Stiftung für Gesundheit & Ernährung

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Beste Aussichten für Ihre Gesundheit

Weizenkleie, roh

Die Weizenkleie bleibt nach der Verarbeitung des Weizenkornes zu Weissmehl zurück. Kleie ist nährstoffreich und kann bei Verdauungsproblemen helfen.
77/18/05  LA12:1ALA
Drucken

Als Weizenkleie bezeichnet man die Rückstände aus den harten Bestandteilen des Weizenkorns, bestehend aus Schalen, der Aleouronschicht und dem Keimling, die nach dem Mahlen und Absieben von Weissmehl zurückbleiben.

Allgemeine Informationen:

Aus Wikipedia: "Kleie wurde früher vorwiegend als Futtermittel verwendet. Im Rahmen der Vollwerternährung hat Kleie als Ballaststofflieferant zur menschlichen Ernährung zunehmende Bedeutung (etwa in Müsli, Grahambrot oder in Knäckebrot) bekommen. Kleie besteht hauptsächlich aus den Nichtstärke-Kohlenhydraten Cellulose und Hemicellulose sowie aus Lignin."

Im Übrigen muss man die Weizenkleie von Weizenkeimen und Weizenkeimlingen unterscheiden. Unter letzteren versteht man das Korn, welches mit dem Keimen beginnt. Weizenkeime sind die noch nicht gekeimten Keimlinge im Weizenkorn.

Inhaltstoffe:

Weizenkleie ist reich an Mangan, Magnesium, Selen, Zink, Eisen und B-Vitaminen (insbesonder Vitamin B3 und B6), sowie an Ballaststoffen und Flavonoiden.

"Die quellfähigen und schleimbildenden Bestandteile der Kleie (β-D-Glucan, Arabinoxylane) sorgen dafür, dass der Blutzuckeranstieg nach Stärkeaufnahme verzögert wird, was bei Diabetes Typ 2 erwünscht ist.

Neben Vitaminen und Mineralstoffen sind in den Randschichten des Getreides auch unerwünschte Inhaltsstoffe wie Abwehrstoffe gegen Frassfeinde (etwa Phytin) und Verunreinigungen (etwa Pestizide, Schwermetalle und Schimmelpilzgifte) konzentriert. Phytin bindet im Darm Mineralstoffe und Vitamine und verhindert dadurch die Verwertung dieser Stoffe für die Ernährung.

Regelmäßiger Verzehr von Haferkleie kann den Cholesterinspiegel des Körpers geringfügig senken, wie eine amerikanische Metaanalyse auf der Basis von 162 klinischen Einzelstudien herausfand.

Bei der Verwendung von Kleie zur menschlichen Ernährung muss auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr geachtet werden, da es sonst zu schwerwiegenden Verstopfungen kommen kann."

Verwendung in der Küche:

Weizenkleie kann man gut über Müeslis, Salate oder Suppen streuen. Auch in einem Fruchtsmoothie schmeckt Weizenkleie sehr gut. Allerdings sollte man pro Tag höchstens 30 g davon nehmen und auch nur dann, wenn das keine Blähungen gibt. Besser ist es, zerkleinerte Körner oder noch besser Samen im Essen zu haben, die auch gerade die Nährstoffe bringen - so wie z.B. beim Erb-Müesli.

Verwendung in der Medizin:

Weizenkleie wirkt vor allem gut bei Verdauungsproblemen. Kleie regt die Peristaltik (Verdauungsbewegungen) an und beugt damit Verstopfungen vor.

Kleie besteht zu einem Grossteil aus für uns Menschen unverdaulichen Fasern (Cellulose). Bei diesen Ballaststoffen handelt es sich meist um sehr grosse Kohlenhydratverbindungen, die unser Verdauungssystem nicht spalten kann. Im Verdauungstrakt quellen sie in Verbindung mit Wasser auf, wodurch sie einen entsprechenden Druck auf die Darmwand ausüben. Die Dehnung der Darmwand wiederum regt dessen Darmbewegung an, die den Verdauungsbrei kontinuierlich Richtung Enddarm befördert.

Gleichzeitig haben Ballaststoffe aber noch einen weiteren Vorteil: Sie binden auf dem Weg durch den Darm verschiedene Giftstoffe, um diese auf schnellstem Wege aus unserem Körper heraus zu befördern. Allerdings enthält Weizenkleie auch viel Hemicellulose sowie Lignin.

Alle Ballaststoffe brauchen Wasser. Gerade bei der Einnahme von Weizenkleie – oder anderen Füllstoffen wie Flohsamenschalen – lautet das oberste Gebot: viel trinken. Bei unzureichender Flüssigkeitszufuhr kehrt sich der erwünschte Effekt ins Gegenteil: Die Verstopfung kann sich verschlimmern.

Deshalb gilt die Regel: Zu jedem Esslöffel Weizenkleie ein Glas Wasser trinken - nebst der sonst üblichen Menge.


Drucken