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Wiesen-Kerbel

Der wilde Wiesen-Kerbel schmeckt als Kraut in Suppen und Salaten herb und würzig. Beim Sammeln kann man ihn aber leicht mit giftigen Pflanzen verwechseln!
  67/29/04  LA:ALA
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Der Wiesen-Kerbel (Anthriscus sylvestris) prägt vor allem im Frühling das Erscheinungsbild der mitteleuropäischen Wiesen. Der wildwachsende Wiesen-Kerbel ist eine Pflanzenart aus der Gattung Kerbel (Anthriscus) innerhalb der Familie der Doldenblütler (Apiaceae).

Sein Verwandter der Echte Kerbel oder Garten-Kerbel (Anthriscus cerefolium) ist etwas kleiner und feinblättriger. Siehe Wikipedia.

Verwendung in der Küche:Der Wiesen-Kerbel erinnert geschmacklich an Möhren und Petersilie. Das Möhrenaroma kommt bereits beim Zerreiben der Blätter zu Tage. Der wilde Wiesen-Kerbel hat einen etwas herberen Geschmack als sein Verwandter aus dem Garten, der Echte Kerbel. Wiesen-Kerbel wie auch Echten Kerbel verwendet man vor allem zum Würzen von Suppen, Salaten und Saucen.

Kerbel gehört zu den ersten Pflanzen, die man im Frühling erntet, deshalb ist er ein traditioneller Bestandteil von Ostergerichten. Die jungen Blätter des Wiesen-Kerbels kann man dämpfen und zu einem Wildgemüse zubereiten.

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
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Inhaltstoffe:Kerbel besitzt ätherische Öle, die auch den Geschmack bestimmen. Daneben enthält die Pflanze Bitterstoffe, Glykoside, Carotin, Vitamin C sowie relativ viel Eisen und Magnesium.

Gefahren/Unverträglichkeiten/Verwechslungsgefahr:In der Schwangerschaft sollte man den Kerbel wegen seinen Bitterstoffen allgemein meiden.

Bei empfindlichen Personen kann der Wiesen-Kerbel beim Berühren auf der Haut phototoxische Reaktionen hervorrufen. Hauptwirkstoffe für diese Hautreizungen sind: Bergapten, Xanthotoxin und Apterin.

Achtung: Beim Sammeln des Wiesen-Kerbels muss man aufpassen und am besten ein Buch dabei haben, denn es besteht eine grosse Verwechslungsgefahr mit dem sehr giftigen Gefleckten Schierling und dem betäubenden Hecken-Kälberkropf!

Verwendung als Heilpflanze:Hildegard von Bingen berichtet von der äusserlichen Anwendung des Kerbels bei Geschwüren und Hauterkrankungen.

In der spätmittelalterlichen Klosterheilkunde findet sich der Kerbel in Teeform zur Kurierung von Leberleiden, Nierensteinen sowie Appetitlosigkeit und Verdauungsbeschwerden. Die Volksheilkunde kennt ihn als blutreinigend.

Die Bitterstoffe regen Niere, Leber und Galle sowie die Verdauung an. Der Wiesen-Kerbel eignet sich somit auch zum Entschlacken und als Kraut, um eine Frühjahrskur zu starten.

Allgemeine Informationen:Wikipedia: Der Wiesen-Kerbel ist in Mitteleuropa häufig und weit verbreitet. Er kommt von den Tallagen bis an die Waldgrenze in den Alpen vor. Als Stickstoffzeiger wächst er an sonnigen bis halbschattigen Standorten in frischen, nährstoffreichen bis überdüngten Wiesen sowie an Wald- und Gebüschrändern und in Hochstaudenfluren.1

Von April bis Juli ist diese schöne, mehrjährige Pflanze zu sehen. Bei Bauern ist der Wiesen-Kerbel allerdings nicht sehr beliebt, da er als wertlose Futterpflanze gilt, die sich stark auf Nutzflächen vermehrt. Dies liegt auch daran, dass der Wiesenkerbel stickstoffreichen Boden liebt, der vor allem durch starke Düngung entsteht.

Wikipedia nennt eine grosse Liste von Trivianamen für den Wiesen-Kerbel:
Für den Wiesen-Kerbel sind oder waren, zum Teil nur regional, auch die Bezeichnungen Bange (Glarus), Bäumlikraut (Glarus), Buchholder (Württemberg), Buggla (St. Gallen), Buschmoren, Cherbel (St. Gallen Toggenburg), Chrabella (Bern), Emtstengel (Appenzell), Eselskörbel, Eselspeterlein, Feine Scherre (Memmingen), Hartkopf (Eifel bei Nürnberg), Hartkopp (Eifel bei Nürnberg), Heustengel (Appenzell), Hingstwend (Ostfriesland), Hundekümmel (Brandenburg), wilder Ibarach (St. Gallen), Kälberkerner, Kalberkropf (Ostpreußen), Kälberscheere, Kalbarkrop (Mecklenburg), Kalverkropp (Altmark, Pommern), Kelberkern (Harz), Kerbelkern, Kirbel (Bern, Luzern), Kirbelstengel (Bern, Luzern), Kocker (Butjaden), wilder Körffel, Korbelkom, Krabellen (Luzern), Krebellen (Bern), Kreblikraut (Bern), Kruud (Ostfriesland), Kuhpeterlein (Schlesien), Ledepipenkrud, Ledespypenkrut, Leiterlikraut (Bern), Paguda (St. Gallen, Sargans), Pferdskümmel (Eifel), Piffenkrut, Pigudabengel (St. Gallen bei Sargans), Pipencrud, Ramschfedern (Waadt, Wallis), Rosskümmel (St. Gallen, Oberrheintal, Obertoggenburg), Schärläch (Glarus), Scharnpiepen (Oldenburg), Scharpenpiepen (Elsfleth), Scheere, Schierling (Eifel bei Daun), Tigerlikraut (Glarus), Tschickan (Graubünden), Wasserkraut (Werfen), Windroslein, Wolfswurzel und Zieger (Glarus) gebräuchlich.1
Diese Namen stammen vom Buch Georg August Pritzel, Carl Jessen: Die deutschen Volksnamen der Pflanzen. Neuer Beitrag zum deutschen Sprachschatze. Philipp Cohen, Hannover 1882, Seite 32 f.

Bei Chefkoch sind zahlreiche Rezepte zu finden. Im Gegensatz dazu suchen wir Qualität und zeigen mit den Tabellen die Inhaltsstoffe.

Literatur / Quellen:

  1. Wikipedia. Wiesen-Kerbel [Internet]. Version vom 12.06.2018

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