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Blasentang

Blasentang, eine Braunalge, ist weit verbreitet. Als Heilmittel ist die Alge seit Jahrhunderten bekannt. Sie besitzt einen hohen Iod-Gehalt.
  81/14/05  LA:ALA
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Der Blasentang (Fucus vesiculosus) gehört zu den Braunalgen und ist im Nordatlantik sowie in der Nord- und Ostsee weit verbreitet. Seine Bestände in der Ostsee sind in den letzten Jahren drastisch zurückgegangen.

Allgemeine Information:

Namensgebend und kennzeichnend sind die Gasblasen. Sie sind auf beiden Seiten der Mittelrippe angeordnet und stehen paarig einzeln in den Gabelungen. Sie sorgen dafür, dass die Alge im Wasser Auftrieb hat. Damit die Pflanze bei Ebbe nicht austrocknet, ist sie mit einer Schleimschicht überzogen.

In der Medizin verwendet man Blasentang bereits seit Jahrhunderten. Die Alge besitzt einen hohen Gehalt an Jod, Mineralien, Spurenelementen und weiteren sekundären Pflanzeninhaltstoffen. Das macht sie interessant für den Einsatz in der Pflanzenheilkunde und in der Homöopathie zur Behandlung verschiedener Krankheiten.

Vorkommen:

Aus Wikipedia: "Das Verbreitungsgebiet des Blasentangs umfasst die Küstenregionen im nördlichen Atlantik. Von Nordeuropa, der Nordsee und Ostsee ist er bis zu den Kanarischen Inseln und Marokko verbreitet. In Amerika kommt er von Kanada bis zur Karibik vor, auch an der Küste von Brasilien wurde er gefunden.

Er wächst in der Brandungszone und oberen Gezeitenzone auf festem Untergrund wie Felsen, Steinen und Holz.

An der deutschen Nordsee (Deutsche Bucht) gibt es größere Bestände vor allem bei Helgoland. Im Wattenmeer ist der Blasentang auf Mauern und Muschelbänke beschränkt"

"An der deutschen Ostseeküste war der Blasentang bis zum 20. Jahrhundert auf Hartsubstrat überall verbreitet und kam bis in Meerestiefen von 10 bis 14 Metern vor. Seit 2004 wurde hier, insbesondere in der Mecklenburger Bucht, ein extremer Rückgang beobachtet. Heute findet man nur noch wenige einzelne Tange und nur noch zwei Bestände (Wustrow und Salzhaff), die auf den Flachwasserbereich bis maximal 2 m Wassertiefe beschränkt sind. Dieser Rückgang konnte weder durch den Salzgehalt des Wassers, noch durch die Verfügbarkeit von Licht oder Hartsubstrat erklärt werden. Als Ursache dafür werden Raumkonkurrenz mit Miesmuscheln, Fraß durch Isopoden oder Schädigung der Keimzellen durch Ölverschmutzung angenommen.

Auch in der Kieler Bucht wachsen die meisten Tange nur noch in einer Tiefe von 2 Metern, einzelne Exemplare kommen bis 3,5 Meter Tiefe vor. Die potentiell durch das Licht ermöglichte Wachstumsgrenze wurde hier bei 4 bis 6 Metern Tiefe ermittelt. Es wird vermutet, dass der Bewuchs durch Algen oder aufsitzende Rankenfußkrebse die Tange beschattet und somit das Vordringen in größere Tiefen verhindert."

Inhaltstoffe:

"Blasentang enthält bis zu 0,1 bis 0,5 % Iod, außerdem Brom, Beta-Carotin, Alginsäure, Polyphenole mit antibiotischer Wirkung, Xanthophylle (Fucoxanthin), Polysaccharide und pektinartige Schleimstoffe. Für den Schleimstoff Fucoidan wurde eine immunstimulierende Wirkung bei Krebs nachgewiesen. Außerdem besitzt der Blasentang einen hohen Gehalt an Mineralstoffen und Spurenelementen. Wie alle Algen reichert er aber auch Arsen und Schwermetalle wie Blei und Cadmium an, welche in den zubereiteten Produkten nachweisbar sind."

Verwendung:

In Japan bereitet man den Blasentang als Gemüse zu. In Europa findet man Blasentang seltener im Handel und mehrheitlich als Nahrungsergänzungsmittel. Die Alge findet sich aber als Zusatz in manchen Lebensmitteln.

Hinweise für die Verwendung in der Küche:

Bei Algenprodukten sollte man darauf achten, dass sie Informationen zum Jodgehalt, zur maximalen empfohlenen täglichen Verzehrmenge und zur Zubereitung enthalten. Nur so kann man als Verbraucher abschätzen, wie hoch die Jodaufnahme ist und eine zu hohe Aufnahme vermeiden.

Der Jodgehalt lässt sich durch mehrstündiges Wässern mit Wasserwechsel und/oder Kochen um über 95% reduzieren. Wir benötigen lediglich 150 µg Iod pro Tag. Mancher Blasentang enthält so viel Jod, dass man leicht die empfohlene maximale Aufnahmemenge von 500 µg Iod pro Tag überschreiten kann. Ein Gramm Blasentang hat schon 3 mg, also sechs Mal mehr als eine maximal gerade noch ohne gesundheitliche Schäden aufnehmbare Menge! Siehe den Text zu Jod.

Aufgrund des hohen Iod Gehaltes sollten besonders Menschen mit Schilddrüsenproblemen vorsichtig im Umgang mit Blasentang sein.

Medizinische Verwendung:

"Die Pharmaindustrie verwendet Blasentang zur Gewinnung von Alginaten. Der Blasentang wird in Irland und Frankreich zur Herstellung von Seetang-Extrakt für Kosmetikprodukte genutzt. Als Tangbäder werden die getrockneten Algen auch in der Thalassotherapie eingesetzt.

Aufgrund seines hohen Jodgehaltes wurde Blasentang seit dem 17. Jahrhundert zur Kropfbehandlung angewendet. In der Pflanzenheilkunde wird er bei Schilddrüsenunterfunktion, Heuschnupfen, Arterienverkalkung und Schuppenflechte eingesetzt."

"Da vermutet wurde, dass die Wirkstoffe des Blasentangs den Grundumsatz erhöhen, wurde er seit der Mitte des 19. Jahrhunderts auch zur Behandlung von Adipositas eingesetzt. Auch heute ist Blasentang Bestandteil vieler Schlankheitsmittel. Im Internet sind sowohl pflanzliche als auch homöopathische Produkte erhältlich."

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