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Seetang (Rotalgen), roh

Seetang in der Form von Rotalgen sind roh essbar, doch trocknet man sie. Als dünnes Nori-Blatt verarbeitet sind sie nicht mehr roh, sondern geröstet.

Seetang kann man im Meer ernten, wenn man die Pflanzen kennt und trocknen, also so sind sie quasi "wild essbar". Normalerweise kauft man sie fertig, meist als getrocknete etwas zusammengelegte sehr salzige Blätter, die beim Kauen gerne sich zwischen die Zähne verklemmen. Sie sollten nicht zu viel Jod enthalten. Diese Gemüsealgen kann man jahrelang aufbewahren, wenn die Luft nicht zu feucht ist.

Nori-Blätter und Rohkost:

Als dünnes Blatt verarbeitet kann man Nori-Blätter pur essen, doch sind sie normalerweise geröstet und können zu viel Jod aufweisen. Diese eckig geschnittenen Nori-Blätter sind normalerweise keine Rohkost aber vegan.

Essbare Meeresalgen in der Form von Nori-Blättern sind getrocknete, später geröstete, quadratische, papierartige Blätter, meist aus Rotalgen der Arten Porphyra yezoensis (Purpurtange) oder Porphyra tenera (engl.) hergestellt. Man nennt das auch Purpurtang oder Meerlattich oder Seegras. Sie dienen unter anderem dazu, Sushi-Rollen (Makizushi, 巻き寿司) herzustellen. Bestimmte grüne Sorten nennt man Aonori. Doch ist auch die Rotalgenart Porphyra laciniata verwendbar.

Es gibt auch Nori-Blätter als Rohkost, die allerdings gegen fünf Mal mehr kosten. Die Blätter wiegen um die 2,5 bis 3 g pro Blatt. Geröstet sind die Blätter meist grünlich und kosten 20 Cents pro Stück, während die rohen Qualitäten ein dunkles Braun zeigen und bis zu einem Euro pro Blatt kosten können.

Gemüsealgen und Jod:

Aus Stiftung Warentest 13.9.2002 zu "Jod in Gemüsealgen:
Getrockneten Seetang gibt es schon ab 0,62 Euro pro 100 g (keine Nori-Blätter!), doch die enthalten bis zu 3800 mg/kg Trockengewicht Jod, was gesundheitsschädlich ist. "Das ist mindestens 150 Mal mehr als das Bundesinstitut für gesundheitlichen Verbraucherschutz und Veterinärmedizin (BgVV) für verkehrsfähig hält."

Es gibt aber Algen mit weniger als 20 Milligramm Jod pro Kilogramm Trockenmasse. Alles darüber kann die Gesundheit schädigen. Vor allem Kombualgen für Dashi-Suppe können bis zu 40 000 Mal mehr Jod als Meerwasser enthalten.

"Keine Jodschocks haben Liebhaber von Maki-Sushi zu befürchten. Die Jodgehalte ihrer Algenhüllen, den von uns getesteten Nori-Blättern, sind bei maßvollem Verzehr unbedenklich. Maßvoll sind etwa 3 Blätter oder 7,5 Gramm. In solchen Mengen sind auch getrocknete Wakame-Braunalgen unkritisch.
Für Asiaten, besonders für Japaner, sind Jod-Richtwerte bedeutungslos – sie leben seit Generationen in Jodreichtum und haben sich von klein auf an ein Übermaß gewöhnt. Bis zu 6 Gramm getrocknete Algen verzehrt ein japanischer Erwachsener laut Kagawa Nutrition University täglich. Kropfprobleme kennt er praktisch nicht. Seine Schilddrüse wehrt sich nach dem Überlaufprinzip: Überschüssiges Jod fließt mit dem Urin aus dem Körper. Bei Europäern funktioniert der Mechanismus nicht immer – er versagt vor allem bei älteren Menschen."

Falschinformation über Algen und Vitamin B12:

"Meeresalgen enthalten oft mehr Vitamin B12 als Fleisch." Das ist allerdings eine Falschinformation aus der Zeit als die Analoga (siehe bei Spirulina) noch nicht bekannt waren. Sorten Nori für Sushi (sehr kleines Gewicht) und Wakame für Suppen sind unbedenklich.