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Kidney-Bohne, reife Samen, roh

Reife Samen von Kidney-Bohnen sollte man aufgrund toxischer Lektine nur in geringen Mengen roh geniessen. Den Namen verdankt die Bohne der nieren-ähnlichen Form

Beim Konsum roher Kidney-Bohnen ist Vorsicht geboten! Man kann sie in kleinsten Mengen roh verzehren, aber die für uns toxischen Inhaltsstoffe können durch Erhitzen unschädlich gemacht werden. Mehr dazu unter dem Abschnitt "Toxizität roher Bohnen". Die Kidney-Bohnen sind entweder getrocknet (lose oder abgepackt) oder als Konserve käuflich erwerbbar. 

Allgemeine Information:

Aus Wikipedia: "Kidney-Bohne ist ursprünglich nur ein anderer Name für die Gartenbohne, bezeichnet heute aber auch bestimmte rotsamige Sorten. Der Begriff Kidney-Bean (zu deutsch: „Nieren-Bohne“) wurde im 19. Jahrhundert im englischen Sprachraum noch für alle Vertreter der Gattung Phaseolus gebraucht, in Abgrenzung zu den heute als Ackerbohne bezeichneten Bohnen. Ausschlaggebend war die ausgeprägte Nierenform der Samen. Zwar ist der Begriff im englischen Sprachraum auch heute noch für die Gartenbohne als Art in Gebrauch, wird aber umgangssprachlich vor allem für die großen, roten Samen der Gartenbohne gebraucht."

Verwendung:

"Bohnen werden in vielen regionalen Varianten als Suppen- und Eintopfzutat verwendet, beispielsweise im Bohneneintopf der deutschen Küche, in der serbischen Bohnensuppe, in der italienischen Minestrone und in Baked Beans, die auch in Konservendosen gehandelt werden. In Frankreich gibt es Cassoulet, in Spanien Fabada. Bohnen sind Grundbestandteil des brasilianischen Nationalgerichts “Feijoada” und können je nach Region ein Bestandteil von Chili con Carne sein. Das indische Dal ist ein Gericht, das aus den verschiedensten Hülsenfrüchten hergestellt wird, wovon Rajma Dal eine Variante aus roten Gartenbohnen ist. Gallo Pinto ist eine Kombination aus Bohnen und Reis."

Toxizität roher Bohnen:

"Alle Bohnen der Gruppe Phaseolus sind roh giftig. Erst das Erhitzen (in Kochwasser) auf mehr als 70 °C zersetzt das Gift Lectin (Phasin, ein Samenglykoproteid)."

Aus "kl.zh.ch/internet/gesundheitsdirektion/klz/de/fragen_antworten/Lebensmittel/warum_sind_rohe_bohnen_giftig."

"Rohe Bohnen sind im Gegensatz zu den gekochten toxisch. Dafür verantwortlich ist das darin enthaltene Phasin. Es gehört zu den in vielen rohen Hülsenfrüchten natürlicherweise vorkommenden Lektinen. Diese Proteine beeinträchtigen beim Menschen die Nährstoffaufnahme im Darm, indem sie mit Rezeptoren an den Darmepithelzellen reagieren und somit deren Funktion stören. Höhere Dosen können gar die Darmzotten zerstören. Der Genuss roher Bohnen kann zu Magen- und Darmbeschwerden bis hin zu starken Brechdurchfällen sowie Schleimhautentzündungen und Blutungen in diesem Bereich führen. Vorsicht ist insbesondere bei Kindern geboten, im Extremfall können bereits wenige rohe Bohnensamen ernsthafte Beschwerden auslösen.

Solche Komplikationen sind aber leicht zu vermeiden. Die Lektine können als Proteine durch Kochen zuverlässig deaktiviert werden. Deswegen sollte man Bohnen immer mindestens fünfzehn Minuten kochen. Dies gilt für grüne Bohnen jeder Art, weisse Bohnen, Kidneybohnen und Sojabohnen."

Sorten:

"Sorten der Kidneybohne, großsamig, rot bis rosa: Red Kidney, Redkloud, Diacol-Calima."