschätzung der Klimafreundlichkeit eines Lebensmittels dient in erster Linie der CO2-Fussabdruck. Dieser hängt von unterschiedlichen Aspekten ab wie Anbauweise (konventionell/biologisch), Saisonalität, Herkunftsland, Verarbeitung, Transport und gegebenenfalls Verpackung. Nach Carbon Cloud beträgt der CO2-Fussabdruck von Paranüssen (ohne Verarbeitung und Transport) in Südamerika 2,88 kg CO2eq/kg. Paranüsse im Laden haben einen höheren Wert von 4,19 kg CO2eq/kg.13

Den Wasserfussabdruck von Paranüssen konnten wir nicht ermitteln. Nüsse haben im Vergleich zu Gemüse und Früchten einen hohen Wasserverbrauch. Der durchschnittliche Wasserverbrauch von Nüssen beträgt 9063 l/kg, derjenige von Gemüse 322 l/kg und von Früchten 967 l/kg.6

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Die kommerzielle Paranuss-Ernte zieht aus zwei Hauptgründen Kritik auf sich: Menschenrechtsorganisationen prangern das gefährliche Aufsammeln im Regenwald, vor allem durch Minderjährige (Kinderarbeit), an.18 Umweltschützer warnen davor, dass die gewinnorientierte Sammlung die Paranussbaumpopulation schwächt und notwendiges Nachwachsen von Jungbäumen aus liegengebliebenen Samen verhindert.

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Samen des Paranussbaums (Bertholletia excelsa) sind als Paranüsse bekannt. Der Baum ist im Amazonasgebiet heimisch, vorwiegend in Brasilien, Bolivien und Peru.5 2013-2020 waren die Hauptproduzenten Brasilien und Bolivien mit jeweils einem jährlichen Ertrag von 30'000 bis 40'000 Tonnen. Peru produzierte in diesen Jahren dagegen nur rund 5600-5800 Tonnen jährlich.4 In letzter Zeit sind Länder in Westafrika in die Produktion von Paranüssen eingestiegen (Elfenbeinküste, Gambia, Ghana und Marokko). Sie machen jedoch noch einen kleinen Prozentsatz im Welthandel aus.4,5,16 Zusätzlich laufen in Südostasien Versuche für den Anbau von Paranüssen auf Plantagen.16

Wild zu finden

Der Paranussbaum kommt wild fast ausschliesslich in den Gebieten des Amazonas-Regenwalds vor.5 Die Bedrohung der wilden Bestände nimmt zu. Es gibt nur wenige kommerzielle Plantagen.16

Anbau - Ernte

Paranussbäume benötigen ein subtropisches Klima. Die Pflanze trägt erst nach ca. 10 Jahren die ersten Früchte.12 Es gibt auch Angaben, dass der Baum in Wildbeständen erst nach 30 Jahren fruchtet und die Früchte ca. 1,5 Jahre zum Reifen benötigen.16

Die Paranusssamen bilden sich in einer Kapselfrucht, die mit einer harten und holzigen Schale umgeben ist (äussere Kapsel). Pro Nussfrucht, die ca. 10-16 cm Durchmesser hat, bilden sich (je nach Angaben) ca. 8-30 Samen,5,12 wovon jeder mit einer verholzten Samenschale umgeben ist.16 Die Früchte, die Kokosnüssen ähnlich sehen, fallen während der Erntezeit von Januar bis April von den Bäumen. "Zafreros", wie man die Sammler in Bolivien nennt, sammeln die von den wilden Bäumen heruntergefallenen Früchte.18 Dies sind oft Einheimische, weshalb der Handel mit Paranüssen eine gute Einnahmequelle für die indigene Bevölkerung im Amazonasgebiet darstellt.5

Nach der Ernte hacken die Sammler die harte Kapsel mit einer Machete auf und füllen die Kerne in Säcke, die sie dann an Zwischenhändler oder Verarbeitungsfabriken verkaufen. Häufig sortieren Frauen die Kerne, bevor Maschinen diese knacken und erhitzen.18 Die Trocknung erfolgt entweder auf Spaltenböden oder in Rotationstrocknern bzw. Öfen.11 Die Temperaturen sind je nach Produzent unterschiedlich und können bis zu 65 °C steigen. Im Vordergrund steht meist die Restfeuchte, die für die Lagerung nur noch 10-12 % betragen soll.27

Paranusskerne lösen sich schwer aus der Samenschale, sodass man sie meist vor dem Schälen entweder einweicht (ca. 24 h) oder mit Hitze behandelt. Die Hitzebehandlung geschieht oft im Autoklav-Verfahren mit heissem Dampf, der die Schale ausdehnt und die Innenhaut löst.11 Die so behandelten Kerne sind leichter zu knacken bzw. aus der Schale herauszulösen, verlieren aber einen Teil der Samenhaut.10,11,15 Deshalb sprechen einige Verarbeiter oder Händler unspezifisch von "blanchierten" Paranusskernen.15

Nach dem Knacken und Trocknen exportieren die Verarbeitungsbetriebe die Paranusskerne weltweit.

Weiterführende Informationen

Der Paranussbaum (Bertholletia excelsa) gehört zu den Topffruchtbaumgewächsen (Lecythidaceae). Paranussbäume sind bis zu 60 m hoch und erreichen einen Durchmesser von 1-1,8 m. Normalerweise sind sie in Hainen zu 50-100 Individuen zu finden und brauchen mind. 10 Jahre bis zur ersten Blüte.12,16

Alternative Namen

Die Paranuss nennt man auch: Brasilnuss, Amazonenmandel, Brasilianische Kastanie, Marahonkastanie, Juvianuss (Yuvianuss), Rahmnuss, Steinnuss und Tucanuss. Die deutschen Bezeichnungen Paranuss und Brasilianische Kastanie leiten sich beide teilweise vom brasilianischen Begriff Castanha-do-pará ab ("Kastanie aus dem nördlichen Bundesstaat Pará").

Als sogenannten Paranuss-Effekt (oder Müsli-Effekt) bezeichnet man die Tatsache, dass in einer Packung mit Müsli oder einer Nussmischung die grössten Bestandteile fast ausschliesslich oben liegen. Das Phänomen ist durch rüttelnde Bewegungen beim Transport verursacht.

Auf Englisch heisst sie Brazil nut oder Amazonian nut.

Sonstige Anwendungen

Neben der Verwendung als Speiseöl dient das Öl der Paranuss auch als Kosmetik- oder Massageöl.16

1.*

Ökolog. Beobachtungsstudie

DOI: 10.1371/journal.pone.0135464

Rockwell CA, Guariguata MR et al. Nut Production in Bertholletia excelsa across a Logged Forest Mosaic: Implications for Multiple Forest Use. PLoS One. 2015;10(8):e0135464.

2.●

Website

USDA United States Department of Agriculture.

3.*

Expertenmeinung

DOI: 10.1089/acm.2017.0159

Study: weak evidence

Mazokopakis EE, Liontiris MI. Commentary: Health Concerns of Brazil Nut Consumption. J Altern Complement Med. 2018;24(1):3-6.

4.●

Website

FAOSTAT Food and Agriculture Organization of the United Nations. Brazil Nuts, with shell. 2013-2020.

5.*

Brazil nuts are among the richest selenium food sources, and studies have considered this Amazonian nut as an alternative for selenium supplementation. Besides selenium, Brazil nuts present relevant content of other micronutrients such as magnesium, copper, and zinc. The nutritional composition of nuts, also characterized by adequate fatty acid profile and high content of protein and bioactive compounds, has many health benefits. In the present review, we examine the nutritional composition of Brazil nuts, comparing it with other nuts, and describe the relevance of possible contaminants and metal toxicants observed in this nut for human health. Furthermore, we report different trials available in the literature, which demonstrate positive outcomes such as modulation of the lipid serum profile, enhancement of the antioxidant system and improvement of anti-inflammatory response. These effects have been assessed under different conditions, such as cognitive impairment, dyslipidemia, cancer, and renal failure.

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1016/j.foodres.2017.08.036

Study: weak evidence

Cardoso BR, Duarte GBS et al. Brazil nuts: Nutritional composition, health benefits and safety aspects. Food Res Int. 2017;100(2):9-18.

6.*

Ressourcenanalyse

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

7.*

Meta-Analyse randomisierter kontrollierter Studien

DOI: 10.1080/01635581.2011.607544

Study: weak evidence

Lee EH, Myung SK et al. Effects of Selenium Supplements on Cancer Prevention: Meta-analysis of Randomized Controlled Trials. Nutrition and Cancer. 63(8):1185-1195.

8.*

Laborstudie (klinisch experimentell)

DOI: 10.1016/S0091-6749(98)70341-0

Study: weak evidence

Pastorello EA, Farioli L et al. Sensitization to the major allergen of Brazil nut is correlated with the clinical expression of allergy. Journal of Allergy and Clinical Immunology. 1998;102(6):1021-1027.

9.*

Ökolog. Feldstudie mit Laboranalytik

DOI: 10.1016/j.chemosphere.2017.08.158

Silva Junior EC, Wadt LHO et al. Natural variation of selenium in Brazil nuts and soils from the Amazon region. Chemosphere. 2017;188:650-658.

10.*

Systematisches Review (vorwiegend in-vitro)

DOI: 10.1111/all.12185

Study: weak evidence

Masthoff LJ, Hoff R et al. A systematic review of the effect of thermal processing on the allergenicity of tree nuts. Allergy. 2013;68(8):983–993.

11.●

Brazil nut ‘Bertholletia excelsa’ is a member of the Lecythidaceae family and grows in the tropical forests of Amazonia. These Brazil nut forests are known as ‘castanhais’ and occur in the Guianas, Amazonian Brazil, south-eastern Colombia, southern Venezuela, eastern Peru, and northern Bolivia.

vMost of the collected Brazil nuts are then subjected to minimal processing (selection, classification, cleaning, drying, and shell cracking among the main processing steps) for export either in shell or shelled (as a kernel), mainly to Europe and the USA. Bolivia is presently the largest Brazil nut producer and exporter, followed by Brazil and Peru.

Brazil nuts are harvested almost entirely from wild trees during a 5–6 month period in the rainy season. The fruits, which weigh from 0.5 to 2.5 kg and contain 10–25 seeds, are gathered immediately after they fall in order to minimize insect and fungal attack of the seeds, and to control the number of seeds carried away by animals. The number of capsules produced per tree ranges from 63 to 216.

After collecting the fruits from the forest floor, the gatherers carry them to local dealers then to peeling and bagging factories before export. The harvested fruits are split open, washed, and dried. In Brazil the nuts are dried in rotary driers, whereas in Bolivia and Peru nuts are dried on slatted floors. The nuts are shelled either by the autoclave process using steam to expand the shell and loosen the inner skin, or by soaking for 24 h to expand the shell to ease manual cracking. The nuts are graded and then oven dried or sundried before storage.

 Nevertheless, the Brazil nut production chain is confronted with problems of contamination by AFLs, which are toxic secondary metabolites produced by A. flavus, Aspergillus parasiticus, and Aspergillus nomius when the nuts are kept under conditions that favor the development of these fungi and toxin production.

 

Brazil Nut Allergies Allergy to Brazil nut is uncommon, probably because these are not commonly eaten tree nuts. It is possible that allergy to Brazil nuts will increase in the future, because genetically modified soybeans accidentally have proteins similar to those found in Brazil nut allergen. People with Brazil nut allergy may also be allergic to walnuts. Brazil nuts (Bertholletia excelsa, Bertholletia myrtaceae), ingestion of which has triggered allergic reactions in children and adults, contain 14% protein, including a methionine-rich protein (Ber e 1) that constitutes the major allergen.

Narratives Fachkapitel (Buchkapitel)

DOI: 10.1016/B978-0-12-378612-8.00292-4

Book: weak evidence

Hokmabadi H, Sedaghati E. Safety of Food and Beverages: Nuts. Encyclopedia of Food Safety. 2014;3:340–348.

12.●

Brücher H. Tropische Nutzpflanzen: Ursprung, Evolution und Domestikation. Berlin: Springer-Verlag. 1977: 409f.

13.●

ich habe keine Werte für paranüsse im Laden gefunden.

MIXED NUTS PEANUTS, ALMONDS, CASHEWS, BRAZIL NUTS, PECANS, MIXED NUTS

Website

CarbonCloud: Brazil nuts (South america, at Farm); Mixed Nuts Peanuts, Almonds, Cashews, Brazil nuts, Pecans (USA at Store).

14.●

Website

Sharma SC. Patent CA1108466A (Canada). Method of blanching nuts. IFI CLAIMS Patent Services.

15.●

Website

Steiner J. US1448431A (United States). Blanched brazil-nut kernel. IFI CLAIMS Patent Services.

16.●

Book: weak evidence

Dörken VM, Steinecke H. Bertholletia excelsa – Paranuss, eine Art der Affentopfgewächse (Lecythidaceae). Jahrb. Bochumer Bot. Ver. 2011;2:183-186.

17.*

Laborstudie (mikrobiolog. & toxikolog. Analyse)

DOI: 10.3389/fnut.2024.1357778

Study: weak evidence

Esperança VJR, Moreira PIO, Chávez DWH, Freitas-Silva O. Evaluation of the safety and quality of Brazil nuts (Bertholletia excelsa) using the tools of dna sequencing technology and aflatoxin profile. Front Nutr. 2024;11:1357778.

18.●

Website

Taz de: Minderjährige Erntehelfer in Bolivien. Die Jungen ohne Kindheit. 2021.

19.*

Table 6. Phenolic compounds in Brazil nut cake extract according toHPLC-PDA analysis 

Gallic acid, Protocatechuic acid, Catechin, p-Hydroxybenzoic acid, 2,4-Dihydroxybenzoic acid, p-Coumaric acid, Sinapinic acid

The Brazil nut cakeextract presented (Fig. 3) six phenolic acids (gallic, protocate-chuic, 2,4-dihydroxybenzoic, p-hydroxybenzoic, p-coumaric andsinapic acids) and one flavonoid ((+)-catechin).

The class of phenolic acids was predominant among phe-nolic compounds in Brazil nut cake extract, but (+)-catechinwas the major phenolic compound, corresponding to 30% oftotal phenolics identified in the HPLC-PDA analysis. 

Laborstudie in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.1002/jsfa.7448

Study: weak evidence

Gomes S, Torres AG. Optimized extraction of polyphenolic antioxidant compounds from Brazil nut (Bertholletia excelsa) cake and evaluation of the polyphenol profile by HPLC. J Sci Food Agric. 2016;96(8):2805-2814.

20.*

Table 1: Reported phytochemicals in nuts (mg/100 g)

Brazil nut Proanthocyanidins, Gallo Acid + gallo tannins, Phenolic acids, phytates

Brazil nut has 5·2 mg free and 8·2 mg bound gallic acid/100 g of defatted whole Brazil nut(Reference John and Shahidi42

Walnut and Brazil nut have the highest phenolic acid content among nuts with 36 and 11 mg/100 g, respectively, although this polyphenol class has not been well characterised in most nuts.

Narrative Übersichtsarbeit

 

DOI: 10.1017/S0007114514003729

Study: weak evidence

Alasalvar C, Bolling BW. Review of nut phytochemicals, fat-soluble bioactives, antioxidant components and health effects. Br J Nutr. 2015;113 Suppl 2:S68-S78.

21.*

Soluble phenolics in brown skin was 1236.07 as compared to 406.83 in kernel and 519.11 mg/100 g in whole nut. Similarly extracts from the brown skin exhibited the highest antioxidant activity.

Free- and bound phenolics were identified and quantified; these included nine phenolic acids and flavonoids and their derivatives (gallic acid, gallocatechin. protocatechuic acid, catechin, vanillic acid, taxifolin, myricetin, ellagic acid, and quercetin). However, some phenolics were present only in the bound form. Furthermore, the phenolics were dominant in the brown skin.

 Antioxidants are known to protect cells against the damaging effects of reactive oxygen species (ROS) such as singlet oxygen, superoxide and hydroxyl radicals, among others. Nuts have been identified as being a rich source of antioxidants.

The identity of soluble and bound phenolic compounds were ascertained using HPLC-DAD and HPLC–MS analyses and by comparison of their retention times and mass spectra with those of available standards and reports from the literature.

Table 4 - b k, Brazil nut kernel

Citric acid, Gallic acid, Catechin, Vanillic acid, Protocatechuic acid derivative, Myricetin-3-o-rhamnoside, Ellagic acid, Gallic acid derivative, Vanillic acid derivative

Labor- und Lebensmittelstudie

 

DOI: 10.1016/j.jff.2010.04.008

Study: weak evidence

John JA, Shahidi F. Phenolic compounds and antioxidant activity of Brazil nut (Bertholletia excelsa). Journal of Functional Foods. 2010;2(3):196-209.

22.*

The Brazil nut (BN) is a promising food due to its numerous health benefits, but it is still necessary to systematically review the scientific evidence on these benefits. Thus, we examined the effects of regular BN consumption on health markers in humans according to the health state (with specific diseases or not) of the subjects. PubMed, Embase®, and Scielo databases were used to search for clinical trials. The PRISMA guideline was used to report the review, and the risk of bias for all studies was assessed. Twenty-four studies were included in the present review, of which fifteen were non-randomized. BNs were consumed in the context of a habitual free-living diet in all studies. Improvement in antioxidant status through increased levels of selenium and/or glutathione peroxidase activity in plasma, serum, whole blood, and/or erythrocytes was observed in all studies that evaluated antioxidant status, regardless of the health state of the sample. In addition, healthy subjects improved lipid markers and fasting glucose. Subjects with obesity had improvement in markers of lipid metabolism. Subjects with type 2 diabetes mellitus or dyslipidemia improved oxidative stress or DNA damage. Subjects undergoing hemodialysis benefited greatly from BN consumption, as they improved lipid profile markers, oxidative stress, inflammation, and thyroid function. Older adults with mild cognitive impairment improved verbal fluency and constructional praxis, and controversial results regarding the change in a marker of lipid peroxidation were observed in subjects with coronary artery disease. In conclusion, the benefits of BN consumption were found in different pathways of action and study populations.

Systematischer Review klinischer Studien 

DOI: 10.3390/foods11182925

Study: strong evidence

Da Silva A, Silveira BKS, De Freitas BVM, Hermsdorff HHM, Bressan J. Effects of Regular Brazil Nut (Bertholletia excelsa H.B.K.) Consumption on Health: A Systematic Review of Clinical Trials. Foods. 2022;11(18):2925. 

23.*

The consumption of plant-based beverages is a growing trend and, consequently, the search for alternative plant sources, the improvement of beverage quality and the use of their by-products, acquire great interest. Thus, the purpose of this work was to characterize the composition (nutrients, phytochemicals and antioxidant activity) of the Brazil nut (BN), its whole beverage (WBM), water-soluble beverage (BM-S), and its by-products of the beverage production: cake, sediment fraction (BM-D), and fat fraction (BM-F). In this study, advanced methodologies for the analysis of the components were employed to assess HPLC-ESI-QTOF (phenolic compounds), GC (fatty acids), and MALDI-TOF/TOF (proteins and peptides). The production of WBM was based on a hot water extraction process, and the production of BM-S includes an additional centrifugation step. The BN showed an interesting nutritional quality and outstanding content of unsaturated fatty acids. The investigation found the following in the composition of the BN: phenolic compounds (mainly flavan-3-ols as Catechin (and glycosides or derivatives), Epicatechin (and glycosides or derivatives), Quercetin and Myricetin-3-O-rhamnoside, hydroxybenzoic acids as Gallic acid (and derivatives), 4-hydroxybenzoic acid, ellagic acid, Vanillic acid, p-Coumaric acid and Ferulic acid, bioactive minor lipid components (β-Sitosterol, γ-Tocopherol, α-Tocopherol and squalene), and a high level of selenium. In beverages, WBM had a higher lipid content than BM-S, a factor that influenced the energy characteristics and the content of bioactive minor lipid components. The level of phenolic compounds and selenium were outstanding in both beverages. Hydrothermal processing can promote some lipolysis, with an increase in free fatty acids and monoglycerides content. In by-products, the BM-F stood out due to its bioactive minor lipid components, the BM-D showed a highlight in protein and mineral contents, and the cake retained important nutrients and phytochemicals from the BN. In general, the BN and its beverages are healthy foods, and its by-products could be used to obtain healthy ingredients with appreciable biological activities (such as antioxidant activity).

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/foods10123007

Study: weak evidence

Vasquez-Rojas WV, Martín D, Miralles B, Recio I, Fornari T, Cano MP. Composition of Brazil Nut (Bertholletia excels HBK), Its Beverage and By-Products: A Healthy Food and Potential Source of Ingredients. Foods. 2021;10(12):3007. 

24.*

Narrativer Review in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/molecules27010233

Study: weak evidence

Rahman MdM, Rahaman MdS et al. Role of phenolic compounds in human disease: current knowledge and future prospects. Molecules. 2021;27(1):233.

25.●

Website

Schweizerische Eidgenossenschaft, EKK Eidgenössische Ernährungskommission: Fette in der Ernährung (2006).

26.●

zur Aufhebung der Verordnung (EG) Nr. 1152/2009 

 

Website

EU-Durchführungsverordnung der Kommission. Nr. 884/2014 zur Festlegung besonderer Bedingungen für die Einfuhr bestimmter Futtermittel und Lebensmittel aus bestimmten Drittländern wegen des Risikos einer Aflatoxin-Kontamination. 13. August 2014.

27.●

Produktion

Bevor die Paranüsse verarbeitet werden können, werden sie in trockenen Lagerhallen bei einer Umgebungstemperatur von 27 bis 33° Celsius mehrere Wochen lang zwischengelagert. Sie müssen regelmässig umgeschaufelt werden, damit die Schale trocken bleibt und die Nüsse keinen Schimmel ansetzen.

Später werden die Paranüsse über Schüttelrutschen mit kalibrierten Lochblechen nach ihrer Grösse sortiert. Es erfolgt eine erste manuelle Auslese, um beschädigte und verfärbte Exemplare auszumustern. Taube Nüsse, d.h. Schalen, die nicht gefüllt sind, schwimmen in einem Wasserbad oben auf und werden abgezogen, während gute Nüsse zu Boden sinken.
Im weiteren Produktionsprozess werden die Nüsse in einem langsam rotierenden, holzbefeuerten Trockenofen erwärmt. Dies geschieht schonend, zuerst bei einer Temperatur von 43° Celsius, die im Laufe des Prozesses graduell auf 60 bis 65° Celsius erhöht wird. Am Ende beträgt die Restfeuchte der Nüsse nur noch 10 bis 12 %. Um einen schnellen Verderb durch Schimmelpilze zu verhindern, wird in letzter Zeit immer mehr dazu übergegangen, die Feuchtigkeit der Paranüsse bereits vor der ersten Zwischenlagerung auf 10 % herunterzutrocknen.
Bis zur weiteren Verarbeitung werden die Nüsse in ventilierten Silos aufbewahrt.
Ca. 50 % der Paranüsse werden „geschlagen“ d.h. es wird die Schale entfernt; die andere Hälfte der Paranüsse wird in der Schale verkauft.

Website

Michael Priestoph GmbH Importagentur. Bertholletia excelsa Paranüsse. 

Wir haben Studien und Bücher zu Ernährung und Gesundheit nach folgenden 3 Evidenz-Kategorien markiert: grün=starke Beweiskraft, gelb=mittlere, violett=schwache. Die restlichen Quellen sind grau markiert. Eine ausführliche Erklärung finden Sie in unserem Beitrag: Wissenschaft oder Glaube? So prüfen Sie Publikationen.
AutorInnen:

Kommentare