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Pflaume, roh, bio? (Edelpflaume)

Entdecken Sie vielseitige Verwendungsmöglichkeiten von Echten Edel-Pflaumen in der Küche, die allfällige Saison, Preise und gesundheitliche Vorteile. Erfahren Sie mehr über wichtige Nährstoffe, sekundäre Pflanzenstoffe, Anbau und Ökobilanz.

87%Wasser 92Makronährstoff Kohlenhydrate 92.1%/06Makronährstoff Proteine 5.65%/02Makronährstoff Fette 2.26% 

Die drei Verhältniszahlen zeigen den prozentualen Gewichtsanteil der Makronährstoffe (Kohlenhydrate / Proteine / Fette) der Trockensubstanz (exkl. Wasser).  In der Sprache Englisch sind Ballaststoffe als Bestandteil des Kohlenhydrat-Anteils gerechnet. Die Umrechnung von Gewicht in kcal erfolgt nach dem von der USDA verwendeten "Atwater system". 

Davor ersehen Sie den Wasseranteil, gerundet auf ganze %.

Ω-6 (LA, <0.1g)Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure (LA) : Ω-3 (ALA, <0.1g)Omega-3-Fettsäuren wie Alpha-Linolensäure (ALA) = 0:0

Verhältnis Omega-6 zu Omega-3-Fettsäuren soll insgesamt 5:1 nicht überschreiten. Link zu Erklärungstext.

Werte sind zu klein, um relevant zu sein.

Die rohe Edel-Pflaume (Prunus domestica ssp. italica var. subrotunda) ist rundlich, sehr saftig und schmeckt süss. Sie unterscheidet sich von der oval geformten Zwetschge sowie von anderen Pflaumenarten. Achten Sie auf Bio-Qualität.

Verwendung in der Küche

Die Echte Edel-Pflaume besitzt eine dunkelrote bis blauschwarze Schale. Die runden Pflaumen haben eine starke Kernnaht, die über die ganze Frucht verläuft. Das Fruchtfleisch ist meist gelb bis rötlich, weich, saftig und schmeckt süss. Eine Säure ist kaum zu spüren. Der Kern ist runder als jener der Zwetschge und schwerer aus dem Fruchtfleisch zu lösen.

Edel-Pflaumen sind roh köstlich als Snack, Dessert oder klein geschnitten im täglichen Müesli. Neben dem frischen Verzehr eignen sie sich hervorragend für die Lebensmittelindustrie zur Herstellung von Trockenpflaumen, Kompott, Nektar, Marmelade, Konserven oder alkoholischen Getränken.2

Pflaumensaft lässt sich leicht selbst herstellen. Die süssen Früchte eignen sich ausserdem für ein feines Obst-Crumble oder einen Blechkuchen (Wähe, Fruchtwähe - aus Mürbeteig) und verleihen Eistee eine besondere Note. Salzigen oder scharfen Gerichten geben Pflaumen einen ausgleichenden Geschmack. Auch getrocknete Pflaumen passen perfekt in herzhafte Speisen. Pflaumen harmonieren mit Zimt, Kardamom oder Vanille, aber auch mit Kurkuma, Thymian oder Salbei.

Veganes Rezept für asiatische Pflaumensauce

Zutaten (für 500 ml Sauce): 500 g Edel-Pflaumen, ½ TL Szechuanpfeffer, 1⁄4 TL gemahlene Gewürznelken, eine getrocknete Chilischote, eine Knoblauchzehe, 1 EL geriebenen Ingwer, 80 g brauner Zucker, 125 ml Reisessig, 1 EL Sojasosse, etwas gemahlener Anis und Zimt (je ca. ¼ TL)

Zubereitung: Die Pflaumen waschen, entkernen und vierteln. Szechuanpfeffer und Chilischote mit einem Mörser fein mahlen. Alle Zutaten bei mittlerer Hitze ca. 15 Minuten einkochen, bis die Sauce eine sämige Konsistenz hat. Zum Schluss alles fein pürieren und in Gläser abfüllen.

Die Sauce passt gut als Dip zu asiatischen oder Grill-Gerichten.

Veganes Rezept für einen Rohkost-Pflaumen-Crumble

Zutaten (2 Portionen): ½ Zitrone, 8 Pflaumen, ein kleiner Apfel, 30 g Mandeln, 2 EL Mandelmus, 70 g Datteln, 30 g Haferflocken, eine Prise Salz, Vanille, Zimt, eine kleine Handvoll Pistazien

Zubereitung: Die Pflaumen in mundgerechte Stücke schneiden und auf zwei kleine Schüsseln aufteilen. Den Apfel ebenfalls in Stücke schneiden, mit der Zitrone beträufeln und zu einem Mus pürieren, gegebenenfalls etwas Wasser hinzufügen. Es sollte eine Sauce entstehen. Den Zimt unterrühren. Das Apfelmus über die Pflaumen giessen. Nun die Datteln zusammen mit den Haferflocken, Mandelmus, einer Prise Salz und der Vanille zu einem Teig mixen (Hochleistungsmixer). Die Mandeln hinzugeben und grob zerkleinern. Als letzten Schritt den krümeligen Teig mit sauberen Händen auf die zwei vorbereiteten Schüsseln verteilen. Zur Dekoration können Sie noch grob gehackte Nüsse wie z.B. Pistazien darüberstreuen.

Rohe Pflaumen passen auch hervorragend zu veganem Kaiserschmarrn. Ebenfalls köstlich als Topping für Chiapudding. Dazu einfach 150 ml Pflanzenmilch mit 3 EL Chiasamen und Vanille vermengen und ca. eine Stunde im Kühlschrank eindicken lassen (2 Portionen).

Vegane Rezepte mit Pflaumen finden Sie unter dem Hinweis: "Rezepte, die am meisten von dieser Zutat haben".

Nicht nur Veganer oder Vegetarier sollten das lesen:
Veganer essen oft ungesund. Vermeidbare Ernährungsfehler
.

Einkauf - Lagerung

Frische Pflaumen finden sich bei grossen Supermarktketten wie Coop, Migros, Denner, Volg, Spar, Aldi, Lidl, Billa, Rewe, Edeka oder Hofer häufig im Sortiment, gelegentlich auch in kontrolliert biologischer Qualität (Bio-Qualität). In Bio-Supermärkten wie Denn's Biomarkt oder Alnatura sowie saisonal auf dem Wochenmarkt sind Pflaumen ebenfalls erhältlich. Die Saison der Pflaumen reicht von Juli bis September.9 Durch Importware stehen sie jedoch ganzjährig zur Verfügung. Achten Sie beim Einkauf auf frische und vor allem relativ feste/pralle Früchte. Überreife Pflaumen weisen häufig Wurmbefall auf. Biologisch produzierte Pflaumen sind zudem frei von Spritzmittelrückständen.

Die Verfügbarkeit von Pflaumen ist je nach Grösse des Ladens, Einzugsgebiet etc. unterschiedlich. Unsere erfassten Lebensmittelpreise für die D-A-CH-Länder finden Sie oben unter dem Zutatenbild - und mit Klick deren Entwicklung bei verschiedenen Anbietern.

Wild zu finden

Die Edel-Pflaume ist eine kultivierte Form, die nicht wild vorkommt. Ihre wilden 'Vorfahren' sind die Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und der Schlehdorn (Prunus spinosa).2,5 Die Kirschpflaume stammt vermutlich aus Südosteuropa (Balkan, Krim) sowie West- und Zentralasien (Kaukasus, Iran, Irak).6 Die Schlehe ist eine dornige Strauchpflanze. Heutzutage ist die Schlehe in den meisten Teilen Europas, Kleinasien und Nordwestafrika verbreitet.7

Tipps zur Lagerung

Pflaumen sind klimakterische Früchte und reifen bei Zimmertemperatur meist rasch nach.14 Es lohnt sich deshalb zur Lagerung, feste Pflaumen zu kaufen und sie zu Hause ausreifen zu lassen. Pflaumen entwickeln während ihres Wachstums eine auffällige weisse Schicht, den sogenannten Wachsbloom. Diese können Sie kurz vor dem Verzehr abwaschen. Der natürliche Wachsüberzug schützt vor dem Austrocknen und beeinflusst die Lagerfähigkeit.3

Bewahren Sie Pflaumen kühl und dunkel auf, am besten im Kühlschrank, da die Kühlung auch den Reifungsprozess (Ethylproduktion) verzögert.14 Einige Pflaumen-Sorten ermöglichen eine Lagerdauer von nur wenigen Tagen, wenn man sie einzeln auflegt. Neuere Sorten lassen sich noch vor der Reife geerntet bis zu 8 Wochen lagern. Allerdings fehlt ihnen dann das volle Aroma, welches sich auch nicht mehr entwickelt.4 Möchten Sie die Pflaumen zu einem späteren Zeitpunkt geniessen, empfiehlt es sich, die Früchte zu waschen, zu entkernen und trocken einzufrieren.

Inhaltsstoffe - Nährwerte - Kalorien

Zusammensetzung und Menge der Inhaltsstoffe, inkl. sekundäre Pflanzenstoffe, variieren extrem je nach Sorte, Wachstumsbedingungen und Verarbeitungsmethoden etc.

Rohe Pflaumen enthalten 46 kcal pro 100 g und bestehen zu 87 % aus Wasser. Mit 0,28 g Fett und 0,7 g Protein pro 100 g sind sie fett- und eiweissarm. Pro 100 g Pflaumen sind 11 g Kohlenhydrate enthalten, davon sind 9,9 g Zucker. Der Ballaststoffanteil liegt bei 1,4 g/100g.1

Pflaumen haben 9,5 mg Vitamin C pro 100 g. Das entspricht 12 % des Tagesbedarfs. Dieser Gehalt ist vergleichbar mit dem von Heidelbeeren, frischen Goji-Beeren und Bananen. Besonders reich an Vitamin C ist die Sanddornbeere mit 450 mg/100g (563 % des Tagesbedarfs).1

Pflaumen liefern ausserdem Vitamin K. Mit 6,4 µg/100g decken sie etwa 9 % des Tagesbedarfs. Deutlich höhere Werte finden sich in Mangold (830 µg/100g) und Grünkohl (705 µg/100g). Dies entspricht 1107 % bzw. 940 % des Tagesbedarfs.1

In Pflaumen stecken 157 mg/100g Kalium, was etwa 8 % des Tagesbedarfs entspricht. Vergleichbare Mengen enthalten rohe Mango und rohe Mandarine. Spinat enthält mit 558 mg/100g mehr als das Dreifache an Kalium. Lebensmittel, die am meisten Kalium bieten, sind häufig Gewürze oder Kräuter (z.B. getrocknete Petersilie: 2683 mg/100g). Hiervon verzehrt man jedoch nur kleine Mengen.1

Die gesamten Inhaltsstoffe von Pflaumen, die Abdeckung des Tagesbedarfs und Vergleichswerte mit anderen Zutaten finden Sie in unseren Nährstofftabellen. Im Artikel Nährstoffe umfassend erklärt bekommen Sie einen detaillierten Einblick in das Thema.

Wirkungen auf die Gesundheit

Pflaumen sind eine wertvolle Ergänzung der Ernährung. Sie enthalten Vitamine, Mineralstoffe und Kohlenhydrate (Glukose, Fruktose, Saccharose, Sorbit). Frische Früchte weisen zudem hohe Mengen an Ballaststoffen (vor allem Pektin) auf. Die in Pflaumen enthaltenen Mineralstoffe wie Kalium, Phosphor, Calcium, Magnesium, Eisen und Zink wirken alkalisierend (basisch) und mineralisierend auf den menschlichen Körper.2 Sie sind fett- und kalorienarm sowie natriumfrei.10

Der hohe Gehalt an löslichen Ballaststoffen (Pektin) und Sorbit sorgt für die abführende und harntreibende Wirkung von Pflaumen, da sie Wasser in den Dickdarm ziehen und die Verdauung unterstützen.2,21

Getrocknete Pflaumen gelten sowohl als Abführmittel als auch zur Behandlung von Durchfall. Das dafür verantwortliche Sorbitol ist auch im Pflaumensaft enthalten. Die abführende Wirkung stellte sich meist bei 1 Tasse frischem Pflaumensaft oder einer grösseren Menge an frischen Pflaumen ein.19 Details dazu finden Sie im entsprechenden Beitrag.

Ausserdem kann Pektin in Pflaumen cholesterinsenkend wirken, da es Cholesterin bindet und dessen Ausscheidung aus dem Körper erleichtert.2

Sekundäre Pflanzenstoffe

Viele gesundheitliche Wirkungen von Pflaumen kann man auf die enthaltenen sekundären Pflanzenstoffe zurückführen. Unser Artikel über sekundäre Pflanzenstoffe bietet einen Überblick über die Klassifizierung der Stoffgruppen, das Vorkommen in Lebensmitteln und mögliche Wirkungen auf den Menschen.

Pflaume enthält u.a. folgende sekundäre Pflanzenstoffe:2

  • Isoprenoide: Tetraterpene und -terpenoide (Carotinoide)
  • Polyphenole: Phenolsäuren: Hydroxyzimtsäuren (Chlorogensäure, Neochlorogensäure, p-Cumarsäure, Ferulasäure, Kaffeesäure, trans-Zimtsäure), Hydroxybenzoesäuren (Vanillinsäure, Gallussäure, Syringinsäure), Flavonoide: Flavonole (Rutin, Quercetin), Flavanole (Catechin, Epicatechin)
  • Weitere organische Verbindungen: Hydroxycarbonsäuren (Apfelsäure, Zitronensäure)

Der hohe Gehalt an Chlorogensäure im Pflaumenfleisch wirkt schützend auf das menschliche LDL (Low-Density-Lipoprotein) und als Fänger reaktiver Sauerstoff- und Stickstoffspezies. Ihre Aufnahme kann das Risiko für chronische Stoffwechselerkrankungen, neurodegenerative und altersbedingte Erkrankungen, einschliesslich Atherosklerose, Bluthochdruck, Herzinsuffizienz, sowie andere kardiovaskuläre Risiken wie Adipositas und Typ-2-Diabetes reduzieren.2 Die in Pflaumenextrakten enthaltenen Polyphenole und die Chlorogensäure schützen zudem vor (Brust-) Krebs.15

In der Pflaumenschale enthaltene phenolische Verbindungen, insbesondere die phenolischen Säuren Chlorogensäure und Vanillinsäure sowie das Flavonoid Rutin, zeigen vielfältige pharmakologische Eigenschaften, darunter entzündungshemmende, antikarzinogene, neuroprotektive, antidiabetische, antimikrobielle, antivirale, antiallergische und antithrombotische Wirkungen.2

Pflaumen tragen darüber hinaus zur Förderung der Knochengesundheit bei, insbesondere bei Osteoporose. Sie fördern das Gedächtnis, wirken antioxidativ und lindern Verstopfung.20

Die organischen Säuren wie Zitronen- und Apfelsäuren bilden Komplexe mit Schwermetallionen und hemmen deren oxidationskatalysierende Wirkung.2

Blanchieren reduziert den Gehalt an Tanninen und die antioxidative Kapazität, während der gesamte Polyphenolgehalt ansteigt. Frische Früchte haben eine höhere Kapazität, freie Radikale abzufangen (antioxidative Wirkung), als getrocknete Früchte. Trotzdem enthalten getrocknete Pflaumen immer noch weit mehr Antioxidantien als die meisten anderen Trockenfrüchte.16,20

Gefahren - Unverträglichkeiten - Nebenwirkungen

Menschen mit einer Fructoseintoleranz sollten auf Pflaumen verzichten oder nur wenig davon essen. Der Fruchtzuckeranteil (Fructose) ist mit 3,07 g/100g relativ hoch.1 Bei Unverträglichkeit können Pflaumen Bauchschmerzen, Übelkeit, Blähungen oder Durchfall auslösen.

Menschen mit einer Allergie auf Birkenpollen oder Pfirsiche können eine allergische Reaktion auf Pflaumen haben. Handelt es sich um eine Kreuzreaktion auf das Birkenpollen-Frucht-Protein (birch-fruit syndrome), so kann man gekochte Pflaumen essen, da das Allergen nicht hitzestabil ist. Bei einer Unverträglichkeit auf Pfirsiche und Pflaumen ist jedoch ein hitzestabiles Protein verantwortlich. Das Kochen der Früchte führt zu keiner Linderung der Symptome. Zudem sind diese meist schwerer als bei der Birkenpollen-Frucht-Allergie.13

Volksmedizin - Naturheilkunde

Die Rinde des Pflaumenbaums (Prunus africana) findet in der afrikanischen Volksmedizin Anwendung bei Prostata-Beschwerden. Der abnehmende Testosteronspiegel bei Männern im Laufe des Alters kann zu einer gutartigen Vergrösserung der Prostata führen. Tierstudien weisen ähnliche Effekte auch bei der Kultur-Pflaume (Prunus domestica) nach. Die Rinde hilft zudem gegen Entzündungen und gegen freie Radikale.17

Ökologischer Fussabdruck - Tierwohl

Pflaumen und Zwetschgen in Europa haben laut Carboncloud einen CO2-Fussabdruck von 0,15 kg CO2eq/kg.22 Einen ähnlichen Fussabdruck hat z.B. ein durchschnittlicher (bio) Apfel und damit teilt sich die Pflaume mit anderen Obstsorten und Gemüsen die Spitzenplätze.24

Der Wasserfussabdruck von Pflaumen beträgt 2180 l/kg. Dieser Wert liegt weit über dem globalen Durchschnitt von Obst (967 l/kg). Davon entfallen 1570 l/kg auf grünes Wasser, also Regenwasser.23

Pflaumen sind meist dank Importware ganzjährig erhältlich. Kaufen Sie diese besser regional und saisonal ein, da diese eine bessere Ökobilanz aufweisen. Nicht einheimisches oder ausserhalb der Saison angebautes Obst und Gemüse sind mit Lastwagen, Schiff oder Flugzeug transportiert, was deren ökologischen Fussabdruck stark erhöht.18

Ausführliche Erläuterungen zu verschiedenen Nachhaltigkeitsindikatoren (wie z.B. ökologischer Fussabdruck, CO2-Fussabdruck, Wasser-Fussabdruck) lesen Sie in unserem Artikel: Was bedeutet der ökologische Fussabdruck?

Tierschutz - Artenschutz

Insektenbestäuber spielen eine zentrale Rolle für die Bestäubung von Blütenpflanzen, die Artenvielfalt, die Ökosystemfunktionen und die Versorgung landwirtschaftlicher Kulturen und damit auch die menschliche Ernährung. Fehlende kontinuierliche Blütenressourcen, menschliche Einflüsse, Krankheiten und fehlende Nistplätze begrenzen jedoch die Bienenpopulationen. Für eine ausreichende Bestäubung von Pflaumen sind daher der Erhalt geeigneter Lebensräume und die Förderung von Bestäubern entscheidend. Studien weltweit belegen, dass Honigbienen die Hauptbestäuber von Pflaumen (Prunus spp.) sind, während Wildbienen ebenfalls eine wichtige Rolle spielen. Andere Insekten wie Fliegen oder Schmetterlinge tragen nur in geringem Masse zur Bestäubung bei. Beobachtungen in verschiedenen Ländern, darunter Neuseeland, Italien, Portugal, Thailand und Indien – bestätigen, dass die Bestäubung durch Bienen die Fruchtproduktion deutlich steigert, oft um das Zwei- bis Vierfache.25

In Obstplantagen treten grosse Mengen an Insektiziden auf. Pestizidrückstände stellen ein Risiko für die Lebensmittelsicherheit sowie die Gesundheit von Menschen und Bestäubern dar. Die globale Produktion an Insektiziden beträgt jährlich rund 2,5 Mio. t, wovon etwa 27 % auf Obst und Gemüse entfallen. Pestizidvergiftungen führen jährlich zu ca. 300 Mio. Erkrankungen und 220'000 Todesfällen. Die Rückstandshöhe variiert stark zwischen Ländern, abhängig von lokalen Anbaupraktiken, Vorschriften und Managementstrategien. In China kommen Pestizide wie Chlorpyrifos, Imidacloprid, Acetamiprid, Carbendazim und Prochloraz häufig zum Einsatz. Ihre hohe Stabilität und Wasserlöslichkeit führen dazu, dass Rückstände oft lange in den Früchten verbleiben,27 was Risiken für die Lebensmittelsicherheit, die Umwelt und Bestäuberpopulationen mit sich bringt.

In einer Studie konnten ForscherInnen aber belegen, dass ein geringerer Pestizideinsatz und damit eine geringere Umweltbelastung, sehr wohl mit hohen Erträgen einhergehen.26

Weltweites Vorkommen - Anbau

Die Herkunft der Edel-Pflaume (Prunus domestica var. subrotunda) ist nicht eindeutig geklärt. Hinweise sprechen für eine Hybridzüchtung aus Kirschpflaume (Prunus cerasifera) und Schlehdorn (Prunus spinosa). Die geringe genetische Vielfalt und das Fehlen echter Wildtypen in Verbindung mit der bekannten Anbaugeschichte eurasischer Pflaumen deuten darauf hin, dass die Edle Pflaume ein Produkt interspezifischer Kreuzung und künstlicher Selektion durch frühe agrarische eurasische Gesellschaften gewesen sein könnte. Als ursprüngliches Herkunftsgebiet gelten vermutlich Regionen nahe dem Kaukasus und dem Kaspischen Meer.5

Die Pflaume (Prunus domestica L.) passt sich an eine breite Palette von Klima- und Bodenbedingungen an und kommt vor allem in Asien, Europa und Nordamerika als kultivierte Form vor. Nach Apfel, Pfirsich und Birne liegt sie weltweit auf dem vierten Platz unter den Obstsorten. In Europa dominieren die gemässigten Anbaugebiete, wobei Serbien, Rumänien, Deutschland, Frankreich und Bulgarien die grössten Anbauflächen besitzen. Laut FAOSTAT liegt Rumänien nach China und Serbien an dritter Stelle in der Pflaumenproduktion.2

Anbau im Garten

Beim Pflanzen eines Pflaumenbaums (Jungbaum) das Pflanzloch mit Humus anreichern, um die Nährstoffversorgung zu verbessern. Nach der Blüte unterstützt eine Mulchschicht die Speicherung von Feuchtigkeit und Nährstoffen im Boden. Pflaumenbäume bevorzugen sonnige Standorte; da viele Knospen frostempfindlich sind, bietet ein geschützter Standort in der Nähe einer Mauer oder Hauswand Vorteile. Der Boden darf nicht staunass sein, ansonsten zeigen Pflaumen keine besonderen Ansprüche. In Trockenzeiten die Bäume abends giessen, um Wasserverlust zu reduzieren.8

Pflaumenwickler können die Früchte schädigen. Die Falter legen Eier auf Ästen, Blättern und Früchten ab, aus denen Larven schlüpfen, die das Fruchtfleisch fressen. Nach der Fütterung verlassen die Maden die Früchte, ein Teil verpuppt sich und entwickelt sich erneut zum Falter. Befallene Pflaumen sofort ernten, auflesen und entsorgen, um eine erneute Ausbreitung zu vermeiden. Maden der zweiten Generation überwintern im Boden oder unter der Rinde. Eine Folie auf der Baumscheibe und ein Fanggürtel aus Wellpappe um den Stamm verringern den Befall im folgenden Jahr.8

Pflaumen ernten, wenn sie reif sind; bei den meisten Sorten erfolgt dies in der Regel von Mitte August bis September. Bei sehr reichlicher Ernte bereits reife Früchte pflücken, um den Luftaustausch zwischen den Früchten zu verbessern und Krankheiten vorzubeugen. Pflaumen lassen sich einige Tage bei kühler Lagerung aufbewahren. Äpfel nicht in unmittelbarer Nähe lagern, um den Reifeprozess der Pflaumen nicht zu beschleunigen.8

Verwechslungsmöglichkeiten

Dunkle Edelpflaumen (Prunus domestica ssp. italica var. subrotunda), Zwetschgen (Prunus domestica subsp. domestica), Mirabellen (Prunus domestica var. syriaca) und Renekloden (Prunus domestica var. claudiana) gehören alle zur Unterart Prunus domestica, unterscheiden sich jedoch in Form, Geschmack, Fruchtfleisch und Verwendung. Dunkle Edelpflaumen besitzen grössere, rundere Früchte mit saftigem Fruchtfleisch, das oft am Kern haftet, und eignen sich sowohl zum Frischverzehr als auch für Kuchen oder andere Gerichte. Zwetschgen sind kleiner und länglicher, ihr festes Fruchtfleisch löst sich leicht vom Kern, was sie ideal für Mus, Knödel oder Kuchen macht. Mirabellen zeichnen sich durch kleine, gelbe Früchte aus, die nur kurz haltbar sind und sich daher meist zu Marmelade oder zum Einwecken eignen. Renekloden (grüne Edelpflaumen) sind grösser und saftiger als Mirabellen, gelb-grünlich gefärbt und ebenfalls nur begrenzt haltbar, wodurch sie seltener im Handel zu finden sind.8

Weiterführende Informationen

Prunus domestica subsp. italica, gehört zur Gruppe der kultivierten europäischen Pflaumen und trägt den Namen Greengage. Der Name "Greengage" leitet sich von einer wild wachsenden, grünfruchtigen Pflaume aus dem Nahen Osten ab. Teilweise gelten Greengage und Gage als Synonyme; jedoch tragen nicht alle Gages grüne Früchte. Die Art umfasst auch Sorten wie subrotunda, rotunda und vinaria. Die Sorte subrotunda liefert violette bis schwarzliche, manchmal leuchtend gelbe runde Früchte, während die beiden anderen Sorten österreichische Varianten darstellen.11

Grüngelbe Formen tragen die Bezeichnung Renekloden (Prunus domestica var. claudiana). Die Pflanze gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und entstand vermutlich aus einer Kreuzung zwischen Kirschpflaume und Schlehdorn.5 Es gibt 7 Unterarten der (Kultur-) Pflaume, u.a. die Zwetschge und Mirabelle.

Verschiedene Varietäten der Edel-Pflaume sind bekannt, darunter die italienische Pflaume, die französische d’Agen-Pflaume, Van der Merwe sowie die kalifornische Pflaume (meist ebenfalls d’Agen-Varietät). Die violette türkische Pflaume trägt auch die Bezeichnung Kriecherl.

Da die Zuordnung von Pflaumen, Zwetschgen und Kriecherln oft unübersichtlich ist, folgt hier eine kurze, vereinfachte Übersicht innerhalb von Prunus domestica:12

  • subsp. insititia (L.) POIRET – Haferschlehen, Kriechen (Kriecherl)
  • var. pomariorum BOUT. – Spillinge
  • var. cerea (L.) – Mirabellen
  • subsp. italica – Rundpflaumen, Edel-Pflaume
  • var. claudiana POIR.
  • var. subrotunda – Echte Edel-Pflaume
  • subsp. intermedia – Halbzwetschen
  • var. ovoidea (MART.) – Eierpflaumen
  • var. oxycarpa (BECHST.) – Ovalpflaumen
  • var. mamillaris (Schüb. et Mart.) – Dattelzwetschen
  • var. "Halbzwetschen" – eigentliche Halbzwetschen
  • subsp. oeconomica – Zwetschgen
  • var. pruneauliana SER. apund D. C.

Eine Gliederung von Prunus domestica ist jedoch sehr schwierig, da ihre Unterarten miteinander hybridisieren.

Alternative Namen

Die Edel-Pflaume heisst auch Edel-Rund-Pflaume oder einfach Rund-Pflaume. Weitere Schreibweisen sind Edel Pflaume oder Edelpflaume.

Die grüngelbliche Sorten (var. claudiana) tragen in Deutschland den Namen Reneklode, in der Tschechischen Republik Ringle, in Ungarn Ringlo, in der Slowakei Ringloty und in Portugal Rainha Claudia. Im Englischen steht die dunkle Edelpflaume für plum, die grüngelbe für greengage oder Reine Claude.11

1.

Website

USDA United States Department of Agriculture.

2.🞽

Experimentelle, vergleichende Labor- und Feldstudie

Of the individual phenolic acids tested, chlorogenic acid was dominant in the flesh, followed by the ferulic and vanillic acids, while among flavonoids, catechin hydrate predominated, followed by epicatechin (Table 4). Chlorogenic acid has been proven to protect human LDL (low-density lipoprotein) and to act as a scavenger against reactive oxygen and nitrogen species [54]. Chlorogenic acid intake can reduce the risks of chronic metabolic diseases, neurodegenerative and age-related disorders, including atherosclerosis, hypertension, heart failure, and other cardiovascular risks, such as obesity and type 2 diabetes.

The major phenolic acids identified in the fruit peel were chlorogenic and vanillic acids, depending on the cultivar, while among flavonoids, rutin was dominant, followed by catechin hydrate (Table 5). Rutin is also acknowledged as a potent antioxidant with many pharmacological activities, including anti-inflammatory, anticarcinogenic, neuroprotective, antidiabetic, antimicrobial, anti-viral, antiallergic and antithrombotic activities.

The main plum species, both wild and cultivated, are Prunus domestica L., Prunus cerasifera Ehrh., Prunus spinosa L., Prunus institia L. and Prunus salicina Lindley, but the most globally cultivated plum species are the European plum (P. domestica L.) and the Japanese plum (P. salicina Lindl.), on which the plum processing industry is currently based.

Prunus domestica L. varieties are adapted to a wide range of climatic and edaphic factors, being extensively cultivated in Asia, Europe, and North America. Ranking fourth after apple, peach and pear, the European plum varieties are widely cultivated throughout Europe in the temperate fruit-growing zones, Serbia, Romania, Germany, France and Bulgaria being the countries with the largest plum cultivated areas [5,6]. According to FAOSTAT [7], Romania ranks third after China and Serbia as the largest producer of plums. In recent decades, in Romania, the plum varietal assortment has been developed and improved by breeding new autochthonous varieties or by introducing valuable foreign cultivars with higher adaptability and disease tolerance, higher yield and superior nutritional value [8,9]. ‘Centenar’, ‘Silvia’, ‘Minerva’, ‘Carpatin’, ‘Andreea’ and ‘Record’ are some of the new plum cultivars bred and named in Romania.

Plums could constitute a valuable component of our diet as they represent an excellent source of nutrients, such as vitamins, minerals, and carbohydrates (i.e., glucose, fructose, sucrose and sorbitol) [10,11,12]. In addition, fresh fruits contain high levels of fibers (pectin), organic acids (malic and citric acids), tannins, enzymes, and carotenoids, but low levels of proteins (0.7%) and lipids (0.28%) [13]. The minerals in plums, including potassium, phosphorus, calcium, magnesium, iron and zinc, possess alkalizing and mineralizing properties for the human body [14]. The organic acids create complexes with heavy metal ions, thus inhibiting their oxidation–catalyzing action [1]. The high soluble fiber content of plums, such as pectin, as well their sorbitol content, contribute to the well-known laxative and diuretic properties of plums, by drawing water into the colon and maintaining regular bowel movements. Dietary pectin has been linked also to a cholesterol-lowering effect by binding cholesterol molecules and facilitating their excretion from the body.

Fruits of Prunus domestica L. have great economic importance as, besides being consumed fresh, they provide many processing opportunities. Plums are used in the food industry to produce prunes, compotes, nectars, jams, preserves and alcoholic beverages.

DOI: 10.3390/horticulturae11070734

Study: weak evidence

Săpoi CP, Corbu AR et al. Pomological, nutritional and phytochemical properties of some plum (Prunus domestica L.) cultivars and local selections grown in a collection orchard located in south-western romania. Horticulturae. 2025;11(7):734.

3.🞽

Experimentelle Laborstudie/Post-Harvest-Forschung

A range of fruits such as plum, blueberry and grape berry (e.g. Rustioni et al., 2012, Rosenquist and Morrison, 1988) develop a conspicuous white coating during their ontogeny, designated as the wax bloom and sometimes, but not always, associated with a large wax content. The wax bloom is both an external visual (speckled fruit) (Drkenda, 2000) as well as physiological fruit quality parameter (removal of the water loss barrier). Previous work (Mukhtar et al., 2014) correlated the wax bloom with water loss and storability of plums.

DOI: 10.1016/j.jfoodeng.2014.04.016

Wisuthiphaet N, Damerow L et al. Non-destructive detection of the wax bloom on European plum during post-harvest handling. Journal of Food Engineering. 2014;140:46–51.

4.

Lagerung: DieLagerung von Zwetschken ist bei einigen Sorten wenige Tage möglich, dazu müssen sie einzeln aufgelegt werden.Neuere Sorten können bis zu 8 Wochen gelagert werden, wenn sie bereits vorreif geerntet werden. Allerdings fehlt ihnen dann das Aroma, das sich auch nicht mehr entwickelt.

Book

Maurer J, Heistinger A et al. Handbuch Bio-Obst: Sortenvielfalt erhalten. Ertragreich ernten. Natürlich geniessen. 1. Auflage. Löwenzahn; 2016:382-391.

5.🞽

Molekulargenetische Studie/Laboranalyse

The low genetic diversity and lack of true wild-types coupled with the known cultivation history of Eurasian plums imply that P. domestica may have been a product of inter-specific cross breeding and artificial selection by early agrarian Eurasian societies.

DOI: 10.1038/s41438-018-0090-6

Zhebentyayeva T, Shankar V. et al. Genetic characterization of worldwide Prunus domestica (plum) germplasm using sequence-based genotyping. Horticulture Research. 2019;6:12.

6.🞽

Deskriptive Feld- und Laborstudie

Prunus cerasifera Ehrh., commonly known as myrobalan or cherry plum, belonging to the genus Prunus is thought to originate from southeastern Europe (Balkans, Crimea) and western and central Asia (Caucasus, Iran, Iraq) and grows in both wild and cultivated forms across neighboring regions of Europe and Asia.

DOI: 10.3390/horticulturae10101057

Study: weak evidence

Ternjak T, Kristl J et al. Morphological evaluation and phenolic content of wild prunus cerasifera ehrh. Fruits from slovenia. Horticulturae. 2024;10(10):1057.

7.🞽

In-Vitro-Studie

Blackthorn (Prunus spinosa L.) is a thorny shrubby plant species that belongs to the rose family (Rosaceae) and is commonly distributed in most of Europe, Asia Minor, and northwest Africa.

DOI: 10.3390/foods11203289

Study: weak evidence

Marčetić M, Samardžić S et al. Phenolic Composition, Antioxidant, Anti-Enzymatic, Antimicrobial and Prebiotic Properties of Prunus spinosa L. Fruits. Foods. 2022;11(20):3289.

8.

Pflaume, Zwetschge, Reneklode und auch Mirabelle gehören sind alle Unterarten der Pflaumen (Prunus domestica). Sie unterscheiden sich in Wuchsform, Aussehen, Geschmack und Verwendung. Pflaumen und Zwetschgen sind sich sehr ähnlich und werden gern miteinander verwechselt.

Pflaumen: Ihre Früchte sind grösser und runder und haben mehr und saftigeres Fruchtfleisch als die Zwetschgen. Das Fruchtfleisch bleibt gern am Kern kleben. Pflaumen sind sehr vielseitig verwendbar, ob als Frischobst zum Naschen, auf dem Kuchen oder in anderen Gerichten.

Zwetschgen: Diese Unterart hat längliche und kleinere Früchte als die Pflaumen, festeres Fruchtfleisch und der Kern lässt sich leicht lösen. Sie können gut zu Mus verarbeitet oder auch für Knödel und Kuchen verwendet werden.

Mirabellen: Klein und gelb und zahlreich sind die Früchte der Mirabellen. Sie sind frisch nur kurz haltbar und sollten bald nach der Ernte verarbeitet werden. Aus diesem Grund findet man sie kaum im Handel. Neben dem Frischverzehr lassen sie sich gut zu Marmelade verarbeiten oder einwecken.

Reifezeit: in der Tabelle

"Einen Pflaumenbaum pflanzen", "Schadbilder und Krankheiten" & "Pflaumen ernten"

Website

Mdr de: Pflaumen anbauen, pflegen und ernten. 2025.

9.🞽

Experimentelle Laborstudie

Fruits were harvested at consumption maturity in period July–September.

DOI: 10.1016/j.foodchem.2013.09.072

Study: weak evidence

Mihalache Arion C, Tabart J et al. Antioxidant potential of different plum cultivars during storage. Food Chemistry. 2014;146:485–491.

10.🞽

Vergleichende Feldstudie (comparative field study)

The plum tree is cultivated on all the continents due to its adaptability, on a surface of
more than 2 million ha. In the temperate climate, the plum is one of the most cultivated
species. The consumers appreciate the fruits of this species, either fresh or used for jam,
compote, dehydrated plums, juices etc. Plums are high in carbohydrates, low in fat and low in calories. Plums are an excellent source of vitamin A, calcium, magnesium, iron, potassium and fibre. Plums are free of sodium and cholesterol, and contain a substantial amount of vitamin C.

Sestraş R, Botu M et al. Comparative study on the response of several plum cultivars in Central Transylvania conditions, Romania. Not Bot Hort Agrobot Cluj. 2007;35(2).

11.🞽

Short Communication

Prunus species are cultivated in different regions of the Union Territories of Jammu & Kashmir and Ladakh of which Prunus domestica (plum) is widely cultivated in Kashmir whereas Prunus armeniaca (apricot) is common to Ladakh. The present species, Prunus domestica subsp. italica is a group of cultivated common European plum [4, 5, 8] commonly called greengages. “Greengage” is derived from a green-fruited wild plum found in the Middle East [6]. Sometimes, greengage and gage are treated as syno-nyms; however, all gages are not green [9, 10]. This spe-cies also includes varieties like subrotunda, rotunda and vinaria [4, 5]. The former is purple to blackish, sometimes bright yellow round plums whereas the latter two are the Austrian varieties. 

Greengage is called Reneklode in Ger-many, Ringle in Czech Republic, Ringlo in Hungary, Ring-loty in Slovakia and Rainha Claudia in Portugal.

DOI: 10.1007/s40009-022-01183-x

Study: weak evidence

Tamchos S, Saroop S. Greengage (Prunus domestica subsp. italica): a new addition to ladakh flora. Natl Acad Sci Lett. 2023;46(2):143–146.

12.

Gliederung von Prunus domestica nach Röder (1939, 123):
subsp. insititia (L.) POIRET – Haferschlehen, Kriechen
var. pomariorum BOUT. – Spillinge
var. cerea (L.) – Mirabellen
subsp. italica – Rundpflaumen
var. claudiana POIR.
var. subrotunda
subsp. intermedia – Halbzwetschen
var. ovoidea (MART.) – Eierpflaumen
var. oxycarpa (BECHST.) – Ovalpflaumen
var. mamillaris (Schüb. et Mart.) – Dattelzwetschen
var. „Halbzwetschen” – eigentliche Halbzwetschen
subsp. oeconomica – Zwetschen
var. pruneauliana SER. apund D. C.

Eine Gliederung der Prunus domestica ist deshalb nicht leicht durchzuführen, da ihre Unterarten
miteinander hybridisieren. Die Nachkommen sind sehr heterogen und spalten sehr stark auf (Hartmann
2015, 12). Sie weisen mehr oder weniger intermediäre Merkmalsausprägungen auf. Die vielen
morphologischen Zwischenformen erschweren die Einteilung (Sehic et al. 2015, 196). Auch
Zwischenformen aus Artkreuzungen kommen natürlich vor. In Mittelitalien wurden Bäume entdeckt, die
natürlich aus der Kreuzung von Prunus domestica subsp. insititia bzw. Prunus domestica mit Prunus
cerasifera entstanden (Woldring 2000, 541). Auch Kreuzungen von Schlehe und Europäischer Pflaume
wurden in Schweden, in den Niederlanden und westlich des Bodensees gefunden. Sie besitzen eine
Chromosomenzahl von 2n=40 und werden in der Literatur als Prunus fruticans WEIHE bezeichnet
(Janchen 1956, 350; Körber-Grohne 1996, 45 u. 260f).

Book

Eder G. Untersuchung des Waldviertler Kriecherls (Prunus domestica subsp. insititia) anhand von phänotypischen Merkmalen. Masterarbeit, Universität für Bodenkultur Wien. 2017.

13.

Website

The Universtity of Manchester. Allergy information for: Garden plum (Prunus domestica).

14.🞽

Experimentelle Studie (Laborexperiment / Postharvest-Versuch)

Plums are climacteric fruit with a limited postharvest storage life due to acceleration of quality loss, affecting some properties such as colour, texture, total soluble solids (TSS) and total acidity (TA). The use of cold storage is an appropriate means to delay ripening by reducing ethylene production, respiration rate, pigment changes, softening, the increase in TSS and the reduction in TA (Crisosto et al., 2007, Guerra and Casquero, 2008, Díaz-Mula et al., 2009). Several attempts have been made to maintain plum quality during storage by combining cold storage and 1-methylcyclopropene (Valero et al., 2003), polyamine (Valero et al., 2002), heat and calcium (Serrano et al., 2004) treatments.

DOI: 10.1016/j.postharvbio.2011.02.010

Díaz-Mula HM, Martínez-Romero D et al. Modified atmosphere packaging of yellow and purple plum cultivars. 1. Effect on organoleptic quality. Postharvest Biology and Technology. 2011;61(2–3):103–109.

15.🞽

in-vitro Zellkulturstudie

DOI: 10.1021/jf900259m

Study: weak evidence

Noratto G, Porter W et al. Identifying peach and plum polyphenols with chemopreventive potential against estrogen-independent breast cancer cells. J Agric Food Chem. 2009;57(12):5219-5226.

16.🞽

Experimentelle Laborstudie

DOI: 10.1021/jf021207+

Study: weak evidence

Piga A, Del Caro A et al. From plums to prunes: influence of drying parameters on polyphenols and antioxidant activity. J Agric Food Chem. 2003;51:3675–3681.

17.🞽

In-vivo Präklinik/Tiermodell

DOI: 10.1016/j.jep.2016.05.052

Study: weak evidence

Jena AK, Vasisht K et al. Amelioration of testosterone induced benign prostatic hyperplasia by Prunus species. Journal of Ethnopharmacology. 2016;190:33–45.

18.

Unser Saisonkalender bietet Ihnen Inspiration für einen klimabewussten Einkauf und Abwechslung auf Ihrem Speiseplan. Monat für Monat geben wir Ihnen einen Überblick über saisonale Früchte- und Gemüsesorten. Wer in jeder Jahreszeit auf einheimisch saisonale Produkte setzt, verursacht bezogen auf seinen Obst- und Gemüsekonsum 8- bis 10-mal geringere Klimabelastungen als der Schweizer Durchschnitt.

Pflaume hat im Aug. und Sept. Saison in der Schweiz

Website

WWF Einkaufsratgeber. Pflaumen.

19.🞽

narratives Review

The difference was statistically significant, but this amount of prunes clearly did not
cause diarrhea, because the water content of stools
was the same for the prune and control period. It
is interesting to note that prunes are traditionally
used in north Italy as both a laxative and antidiarrheal remedy.

Sorbitol was reported to cause a laxative action35 in animals and humans when administered as a syrup (83% sorbitol). A dose of 16 to
25 g of sorbitol was effective in 12 individuals to
274
cause “very soft or watery stools”. Twelve large
dried prunes (~15 g sorbitol) or a cup of prune
juice (24 g sorbitol) could reach this threshold of
sorbitol content, especially in susceptible individuals.

DOI: 10.1080/20014091091814

Study: weak evidence

Stacewicz-Sapuntzakis M, Bowen PE et al. Chemical composition and potential health effects of prunes: a functional food? Crit Rev Food Sci Nutr. 2001;41(4):251-286.

20.🞽

Systematische Übersichtsarbeit (Systematic Review)

The increased interest in plum research has been attributed to its high phenolic content, mostly the anthocyanins, which are known to be natural antioxidants.

A total of 73 relevant peer-reviewed journal articles were included in this review. The level of evidence remains low. Of the 25 human studies, 6 were confirmatory studies of moderate quality, while 19 were exploratory. Plums have been shown to possess antioxidant and antiallergic properties, and consumption is associated with improved cognitive function, bone health parameters and cardiovascular risk factors. Most of the human trials used the dried version of plums rather than fresh fruit, thus limiting translation to dietary messages of the positioning of plums in a healthy diet.

The plum is a drupe fruit which belongs to the subgenus Prunus (Family Rosaceae). The subgenus can be differentiated from other subgenera (peaches, cherries, etc.) as the shoots have a terminal bud and unclustered single side buds, the flowers combine in groups of one to five on short stems, and the fruit have a crease running down one side and a smooth seed. Between 19 and 40 different species of plum exist. Of these, only 2, the hexaploid European plum (Prunus domestica) and the diploid Japanese plum (Prunus salicina and hybrids), are of commercial significance across the globe (Topp et al., 2012). The nutritional composition of the two species is considered similar (Table 1). The European plum is believed to have been discovered about 2000 years ago, with its origin somewhere near the Caspian Sea. The fruit was introduced into the USA in the 17th century by pilgrims, w

the level of evidence remains low. Of 25 clinical studies, nine studies included randomization to a plum supplementation group, but only one of these studies adequately described the method of randomization and blinding. Nonetheless, results from some of the study outcomes are consistent. Considering bone health as the main study outcome, the polyphenols present in the plum appear to be responsible for the benefits. However, Hooshmand and Arjmandi (2009) suggested that even though dried plum polyphenols have some bone modulating properties, the synergistic effect of these polyphenols, together with potassium and vitamin K, is required to produce potent effects on bone mass and microarchitecture and to reverse ovariectomyinduced bone loss in mature animals. Regardless, compared with other dried fruits (apple, apricot, grape and mango), only the dried plum exhibited an anabolic effect on trabecular bone in the vertebra and prevented bone loss (Rendina et al., 2013). Some of the findings from the in vitro studies have been confirmed in animal studies but remain to be confirmed in human clinical trials.

The drying process significantly decreases anthocyanin and flavonol content of plums (Piga et al., 2003). The effect of other processing methods on the antioxidant properties of plums has been studied by Valero et al. (2012). Blanching decreased the tannins and antiradical efficiency of the fruits but increased the total polyphenol content, while osmotic dehydration had no effect on the total polyphenol and ferric reducing power. Fresh plums also have a higher free radical scavenging capacity (superoxide and peroxy radicals) and antioxidant activity than dried plums (Morabbi Najafabad and Jamei, 2014). Regardless, prunes are known to contain higher levels of phenolic compounds than most fruits and also possess higher radical scavenging activity, even possibly the highest in dried fruit and vegetable products present in human diet (Shahidi, 2012). Further studies are required to compare the health effects of fresh plum, plum juice and dried plum in human trials

Table 1.

DOI: 10.1002/ptr.5581

Study: strong evidence

Igwe EO, Charlton KE. A systematic review on the health effects of plums (prunus domestica and prunus salicina). Phytotherapy Research. 2016;30(5):701-731.

21.🞽

Plums are the ubiquitous fruit belonging to genus Prunus, subgenus Prunus, consumed as food and have many health benefits and medicinal effect in the treatment of many diseases. Pulp from plums is also used in different beverages. Plums are the potential source of polyphenolic compounds and bioactive compounds such as phenolic, anthocyanins, and carotenoids and many organic acids such as citric acid and malic acid. Plums are also the abundant sources of many minerals such as calcium, magnesium, phosphorus, potassium, and vitamins A, B, K, and C. Plums are the abundant sources of predominant antioxidants and phenolic compounds such as caffeic acid, chlorogenic acid, crypto-chlorogenic acid, and neo-chlorogenic acid. These antioxidants and bioactive compounds are effective in the treatment and prevention of gastrointestinal diseases, bone heath, and cardiovascular diseases and in maintaining the blood glucose level. Plums helps in the heart diseases prevention, as it is low in fat content and high in dietary f iber. It is also effective in the treatment of lung and oral cancer. The consumption of plums boosts human health and prevents many diseases.

Consumption of plums is the easy way to meet the daily recommendation of the fruit intake. The unique property of polyphenols and bioactive compounds mainly hydroxycinnamic subordinates like chlorogenic, neochlorogenic, and quercetin (a p-coumaric acid and caffeic acid) is proven to be effective in enhancing bone health and promotes hearth health, thus preventing cardiovascular diseases. Plum consumption is also linked with reducing weight loss and regulates the blood glucose level. It is also used in the prevention of cancer growth limit by diminishing and inhibiting colonic beta-glucuronidase, 7-alpha-dehydroxlase by fixing the optional bile acid production. Plums containing high amount of fiber, istain, and sorbitol help in the proper functioning of digestive system and thus help relieve constipation. Plums contain abundant minerals mainly such as potassium, iron, and fluoride that helps in regulating and controlling blood pressure level by maintaining the body fluid level. Plums helps in preventing the damage to the cell components mainly neurons and fats that are involved in the formation of cell organelles that prevents macular degeneration. In any of the studies no adverse effects of plums are noted including this review.

DOI: 10.1080/10942912.2023.2249254

Study: weak evidence

Ayub H, Nadeem M et al. A comprehensive review on the availability of bioactive compounds, phytochemicals, and antioxidant potential of plum (prunus domestica). International Journal of Food Properties. 2023;26(1):2388-2406.

22.

Website

CarbonCloud: Plum and prune. 2026.

23.🞽

Fruits 727 147 93 967 460 2.10

536 Plumsandsloes 1570 188 422 2180

DOI: 10.5194/hess-15-1577-2011

Mekonnen MM, Hoekstra AY. The green, blue and grey water footprint of crops and derived crop products. Hydrol Earth Syst Sci. 2011;15(5):1577–1600.  

24.

8. Apfel (bio), Durchschnitt  0,2 

Website

Reinhardt G, Gärtner S et al. Ökologische Fussabdrücke von Lebensmitteln und Gerichten in Deutschland. IFEU Institut für Energie - und Umweltforschung Heidelberg. 2020.

25.🞽

Feldbeobachtungs- und Ökologie-Studie

Insect pollinators interact with flowering plants to underpin wider biodiversity, ecosystem
function and resource conservation services to agricultural crops (Dar et al. 2017a) [17] and ultimately contributes to human nutrition [...] The fruit crop
production increases significantly after cross-pollination by
insects (Wei et al., 2019) [39], e.g. production rates increased 2
to 4.5 times after cross-pollination by bees.

Dar SA, Wani SH et al. Foraging behaviour, abundance and rank abundance of insect pollinators on plum crop (Prunus domestica) in Himalayan regions. J Entomol Zool Stud. 2020;8(6):575–582.

26.🞽

Experimentell-quantitative Feldstudie mit Life Cycle Assessment (LCA)

By adopting the optimal management strategy of the HL group, farmers at the county level can narrow the differences in yields and environmental impacts, resulting in high yields and low environmental impacts simultaneously. 

DOI: 10.3389/fpls.2023.1158591

Yan X, Ye D et al. Potential mitigation of environmental impacts of intensive plum production in southeast China with maintenance of high yields: Evaluation using life cycle assessment. Front Plant Sci. 2023;14:1158591.

27.🞽

Laborexperiment / chemische Rückstandsanalyse

The persistence of insecticide residues in fruits depends on several factors, including the chemical nature of the compound, the structural composition of the fruit, the dosage applied, and the timing of pesticide application.

The determination of pesticide residue levels in fruits and vegetables plays a vital role in ensuring food quality and safeguarding human health. According to international data, approximately 2.5 million  tons  of  insecticides  are  produced  annually  worldwide,  with  about  27%  of  them  being applied specifically to fruits and vegetables [1, 2].Data  from  the  United  Nations  Children's  Fund  (UNICEF)  and  the  World  Health  Organization (WHO) indicate that pesticide poisoning accounts for around 300 million cases globally each year, with approximately 220,000 of these resulting in fatalities [3].Taking this into consideration, in 2019, the Food and Agriculture Organization (FAO) declared the year 2020 as the “International Year of Plant Health” [4, 5].Among insecticides, the most widely used are those belonging to the neonicotinoid class [6].The level of pesticide residues in fruits varies significantly across different countries and regions, which  is  closely  related  to  local  pesticide  application  practices,  regulatory  standards,  and agricultural  management  strategies [8].In  China,  pesticides  such  as  chlorpyrifos,  imidacloprid, acetamiprid, carbendazim, and prochloraz are extensively used for the control of apple pests. Due to their high stability and water solubility, these pesticides tend to persist in the fruit.

O‘g‘li RAA. Determination of insecticide residue levels in plum fruits. Web of Agriculture: Journal of Agriculture and Biological Sciences. 2025;3(8):20–25.

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