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Brombeeren, roh (Schwarzbeeren, Rubus, bio?)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Brombeeren in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

88%Wasser 84Makronährstoff Kohlenhydrate 83.64%/12Makronährstoff Proteine 12.1%/04Makronährstoff Fette 4.26% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, 0.2g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, 0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Brombeeren oder Schwarzbeeren (Rubus fruticosus) passen roh als erfrischende Zutat in Fruchtsalate oder Süssspeisen. Neben wilden Waldbrombeeren gibt es auch kommerzielle und in Bio-Qualität angebaute Brombeeren.

Verwendung in der Küche

Rohe Brombeeren sind saftig und wohlschmeckend. Der Geschmack der Brombeeren ist sehr vielfältig. Die süss-aromatischen Früchte haben häufig eine säuerliche Note. Manche beschreiben den Brombeergeschmack als eine Mischung aus Trauben, Pflaumen, Äpfeln und Kokosnuss. Die etwas kleineren, wildwachsenden Waldbrombeeren schmecken oft viel aromatischer als gezüchtete Sorten. Brombeeren ähneln optisch den schwarzen Maulbeeren.

Kann man Brombeeren roh essen? Bio-Brombeeren sind zum Frischverzehr, aber auch für Smoothies oder als Topping für das Erb-Müesli geeignet. Brombeeren dienen auch zur Herstellung von Konfitüre, Gelee, Chutney, Sorbet, Saft, Sirup, Wein und Likör. Beliebt sind sie auch als Bestandteil von Muffins oder als Kuchenbelag. Beliebt sind mit rohen Brombeeren aromatisierter Fruchtessig, Bowlen oder Obstsalate.

Ähnlich wie bei der Himbeere (Rubus idaeus) sind neben den Beeren auch andere Pflanzenteile verwendbar: Die Brombeerblätter dienen wegen des angenehmen Geschmacks auch zur Zubereitung von Tees. Fermentierte Brombeerblätter dienen als Ersatz für chinesischen Tee (Schwarztee) und sind beliebt als teinfreier Frühstückstee.1 Auch die Blüten der jungen Pflanzen passen für Tee, als Aroma oder als Dekor auf Süssspeisen. Ebenso schmecken getrocknete Brombeeren, als Tee aufbrüht.2

Veganes Rezept für schnelles Brombeer-Eis

Zutaten (für 2 Personen): 2 reife Bananen, 400 g Brombeeren.

Zubereitung: Bananen schälen, in Stücke schneiden und 1-2 h in das Gefrierfach geben. Brombeeren waschen, gut abtropfen lassen und in einem Mixer pürieren. Anschliessend das Brombeermus durch ein Sieb passieren, bis nur noch Brombeerkerne im Sieb zurückbleiben. Die gefrorenen Bananen und das Brombeermus ohne Kerne in einen Mixer geben und fein pürieren. Brombeer-Eis sofort geniessen. Durch die reifen Bananen ist das Eis süss und es benötigt keine zusätzlichen Süssungsmittel.

Vegane Rezepte mit Brombeeren finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Frische Brombeeren sind bei Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Rewe, Edeka, Hofer und Billa dank Fernimport fast das ganze Jahr über erhältlich. Mitteleuropa bietet ein hervorragendes Klima für Brombeeren; die regionale Saison ist von Juli bis Oktober.16 Konventionelle Brombeeren weisen häufig Pestizidrückstände auf, weshalb wir Beeren aus biologischem Anbau empfehlen. Beeren in Bio-Qualität gibt es in regulären Supermärkten wie auch in Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt und Alnatura.

Die Verfügbarkeit von Brombeeren ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

Die Brombeere ist in Wäldern, an Hecken, auf Schuttplätzen, Wegböschungen und Heideflächen zu finden.3 Der wildwachsende, dornige Strauch hat stachlig gezähnte Blätter und violett-schwarze Sammelsteinfrüchte.4 Alle Brombeerarten, egal ob wild oder gezüchtet, sind mitsamt ihren Blättern ungiftig.

Wann blühen Brombeeren? Die Blütezeit ist nicht einheitlich. Die Hauptblüte ist von Mai bis Ende Juli, sie blühen aber bis in den Winter hinein. An einem Strauch wachsen Blüten, unreife und reife Beeren zur gleichen Zeit.3

Tipps zur Lagerung

Frische Brombeeren sind rasch zu verbrauchen. Sie reifen nicht nach, weshalb Sie nur reife Beeren ernten sollen. Lagern sollten sie möglichst flach, ohne gegenseitige Berührung. Druckstellen können zu Schimmelbildung führen. Im Kühlschrank halten sie ca. zwei Tage. Konservieren durch Einfrieren ist ideal für frische Brombeeren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

100 g Brombeeren haben einen Energiegehalt von 43 kcal. Fett- und Proteingehalt sind mit 0,5 und 1,4 g sehr gering. Brombeeren enthalten ca. 9,6 g Kohlenhydrate und 5,3 g/100g Ballaststoffe in Form von löslichen und unlöslichen Nahrungsfasern.5

Brombeeren weisen 0,65 mg Mangan pro 100 g auf, was 32 % des Tagesbedarfs entspricht. Einen ähnlichen Gehalt haben Himbeeren (0,67 mg/100g) und Sanddornbeeren (0,60 mg/100g). Kräuter und Gewürze enthalten viel Mangan, ebenfalls Weizenkeime (13 mg), Weizenkleie (12 mg) und Teff (9,2 mg/100g).5

Vom fettlöslichen Vitamin K haben frische Brombeeren (Schwarzbeeren) 20 µg/100g, was 26 % des Tagesbedarfs entspricht. Heidelbeeren haben einen ähnlichen Gehalt (19 µg/100g). Besonders viel von diesem Vitamin ist in grünem Gemüse wie z.B. Mangold (830 µg) und Grünkohl (705 µg) zu finden.5

Brombeeren sind bekannt für ihren Gehalt an Vitamin C (Ascorbinsäure), obwohl dieser nur 21 mg/100g beträgt, was 26 % des Tagesbedarfs entspricht. Stachelbeeren und Himbeeren haben mit ca. 27 mg etwas mehr. Sanddornbeeren (450 mg/100g) und gelbe Paprika (184 mg/100g) weisen einen sehr hohen Vitamin-C-Gehalt auf.5

Folat (Folsäure) ist in Brombeeren mit 25 µg/100g nicht allzu viel enthalten. Hülsenfrüchte (z.B. Mungbohnen 625 µg; Kichererbsen 557 µg oder Linsen 479 µg) haben roh sehr viel Folat; Kochen reduziert den Gehalt.5

In kleineren Mengen sind noch Vitamin E, Kalium, Magnesium, Pantothensäure und Zink vorhanden.5

Die gesamten Inhaltsstoffe von Brombeeren, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Verhältnis Omega-6- (LA) zu Omega-3-Fettsäure (ALA) in Beeren

Beeren und Wildbeeren haben meistens ein sehr gutes Verhältnis zwischen LA (Linolsäure) und ALA (Alpha-Linolensäure). Allgemein haben Beeren einen tiefen Fettgehalt und entsprechend sind die Mengen an Omega-3 und Omega-6 gering. Im Verhältnis zum Gesamtfettgehalt machen die mehrfach ungesättigten Fettsäuren aber einen hohen Anteil aus.

Aus Alpha-Linolensäure bildet der Körper weitere Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA), die entzündungshemmend wirken. Aus Linolsäure bildet er hingegen die entzündungsfördernde Arachidonsäure. Das gute Verhältnis von Omega-6- zu Omega-3-Fettsäuren zeigt, dass Beeren ein gesundes Nahrungsmittel sind.

Angaben zu einzelnen Werten von ALA und LA (Quelle: USDA, Önwt, Debinet):

Beere (roh)

LA (g/100g)

ALA (g/100g)

Verhältnis LA:ALA

Gesamtfett (g/100g)

Quelle

Sanddornbeere

2,6

1,8

1,5:1

7,1

Önwt

Holunderbeere

0,6

0,5

1:1

1,7

Önwt

Brombeere

0,19

0,4

0,36

0,09

0,3

0,26

2:1

1,25:1

1,3:1

0,34

1,0

1,0

USDA

Önwt

Debinet

Wald-Brombeere

0,4

0,3

1,25:1

1,0

Önwt

Preiselbeere

0,2

0,2

1:1

0,5

Önwt

Cranberry

0,3

0,2

1,5:1

0,7

Önwt

Heidelbeere

0,2

0,22

0,2

0,15

1:1

1,5:1

0,6

0,6

Önwt

Debinet

Himbeere

0,25

0,1

0,13

0,1

2:1

1:1

0,46

0,3

USDA

Önwt

Wald-Erdbeere

0,1

0,1

1:1

0,4

Önwt

Wald-Himbeere

0,1

0,1

1:1

0,3

Önwt

Boysenbeere

0,11

0,08

1,5:1

0,3

Debinet

Schwarze Johannisbeere

0,11

0,07

1,5:1

0,26

USDA

Erdbeere

0,09

0,06

1,5:1

0,21

0,4

USDA

Debinet

Stachelbeere

0,27

0,05

5:1

0,4

USDA

Rote Johannisbeere

0,05

0,04

0,04

0,03

1:1

1,25:1

0,13

0,2

USDA

Debinet

Wirkungen auf die Gesundheit

Viele gesundheitliche Wirkungen von Brombeeren kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen.

Sekundäre Pflanzenstoffe

Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Brombeeren enthalten u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:7,8,23

  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxybenzoesäuren (Gallussäure, Protocatechinsäure, Syringinsäure, Vanillinsäure, p-Hydroxybenzoesäure), Hydroxyzimtsäuren (Ferulasäure, Kaffeesäure, Sinapinsäure, o-Cumarsäure); Flavonoide: Flavanole (Catechin, Epicatechin, Epigallocatechin-Gallate), Flavonole (Rutin, Quercetin, Quercitrin, Kaempferol-Derivate), Anthocyane (Cyanidin-3-Glucosid, Cyanidin-3-O-Arabinosid, Cyanidin-3-O-(Malonyl)glucosid, Cyanidin-3-Rutinosid); Tannine (Ellagsäure)
  • Weitere organische Verbindungen: Aldehyde (Vanillin)

Die antioxidative und entzündungshemmende Wirkung der Brombeere steht im Kontext ihres hohen Gehaltes an Anthocyanen, insbesondere Cyanidin-3-O-Glucosid. Anthocyane sind wasserlösliche Pflanzenfarbstoffe, die in den Zellvakuolen der Früchte vorkommen. Sie können freie Radikale neutralisieren und damit oxidative Prozesse im Körper abschwächen. Eine Ernährung mit anthocyanreichen Lebensmitteln gilt als sinnvoller als die isolierte Zufuhr einzelner Antioxidantien. Dornenlose Brombeersorten weisen tendenziell höhere Anthocyangehalte auf, v.a. im reifen Zustand.7,8 Studien zeigen zudem eine höhere antioxidative Kapazität von Brombeeren im Vergleich zu Heidelbeeren, Himbeeren und Kirschen.23

In Tierstudien fördern anthocyanreiche Lebensmittel wie Brombeeren, schwarze Johannisbeeren und violettfarbener Mais die Fettverbrennung, indem sie die Aktivität fettspaltender Enzyme im Muskelgewebe erhöhen. Anthocyane verbessern die Sensitivität von Blutzuckerhormonen. Allerdings sind die Effekte beim Menschen komplex und hängen stark von Ernährung, Alter und Stoffwechsel ab. Weitere Studien dazu sind erforderlich.8,9

In einem Tiermodell zur Alzheimer-Erkrankung verbesserte Brombeerextrakt die Gedächtnisleistung von Ratten sowie Parameter der Hippocampus-Funktion, einschliesslich entzündungsbezogener Enzymaktivität.22 Ergänzende Informationen können Sie unter der Zutat Brombeerblätter nachlesen.

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Wichtig beim Wildsammeln von Beeren ist immer das Waschen vor dem Essen. Bodennahe Früchte können mit Schmutz oder Parasiten verunreinigt sein. Eine Infektion mit den Eiern des Fuchsbandwurms (Echinococcus multilocularis) ist zwar selten, aber dennoch möglich. Es kann zu schweren Leberschäden kommen. Nicht nur Füchse, sondern auch Hunde und Katzen können Überträger sein.10

Volksmedizin - Naturheilkunde

Der Brombeerstrauch ist in der Volksmedizin seit der Antike bekannt. Der griechische Dichter Aischylos und der Arzt Hippokrates beschreiben die Brombeere als Heilpflanze.1,11 Brombeeren und Brombeerblätter haben eine beruhigende Wirkung. Sie wirken aufgrund ihrer Gerbstoffe als Adstringens gegen Durchfall oder auch zur Behandlung von Entzündungen im Mund- und Rachenraum durch Gurgeln.2

Brombeeren und Brombeerblätter sind weder vom HMPC noch von ESCOP bearbeitet.20 Von der Kommission E liegt eine Monografie zu Brombeerblättern vor.19 Die Drogenbezeichnung ist Rubi fruticosi folium, syn. Folia Rubi fruticosi.

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Der ökologische Fussabdruck eines Lebensmittels hängt von Faktoren ab wie z.B. der Art der landwirtschaftlichen Produktion (konventionell vs. ökologisch), saisonaler, regionaler oder inländischer Produktion bzw. Import per Lkw, Schiff oder Flugzeug, unterschiedlichen Verpackungsarten und ob es Frischwaren oder Tiefkühlwaren sind.

Die dänische Klimadatenbank CONCITO kommt für Brombeeren auf einen CO2-Fussabdruck von 1,17 kg CO2eq/kg. Dies ist vergleichbar mit Heidelbeeren und Himbeeren (1,03 kg CO2eq/kg), während Erdbeeren nur 0,57 CO2eq/kg aufweisen.6 In europäischen Supermärkten sind Brombeeren neben Himbeeren und Erdbeeren sehr beliebt, auch in den Wintermonaten. Dann kommen Brombeeren jedoch vorwiegend von anderen Kontinenten nach Europa, was lange Transportwege bedeutet und damit Emissionen. Neben dem Anbau und dem Transport beeinflusst auch die Art der Verpackung den CO2-Fussabdruck. Das grösste Einsparungspotenzial an Emissionen liegt beispielsweise beim Ersatz der PET-Schalen durch eine Kartonverpackung. Bevorzugen Sie saisonale und regionale Bio-Brombeeren.

Daten zum Wasserfussabdruck von Brombeeren liegen noch nicht vor. Als Vergleich der Wasserverbrauch von anderen Beeren: Himbeeren 413 l/kg; Erdbeeren 347 l/kg und Heidelbeeren 845 l/kg.18

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Wilde Brombeeren sind ideale Futterquellen für Tiere. Nicht nur Vogelarten wie Amsel, Singdrossel und Mönchsgrasmücke lieben Brombeeren, sondern auch die Haselmaus und der Siebenschläfer schätzen die vitaminreichen Früchte.

Weltweites Vorkommen - Anbau

Der genaue Ursprung der Brombeere ist unbekannt. Wildformen wachsen in Eurasien und Nordamerika. Heutzutage ist die Brombeere weltweit in den gemässigten Zonen verbreitet, auch in der südlichen Hemisphäre. Die rankenden oder aufrecht stehenden Sträucher besitzen oftmals Stacheln. Sorten ohne Stacheln sind im kommerziellen Anbau und im Garten sehr beliebt.

2005 waren Europa, USA und Mexiko Hauptproduzenten für Brombeeren. Sie wachsen auch in Asien, Südamerika, Ozeanien und Afrika, jedoch in kleineren Mengen.21 Ebenfalls erhältlich sind wilde Brombeeren.

Anbau - Ernte

Brombeersträucher sind robust und wachsen schnell. Sie bevorzugen sonnige bis halbschattige Standorte, weshalb sie wild in lichten Wäldern oder an Waldrändern vorkommen. Der Boden sollte nährstoffreich sein. Tägliches Giessen ist bei hohen Temperaturen nötig, da der Strauch sehr viel Wasser benötigt. Im Frühling sollte man die Brombeeren mit einem Bio-Universaldünger oder Bio-Beerendünger versorgen.16

Wie und wann Brombeeren schneiden? Regelmässiges Auslichten und Entfernen von Geiztrieben verhindert die Gestrüppbildung. Abgetragene (zwei- bis dreijährige) Ruten schneiden Sie am Boden ab und die neuen Triebe kürzen Sie auf ca. 2–5 Zweige.12

Verwechslungsmöglichkeiten

Die Echte Brombeere (Rubus fruticosus agg.) ist mit der Kratzbeere (oder Acker-Brombeere) verwechselbar, sie stellt aber keine Gefahr dar. Rubus caesius ist sehr weit verbreitet. Ihre Beeren sind etwas kleiner als bei der Echten Brombeere, dafür sehr prall und saftig. Die behaarte, kriechende Staude kann bis zu 40 cm Höhe erreichen, die Stacheln sind weich und borstenartig.4

Die Loganbeere (Rubus x loganobaccus) entstand aus einer zufälligen Kreuzung zwischen Brombeere und Himbeere in Amerika. Vermutlich aus Rubus ursinus und der Himbeer-Sorte "Red Antwerp".14 Ihre Früchte sind längliche rote Sammelsteinfrüchte mit einem sauren Geschmack. Der Name kommt von J.H. Logan, einem amerikanischen Richter.

Die Boysenbeere (Rubus ursinus x idaeus) ist eine amerikanische Kreuzung aus der Loganbeere und einer Brombeerart.15 Die Staude und die Beeren ähneln der Echten Brombeere.

Weiterführende Informationen

Die Gattung Rubus gehört zur Familie der Rosengewächsen (Rosaceae). Innerhalb dieser Gattung ist die Sektion Rubus sectio Rubus, die Brombeeren, bekannt. Dies ist eine Sammelart, die mehrere tausend Kleinarten, Sorten und Hybride umfasst. Als Sammelbezeichnung sind Rubus fruticosus agg. und teilweise Rubus fruticosus L. üblich.3,12 Bekannte Kleinarten sind: Armenische Brombeere (Gartenbrombeere, Rubus armeniacus Focke), Kratzbeere (Rubus caesius) und Haselblatt-Brombeere (Rubus corylifolius agg.).13

Zur Gattung Rubus zählen auch Himbeeren (R. idaeus), Moltebeeren (R. chamaemorus) und arktische Himbeeren (R. arcticus).

Wie lassen sich Brombeerflecken entfernen? Kleidung an der verunreinigten Stelle mit reichlich Wasser ausspülen. Vermeiden Sie zu reiben, das vergrössert den Fleck. Kleidungsstück im Seifenwasser oder im Essigwasser (nicht für Wolle oder Seide geeignet) einlegen und nach der Vorbehandlung sofort in der Waschmaschine waschen.

Alternative Namen

Volkstümliche Trivialnamen sind: Brambeere, Bramel, Brämel, Brombesing, Bromedorn, Bromelbeere, Brumenbeere, Braunbeere, Frombeere, Hirschbollen, Kratzbeere, Kratzelbeere, Moren, Nurr, Rahmbeere, Schwarzbeere, Feldschwarzbeere, Hundsbeere, Kroatzbeere, Schwarze Haubeere.3,17

Die Brombeere heisst auf Englisch blackberry oder brambleberry, der Brombeerstrauch bramble bush oder blackberry bush.

1.

Book: moderate evidence

Niederegger O, Mayr C. Heilpflanzen der Alpen. Tyrolia: Innsbruck. 2006.

2.

Book: strong evidence

Fleischhauer SG, Guthmann J, Spiegelberger R. Enzyklopädie Essbare Wildpflanzen. AT Verlag: Aarau. 4. Auflage. 2018.

3.

Book: weak evidence

Pahlow M. Das grosse Buch der Heilpflanzen. Gesund durch die Heilkräfte der Natur. Nikol: Hamburg. 2013.

4.

Book: moderate evidence

Mabey R. Essbar. Wildpflanzen, Pilze, Muscheln für die Naturküche. Haupt: Bern, Stuttgart, Wien. 2013.

5.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

6.

Brombeeren  1,17 kg CO2eq/kg.

Heidelbeeren und Himbeeren (1,03 kg CO2eq/kg),

 Erdbeeren 0,57 CO2eq/kg

Website

CONCITO. The big climate database. Version 1.1. 2024.

7.*

Blackberry fruit (Rubus spp.) has a powerful antioxidant capacity due to the high levels of anthocyanins and other phenols it contains. In this work, we investigated the physico-chemical characteristics, the bioactive compounds (total phenols, flavonoids, and monomeric anthocyanins), and the antioxidant capacity of seven blackberry cultivars belonging to the Rubus fruticosus L. and Rubus laciniatus L. genera growing in the NW region of Romania. In addition, the wild blackberry cultivar from the same area was also evaluated. Anthocyanins from the blackberry fruit were extracted using SPE (Solid Phase Extraction), and the anthocyanin profile was identified and quantified using HPLC-PDA analysis. In terms of polyphenol content and antioxidant capacity, two of the cultivars examined stood out. The majority of anthocyanin found in blackberries was cyanidin-3-glucoside, with the highest amount recorded in the ‘Thorn Free’ cultivar at 329.26 ± 9.36 mg/g dw. Comparatively, ‘Loch Ness’ and ‘Thorn Free’ fruits exhibited total phenol contents of 1830.98 ± 13.55 and 1687.14 ± 62.41 mg GAE/100 g dw, respectively. Antioxidant capacities varied significantly among the eight blackberry cultivars, with cultivars ‘Loch Ness’ and ‘Thorn Free’ achieving high values in comparison to the others. The findings of the multivariate analysis also supported the experimental results. Knowing the phytochemical composition and antioxidant potential of different blueberry cultivars, one can use them as fresh, functional foods or for commercial purposes to produce products derived from fruits with a high concentration of bioactive components.

Experimentelle Pflanzen- bzw. Lebensmittelforschung

DOI: 10.3390/horticulturae9050556

Study: weak evidence

Memete AR, Sărac I, Teusdea AC, Budău R, Bei M, Vicas SI. Bioactive Compounds and Antioxidant Capacity of Several Blackberry (Rubus spp.) Fruits Cultivars Grown in Romania. Horticulturae. 2023;9(5):556.

8.*

Although blackberries are associated with health benefits, their impact on adipocyte biology remains poorly understood. Here, we investigated the effect of a blackberry extract (Rubus fruticosus fruit extract, RFE) on adipogenesis and lipolysis in the 3T3-L1 cell model and characterized its transcriptomic response. Adipogenesis and lipolysis were assessed by Oil Red O and AdipoRed™ staining and glycerol release, respectively. RNA-Seq analysis was processed with the PIGx pipeline, and differential gene expression was evaluated with edgeR. RFE strongly promoted adipogenesis, increasing Oil Red O staining by 29% (n = 3, p < 0.01), and showed anti-lipolytic activity, reducing glycerol release by 51% (n = 3, p < 0.05). Whole-transcriptome analysis revealed that RFE significantly regulated 4904 genes, enhancing the adipogenic program. Functional profiling identified metabolic pathways influenced by RFE, including those related to lipid biosynthesis. Notably, RFE also modulated extracellular matrix (ECM) pathways, suggesting a shift toward a less fibrotic microenvironment. These findings indicate that RFE promotes subcutaneous adipose tissue expansion while supporting ECM remodeling, favoring healthy adipose growth and reduced fibrosis. To our knowledge, this is the first evidence that RFE simultaneously stimulates adipocyte differentiation and ECM remodeling. Overall, RFE emerges as a promising active ingredient for lipofilling cosmetic applications aimed at improving adipose tissue volume and quality.

Laboranalysen in wissenschaftlichem Journal

DOI: 10.38093/cupmap.1463141

Study: weak evidence

Saqee AHS, Eruygur N. Phytochemical Investigation, Antioxidant, and Enzyme Inhibitory Activities of Blackberry (Rubus fruticosus) Fruits. CUPMAP. 2024.7(1):34-40.

9.*

The objective of this study was to evaluate the effects of berry intake on energy substrate use and glucoregulation in volunteers consuming a high-fat diet. Twenty-seven overweight or obese men were enrolled in a randomized, placebo-controlled crossover study with two treatment periods. Subjects were fed an investigator controlled, high-fat (40% of energy from fat) diet which contained either 600 g/day blackberries (BB, 1500 mg/day flavonoids) or a calorie and carbohydrate matched amount of gelatin (GEL, flavonoid-free control) for seven days prior to a meal-based glucose tolerance test (MTT) in combination with a 24 h stay in a room-sized indirect calorimeter. 

The BB treatment resulted in a significant reduction in average 24 h respiratory quotient (RQ) (0.810 vs. 0.817, BB vs. GEL, p = 0.040), indicating increased fat oxidation. 

wever, the insulin AUC was significantly lower with the BB compared to the GEL control 

Blackberry consumption may promote increased fat oxidation and improved insulin sensitivity in overweight or obese males fed a high fat diet.

Humanstudie in wisschenschaftlichem Journal

DOI: 10.3390/nu10081048

Study: moderate evidence

Solverson PM, Rumpler WV, Leger JL et al. Blackberry Feeding Increases Fat Oxidation and Improves "I*" Sensitivity in Overweight and Obese Males. Nutrients. 2018;10(8):1048.

10.

Website

BAG Bundesamt für Gesundheit. Schweizer Eidgenossenschaft. Fuchsbandwurm (Echinokokkose). 2019.

11.

Book: weak evidence

Bown D. Encyclopedia of Herbs & their uses. DK: London. 1996.

12.

BdB Handbuch Teil VI. Obstgehölze. 6. Auflage. Fördergesellschaft "Grün ist Leben" Baumschulen, Pinneberg. 1985.

13.*

Taxonomische Studie (Primärforschung)

Weber HE. Gliederung der Sommergrünen Brombeeren in Europa (Rubus L. subgenus Rubus subsectio Rubus). Osnabrücker Naturwissenschaftliche Mitteilung. 2000;26:109-120.

14.

Huber H. Rosaceae in Hegi G. Illustrierte Flora von Mitteleuropa. 2. Auflage. 1961;4(2).

15.

Vaughan JG, Geissler C, Nicholson B et al. The new Oxford book of food plants. Oxford University Press. 2009.

16.

Website

Plantura.Garden Brombeeren: Experten-Tipps zum Pflanzen, Vermehren & Entfernen.

17.

Website

Heilkraeuter de: Brombeere (Rubus fruticosus).

18.*

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.

19.

Website

Bundesinstitut für Arzneimittel und Medizinprodukte. Liste der Monographien der Kommission E (Phytotherapie), die im Bundesanzeiger veröffentlicht sind. 2010.

20.

Website

Kooperation Phytopharmaka. Arzneipflanzenlexikon. Brombeere. 

21.

Website

Strik BC, Finn CE, Clark JR, Pilar Bañados M. Worldwide Production of Blackberries. Acta Horticulturae. 2008;777:209-217.

22.*

Experimentelle Tierstudie in wissenschaftlichem Journal

Blackberry fruits are rich in phytochemical compounds capable of modulating pathways involved in neuroprotection.

 In conclusion, blackberry extract exhibits multi-target actions in a model of AD, suggesting new therapeutic potentials for this neurodegenerative disease.

In conclusion, in the present study, we employed metformin as a positive control and showed that Rubus sp. extract exhibits effects similar to those of metformin. Rubus sp. extract improved memory and exhibited multitarget actions in the hippocampus, highlighting its potential therapeutic effects and neuroprotective action in a model of AD (Fig. 5). However, further studies are needed to fully understand the mechanism of action and the clinical applications of Rubus sp. in AD.

 

DOI: 10.1007/s12035-024-04062-2

Study: weak evidence

Eisenhardt de Mello J, Teixeira FC et al. Treatment with Blackberry Extract and Metformin in Sporadic Alzheimer's Disease Model: Impact on Memory, Inflammation, Redox Status, Phosphorylated Tau Protein and I* Signaling. Molecular Neurobiology. 2024. 

23.*

In-vitro-Studie in wissenschaftlichem Journal

Blackberries have gained considerable attention due to their high antioxidant content and potential health benefits. This study compared the metabolite profiles of six blackberry cultivars and investigated their biological activities. The metabolites extracted from blackberries were analyzed using metabolomics, and their biological activities and mechanisms were confirmed using in vitro models and network pharmacology. Among the cultivars examined, "Kiowa" ripe berries exhibited the highest antioxidant and anti-inflammatory activities. These effects were primarily attributed to the accumulation of flavonoids (quercitrin and luteolin) and anthocyanin (cyanidin 3-O-glucoside) in the phenylpropanoid pathway. Furthermore, our research identified 13 blackberry metabolites that interacted with 31 genes, including AKT1, CASP3, JUN, MAPK8, NOS3, NQO1, and HMOX1 which play roles in reducing oxidative stress, protecting cells from damage, and suppressing inflammation. These findings suggest that blackberry metabolites, such as quercitrin, luteolin, and cyanidin 3-O-glucoside, may exert therapeutic effects by modulating specific genes and pathways associated with antioxidant and anti-inflammatory responses. This research is promising not only for plant breeders but also for those interested in harnessing the health-promoting properties of blackberries.

DOI: 10.3390/antiox13030319

Study: weak evidence

Lee H, Wang Z et al. Assessment of Six Blackberry Cultivars Using a Combination of Metabolomics, Biological Activity, and Network Pharmacology Approaches. Antioxidants. 2024;13(3):319.

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